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yashilica



Beiträge: 1.301


22.03.2008 00:12
Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten
Rück mal ein Stückerl Amelie, dir geht es ja schon wieder besser, jetzt brauch ich ein Platzerl auf der Frustbank:
Wahhhh, ich muss einfach meine Frust loswerden und ich denke ich "parke" meinen Beitrag hier im richtigen Thread.

Ich dache, ich wüsste in etwa, was ich mir ins Haus hole, als ich eine Shiba wählte - dachte ich zumindest, denn ich habe jeden Schnippsel über die Rasse gelesen und meine Freundin hat eine mittlerweile 6 Jährige Shibahündin. Und ich dachte, der Hund wäre perfekt für mich/unsere Familie.

Nun ist eine Shiba letzten April bei uns eingezogen - Yashi wurde im Feber ein Jahr alt. Sie ist von einem sehr verantwortungsvollen Züchter, hat ausreichend Sozialkontakte mit Mensch (jung und alt) und Tier gehabt bis zur 10. Lebenswoche-. War bereits an die Leine gewohnt als wir sie bekamen und beinah stubenrein. Und von Anfang hatten wir unsere große Freude an ihr! Sie ist lernfreudig, aufgeschlossen und freundlich, spielfreudig und einfach ein Schatz.

UND: Seit sie ca. 9 Monate alt ist, ist sie zugleich ein Rabenaas, eine Jägerin, einer Strawanzerin, eine richtige Lauserin.... grrrr! Kurz: die Pubertät hat sie voll im Griff.

Das erste Mal ist sie meinem Mann in der Vorsilvesternacht beim Rodeln am Berg abgehauen (ohne dass da irgendwas geknallt hätte) und wir fanden sie erst anderntags wieder. Da dachte ich noch - das wäre gewesen, weil sie meinem Mann nicht so sonderlich gehorcht - sie ist eben eindeutig mein Hund. Das nächste Mal war es aber dann bei mir - 2 Monate später - da war sie gerade mal ein Jahr alt. Sie blieb auch nicht so lange aus wie beim ersten Mal - in etwa 15 Minuten - aber es reichte, dass ich mir bereits große Sorgen gemacht habe.

Und nun seit unserem Aufenthalt in der Steiermark (in der sehr viel Niederwild rum ist und wir sie nur an der Leine hatten) merke ich, dass mit unserem vormlas überwiegend folgsamen Hund eine Wandlung passiert. Sie ist zwar desöfteren kurz auf Streif gewesen, wenn wir spazieren waren - das waren aber im Maximum fünf Minuten, dann war sie wieder da. Wenn ich nach ihr gepfiffen habe, auch eher schon. Und das passierte auch nur, wenn ich mit Kindern und Hund oder mit Freudnin und Hund am Weg war - nie mit ihr alleine, da hatte ich sie immer voll im Griff (naja meist .

Nachdem Yashi voll in der Pubertät erblüht ist, nehmen ihre Kurzausflüge in die "Umgebung" in letzter Zeit zu. Es ist zwar nie für lang (max 5 Minuten),aber in der Zwischenzeiten bin ich ein Nervenbündel. Es läuft immer ähnlich ab. Erst bleibt sie ine Weile bei mir in der Nähe, kommt auch immer freudig, wenn sie mal weiter weg war. Dann hat sie irgeneine Fährte oder was eigenes im Kopf. Sie stürmt los, ich ruf "Steh" - meine Fellnase gibt erst recht Gas. So hab ich mich nun fürs Schleppleinetraining entschieden.

Mittlerweile haben wir vier Tage Schleppleine "hinter uns". Die Gefühle sind gemischt. Ich würde gern etwas darüber erzählen und ein paar Fragen loswerden, die sich aufgetan haben.

