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QuoVadis

weiß mit pubertierendem durchgeknalltem Mali mit Schäferhund-Exterieur, was Geduld heißt und hütet den wohl tollpatschigsten und knuffeligsten Holländer seit es Herder gibt

Beiträge: 3.201



10.05.2011 20:51
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Zitat
Ich persönlich halte es für besser das Halti so lange wegzulassen, bis ihr jemand erklärt hat, wie es richtig zu benutzen ist. Damit kann man nämlich Einiges falsch und Vieles auch schlimmer machen. Alles kann man sich nicht alleine zusammenlesen. Das halte ich gerade bei Hilfsmitteln wie dem Halti für nicht ganz ohne.





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Gruß
Hanne

Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.719



10.05.2011 23:54
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Zitat von Tante_Haha
Ich persönlich halte es für besser das Halti so lange wegzulassen, bis ihr jemand erklärt hat, wie es richtig zu benutzen ist. Damit kann man nämlich Einiges falsch und Vieles auch schlimmer machen. Alles kann man sich nicht alleine zusammenlesen. Das halte ich gerade bei Hilfsmitteln wie dem Halti für nicht ganz ohne.



Das sehe ich genau so. Dann lieber einen Beißkorb trainieren und den tragen lassen. Er verhindert auch etwaige Beschädigungen, man kann aber nicht falsch dran rucken oder den Hund in der falschen Sekunde falsch strafen.

Insgesamt sehe ich bei Dir eine Reihe von Problemfeldern. Daher fände ich es auch wichtig, daß ein Trainer draufschaut, was Du da machst. Es sind oft nur kleine Dinge, die große Wirkungen haben, wenn sie falsch laufen und/oder beim falschen Hund falsch laufen. Gerade, weil Du einen Schäferhund hast, bei dem die Kommunikation oft NOCH eindeutiger laufen muß als bei vielen anderen Hunden, wäre das sinnvoll. Das Forum kann Dir das nie ersetzen, bei allen gut gemeinten Tips kennt hier niemand Deinen Hund und weiß niemand, wie Ihr miteinander interagiert oder eben auch nicht.

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Ritter Parcifal und Prince Maddox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

kaya



Beiträge: 178


11.05.2011 00:09
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Zitat von Tante_Haha
Ich persönlich halte es für besser das Halti so lange wegzulassen, bis ihr jemand erklärt hat, wie es richtig zu benutzen ist...



Das meinte ich mit richtig benutzen.

Aber ihre PS hat mich etwas irritiert. "PS: Sollte ich versuchen das Halti ganz zu schmeißen, auf Gefahr hin nicht sicher zu sein ihn nach der Gewichtszunahme halten zu können?"

Wenn dagegen was hilft (ich kenn die Angst), dann ist es das KORREKT angewandte Halti, mir hats auch eine Trainerin gezeigt. Beisskorb würde ich eher beim Freilauf nutzen, als in der Strasse wo ich mir nicht sicher bin, den Hund halten zu können. MIR persönlich gibt es in der Situation mit der Nachbarin mehr Sicherheit. Ich bin sicher, dass meine Kraft reicht. Würde Kaya einen Beisskorb tragen, müsste ich sie am HB führen (am Geschirr bin ich chancenlos bei Sichtung der Nachbarin). Mit HB wäre sie mir aber auch noch zu kräftig, zumal sie "steigt", dabei auf meiner Kopfhöhe ist und immer wieder ins HB rast. Ausserdem finde ich es gerade in dieser Situation nicht sinnvoll, dass mein Hund sich fast selbst erhängt.

Und es ist mir wichtiger, Kaya sicher halten zu können, als dass der Hund bei einem Angriff bissgesichert ist. "Beschädigungen" werden damit nicht verhindert.

*************
Desi mit Kaya

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.719



11.05.2011 00:24
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Das Problem ist, daß Du via Halti, wenn Dein Hund reinbrettert, dem Hund immer Schmerz zufügen mußt. Und das an einer sehr empfindlichen Stelle. Das kann neben dem Schmerz selbst zu Fehlverknüpfungen führen, die man ebenfalls nicht unterschätzen sollte.

