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Dieses Thema hat 30 Antworten
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 Pflicht und Kür (öffentlich)
Seiten 1 | 2 | 3
guste1970 ( gelöscht )
Beiträge:

09.02.2015 17:51
Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Bei Merle hab ich das Problem ja gelöst, leider fange ich bei Joyi ganz neu an.
Seit Samstag fühle ich mich halbseitig gelähmt, die gesamte linke Seite schmerzt, besonders die Füße, Waden und die Schulter. Und dagegen sollte ich dringend etwas tun, also an der Ursache.

Joyi hat gut 37 kg und zieht oft und gerne, wenn er dabei noch anzieht, muß ich mich in den Boden schrauben. Bis er mich hört, dann dreht er meist schon um. Um dann aber sofort weiterzuziehen.

Natürlich ist es mit ihm allein im Wald einfacher, aber er soll ja auch umweltfest sein und am Samstag zog er eigentlich nur. Selbst mit großem Abstand zur Gruppe war er zwar ansprechbar, aber schwerer als sonst, kam dann zwar zu mir, aber sofort danach ging er wieder mit ganzer Kraft nach vorn. Obwohl ich stolz auf ihn war, ist ja unser einzigstes Problem gewesen und andere Hunde hat er im Stillstand supi friedlich passieren lassen, ist es doch reichlich anstrengend, zwei Stunden dieses Riesenkalb auszubremsen.

Erstes Problem, ich kann nicht täglich mit ihm trainieren, was die Sache erschwert. Die Pensionsleute rucken an der Leine, was ich nicht will.
Zweites Problem, was ich schon probiert habe, funktioniert so nicht wirklich.
Also laaaangsam gehen, immer wieder stehen bleiben, damit komme ich leider nicht mehr vorwärts. Irgendwie gibt es bei dem Großen nur den vierten und fünften Gang.
Kurz nehmen, funktioniert grad noch so ohne Ablenkung aber mit viel Kraftaufwand, damit landen wir im dritten Gang. Bei Ablenkung rennt er mir dabei vor die Füße, bremst mich gekonnt aus und starte wieder durch in den fünften Gang. Sieht sicher sehr lustig aus, hilft aber nicht, ausser zur Belustigung, wer da genug Humor hat.

Irgendwie kennt er langsam und gemütlich nicht.
Für Futter kommt er immer, heißt, kurz abbremsen, verschlingen und wieder übergangslos in den fünften Gang gehen.
Spielen kennt er nicht, wird aber sofort aufgeregt und springt mir ins Gesicht, um "Küßchen" zu geben, was er dann auch gern flummimäßig macht. Wie ein grinsender Tennisball, der mir immer ins Gesicht hüfpt. Wobei ich DAS unterbrechen kann und hier "nein" auch schon gut funzt.

Problem drei, die Schildrüse, ich will ihn einstellen aber die TAìn in Prenzlau will sich selbst ein Bild von ihm machen. Komplett. Super. Da sind wir auch noch nicht weiter. Zumindest darf ich da sein Kackhäufchen zur Untersuchung abgeben ohne gleich zweihundert Euronen los zu werden.

Aber selbst wenn es an der Schildrüse liegen sollte, er zeigt auch eindeutig erlerntes Verhalten, nämlich das er es nie anders gelernt hat.
Und bis dahin hoffe ich nun auf eure Hilfe, wie bremse ich dieses Riesenbaby aus? Welche Möglichkeiten gibt es noch?

Schmutzhund Offline

Morgenmuffel, der rassebedingt auf langes Schleppleinentraining eingestellt ist und den weißen Hai erfolgreich vertreibt

Beiträge: 6.041

09.02.2015 18:14
#2 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Silke da hab ich in echt auch keinen Rat, ich denke es ist schon mal schwierig dass du nicht jeden Tag mit ihm üben kannst. Oft ist es auch die Aufregung, war zumindest bei Diego so. Der konnte nur Galopp und brachte mich permanent fast zu Fall, beim ihm klappte eben gut täglich die gleiche Runde zu gehen, viele Richtungswechsel, stehen bleiben . Auch lass ich ihn oft unterwegs Leckerchen suchen wenn er sich zu sehr hochfährt. Ich fand das bei 7 kg schon anstrengend, bei 37kg ist das noch eine ganz andere Hausnummer. In gewohnter Umgebung geht unser Zwerg inzwischen ganz vernünftig an der Leine, in fremder Umgebung klappt das erst mal nicht wirklich gut.

