Sie sind noch nicht angemeldet. Klicken Sie hier und lassen Sie sich kostenlos registrieren, um weitere Rubriken zu sehen und zusätzliche Lese- und Schreibrechte zu erhalten. Impressum 
Bilder Upload
| Übersicht | Suche | Registrieren | login |
| Hundeschule | Aggressionshund | Tierschutz | Toughstuff | Lennie | Impressum/Datenschutz

Anmeldung bitte hier
Dieses Thema hat 39 Antworten
und wurde 1.550 mal aufgerufen

Das Neueste auf einen Blick



 Behaviour (öffentlich)
Seiten 1 | 2 | 3
Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

01.05.2008 00:09
#16 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten


In Antwort auf:
ich kämpfe momentan bei meinen ganzen Übungen mit Lauri (tägliche kurze Fahrten mit dem Auto, Gehorsamsübungen) ständig mit einen schlechten Gewissen dem Hund gegenüber. Er macht das, was ich von ihm verlange nicht gerne - das sieht man ihn an. Er macht es halt, weil ich es will, bzw. weil wir spazieren gehen, wenn er ins Auto geht.


Und dein schlechtes Gewissen merkt Lauri eventuell? Kann es sein, dass es in deiner Haltung bei der Durchführung "dieser Aktionen" durchkommt? Das wäre schon ein wenig kontraproduktiv, nix ist bei einem Hund schlimmer als nicht authentisch zu sein/handeln

In Antwort auf:
Andererseits sagt mir mein Verstand, dass ich ihn zu nicht immer vor allem verschonen kann, dass er (und ich) da einfach mal durchmüssen.


Richtig. Das klingt sehr vernünftig. Und so ist es meiner Meinung nach auch. Schau, du willst ihm ja nix Böses. Autofahren ist die Tür zum Spaziergang (oder zum Urlaub ), Gehorsamsübungen der Schlüssel für positive Rückmeldungen in der Gesellschaft. Bei aller Liebe und Rücksichtnahme, es gibt Dinge, da muss er eben durch. Und bei näherem Hinsehen entpuppen sich diese Dinge ja nicht als wirklich schlecht, sondern als etwas, das durchaus zum normalen Leben gehören kann



Interessant finde ich deinen Zusatz in Klammern: ... dass er (und ich) da einfach mal durchmüssen ...

Offensichtlich bereitet es dir auch Mühe, den Weg zu beschreiten? Das merkt er natürlich, siehe mein Hinweis "authentisch". Straff die Schultern, geh aufrecht! Du willst deinem Lauri nix Böses, du zerbrichst dir den Kopf über ihn, du willst, dass er glücklich ist, du hast dich ja schon im Rahmen des Möglichen ziemlich eingeschränkt, aus Rücksicht auf ihn. Zeit zum Umdenken, damit ihr beide mehr Spaß habt

Unser vorletzter Pflegling ertrug nicht einmal die Hand, die zum Cola-Glas griff, geschweige denn, dass man sich am Kopf kratzen durfte. Autofahren war nicht, Männer ein Graus. Je normaler wir mit ihm umgingen (und auch seine späteren "richtigen" Menschen), desto mehr stabilisierte er sich. Heute strotzt der Kerl vor Selbstbewusstsein, dass der mal ein ängstlicher Hund war, glaubt heute niemand mehr. Es geht, glaub mir. Hilf ihm. Zeig ihm, dass bestimmte Dinge sein müssen und dass sie eben für dich ganz normal sind.

Gibt es in eurem Umfeld einen unbefangenen Hundekumpel, an dem er sich orientieren könnte?

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.049

01.05.2008 01:18
#17 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten

Ich kann mich nur Schle anschließen.

