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Dieses Thema hat 40 Antworten
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Das Neueste auf einen Blick



 Behaviour (öffentlich)
Seiten 1 | 2 | 3
blueeye Offline




Beiträge: 34

21.03.2010 20:55
Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Hallo. Ich weiß überhaupt nicht, ob ich hier im Richtigen Unterforum bin - also wenn nicht, dann setzt mich um ...

Wir (das bin ich und meine Hündin, 2 Jahre) sind ein tolles Team. Unsere Bindung ist unheimlich eng und wir harmonieren immer besser. Wir haben uns schon vielen kleinen Problemen gestellt und waren schon sehr oft erfolgreich.
Durch unser Leben zieht sich aber ein roter Faden und dieser nennt sich Ressourcen.
Neben Futter und Spielzeug gibt es eine Ressource, die um das 1000 fache "verteidigt" wird - und das bin ich. All ihr Verhalten zeigt sie ausschließlich bei Hunden - nicht beim Menschen.

Beispiel Futter:
Ich weiß, dass sie knurren würde, wenn es um Futter geht, darum gibt es diese Situationen einfach nicht bzw. diese werden so strukturiert, dass sie funktionieren.

Das gleiche bei Spielzeug. Allerdings ist sie da um einiges toleranter geworden.

Nun zu mir.
Beispiel heute. Sie saß bei einer Fortbildung in ihrer Box. Sie ist ihr bekannt und diese ist positiv verknüpft. Hier mussten z.T. aber Hunde vorbei. Solange ich in der Nähe war gab es ein lautes Donnerwetter. War ich nicht da, war sie vollkommen ruhig.
Sie hält Hunde auf Abstand (knurren/bellen), wenn ich dabei bin.

Kennt ihr dieses Verhalten bei eurem Hund?

Ich selbst möchte nicht mit Strafe oder Korrektur vorgehen, da ich nicht davon ausgehe, dass sie es lernt (evtl. für diesen einen Hund in dieser einen Situation aber sie wird es nicht übertragen). Lieber würde ich den Spieß umdrehen und diese Situationen so positiv wie möglich gestalten. Also Hunde gehen an uns vorbei und es gibt etwas zu Fressen. Aber auch das ist nicht immer möglich.

In immer mehr Situationen schenkt sie mir ihr Vertrauen, aber wenn es hierum geht, dann will sie doch immer noch die Führung übernehemn und die Situation klären. Bis heute ist mir nicht gelungen dies zu ändern...

Könnt ihr mir helfen?

Grüße

Schnuffelnase Offline



Beiträge: 5.204

21.03.2010 23:11
#2 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Mal eine kurze Rückfrage: bist du sicher, dass es darum geht, dass sie dich als Ressource betrachtet oder kann es sein, dass sie die Hunde generell lieber auf Abstand hätte, sich aber ohne deine Unterstützung an der Seite nicht traut, dazu was zu "sagen".

Ich frage das nur, weil bei unserem Nachbarshund eine solche Dynamik zutrifft. Bei ihm hat die andere Reaktion aber ganz sicher nichts mit der Bindung/Ressource zu tun, sondern mit "gemeinsam sind wir stark".

Das Verhalten, das du beschreibst, könnte im Grunde ebenso aus dieser Motivation heraus kommen, deswegen frage ich so explizit nach. Ebensogut könnte es natürlich auch wirklich so sein, wie du es einschätzt.

Mydog Offline

Direktorin des Zwockel-Zirkus und bekennend geschirrsüchtig sowie Tante Lupa (Admin)


Beiträge: 38.111

22.03.2010 11:41
#3 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Hallo ....?,

Ich habe Deine Frage in "Behaviour or: Why doesn't he behave himself?" verschoben. Das scheint mir die noch passendere Rubrik zu sein. Du wirst hier ganz sicher viele Antworten und auch Hilfe bekommen können. Schnuffelnase hat ja schon mal angefangen mit den Rückfragen, damit wir Dir auch ganz gezielt helfen können.