Ich habe eine 10 m Reepschnur besorgt, die ans Geschirr angeclickt wird. Nun gehen wir also wie zuvor an "normaler" Leinenlänge von zu Hause los. An der Wiese bleib ich stehen beug mich zu ihr "Schau" und clicke am Karabiner "Saus" - das war ursprünglich das Signal für offline.

Ich dachte, ich behalte das Zeremoniell bei - da ich hoffe, dass das Schleppleinentraining nur interimsmäßig nötig ist. Ich weiß, dass uns nun wohl so ein Jahr der Arbeit vor uns liegt, aber noch träume ich doch von Spaziergängen durch Wald und Wiese ohne Leine für sie und mich.....

Yashi stürmt meist nicht gleich los, sondern zieht eher in Kreisen um mich herum über die Wiese auf der Suche nach Wühlmäusen ect.. Ich mach weiter auf unseren Gängen Such- und Lockspiele, lass sie aber auch einfach frei an der Leine rumhüpfen, Maulwurfshügel buddeln ect. alles eben innerhalb der 10m. Das Ende der Leine halte ich in der Hand. Außer, wenn sie mit ihren Hundefreunden über die Wiese tobt, dann lass ich sie mit der Schleppleine los.

Bis dato ist sie schon mal in die Leine reingesaust - sie wollte losdüsen, ich rief "Steh" aber sie ignorierte das komplett und gab - ihrer neuen Gewohnheit nach Gas - bis die Leine zu Ende war.

Daneben ist ihr aber ein solcher kurzer Ausbruchsversuch geglückt, als sie direkt vom Spiel abzischte. Ich bin mir die Seele aus dem Leib gesprintet, aber leider immer gerade neben das Ende der Leine gesprungen. Sie wurde dann aber doch wieder langsamer und so konnte ich sie erwischen - vollkommen außer Puste.

1:1 also

Ich hätte aber eben auch Fragen an jene, die schon länger "schleppen":

Wie macht ihr das? Lasst ihr sie beim Toben mit anderen Hunden an der Schleppleine? Macht ihr sie los? Lasst ihr sie nur mit der Leine an Eurer Hand spielen? Lasst ihr sie gar nicht Spielen? (Ich sag gleich dazu: wir haben keinen Garten, leider und es gibt auch keine Spielwiese in der Nähe)

Lasst ihr sie in die Leine laufen? Warnt ihr sie verbal vor, wenn die Leine zu Ende ist? Ich sag jetzt immer kurz vor dem straff werden: "dableiben". Ich meine das nicht fürs Losspurten, sondern für den "Normalfall", wenn sie im Zuge des normalen Vorauslaufens ans Ende kommt, "vorwarnen" soll? Ich dachte nämlich, wenn ich das tue, dann hab ich für später (sollte es denn jemals dieses goldene Zeitalter geben) ein Kommando haben, dass sie sich nicht noch weiter entfernt. Bis sie in ihre Ausbüchsphase kam, verstand sie "Dableiben" als Auffruf, nicht weiter wegzulaufen sondern im Radius um mich zu bleiben.

Generell versuche ich mich so zu benehmen, als wäre sie - sobald ich die Schleppleine ausrollen lasse - frei.

Für Erfahrungen und Ratschläge wäre ich sehr dankbar!

Conny

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 38.973



22.03.2008 01:48
RE: Auch total frustriert Zitat ·antworten

Zitat von yashilica
ich muss einfach meine Frust loswerden und ich denke ich "parke" meinen Beitrag hier im richtigen Thread.



Jeder Frust ein eigener Thread. ;-)

Insbesondere, wenn Du Rat u.ä. willst, möchte ich doch nicht, daß der Beitrag untergeht. Und man behauptet, hier werde viel geschrieben. Soviel, daß man Urlaub brauche, um nachzukommen. Da wollen wir es doch den Osterurlaubern wenigstens leicht machen, Dich zu finden. :-)

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa und Kuschelbub Parcifal sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenhund Ben und Spitzbub Ilias

----

"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

Denise



Beiträge: 26


22.03.2008 16:09
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten

Hallo Conny,

Zitat von yashilica
Außer, wenn sie mit ihren Hundefreunden über die Wiese tobt, dann lass ich sie mit der Schleppleine los.


