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Felina



Beiträge: 90


13.10.2010 14:23
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Ich habe mir auch angewöhnt so gut wie jede Kontaktaufnahem von Willi irgendwie zu bestätigen. Das ist schon so automatisch, dass ich mich dabei auch noch weiter unterhalten könnte. Reicht von Nicken bis Leckerchen. Wenn ich merke, er tut es nur um Futter zu bekommen, baue ich in dem Moment oft noch was ein, wie "Sitz", "Bleib" etc. oder es gibt Spielen als Belohnung.

Wir trainieren auch gerade an der Ablenkungsstufe mit anderen Hunden. Wobei ich feststellen muß, dass es leichter ist ihn beim Jagen abzulenken, als bei Artgenossen. Vielleicht weil ich die Kaninchen besser einschätzen kann...

Liebe Grüße von Eva und Willi.
____________________________________________________
Der, der keine Fehler macht, macht in der Regel überhaupt nichts!!!

stoppel



Beiträge: 8.461


13.10.2010 20:21
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Bei Richy hat es fast 2 Jahre gedauert bis er mich draußen nicht voll und ganz ignoriert hat. Egal ob mit kurzer oder langer Leine oder ohne.

Erst der clicker und die Futterbestätigung brachte bei uns den Durchbruch. Was meint ihr, wie ich mich freue, dass er nun immer wieder den Kontakt zu mir sucht und gerne arbeiten will? Und weil mich mein Prachtkerl dann so maßlos freut, bekommt er auch eine Belohnung, nicht mehr nur Futter, sondern auch Spiel oder Freigabe. Ich schleppe auch nicht mehr jeden Tag die Futtertube mit, aber von Zeit zu Zeit bekommt er auch die, mal für eine außergewöhnliche Leistung, aber auch mal einfach so, weil mir danach ist.
Diese Sprache versteht er eben sehr gut.

LG Iris mit Brummbär Richy und Springmaus Querida
_______________________________________________

"Happiness is not a station you arrive at, but a manner of travelling." (M.L. Runbeck)

Madame Blauauge



Beiträge: 62



15.10.2010 13:44
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

nächste Frage (hört das jemals auf? das FRAGEN müssen)

Ocean steht am Ende der Leine,sie schaut, ich clicke u.hab das Leckerchen bereit....aber sie kommt nicht zu mir um es sich zu holen sondern versucht GLEICH weiter zu laufen, schauen, buddeln od.was auch immer sich sie gerade lieber tut. Soll ich sie dann für ein paar Sekunden machen lassen was sie will,(also auch z.B.weiterlaufen) so quasi als Ersatzbelohnung oder hingehen und ihr das Leckerchen mehr oder weniger aufdrängen?

Auf Straßen ohne jede Ablenkung habe ich übrigens so langsam einen Hund der fast NUR noch den Hals zu mir hoch reckt oder sich STÄNDIG umdreht, so das ich über sie stolpere....soviel Leckerchen kann ich schon gar nicht mehr mitnehmen wie ich da bräuchte, wenn ich wirklich JEDEN Blick damit belohne. Ich ziehe es nun in DIESEN Gebieten doch etwas raus bzw. belasse es auch einfach mal bei einem nur verbalen Lob. Etwa so...15 x Lecker, 1x verbal, 5x Lecker, 1x nicken+verbal, 10x Lecker.....usw.usw.. Die Lecker clicke ich. Was meint ihr dazu?

Liebe Grüße
Babs mit Madame Blauauge

Pauly



Beiträge: 4.691



15.10.2010 17:35
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Auf einen Click soll immer eine Belohnung folgen...aber wer sagt, das die Belohnung ein leckerli sein muß?
Mal abgesehen vom Clicker (ich clickere momentan nicht unterwegs), belohne ich durchaus meine Hunde mit anderen Sachen. Für Paula kann das ein gemeinsames Hopsen mit mir sein (das findet sie in einigen Situationen viel toller als ein Leckerli).
Für Charly stehen durchaus meistens Keksis am höchsten im Kurs, aber wenn der jemanden/irgendwas sieht, und bei meinem Ruf zu mir kommt, oder das Sitz befolgt....warum soll dann nicht das "hin dürfen" die Belohnung sein. Ist doch das, was er grad am meisten begehrt, und somit fühlt er sich damit am reichsten belohnt.

