Sie sind noch nicht angemeldet. Klicken Sie hier und lassen Sie sich kostenlos registrieren, um weitere Rubriken zu sehen und zusätzliche Lese- und Schreibrechte zu erhalten. Impressum 
Bilder Upload
| Übersicht | Suche | Registrieren | login |
| Hundeschule | Aggressionshund | Tierschutz | Toughstuff | Lennie | Impressum/Datenschutz

Anmeldung bitte hier
Dieses Thema hat 33 Antworten
und wurde 2.614 mal aufgerufen

Das Neueste auf einen Blick



 Behaviour (öffentlich)
Seiten 1 | 2 | 3
Nicole Offline




Beiträge: 17

28.03.2009 13:15
Hilfe ... Zitat · Antworten
... wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären!

Hallo zusammen

Nach einer kurzen Duftmarke würde ich hier gerne die "ganze Geschichte" zu Oskar erzählen und hoffe auf die einen oder anderen Ratschläge....

Anfang Januar 09 haben wir Oskar übernommen. Er ist ein Kurzhaarweimaraner, nicht kastriert (nicht jagdlich geführt) er wurde am 23. März ein Jahr alt. Seine Vorbesitzer (beide Ende 30) ohne Kinder machten auf uns einen netten aber total überforderten Eindruck.
Der Hund war 90% mit dem Mann zusammen, der ihn mit zur Arbeit (im Haus seiner Eltern) nahm wo noch der Hund seiner Eltern ein Neufundländer war. Oskar war bis jetzt nie allein ausser
im Auto. Die Frau hatte nach der Beissattacke (die angeblich die erste überhaupt war, aus angeblich völlig unerklärlichen Gründen) solche Angst vor Oskar dass es ihr unmöglich war sich alleine in einem Raum mit ihm aufzuhalten, Nachts da schloss sie sich im Schlafzimmer ein und ihr Mann übernachtete mit Oskar im Wohnzimmer.
Sie war aber die jenige die mit ihm in die Welpenschule / Hundeschule ging, wo sie dann gesagt kriegte dass der Hund ein Konzentrationsproblem habe und nicht mehr hingehen konnte weil er die Gruppe störte, wir haben von Oskar eher den gegenteiligen Eindruck.
Als wir den Hund anschauen gingen trafen wir uns auf neutralem Territorium und machten alle zusammen einen langen Spaziergang
im Wald, sie wohnen sehr abgelegen, kein Mensch oder Hund weit und breit. Oskar machte einen sehr zurückhaltenden, sich selbst überlassenen Eindruck auf uns. Am Ende des Spaziergangs sind wir dann an einem Restaurant vorbeigegangen wo eine Frau rauskam die die Besitzer kannten. Oskar ist darauf unangeleint stehen geblieben hat den Kamm gestellt, Rute oben, Besitzer und wir sind nach kurzer Begrüssung weitergelaufen. Als wir hundert Meter weiter waren, wurde er dann abgerufen und ist auch gleich gekommen es dauerte aber einen Moment bis er wieder entspannt war. Wir nehmen an das Oskar null sozialisiert wurde.
Als wir zu ihnen ins Haus sind hat sich Oskar nicht gross für uns interessiert, ist eher ausgewichen, wir haben ihn auch ignoriert.
Nach einem langem Gespräch das nicht sehr aufschlussreich war sind wir dann 20 minuten mit ihm alleine raus. Wir haben ihn dann auf einer Wiese abgeleint und mit ihm ein Paar Sachen gemacht die er noch nicht kannte. Er hat schnell begriffen und auf jedes Signal sofort reagiert, ein Blick reichte um ihn zu korrigieren.
Sonst machte er bei Geräuschen ect einen sehr unsicheren Eindruck. Wir waren von seinem positiven Verhalten sehr beeidruckt und haben die negativen Punkte den Vorbesiztern zugeschrieben. Er schreite regelrecht nach Führung und wir hofften dass sich die Unsicherheit damit geben würde.
Wieso dieser Hund seiner Besitzerin das Gesicht so zugerichtet hatte für war uns genau so unklar wie für die Besitzer. Als wir das zweite Mal hinfuhren um ihn abzuholen, hat er beim betreten des Hauses zwar richtig kräftig gebellt und ist an uns hochgesprungen hat aber nicht nach uns geschnappt oder sonst gedroht und nach einer Weile hat er sich wieder entspannt. Er hat sich auch von uns anfassen lassen, war aber nach wie vor eher zurückhaltend und eher angespannt. Die Besitzer haben uns noch einige "wertvolle" Tips mitgegeben und eine riesen Packung Bachblüten Tabletten die sie ihm wohl öfter verabreichten. Als wir ihn abholten haben sie ihm anscheinend schon 3 Stück verabreicht. Was uns auch stutzig machte war die Aussage dass wenn er mal nervt oder keine Ruhe gibt könnten wir einfach den Staubsauger rausholen, davor fürchte er sich und verziehe sich unter einen Tisch, somit hätten wir eine Zeit Ruhe. Das hat uns doch schon sehr gewundert und wir haben daraus geschlossen dass die Besitzer sich einfach nicht anders zu helfen wussten als den Hund mit seinen Ängsten in Schach zu halten.
Als er neu hier war, war er in der Wohnung unsicher hat er wegen jedem Geräusch gebellt auch wenn jemand von uns in der Wohnung ein Geräusch machte, damit hat er aber schnell aufgehört. Besucher hat er bis er sich eingelebt hatte noch nicht gebissen.
Ebenso ist er uns auf Schritt und Tritt gefolgt nicht mal 1ne Sekunde konnte er liegen bleiben ohne uns zu sehen. In der Zwischenzeit bleibt er entspannt auf seinem Platz. Allein gelassen haben wir ihn noch nie ausser in seiner Box im Auto ca. 45 min. Wenn wir beide zu Hause sind und einer von uns geht wird ein riesen tam tam gemacht.
Als wir den Hund übernommen haben war er eingeschüchtert und wollte nichts essen (das Problem hatte er wohl immer wieder mal schon von klein auf) vor allem nicht aus der Futterschüssel (ausser Brot und Leberwurst) wie bereits bei den Vorbesitzern. Alles was nur annähernd dominant auf ihn wirkte löste bei ihm einen riesen Stress aus, eine etwas bestimmtere Stimme oder Körperhaltung reichte dazu aus dass er ohne Vorwarnung nach vorne ging, immer direkt ins Gesicht, was in den ersten 2 Tagen, 3 mal vorgekommen ist, immer bei meinem Mann der in manchen Situationen auch unüberlegt handelte.
Da ist es aber mit der Ausnahme von 1 mal zu keiner Wunde gekommen.
Danach musste er Galle brechen und hat nur darauf gewartet dass etwas geflogen kommt.
Ebenso ist uns aufgefallen das er Angst vor der Futterschüssel und vom Futtersack hat.
Bereits nach ein Paar Tagen ist er ein richtig verfressener Weimi geworden und innerhalb von ca. 3 Wochen hat er sich sehr gut eingelebt und dieses ängstliche Verhalten zu einem grossen Teil abgelegt.
Vor ein paar Wochen ist aber wieder etwas auffälliges passiert als mein Mann ihn füttern wollte Wir haben es bei ihm dann so gehandhabt dass er im Bleib wartete und erst auf ein Handzeichen durfte er sich aufs Futter stürzen. In dieser Zeit hat er auch nicht gebissen.
Danach war es aber so dass man ihm 2 mal sagen musste er dürfe jetzt essen und manchmal ist er erst hin wenn wir nicht mehr in
Sichtweite waren. Und hat nur sehr mühselig gefressen.
Eines Morgens ist er wie immer aufgeschossen und vor die Küchentür gerannt als er hörte dass es fressen gibt. As mein Mann ihm dann das Futter hintstellte und das ok zum fressen gab hat er die Rute eingezogen geknurrt und gezittert.
Als wir uns aus Sichtweite von der Futterschüssel entfernten ist er immer wieder geduckt darum rum gelaufen hat aber nichts gefressen.
Dann bin ich mit ihm kurz raus und habe das Futter nochmals in die Küche gestellt. Als ich es nochmals holte ist er richtig hochgesprungen als würde er unbedingt essen wollen, wieder hingestellt hatte er Angst oder Schmerzen. Nach dem mein Mann und ich dann ca 15 min in einem anderen Zimmer verschwunden waren hat er es dann sehr langsam aufgefressen.

