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guste1970

"Mutti" im Dreamteam mit "Miss März", Charakterkopf

Beiträge: 11.800



10.09.2013 22:32
RE: Rudelführer? Zitat ·antworten

Rudelführer?
Bloch erläutert sehr gut, wie sich ein Rudelführer, er nennt es richtiger Weise Aphatier, in einem freilebenden Rudel (Familienverband) und in einem Rudel im Zoo oder Wolfspark verhält. Beides ist recht unterschiedlich und sehr komplex an Körpersprache, kein Mensch kann auf wölfisch oder hundisch ein Alphatier werden.
Und Knurren, auch dem Alphatier gegenüber, ist Teil der Kommunikation. Es gibt ja auch verschiedene Arten und Töne des Knurrens, es ist nicht nur Warnung, es geht auch im Spiel.

Katha, erzähle ihm von Merle, welche knurren kann und es auch tut, nur nicht bei Menschen. Da geht sie lieber gleich nach vorn. Weil sie gründlich gelernt hat, dass knurren ihr bei Menschen absolut nix nützt.
Würde sie mich jemals anknurren, würde ich ganz sicher sofort die Situation auflösen und auf Entspannung gehen.
Das ich ihr alles wegnehmen kann und sie mich nie anknurrt sondern wedelnd dabei vor mir steht, habe ich erreicht, indem ich nie Gewalt sondern Geduld aufbrachte. Sie weiß, entweder sie bekommt es gleich wieder oder etwas anderes Tolles.

Vielleicht versteht er dann.....hoff.

LG Silke & Merle
Die mit der Merle geht...

KerstinKatharina



Beiträge: 1.569



10.09.2013 22:33
RE: Rudelführer? Zitat ·antworten

Zitat von Tante_Haha im Beitrag #88
Nochmal: darum geht es hier aber nicht, das ist immer noch am Thema vorbei. Es geht darum, warum es falsch ist einen Hund für Knurren zu bestrafen.

Sorry, ich hab den Nebenschauplatz mit betreten.

Zitat von Tante_Haha im Beitrag #88
Schön, wenn es bei Mini so gut funktioniert hat. Grundsätzlich bin ich bei einem solchen Vorgehen sehr vorsichtig. Hätte Mini 50kg gewogen, hättest Du sie eben auch ncith 2 Meter tragen und sie wieder absetzen können. Ist schon bei 20kg schwierig. Mit Lumpi habe ich meterweise trainiert. Wenn er stocksteif stehen blieb, haben wir den Spaziergang einfach abgebrochen, ich hab ihn aus der Situation genommen, aber nicht 2 Meter weiter wieder reingesetzt.
Und wenn ein Hund aus Angst um sich beisst, überlegt man sich ein solches Vorgehen ebenfalls ziemlich schnell anders.

Und da sind wir am eigentlichen Punkt. Jeder Hund ist anders, jeder muss und kann anders behandelt werden.
Die eigentliche Frage ist jetzt: sprechen wir hier über einen bestimmten Hund oder über Grundsätzlichkeiten.
Ich denke: jedes einzelne Hundewesen sollte ganz individuell behandelt werden, dies aber ohne dasgrundsätzliche Hundewesen außer acht zu lassen.
Bei meiner Mini war es machbar, weil sie leicht genug war, bei Mini hat es geholfen sie auf "fremde Menschen" loszulassen, weil es ihr geholfen hat wenn sie dabei ein positives Erlebnis hatte.
Und und und.... wir können hier ewig so weitermachen, weil kein Fall dem anderen gleicht.

Und das denke ist die wichtigste Erkenntnis. Wir können nicht von jedem Hund dieses oder jenes erwarten. Wir könnem nicht jedem Hund jenes oder welches beibringen. Wir dürfen von einem Hund nie verlangen, dass er kann was andere Hunde auch können. Kein Hund muss etwas können müssen.
Wir müssen erkennen können was unsere Hunde leisten/ertragen/leben können. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass unsere Hunde nicht überfordert werden. Es ist unsere Aufgabe unseren Hunden soviele Ängste als möglich zu nehmen. Und wir müssen erkenn ob unser Hund einen Menschen kennenlernen möchte/sich von einem Menschen anfassen lassen möchte.

Wie das geht... ist bei jedem Hund und bei jedem Menschen der zum Hund gehört individuell.