Liebe Grüße
Yvonne mit Moritz, Wilma und Diego

Chrissie Offline

mit Buffy Houdini, die auch vor Spülmaschinen-Tabs nicht halt macht


Beiträge: 1.726

09.02.2015 18:34
#3 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

glaube auch, ohne regelmäßiges Training wird das schwierig. Für die Übergangszeit hätte ich ein wohlerprobtes Hilfsmittel:
Ich habe mir in unseren wildesten Ziehzeiten einen alten Klettergurt umgebunden und Buffy mit einer Leine und dazwischen einen Ruckdämpfer drangebunden. In dieser Art habe ich sie ans Geschirr gebunden und sie durfte ziehen. Zwischendurch haben wir sehr kurze Einheiten mit loser Leine (jedes lose Gehen sofort bestätigt mittels Click) geübt.

Langfristig habe ich damit Erfolg gehabt, Buffy den Platz in meiner Nähe schön zu machen. Bei mir "ist alles toll", weil es gibt Lecker, eine Tasche mit Spielies drin, lustige Übungen, etc. Und last not least: es gibt auch nix Unangenehmes (wenn ich mich im Griff habe...): kein lautes Schimpfen, keine nervigen Hunde, keine übergriffigen Menschen, etc.

Alle herkömmlichen Leinenführigkeitsübungen waren ohne Erfolg, die oben beschriebene hat geholfen. Heute sind wir unglaublicherweise mit lockerer Leine an einem gut sichtbaren Rudel Rehe vorbei gelaufen (click- Lecker, click Leckerchenwurf). Das war sehr lange absolut undenkbar und mit Gebelle, Leinengezerre, -reingespringe, etc.) verbunden.

Ein Wehrmutstropfen bleibt: in der Gruppe zieht sie nach wie vor... Aber ohne Ziel wärs ja langweilig...

____________________________________________________

Grüße von Chrissie mit Buffy und nie vergessener Sally

Frau Lehmann Offline

mit flächländischem Klitschko, der gar kein Oppositionsführer ist, aber mit unangezogenen Aufdringlingen und eigener Schutzdogge boxt


Beiträge: 1.498

09.02.2015 19:49
#4 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Da ich ja einen Mörderleinenzieher vor mir habe, kann ich dich sehr gut verstehen, Silke.
Ein Problem ist, dass mein Mann die häufigsten Runden mit ihm macht und ihn ziehen lässt. Aber Lehmann hat gelernt zu unterscheiden, das kann Joyi sicher auch. Unser Losgehen ist die Hölle! Wir wollen das mal filmen und noch vor dem WS hier einstellen. Lehmann zieht wie ein Hammerkranker, ist nicht ansprechbar und gar nichts. Ich habe den Hauch einer Chance, wenn ich meine Hand am Karabiner habe. Kostet aber auch Mörderkraft, nur anders geht es gar nicht.
Auf dem Rückweg ist er etwas ruhiger und ansprechbar. Da mache ich dann die Übung, die ich bei der gelernt habe: wenn er nach vorne fokussiert und auch nur daran denkt zu beschleunigen, sage ich "mitkommen" und wechsel die Richtung. Nach ein paar mal erinnert er sich augenscheinlich und er kann etappenweise locker neben mir gehen. Das bestätige ich mit C+L.

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
Liebe Grüße,
Susi mit Lehmann, dem immer wachenden Riesenwelpen


"Don't walk behind me; I may not lead.
Don't walk in front of me; I may not follow.
Just walk beside me and be my friend."
(Albert Camus)

Jackys girl Offline

mit König Kovu raus aus der Warteschlange auf den richtigen Augenblick


Beiträge: 7.795

09.02.2015 19:50
#5 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Zeigt er Blickkontakt? Clickerst du den?

