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Dieses Thema hat 20 Antworten
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 Behaviour (öffentlich)
Seiten 1 | 2
Sylja Offline




Beiträge: 125

09.01.2011 00:09
Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Ich habe es Euch ja schon angedroht, das ich über den Charly 2 schreibe.
2, weil er wirklich 2 Seiten hat.

Die Eine, der tolle, liebevolle Hund, der er nun mal ist. Die andere Seite, aus der dunklen Ecke seiner Vegangenheit.

Ich fange mal an mit dem Auto ( ich kann da gerne mal ein Video zu einstellen )

Wenn wir loswollen, oder irgendwo sind, er RAST zum Auto, will unbedingt da rein. ( Er wurde mit dem Auto am TH ausgesetzt , ob es daher rührt ?)

Auch wenn wir irgendwo draussen sitzen, er muss in seinem Auto liegen.
Im Auto beim fahren aber bellt er, hoch und schrill, er speichelt, hechelt.

Bei Blinker, bei Kurven und langsamer Fahrt.
Fahren wir Autobahn ist er ruhig.

Er steht eindeutig unter Stress, aber warum ?

Manchmal denke ich, er bekommt noch mal einen Herzschlag.

Steigen wir aus, und er bleibt drin, geht er wirklich agressiv wütend auf die Scheibe los.

Manches Mal beisst er hinten in Autositze, Scheibe, was auch immer.

Ich habe hinten den Kofferraum der Breite nach getrennt, weil Charly bei seinen " Anfällen " glatt den Chandro hinten

plattgedrückt hat.

Chandro fährt auch nicht gerne Auto, ich denke Charly signalisiert ihm etwas wie Auto- Schlimm.


Er hat anfangs viele Hunde verrollt, und tut es jetzt wieder. Meist junge Rüden, noch verständlich.
Aber manches Mal verstehe ich es nicht. Läufige Hündin, dreht sich auf den Rücken , plötzlich tobt er los und es sah aus, als schüttele er sie.
Er hat noch nie einen Hund verletzt, aber manche Hunde und Halter sind bös erschrocken, und ich habe Sorge, das mal etwas mehr passiert.

Vielleicht auch aus Versehen. Hamburg und seine Gesetze. Muss Charly vorgestellt werden, er hat verloren.

Gut, er ist rechts blind, und das linke Auge wird schlechter, spielt bestimmt eine Rolle


Besuch. Er kontrolliert die Leute ohne Ende, die dürfen sich hier kaum bewegen. Weggehen schon gar nicht, da wird er eckig.
Auf den Platz schicken, nicht mit ihm.

Er hält es da nicht aus, er muss alles kontrollieren. Er würde immer wieder aufstehen, und wir hätten zusätzliche Konflikte
( Wie Weihnachten bemerkt )

Er hat im letzten Jahr 3 Leute verletzt.

Das eine Mal, wollte er sein Herrchen beschützen, jemand hielt ihn fest, Charly biss in beide Arme.
Keine tiefen Wunden. Kleine Löcher und Kratzer, viele blaue Flecke
Ich will hier nicht die Verletzungen beschönigen, aber richtige Bisse hätten anders ausgesehen, und es ist schon wichtig zu erwähnen, das er sich doch bis zu einem gewissen Grade im Griff hatte.
Die ganze Situation gab ihm auch Recht

Zweites Mal, meine Schwiegertochter klönt mit meinem Mann, krault nebenbei Charly. Er dreht sich um und hackt in ihre Hand.
Was genau war, ich habe es leider nicht gesehen

Wenn ihm so etwas passiert, klappert er hinterher mit den Zähnen

Drittes Mal, mein Sohn tobt mit unserem Chandro, etwas heftig. Charly sieht ihn in Gefahr, geht meinem Sohna an den Arm. Prellung.

Dort war eindeutig mein Sohn schuld. Er soll nicht so heftig toben mit den Hunden, er kennt Charly lange genug, und Charly traut meinem Sohn sowieso nicht.

Er hat auch schon mal nach mir geschnappt, beim bürsten, oder wenn ich eine Zecke rausmachen will. Aber das ist alles halb so wild.
Meist tut es dem Bengel leid, und mir, das ich ihn dazu gebaracht habe, irgendwie. Es tut mir immer leid wenn er in die Situation des Abschnappens kommt, er will es nämlich gar nicht

Ich habe eben irgendwie immer ein bischen Angst, das mal wirklich was passiert, wenn es sich steigern sollte.