Grundsätzlich besteht da halt immer die Verletzungsgefahr... Deshalb würde ich beim Spielen offline gehen oder - so habe ich es mit Moritz ab und an gehandhabt - nur mit einem Spielpartner und hochkontrolliert an schleppender Leine. Die Gefahr besteht darin:

In Antwort auf:
Daneben ist ihr aber ein solcher kurzer Ausbruchsversuch geglückt, als sie direkt vom Spiel abzischte.


Wenn sie jagen will, dann ist das Spiel nicht wichtig. Wenn ihr eine Fährte in die Nase weht, dann ist sie wahrscheinlich weg. Und das gilt es auf jeden Fall zu verhindern und das hat im Moment Priorität, denn sie sollte auf gar keinen Fall einen weiteren Erfolg haben. Schon das Hetzen ist selbstbelohnend - da werden ganz viele Endorphine freigesetzt. Eine mir bekannte Jägerin spricht immer vom "anfixen" - ist ein ziemlich treffendes Bild.

Ich kann mich gut erinnern, wie mir ein neunmalkluger Hundebesitzer sagte: "Lassen Sie Ihren Hund ruhig los, wenn die miteinander spielen, läuft der nicht weg!" - Falsch, für den echten Jagdgeier, der auf eigenständiges Jagen selektiert wurde, ist die soziale Attraktion keinesfalls stärker. Moritz ist damals mitten aus wildem Spiel (wie von der Tarantel gestochen) ins Gebüsch abgedüst und hat mir tatsächlich ein Kaninchen gebracht (soviel dann zu neunmalklugen Aussagen wie "Der kriegt die sowieso nicht!").

In Antwort auf:
Bis dato ist sie schon mal in die Leine reingesaust - sie wollte losdüsen, ich rief "Steh" aber sie ignorierte das komplett und gab - ihrer neuen Gewohnheit nach Gas - bis die Leine zu Ende war.


Ich hoffe, sie wird am Geschirr geführt?!
Das ist anfangs halt so - aber dafür ist die Leine ja dran - um den Hund halt zu stoppen; das wird sich bald geben.

In Antwort auf:
1:1 also.


Ob sie das so sieht, wage ich zu bezweifeln...


In Antwort auf:
Warnt ihr sie verbal vor, wenn die Leine zu Ende ist? Ich sag jetzt immer kurz vor dem straff werden: "dableiben". Ich meine das nicht fürs Losspurten, sondern für den "Normalfall", wenn sie im Zuge des normalen Vorauslaufens ans Ende kommt, "vorwarnen" soll? Ich dachte nämlich, wenn ich das tue, dann hab ich für später (sollte es denn jemals dieses goldene Zeitalter geben) ein Kommando haben, dass sie sich nicht noch weiter entfernt. Bis sie in ihre Ausbüchsphase kam, verstand sie "Dableiben" als Auffruf, nicht weiter wegzulaufen sondern im Radius um mich zu bleiben.


Ist "Dableiben" denn als Kommando kaputt?! Ich meine, hat sie es mehrfach ignoriert?! - Dann würde ich ein neues Signal für die Ankündigung des Leinenendes einführen (z.B. ein einfaches Zungenschnalzen oder "Ende!"). Das ist auf jeden Fall sinnvoll, so wie du es auch schon beschrieben hast.

In Antwort auf:
Generell versuche ich mich so zu benehmen, als wäre sie - sobald ich die Schleppleine ausrollen lasse - frei.