Ich finde es ehrlich gesagt auch irgendwie schade, daß der Hund es ausbaden soll, wenn sein Mensch sich nicht sicher fühlt. Solche Argumente höre ich, ohne das gleichsetzen zu wollen, auch von Leuten, die ihren Hund am Stachel führen. Auch die sagen: Ich kann ihn sonst nicht halten. Aber das kann's doch in beiden Fällen nicht sein. Es hilft letztlich doch nur, daran zu arbeiten, dem Hund die entsprechenden Begegnungen so zu gestalten, daß er gar nicht in irgendeine Leine reinbretten muß, weil er es ohnehin bevorzugt, von uns geführt zu werden.

Ich denke, es hilft wirklich nur, zu lernen, den Hund immer und überall sicher und ohne dauerndes Leinengezerre zu führen und eben den Beißkorb, der Beschädigungen schmerzfrei verhindern kann, zu nutzen, solange noch eine Gefahr für andere besteht.

Ich gebe aber zu, daß ich insgesamt kein Freund von Haltis bin. Eben weil die meisten Menschen sie entweder falsch anwenden und/oder sie als Ersatz für die tatsächliche Lösung des Problems einsetzen. Ich persönlich finde es einfach sinnvoller, dem Hund die Situation selbst zu erleichtern als mit Halti, mit dem der Mensch sich vielleicht sicherer fühlt, das aber auf das Problem des Hundes, auf seine Motivation, auszurasten, überhaupt keinen Einfluß hat, rumzulaufen.

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Ritter Parcifal und Prince Maddox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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kaya



Beiträge: 178


11.05.2011 00:38
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Moment, weder brettert mein Hund ins Halti (sollte auch nicht so sein korrekt angewendet, siehe meine Beschreibung, sie brettert ins GESCHIRR, Halti wird NUR zum Umlenken benutzt, also keine "Affekthandlungen" am Halti) noch füge ich ihr so in dieser Situation Schmerzen zu. Schmerzen hätte sie, wenn sie in der Situation am HB geführt würde.

ICH kann sie aber am HB nicht sicher halten in DIESER bestimmten Situation. Ja, das gibt mir ein mulmiges Gefühl, umso wichtiger ist mir diese "Hilfe" in der Situation. Trägt wiederum dazu bei, dass ich mich etwas sicherer fühle. Ja, es kanns nicht sein. Was meinem Hund an der Nachbarin so sehr missfällt, dazu weiss auch meine Trainerin keinen Rat mehr. Also muss ich sichern, meinen Hund, meine Nachbarin und schlussendlich auch mich. Bis die Situation andersweitig gelöst werden kann. Klar arbeiten wir daran, und was machen wir bis es klappt? Und ich denke nicht, dass ich damit meinen Hund meine Unsicherheit ausbaden lasse.

Leinengezerre ist nicht unser Problem, es ist die Reaktivität, das vollkommen ausser-sich-sein.

Ehrlich, ein komplett ausrastender Hund ab einer gewissen Grösse kann auch mit Beisskorb verletzen. Sei es nur, dass jemand hinfällt beim anspringen.

*************
Desi mit Kaya

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.719



11.05.2011 00:48
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Da sieht man mal wieder, wie eingeschränkt das Medium Forum sein kann. :-)

Ich konnte das alles natürlich nur allgemein formulieren. Ohne zu wissen, wie genau Du ein Halti einsetzt und was wir hier eigentlich mit "richtig" meinen.

Das ist jetzt zwar ein ganz anders Thema, gestatte mir aber trotzdem ein paar Fragen, einfach, weil es mich interessiert: Gibt es denn keine Möglichkeit, zu agieren, statt zu reagieren? Ich kenne jetzt Deine spezielle Situation nicht (oder kann mich nicht daran erinnern), aber was genau ist denn das Problem bei Euch? Sprich: Taucht die Nachbarin immer unvermutet auf? Ist es nur dieser eine Mensch oder sind es auch andere? Hast Du mit der Nachbarin selbst Streß? Würde sie eventuell mit Euch trainieren? Wie genau verhält sich Dein Hund? Wie groß sind denn die Abstände, über die wir reden?

Sorry, daß ich das alles frage, aber das ist ja immer der Punkt. Hier fragt ein User, dem wir eigentlich nur sagen können, daß er einen Trainer braucht und dem wir vielleicht ein paar positive Tips geben können. Da wir seine Situation sowenig kennen wie ich jetzt Deine, bin ich mit Ratschlägen, die Hilfsmittel wie das Halti beinhalten, die zumindest aversiv sein KÖNNTEN, lieber sehr, sehr vorsichtig. Deshalb versuchte ich, Deine Anmerkungen genau dazu zu relativieren.