Sonst ist er ein ausgesprochen leichtführiger, eher ruhiger Hund und geniesst es regelrecht wenn er geführt wird.
Ebenso lässt er sich sehr leicht korrigiren. Er lernt schnell und gerne und ist sehr arbeitsfreudig. Im Aussenbereich ist er bis jetzt eher unproblematisch, sozial verträglich mit fast allen Hunden (seinem Alter entsprechend, wurde schon 2 mal von machorüden gebissen). Eigentlich ist er in fast allen Situationen abrufbar und deshalb einfach zu kontrollieren. Dennoch sind wir Draussen immer sehr vorausschauend und wachsam vor allem bei Kindern oder bei Situationen die für den Hund schwirig einzuschätzen sind. Wir haben das Gefühl das er nichts kennt ausser Wald und Wiese.
Bei Fremden ist er draussen zurückhaltend und wachsam.

BEISSVORFÄLLE

Die Probleme die wir bis jetzt hatten sind vor allem im Häuslichen Bereich. Was dabei noch zu betonen ist, ist das der Hund falls möglich immer direkt ins Gesicht schnappt und das ohne für uns sichtbare Vorwarnung.

Die Probleme die den Territorialen Bereich angehen machen uns keine Sorgen und da sind wir uns auch sicher diese ziemlich einfach in den Griff zu kriegen wobei wir auch da nicht sicher sind wieso der Hund sich so verhält.
Die Probleme die meistens im Zusammenhang mit Ressourcen auftauchen machen uns grosse Sorgen und das Verhalten ist für uns nicht eindeutig.

Was uns im Territorialen Bereich stutzig macht ist das der Hund falls z.B im Treppenhaus ein riesen Tam Tam ist reagiert er darauf nicht eigenständig sondern kommt mich holen (wie beim verweisen) so alla komm mal gucken mamma was da los ist und wenn ich sage alles i.O. dann legt sich der Hund auch gleich wieder hin.