Ich möchte Dich aber bitten, Dich in der Rubrik "Scent Mark" auch noch vorzustellen, damit wir wissen, wer Du bist und was Du für eine Fellnase hast. Es wäre ganz lieb, wenn Du da noch ein wenig mehr erzählen würdest.




Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
------------------------
Der ist nicht klein, der ist ein Hundekonzentrat. :o)

blueeye Offline




Beiträge: 34

22.03.2010 21:23
#4 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Hallo.
Danke für's Verschieben - hab mich hier noch nicht zurechtgefunden :)
Werde meine Duftmarke setzen :) Danke für den Hinweis.

Ob ich sicher bin. Wäre ich sicher, hätte ich nen Plan. Ich kann sie wirklich schon in vielen Situationen gut lesen und verstehen, aber hier bin ich unsicher.
Sie ist kein Hund, der direkt jeden mag. Im freien Spiel ist sie oft grob und zeigt "dominierende" (ich mag das Wort nicht...) Handlungen und versucht das Spiel so zu spielen, wie sie es mag. Grundsätzlich ist es auch so, dass sie die Situationen regeln möchte und Hunden deutlich zeigt, dass sie wichtig ist und sie ihren Status anerkennen sollen. Sie schränkt andere in der Bewegung und ein neigt auch zum Mobbing. Andererseits kann sie auch ganz toll spielen und auch tolle Schnauzenspiele. Aber für andere Hunde ist es oft nicht leicht sie zu verstehen bzw. mitzuspielen.

In Bezug auf Menschen ist sie eher unsicher. Bellt, wenn sie nicht angefasst werden möchte. Ich habe die Situationen im Griff und schaffe es wirklich total gut, dass sie sich mittlerweile in allen Situationen wohl fühlt und dieses Verhalten nicht mehr zeigen muss, da sie mir vertraut.

Bei Hunden ist sie nicht unsicher. Da weiß sie was sie will. Ihre Körpersprache ist imponierend. Sie ist nicht souverän, sondern eher ein Proll.

Neben der Ressource Mensch (also ich) spielten ja auch Dinge wie ihre Box, meine Tasche, ihr Wassernapf eine Rolle, die unmittelbar daneben waren.
Bei der Begegnung mit anderen Hunden ist es so, dass sie versucht die Hunde von mir fernzuhalten. Meist bekommen ihr bekannte Hunde sie auch gleich bei der ersten Begegnung auf den Deckel - sie sagt ihnen anscheinend direkt wo der Hammer hängt.
Ich schaue, dass ich ihr in diesen Situationen ganz klar sage, dass ich jetzt dem Hund Aufmerksamkeit schenken will, dann ist es okay. Kommt der Hund aber zu mir und ich bin nicht schnell genug, geht sie zwischen mich und den Hund und drängt ihn weg oder knurrt ihn an.

Nein, ich glaub nicht, dass sie sich nicht traut - aber sicher bin ich da nicht.

blueeye Offline




Beiträge: 34

31.03.2010 00:15
#5 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Mhh... Hier ist es still geworden.

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.077

31.03.2010 01:34
#6 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Also, ich persönlich habe das Problem, daß Du sehr viel interpretierst, aber wenig wirklich schilderst. Nur ein Beispiel: Du sagst, sie weiß, was sie will, wenn es um Artgenossen geht, ist aber unsicher bei Menschen. Woher weißt Du das? Was für ein Verhalten zeigt sie denn genau, es wäre wichtig, daß Du es beschreibst, statt Motivationen aufzuzählen, von denen Du glaubst, daß sie die Deines Hundes sind.

Was ich aus Deinen Beiträgen rauslese, wobei das falsch angekommen sein kann, ich sage nur, wie ich es empfinde, ist, daß Du eine Superbindung zu Deinem Hund hast und er zu Dir. Sei mir nicht böse, aber wenn das so wäre, hättest Du keine Probleme, sondern Lösungen. Was Du berichtest, hört sich für mich spontan nach einem unsicheren Hund an, der nicht souverän genug geführt wird und daher die Dinge so angeht, wie es seiner hundlichen Logik entspricht.

