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Dieses Thema hat 29 Antworten
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 Behaviour (öffentlich)
Seiten 1 | 2
Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

09.01.2012 09:40
#16 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Auch wenn ich mir vor Lennox Einzug etwas anderes vorgenommen habe ( er schläft mittlerweile auch im Bett, wenn Herrchen weg ist und kuschelt soo süß), es fällt doch immer mal beim Kochen oder Kühlschrank öffnen was runter. Ich empfinde dies auch als etwas, was das Leben einfach schöner, lebenswerter macht, merke aber, gerade an Weihnachten, wo die Frequenz häufiger war, lässt dann bei meinem die Arbeitsfreudigkeit deutlich nach, ach nööhhh, das gibts doch immer auch mal umsonst :)........ Und da unterscheidet sich eben der Labbi meiner Freundin, der tut dann immer noch so, als hätte er seit Wochen nix Fressbares gesehen.....

Da gehen eben einige Dinge leichter, das meine ich damit.... Manchmal beneide ich sie darum....

Aimie Offline

Erfinderin des Berufsbildes des Slerbs, die zwischen den Schnauzen von Frau Diva und Herrn Traber komischerweise Halsbänder sucht


Beiträge: 2.383

09.01.2012 09:42
#17 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Aimie hat nie gehungert!
Aber das Futter gab es eben durchgehend bei mir, draussen so wie drinnen und vor allem aus meiner Hand.

Ich finde es auch nicht gut, wenn ein Hund hungern muss, das ist eventuell falsch angekommen, aber man liest immer wieder:
Mein Hund ist nicht Futterorientiert.
Und dann liest man ziemlich als nächstes, das einfach die Art der Suche nach dem "Lecker" nicht folgt, bzw. der Hund zu viel Futter bekommt.

Aimie hat als sie kam gar kein Futter angerührt!
Sie bekam vorher Wurstreste vom Fleischer und nun kam ich mit schnöden TroFu und dann auch noch die Angst drinnen zu sein.
Jeder hat mir davon abgeraten bei Aimie zu bleiben und das TroFu aus dem Napf in die Hand zu nehmen und ihr dann zu geben.
Wenn ein Hund so unter Dauerstress ist wie Aimie damals als sie kam habe ich alles dafür getan, dass sie vernünftig frisst.

Als wir dann aber mit der Arbeit an der Leinenaggression anfingen musste ich mir was einfallen lassen, denn sonst wäre Aimie modderfett geworden, bei der Menge, die wir verclickert haben.


Sorry, wenn ich mich falsch ausgedrückt habe.....

LG von Ilka mit Aimie und Soxi

----------

Heute ist das Morgen über das du dir gestern Sorgen gemacht hast.

Und alles ist gut!

Balou Offline




Beiträge: 92

09.01.2012 22:06
#18 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Ich hätte da nochmal eine Frage.
Ich bin gestern mit unserer Nachbarin und dessen Hund (Oskar) Gassi gegangen (wir gehen mehrmals in der Woche und die Hundis LIEBEN sich, Balou winselt jedesmal wenn wir an "Oskars" Garten vorbeigehen, und er nicht spielen darf, selbst wenn da gar niemand zu Hause ist )

Wir waren im Wald, die zwei Chaoten haben Party gemacht, wir haben sie zwischendurch immer wieder abgerufen und unsererseits Party mit ihnen gemacht, damit klar ist Frauchen ist genauso toll , und auch immer wieder Übungen eingebaut.
Balou war mit vollem Elan bei der Sache, hat sogar Leckerchen gefangen, was er wirklich nur macht wenn er sich echt wohl fühlt und Spaß hat...

Jedenfalls sind wir dann um die Ecke gebogen und (wie hätte es auch anders sein können ) da war ein Hund (zum Glück frei).
Ich konnte auf die Entfernung und dank vergessener Brille nur ein Schwarzes etwas sehen, Balou hat nicht auf rufen reagiert, und ích dachte schon die Welt geht unter, weil es einen schwarzen unkastrierten Rüden in der Nachbarschaft gibt, bei dem Balou an der Leine immer einen Affentanz macht (wir arbeiten fleißig mit Clicker dran, sind aber noch in der Anfangsphase).
Stellt sich raus, zu meiner Erleichterung, es war ein Labradorrüde den wir schon kannten. Balou liebt ihn nicht, sie spielen nicht und ignorieren sich nach erster Begegnung weitgehend, aber sie sind friedlich.

