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Margit

mit offiziell gekürtem Forums-Loverboy und Master im Schnurcheln himself

Beiträge: 4.030



31.01.2009 19:34
RE: Calming Cap Zitat ·antworten

Danke fürs Erklären, Jutta .

Ich glaube, ich setze dann dem Archy auch die Schlafhaube wieder auf! Ute B. B. arbeitet wohl mittlerweile auch mit dem Hauben, wenn ich das richtig nachgelesen habe.

LG
Margit mit Archy
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Es gibt keine andere Wahl, als vorwärts zu gehen.
(Fridtjof Nansen)

raschnuck



Beiträge: 1.281


31.01.2009 19:38
RE: Calming Cap Zitat ·antworten

Ja...Ute arbeitet definitiv mit diesen Caps! Sei hat die Caps eigentlich nach Deutschland gebracht.

Und .... sie schlafen immer noch....ach ist das schön. Auch Toni schläft .... aber ohne Cap ......hi hi hi

Wegwarte



Beiträge: 1.007



31.01.2009 20:08
RE: Calming Cap Zitat ·antworten

Ich bin mega gespannt was Betty zu der Cap sagt

Toll genäht, Jutta!

Viele Grüße von Anja
....die mit dem Fiasko-Fränzle

Lionne

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz

Beiträge: 239



02.02.2009 22:03
RE: Calming Cap Zitat ·antworten

Hi!

Ähhh. Ich glaub ich bin noch bissi doof und grad nicht ganz up to date.... Könnt ihr mir das noch erklären, wie das ganze jetzt insgesamt funktionieren soll? Soll man dann mit be-Cap-tem Hund rausgehen oder wie...? Nüsch wirklich, oder?? Da siehts ja nix, das arme Tier. Oder ist das der Sinn?
Sorry der saudoofen Nachfrage.

LG, Anna

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.196



03.02.2009 00:53
RE: Calming Cap Zitat ·antworten
In Antwort auf:
Soll man dann mit be-Cap-tem Hund rausgehen oder wie...? Nüsch wirklich, oder?? Da siehts ja nix, das arme Tier. Oder ist das der Sinn?


Doch, man soll. Der Effekt der caps ist, daß die Umweltreize, die auf den Hund einströmen, abnehmen, genauer, gefiltert werden, im wahrsten Sinne des Wortes. Es ist ja eben nicht so, daß der Hund gar nichts sieht. Er sieht nur nicht mehr ALLES, was ihn normalerweise auf die Palme bringen würde.

Du mußt Dir das so vorstellen: Du gehst mit Deinem Hund raus, und er riecht, sagen wir mal, 100 verschiedene Gerüche. Außerdem hört er 100 verschiedene Geräusche. Und dann sieht er noch 100 verschiedene Bewegungen. Mit der Cap riecht er noch die Gerüche und hört noch die Geräusche, aber von den Bewegungen sieht er eben nur noch, sagen wir mal, 10. Macht summasumarum statt 300 verschiedene Reize nur noch 210. Für einen sehr schnell sehr hochdrehenden Hund, den einfach die Menge der Reize überflutet und überfordert, kann das genau die Chance sein, die er braucht, um soweit runterzukommen, daß er überhaupt etwas lernen kann. Denn das geht ab einem gewissen Überflutungsgrad schlicht nicht mehr, er ist dann höchst erregt und in unterbewußten Verhaltens- und Etikettierungsmustern, und Du kommst einfach nicht an ihn ran. Das sind dann die Hunde, die trotz Futtertube und Spielzeug und allem, was sie sonst lieben, im Alltag immer wieder in Situationen feststecken, in denen sie nicht mehr ansprechbar sind.

Ute erzählt immer wieder mal von ihren Erfahrungen mit der Cap, die, das stimmt, wohl sie als erste hier in Deutschland eingesetzt hat.

Es sind drei Dinge, von denen sie berichtet: 1) Die Hunde, mit denen sie gearbeitet hat, trugen die Cap alle gerne, keiner versuchte, die Kappe abzustreifen. Das deckt sich mit dem, was Margit und Jutta beschreiben. 2) Andere Hunde reagierten in keinster Weise und vor allem nicht negativ auf den die Kappe tragenden Hund, sie nahmen sie schlicht nicht sichtbar wahr. Auch das deckt sich zumindest zum Teil mit dem, was unsere beiden Probanden (grins) hier schrieben. 3) Die Hunde, die eigentlich auf Artgenossen aggressiv reagierten, waren in ihrer Mehrzahl (ich bin mir nicht mehr ganz sicher, ob es nicht sogar alle waren, da müßte ich Ute nochmal genauer fragen) in den Momenten, in denen sie die calming cap trugen und DANN auf andere Hunde trafen, plötzlich nicht mehr aggressiv, sondern deutlich entspannter, so daß sie in Ruhe an den Artgenossen vorbeigeführt werden konnten.