Meistens halte ich ihn aus allen vermeidbaren Stresssituationen raus, manchmal lässt es sich aber auch nicht vermeiden.

Was uns aber auffällt, er hat Stress. Er poppt auch immer sein Stofftier ( Bei Hunden finde ich den Ausdruck poppen übrigens passend niedlich )

Total Stress dann, wenn jemand hier ist. Er überdreht manchmal so sehr, das er schwer zu händeln ist.

Wir haben sämtliche Blutuntersuchungen, Heilpraktiker, Bachblüten, DAP Halsband, Cortisoltest, Kardiologe, Schilddrüseneinstellung, ach was nicht alles.

Jetzt zeigte die Bioresonanz wieder mal den Hypotalamus, und die Hormone.

Irgend so etwas vermute ich auch, aber der Cortisoltest war ja okay

Ich habe jetzt eine Empfehlung für so eine Hormonkur, Name suche ich mal raus. Das werden wir noch versuchen.

Umso stressiger Charly wird, umso reizbarere ist er natürlich auch.

Und dieser ewige Stress muss für ihn doch höllisch sein

Nachts hechelt er oft, er reibt sich oft die Nase und schleckt nachts die Pfoten.

Ich habe keine Ahnung warum.

es tut mir weh ihn so zu sehen, und weiss nicht, wo ich ansetzen kann

Das ist im Moment erst mal alles, was ich so beschreiben kann, manchmal ist es auch schwer zu beschreiben

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Es grüssen Sylvi und die Jungs

Tigger Offline

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Beiträge: 9.039

09.01.2011 01:08
#2 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Hallo Sylvi!

Einen Rat kann ich dir nicht geben. Ihr habt ja schon alles durchchecken lassen.

Aber einige Verhaltensweisen von Charly erinnern mich sehr stark an Jacky.
Auto, ist immer ein sicherer Hafen.

Zitat
- Nachts hechelt er oft, er reibt sich oft die Nase und schleckt nachts die Pfoten.


Auch Jacky ist nicht immer unproblematisch mit anderen Leuten.
Und Streß hat sie auch wenn wir Besuch bekommen.
Sie beißt zwar nicht, "schnappt" aber wenn jemand sie streicheln will, geht aber immer zum Besuch hin.

LG Anja mit Jacky & Andres
Im immer dabei: unsere Dicke



Das Schönste, was ein Hund hinterlassen kann, ist ein Lächeln im Gesicht derjenigen, die an ihn denken, denn was tief in unserem Herzen verankert ist, können wir durch den Tod nicht verlieren.

QuoVadis Offline

weiß mit pubertierendem durchgeknalltem Mali mit Schäferhund-Exterieur, was Geduld heißt und hütet den wohl tollpatschigsten und knuffeligsten Holländer seit es Herder gibt


Beiträge: 3.201

09.01.2011 02:12
#3 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Zitat
Besuch. Er kontrolliert die Leute ohne Ende, die dürfen sich hier kaum bewegen. Weggehen schon gar nicht, da wird er eckig.
Auf den Platz schicken, nicht mit ihm.




Vielleicht hilft da eine Box?
Da hat man keinen Stress, ihn immer wieder zurückzubringen.
Natürlich ganz langsam dran gewöhnen, damit er sich dort wohlfühlt, es soll keine Strafe sein, sondern ein Rückzugsort, wo er zur Ruhe kommen kann.
Hat mir bei Five gute Dienste getan, er war so ähnlich wie ein ADHS Kind, kam nie zur Ruhe, nach einem halben Jahr ging er selber rein, wenn er Ruhe brauchte.

Hat ihm auch im Auto Sicherheit gegeben.

Zitat
Nachts hechelt er oft, er reibt sich oft die Nase und schleckt nachts die Pfoten.




Hat Quo auch gemacht, war beim ihm Allergie, gegen Futter- und Hausstaubmilben.

Das "poppen" würde ich unterbinden, ich denke, das ihn das noch mehr stresst, lieber was zum kauen geben, das beruhigt.