Nice try - aber der Hund weiß schon, dass er an der Leine ist... Nutze die Leine als Kommunikationshilfe. Der Hund soll wissen, dass du jederzeit auf ihn Zugriff hast. Wenn du ein Kommando gibst - dann kannst du es (dank der Leine) durchsetzen. Und das muss jetzt in Hundis Hirn.
Wie es mal wird, wenn wir ohne Leine laufen wollen - das kriegen wir später!!!

yashilica



Beiträge: 1.301


22.03.2008 23:34
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten

Also erst mal: ja - Yashi ist an der Schleppleine nur am Geschirr - ich will ja nicht, dass sie sich halb erdrosselt.

Beim Spiel mit anderen Hunden - bis jetzt war es immer nur einer und der ohne Leine - da ging das recht gut, aber Du hast natürlich recht, die Verletzungsgefahr ist schon größer. Ich habe halt eher die Chance zu reagieren, sobald das Spiel sie irgendwie langweilt.

Zu ihrem geglückten Ausbruchsversuch beim Spiel - im Nachhinein betrachtet war das schon nicht mehr in der "heißen Phase" des Spiels, eher im Zuge eines Nachhakens des anderen Hundes, auf das sie halbherzig eingegangen ist (Jaaa, ich lerne meinen Hund zu lesen - ich versuchs zumindest ) Beim nächsten Mal nehm ich die Schleppleine halt schon unmittelbar nach dem ersten off wieder auf. Wobei ich immer noch am Überlegen bin, ob ich sie während der Anfangsspielphase nicht doch offline lasse - da erscheint sie mir so fixiert auf das Spiel, dass das Abzischen relativ gering wahrscheinlich ist - ich muss halt aufpassen wie ein "Haftlbeißer", dass ich den Zeitpunkt nicht verpasse.

Tja, ich weiß das mit dem so tun als ob ist natürlich für den Hund ganz offensichtlich - wollte eben nur das Ritual beibehalten... und noch träum ich ja doch von den Zeiten in weiter Ferne, den Zeiten ohne Leine.....

Ach ja - heute Abend war ich mit Freundin und deren Hund draußen. Hab Yashi extra vorher nicht gefüttert und kleine Stückerln Extrawurst (in D glaub ich heißt die Fleischwurst oder so?) mitgenommen - was soll ich sagen - sie hat zuerst wie verrückt mit dem anderen Hund gespielt und bei jedem Ruf meinerseits kam sie promptest angesaust - mein kleiner Freßsack

Von irgendwelchen Ausbüxereien war keine Rede - ich werde nur mehr mit einer hungrigen Yashi rausgehen.

Conny

Sonora


22.03.2008 23:45
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten

Hey Yashilica,
wir haben von Anfang an auch mit Kommandos gearbeitet- bevor Kepri bitter in der Leine bremste, wir verwendeten " Halt", das funktioniert heute richtig gut, auch wenn Kepri nur schleppt. So lernte sie an der Schleppleine schonmal ihren Wirkbereich kennen- tatsächlich hält sie diesen heute meist ein.
Ansonsten- klar, die Belohnung muss dem Hund schmecken!

Im Übrigen sind wir noch heute mit der Schleppleine unterwegs, denken aber nicht daran einzugreifen- meist nicht nötig. Wir benutzen heute 3 verschiedene Längen, abhängig vom Erregungszustand bei Kepri. Hier fängt langsam das Paarungsspiel der Hoppler an, heisst für uns- Leine dran und keine Experimente.
Auch wir träumen von einer komplett leinenlosen Kepri- noch ein langer Weg.