Herzliche Grüße
Kerstin&Blue mit Pflegemaus Lia und Maya, Hugo und Mini immer im Herzen



Zufall ist vielleicht das Pseudonym Gottes, wenn er nicht selbst unterschreiben will.
(Anatole France)

Tante_Haha

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa

Beiträge: 39.741



10.09.2013 22:41
RE: Rudelführer? Zitat ·antworten

Zitat von KerstinKatharina im Beitrag #92
Und das denke ist die wichtigste Erkenntnis. Wir können nicht von jedem Hund dieses oder jenes erwarten. Wir könnem nicht jedem Hund jenes oder welches beibringen. Wir dürfen von einem Hund nie verlangen, dass er kann was andere Hunde auch können. Kein Hund muss etwas können müssen.
Wir müssen erkennen können was unsere Hunde leisten/ertragen/leben können. Wir müssen dafür Sorge tragen, dass unsere Hunde nicht überfordert werden. Es ist unsere Aufgabe unseren Hunden soviele Ängste als möglich zu nehmen. Und wir müssen erkenn ob unser Hund einen Menschen kennenlernen möchte/sich von einem Menschen anfassen lassen möchte.

Wie das geht... ist bei jedem Hund und bei jedem Menschen der zum Hund gehört individuell.



Schön zusammengefasst! Es war und ist mir nur wichtig zu betonen, dass "der muss da durch" sehr vorsichtig zu verwenden ist und genau zu definieiren ist. Warum? Nciht weil wir hier von einem speziellien Individuum sprechen, sondern weil es im öffentlichen bereich steht und jeder hier mitlesen kann, nicht nur wir hier, die wir uns in dem Punkt einig sind! Und das, was beim einen Hund ok ist beim Anderen eben nicht ok ist.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
__________________________________________________________________________

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

KerstinKatharina



Beiträge: 1.569



10.09.2013 22:53
RE: Rudelführer? Zitat ·antworten

Zitat von Tante_Haha im Beitrag #93
... Es war und ist mir nur wichtig zu betonen, dass "der muss da durch" sehr vorsichtig zu verwenden ist und genau zu definieiren ist. Warum? Nciht weil wir hier von einem speziellien Individuum sprechen, sondern weil es im öffentlichen bereich steht und jeder hier mitlesen kann, nicht nur wir hier, die wir uns in dem Punkt einig sind! Und das, was beim einen Hund ok ist beim Anderen eben nicht ok ist.

Soviele gibt es gar nicht... weil Du hast da absolut Recht. Auch wenn es eben so ist oder war, dass "der muss da durch" nur zu leichtfertig als Formulierung gewählt wurde. Die Betonung liegt auf "Formulierung". Und im Endeffekt müssen unsere Hunde jeweils "irgendwo durch"... sonst könnten sie nicht bei uns/mit uns leben. Die Abstufung ist eben so sehr wichtig. Was der eine Hund ohne mit der Wimper zu zucken mitmacht ist für einen anderen der blanke Horror.

Also wer auch immer mitliest, denkt bitte daran: verlangt nie nie niemals mehr von Eurem Hund als er leisten/ertragen kann. Das mag mit der Zeit ausbaufähig sein, aber damit ein Hund mehr ertragen/mitleben/erleben kann muss erstmal gefestigt sein wozu er selber bereit ist. Und wenn Ihr und Hund Euch einig seid.... dann, und nur dann, geht es einen Schritt weiter.

Herzliche Grüße
Kerstin&Blue mit Pflegemaus Lia und Maya, Hugo und Mini immer im Herzen



Zufall ist vielleicht das Pseudonym Gottes, wenn er nicht selbst unterschreiben will.
(Anatole France)

catjuscha



Beiträge: 52



13.09.2013 08:26
RE: Rudelführer? Zitat ·antworten

JA, KerstinKatharina.

Diesen Fehler habe ich wohl am Anfang auch gemacht und meine Cati damit total überfordert.

Ich denke, dass das einen wichtigen Teil von Führungsqualitäten beim Hund ausmacht, er vertraut uns schließlich und vertraut darauf, dass alles was wir tun richtig ist und stellt sich dann durch Überforderung für den Hund heraus, dass an dem, was wir tun, zu zweifeln ist, dann sinkt das Vertrauen des Hundes in uns.

Er kann sich nicht mehr sicher sein, dass die Entscheidungen von Frauchen richtig sind.

Also immer alles schön langsam angehen und sich vorsichtig herantasten und den Hund immer im Auge behalten, ob es für ihn noch okay ist oder nicht mehr.

LG Kerstin mit Cati und Elli

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