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Gruß
Hanne

Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

Sylja Offline




Beiträge: 125

09.01.2011 03:18
#4 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Vielen Dank für Eure Gedanken.
Wisst Ihr, es ist eigentlich weniger eine Lösung gesucht für seine " Macken"
Er ist so und wird es auch immer bleiben, ein Managementhund.
Ich muss auch immer Abstriche machen, aber das ist nicht schlimm.
Ich musste auch meinem Sohn, der in der Schweiz lebt, die Bitte ablehen, für 2 Tage wo er in Hamburg ist, bei und zu nächtigen. Das ist an sich kein Problem, Aber er möchte einen Freund mitbringen.
Den kennt niemand von uns, und ich weiss nicht wie Charly ihn findet. Und das wo er dann hier nächtigt. Ich tue Charly das nicht an, das hat Priorität , und ich will auch diese Verantwortung nicht übernehmen, und mein Sohn MUSS das verstehen. Er ist alt genug.
Das alles ist zu regeln. Charly ist Charly.
Was mir Sorge macht ist sein ständiger Stresspegel.
Ich stelle hier gerne mal Filme ein, was ich meine.
Und je höher der Stress wird, umso mehr könnte passieren.
Es ist irgendwas mit Hormonen, Stresshormonen.
Aber wenn dr TA nicht drauf kommt, was man da untersucht, woher soll ich das wissen.

Was er jetzt bekommen soll ist Fludrocortison plus Prednisolon.

Zitat

Sie beißt zwar nicht, "schnappt" aber wenn jemand sie streicheln will, geht aber immer zum Besuch hin.






Das wäre mir auch lieber, wenn er sich zurückziehen würde.
Wie der Hund von meinem Sohn, der zieht sich dann aus dem Geschehen, aber Charly muss den Leuten dann auch immer so auf der Pelle hängen.
Da ist es dann auch schwer für diese Leute, den Hund zu ignorieren.


Für Charly wäre das Leben total ideal, hätten wir eine Farm in Kanada, endlose Weite um uns, aber wir alle beisammen und sonst niemanden.
Das würde Charly gut gefallen

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Sylja Offline




Beiträge: 125

09.01.2011 03:48
#5 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Ach die Box, habe ich vergessen.

Eine Box ist für manchen Hund sicher eine Lösung, wenn er es liebt, sich zurückzuziehen.
Für Charly ist eine Box definitiv keine Lösung.

Wir schätzen auch aufgrund einige Dinge, die wir so erlebt haben, das er im Zwinger lebte oder an einer Kette gelegen hatte.
Er kannte keine Hunde, keine Verständigung mit anderen Hunden ( deshalb immer gleich drauf )
er kann nicht spielen, und es macht ihn nervös, wenn andere spielen. Der Charly wurde wohl nur hervorgeholt, wenn es zum Drill ging.

Es vermutete sogar schon mal jemand, das die einzigen Fahrten die er kannte, kurz und kurvig direkt zum Trainingspalatz gingen. Deshalb der Stress im Auto.
Also muss ich eine Box ausschliessen, aber trotzdem vielen Dank für diese Idee

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QuoVadis Offline

weiß mit pubertierendem durchgeknalltem Mali mit Schäferhund-Exterieur, was Geduld heißt und hütet den wohl tollpatschigsten und knuffeligsten Holländer seit es Herder gibt


Beiträge: 3.201

09.01.2011 04:27
#6 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Habt Ihr eine Box schon mal probiert?

Ich will jetzt nicht besserwisserisch rüberkommen, aber ich habe schon bei vielen Hunden, deren Halter die Box aus ähnlichen Gründen abgelehnt haben, gegenteilige Erfahrungen gemacht.
Eine Box, positiv konditioniert, hat so rein gar nichts mit Zwinger, wegsperren oder Strafe zu tun.
Sondern mit Sicherheit, Ruhe und Stressminimierung, und gerade das würde doch Deinem Hund guttun.


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Gruß
Hanne

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Pauly Offline




Beiträge: 4.691

09.01.2011 08:13
#7 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Zitat von QuoVadis
aber ich habe schon bei vielen Hunden, deren Halter die Box aus ähnlichen Gründen abgelehnt haben, gegenteilige Erfahrungen gemacht.


Hier kommt dann auch einer dieser Halter, ich sehe seit Paula eine Box mit ganz anderen Augen.