Es grüßt Maresa mit König Kovu und Strahlebub Jacky im Herzen

**************************************************

Es ist Zufall wer uns begegnet. Aber es ist kein Zufall bei wem wir stehen bleiben.

anniemel Offline

wo Männer in Socken hechelnd am Feldrand stehen, während die Hunde das beste aller Ortungssysteme perfekt beherrschen


Beiträge: 11.019

09.02.2015 19:51
#6 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Ich weiß nicht, ob ich die kompetenteste in Sachen Leinenführigkeitstraining bin, aber Anni war/ist ja auch Modell "In die Leine-Sprinterin".

Bei uns haben folgende Übungen geholfen:

- Leckerlies ausschließlich nach hinten werfen, bestätigen wenn Anni neben mir war und Leckerlie wieder nach hinten werfen. Natürlich nur in Leinenlänge

- ich habe es nicht mehr bestätigt, wenn ich stehen geblieben bin weil sie gezogen hat und sie sich dann umgedreht und die Leine locker gelassen hat um ein Leckerlie abzuholen. Ich habe es so gemacht: stehen bleiben und mich seitlich drehen, wenn der Hund eher vorne rechts ist, drehen nach rechts, dann langsam in Gegenrichtung weiterlaufen. Anni war dann ja hinter mir und ich hab bestätigt, wenn sie dann wieder neben wir war. Ansonsten ist sie nämlich auch immer und immer wieder losgespurtet, nachdem sie ein Leckerchen hatte. D.h. es war: Ziehen, stehen bleiben, Leckerchen und wieder losspurten.

Ist das verständlich?

Laufen in einer Gruppe ist aber nochmal ein anderes Kaliber....

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°

Viele Grüße von Tina mit der wilden Hummel Anni und Klein Leo


Nicht jede Hand verdient es, gehalten zu werden, aber jede Pfote

schäfi2014 ( gelöscht )
Beiträge:

09.02.2015 19:52
#7 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Bei Biene hat es geholfen das leinenende anzukünden. Also ich habe das Signal immer gegeben kurz bevor die Leine zu ende war. Ist sie dann langsamer geworden gab es clicker und naschi. Das habe ich dann irgendwann gesteigert indem ich nur noch dann geklickt habe wenn sie sich kurz zu mir orientiert hat. Mich also kurz angesehen hat. Clicker und naschi. Das naschi hab ich geworfen. Also sie nicht zu mir kommen lassen. Und dann die außenreize erhöht. Erst mit einem Hund zusammen gassi. Dann mit mehreren und dann mit einer gruppe.

Andy Offline

pfälzischer Quartiermeister des Wirtshaus' im Spessart mit tiefblickender Schafschuberdame, die mit aller Seelenruhe keine Angst einjagt


Beiträge: 1.116

09.02.2015 20:21
#8 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Hi Silke,
das Problem kenn ich von Ina. Leine zu Ende, zurück, schön Leckerchen holen und -Wusch- ab nach vorne (Ina ist ein "Ganz vorne vorderer Leithund -gvvL-).
Meist haben wir es mittlerweile ganz im Griff, je nach dem wo wir laufen und wer vorher da gelaufen ist.
Geholfen hat vielerlei:
- Einführung von Handtouch: Nase des Hundes berührt die dargebotene Handfläche des Menschen, dafür gibt es C+L

- Läuft Ina zu weit nach vorne (am Anfang in die Leine) stehen bleiben, um 90° eindrehen, so dass Ina nicht frontal auf mich zu kommen muss. Handtouch ausführen lassen, dieser wird bestätigt und belohnt. Danach ruhig noch ein bischen stehen bleiben und Ina verbal bei mir behalten. Dann gehe ich ein bis zwei Schritte rückwärts schräg nach hinten bis Ina mitkommt und erst dann geht es wieder vorwärts (an Anfang 3 Schritte, dann ist Ina schon wieder am Leinenende gewesen).

- An der Schleppleine gibt es ein "Vorsignal" ("laaangsam" oder "nicht so weit")bei 2/3 ausgereizter Leine, bei 90% der "Leinen-Ende-Pfiff". Wird dieser befolgt gibt es Click und ein Leckerchen oder weiterlaufen zur Belohnung. Bei nichtbefolgung gibt es ein "Stop+Sitz" oder die Aufforderung zum Handtouch, wenn ich zu langsam und die Leine gespannt war.

- Interessanterweise hat gerade am Anfang ein heftiges Beschwichtigungsgähnen von mir geholfen.