Die Freude meinerseits war also groß als Balou und Oskar weiter spielten und sie den Labrador in Ruhe ließen.
Als meine Freundin und ich dann bei dem Herrchen angekommen waren und wir uns ein bisschen unterhalten hatten (im stehen), pinkelte Labrador Kenzo, welcher die Angewohnheit hat nach dem pinkeln zu knurren und zu scharren.

Als prompte Antwort darauf ist Balou auf ihn losgegangen und hat ihn unter Getöse am Nacken gepackt und geschüttelt. Kenzo war nicht zimperlich und hat ziemlich heftig reagiert und sich seinerseits in Balous Hintern verbissen.

Herrchen stand vor Schreck der Mund offen, ich habe meinen Hund (ohne Schreien diesmal, ich hab gelernt) von Kenzo runtergepflückt und angeleicnt. Kenzo und Herrchen sind weggeggangen nachdem Herrchen mir nach eingehnder Inspetion erklärte Kenzo sei nichts passiert.
Balou hat auch nichts abgekriegt.

Ich war den Tränen nahe, weil ich es schlicht nicht verstanden habe, warum er diesen Hund, den er auch schon vorher knurr-scharr-pinkeln gesehen hat, mit dem wir ja auch schon friedlich gelaufen sind, angreift.

Meine Nachbaring meinte, Balou hat angegriffen, sobald ich in seiner Nähe war, sie hat auch gesagt, dass sie irgendwo gelesen hat, dass Hunde sich durch Frauchens Anwesenheit stärker fühlen und angreifen. Aber ich finde es macht nicht wirklich Sinn.
Er hat ja höchstwahrscheinlich aus Unwohlsein angegriffen und nicht aus Rauflust, dass bilde ich mir zumindest ein, kann ich inzwischen erkennen.

Nach diesem Vorfall hatte ich ihn erstmal an der Leine, er war total passiv, hat auf nichts reagiert, nicht auf Leckerlie, nicht auf ansprechen, gut zu reden oder zum Spiel auffordernden Oskar, den wir dann auch an die Leine getan haben, weil ich das Gefühl hatte, es war ihm einfach alles zu viel.

10 minuten später war alles wieder normal, er hat Leckerchen genommen und durfte zum Abschluss nochmal ne Runde mit Oskar im Garten rennen, was er sichtlich genossen hat.

Er hat schon früher einmal so auf eine Hündin in unserer Hundegruppe reagiert, mit der er sich wochenlang prächtig vertragen hat und plötzlich rums, Sunny schreit Balou beißt, Frauchens schreien, Drama.

Wenn ihr ähnlich Erfahrungen schon gemacht habt und ihr eventuell die Ursachen vermutet wäre ich dankbar sie zu lesen!
Ich verstehe, dass es wahrscheinlich mit seiner Grundunsicherheit, fehlenden Souveränität (Kommunikationssschwirigkeiten?) zusammenhängt, und dass das die "Wurzeln des Problems" sind, die ich anpacken muss und nicht konkret etwas machen kann, außer das Hundi erstmal nicht von der Schleppe darf bis das Abrufen zuverlässiger aufgebaut ist, ich befürchte ich muss da nochmal von 0 anfangen, weil ich aufgrund mangelnder Erfahrung und Wissen das ganze sehr sporadisch und wenig sorgfältig angegangen bin.

Angefügte Bilder:
026.JPG  
LuckyTola Offline

die emotionsflexible pöttische Hundeblutwurst-Horde mit dem Frauchen, das mehr hutziehwürdigen Mut hat als es selbst geglaubt hätte


Beiträge: 21.167

10.01.2012 10:42
#19 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Statische Situationen sind ja öfter etwas heikler als wenn man mit den Hunden läuft. Ihr habt ja da gestanden und euch unterhalten und vielleicht warst Du dabei auch nicht mit Deiner Aufmerksamkeit richtig bei Balou. Durch das Knurren und scharren könnte er sich provoziert gefühlt haben, auch wenn er das vorher schon gesehen hat ( vielleicht standet ihr früher dabei nicht so eng zusammen und Du hast Dich mehr auf Balou konzentriert ? ).
Wenn ich mit anderen Hunden und Haltern an einer Stelle stehe, muss ich meine beiden immer genau im Blick haben damit mir keine ihrer Reaktionen entgeht. Ich kann bei meinen beiden schon ganz gut sehen wann es brenzelig wird und notfalls gehen wir dann eben weiter und die Situation kann sich wieder entspannen.