Von der Annahme, der Mensch sei eine Ressource, halte ich dabei tendentiell wenig. Der Bezugsmensch eines Hundes sollte/müßte mehr sein, Sozialpartner im besten Fall. Ich habe auch Probleme damit, einem Hund zu unterstellen, daß er seinen Menschen soooooooooooo liebhat, daß er unbedingt alle anderen Hunde wegdrängen muß. Das misst uns Zweibeinern einen falschen Wert zu, finde ich, vor allem aber denken wir, wenn wir diese Motivation annehmen, daß wir ja nun mit jeder "Maßnahme", die wir ergreifen, nur erreichen würden, daß der Hund uns weniger oder gar nicht mehr liebhat. Dem ist aber nicht so. Du würdest Deiner Lütten das Leben garantiert erleichtern, wenn Du ihr helfen würdest, sich nicht aggressiv verhalten zu müssen, nicht mehr und nicht weniger.

Mein Problem mit Deinem Problem ist, daß ich nicht recht weiß, was Du willst. Du schreibst, daß Du nicht mit Strafe oder Korrektur arbeiten willst, sondern Deine Hündin füttern möchtest, wenn Leute oder Hunde an der Box, aus der sie rausknurrt, vorbeigehen. Gut, dann tu das doch und schau, wohin Dich das bringt. Was hält Dich davon ab, den Weg, den Du gehen möchtest, zu gehen? Und: Welche Alternativen gäbe es, wenn Du nur füttern, aber nicht mit Strafe oder Korrektur arbeiten willst? Und vor allem: Was verstehst Du unter Strafe oder Korrektur, also was genau lehnst Du da eigentlich ab?

Ich könnte mir vorstellen, daß diese und ähnliche Unklarheiten ein Teilbereich dessen sind, was die Zögerlichkeit der Antworten hier betrifft. Ich jedenfalls habe noch nicht recht eine Vorstellung davon, was Du mit ihm möchtest, denn Du willst ja vermutlich nicht einfach nur wissen, wie man "schönfüttert", oder?

Es wäre schön, wenn Du uns da auf die Sprünge helfen würdest, denn sonst kann Dir niemand vernünftige Antworten gebe, fürchte ich. Darüberhinaus hast Du sicher schon gemerkt, daß das hier eine doch eher persönliches Forum ist, in dem leider manchmal auch ein gewisses Mißtrauen entsteht, wenn jemand erst ohne sich vorzustellen, Fragen stellt, dann ein paar Zeilen der Vorstellung schreibt, aber weder Bilder vom Hund zeigt, noch ein bißchen was von sich selbst zu erzählen, außer, daß er ein tolles Verhältnis zu einem tollen Hund hat. Das klingt dann einfach nicht danach, daß dieser jemand Hilfe benötigen würde, finde ich, von daher: Etwas mehr Er- und/oder Aufklärung tut not, würde ich sagen. :-)

Viele Grüße
Barbara mit Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias, Lausbub Seppl und 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance)

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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Toni Offline

wo langjährig unschuldig sitzender Knasti entschädigt wird


Beiträge: 6.180

31.03.2010 08:51
#7 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Zitat von Elektra

Von der Annahme, der Mensch sei eine Ressource, halte ich dabei tendentiell wenig. Der Bezugsmensch eines Hundes sollte/müßte mehr sein, Sozialpartner im besten Fall. Ich habe auch Probleme damit, einem Hund zu unterstellen, daß er seinen Menschen soooooooooooo liebhat, daß er unbedingt alle anderen Hunde wegdrängen muß. Das misst uns Zweibeinern einen falschen Wert zu, finde ich, vor allem aber denken wir, wenn wir diese Motivation annehmen, daß wir ja nun mit jeder "Maßnahme", die wir ergreifen, nur erreichen würden, daß der Hund uns weniger oder gar nicht mehr liebhat. Dem ist aber nicht so. Du würdest Deiner Lütten das Leben garantiert erleichtern, wenn Du ihr helfen würdest, sich nicht aggressiv verhalten zu müssen, nicht mehr und nicht weniger.