Das heißt nicht, daß ich Dich verurteile oder der Meinung bin, daß DU das Teil nicht vernünftig anwenden könntest. Ich weiß es einfach nicht. Ebenso, wie ich nicht weiß, wie die konkrete Sachlage mit Deiner Nachbarin sich gestaltet.

Wenn ich also mit Dir über das Halti an DEINEM Hund sprechen wollte, müßte ich zunächst all das wissen, was ich gefragt habe und Dich und Deinen Hund in Eurer Kommunikation erleben und natürlich in der konkreten Situation.

Ich finde es wichtig, das nochmal zu sagen, weil ich hier weder Dich, noch sonst jemanden angreifen möchte, ok?

Viele Grüße
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kaya



Beiträge: 178


11.05.2011 01:18
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Ich gehe gerne auf die Fragen ein, vielleicht kann ein Admin diesen Thread abkoppeln, damit ich hier nichts sprenge. Danke.

Zitat von Elektra
Gibt es denn keine Möglichkeit, zu agieren, statt zu reagieren?


Momentan leider nicht. Noch nicht.

Zitat von Elektra
Taucht die Nachbarin immer unvermutet auf?


Wir leben Tür an Tür. Also JA. Trotz abgemachten Gassizeiten (sie ist an manchen Wochenenden mit Pflegehund unterwegs) und Signalen (Lampe vor der Haustür heiss wir sind draussen) sind Treffen kaum vermeidbar.

Zitat von Elektra
Ist es nur dieser eine Mensch oder sind es auch andere?


Kaya ist generell unsicher mit Menschen. Hat aber keine anderen potentiellen Staatsfeinde. Sie gebärdet sich bei niemandem so extrem.

Zitat von Elektra
Hast Du mit der Nachbarin selbst Streß?


Im Gegenteil. Eine verständnisvollere Staatsfeindin kann man sich kaum wünschen.

Zitat von Elektra
Würde sie eventuell mit Euch trainieren?


Ja, netterweise.

Zitat von Elektra
Wie genau verhält sich Dein Hund?


Sie springt bei Geruch/Sichtung in die Leine, pöbelt auf den Hinterbeinen. Speichelt, gebärdet sich enorm, unvorstellbar, ehrlich.

Zitat von Elektra
Wie groß sind denn die Abstände, über die wir reden?


Abstände? Wir sprechen hier davon, dass die Nachbarin 5! Min. vorher vor der Haustür durchgelaufen ist.

Frage meinerseits: Wie ist es dazu gekommen?
Keine Ahnung, es ist mit Garantie nie was vorgefallen, was wir Menschen bemerkt hätten. Früher waren wir zusammen offline unterwegs. Eines Tages unterhielt ich mich mit einer anderen Nachbarin auf der Strasse. Kaya sass neben mir. Die besagte Nachbarin verliess ihr Haus (Eingang direkt neben dem unseren). Ich denke, Kaya meinte, sie sei aus unserem Hauseingang gekommen. Da ist sie das erste Mal gleich komplett durchgestartet. Kaya ist sehr territorial veranlagt, aber das äussert sich sonst nicht in der Heftigkeit.

Wir haben eine tolle Trainerin. Ich möchte aber mit dem Begegnungstraining unter Anleitung warten, bis Kaya mit Hormonen substituiert wird. Kaya hat eine massive SDU (Werte nicht messbar), die bis anhin in der Schweiz von niemandem erkannt/ernst genommen wurde. Unsere Trainerin unterstützt uns glücklicherweise mittlerweile in Zusammenarbeit mit der TK Hannover. Dosierungsangaben bekomme ich bald. Wer weiss, inwiefern sich diese SDU auf ihr Verhalten auswirkt. Kaya ist in einigen Situationen einfach gar nicht ansprechbar.

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Desi mit Kaya

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.719



11.05.2011 01:28
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Das ist wirklich heftig. Es kann aber sehr gut sein, daß es dabei gar nicht so sehr um eine Verhaltensgeschichte geht. Diese SDU ist schon sehr extrem. Danke Dir für Deine Antworten, zumindest kann ich jetzt deutlich besser verstehen, was bei Euch überhaupt los ist. Genauer beurteilen kann ich es natürlich immer noch nicht, ich weiß ja nicht, wo Du mit Deinem Hund überhaupt aktuell stehst und wie Du bzw. die Trainerin arbeite(s)t.