Zu Paula kann man hier ja verteilt im Forum auch einiges nachlesen. Auch sie hat hier anfangs kontrolliert. Und auch Paula hat (wenn sie nichts anderes gefunden hat) ihre Pfoten angenagt, und sie poppt ihr Kissen. Das macht sie ab und an immer noch, aber nicht mehr so zwanghaft und gestresst wie am Anfang hier.

Auch Paula mußte bei Besuch usw. irgendwie gesichert werden. Meine (fast erwachsene) Tochter wohnt noch hier, ich kann der also nicht immer den Besuch untersagen. Irgendwie ist es mir damals aber nicht wirklich gelungen, Paula ihre Box schön zu füttern. Sie hatte immer Stress darin.
Also haben wir ihr den sogenannten "Hochsicherheitstrakt" gebaut. Eine Zimmerecke mit zwei kleinen Kommoden zum offenem Raum hin begrenzt, vorn ein Gitter zum schließen. Darin steht ein Korb und ihre Box.
Da bekam sie also immer ihren Kong, ihre Kausachen usw. Ganz am Anfang hat sie dort ein gigantisches Theater gemacht, wenn ich das Gitter geschlossen habe. War ja auch blöd, das man jetzt nicht mehr alles kontrollieren konnte, und bei Geräuschen nicht mehr auf irgendwas losgehen konnte .
Aber bald hat sie sich einfach zum pennen hingelegt. Und jetzt -seit Paula nicht mehr ständig gesichert ist im Haus- sucht sie diesen Ort selbst auf, um Ruhe zu finden. Sie fühlt sich dort sicher und wohl. Es ist also für sie kein Zwinger, sondern ein Rückzugsort.

Beim Autofahren hat Paula auch Theater gemacht. Jeder Hund der zu sehen war wurde bekläfft, die Scheibenwischer wurden angeknurrt. Paula fuhr (angeschnallt) auf der Rückbank mit, weil im Kofferraum mein Charly sitzt (und der Versuch sie dazu...naja, da hatte Charly dann Stress).
Ich bekam hier auch den Rat zu einer Autobox. Die hab ich ihr hier daheim "schöngeklickert". Als sie freiwillig reingegangen ist, haben wir die Box ins Auto.
Und seitdem ist wirklich Ruhe beim Auto fahren. Ich habe keinen Stress mehr, und Paula auch nicht. Und sie fühlt sich auch da nicht unwohl darin, sie liegt einfach rum.

Vielleicht überlegst du also für Charly doch noch einmal in die Richtung; ihm daheim einen sicheren Ort zu schaffen.

_________
Liebe Grüße, Christiane mit Charly und Paula

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

09.01.2011 12:23
#8 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Ich würde eine Box auch versuchen. Bei Interesse: ich habe noch zwei wirklich sehr große Stoffboxen hier. Da würde ich eine abgeben. Da mein Lumpi als Welpe stundenlang in eine solche Box gesperrt wurde, hatte er verständlicherweise Angst davor. Bis wir zu Besuch waren und er sich in die riesige Box des besuchten Hundes legte. Heute geht er zwar nicht mehr in die Box - er hat sich sein Körbchen als sicheren Platz auserkoren - aber sie hat uns eine gewisse Zeit gute Dienste erwiesen.

Ansonsten haben wir ein Zimmer, das ans Wohnzimmer angrenzt mit einem Kindergitter abgetrennt. Die gibt es auch in höher extra für Hunde. So kann Lumpi den Besuch sehen, aber er kann nicht hin und beruhigt sich sehr schnell.

Wegen des Autofahrens: Mein Mo ist nicht so schlimm dran wie Charly. Aber er mag Autofahren auch nicht. Er speichelt, er hechelt, legt sich nicht hin... und trotzdem will er ins Auto rein. Auch bei ihm ist es so, dass er auf der Autobahn gut fährt, bei Kurven, stehenbleiben etc. das Autofahren gar nicht gut findet. Bei Mo kommt zusätzlich zur Angst eine Reisekrankheit dazu. Wir haben ihm eine ganze Weile bei jeder Fahrt, die länger als 15 Minuten dauerte in Absprache mit dem TA eine Reisetablette gegeben. So konnten wir den Teufelskreis unterbrechen. Ihm wurde schlecht, dadurch regte er sich auf und verband es mit dem Autofahren. Durch das Aufregen wurde ihm noch mehr schlecht. Heute bekommt Mo nur noch auf ganz langen Autofahrten (z.B. Urlaub) eine Tablette oder wenn wir sehr kurvige Strecken fahren.
Ansonsten: Wie sieht es mit einer Box im Auto aus? Oder könnt ihr vielleicht die Scheiben verdunkeln lassen? Diese Verdunkelung mit Folie kostet gar nicht die Welt.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