Warum soll also bei Ocean nicht das "Frei" oder "Okay, lauf" (je nachdem was eben das Kommando für "mach weiter, was auch immer du machen willst" die Belohnung für sie sein. *überleg*

_________
Liebe Grüße, Christiane mit Charly und Paula

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.422



15.10.2010 22:25
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Ich würde auch in diese Richtung denken. Belohnend ist für den Hund in aller Regel das, was er durch ein bestimmtes Verhalten erreichen will. Bei Hunden, die an der Leine ziehen, also gerade das Laufen, das Vergrößern des Radius oder das Beschnüffeln dessen, von dem die Leine gerade abhält. Selbst das Ziehen als solches kannst Du als Belohnung einsetzen, wenn Du willst.

Ich denke, wir müssen aufpassen, daß wir uns nicht selbst zu sehr beengen, wenn wir nur in der Kategorie Futter denken. Wobei auch die eine ganze Reihe von Unterkategorien hat, sehr oft bringt es schon sehr viel, statt des schnöden Trockenfutters, das viele Halter so gerne einsetzen, einfach mal auf ein bißchen Fleischwurst umzusteigen. Ansonsten ist natürlich auch jedes Spielzeug einen Versuch wert, vor allem, wenn der Hund eben nun einmal gerne spielt. Und, nicht zu vergessen, das berühmt berüchtigte Verhaltensziel.

Ein Beispiel: Dein Hund pöbelt an der Leine einen Artgenossen an. Was will er damit erreichen? In aller Regel Distanz zu diesem Artgenossen. Also könntest Du ein Verhalten abfordern oder auslösen ("komm" oder durch Dein Weggehen Deinen Hund mit Dir bewegen, um dann die Leine wieder locker zu haben) und das damit belohnen, daß Du genau diese Distanz schaffst, statt Deinen Hund an einer Leine weiterzuzerren oder zu meinen, in großer Nähe den anderen passieren zu müssen.

Ich meine, wir hätten das schon irgendwo mal gemacht, aber vielleicht wäre eine neue Runde mal angesagt, daher lege ich gleich mal einen Thread an, in dem wir alle sammeln können, was wir als Belohnungen einsetzen, vielleicht kannst Du Dir dann da auch einiges rauspicken.

Wer Lust hat, hier geht es zum Thema Belohnungen weiter: Belohnungen

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Ritter Parcifal und Prince Maddox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

Madame Blauauge



Beiträge: 62



29.10.2010 20:06
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Und ich brauche schon wieder ein paar Denkanstöße....immer noch das gleiche Thema
Ocean ist nun bei jedem Spaziergang am Anfang voll dabei. Bleibt vor meinem "Ende" von allein stehen, kommt zu mir, holt,fängt oder sucht sich ihre Belohnung...als Clickerersatz habe ich auch das Wort "Klasseeeeeee" eingeführt, denn meine Stimme habe ich immer dabei.
Kommen wir nun in hasenreiche Gebiete Wiesen etc.dann geht gar nichts mehr...egal was ich ihr auch immer biete, NICHTS ist besser wie vor einem Hasenloch zu sitzen oder auch nur der Fährte nachzurennen. Da kann die Leine 3x zu "Ende" sein, es interessiert sie nicht die Bohne. Ich stehe und stehe und stehe...sie rennt immer im Radius, den die Leine erlaubt schnuffeln nach rechts und wieder nach links, denn nach vorne gehts ja nicht und das weiß sie schon ganz genau. Aber sie schaut keine Millisekunde auf mich, hörte mich schon mal gar nicht...und ich hab keine Möglichkeit das schnuffeln (oder was anderes) dann als Belohnung einzusetzen. Ich würde da vermutlich immer noch stehen, aber nach gefühlten 5 Stunden und einer wirklichen halben Stunde bin ich hin, hab sie am Geschirr gepackt und einfach mitGEZOGEN. Als wir von der vermaledeiten Wiese weg waren und wieder auf dem asphaltierten Radweg liefen, konnte mein Hund wieder zu mir schauen.
Ich kann doch nicht nur auf Straßen spazieren gehen?
Wie habt ihr es geschafft, das Eure Sachen interessanter waren wie Wildgeruch?

Liebe Grüße
Babs mit Madame Blauauge

Pauly



Beiträge: 4.691



29.10.2010 20:18
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Hm...es heißt ja immer, man soll alles erst ohne Ablenkung üben. Und wenn der Hund sich ablenken lässt, ist die Anforderung zu hoch.
Wenn Kaninchen nun die größte Anforderun/Ablenkung für Ocean sind...dann seid ihr vielleicht einfach noch nicht bereit dafür?