Es kann in Eurem Fall natürlich gut sein, daß das Halti das Leben bis zur Klärung der Lage via Training und nach erfolgter Behandlung der SDU bzw. nach vernünftiger Einstellung der Schilddrüse sicherer machen kann.

Trotzdem möchte ich mit der Empfehlung, so ein Hilfsmittel zu nutzen, an andere User, deren Situation Du eben auch nicht besser kennst als ich die Deine (und wir haben gerade gesehen, wie leicht sich Miß- bzw. Unverständnisse einschleichen können), sehr vorsichtig sein. Es kann gut sein, daß Deine Trainerin Dir die Anwendung wirklich richtig zeigen konnte UND Du das richtig umsetzen konntest.

Wenn ich daran denke, wie oft meine Kunden zu Anfang selbst mit dem richtige Bestätigen und Belohnen Handling-Probleme haben, würde ich einem Halter, der einen potentiell aggressiven, evtl. für andere Lebewesen situativ gefährlichen, Hund und eben keinen Trainer hat, vom Gebrauch nach wie vor abraten.

Ich glaube, Katie müßte erst einmal ihre gesamte Kommunikation mit ihrem Hund neu regeln und die Führung wirklich souverän und ruhig übernehmen, bevor ich ein potentiell aversives Mittel in Betracht ziehen würde. Gerade bei aggressivem Verhalten kann alles, was dem Hund möglicherweise Schmerz zufügt (und der läßt sich selbst bei korrekter Anwendung nicht immer vermeiden), so furchtbar nach hinten losgehen, daß ich jede Vorsicht für angeraten halte.

Ich würde mich aber auf jeden Fall freuen, von Dir über Kayas Entwicklung weiter zu lesen. Wann beginnt denn die Behandlung bzw. wie weit seid Ihr damit denn?

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Ritter Parcifal und Prince Maddox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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(Papst Franziskus)

kaya



Beiträge: 178


11.05.2011 01:44
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Zitat von Elektra
Trotzdem möchte ich mit der Empfehlung, so ein Hilfsmittel zu nutzen, an andere User, deren Situation Du eben auch nicht besser kennst als ich die Deine (und wir haben gerade gesehen, wie leicht sich Miß- bzw. Unverständnisse einschleichen können), sehr vorsichtig sein.



Da bin ich mit Dir absolut einig. Ich hab eben darum gefragt: "warum lässt Du das Halti weg anstatt es richtig zu benutzen?". Ich habe den Text nicht als Empfehlung formuliert, wollte aber äussern, dass es Fälle gibt, in denen es (kurzfristig) etwas Sicherheit verschafft.

Es soll nicht ohne genaue Anleitung und gutem Aufbau stattfinden, das ist Voraussetzung. Aber es KANN unter gewissen Umständen und richtig angewendet eine Erleichterung sein – in unserem Fall ist es so. Deshalb finde ich, sollte man es als Hilfsmittel auch nicht generell verteufeln.

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Desi mit Kaya

QuoVadis

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Beiträge: 3.201



11.05.2011 01:54
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Hier hat ja auch niemand generell verteufelt.
Nur, den richtigen Umgang zu erlernen, ist ohne kompetenten Trainer eher schwer.
Viele Menschen meinen, sie benützen es richtig, und erst ,wenn ein Trainer draufschaut, werden Fehler erkannt.
Und nichts anderes wurde hier geraten, wenn Halti, dann mit Trainer, sonst eher weglassen.


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Gruß
Hanne

Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

Katie



Beiträge: 27



12.05.2011 02:47
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Sorry für meine lange Abwesenheit und das ich mich länger nicht gemeldet habe.

Sora und ich haben in den letzten tagen viel geübt und ich kann RICHTIG Stolz auf ihn sein.
Innerhalb von diesen Tagen hat er schon drastisch aufgehört an der Leine zu ziehen.
Eigentlich kann er richtig klug und aufmerksam sein wenn er will.
Ich hab nun mehr darauf geachtet sehr freudig zu loben und das klappt sehr gut, habe ich wohl in letzter Zeit eher vernachlässigt. wie es ausgesehen hat.
Hab mir in den letzten tagen auch sehr viele Gedanken darüber gemacht was ich falsch mache.