Mit den Ressourcen zeigt er folgendes Verhalten wenn er draussen Beute findet bringt er die freudig und wird dafür auch belohnt. Im häuslichen Bereich gibt er alles Futter und Beute ohne murren her wenn wir ihn mit der Hand füttern wendet er den Blick ab und zeigt sich sehr unsicher (ausser es ist eine Belohnung die er für eine Ubung kriegt)

Alles in allem macht der Hund auf jeden Fall nicht den Eindruck als würde er unsere Autorität in Frage stellen und er zeigt auch ziemliches Vertrauen zu uns.

Nun zu den Vorfällen die Blutig endeten

Nr. 1 In den ersten Tagen Knochen ist unters Sofa gefallen und mein Mann wollte ihn rausholen hat sich über den Hund gebeugt und Oskar hat ihn ins Gesicht geschnappt.

Nr. 2
Der erste Vorfall mit Fremden passierte nachdem er 3 Wochen bei uns war und der Cousin meines Mannes zu Besuch kam. Dieser hat er beim betreten der Wohnung mehrmals in die Jacke geschnappt, worauf er den Rest des Abends angeleint auf seinem Platz bleiben musste. (Ich hielt die Leine in der Hand) Jedes mal wenn der Cousin wieder in der Wohnung rumlief ist er wieder hochgefahren. Darauf hin haben wir einen Maulkorb gekauft, der jetzt im und ums Haus immer draufkommt.

Nr. 3 Dieser Vorfall ereignete sich als er ca. 3 Wochen bei uns war und ich in die Waschküche wollte, da ist er wie ein Irrer an mir vorbeigeschossen ins Treppenhaus raus und hat sich einer Frau an den Arsch gehängt die nicht hier wohnt. Musste ihn regelrecht von ihr wegreissen. Ihre Jacke war kaputt und ein paar blaue Flecken und Löcher am Arsch. Zum Glück ging dieser Fall ohne Anzeige aus.

Nr. 4 Anfangs März als mein Mann an der Bisswunde von Oskar rumfummelte die ihn sichtlich schmerzte und diesen immer mehr in eine Ecke drängte, als er nicht mehr ausweichen konnte hat er meinem Mann ins Gesicht geschnappt.

Nr. 5 Am 15. März. Mein Mann wollte Oskar davon abhalten Galle die er gebrochen hat aufzulecken darauf hin ist er meinem Mann ins Gesicht, dieser schupfte ihn von sich weg, worauf er ihn auch noch ins Bein schnappte.

Nr. 6 Am 16 März der Hund hat am Parkett gescharrt ich beugte mich zu ihm runter und wollte sehen was da ist der Hund ging mir ins Gesicht. Ein Futterstückchen ist unter die Parkettleiste gerutscht.


Von da an begannen wir mit der Handfütterung in die Futterschüssel vor der er zunehmend mehr Angst hatte. Seit dem 16. März frisst er nicht mehr richtig und bricht fast jeden Tag Galle auch sonst scheint es ihm nicht sonderlich gut zu gehen. Er läuft geduckt um den Napf rum und falls er ein paar Bröcklein frisst tut er sich sichtlich schwer. Er hat in einer Woche fast 4 KG abgenommen nun haben wir vor 2 Tagen auf ein hypoallergenes Futter gewechselt das frisst er soweit und kann es bei sich behalten.

Nr. 7 Am 22. März Der Hund hat den ganzen Tag nichts fressen wollen mein Mann tut eine Handvoll Trockenfutter in den Napf Oskar schleicht sich geduckt an und mein Mann tut noch eine Handvoll rein der Hund erschrickt und schnappt meinen Mann in die Hand.

Was uns dabei aufgefallen ist der Hund hat immer am selben Tag geschnappt an dem er Galle gebrochen hat. Kann Zufall sein muss aber nicht.

Da ich Wurmtabletten in den Hund reinkriegen musste habe ich ihm Poulet mit Reis gekocht das hat er dann gefressen als gäbe es nie mehr was.
Hat ein Teil davon aber immer gebrochen.


GESUNDHEITLICHES

Für uns ist klar das der Hund nicht gesund ist aber ob es mit dem Beissen zusammenhängt ist nicht klar.
Draussen mag er nicht lange rumtoben und nach 3 minuten hechelt er schon und kriegt ein ganz weisses Zahnfleisch.

-Grosses Blutbild nichts drastisch abweichend.
-Schilddrüsenwerte normal.
-Addison wurde ausgeschlossen.
-Lebershunt wurde ausgeschlossen
-Auf einem Röntgenbild (seitlich) ohne Kontrastmittel konnte man nichts auffälliges erkennen.
-Ultraschall wurde gestern gemacht nichts auffälliges zu erkennen
-Giardien wurden positiv getestet und werden behandelt
- Ergebnis von einem Röntgen Speiseröhre wird noch ausgewertet