Für mich hört sich das auch relativ logisch an, jedenfalls insofern, als daß sich Artgenossenaggressivität ja vergleichsweise oft dann zeigt, wenn der Hund von der Gesamtsituation überfordert ist. Nimmt man ihm aus dieser Gesamtsituation Druck weg, kann er leichter mit dem EINEN Reiz umgehen als wenn er zig verschiedene auf einmal bewältigen müßte.

Ehrlich gesagt, gerade für Betty habe ich auch schon mal gedacht, daß die Cap etwas bringen könnte, wobei ich nicht weiß, wie gut sie mittlerweile über das Zeigen und Benennen/Clickern zu händeln ist. Ich hatte kurz für Bennie erwogen, die Cap mal zu testen, aber nachdem ich ihn und Bärbel heute erlebt habe, halte ich das einfach nicht mehr für nötig. Denn eins ist klar: Die Cap ist ein Hilfsmittel, in diesem Fall eines, daß den Hund möglicherweise initiell einmal offen genug macht, um überhaupt etwas lernen zu können. Eine Dauerlösung sieht auch Ute darin nicht, das Bestreben ist immer, ein alternatives Verhalten zum althergebrachten aufzubauen. Aber wie gesagt, möglicherweise wird genau dieser Weg erst überhaupt beschreitbar, wenn der Hund mal die Chance kriegt, etwas ruhiger durch die Gegend zu laufen als unter Dauerstreß stehend.

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Kuschelbub Parcifal und Spinnbub Medox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

----

"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

Wegwarte



Beiträge: 1.007



03.02.2009 12:50
RE: Calming Cap Zitat ·antworten

Hallo Barbara,

ich schau mal wie die Esther am 14. unsere Lage beurteilt.

Meine Frage geht in folgende Richtung: Kann die Betty dann trotzdem lernen? Bei uns gibt es zwei Themen, an denen wir zwar schon ein Stück weiter gekommen sind, aber doch oft festhängen, weil sie dermaßen hochfährt, dass wir selbst mit den Kauteilen nicht mehr an sie ran kommen. Das sind Hundebegegnungen und Fahrradfahrer, die womöglich auch noch stehen bleiben.

Wenn sie also die Cap aufhat und es damit besser klappt --> lernt sie tatsächlich etwas daraus oder geht es ihr ohne Cap wie vorher? Wenn ja, dann sehe ich nur den Sinn darin, dass sie mal Pause hat und die kann ich ihr auch anders verschaffen.

Heute z. B. sind wir reizarm gelaufen und hatten einen Traumspaziergang mit einem so was von super genialen Hundl. Wir hatten richtig viel Spaß. Ich habe jetzt alle zwei Wochen das Auto und kann dann auch mal raus fahren, um uns eine Pause zu verschaffen.

Trotzdem kommt die Zeit, in der insgesamt mehr los ist und da ist die Betty im Prinzip schon auf 180, wenn wir die Wohnung verlassen. Und zwar nicht weil ich so unsouverän bin, sondern weil sie überfordert ist.

Viele Grüße von Anja
....die mit dem Fiasko-Fränzle

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.196



03.02.2009 22:05
RE: Calming Cap Zitat ·antworten

Hey Anja,

sie kann lernen. Und zwar gerade dann, wenn die Cap für sie Reize filtert. Schau, alles, was wir unseren Hunden beibringen, lernen sie doch erstmal im Trockendock. Sprich: erstmal zu Hause, vielleicht im Garten, dann mal auf einem ruhigen Feldweg, später in einem Wald, wo nicht so viele, aber doch schon ein paar, Leute gehen und so weiter. Erst ganz zum Schluß, wenn wir sicher sind, daß unsere Hunde etwas an allen möglichen Orten wirklich können, werden wir uns an die Kür wagen und ein Signal auch dann einsetzen, wenn die Ablenkung sehr, sehr groß ist.

Aber Du wirst bestimmt keinen Fahrschüler, der nur eine Stunde Praxis vorzuweisen hat, hinter das Steuer eines LKW setzen. Auch er muß, unter stetig schwieriger werdenden Bedingungen, Schritt für Schritt lernen, wie man ein solches Gefährt auch im dicksten Verkehr noch handhabt.