Ich bin mit Charly tatsächlich anfangs fast gar nicht in wildreiches Gebiet gegangen, sondern fleißig die Landstraßen und Fahrradwege hoch und runter (wir wohnen fast genau in der Feldmark, da ist es gar nicht so leicht wildarmes Gassigebiet zu finden).
Dann nur kurz am Wald vorbei, wo Rehe und Hase kreuzen. Und diese Strecke dann irgendwann verlängert. Da war ihm mein "Gehampel" aber schon wirklich ins Blut übergegangen, und er hat mehr auf meine Keksis bzw. Futterbeutel usw. spekuliert, als auf die Hasis.

Ich glaube, Ocean ist da noch eine ganze Ecke mehr Jäger. Trotzdem würde ich zunächst mit ihr wirklich eher Strecken ohne eine solche große Ablenkung gehen.

Aber vielleicht haben andere noch eine bessere Idee?

_________
Liebe Grüße, Christiane mit Charly und Paula

QuoVadis

weiß mit pubertierendem durchgeknalltem Mali mit Schäferhund-Exterieur, was Geduld heißt und hütet den wohl tollpatschigsten und knuffeligsten Holländer seit es Herder gibt

Beiträge: 3.201



29.10.2010 20:28
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Boah, Geduld ist hier das Stichwort!
So wie ich es mitbekommen habe, arbeitest Du auf diese Weise noch nicht mal einen Monat.
Du kannst nicht erwarten, das es gleich auch unter solcher Ablenkung klappt.
Es muß erst mal ohne Ablenkung in Fleisch und Blut übergehen, dann kann man ganz langsam die Ablenkung erhöhen.

Du bist doch schon auf einem guten Weg, mach es doch nicht kaputt, indem Du zu viel erwartest.


__________________________________________________
Gruß
Hanne

Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

Madame Blauauge



Beiträge: 62



29.10.2010 22:08
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Glaub ich muß mal den Weg näher beschreiben um den es geht....das ist nicht Wald, Feld und Flur. Das ist das Wohngebiet in dem wir wohnen. Hochhäuser mit Fuß-u.Radwegen,eingegrenzt mit angelegten Wiesen.Bzw. der Radweg an der B36 entlang. Aber ihr glaubt nicht wieviel Hasen und Eichhörnchen es hier gibt. Und selbst die Igel sind noch interessanter wie Frauchens Leberwursttube. Sie weiß laaaaaaang vor mir WO und WIE sie Wild jeder Art findet. Und ich MUSS hier (durch)laufen, damit ich überhaupt erst in (noch) wildreichere Gegenden kommen könnte. Katzen sind, sofern sie sitzen bleiben übrigens gar kein Problem. Sie hat mit einer zusammengelebt und will die nur jagen wenn sie rennen. Aber der Hase kann ganz ruhig, geduckt dasitzen. Sie sieht,hört u.riecht ihn u.weiß ganz genau wo er ist.

Natürlich möchte ich sie nicht überfordern, ich mache es auch meist so, das ich sie nur etwa 10 bis 15 Min.an die lange Schlepp nehme und den Rest des Weges recht kurz neben mir. Auslauf, damit sie mal richtig rennen kann versuche ich ihr mit dem Fahrrad zu geben...

Liebe Grüße
Babs mit Madame Blauauge

Schnuffelnase



Beiträge: 5.204


29.10.2010 22:44
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Zitat von Madame Blauauge
Glaub ich muß mal den Weg näher beschreiben um den es geht....das ist nicht Wald, Feld und Flur. Das ist das Wohngebiet in dem wir wohnen.Hochhäuser mit Fuß-u.Radwegen,eingegrenzt mit Wiesen. Aber ihr glaubt nicht wieviel Hasen und Eichhörnchen es hier gibt. Ich MUSS hier laufen, damit ich überhaupt erst in (noch) wildreichere Gegenden kommen könnte



Also erst einmal: trainingsmäßig am Sinnvollsten ist, wenn man mitten in so einem interessanten Gebiet wohnt (haben wir ja auch- wir können teilweise nicht mal im Garten unter geringer Ablenkung üben wegen den Wildspuren), das Tier ins Auto zu stecken und für die Übergangsphase irgendwo hin zu fahren, wo es nicht so interessant ist. Rein vom Aufbau des Kommandos wäre das am besten und du könntest einfach nur positiv arbeiten, ausschließlich über Bestätigen freiwilligen Verhaltens. Das ist fürs Lernen das Beste, aber halt nicht immer möglich. Wenn der Hund am Ende der Leine steht und von allein nicht mehr drauf kommt, sich umzudrehen, ist die Ablenkung auf jeden Fall deutlich zu hoch.