Also, ich glaube schon, das es Hunde gibt, die "ihren" Menschen als "Ressource" verteidigen. Warum sollte das nicht so sein? Ich erkenne das auch immer wieder bei Tobi. Er ist ja einer, dar alles und jeden gerne für sich beansprucht. Das kann eine Pfütze sein, ein Mauseloch, eine Schnüffelstelle oder ein Pfleger, der gerade in der Gruppe ist und ihn streichelt.

Deshalb würde ich es bei Blueeye jetzt nicht einfach so abtun.

LG Nicole

**************
Liebe Grüße
Nicole mit "Stinkstiefel" Tobi, und Balou, meinem Bärchen, für immer im Herzen

"Ihr Hund mag Ihnen gegenüber vielleicht ungehorsam sein, aber den Gesetzmäßigkeiten des Lernens gehorcht er stets ausnahmslos perfekt."

Jean Donaldson

critter Offline



Beiträge: 729

31.03.2010 09:00
#8 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Mensch als Ressource - vielleicht es ist wieder die Sache mit Benennen?
Eine Beschreibung der Situation:
Ein Spazierengang mit dem Hund, ein anderer Hund kommt mit dem Halter. Hunde begrüssen sich freundlich, der fremde Hund läuft dann zu mir. Mein Hund versperrt den Weg zu mir und Knurrt. Fremder Hund geht weg, beide Hunde spielen.
Für mein Verständnis hat mein Hund kurz mich als "SEINS" vorgestellt und die Bereitschaft zu Verteidigung angekündigt. Wie sieht ihr das?
Barbara

Eisifrauchen ( gelöscht )
Beiträge:

31.03.2010 09:41
#9 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Warte auch gespannt auf Antworten......

Wobei mein Problem mit dem Problem ähnlich liegt. Blueeye spricht ja davon gerne mit Futter arbeiten zu wollen, schließt es aber gleichzeitig aus.

Zitat
Also Hunde gehen an uns vorbei und es gibt etwas zu Fressen.


und dann

Zitat
Ich weiß, dass sie knurren würde, wenn es um Futter geht,



Schnuffelnase und Elektra haben ja schon um genauere Beschreibung gebeten.

Die Situation die Critter beschreibt kenn ich so auch, wobei ich Hunde die Eisan gut kennt und mag streicheln "darf".

Auf dem Hundeplatz übe ich solche Situationen in dem ich ihn mit "Platz und Bleib" ablege, fremde Hunde streichle oder Menschen die Hand gebe. Auf dem höchsten Grad seiner Anspannung gibt es Click, zu Belohnung geh ich wieder zu ihm, gebe Lecker und beschäftige mich mit ihm.

Leider kann ich das noch nicht mit nach "draussen" nehmen. Bin also auch auf Anregungen gespannt.

Mydog Offline

Direktorin des Zwockel-Zirkus und bekennend geschirrsüchtig sowie Tante Lupa (Admin)


Beiträge: 38.111

31.03.2010 10:16
#10 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Ich fühle mich schon als Moglis "Ressource", die er für sich allein beanspruchen möchte und sehe das auch bei Barbara (critter) eigentlich so. Das schreibe ich bei Mogli allerdings nicht übergroßer Liebe zu sondern seiner ja durchaus berechtigten Erkenntnis, daß ich die Hauptquelle seines neuen, guten Lebens bin, die er absichern möchte.