Sylja Offline




Beiträge: 125

09.01.2011 16:25
#9 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Das ist ja irre interessant, das Ihr fast ähnliche Probleme mit Euren verhaltensoriginellen Hunden habt.
Schon sehe ich Charly gar nicht mehr so speziell und rätselhaft.
Es scheint ähnliche Verhalten bei solchen Hunden tatsächlich zu geben.
Bis jetzt hat mir noch niemand einen Hund so beschrieben, oder die Leute erzählen es einem nicht.
Naja, bei der breiten Masse bin ich natürlich auch nicht interessiert zu erzählen, was meinen Hund in deren Augen noch schlimmer macht.
Ich erzähle es nur in dem Rahmen, woe es nötig wird, um diese Leute zu schützen.

Beispiel, jemand kruscht meinen Charly. Er bietet es an, Hintern in die Luft, Vorderkörper runter und dann soll die Kiste gekrault werden. Manche Leute gehen darauf ein, aber ich muss so etwas im Vorfeld stoppen.

So etwas kommt vor, wenn die feste bekannte Fortgeschrittenen Gruppe beim THS zusammenkommt

Es kann passieren, das Charly sich dabei fast auf den Rücken dreht, und dann schlägt bei ihm ganz plötlich etwas um.
Und mit einem Mal haben sie meinen Hund am Arm.

Fremde haben ihn nun sowieso nicht anzufassen, und auch in dieser Gruppe ist es jetzt klar.
Weil dieser Vorfall mit Armverletzungen wo Charly sein Herrchen in Gefahr sah und festgehalten wurde, passierte in dieser Gruppe.

Mein Mann hat die ganze Gruppe danach angesprochen, ob sie mit Charly weiter arbeiten können / möchten.
Ist auch nur einer mit Angst dabei, würde der Hund gesichert.

Aber alle wollten das alles so normal weiterläuft wie bisher.
Nun wissen sie aber auch um den Umgang mit Charly

Das mit der Box, und ich danke für den Vorschlag eine Box abzugeben , aber ich denke, eine Stoffbox zerlegt er.

Ja ich hate schon mal leihweise eine Riesenbox, weil Chandro beim Alleinsein die Hütte zerlegt hat.

Aber Charly hat die Box nie auch nur in Erwähnung gezogen. Er scheute regelrecht davor.

Aber troz´tzdem, ich denke darüber nach, das mit einer gesicherten Ecke im Wohnzimmer, wäre hinter der Tür möglich.
Ich mach mit dazu mal Gedanken.


Abdunkeln im Auto haben wir schon versucht ( Scheibenfolie ), sie haben so eine Art Box hinten, da ich ein Heckgitter habe. Ich könnte mal überlegen, mit Decken so eine Art Box zu schaffen , die dann eben etwas abgehängt wird mit diesen kleinen Hundedecken, Versuch macht klug


Auf jedem Fall vielen Dank.

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Es grüssen Sylvi und die Jungs

stoppel Offline



Beiträge: 8.461

09.01.2011 17:02
#10 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Ich denke, aus dem Teufelskreis: Charly ist gestresst, wenn Besuch kommt, du bist gestresst, weil du damit rechnen musst, dass etwas passiert, der Besuch ist gestresst, weil er wissen muss ... solltet ihr möglichst bald rauskommen.

Box, Zelt oder sichere Ecke, so etwas könnt ihr ihm sicher als Rückzugsort positiv vermitteln.
Auf gar keinen Fall einsperren oder dorthin verfrachten. Versuch mal ihn selbst die 'Box' erkunden zu lassen, Kauteile reinlegen, die er sich holen darf. Wenn er gar nicht will, die Streben mit Leberwurst einstreichen, das Lieblingsspielzeug dort deponieren, das Lieblingskissen zum Polstern nehmen, usw.
Auch mein Kontrolletti hat so sein Zelt 'lieben' gelernt und sucht es selbst auf, wenn er seine Ruhe haben möchte.
Das Pfotenschlecken und Hecheln ist seitdem kein Thema mehr.