Liebe Grüße, Sabine mit Lucky und Tola 🐾

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst Du oh Mensch sei Sünde?
Der Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.
(Franz von Assisi)

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

10.01.2012 10:48
#20 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Ja, das kann ich unterschreiben. Es ist sehr oft so, dass Hunde erst dann ein Problem bekommen, wenn man länger an einem Fleck steht, vielleicht sogar räumlich begrenzt. Und ein Scharren mit Knurren kann unter Rüden eben auch ein Imponiergehabe sein. Sog. Kommentkämpfe unter Rüden hören sich meist ganz schrecklich an, passieren tut aber in der Regel nichts.

Wenn ich irgendwo stehenbleibe, sehe ich immer zu, dass Lumpi bei mir bleibt, viel C&B.

Nicht verzweifelt sein - das ist in der Tat ziemlich normales Verhalten, das viele Hunde zeigen. Man darf eines eben nicht vergessen: Hunde sind ja schon auch territoriale Tiere. Nun überleg mal wieviele Hunde heutzutage auf engstem Raum rumlaufen. Das ist für viele Hunde Streß. Versuch immer drüber nachzudenken, ob eine Situation eventuell brenzlich werden kann, also zu nah, zu eng, stehen bleiben etc. und versuche Balou bei Dir zu halten, ihn anzusprechen und die Situation durch Bestätigen und Belohnen für ihn so positiv wie möglich zu gestalten.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

missmexx ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2012 11:54
#21 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Zitat von Tante_Haha
Wenn ich irgendwo stehenbleibe, sehe ich immer zu, dass Lumpi bei mir bleibt, viel C&B.



Tante H, dazu habe ich mal eine Frage: Ich clickere ja nun auch schon ein paar Wochen mit Hanna und das klappt soweit auch super. Bisher clickern wir ganz "klassisch", also alles positive . Ich mache es allerdings nicht den ganzen Tag, sondern habe "Übungszeiten".

Bisher habe ich den Clicker noch nicht verwendet, um vorbeigehende Leute schön zu clickern. Ich kapiere das nämlich noch nicht so ganz. Damit wird der Clicker doch in gewisser Weise zweckentfremdet, oder? Denn welches Verhalten belohne ich denn dann mit ? Dass mein Hund still ist, wenn ein Mensch vorbeigeht?

Liebe Grüße,

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

10.01.2012 12:06
#22 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Nein, er wird nicht zweckentfremdet. Der Clicker dient der Bestätigung, auf die eine Belohnung folgt. Man kann sehr wohl auch einfach den Blick zu einem Reizauslöser bestätigen.

Wenn man betrachtet, wie ein Hund lernt, merkt man was der clicker noch vermag:
Der Hund lernt IMMER kontextbezogen. D.h. er lernt nicht nur das "Signal", er lernt z.B. auch den Ort mit. Deshalb muss man z.B. auch ein "Sitz" in unterschiedlicher Umgebung, mit unterschiedlichem untergrund (z.B. nicht nur auf Teppich) etc. trainieren, um es richtig zu generalisieren.
Und - das ist der entscheidende Punkt - der Hund lernt AUCH das Gefühl mit, das er dabei hat. Das Clickern ist für den Hund mit positiven Gefühlen verbunden, weil er Erfolgserlebnisse hat und weil IMMER eine Belohnung für den Hund erfolgt.
Und damit wird der Clicker auch zum Instrument die Emotionen des Hundes positiv zu beeinflussen. Deshalb funktioniert es so gut, z.B. Reizauslöser zu bestätigen. Der Hund lernt, dass allein der Anblick des Menschen/des Hundes etc. etwas positives ist udn immer eine Belohnung nach sich zieht. So wird die Emotion, die der Hund beim Anblick des Reizauslösers hat langfristig geändert udn wird vom Streßauslöser zur "neutralen" Situation oder im besten Fall sogar zum Highlight. Wenn Lumpi heut z.B. einen Menschen sieht, kommt Click und er dreht sich strahlend zu mir um. Teilweise brauche ich nicht mal mehr den Click, denn er kommt sofort und holt sich sein Leckerchen - so schnell wäre ich mit dem Click gar nicht

