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Dieses Thema hat 19 Antworten
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 Behaviour (öffentlich)
Seiten 1 | 2
Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

08.08.2011 16:08
#16 RE: Bellen - Unsicherheit oder Aufregung? Zitat · Antworten

Zitat
Da wir ja gerade am "bei Hundebegegnungen usw. auf mich konzentrieren" üben sind und das NATÜRLICH noch nicht so recht klappt, wenn er einen Hund sichtet, den er kennt, der aber auch an der Leine ist: was mache ich denn, wenn ich ihn (noch) nicht auf mich konzentriert bekomme? Distanz vergrößern wäre ja Strafe, Absetzen oder stehen bleiben o.ä. ja auch. Wenn ich ihn aber losmache oder er an der Leine zu dem anderen Hund hin darf ohne dass er mich angeschaut hat, wäre das Belohnung für ein von mir unerwünschtes Verhalten.


Das Problem hab ich eben auch. Zu den allermeisten Hunden KANN ich Lumpi einfach nicht hinlassen. Entweder, weil ich weiß, dass er den Hund vermöbelt, oder weil der andere Hund Lumpi vermöbelt, oder ich weiß, dass kein Kontakt gewünscht ist oder weil ich den Hund gar nciht kenne. Ich tue mich echt schwer damit
a) Lumpi´s Aufmerksamkeit überhaupt zu bekommen und ihn
b) ANGEMESSEN belohnen. Die einzige angemessene Belohnung wäre für ihn das hinlaufen dürfen. Futter interessiert ihn da oft nicht, ICH interessiere ihn im Zweifel noch weniger. Spielzeug juckt ihn nicht, ein Spiel mit mir ist Klasse - wenn nichts Wichtigeres da ist.

Für Tipps in diesem Kontext bin ich auch echt dankbar.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
__________________________________________________________________________

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

charlyschatz Offline




Beiträge: 462

09.08.2011 16:04
#17 RE: Bellen - Unsicherheit oder Aufregung? Zitat · Antworten

Zitat von Tante_Haha

Zitat
Da wir ja gerade am "bei Hundebegegnungen usw. auf mich konzentrieren" üben sind und das NATÜRLICH noch nicht so recht klappt, wenn er einen Hund sichtet, den er kennt, der aber auch an der Leine ist: was mache ich denn, wenn ich ihn (noch) nicht auf mich konzentriert bekomme? Distanz vergrößern wäre ja Strafe, Absetzen oder stehen bleiben o.ä. ja auch. Wenn ich ihn aber losmache oder er an der Leine zu dem anderen Hund hin darf ohne dass er mich angeschaut hat, wäre das Belohnung für ein von mir unerwünschtes Verhalten.


Das Problem hab ich eben auch. Zu den allermeisten Hunden KANN ich Lumpi einfach nicht hinlassen. Entweder, weil ich weiß, dass er den Hund vermöbelt, oder weil der andere Hund Lumpi vermöbelt, oder ich weiß, dass kein Kontakt gewünscht ist oder weil ich den Hund gar nciht kenne. Ich tue mich echt schwer damit
a) Lumpi´s Aufmerksamkeit überhaupt zu bekommen und ihn
b) ANGEMESSEN belohnen. Die einzige angemessene Belohnung wäre für ihn das hinlaufen dürfen. Futter interessiert ihn da oft nicht, ICH interessiere ihn im Zweifel noch weniger. Spielzeug juckt ihn nicht, ein Spiel mit mir ist Klasse - wenn nichts Wichtigeres da ist.

Für Tipps in diesem Kontext bin ich auch echt dankbar.




Vielen Dank Frau T.!!!! Dann bin ich nicht die Einzige, der es so geht! Ich dachte schon ich bin einfach nur zu blöd....

Vorhin hatten wir wieder so eine Situation, wo ich einfach nicht weiß, wie ich reagieren soll! Ich dreh noch durch! Das ist sowas von demotivierend! Wir (unser 2. Bürohund, Besitzerin, Charly und ich) von der Grünfläche hinter unserem Büro Richtung Straße. Da ist so ein Rondell, drumherum können Autos parken, in der Mitte ist es auch noch mal grün. Wie auch immer, auf jeden Fall sehe ich da schon ein Winzling von Hundebaby sitzen (Bologneser oder sowas, hätte ich gesagt). Herrchen steht daneben und beide beobachten die Welt , mit Blick zu uns, aber ruhig. Die Viszla-Hündin meiner Kollegin (die immer frei läuft) wollte sofort hin. Da hat Charly den Kleinen natürlich auch gesehen - vorher hat er ihn glaube ich gar nicht richtig mitbekommen - ist in die Leine gesprungen und hat in einem so hohen Ton angefangen zu kläffen, dass es echt nervig war. Ich weiß, ich hab da zu spät reagiert, aber ich kann ihn ja auch nicht beclickern, wenn er den Kleinen noch gar nicht gesehen hat. Dann verknüpft er das ja nicht, oder?

Wie auch immer, meine Kollegin hat ihre Hündin sofort gestoppt, die hat auch sofort gehört (hach Neid!!!) und wir sind weiter gelaufen. Bis wir rum waren, hat Charly sich noch aufgeregt. Dann hat auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein Westi gleich ganz erstaunt geschaut, Charly sah hin, hat ein bisschen gewinselt. Ich hatte aber sofort geclickt und belohnt und gelobt und es ging gut!