Ziemlich deutlich ist das z.B. bei meinen Eltern zu erkennen. Sie betreuen ihn ja tagsüber und sie sagen, daß er dann sehr zugänglich ist und auch viel von ihnen gestreichelt wird und auch gestreichelt werden möchte. Bin ich allerdings dabei und er sitzt z.B. auf meinem Schoß, zeigt er schon mal die Zähne, wenn sie in meine Nähe kommen und würde ggf. auch schnappen, wenn sie ihn streicheln möchten oder zu nah an mich rankommen.

Das gleiche letzten Samstag, als ich ihn zu einer Einladung mitgenommen habe. Er ließ sich von allen gerne streicheln, außer wenn er bei mir war.

Auch ist es nach wie vor so, daß er häufig (nicht mehr immer) zumindest mitkommt, wenn mein Mann sich mir nähert. Ansonsten beachtet er ihn relativ wenig. Aber wenn er in meine Nähe kommt, wird er auch angespielt und dabei suptil abgedrängt oder er nimmt seine Hosenbeine zum Schnappen ins Visier.

Er geht auch grundsätzlich dazwischen, wenn ein anderer Hund zu mir kommt und versucht, diesen abzudrängen.

Ich bin daher grundsätzlich aufmerksam, wenn sich mir Mensch oder Hund nähern, wenn Mogli dabei ist. Streicheln lassen muss er sich selbstverständlich dann nicht. Das darf er auch kundtun und da sorge ich dafür, daß das unterbleibt.

Wenn ich allerdings Abwehrreaktionen sehe, nur weil sich mir jemand nähert (und vielleicht mich streicheln will ) sage ich leise aber bestimmt "nein" und er verliert dann auch das Privileg auf meinem Schoss zu sitzen. Ich setze ihn runter und kümmere mich dann bewusst intensiv um den betreffenden Menschen. Ist er dann brav, wird er direkt im Anschluß auch belohnt.

Er muss schon lernen, daß er nicht bestimmen kann, mit wem ich Kontakt habe.

Aber die Frage bleibt natürlich offen: sieht er mich als seine Ressource oder nicht?




Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
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Toni Offline

wo langjährig unschuldig sitzender Knasti entschädigt wird


Beiträge: 6.180

31.03.2010 10:54
#11 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Zitat von critter
Mensch als Ressource - vielleicht es ist wieder die Sache mit Benennen?
Eine Beschreibung der Situation:
Ein Spazierengang mit dem Hund, ein anderer Hund kommt mit dem Halter. Hunde begrüssen sich freundlich, der fremde Hund läuft dann zu mir. Mein Hund versperrt den Weg zu mir und Knurrt. Fremder Hund geht weg, beide Hunde spielen.
Für mein Verständnis hat mein Hund kurz mich als "SEINS" vorgestellt und die Bereitschaft zu Verteidigung angekündigt. Wie sieht ihr das?
Barbara


Ja, so kann man es sehen.

Zitat
Wenn ich allerdings Abwehrreaktionen sehe, nur weil sich mir jemand nähert (und vielleicht mich streicheln will ) sage ich leise aber bestimmt "nein" und er verliert dann auch das Privileg auf meinem Schoss zu sitzen. Ich setze ihn runter und kümmere mich dann bewusst intensiv um den betreffenden Menschen. Ist er dann brav, wird er direkt im Anschluß auch belohnt.


Ich finde das ist auch eine andere Situation. Ich persönlich habe Tobi selten, eigentlich nie, auf meinem Schoß sitzen oder nehme ihn auch nicht auf den Arm.
Dieses Phänomen kennt man doch eigentlich von kleinen Hunde, die "Oberwasser" haben, wenn sie sich auf dem schützenden Arm bzw. Schoß befinden.

LG Nicole

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Jean Donaldson

Mydog Offline

Direktorin des Zwockel-Zirkus und bekennend geschirrsüchtig sowie Tante Lupa (Admin)


Beiträge: 38.111

31.03.2010 11:02
#12 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Zitat von Toni
Ich finde das ist auch eine andere Situation. Ich persönlich habe Tobi selten, eigentlich nie, auf meinem Schoß sitzen oder nehme ihn auch nicht auf den Arm.
Dieses Phänomen kennt man doch eigentlich von kleinen Hunde, die "Oberwasser" haben, wenn sie sich auf dem schützenden Arm bzw. Schoß befinden.