Falls du clickerst, könntest du jede Bewegung hin zu diesem sicheren Ort beclickern.

LG Iris mit Brummbär Richy und Springmaus Querida
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"Happiness is not a station you arrive at, but a manner of travelling." (M.L. Runbeck)

Sylja Offline




Beiträge: 125

09.01.2011 17:41
#11 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Ja vielen Dank, ich habe gerade mit meinem Mann über so eine Art Rückzugecke gesprochen, die wir ihm weit vorher, bevor Besuch ankommt, schon mal in vieler Hinsicht schmackhaft machen. Einen Versuch ist es auf jedem Fall wert

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Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.050

10.01.2011 00:54
#12 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Ich kann gut verstehen, daß Du sagst, Charly ist so, Charly bleibt so. Aber: Bist Du sicher, daß Charly so IST, so sein will? Für mich hört sich das Ganze danach an, daß Charly sehr schnell und oft gestreßt ist, und das will auf Dauer kein Hund, es macht auf Dauer auch krank. Ich denke, wenn Du in Richtung "Fremden-Training" arbeiten würdest, würdest Du Charly nicht verbiegen, sondern ihm helfen.

Fast alles, was Du beschreibst, kenne ich von Ben. Er ging Menschen aggressiv an, wenn die es wagten, ihn auch nur mal drei Sekunden anzuschauen. Er ging Menschen aggressiv an, die sich ihm/uns näherten. Besuch? Vergiß es, konnte ich nicht bekommen. Box? Ben? Im Leben nicht. Heute meidet Ben, wenn ihm etwas unangenehm ist und kommt zu mir. Meinen Job, ihn zu beschützen, nehme ich sehr ernst, das weiß er. Menschen liebt er, vor allem, wenn sie ihm Leckerchen geben. Streicheln kann ihn fast jeder, nur bei Kindern bin ich vorsichtig, und ich erkläre jedem, der es nicht weiß, WIE er auf Ben zugehen soll und was nicht sein darf. Leute, die ihn kennen, nennen ihn heute einen "Menschenhund", und es stimmt, seit ich ihn souverän durch's Leben führe, seit er weiß, wo er Hilfe kriegt, wenn er sie braucht. Wenn Besuch kommt, ist er selbstverständlich mittendrin, wenn es Bekannte oder Freunde sind. Probleme gibt es dabei keine. Wenn Fremde kommen, geht Ben in ein anderes Zimmer, damit er keinen Streß hat, wenn die Fremden auch Fremde bleiben werden (z.B. ein Klempner oder Postbote oder sonstwas). Wenn Menschen kommen, die ihn kennenlernen wollen, bekommen sie Anweisungen, und in aller Regel ist in kürzester Zeit der Fremde zum Bekannten geworden. Seit ich hier wohne, gab es schon mehrere kleine oder größere Forumstreffen, das wäre früher nicht einmal denkbar gewesen.

Es gibt auch bei mir Dinge, die ich von meinen Hunden fernhalte. Sie müssen nicht alles lernen und üben. Aber einiges schon. Einfach, weil ich glaube, daß es ihnen nicht hilft, sie von allem, was zunächst Streß bedeutet, fernzuhalten. Manchmal muß man daran arbeiten, den Streß zu reduzieren, indem man bestimmte Situation ruhig übt und der Hund einfach Routine bekommen kann.

Übrigens ist auch Ben auf einem Auge blind, wenn überhaupt, kann er links nur Bewegungen wahrnehmen, aber das, was auf ihn zukommt, nicht sehen und entsprechend nicht identifizieren. Darauf mußte ich beim Training wirklich achten, es spielte in manchen Situationen für seine Wahrnehmung von Bedrohungen eine große Rolle.

Für meinen großen Schluffen kann ich sagen, daß die Arbeit mit ihm, auch und vor allem an dem, was Menschen betrifft, ihn nicht "verbogen", sondern befreit hat. Und vielleicht wäre das bei Charly ja ähnlich, wer weiß.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Sylja Offline




Beiträge: 125

10.01.2011 02:06
#13 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Vielen Dank für Eure Antworten.

Es würde nur etwas länger werden, was ich jetzt antworten würde.
Und morgen ist Montag und ich muss endlich mal wieder früher ins Bett.