Wahrscheinlich lassen wir noch eine Magendarmspiegelung machen


ALLGEMEINE EINSCHÄTZUNG

Wir haben das Gefühl dass der Hund nicht gelernt hat mit Konfliktsituationen umzugehen und er nicht sozialisiert wurde.
Entweder wurde er im Zusammenhang mit Futter gemassregelt (wobei wir den Vorbesitzern glauben dass bei ihnen nichts in diese Richtung vorgefallen ist aber ev. beim Züchter oder er verbindet Futter vor allem Trockenfutter inkl Verpackung mit gesundheitlich bedingten Schmerzen.
Unsere Wohnung und 30 m darum scheint er als sein Territorium anzusehen und zu verteidigen dabei macht er aber eher einen ängstlichen unsicheren Eindruck. Und seit einigen Tagen hat er ums Haus gar nicht mehr reagiert wenn jemand an uns vorbei ging. Wenn jemand an unsere Tür klopft oder ans Fester reagiert er nicht nur bei der Klingel oder wenn ihm jemand zu „Nahe“ kommt.
Im Auto „gibt er nicht an“ auch wenn er alleine im Auto ist und jemand auf die Scheibe klopft.

WAS WIR BIS JETZT ALLES MIT IHM GEMACHT HABEN

Apportieren (Vorsitzen mit Beute im Fang klappt noch nicht so ganz)
Verweisen
Bleib Übung mit Gegenstand
Sitz Platz auch aus der Entfernung
Abbruch soweit ohne Thriller nur mit „Stop“
Freudiges Kommen
Die ganze Leinengeschichte klappt gar nicht mein Fehler.
Hoffe dass ich ohne eisigen Boden nun bald besser gegen die 34kg Hund ankomme.

Beim letzten Weimaraner haben wir nach Fichtlmeier gearbeitet was auch sehr erfolgreich war und wir hatten nie solche Vertrauens oder Rangordnungsprobleme.
Soweit arbeiten wir mit diesem Hund genau so. Allerdings sind wir dann auf Empfehlung einer Hundetrainerin zu Harry Meister (arbeitet z.T. nach Thomas Baumann) gegangen um eine Anamnese zu machen dieser beurteilt den Hund als absolut ungefährlich und meint wir kriegen das ganze mit LaKoKo und Aenderung der Hausstandsregeln in den Griff. Allerdings ist uns auch klar gesagt worden dass so ein Hund nicht vermittelbar ist und falls wir das Problem nicht in den Griff kriegen leider nur noch einen Ausweg gibt, leider mussten wir uns das schon von vielen Seiten anhören.
Da uns Baumann aber null zusagt und wir diese Art von Hundedressur nicht unbedingt betreiben wollen werden wir mit Oskar am 14. April noch zu Fichtelmeier fahren und sehen wie
er den Hund einschätzt. Allerdings finde ich es immer etwas schwierig den Hund einzuschätzen ohne den Hund 2 oder 3 Wochen in seinem Alltag zu sehen wie gesagt bringt man den Hund draussen unter Stress natürlich nicht dazu nach vorne zu gehen.


So wahrscheinlich habe ich vieles Grundlegendes vergessen aber ich bin sicher ihr werdet Fragen!

Vielen Dank schonmal

Liebe Grüsse
Nicole mit Oskar
Nicole Offline




Beiträge: 17

28.03.2009 14:53
#2 RE: Hilfe wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären! Zitat · Antworten
Hier noch ein Foto von meinem Gesicht das dokumentiert wie es ausschaut wenn kroko wieder mal zuschnappt...

Angefügte Bilder:
DSC_0003_800_535.jpg  
Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

28.03.2009 15:19
#3 RE: Hilfe wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären! Zitat · Antworten
Nur ganz kurz vorab mal ne Frage, bin grad etwas in Eile, sorry. Das mit dem Futter springt zumindest mir ins Auge. Daher: Warum Trockenfutter? Habt ihr schon mal was anderes probiert?

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.050

28.03.2009 16:06
#4 RE: Hilfe wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären! Zitat · Antworten

Erstmal nur kurz, ich bin auf dem Sprung, schreibe aber gerne heute abend mehr. Nur das Zentrale zuerst: Ihr habt viel gemacht, aber eins anscheinend nicht: Euch geschützt. Oskar sollte, bis Ihr die Probleme erkannt und bearbeitet habt, Beißkorb tragen, dringend. Das wäre meine erste Bitte an Euch. Die zweite ist: Bitte laßt den Blödsinn sein, den der Fichtlmeier macht. Ihr habt, nach allem, was ich hier verstehe, einen unsicheren bis ängstlichen Hund, der Ressourcen verteidigt. Nach dem mit Stühlen zu werfen oder erstmal ordentlich "einzunorden", wie der Herr Fichtlmeier es auf dem Vortrag, den ich erlebte, propagierte, wäre nicht nur kontraproduktiv, sondern meiner Meinung nach tierschutzrelevant. Was Ihr damit aber garantiert schaffen würdet, wäre aus einem ängstlichen Hund einen Beißer zu machen.

Was Ihr, so denke ich spontan, braucht, ist a) einen Trainer, der situativ auf Euch und Euren Hund guckt, um überhaupt erstmal einschätzen zu können, wie Ihr und wie er "tickt. Und b) ein gezieltes und vor allem gewaltfreies Training, das dem Hund zeigt, daß Ihr für ihn keine Bedrohung seid, sondern daß Ihr Halt gebt.