Woanders üben ist aber nicht immer möglich, ich hab z.b. gar kein Auto, es geht also wirklich nicht anders. Das macht das Training sehr viel schwieriger und langwieriger- und du wirst noch bessere Belohnungen brauchen und sehr viel mehr aktiv eingreifen müssen.

Ich kann dir sagen, wie ich bei Kira vorgegangen bin angesichts dieses Problems.
Zuallererst kann man die Ablenkung u.a. auch über die Leinenlänge steuern. Wenn ich hier am frühen Morgen aus dem Haus gekommen bin, möglicherweise noch bei Sturm und Regen, wo sie schon im Garten andächtig die Nase in die Luft hielt und ostindisch taub, kriegte sie von mir keine 10m Schleppleine. Dann war max. 2m angesagt. Aber wirklich Maximum. Auf den ersten Metern machten wir dann Konzentrationsübungen, ich lief erstmal minutenlang hin und her und clickte sie mit wirklich guten Leckerchen fürs neben mich kommen. Klappte das (hab Geduld, das kann dauern, bis man wirklich los kommt), gingen wir los, dennoch alle paar Minuten Richtungswechsel. Ich hab ihr also quasi keine Zeit gelassen, sich besonders in die Spuren zu vertiefen. Hatte sie dann doch eine Nase voll genommen und fing an, wir irre an der Leine hin und her zu rasen, die Spur abzuschnüffeln oder Jagdgesänge zu singen (), habe ich entweder, wenn das noch klappte, sie sitzen und schauen lassen (das klappte allerdings unter hoher Ablenkung auch schon gut) und im Fall von hoffnungslos ihr einfach ein Stück Wurst vor die Nase gehalten und sie damit quasi von der Stelle weggeführt, dann an anderer Stelle mit ihr Leckerchenwurfspiele gespielt. irgendwann hatte sie raus, dass mitgehen garnicht so blöd ist, wie es scheint. Ohne aktives Eingreifen hätte sie sich immer mehr in diesen Jagdmodus hineingesteigert und auf einer frischen Fährte schnüffeln ist bereits jagen.

Du kannst auch über die Tageszeit einiges regulieren- mittags sollte es einfacher sein als früh am Morgen oder am Abend. Bei REgen und Wind schwieriger als bei Schönwetter. Je nachdem ändert sich das, was du vom Hundi erwarten kannst. Wenns ganz schlimm ist, Wurst in die Hand und mit Wurst vor der Nase vorbei führen. Alternativ auch sanft weiterbefördern.

Auch der Abstand zur Fährte spielt eine Rolle. Wenn du siehst, sie hat was in der Nase, geh nicht näher hin. Konzentriere den Hund auf dich und erst dann gehst du einen Schritt auf die Fährte zu, solange der Hund konzentriert ist. Sobald nicht mehr, bleib stehen und konzentriere den Hund neu auf dich (ruhig helfen). Ganz oft hab ich sie dann bei Erreichen der Fährte, wenns gut geklappt hat mit hingehen, auch wirklich schnuppern lassen- das ist die allergrößte Belohnung wo gibt. Es ist bei uns heute noch so, dass ich nur mit konzentriertem Hund auf Wild zu gehe. Ansonsten gehts halt nicht näher ran. Anschleichen zu Fotozwecken machen wir gern, aber wenns Hundi in die Leine schießt, schleichen wir halt nicht mehr, solange ich kein ruhiges Hundi hab.

Unter so wahnsinniger Ablenkung kann man im Grunde die freiwillige Rückorientierung nicht gescheit üben, es sei denn, man hat bereits die Stufen vorher, ohne und mit mäßiger Ablenkung, ordentlich durchlaufen. Denk einfach dran, dass in dem Fall viiiiiiel Hilfestellung nötig ist, damit sich Hundi überhaupt auf dich konzentrieren kann und je schwieriger, um so mehr musst du ihm helfen, Erfolg zu haben. Mit diesen Gerüchen in der Nase (und die sind für einen Hund echt überwältigend) ist es eine riesige Leistung, wenn er sich freiwillig zu dir umdreht, keineswegs eine Selbstverständlichkeit, die man schon nach kurzer Zeit erwarten kann. Schafft er freiwillig nicht und du kannst die Situation nicht leichter machen, braucht dein Hundi Hilfe.