Claudia


22.03.2008 23:48
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten

Hallo Conny,
ich hab ja auch so einen nordischen Sturrkopf.
Ich arbeite auch viel mit der Schleppleine. Wenn ich mit Ayla allein unterwegs bin habe ich imemr die Schleppleine dran und halte auch das Ende in meiner Hand. Während wir unterwegs sind rufe ich Ayla immer mal wieder zu mir zurück und gebe Leckerchen. Ich versuche (was mir nicht immer gelingt) die Schleppleine locker zu halten. D.h. wie auch Du bereits geschrieben hast, sie nicht in die Leine laufen zulassen! Sie soll ja das "Gefühl" haben frei zu laufen (Okay, der Hund ist schlauer und weiß genau, dass er an der Leine ist). Beim Spielen kommt es darauf an wen wir treffen und wie die Tagesform von Ayla ist . Das entscheide ich von Fall zu Fall. Wenn es mehrere Hunde sind leine ich sie ab, da es einfach zu viele Verwicklungen gibt. Ich muß aber auch dann genau den Punkt abpassen (wenn die Dynamik aus dem Spiel raus ist), um Ayla noch frühzeitig abrufen zu können.
Ich habe die Hoffnung noch nicht aufgegeben und übe fleißig weiter. Ayla ist ja auch gerade mal 13 Monate alt, da arbeitet ja auch noch die Zeit für uns.

Denise



Beiträge: 26


23.03.2008 10:15
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten

Zitat von yashilica

Ach ja - heute Abend war ich mit Freundin und deren Hund draußen. Hab Yashi extra vorher nicht gefüttert und kleine Stückerln Extrawurst (in D glaub ich heißt die Fleischwurst oder so?) mitgenommen - was soll ich sagen - sie hat zuerst wie verrückt mit dem anderen Hund gespielt und bei jedem Ruf meinerseits kam sie promptest angesaust - mein kleiner Freßsack

Von irgendwelchen Ausbüxereien war keine Rede - ich werde nur mehr mit einer hungrigen Yashi rausgehen.


Aber das ist doch ein guter Ansatzpunkt. Wenn Futtermotivation klappt - ist doch super. War bei Moritz leider gar nicht so. Ich habe mal auf einem Seminar eine "Trainerin" kennengelernt, die hat ihren Hund erstmal zwei Wochen hungern lassen und dann nur noch über Futtergabe gegen Kooperation gearbeitet. Sie war damit sehr erfolgreich - der Hund beherrschte z.B. ein Super Down. Allerdings ist für mich da mit genauso großem Zwang gearbeitet worden, wie bei der herkömmlichen Jägermethode... sie sah das anders. Na ja, auch ein Weg... Aber wo ich eigentlich drauf hinaus wollte:
Ich kann mit den geschlossenen Denksystemen von Hundegurus nix anfangen, aber du hast ja schon geschrieben, dass ihr ein bisschen Lind-Art gemacht habt... Vielleicht solltet ihr vom Herrn Nijboer den Futterbeutel dazu nehmen?! Muss ja nicht puristisch übernommen werden. Natural Dogmanship geht ja auch schlimm über die Dominanzschiene und reduziert alles auf das "gemeinsame" Jagen mit dem Hund - aber grundsätzlich ist diese Futterbeutel-Idee für Jäger ja eine gute Idee, wenn sich denn der Hund dazu motivieren lässt. Wenn du dann noch mit besonderen Schmankerln arbeitest, wie z.B der Wurst oder Hähnchenherzen oder so, dann wäre das doch vielleicht was.

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 38.973



23.03.2008 13:07
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten

Vernünftige Ansichten, Denise. Bin mal wieder schwer beeindruckt. Münsteraner eben. Und Pöttis. ;-)

Zwei Wochen hungern lassen, das würde ich persönlich schlicht für tierschutzrelevant halten. Grummel.

Den Hund etwas tragen lassen, der jagen will, ist übrigens nicht nur vom Nijboer, das hat der Bloch schon ne Ecke früher gesagt. Nur nicht so gurumäßig verkauft und in Ideologie eingebettet. Einfach so, als Trick. :-)

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa und Kuschelbub Parcifal sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenhund Ben und Spitzbub Ilias

----

"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

Denise



Beiträge: 26


23.03.2008 15:16
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten

Ja, worunter der arme Herr Bloch ja schwer zu leiden scheint, dass ihm alle in der Öffentlichkeit den Rang ablaufen... Na, aber das ist hier absolut off topic.