Nach dem, was Du schreibst, wurde dieser arme Kerl, immer, wenn er nicht "funktionierte", bedroht - die Staubsaugergeschichte beispielsweise läuft genau darauf hinaus. Auch ein Mensch, der sich über einen Hund beugt, der bereits durch Abwenden oder Drüberducken oder eben Drumherumschleichen gezeigt hat, daß er die Ressource als seinen Besitz betrachtet, ist nicht weniger bedrohlich. Es ist wirklich Unfug, zu meinen, man müsse dem Hund alles wegnehmen dürfen/können, sonst habe man keine Autorität. Umgekehrt wird der Schuh draus: Wenn ich meinen Hund respektiere, habe ich Autorität, nicht, wenn ich ihn malträtiere (Fichtlmeier) oder nullachtfuffzehn dressiere (Baumann).

Ich denke, Ihr habt gute Chancen, Euer Problem in den Griff zu kriegen, wenn Ihr mit Oskar positiv und über Motivation arbeitet. Wie das im Detail aussehen muß, kann Euch nur ein guter Trainer sagen. Hier im Forum sind einige unterwegs, die könnt Ihr kontaktieren, je nach Wohnort wird einer von uns bestimmt zumindest mal "draufgucken" können. Denn wer Euch außer generellen Ratschlägen wie Maulkorb (den ich für wirklich dringend halte, je öfter Oskar mit seinem aggressiven Verhalten Erfolg hat, desto schwieriger wird jedes Training) und dem Verzicht auf Bedrohung/Gewalt, online etwas raten wollte, der müßte seinen Trainernamen zurückgeben. Ohne ein Mensch-/Hund-Team zu sehen, ist es völlig unmöglich, einen gezielten Trainingsplan aufzustellen, und das wird Euch jeder sagen, der sich zurecht Trainer nennt.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

----

"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

28.03.2009 17:06
#5 RE: Hilfe wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären! Zitat · Antworten
Zitat von Elektra
Ohne ein Mensch-/Hund-Team zu sehen, ist es völlig unmöglich, einen gezielten Trainingsplan aufzustellen, und das wird Euch jeder sagen, der sich zurecht Trainer nennt.


Hm? Sie schreibt doch gar nichts davon, dass sie hier einen "Trainingsplan" sucht. Vielmehr schreibt sie:


In Antwort auf:
Allerdings finde ich es immer etwas schwierig den Hund einzuschätzen ohne den Hund 2 oder 3 Wochen in seinem Alltag zu sehen ...


Nicole,

wegen des Trainers auch von mir nochmal: Margit hat dir ja in deinem Vorstellungsfred schon geschrieben. Auch sie wohnt in der Schweiz und hat nach längerer Suche einen tollen Trainer gefunden, der ihr und Archy unter die Arme greift. Vielleicht passt das ja auch für euch - je nachdem wo ihr wohnt und ob die Chemie stimmt.
Mydog Offline

Direktorin des Zwockel-Zirkus und bekennend geschirrsüchtig sowie Tante Lupa (Admin)


Beiträge: 38.104

28.03.2009 17:44
#6 RE: Hilfe wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären! Zitat · Antworten
Euern Hinweis auf einen Trainer vor Ort halte ich grundsätzlich natürlich für richtig uns sehr wichtig.

Aber Nicole hat sich sehr viel Mühe gegeben, das Verhalten von Oskar hier detailliert zu schildern. Ich hoffe deshalb doch, daß die Expertinnen hier ihr zumindest einige Gedanken und Tips dazu schon mal geben können. Das ersetzt zwar ein Training vor Ort nicht, aber es kann es doch ergänzen, wie bei vielen anderen (z.B. auch bei Margit) hier auch, oder?

Dass Nicole das auch so sieht, schreibt sie ja, wenn sie sagt, daß sie es für schwierig hält einen Hund einzuschätzen, den man nicht 2 oder 3 Wochen im Alltag sieht. Dennoch erhofft sie sich sicher den ein oder anderen Tip oder Ideen zur Erklärung seines Verhalten auch schon hier.

@Elektra: Zum Thema Schutz / Beisskorb schrieb Nicole bereits dies: "Darauf hin haben wir einen Maulkorb gekauft, der jetzt im und ums Haus immer draufkommt."




Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
------------------------
Der ist nicht klein, der ist ein Hundekonzentrat. :o)

stoppel Offline



Beiträge: 8.461

28.03.2009 19:28
#7 RE: Hilfe wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären! Zitat · Antworten

Hallo Nicole,

zuerst noch eine grundsätzliche Frage: Waren die Vorbesitzer die ersten Halter, die ihn direkt vom Züchter holten? Wie alt ist Oskar jetzt?

Einige der Beißvorfälle sind der Ressourcenverteidigung zuzuschreiben und damit in Zunkunft zu vermeiden.
Das Verhalten beim Füttern ist so schon ungewöhnlich. Wo steht denn die Futterschüssel? Gibt es in der Nähe Dinge, die ihm nicht geheuer sind (B: flatternde Vorhänge, Brummen des Kühlschranks oder der Spülmaschine, etc.), vielleicht hat sich da etwas vor drei Wochen geändert?