So ich hoffe das ich jetzt nicht zu verwirrend auf eure Beiträge antworte.

@Guste1970
Ja da hast du recht gehabt ich hab wirklich mal seeeehr tief durchatmen müssen.
Hatte auch viel Stress wegen meiner Zahnarzt Phobie und einen damit verbundenen Zahnarzt Besuch.
Dieser Ganze Stress hat sich bestimmt auch auf den Hund übertragen.
Ich übe die Leinenführigkeit natürlich noch weiter und seitdem ich da konsequent geworden bin und gesehen habe das er es auch kann Glaube ich auch wieder richtige dolle an ihn das Meiste klappt auch jetzt wieder viel besser.
Ich weiß ja nicht wie weit Barbara fahren würde wohne in Österreich, Linz um genau zu sein.
Ich bin ja nicht so erfahren jetzt was einen guten Trainer ausmacht (außer natürlich keine Gewalt), aber in der Hundeschule wo ich war-die war nicht richtig-habe ich schon gemerkt.

@Tante_Haha Ja das war wohl ein Fehler..
Aber es ist einfach immer so eine Angst, wenn er mir doch mal aus der Hand flitzt und das dann noch etwas viel schlimmeres mit meinen Hund passieren könnte.

@Elektra Ja da geb ich dir schon Recht, dass uns ein Trainer nicht schaden würde, aber bitte glaubt mir ich will meinem Hund echt nichts böses ich hab ihn doch so sehr lieb, ich komm mir schon vor als wäre ich eine Hunde quälende Bestie gewesen .
Beißkörbe finde ich nicht grade so toll, da muss er ja dann noch mehr Angst haben wenn er sich eigentlich gar nicht wehren kann, bei den erwähnten Situationen dreht er dann noch mehr ab als ohne, ohne kann ich ihn wenigstens manchmal beruhige, was auch für mich immer ein verdammt großer Erfolg ist und wo ich sehe mein Hund vertraut mir schon viel viel mehr als am Anfang da konnte er nicht mal einen Hund sehen ging er schon ab, aber aus gewisser Entfernung geht das schon ganz gut, oder mit umdrehen.
Also genau kann ich das ja nicht beschreiben wie ich mit meinem Hund interagiere aber die wichtigen Kommandos werden mit Stimme und Visuelle Zeichen gemacht.

@Kaya Also wenn es wegen der Gewichtszunahme ist was dich verwirrt, er kam ziemlich abgemagert zu uns und wir haben ihm eben wieder aufgepäppelt aus das anraten unseres damaligen Trainers,früher war er noch zu halten aber jetzt kann der schon ne gute Kraft aufwenden wenn er es von Nöten sieht.

So und ab jetzt lass ich das mir dem @.. da ich ein bisschen verwirrt schon bin xD.
Also das stimmt das beste wäre wirklich wenn er erst gar nicht reinbrettern müsste, aber bis dahin liegt noch ein steiniger Weg mit Erfolgen,Misserfolgen und viel Arbeit vor uns.
Was ich bis jetzt am meisten sehe ist ich muss lernen meinen Hund mehr zu vertrauen und selber ruhig zu bleiben, dann wird das vertrauen seinerseits wohl auch kommen.
Also das Halti sehe ich nicht als Lösung meines Problems sondern eher als Hilfe, ich will ihm das Ding ja nicht sein Leben lang anschnallen um Gottes Willen.
Ich versteh auch Kaya sehr gut das sie sich mit besser fühlt.
Was mir auch aufgefallen ist das ich ihn Dank wirklich sehr viel Übung in den letzten Tagen auch lockerer an der Leine halte und das er Nachts mehr Angst Signale von sich gibt als am Tag (Bei näher kommenden Menschen).
Was bei uns auch sehr gut hilft hab eine Tube mit so einer Pasta gekauft vor ein paar tagen, an der darf er immer nuckeln wenn er auf meinen klick hört wenn er zbsp einen Hund sieht wie zbsp heute einmal gebellt, Click, Tube und der andere Hund hat noch lange gebellt und er ist schön nuckelnd an der Tube mitgegangen(war ein Nachbarshund).

für mein Bärchen. :D

Ich verstehe auch Elektra das es nicht die Lösung (m-)eines Problemes sein kann.
Natürlich weiß ich auch das ich nicht nur mit euren Tipps arbeiten kann aber es ist immer gut neues zu erfahren daraus lernt man auch etwas und das ich keinen Trainer zu rate ziehen möchte meinte ich mit meinen Fragen nicht daran wird auch kein Weg vorbei führen.
Zbsp das Clickern habe ich von hier und Büchern und bei einem Click hab ich auch fast immer seine Aufmerksamkeit, dank so einem Tipp hab ich zbsp schon sehr viel mehr Situationen für den Hund positiv gemeistert als früher.
Ich bin auch für jeden Tipps sehr dankbar, schaden kann er ja sicher nicht.
Auch für den mit dem Halti nicht leichtsinnig umzugehen.