Die gute Nachricht ist- auch unter diesen miesen Bedingungen geht es. Ich brauche immer noch nicht zu erwarten, dass Kira sich auf einer frischen Fährte von allein zu mir umdreht. Aber sie reagiert auf meine Kommandos, auf einer frischen Fährte sich setzen klappt ziemlich gut und schauen und weitergehen auch, sie lässt sich abrufen. Auch klappt es immer besser, dass sie garnicht mehr vom Weg runter gehen will, sondern kurz die Fährte anzeigt und dann mit mir mit läuft. Aber das ist das Ergebnis nach 2 Jahren.

P.S. ich hab gerade nochmal genau gelesen: bei euch tritt das Problem nur auf, wenn du die Straße verlässt? In diesem Fall würd ich ganz klar sagen: doch, du kannst und solltest in der Übergangszeit nicht mit ihr auf der Wiese üben, wenn die Wiese für sie zu schwer ist. Du kannst ja z.b. auf den Straßen, die ja zu gehe scheinen, irgendwo hin gehen, wo ihr mehr Platz habt, aber weniger Karnickel sind. Supermarktparkplatz? Sportplatz? Firmengelände? Das wären Gelände, die ich nehmen würde für sowas. Dann vielleicht eine Wiese, wo es keine Karnickel gibt. Oder neben ner Karnickelwiese, aber nem schmalen Weg. Aber wenn du die WAhl hast, es ist immer besser, richtig aufzubauen als zu tricksen. ich kam ums Tricksen nicht herum, weil ich keine anderen Gelände zur Verfügung hatte, hier sind ja die Wege auch voller Wildspuren mit alle paar Meter einem (frischen) Wildwechsel.

Madame Blauauge



Beiträge: 62



29.10.2010 23:10
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Danke Schnuffelnase für die genaue Erklärung.
Also den Anfang des Übens gestalte ich schon ganz ähnlich und das klappt auch meistens sehr gut. Aber oft passiert es mir leider, das ich wenn sie dann etwas mehr Leine hat (weil es so toll klappt), den Moment verpasse an dem sie irgendwas riecht.Sie ist da einfach, trotz 100%iger Konzentration von mir auf sie, zu schnell für mich. Und wenn das passiert, dann kann ich ihr die Leberwurst und auch alles andere direkt vor die Nase halten (mache ich auch). Es interessiert sie nicht mehr

Auch wenn es bisher nicht so rüberkam, ich übe nicht erst seit einem Monat, sondern seit etwa einem Jahr...und einmal sah es tatsächlich schon so gut aus das ich dachte mit der schleppenden Schlepp arbeiten zu können. Eine Woche ging es gut...dann war der Hase tot und seitdem klappt fast nichts mehr. Ich habe nun versucht mit dem Clicker bzw. dem NEUEN Wort irgendwie wieder Zugang zu finden. Quasi altes auf neu getrimmt...

Nein, ich verlasse die Wege nicht. Aber genau angrenzend sind die Wiesen(auf der anderen Seite die Schnellstraße) od.Häuser. Auf asphaltierten Plätzen habe ich beim üben einen Hund der schon fast Genickstarre hat weil sie nur noch nach mir (Leckerchen) schaut. Spielen will sie da nicht. Aber auf geworfene Leckerchen reagiert sie in DIESER Situation sehr gern und gut.

Liebe Grüße
Babs mit Madame Blauauge

Schnuffelnase



Beiträge: 5.204


29.10.2010 23:14
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Das klingt danach, als müsstest du sie genauer beobachten. Wenn du die ersten Anzeichen erkennst (achte mal auf die Öhrchen und die Nase), kannst du sie rechtzeitig wieder auf dich konzentrieren bevor es zu spät ist und vor allem den Abstand regulieren. Kann sie sich kaum noch auf dich konzentrieren, gehst du dann natürlich nicht näher ran.
In wildreichem Gebiet würd ich zunächst mal nicht so viel Leine geben- auch wenn es gut klappt. Mehr Leine geben ist definitiv eine Ablenkungsstufe höher und das kannst du dir eigentlich erst leisten, wenn ihr die Wiese Pipifax findet. Bis dahin Bewegung an anderer Stelle. Wenn sie nämlich nicht mal mehr Leberwurst direkt vor der Nase annimmt, zeigt das wie wahnsinnig extrem die Ablenkung ist.

Kommando "auf dem Weg" ist übrigens auch ganz sinnvoll, denn an manchen Stellen ist es schon vorbei, wenn Hundi auch nur eine Pfote ins Gras gesetzt hat. Oder dann halt bei Fuß bis ihr vorbei seid.