Amelie



Beiträge: 1.911


23.03.2008 17:51
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten

Hey yashilica,

ich kann dich sooo gut verstehen. Aber du wirst sehen, es wird auch dir bald wieder besser gehen.

Bei Hundebegrüßungen im Wald und Spielereien kommt Lucie zwar schon runter von der Schleppleine, aber nur für die Erstbegeisterung und unter genauer Beobachtung. Bei ihr kann nämlich schnelles Rennen (eigentlich im Spiel) den Jagdmodus auslösen und sie biegt dann aus dem gemeinsamen Rennen ab in den Wald.

Wenn yashi auf die Leckerlis so gut anspricht, dann würde ich damit weiter machen und weiterhin die Schleppleine dran lassen. Wenn sie dir jetzt zu oft abhauen würde, dann wird es erst recht verdammt schwer.

Ich bin von offline momentan auch wieder überwiegend auf Schleppleine gewechselt, aber die hätte ich wegen der Setzzeit eh bald wieder dauerhaft ausgepackt, also was soll's.

Kopf hoch! Wie wir beide gesehen haben, sind wir hier nicht alleine mit unseren Jägern!
LG Amelie


yashilica



Beiträge: 1.301


24.03.2008 22:54
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten
Bei soo viel positivem Zuspruch geht es einem ja schon von alleine gleich um vieles besser. Es ist ein sehr gutes Gefühl, nicht allein zu sein!!!!!

Zwar haben gleich mehrere meiner Freunde selber Hunde - zwei sogar fast im gleichen Alter. Die eine hat einen Pudel und die andere einen Wolfspitz. Da kommt einem schon manchmal der Neid hoch, wie deren Fellnasen sich immer wieder sich versichern, wo der Mensch abbleibt, während du alle Hände voll zu tun hast, dein Energiebündel bei dir zu halten :oops:

Aber deswegen würde ich nie und nimmer tauschen wollen - auch wenn die beiden anderen Hunde ganz liebe sind - ich weiß, was ich an meinem Shiba hab!!! Und die nordischen sind für mich halt was ganz Besonderes - gell Claudia?

Ich war halt anfangs sehr gefrustet, als ich mir eingestehen musste, dass ich nun doch zu Schleppleine greifen muss.

Die Idee mit dem Futterbeutel aus dem letzten Dogs fand ich prima. Werde so etwas demnächst mit Yashi ausprobieren - möchte es zwar auch nicht so ausschließlich betreiben wie in demArtikel vorgestellt, es sit aber sicher ein gute Möglichkeit, sich interessant zu halten.

Mittlerweile haben wir schon eine Woche an der Schleppe hinter uns und ich seh es nicht mehr so negativ. Yashi hat an der Schleppe auch 'ne Menge Spass - und das Ausmaß der 10m hat sie schnell abgecheckt. Sie ist nur anfangs öfter "reingelaufen" bis sie anstand - mittlerweile bleibt sie meist von selbst stehen, kurz bevor die Leine zu Ende ist und wartet auf mich. Ich lobe sie auch jedesmal gaaanz fest.

Heute hab ich erstmals das Ende der Leine am Boden mitschleifen lassen, anstatt das Ende festzuhalten während wir beim amilienspaziergang Versteckspiele und Suchspiele gemacht haben und sie war immer ganz bei der Sache - kein einziger Ausbüchversuch. Die Schleppe wird ihr wohl noch eine ganze Weile bleiben, aber so wie es sich jetzt mal anlässt, ist es nicht die totale "Beschneidung ihrer Freiheit", als die ich es anfangs irgendwie empfunden habe.