Stimmt, kenne ich auch .

Allerdings glaube ich es bei Mogli eher nicht, weil er auch Abwehrreaktionen zeigt, wenn er zu diesem Zeitpunkt nicht auf meinen Schoß, sondern auf dem Boden ist und sich mir Menschen nähern. Bei meinem Mann z.B. kommt er dafür oft extra mit zu mir..............




Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
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Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

31.03.2010 11:04
#13 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Ich kenne diese Ressourcenverteidigung von Lumpi auch. Bei ihm ist es wohl so, dass ich seine mobile Sicherheitszentrale bin. Wenn er zu mir kommt, fühlt er sich sicher (hat ja lang genug gedauert). Dann darf aber auch kein anderer Hund in unsere Nähe, er wird weggeknurrt. Also denke ich, dass nicht unbedingt ich als Person die Ressource bin, sondern der Schutz, den er bei mir bekommt.

Aber zum eigentlichen Thema von blueeye müsste man wirklich mehr Infos zu gezeigten Verhaltensweisen haben.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

blueeye Offline




Beiträge: 34

31.03.2010 14:34
#14 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Ich muss noch ein bisschen überlegen, lese aber fleißig mit und melde mich im Laufe des Tages...

blueeye Offline




Beiträge: 34

31.03.2010 17:58
#15 RE: Die Sache mit der Ressource Zitat · Antworten

Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll...

Vielleicht schilder ich einfach mal zwei Situationen, die mir passiert sind. Das eine hat etwas "mit mir als Ressource" zu tun und das andere allgemeines Verhalten gegenüber Hunden.

1. Wir gehen schon mal mit einer Bekannten spazieren. Sie hat zwei Hunde (Aussies). Eine Hündin (1 Jahr) und ein Rüde (7 Jahre).
Wenn diese Hündin oder der Rüde zu mir kommen, dann geht sie klar dazwischen, rümpft die Schnauze und schickt den anderen weg.
Springt einer an mir hoch, dann ist es auch schon mal so, dass sie bellt und noch deutlicher sagt, dass sie das nicht will.

2. im Spiel: Sie zeigt viele Anzeichen "dominanten" Verhaltens aber auch hütende Elemente. Sie ist unheimlich grob und neigt zum Mobbing. Spielzeug/ Stöckchen oder sonst was gehören ihr und da darf auch keiner dran. Da wird genurrt oder weggeschnappt.

3. gestern auf dem Hundplatz: Jessie liegt im Down und wartet - das war die Übung. Eine andere Hündin kommt von einer anderer Stelle des Platzes und kommt bei ihr vorbei. Jessie springt auf, raunzt die Hündin an und springt auf sie zu, so dass sie sich überschlägt. Die Hündin geht, alles ist vorbei.

4. ebenfalls auf dem Hundeplatz: Die Hündin (gleiche wie bei 3) ist auf der Terasse hinter dem Geländer. Jessie geht an ihr vorbei und zeigt deutlich eine gerümpfte Schnauze.

5. Wir sind viel auf Fortbildungen. Sie liegt auf ihrer Decke, jeder, der vorbei kommt wird doof angemacht (knurren, bellen). Sie ist in ihrer Box, gibt keinen Ton von sich, solange ich nicht da bin. Sobald ich da bin geht es los.

6. Situation mit Welpen oder kleinen Hunden: ohne groß nachzudenken, werden diese in die Schranken gewiesen. Heißt: Bewegungseinschränkung, Nackenstoß.

WIE sage ich meiner Hündin DEUTLICH, dass ich entscheide (bei 1), wer an mich heran darf und wer nicht?

Habt ihr jetzt einen Eindruck bekommen?

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