Einerseits bin ich sicherlich zu unkonzentriert, wenn ich nicht mit Charly alleine unterwegs bin, andererseits, wäre es mir sicherlich auch passiert, denke ich, wenn ich mit Charly da allein lang gelaufen wäre. Er reagiert einfach in Bruchteilen von Sekunden.

Ich weiß, das gehört hier eigentlich nicht rein, aber im Moment denke ich mir echt, das wird nie was, dass der mal einigermaßen entspannt an anderen Hunden vorbei gehen kann.

Wie gesagt, ich glaube das war wieder so eine "Ich-will-da-jetzt-aber-unbedingt-hin"-Situation. Zu dem Kleinen hätte ich ihn so und so nicht gelassen, weil er Welpen und Junghunde immer gleich fertig macht Spinner!!!!

Was mache ich den aber in der Situation???

Liebe Grüße

Maria und Charly
_____________________________________________

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SteFi Offline



Beiträge: 1.247

09.08.2011 16:19
#18 RE: Bellen - Unsicherheit oder Aufregung? Zitat · Antworten

Maria, erst mal .

Ich kann dir leider nicht sagen, was du in der Situation mit dem Welpen anderes machen hättest können. ABER in deinem Text lese ich von zwei Begegnungen. Und die Begegnung mit dem Westi ist doch eindeutig als Erfolg zu verzeichnen. Charly hat ein bisschen gewinselt und dann auf den Clicker reagiert.
Es ist halt ein längerer Weg, aber ihr werdet diesen Weg ganz sicher zusammen schaffen. Ihr seit so ein tolles Team!

Liebe Grüße
STeffi und Fibsl

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.050

10.08.2011 02:51
#19 RE: Bellen - Unsicherheit oder Aufregung? Zitat · Antworten

Ich schreibe jetzt erstmal nur kurz zu der Sache mit Burli und der Kollegin, bitte sieh mir nach, wenn ich die anderen Fragen später beantworte. Aber vielleicht helfen Dir diese ja auch schon ein wenig.

1) Burli
Ich gehe davon aus, daß Charly nicht aggressiv war, sondern einfach zu Burli hin wollte. Seine Motivation war also, die Distanz zu verringern. Ich hätte es so gemacht, daß ich die Burli-Halterin gebeten hätte, zu warten. Dann hätte ich versucht, Charlys Aufmerksamkeit zu bekommen. Hätte ich sie nicht bekommen, hätte ich "Nein" gesagt und wäre ich rückwärts (ohne MICH von Burli wegzudrehen) weggegangen, Charly dabei an der Leine ruhig mitziehend.

In diesem Fall will ich ja eine Art "Strafe". Charly soll lernen, daß er sein Ziel (Burli) nur erreicht, wenn er mit mir kooperiert/mich fragt. Daher tue ich das Gegenteil von dem, was Charly will, bis er tut, was ich von ihm möchte.

Wichtig ist, daß Du Deinen Hund über diese Dinge auch informierst. Also erst ein "Schau" oder "Sitz" oder sonst etwas forderst, wenn er es nicht tut, "Nein" sagst (oder "schade"), die Distanz vergrößerst, ihm eine neue Chance gibst und ihn ggf. belohnst, wenn irgendwann in der Lage ist, erwünschtes Verhalten zu zeigen. In diesem Fall wäre die stärkste Belohnung das, was Charly die ganze Zeit wollte, also der Kontakt zu Burli. Was halt nur möglich wäre, wenn der nicht weggeht, sondern bleibt.

2) die Kollegin
Wenn ich alles richtig gelesen und verstanden habe, hast Du da instinktiv alles richtig gemacht. Wenn Du genau hinguckst, war das, was Du mit dem Menschen durchexerziert hast, das, was ich oben skizziert habe. Heißt: Dein Gefühl führt Dich gar nicht so wahnsinnig falsch, oder? :-)

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

charlyschatz Offline




Beiträge: 462

13.08.2011 21:40
#20 RE: Bellen - Unsicherheit oder Aufregung? Zitat · Antworten

Danke für euren Zuspruch

Ich habe jetzt auch die Taktik entwickelt, dass Charly bei einigen Sachen erst auf meine "Freigabe" (also mich anschauen und warten bis das "ok" kommt) warten muss! Wie gesagt, beim Futter klappt das ja schon ganz gut.

Wenn er jetzt eine interessante Spur entdeckt hat und sich in die Leine hängt, dann versuche ich seine Aufmerksamkeit zurück zu bekommen und ihn zu einem "schau" zu bewegen. Wenn ich das nicht gleich bekomme, wird die o.g. Taktik von Barbara angewandt, bis ich sie habe. Dabei ist es im Moment auch nicht so wichtig, ob er noch ein bisschen fiepst oder nicht. Wenn er mich anschaut, dann bekommt er die Freigabe und darf weiterschnüffeln (ist ja für ihn in dem Moment die größtmögliche Belohnung!). Manchmal kann ich ihn auch dazu bewegen, sich hinzusetzen und dann werfe ich ein paar Leckerlies vor uns auf den Weg und sage er soll warten, mich anschauen und dann darf er die aufsammeln. Findet er auch cool. Muss er ja nich sooo viel für machen

Ansonsten versuche ich immer ganz ruhig zu bleiben und mich an Barbaras Ratschläge zu halten. Wie im Tagebuch zu lesen, klappt das meistens auch ganz gut!

Liebe Grüße

Maria und Charly
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