Ach ja, damit sie in ihrem Laufdrang auch nicht zu kurz kommt, möchte ich in Hinkunft auch vermehrt mit ihr mit dem Rad zur Arbeit fahren. ca 15-20 min Strecke) Samstag hab ich es wieder mal ausprobiert. Ihr solltet mal sehen, wie sie saust, da schaut sie nicht links und nicht rechts und danach hat sie gegrinst sie von einem Plüschohr zum anderen. :D

Und wenn sie nicht mehr mag? Dann geht es ab auf dem Kindersitz - da wird sie festgeschnallt (das ist sie von klein auf gewohnt) und thront wie eine Kaiserin. Letzten sommer waren wir die Attraktion der Volksschule, wenn wir allmorgendlich angefahren kamen

Foto folgt demnächst....

Conny

Claudia


24.03.2008 23:21
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten

Zitat von yashilica

Aber deswegen würde ich nie und nimmer tauschen wollen - auch wenn die beiden anderen Hunde ganz liebe sind - ich weiß, was ich an meinem Shiba hab!!! Und die nordischen sind für mich halt was ganz Besonderes - gell Claudia?

Gebe Dir absolut recht!!!

Die Idee mit dem Futterbeutel aus dem letzten Dogs fand ich prima. Werde so etwas demnächst mit Yashi ausprobieren - möchte es zwar auch nicht so ausschließlich betreiben wie in demArtikel vorgestellt, es sit aber sicher ein gute Möglichkeit, sich interessant zu halten.



Hey Conny,
habe bei Ayla auch den Futterbeutel im Einsatz und fange gerade erst wieder an sie aus dem Freßnapf zu Füttern.
Tipp von mir: Falls Du Yashi mit Trockenfutter fütterst, füll einfach eine Portion in den Futterbeutel und übe dann. Hat den Vorteil, dass nicht zu viele Leckerchen gegeben werden müssen. Für besondere Leistungen gibt es natürlich das Super-Leckerchen.

yashilica



Beiträge: 1.301


26.03.2008 09:25
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten

Naja, danke Claudia für den Tip, aber ich werde den Futterbeutel nur bedingt einsetzen können, da ich eigentlich roh verfüttere (weiß nicht, ob das echtes Barfen ist, aber Yashi kriegt Kopffleisch mit Karotten und Flocken/Nudeln oder was in der Art mit Distelöl) - und das macht sich im Beutel nicht so gut

Aber derweil sind wir ganz gut am arbeiten. DAnke nochmals für deine Anteilnahme!

Conny

yashilica



Beiträge: 1.301


29.03.2008 21:52
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten

Heute hatte ich auch wieder ein Erfolgserlebnis - im Wald trafen wir eine Hundefreundin von Yashi und als die beiden durch Unteholz jagten hab ich sie dann losgemacht, weil die Verwicklungsgefahr doch recht groß ist. Zu Anfang hat sie sich an einem Baumstamm beinah festgezurrt Die beiden haben eine Weile getollt und ich habe aufgepasst wie ein "Haftlmacher" um den Zeitpunkt zu erwischen, wo das Spiel nicht mehr so spannend für Yashi ist. In dem Moment hab ich sie freudigst gelockt und gerufen - und was soll ich sagen? sie kam!!!!! In meinem geistigen Auge sah ich sie schon ins Unterholz durchstarten, aber nein, sie kam freudigst angesaust und holte sich ihren "Jackpot" War ein SUPER Gefühl.

Conny

Claudia


29.03.2008 22:30
RE: Fragen zum Schleppleinentraining Zitat ·antworten

Zitat von yashilica
In dem Moment hab ich sie freudigst gelockt und gerufen - und was soll ich sagen? sie kam!!!!! In meinem geistigen Auge sah ich sie schon ins Unterholz durchstarten, aber nein, sie kam freudigst angesaust und holte sich ihren "Jackpot" War ein SUPER Gefühl.


Hast Du sie dann direkt wieder angeleint oder nochmals frei laufen lassen?

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