Pauly



Beiträge: 4.691



30.10.2010 07:00
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Hast du eigentlich einen "Ersatz" für ihre Jagd? Als darf sie (mit dir zusammen) z.B. einen Futterbeutel jagen?
Den gibt es auch aus Kaninchenfell. Eventuell kannst du mit so einem Teil (gefüllt mit Stinkesachen) irgendwann an diesen Orten zu ihr durchdringen?

Bei Charly hat es übrigens 3 Jahre gedauert, ehe der Gehorsam auch in wildreichem Gebiet wirklich zuverlässig war. Blickkontakt konnte ich damals in solchen Situationen (Wildgeruch in der Nase, Wild gesehen) auch nicht von ihm verlangen, aber ein zuverlässiges "Halt". Damit konnte ich ihn dann einfrieren, zu ihm gehen usw. Durch wirklich doll wildreiches Gebiet gehe ich heute noch nur mit einem Futterdummy.
Im Wohngebiet (Katzen) ist Charly auch heute noch angeleint, weil bei Katzen grade eben das "Halt" fuktioniert....aber auch nur, weil es ihm wirklich ins Blut übergegangen ist. 100% über den Weg traue ich ihm da auch nach 9 Jahren nicht.

_________
Liebe Grüße, Christiane mit Charly und Paula

Madame Blauauge



Beiträge: 62



30.10.2010 19:51
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

@ Pauly
Auf Futterdummys hat sie bisher so gut wie gar nicht reagiert. Aber so einen mit Fell habe ich noch nicht ausprobiert. Wäre bestimmt einen Versuch wert. Was ich auch noch als Belohnung ausprobieren werde ist die Reizangel....ich könnte mir vorstellen, das die, wenn ich da so ein Fellteil dranhänge, noch am ehesten ankommt.

Das "Halt" zum einfrieren könnte eventuell auch besser klappen wie der verlangte od.freiwillige Blickkontakt. Denn ganz oft ist es so, das sie zwar auf Befehle wie "Sitz" od."Platz" noch reagiert (leider noch nicht auf Entfernung, da sind wir noch ziemlich am Anfang) aber anschauen tut sie mich dabei dann nicht (mein Avatarbild war auch so eine Situation. Sie saß aber schaute wie gebannt zu dem was sie gerade gesehen hatte).
Wie hast Du denn das "Halt" SO zuverlässig hinbekommen?

Liebe Grüße
Babs mit Madame Blauauge

Pauly



Beiträge: 4.691



30.10.2010 20:01
RE: War das so richtig? Zitat ·antworten

Zitat von Madame Blauauge
Wie hast Du denn das "Halt" SO zuverlässig hinbekommen?


Wie alles andere auch; geübt, bis es uns zu den Ohren raus kam.

Halt bevor wir einen anderen Hund begrüßen, Halt bevor wir die Straße überqueren, Halt im Garten, Halt im Haus. Wo man es einbauen und "absichern" konnte, mußte er "Halt!". Dafür wurde er gelobt bis fürstlich belohnt und durfte nach Freigabe das tun, was er grad am liebsten tun wollte (außer Wild jagen, da mußte er sich mit dem Dummy begnügen. Aber er durfte "Wild gucken".). Und irgendwann hatte es sich tatsächlich automatisiert; ein "HALT!" hat ihn in der Bewegung eingefroren. Das hat aber echt gedauert. Dafür funktioniert es heute noch, auch auf Entfernung.

Zitat von Madame Blauauge
@ Pauly
Auf Futterdummys hat sie bisher so gut wie gar nicht reagiert.



Beschreib doch mal, was du mit den Futterdummys gemacht hast.

Ich würde mal so raten, du hast den Dummy (mit wirklich lecker Futter drin!) dann nicht interessant genug gemacht.
Den Futterdummy natürlich dann auch erstmal ohne Ablenkung einführen, daheim oder im Garten. Und zuerst gehört er nur dir. Du hopst damit herum, du findest den ganz toll, schaust hinein, freust dich über die leckeren Sachen, inhalierst tief und lautsatrk den ach so leckeren Duft. Der Hund darf ihn nicht haben. Es ist deiner. Und wo du etwas so toll findest zu Haus, ein Wahnsinnsgewese drum machst...da reagiert dein Hund wirklich nicht drauf?*überleg*

_________
Liebe Grüße, Christiane mit Charly und Paula

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