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Karl Valentin

missmexx ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2012 12:14
#23 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Aha! Danke. Ich muss noch weiter fragen, bevor ich anfange, die Leute "schön zu clickern":

Angenommen, ich gehe heute Mittag mit Hanna raus. Den ersten Menschen sehe ich in 20 Meter Entfernung, gleich wird ihn Hanna auch sehen und vielleicht bellt sie dann los. Im besten Fall clickere ich, wenn Hanna den Menschen sieht? Und dann wie lange? Bis er vorbei ist? Mit ziemlicher Sicherheit wird sie trotzdem bellen. Was mache ich da, denn ich will ja nicht ihr bellen belohnen? In welchen Abständen clickerst du da? Immer hintereinander weg?

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

10.01.2012 12:20
#24 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Also erstmal solltest Du vielleicht mit Zeigen und Benennen arbeiten. Dabei zeigst Du Hanna den Menschen, wenn Du ihn zuerst siehst. Sofort C&B. im Zweifel Dauerclickern, bis der Mensch weg ist. Perfekt ist es natürlich, wenn Du es schaffst, langsam ein Alternativverhalten aufzubauen.
Gut ist in dem Fall z.B. ein "Schau", also dass Hanna DICH anschauen soll. Du clickerst also jeden Blick zum Menschen und natürlich jeden Blick oder jede Rückorientierung zu Dir. Lumpi hat es z.B. geholfen für die erste Zeit ein Sitz auszuführen udn Blickkontakt zu mir aufzubauen. Wenn der Mensch zu nahe kam, habe ich ihn mit meinem Körper abgeblockt und mit Dauer-C&B gearbeitet.

Du belohnst ihr bellen nicht. Aggression kann man nicht belohnen, Du kannst aber durch das Clickern sehr wohl eben die Emotionen positiv beeinflussen.

Du solltest mit ihr auch einen sog. geordneten Rückzug trainieren. Das macht man natürlich erstmal ohne Reizauslöser in entspannter Situation. Du führst ein Signal ein, z.B. "Kehrt", gehst dabei rückwärts udn nimmst Hanna mit. Anfangs kannst du sie prima mit einem Leckerchen locken. Wenn Du das immer wieder übst, klappt das richtig gut und Du kannst es z.B. auch in solchen Situationen einsetzen. Sie sieht einen Menschen, Du clickerst, gibst das Signal "Kehrt" und gehst Rückwärts. So kannst Du Hanna super wieder auf Dich konzentrieren, baust automatisch wieder etwas Distanz zum Reizauslöser auf udn kannst dann erneut jeden Blick zum Reizauslöser beclickern.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Karl Valentin

missmexx ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2012 12:44
#25 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Dankeschön. (ich finde den smiley mit den blümchen nicht)

Werde ich gleich in der Mittagsrunde ausprobieren. Es wird natürlich dauern, bis das klappt - was mache ich, wenn sie weiter bellt? (Und das wird sie tun.) Weiter C&B? Ich denke, ich werde sie genau wie Lumpi sitzen lassen, das mache ich jetzt manchmal auch schon, dann springt sie zumindest nicht in die Leine. Das Bellen bleibt aber.

Und noch was: Mein komischer Trainer sagte mir ja seinerzeit, ich solle Hanna immer, wenn wir an Menschen vorbei gehen, mit Leckerlie belohnen. Damit sie so ein positives Gefühl bekommt. Da wurde mir hier gesagt, dass das gar nicht sinnvoll ist, da ich sie ja nur ablenke und den Menschen damit noch lange nicht positiv darstelle. Mache ich doch aber mit dem Clicker auch, oder? Oder ist das anders, weil ich jetzt gleichzeitig noch zeige und benenne?

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

10.01.2012 13:11
#26 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Es gibt einen Unterschied, ob ich einen Hund nur ablenke, indem ich ihn mit Leckerchen vollstopfe, oder ob ich ihm einen Blickkontakt bestätige und ihn dafür belohne.