Gefährlich ist er glaube ich gar nicht, hat man auch in der Hundeschule gesehen- es ist ein Angst Verhalten- leider kennen wir eben auch seine Vorgeschichte nicht-, aber er kann mit Hunden spielen hat er ja auch schon einmal gemacht und mit unserem gibt es auch überhaupt keine Probleme, die haben sich von Anfang an verstanden???

Hoffe das ich nicht so sehr abgeschweift bin und auf das Meiste antworten konnte, hoffe das liest noch jemand hab ja doch ziemlich lange gebraucht fürs Antworten.
Hoffentlich hab ich hier keinen Streit veranlasst, wenn doch so tut es mir wirklich Leid, dass war nicht meine Absicht.

Danke für für die Ganzen neuen Beiträge und Feedbacks.
Ganz Liebe Grüße aus dem schönen Österreich von mir und meinem Brumm-Kuschel-Bärchen.

LuckyTola

die emotionsflexible pöttische Hundeblutwurst-Horde mit dem Frauchen, das mehr hutziehwürdigen Mut hat als es selbst geglaubt hätte

Beiträge: 21.167



12.05.2011 09:13
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Also erst einmal . Du bist ganz sicher keine hundequälende Bestie. Ganz im Gegenteil, Du machst Dir verdammt viele Gedanken wie Du es richtig machen kannst. Ein bißchen musste ich bei diesem Satz auch schmunzeln. Du hast Dich da angehört wie meine Tochter, die ist 18.. Sie sagt auch ganz oft, dass sie nicht gut für Sultan ( unser Pony ). Ich muß sie dann immer aufbauen. Ich hoffe, Du kriegst da von Deiner Mutter ein wenig Unterstützung.

Ein Trainer wäre mit Sicherheit einmal gut für euch. Ich weiß, dass das nicht gerade billig ist und ich selber kann es mir auch nur ganz ab und zu erlauben. Aber mal die Meinung und dann auch Tipps von einem wirklich guten Trainer zu hören ist sehr wertvoll und wird Dich wirklich weiterbringen.

Schade, dass Du so weit weg wohnst. Ich habe das Gefühl, dass Du und meine Tochter euch gut verstehen könntet.

Liebe Grüße, Sabine mit Lucky und Tola 🐾

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst Du oh Mensch sei Sünde?
Der Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.
(Franz von Assisi)

guste1970

"Mutti" im Dreamteam mit "Miss März", Charakterkopf

Beiträge: 11.820



12.05.2011 10:16
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Zitat von LuckyTola
Also erst einmal . Du bist ganz sicher keine hundequälende Bestie. Ganz im Gegenteil, Du machst Dir verdammt viele Gedanken wie Du es richtig machen kannst.


Genau das wollte ich auch sagen. Jeder fängt mal klein an, aber man hört deine Liebe zu deiner Fellnase und deinen Willen, mach dich weiter schlau und das wird schon werden.
Eins noch, wegen dem Maulkorb. Viele Hunde beißen, WEIL sie Angst haben und keine Alternative sehen, was dir andere sicher ausführlicher erklären können. Das hat nichts damit zu tun, ob ein Hund gefährlich ist, theoretisch kann jeder Hund beißen.
Wenn dein Hund Angst hat will er fliehen oder verbeissen/verbellen. Das ist völlig normales Hundeverhalten.
Hier im Forum findest du aber schon ne Menge Erklärungen, vieleicht stellt dir ja jemand einen entsprechenden Link rein?

LG Silke & Merle
Die mit der Merle geht...

Tante_Haha

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa

Beiträge: 39.741



12.05.2011 10:22
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

Zitat
Ich hab nun mehr darauf geachtet sehr freudig zu loben und das klappt sehr gut, habe ich wohl in letzter Zeit eher vernachlässigt. wie es ausgesehen hat.