Das ist doch unter anderem das Geniale am Prinzip Clicker: Du kannst eine Übung zerlegen und in einzelnen Teilen trainieren, die Du auch alle gesondert belohnst, wenn sie -eben zu Beginn durchaus für sich allein genommen- gut ausgeführt werden. Es ist halt ein Unterschied, ob ein Hund (oder auch ein Mensch) zehn Dinge auf einmal lernen soll oder ob er die Chance bekommt, erst eins, dann zwei, dann drei Schritte für sich selbst und in seinem Tempo zu erarbeiten.

Der Nachhaltigkeit tut das keinen Abbruch, im Gegenteil, was so intensiv und sinnvoll vermittelt, erarbeitet wird, wird immer gefestigter und im Hundehirn besser abrufbar sein als etwas, das ihn bereits in der Lernphase überforderte.

Nimm doch mal einen Verhaltensablauf für Betty. Sagen wir, sie hat Angst vor Artgenossen. Du übst jetzt nie unter einfachen Bedingungen, sondern immer nur, wenn wirklich Hunde auf sie zutösen. Dann versuchst Du, etwas zu beeinflußen, auf das Betty selbst nicht einmal bewußten Zugriff hat, nämlich die Vergabe des "inneren Etikettes".

In Deinem Hund läuft nämlich bei jeder Hundebegegnung unwillkürlich und ohne daß der Hund dafür etwas könnte, ein inneres Programm ab. Bettys Unterbewußtsein schreit beim Anblick des "Reizauslösers Hund", bei Anblick JEDES Hundes, "Alarm", und aus dieser Etikettierung resultiert dann ihr, ebenso unterbewußt gesteuertes, Verhalten, in Deinem bzw. Bettys Fall: Getöse.

Das Problem mit Angst- und Aggressionsverhalten ist, wenn man so will, die Evolution. Genauer: Der Umstand, daß Hunde reflektiv handeln, also nicht erst lange nachdenken (können), wenn sie in eine Notlage geraten, sondern (ursprünglich mal aus Arterhaltungsgründen) unterbewußt gesteuert handeln, macht es uns Menschen so schwer, auf das Verhalten unserer Vierbeiner effektiv Einfluß zu nehmen.

Wir müssen nämlich den richtigen Zeitpunkt erwischen. Das heißt, wir müssen etwas mit ihnen tun, BEVOR das in ihnen festgelegte Programm ablaufen kann, solange sie noch bewußt entscheiden können, also.

Je mehr Reize aber auf unsere hundlichen Partner einströmen, desto limitierter sind unsere Zugriffsmöglichkeiten, weil ja jeder Reiz für sich genommen, sein ganz eigenes Programm auslösen kann.

Das heißt: Wenn Betty einen anderen Hund sieht, läuft das Programm Getöse ab. Das ist schon schwer genug zu knacken, es wäre aber möglich, wenn Betty den Hund erst wahrnimmt, wenn Du Dich mit ihr gemeinsam bereits in dem von ihr vermutlich eigentlich bevorzugten Meideverhalten befinden würdest. Der Reizauslöser käme nämlich plötzlich nicht mehr frontal auf sie zu, sondern nur noch seitlich, und das Programm, das den anderen Hund als Bedrohung wahrnähme, käme er frontal, ist plötzlich aus den Fugen, die Bedrohung wäre anders/geringer und Dein Hund könnte schon ein leicht modifiziertes Programm ablaufen lassen.

Umgekehrt stellen wir uns mal vor, es käme nicht nur der eine Hund frontal auf Betty zu, deren Programm Getöse allein damit schon anliefe, ihr aber vermutlich auch den Erfolg bescheren würde, daß der Artgenosse sich auch einigermaßen von ihr fern hält, sondern links würde noch ein Mensch joggen und rechts ein Nordic Walker vorbeiwollen - dann wären es drei unterbewußte Programme, die in ihr widerstritten, und daß das totale Überforderung mit sich brächte, wäre ziemlich klar, denke ich.

Stelle ich nun von den drei Problemen zwei zur Seite, indem ich dafür sorge, daß mein Hund sie nicht mehr als Bedrohung wahrnehmen kann, weil ich ihm diese Reize schlicht "wegfilterte", käme ich dazu zurück, daß es nur noch gelten würde, EIN Programm zu durchbrechen, indem ich schneller handele als der Hund tösen kann.

Zusammengefaßt: Nur durch ein Training in reizarmer Umgebung bzw. durch das künstliche Herstellen einer solchen durch die Calming Cap, bekommt der Hund das Grundwissen vermittelt, das ihn später in Notlagen in die Position versetzt, anders zu reagieren als er es unterbewußt vorprogrammiert eigentlich tun müßte, wobei ein alternatives Verhalten ebenfalls leichter für den Hund abrufbar ist, wenn in besagter Notlage nur EIN altes Etikett ersetzt werden muß, statt mehrerer gleichzeitig.