Aber auch hier muss man unterscheiden: wenn der Reizauslöser so nah kommt, dass der Streß bei Hanna so groß ist, dass sie ohnehin nicht mehr lernen kann, ist alles erlaubt, was sie ablenkt. Wenn etwas, das meinem Hund Angst/Streß macht uns zu nah kommt, und ich versperre meinem Hund die Sicht, lenke ich ihn auch bloss ab. Das ist wie gesagt völlig in Ordnung, wenn die Situation für ein Lernen nciht geeignet ist.

Wenn ich z.B. in einer solchen Situation, wenn ich sie überhaupt nicht vermeiden kann - weil Hund so ausser sich ist und kein Leckerchen mehr nehmen kann - mit Clicker arbeite, versuche ich damit ja den Hund von einer emotionalen Ebene, in der er nicht mehr ansprechbar ist auf eine Ebene zu holen, in der er wieder aufnahmefähig ist. Du siehst also Pauschalantworten gibt es auch hier nicht. Ein reines Ablenken wird zu keinem Erfolg führen. Aber ein Ablenken in einzelnen Situationen, in denen Du weißt, dass ein Lernen nicht möglich ist, ist völlig ok.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Karl Valentin

missmexx ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2012 13:44
#27 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Merci für die ausführlichen Antworten. Ich werds mal angehen und berichten!

Liebe Grüße,

baraloki Offline




Beiträge: 7.411

10.01.2012 19:52
#28 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Ich denke inzwische: Lieber dem Hund einmal zu viel was Schönes gegeben als einmal zu wenig. Zumindest verbessert das die Gesamtstimmung. Was meint Ihr, könnte man für den Anfang sagen: Hemmungslos füttern für Gute Stimmung?

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Herzlichst, Bara mit Forumself Loki [url=http://www.smilies.4-user.de][img]http://www.smilies.4-user.de/include/Tiere/smilie_tier_118.gif[/img][/url]

[small]Tiere sind die besten Freunde.
Sie stellen keine Fragen und kritisieren nicht.
Mark Twain[/small]

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

10.01.2012 21:00
#29 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Also meiner würde dann keine Pfote mehr heben, ne, da ginge nix mehr....

guste1970 ( gelöscht )
Beiträge:

10.01.2012 21:02
#30 RE: Clickern, Leinenpöbeln - Fragen Zitat · Antworten

Ich clicker ja erst seid einem halben Jahr so wirklich, vielleicht helfen euch ja ein paar Beispiele.

Merle hatte ja Probleme mit allen schnellen Objekten, Autos, Fahrräder, Mopeds usw. Schwierig wenn so ein aufgebrachter Schäfi an der Strasse schon bei jedem Auto in der Leine hängt und dieses fressen will.
An der Strasse kam sie also an die kurze Leine, ich clickerte immer, wenn diese locker war. Kam ein Feind (Auto) nutzte ich jede Ausweichmöglichkeit um Distanz aufzubauen und clickert dabei jeden Blick zum Feindobjekt und zu mir. Wurde es eng hielt ich ihr auch schon mal ne ganze Hand voll Leckerlie unter die Nase und clickerte dabei einfach fröhlich weiter. Später kam das "sitz" hinzu.
Kam kein Feindobjekt (FO), belohnte ich eben immer lockere Leine und jeden Blickkontakt zu mir.
Heute kann ich zu 95 Prozent an Autos, Mopeds und Mähdreschern vorbei, ohne groß ausweichen zu müssen. Bei Fahrrädern muss ich noch größere Distanz einhalten, aber meist reicht die andere Strassenseite.
Jetzt arbeiten wir auch gezielt mit dem "schau", dass hab ich anfangs als Training an irgendeinem ruhigeren Punkt gemacht, wo wir genug Entfernung hatten. Beim gehen an der Stasse wäre ich damit noch überfordert gewesen. Heute ist es der nächste wichtige Schritt.

Ich staune auch heute noch, wie einfach man mit einem Hund die Welt sehr positiv zeigen kann.
Sie läuft heut an der Strasse neben mir mit fast immer lockerer Leine im Fuß, abseits der Strasse läuft sie an der Schleppe oder in den Wiesen ohne. Sie schaut sich immer wieder um, wo ich bin, holt sich ihr Leckerlie ab und wir sind beide sehr viel entspannter.

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