Richy hat zu der Zeit als er unter Dauerstress stand, auch öfter nach mir und meinem Sohn geschnappt. Die Situationen sind nicht vergleichbar, weil sie draußen stattfanden. Da er ein Fundhund mit unbekannter Vorgeschichte ist, kann ich über das 'Warum' nur spekulieren. Wichtiger ist aber, zu sehen, was der Hund braucht, um weniger gestresst zu sein. Falls es dich interessiert, kannst du hier nachlesen.
http://www.aggressionshund-forum.de/t245...-Schrammen.html

LG Iris mit Brummbär Richy und Springmaus Querida
_______________________________________________

"Happiness is not a station you arrive at, but a manner of travelling." (M.L. Runbeck)

Nina Offline



Beiträge: 3.332

28.03.2009 19:51
#8 RE: Hilfe wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären! Zitat · Antworten

Zunächst einmal wollte ich sagen, dass ich es toll finde, dass Ihr trotz der großen Probleme weiter zu Oskar steht. Das ist wahrlich nicht selbstverständlich. Bestimmt könnt ihr von den Experten hier auch noch wertvolle Tips bekommen und ich hoffe, dass ihr schnell einen kompetenten Trainer in Eurer Nähe findet.

Die Geschichte mit dem Futter finde ich auch sehr auffällig. Deiner Beschreibung nach würde ich (wie Du ja auch schon sagst) vermuten, dass er Schmerzen beim Fressen hat. Vielleicht kommt bei den noch ausstehenden Untersuchungsergebnissen ja noch was raus. Könnte vielleicht auch sein, dass er daher Weichfutter (Reis und Fleisch, Leberwurstbrot) eher nimmt als Trockenfutter (weicht ihr das ein?). Wenn es nur an der Futterschüssel liegt, frisst er z.B. aus der Hand, oder wenn man ihm Futter draußen auf den Boden streut? Vielleicht könnt Ihr Oskar einfach mal verschiedene Dinge and verschiedenen Orten auf verschiedene Weise füttern, vielleicht lässt sich so der Angstfaktor eingrenzen.

Ginger Offline




Beiträge: 7.899

28.03.2009 19:58
#9 RE: Hilfe wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären! Zitat · Antworten

Habt ihr schonmal nach seinen Zähnen geschaut? Vielleicht hat er schmerzen beim Fressen?

Grüßle Anja
mit Ginger, Bolli und Milli

Sennsitive Offline




Beiträge: 161

28.03.2009 21:18
#10 RE: Hilfe wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären! Zitat · Antworten

Bzgl. des Gallespuckens nach dem Fressen: Ich würde vom Tierarzt seine Speiseröhre untersuchen lassen; wenn die irgendwo ausgebeult ist - gibt einen Namen für die Krankheit, der mir aber nicht mehr einfällt - müssen die Hunde anders gefüttert werden, damit das Futter auch in den Magen kommt. So etwas kann auch Schmerzen verursachen.

------------------------------------------
Willst du Meinungen über Tiere, frag die Menschen. Willst du Fakten, frag das Tier.
- J. Allen Boone

Toni Offline

wo langjährig unschuldig sitzender Knasti entschädigt wird


Beiträge: 6.180

28.03.2009 21:27
#11 RE: Hilfe wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären! Zitat · Antworten

In Antwort auf:
Ich würde vom Tierarzt seine Speiseröhre untersuchen lassen; wenn die irgendwo ausgebeult ist - gibt einen Namen für die Krankheit, der mir aber nicht mehr einfällt - müssen die Hunde anders gefüttert werden, damit das Futter auch in den Magen kommt.

Ja, ich habe das auch mal bei HKM gesehen. Und ich meine mich zu erinnern, das der Hund, um den es da ging, aufrecht fressen mußte, sprich, das das Futter von oben nach unten "rutscht". Der Hund hatte auch immer erbrochen.
Oskars Fressverhalten ist schon sehr auffällig.
LG Nicole

**************
Liebe Grüße
Nicole mit "Stinkstiefel" Tobi, und Balou, meinem Bärchen, für immer im Herzen

"Ihr Hund mag Ihnen gegenüber vielleicht ungehorsam sein, aber den Gesetzmäßigkeiten des Lernens gehorcht er stets ausnahmslos perfekt."

Jean Donaldson

Nicole Offline




Beiträge: 17

28.03.2009 22:06
#12 RE: Hilfe wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären! Zitat · Antworten

Vielen lieben Dank für all Eure Antworten finde es sehr erleichternd mich mit gleich gesinnten zu unterhalten !

Also Oskar ist genau ein Jahr alt und seine Vorbesitzer haben ihn mit 8 Wochen vom Züchter gekauft.
Also ist er bei uns am 2ten Platz.
Sein Problem mit Art des Futters, Futterschüssel ist sehr unkonstant meistens gibts bei einem neuen Futter gar kein Problem ausser seinem konstant breiigen Kot.
Mit der Zeit möchte er dieses aber nicht mehr fressen etwa so haben es auch die Vorbesitzer geschildert. Poulet und Reis was eigentlich weich ist hat er noch schlechter
vertragen als Trockenfutter obwohl er dieses regelrecht aufgesaugt hat.
Nun haben wir ein Futter das er nicht bricht und das er auch frisst Kot ist aber immernoch weich mal sehen wie es sich entwickelt...
Speiseröhre bekommen wir ja noch Bescheid und nachdem die Wurmkur vorbei ist und das Problem noch da, was eigentlich zu erwarten ist, machen wir eine Magendarmspiegelung.