Das mit dem freudigen Loben ist auch manchmal schwer, vor Allem wenn man verzweifelt ist. Wenn man aber mal gemerkt hat, wie toll der Hund mitarbeitet, wenn es sich für ihn richtig lohnt, dann fällt´s einem gleich leichter!

Zitat
Beißkörbe finde ich nicht grade so toll, da muss er ja dann noch mehr Angst haben wenn er sich eigentlich gar nicht wehren kann, bei den erwähnten Situationen dreht er dann noch mehr ab als ohne, ohne kann ich ihn wenigstens manchmal beruhige, was auch für mich immer ein verdammt großer Erfolg ist und wo ich sehe mein Hund vertraut mir schon viel viel mehr als am Anfang da konnte er nicht mal einen Hund sehen ging er schon ab, aber aus gewisser Entfernung geht das schon ganz gut, oder mit umdrehen.


Das ist viel zu menschlich gedacht. Der Hund denkt sich nicht "Oh Mist, jetzt kann ich ja gar nicht beissen". Das würde er maximal in der Situation merken, in der er beissen möchte und so weit sollte es ja normalerweise nicht kommen. Ein Beißkorb - positiv trainiert - ist ein wunderbares Hilfsmittel. Ich habe allen meinen Hunden Beißkörbe antrainiert. Wir haben das ganz einfach ins Tricktraining eingebaut. Lumpi steckt seine Schnute auf Signal freiwillig rein. Der Beißkorb hat aber viele positive Effekte:
1. Du fühlst Dich sicher, weil Du weißt, dass Dein Hund keinen Schaden anrichten kann, selbst wenn es mal zu einer brenzligen Situation kommt.
2. Diese Sicherheit, die Du verspürst, überträgt sich auf Deinen Hund - so wie sich alle Stimmungen auf Deinen Hund übertragen.
3. Dass der Hund einen Maukorb trägt ist für viele Hundebesitzer Grund genug auszuweichen oder seinen Hund an die Leine zu nehmen.

Vielleicht überlegst Du Dir das nochmal. Schaden kann es auf keinen Fall und Du findest hier zum Einen super Anleitungen, wie Du den Maulkorb antrainierst und zum Anderen ganz tolle Adressen - die Firma ist soweit ich weiß sogar in Österreich - wo Du ganz leichte und supertolle und bequeme Maulkörbe bekommst.

Schau mal hier:
Bestelladressen/Links zu Maulkörben

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

Katie



Beiträge: 27



12.05.2011 18:33
RE: Mit welchem Problem anfangen? Zitat ·antworten

@LuckyTola
Danke nur manchmal hab ich da einfach Zweifel, ob ich nicht einfach zu doof bin ihm Sicherheit zu geben.

Müsste mich halt mal auf die Suche nach einer Trainerin machen, aber worauf kann ich da eigentlich achten.
Ich möchte ja mein Taschengeld nicht um jeden einzelnen Trainer zu probieren mein Geld raus schmeißen nur um es vll noch schlimmer zu machen.
Kann man denen mal bei der Arbeit zuschauen oder geht das nur auf gut Glück?
Ja meine Mutter sagt er hat sich schon verbessert, aber bei Rückschlägen denke ich mir immer ich hab doch versagt..
Hehe das kann gut sein, leider kommen ja hier die meisten wohl aus De.

@Guste1970
Ja das ist derweil das meiste was ich machen, sehr viel lesen und informieren.
Ja das ist schon klar das jeder Hund beißen kann, doch erschreckt mich sein Verhalten manchmal, dass ich mir nicht sicher bin wie er manchmal reagieren würde wenn ich ihn einfach loslassen würde-was ich aber nicht mache-.
Links sind immer Willkommen. :)

@Tante_Haha
Stimmt das muss man sich immer wieder vor Augen führen.
Klar ist auch einfach mein Unbehagen.
Ich denk mir da kann ich ihn nicht mal mehr richtig mit einem Leckerli loben, dass was bei ihm doch relativ gut zur Ablenkung beiträgt.
Ich muss mir das nochmal durch denn Kopf gehen lassen, vll kann ich dem ja doch noch was gutes abgewinnen mal schauen.

Danke für eure Antworten meine Lieben.
Viele und für euch und eure wuffis :D .

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