Alles natürlich mit viiiel Geduld und ohne Ablenkung. Bestimmt hat so mancher unserer Spaziergäng eher wie eine Choreographie für Streetdance ausgesehen. Aber wir gehen ja eh Wege wo uns niemand sieht.

Liebe Grüße und Gute Besserung für die Schulter

Andy mit Ina



GEDULD ist der Schlüssel in der Hundeerziehung, Hoffnung das Schlüsselloch!

guste1970 ( gelöscht )
Beiträge:

09.02.2015 22:58
#9 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Danke für eure lieben Tipps, das mit dem Ende der Leine hab ich auch gemacht, bringt im Augenblick nix, nur Leckerlies funktionieren.
Stehen bleiben heißt, den Großen erstmal wie ein Pferd auszubremsen. Dann hab ich ihn aber auch schon auf mir oder auf meinen Füßen oder als Flummi.

Wie gesagt, auf unserer Waldrunde geht es schon etwas besser, ohne Ablenkung, aber er ist wie ein Kleinkind, was blitzschnell alles erkunden muss, zwischendurch genau so schnell Küßchen und Leckerlie, dann weiter ziehen, er könnte ja was verpassen.

Handtouch wäre hilfreich, kann er aber noch nicht, er ist zu unkonzentriert. Auch hier springt er sofort freudig schlabbernd an mir hoch.

Vielleicht hilft mir wirklich erstmal Chrissis Rat weiter, bis seine SD eingestellt ist und er hoffentlich ruhiger wird. So das man mehr mit ihm arbeiten kann. Also Klettergurt und Ruckdämpfer, meiner Gesundheit zuliebe.

Maresa er zeigt Blickkontakt nach Ansprache und ich clickere jeden Blickkontakt und jedes bißchen lockere Leine.

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.049

10.02.2015 01:24
#10 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Unterordnung aufbauen und weniger wollen. Weniger weit gehen. In Kauf nehmen, daß Du ggf. in zehn Minuten nur zehn Meter weit kommst. Erwünschtes Verhalten belohnen, also clickern, wenn die Leine noch locker ist, statt umzuorientieren, wenn er schon zieht. Nach dem Leckerchen SOFORT Blickkontakt/Sitz/Platz o.ä. fordern. So in der Art. :-)

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

10.02.2015 08:07
#11 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Bei Lumpi nützte nur immer die gleiche Strecke zu gehen, bis er die so gut kannte, dass er ansprechbar war. Dann haben wir um ne Ecke verlängert. Und so konnten wir immer länger im aufmerksamen Zustand üben. Je mehr Strecke, desto besser ging es auch bald auf neuen strecken. Die ersten 5 Minuten einer neuen Strecke sind aber mit allen Dreien eine Geduldsprobe. Dann geht's aber super. Und mit Lumpi in einer fremden Gruppe laufen ist auch immer noch schwer. Da hilft es, wenn wir von gehen dürfen.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

Henry Balu Online

spielzeugverrücktes Forums-Phlegma, das temperamentsmäßig vom Mali so weit weg ist wie die Erde vom Mars


Beiträge: 6.015

10.02.2015 10:59
#12 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Hallo Silke, Du schreibst ja dass Joyi ein Hibbel ist und deshalb würde ich versuchen an seiner Ruhe zu arbeiten und ihn immer für alles ruhige belohnen.

Ruhiges Sitzen, ruhiges Angehen und es ist wie Barbara und auch Frau T. schreiben, weniger ist mehr.

__________________________
Liebe Grüße Birgit & Henry

Gib dem Menschen einen Hund und seine Seele wird gesund (Hildegard von Bingen, Benediktinerin, 1098 - 1179).

kaha Offline

passionierte Querdenkerin


Beiträge: 6.232

10.02.2015 11:44
#13 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Seh ich ähnlich: Du kannst auch fürs Langsamerwerden clicken.
Ich würde bei einem TH-Hund vermutlich den Hinweg einfach erstmal abhaken, Geschirr oder was auch immer, wenn das Gewichtsverhältnis es zulässt eine längere Leine, dass er sich erst mal ausspinnen kann. :) Dann denselben Weg zurück ordentlich mit den hier schon genannten Tips.