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Kuschelbub Parcifal und Spinnbub Medox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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Lionne

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz

Beiträge: 239



03.02.2009 22:13
RE: Calming Cap Zitat ·antworten
Vielen Dank, liebe Hex, für die ausführliche Erklärung. Wie immer sehr gut verständlich und einleuchtend. Aha - der Hund sieht also schon ein bisserl was. Die Annahme, dass er gar nichts sieht, hatte mich in erster Linie zweifeln lassen.
Somit hört es sich wirklich sehr interessant an. Besonders für sehr, sehr schlecht sozialisierte Hunde, mit denen man aufgrund der Umweltreize schier nicht das Haus verlassen kann. Hätte man damit eine Möglichkeit, überhaupt an einer Resozialisierung arbeiten zu können, wäre das ja wirklich genial.

Gibt es vielleicht die Möglichkeit, das Cap über ein "dünneres" Zwischenstufen-Cap abzubauen?


LG, Anna

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.196



03.02.2009 22:25
RE: Calming Cap Zitat ·antworten

Zitat von Lionne
Gibt es vielleicht die Möglichkeit, das Cap über ein "dünneres" Zwischenstufen-Cap abzubauen?


Spontan würde ich sagen: Warum? Ich denke, wenn der Hund mit Cap gelernt hat, geht man ohne wieder in reizärmere Umgebungen und steigert dann die Ablenkung ohne Cap wie man es vorher mit Cap schon gemacht hat.

Wenn ich dran denke, werde ich Ute aber, wenn gewünscht, nochmal danach fragen.

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Kuschelbub Parcifal und Spinnbub Medox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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(Papst Franziskus)

Wegwarte



Beiträge: 1.007



03.02.2009 23:20
RE: Calming Cap Zitat ·antworten
Danke Barbara für diese tolle Erklärung.

Die Tierärztin für Verhaltenstherapie hat bei Betty Deprivationsfolgen diagnostiziert. Sie hat uns erklärt, dass wir im Winter quasi den Standart an Reizen halten müssten, damit sie den Übergang ins Frühjahr problemlos schafft. Wie wir das schaffen sollen wusste sie dann selbst nicht.

Gestern z. B. auf dem Rückweg war am Ortsrand, durch den ich ein kleines Stück laufen muss (damit kommt sie inzwischen gut klar, wenn es recht ruhig ist) etwas mehr los. Zwei Leute an der Bushaltestelle, ein Mann, der uns entgegen kam und unten dann noch ein Mann der gerade mit seinem Motorrad einen Höllen Lärm machte. Mein Mädchen war total verwettert, trotz frühzeitigem Anzeigen und bestätigen. Man hat richtig gemerkt, dass sie überflutet/überreizt ist. Wir haben uns dann zusammen hingesetzt (Geschirrgriff), ich sagte in aller Ruhe das Entspannungssignal und ließ sie sich umschaun bis ich gemerkt habe, dass es für sie wieder geht. ERst als das Motorrad und der damit verbundene Lärm weg war, atmete sie wieder auf und wir konnten weiter gehen.

Im Frühjahr dann arbeiten überall Leute im Garten oder vor ihren Häusern oder sie sitzen auf den Terrassen, dann noch die vielen Fußgänger, Radfahrer und was sonst noch so unterwegs ist....das ist unheimlich viel für einen Hund, der ein Problem damit hat.

Autos, die ja das ganze Jahr unterwegs sind, bereiten ihr nicht das geringste Problem, obwohl sie anfangs panische Angst davor hatte und wir lange mit ihr üben mussten.

Ich finde das mit der Cap klingt interessant für uns. Danke!

Viele Grüße von Anja
....die mit dem Fiasko-Fränzle

raschnuck



Beiträge: 1.281


13.02.2009 10:23
RE: Calming Cap Zitat ·antworten

So,

ich wollte nur mal was ganz Interessantes zu dieser Calming Cap schreiben.

Gestern war bei uns so richtig viel grausiger Wind....der war so stark, dass es im Haus extrem deutlich zu hören war. Es war im Haus an den Rohren für die Abluft hörbar....die bewegen sich bei Wind und schlagen gegen die Mauern....und das klingt als würde jemand mit dem Maschinengewehr feuern.....also für mich einfach schrecklich.

Melly reagiert ja sehr stark auf veränderte , laute Witterungsverhältnisse....s.Gewitterangst.