Liebe Grüsse
Nicole




critter Offline



Beiträge: 729

28.03.2009 22:32
#13 RE: Hilfe ... Zitat · Antworten

Hallo, Nicole
Ich bezeichne mich nicht als Expertin und gebe zu, keine Ahnung von der Hundeerziehung nach Fichtlmeier zu haben. Es sagt mir aber nicht zu über Rangordnungproblemen zwischen Hund und Mensch zu sprechen. Es gibt nämlich keine.
Zu deinen Problemen mit Oskar habe ich einiges zu bemerken, die hast du sehr detaliert beschrieben.
1. Der Hund, der aufgeregt/gestresst ist, frisst nicht. Erste Tage bei euch war Oskar zu aufgeregt um ans Fressen zu denken. Dauerstress verbunden mit Futter kann auch dazu führen, dass der Hund kein Essen im Magen behalten kann.
2. Deine Beschreibung von Oskar beim Fressen gibt mir den Eindruck, dass der Hund unter Schmerzen leidet. Bei einem Weimaraner in meiner Nachbarschafz hat man ein Darmverschluss festgestellt. Der Hund hat auch nach dem Fressen gebrochen.
Manche Hunde haben aber auch Probleme mit Verdauung von Trockenfutter. Weimaraner sind da sehr empfindlich, versuche bitte mit Nassfutter.
3. Beissvorfälle: sich über dem Hund zu beugen wirkt auf die Hunde bedrohlich. Oskar ist unsicher, da hat er sich gewehrt. Das gleiche beim in die Ecke treiben - das macht man bitte nicht!!! ES IST DIREKTER Angriff; wenn der Hund keinen anderen Ausweg sieht, wird er beissen.
Allgemein kommt es mir so vor, als ob die Vorbesitzer den Hund für Knurren bestrafft hätten. Wenn Oskar gelernt hat, dass man nicht warnen darf und Angst bekommt, geht er sofort zum Schnappen/Beissen über. Da helfen keine "Rangordnung" Massnahmen mehr, der Hund versteht das ganze Getue nur als Vorspiel zu direkten körperlichen Straffen.
Bitte verstehe alles, was ich hier geschrieben habe als das, was ich meine - meine Eindrücke. Ich habe selbst zwei Bisse von eigenem Hund kassiert und erst dann habe ich meine Ansichten umgekrempelt.
Ein Hund, der schon falsch behandelt wurde, braucht besondere Sorgfalt. Man muss zuerst sein Vertrauen aufbauen, ihm erlauben zu zeigen, was ihm Angst macht. Diese Ängste müssen langsam abgebaut werden nicht durch autoritäre Übergriffe, sondern durch ruhigen Umgang, Abschaffen von Gegenständen, die Angst einflüssen und durch Einhalten von ein paar Regeln.
1. Der Hund ist ein uns sehr ähnliches Geschöpf, er braucht dein Respekt. Er mag gewisse Dinge nicht und manchmal muss er auch "nein" sagen dürfen. Hunde sagen es meist durch Körpersignale, wenn das nicht hilft - durch Knurren. Wenn Knurren versagt oder verboten wird, beisst der Hund zu. Bitte beobachte Körpersignale von Oskar ganz genau. Du wirst sicher schnell entdecken, dass er seinen Stress/Angst klar signalisiert. Wenn du das merkst, höre auf - egal, was du machst.
2. Vergiss scharfe Stimme und herumkommandieren. Hunde lernen am Erfolg. Statt Oskar zu korrigieren, lobe und belohne das, was er richtig macht, ignoriere das, was falsch ist.
Elektra wird dir sicher wesentlich besser alles erklären als ich. Ich wollte dir nur auf die schnelle Erklären, was hinter dem Verhalten von Oskar steckt.
Barbara

Nicole Offline




Beiträge: 17

28.03.2009 23:30
#14 RE: Hilfe ... Zitat · Antworten

Liebe Barbara

Vielen Dank für Deine Antwort

Hoffe Du verstehst das nicht falsch wenn ich zu den Punkten Stellung nehme es geht mir nur um die Aufklärung warum der Hund sich so verhält.

1. Oskar hat bereits von klein auf bei den Vorbesitzern ein Problem mit Fressen gehabt. Nachdem er 2 Tage bei uns war hat sich das Problem für mehr als einen Monat in Luft aufgelöst ist aber später um so schlimmer geworden.

2. Der Gedanke das Oskar Schmerzen mit Fressen verbinden könnte haben wir auch ich denke jedoch wenn er ein Darmverschluss hätte würde unten gar nichts mehr rauskommen und oben sehr "übelriechendes" Soweit verträgt er das neue Trockenfutter gut falls es wieder schlechter wird versuchen wirs mal mit Nassfutter

3. Das sehe ich auch so deshalb habe ich ja geschrieben dass mein Mann etwas unüberlegt handelte und wir haben auch das Gefühl dass dem Hund das Knurren verboten wurde. Wie wir damit umzugehen haben werden wir hoffentlich bald lernen wir sind auf diesem Gebiet absolute Neulinge ; ) Gibt es sonst noch Gründe warum ein Hund ohne Vorwarnung beisst?