--

Gruß,
Katharina

Bini Offline

wo die schlangenbißerprobte Spanierin professionell ins Bild gesetzt wird und man knöpfelnd die Welt erobert


Beiträge: 1.754

10.02.2015 12:10
#14 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Da Mina in schlechten Phasen in weniger bekanntem Gebiet zieht wie ein Ochse und all die erprobten Methoden eine noch genervtere Mina hervorbringen, die noch schneller ans Leinenende sprintet, verstehe ich sehr gut, was du meinst... nur dass Mina um einiges leichter sein dürfte.
Wirklich gut läuft es meist nur in bekanntem Gebiet oder wenn ich in fremden Gebiet viel Zeit und Geduld habe (sofern Minas Stresslevel nicht durch andere Umstände zu hoch ist).
Aufgebaut, ähnlich wie Andy beschrieben hat (Leinenende ankündigen, wenn sie nicht langsamer wird vor Leinenende, Richtung ändern - inzwischen wird sie auch mit schleppender Leine langsamer, wenn ich das Signal nehme, dass das Leinenende ankündigt). Das mit dem Handtouch und dem seitlich drehen zum Hund erklärt Bina Lunzer in ihren Videos zur Leinenführigkeit bei youtube ganz gut - bei ihren Videos läuft der Hund dann allerdings neben einem und soll nicht überholen. Das Umorientieren und Leckerlis hinter sich werfen (nicht weit) kann man ja aber auch sonst verwenden.
Wenn Joyi ein Geschirr hat, könntest du die Leine an anderer Stelle festmachen, als sonst, wenn du Leinenführigkeit übst. Falls du mal Lust auf mehr Wegstrecke bekommst, kannst du dann wieder umstöpseln ;)

___________________________________

Liebe Grüße von Karina und der Minamaus

Das Vergleichen ist das Ende des Glücks und der Anfang der Unzufriedenheit.
[Søren Kierkegaard]

AnneCN Offline

weil's Bielefeld ja nicht gibt, mit zwei kleinen Herminen im zauberhaften Teutoburger Wald unterwegs


Beiträge: 8.091

10.02.2015 12:52
#15 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Oh ja, an die Zugpferdchenphase kann ich mich noch gut erinnern und kommt heute noch bei Wildsichtung vor.
Bei Foxy habe ich mit Leckerchen und kurzer Leine gearbeitet, z.B. Leckerchen neben mich fallen lassen, zwei Schritte gehen, wieder Leckerchen fallen lassen u.s.w. Anfangs musste ich sie erstmal auf das Leckerchen aufmerksam machen, irgendwann nicht mehr. Zudem habe ich mit angekündigten Richtungswechseln (hier lang) und Tempiwechseln (schnell, langsam) versucht, mehr Aufmerksamkeit zu bekommen und das spielerisch miteingebaut. Allerdings liefen die ersten 15 Minuten jeden Gassis erstmal so ab, dass ich Foxy volle Schleppleinelänge gab, damit sie etwas rumfegen könnte, sonst wäre danach kein ruhiges Training möglich gewesen.
Blickkontakt bekam ich anfangs nie, ich habe zu Beginn wirklich jede minikleinste Regung in meine Richtung geklickert und variabel belohnt.
Außerdem gab es immer Einheiten, wo ich -mit Bauchgurt und Ruckdämpfer ausgestattet- Foxy nach Gusto habe ziehen lassen.

Bei Jeannie habe ich gar nicht mit Leckerlies gearbeitet, sondern mir das Schnüffelstellenhopping ausgedacht, da Jeannie früher Leckerchen nicht nehmen wollte und die auch jetzt noch nie so hochwertig sind wie Schnüffeln. Ich habe aber auch mit Richtungs- und Tempiwechseln spielerisch gearbeitet, belohnt eben mit dem Zeigen von Schnüffelstellen und mich versucht interessant zu machen, indem ich mich an Büsche, Grashalme etc. gestellt/gehockt habe und Uiuiui sagte. Auch bei Jeannie habe ich jegliche Körperregung in meine Richtung bestätigt und belohnt.

Liebe Grüße von Anne
mit Jeannie und Samu

Foxy, in meinem Herzen bist du immer bei mir.

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