Ich bin zwar eine ausgemachte Nachteule, aber das verträgt sich nicht immer mit dem Programm am folgenden Tag

Nur kurz, Nein Barbara, ganz sicher gefällt Charly die Situation nicht und ich habe es wieder mal geschafft, mich missverständlich auszudrücken
( PASSIERT ÖFTER )leider

Ich schrieb er ist wie er ist und so bleibt er, richtig, aber damit meinte ich nicht seinen Stresszustand.

Da muss deutlich was passieren

alos bis später, bis morgen kann man ja schon wieder nicht sagen

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Sylja Offline




Beiträge: 125

10.01.2011 19:48
#14 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Nun ist später

Also, wie gesagt, der Stress darf so nicht weiter in ihm wühlen. Das heisst, ich versuche mal einen Arzt zu finden, der diese Hormon Stressgeschichten drauf hat.
Ist da nichts, dann muss ich scharf nachdenken.
Denn wir sind an und für sich kein turbulenter Haushalt, mein Mann und ich sind eher ruhig, haben für die Hunde feste Abläufe, Rituale.
Wir sind zeitlich halt viel im Verein und naja, Charly könnte vielleicht mehr Arbeit gebrauchen.
Vielleicht ist er unterfordert.
Denn bei aller Liebe, seit Verein und Training, fällt Charly natürlich ein bischen hinten runter.
Ein Problem, was ich schon öfter gehört habe, bei Leuten, die mit Hunden arbeiten.

Mit Besuch trainieren, ist vielleicht möglich, wenn der Stresspegel etwas niedriger ist.

Aber wer stellt sich da zur Verfügung ?

Post, Klempner und so, da ist Charly auch im Wohnzimmer.

Chandro ist im Haus sehr ruhig und unaufällig.
Manchmal meine ich, er stellt absichtlich den Gegenpol.

Gerade aber kam jemand, der absolut keine Angst vor Charly hat. Eine Bekannte. Auch auf meine Warnung hin, hat sie nur mit Achselzucken reagiert.
Trotzdem habe ich ihn genau im Auge gehabt. Er hat Sonja nämlich heftigst begrüsst und abgeschleckt.

Er ist ein Hund, der sowas von einem Stimmungsfühler ist.

Geht es mir nicht gut, weicht er nicht von meiner Seite. Ich muss ihm dann schon sagen, alles okay, lauf

Leute die Angst haben, oder irgendwie eine fiese Ausstrahlung haben, alkoholisierte Menschen, Leute die ihn innerlich ablehnen.

Ich glaube da muss ich ganz besonders auf der Hut sein.

Selbst bei meinen älteren Sohn, der Weihnachten, wo ohnehin Stress war, zum Schluss noch alleine mit uns zusammensass.

Dennis hatte einen kleinen Glimmer, sass hier und ihm fielen die Augen ein bischen zu.
Charly liebt Dennis, aber plötzlich, ohne das Dennis ihn angesehen hat oder eine Bewegung gemacht hat, knurrte er ihn an.
Und von da an liess er Dennis nicht aus den Augen.

Dennis war für ihn irgendwie nicht mehr berechenbar.
Am nächsten morgen hat er ihn freudestrahlend und ganz normal wie immer begrüsst, es war alles wieder gut.

Der Mensch, der ihn anfangs hatte, musss ein sehr unberechenbarer Mensch gewesen sein, der oft die Kontrolle verlor. Inwieweit da noch Alk im Spiel war, kann ich nicht sagen, aber ich fürchte schon.

Dieser Mensch dürfte mir sowieso im Leben nicht begegnen

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QuoVadis Offline

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Beiträge: 3.201

10.01.2011 20:11
#15 RE: Charly, was Rätsel macht Zitat · Antworten

Zitat von Sylja
Mit Besuch trainieren, ist vielleicht möglich, wenn der Stresspegel etwas niedriger ist.

Aber wer stellt sich da zur Verfügung ?



Habt Ihr da keine Kontakte im Verein?
Könntet Ihr da nicht Besuche organisieren?
Mal Vereinskollegen zum Kaffee einladen.

Sind 1. Hundeleute und 2. keine komplett Fremden.

War mit meinen vorherigen Hunden mal Teilnehmerin einer festen Hunderunde, da war auch jemand, dessen Hund Probleme mit Besuch zuhause hatte, da wurde kurzerhand die Runde so geplant, das wir dort zum Kaffee eingekehrt sind.


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Gruß
Hanne

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