Sie bekam schlichtweg einen Panikanfall, als es so richtig laut war im Haus....denn wir haben 2 Stellen an denen die Rohre gegen die Maueren schlagen.
Da gab ich ihr dann eine Tablette Melatonin und stülpte ihr die Calming Cap über......augenblicklich hörte sie auf stark zu hecheln....legte sich dann fast längs auf meinen Mann und konnte relativ entspannt dort liegen....sie schaffte es sogar den Kopf auf Toni's Bauch liegen zu lassen....also schön in Streckhaltung.

Das hat mich schon etwas erstaunt.

Dann beruhigte sich der Wind etwas und ich ging mit Melly schlafen......ließ ihr aber die Cap über Nacht auf.....und sie schlief durch wie ein Engel.....
Mein Mann sagte mir dann, dass es nochmal so richtig laut war....aber wir haben alle gut geschlafen.

Meiner Meinung nach hat die Calming Cap wirklich eine generell beruhigende Wirkung. Denn der Wind hatte nun ja wirklich nichts mit dem Optischen zu tun....
Auf jeden Fall fand ich es äußerst interessant das so zu erleben.

Ciaooo

Margit

mit offiziell gekürtem Forums-Loverboy und Master im Schnurcheln himself

Beiträge: 4.030



13.02.2009 10:29
RE: Calming Cap Zitat ·antworten

Das ist ja klasse! Wenn sich da noch eine Hilfe für Melly finden würde von ganz anderer Seite! Hast du Melly die blaue Originalcap oder dein Modell aufgesetzt?

Ja, mit der Cap hat es schon was auf sich. Wenn ich Archy ein Tuch über den Kopf lege, damit ihn das Licht nicht blendet, dann nimmt er das meistens schnell ab. Die Cap liess er einfach auf, stundenlang, obwohl sie nicht befestigt war.

LG
Margit mit Archy
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Es gibt keine andere Wahl, als vorwärts zu gehen.
(Fridtjof Nansen)

raschnuck



Beiträge: 1.281


13.02.2009 10:34
RE: Calming Cap Zitat ·antworten

Hallo MargiLI,

ich habe beide versucht und bei beiden absolut das gleiche Verhalten beobachtet. Also kein Unterschied, ob etwas in blau oder in schwarz ist.....Sie hat niemals Anstalten gemacht die Cap herunterzukratzen...ich habe sie am Halsband angebunden damit sie nicht verrutschen kann. Und Melly hat sie sofort angenommen und sich sichtlich (s. Hecheln ) beruhigt. Sogar Toni hat es festgestellt...und das will was heißen.

Ich werde dir, wenn Anja die Cap nicht brauchen sollte, auf schnellstem Wege Archy's Schalfmütze retourschicken. Ich kann es doch nicht verantworten, dass er nicht mehr relaxt ruhen kann?????

Ja...es ist wirklich sehr interessant mit dieser Cap. Auf jeden Fall werde ich weiterexperimentieren.....wenn da für Melly noch was rauszuholen wäre.....wäre einfach nur genial. Da würde ich dann auch gerne Tag und Nacht nähen.....

Margit

mit offiziell gekürtem Forums-Loverboy und Master im Schnurcheln himself

Beiträge: 4.030



13.02.2009 10:38
RE: Calming Cap Zitat ·antworten

Ich würde mich total freuen, wenn du damit noch etwas gefunden hättest das Melly hilft .


Anja redet morgen mit Esther und gibt dann Bescheid.

In Antwort auf:
Sogar Toni hat es festgestellt...und das will was heißen.




Vielleicht kannst du dann die Europäische Produktion übernehmen...

Wobei, ich kann echt nicht verstehen, warum die hier nicht vertrieben wird. Das ist ja der gleiche Hersteller wie beim Gentle Leader und das gibt es ja an jeder Ecke.

LG
Margit mit Archy
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(Fridtjof Nansen)

raschnuck



Beiträge: 1.281


13.02.2009 10:54
RE: Calming Cap Zitat ·antworten

Zitat von Margit
I
Wobei, ich kann echt nicht verstehen, warum die hier nicht vertrieben wird. Das ist ja der gleiche Hersteller wie beim Gentle Leader und das gibt es ja an jeder Ecke.


Ja, stimmt genau!
Ich weiß es auch nicht....aber es ist nun mal generell so, dass Alles was gut funktioniert bei uns nicht erhältlich ist.

Ich weiß nur, dass Ute und Dieter versuchen den Vertrieb für Deutschland zu bekommen . Wie weit sie damit sind, weiß ich leider nicht.

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