4. Ich respektiere Oskar weicht er zurück mache ich auch einen Schritt von ihm weg ect... leider habe ich nur in den wenigsten Situationen in denen er geschnappt hat Angst oder Stress in dem Hund gesehen meistens hatte ich nicht die Möglichkeit den Hund vor dem Vorfall so genau zu betrachten. Zweimal war dies jedoch ganz klar zu sehen.

5. Ich habe keine konstant scharfe Stimme und kommandiere Oskar nicht willkürlich herum mein gott was habe ich nur für einen Eindruck gemacht? Klar arbeite ich jeden Tag mit dem Hund und das macht uns beiden auch sichtlich Spass und geschieht ohne Stress oder Druck! Natürlich wird er gelobt für alles was er richtig macht und da er so einen Wahn hat zu gefallen ist das fast alles....klar gibt es auch Sachen bei denen er lieber mal nicht hören würde z.B. Menschenkakke fressen zu jedem Hundemädchen hinrennen auch wenn ein Auto entgegenkommt ect....wieso sollte ich mich da nicht durchsetzten?
Das mache ich natürlich nicht mit herumgeschreie sondern abhängig von der situation ein leises ne ne bis zu einem bestimmteren Nein wenn er eben mal nicht hört. Warum sollte ich schlechtes Verhalten in allen Situationen ignorieren?

Bitte versteht mich nicht falsch ich nehme Euren Rat sehr gerne an, es ist nur alles Neu für mich und deshalb muss ich wohl beim ein oder anderen Tip genauer nachfragen und das ich mich "rechtfertige" hängt damit zusammen dass ich sicherstellen will das etwas falsch rübergekommen ist ....


Liebe Grüsse
Nicole

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.050

28.03.2009 23:50
#15 RE: Hilfe wir können uns das Verhalten unseres Hundes nicht erklären! Zitat · Antworten
Zitat von Mydog
@Elektra: Zum Thema Schutz / Beisskorb schrieb Nicole bereits dies: "Darauf hin haben wir einen Maulkorb gekauft, der jetzt im und ums Haus immer draufkommt."


Grmpf, ich hatte doch gesucht, hab darüber aber nichts gesehen. Sorry, war ich wohl unkonzentriert.

@Schle
Ob Verhaltensanalyse (nach der explizit gefragt war) oder Trainingsplan (der meinem Dafürhalten nach doch wohl auf einer Verhaltensanalyse basieren müßte) - niemand kann das Verhalten eines Hundes wirklich einschätzen, ohne ihn gesehen zu haben. Nur das meinte ich. Für mich las sich der Beitrag so, als ob Nicole aus der Verhaltensanalyse, die wir hier anschieben könnten, für sich selbst einen Plan erstellen wollte, nach dem sie dann gezielt trainieren würde.

Nachdem ich das arg ramponierte Gesicht auf dem Photo sah, dachte ich, daß das womöglich keine gute Idee sein könnte, denn wenn wir hier den falschen Rat auf Basis womöglich falscher Erklärungsansätze geben, fiele auch diese selbst zusammengestellte Training womöglich nicht dem Problem angemessen aus.

Ich habe mich da vermutlich unklar ausgedrückt, ich sah wohl wegen der Idee, Fichtlmeier-Methoden in Betracht zu ziehen, ein wenig rot und schoß entsprechend ein wenig über's Ziel raus. Jetzt, nach fünf Stunden Siegfried ist mein Blick hoffentlich weniger getrübt, sorry, Nicole, wenn ich da was angemerkt hatte, was Du längst beherzigst.

@Critter
Nö, ich hätt's nur anders ausgedrückt, inhaltlich seh ich's genauso wie Du.

@Nicole
Hast Du schon einmal darüber nachgedacht, Oskar für sein erwünschtes Verhalten zielgerichtet zu belohnen? Ich bin bekanntermaßen überzeugter Clicker-Trainer, ich denke, das Prinzip, dem Hund a) mitzuteilen, daß richtig ist, was er gerade tut (oder auch sieht), ist immer eine gute Idee, es danach auch noch zu belohnen für den Hund eine Möglichkeit, genau das zu tun, was Critter-Barbara erklärte, nämlich am Erfolg zu lernen.

Wer Dir erzählt, man muß den Hund nur mal ordentlich "rund machen", verhilft Dir höchstwahrscheinlich zu einem Oskar, der noch aggressiver ist als vorher, weil er gelernt hat, "digital" nach vorne zu gehen. Vermutlich hat das arme Tier immer wieder die Erfahrung gemacht, daß Drohsignale ihm nicht helfen und entsprechend hundlich logisch "einen Zahn zugelegt".

Was ich Dir unbedingt raten würde, ist, einen grundlegenden Gesundheitscheck zu machen, auch hier: Inklusive ALLER Schilddrüsenwerte und eines Röntgens des Bewegungsapparats. An den Untersuchungen von Magen-/Darm-Trakt seid Ihr ja schon dran, das halte ich für sehr gut und wichtig.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

----

"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Seiten 1 | 2 | 3
 Sprung