Ich habe zwar mit Ben einen aggressiven Hund (gehabt ;-)), aber auch ich habe eins erfahren: Ich mußte erstmal an mir arbeiten, um ihm helfen zu können. Ich mußte ruhig werden, gelassen in Situationen hineingehen KÖNNEN, damit ich ihm Sicherheit geben konnte. Nun bin ich zum Glück ein eher "konfrontativer Mensch" (wehe, es sacht jetzt einer was dazu ;-)) und neige tendentiell weniger dazu, "wegzulaufen", aber nachdem Ben nun wirklich auf JEDEN Zwei- oder Vierbeiner, der ihm (subjektiv) zu nahe kam, losging, hätte am liebsten auch einen eigenen Wald mit Zugangsverbot für jeden außer uns beiden, gehabt. Ich wußte aber instinktiv: Das ist nicht gut. Das hilft niemandem.

Das Problem ist: WIE kann man an sich arbeiten, wenn man doch aber selbst Angst hat und einem der Hund so furchtbar leid tut? Wenn man allein beim Anblick von Dingen, die ihm Angst machen, selbst nervös wird? Ich kann nur sagen: Du brauchst Hilfe.

Ich fand 1) Menschen, die bereit waren, sich Ben zu stellen, für ihn da zu sein, trotz seiner Aggression.
Ich fand 2) einen Trainer, der fernab von jedem Mitleid einen tollen Hund in Ben sah und seine tollen Eigenschaften. Der mir deutlich machte: Wenn ich DIE wecken wollte, mußte ich wegkommen von menschlicher Rücksicht, weil die das letzte ist, was der Hund braucht. Er sagte und sagt: Je ängstlicher/aggressiver/unsicherer der Hund, desto klarere Strukturen braucht er. Sie deckeln ihn nicht, sie helfen ihm. Er verglich das mit hilflosen Menschen, die neben Liebe und Zuneigung eben auch ein klares Gerüst benötigen, an dem sie sich langhangeln können. Die dringender als alles andere klare Ansagen, klare Führung und dadurch entstehende Sicherheit brauchen. Ich habe an Ben erlebt, daß beides stimmte: Er brauchte meine Ruhe, weil nur aus ihr bzw. meiner eigenen Klarheit Klarheit für ihn entstehen konnte. (Nebenbei, das heißt nicht, daß mein Hund NICHT im Bett schliefe. ;-))
Und ich fand 3) mit diesen Menschen und diesem Trainer Hunde, an die ich Ben gewöhnen und mit denen er lernen konnte, daß nicht alle Artgenossen eine Gefahr waren, die man wegbeißen muß. Und je mehr Hundekontakte er hatte, desto sicherer wurde er dann auch wieder in anderen Bereichen. (Daher meine Frage, wie verträglich er mit anderen Hunden ist, denn wenn er es ist, wie Du ja sagst, dann würde ich Dir AUCH zu möglichst häufigen Spaziergängen mit anderen Hunden (und damit auch anderen Menschen) raten.

Ich denke, Du hast hier auch eine Reihe von Menschen gefunden, die sich einer ähnlichen Problematik stellen mußten. Nimm Schle, die ja die passenden Erfahrungen mit ihrem Pflegling hat, nimm Raschnuck, die gerade eine berührende Geschichte über ihre "Hunde mit Problemen" geschrieben hat, nimm Verena, die mit Jacky immer und immer wieder von vorne anfängt, wenn es sein muß oder nimm Christine, die aus Mielita einen Hund gemacht hat, von dem ich -hätte ich die Vorgeschichte nicht gekannt, gesagt hätte: "Du spinnst, das ist nie und nimmer ein Angsthund."

Lies, erzähl (auch und gerade, wenn Du gefrustet bist) und frag uns Löcher in den Bauch, im Mutmachen sind wir ganz prima, und vielleicht können wir dazu beitragen, daß Du für Dich ruhiger und "anpackender" wirst. Und das, da bin ich sicher, wird dann auch Lauri guttun.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

----

"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Margit Offline

mit offiziell gekürtem Forums-Loverboy und Master im Schnurcheln himself


Beiträge: 4.030

01.05.2008 09:38
#18 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten

Hast du schon mal überlegt auf hömöopathischen Wege etwas unterstützend zu machen?

Wir haben mit Archy vor kurzem damit angefangen und es ist verblüffend, wie merkbar er darauf reagiert.

Falls es dich interessiert: Ich kann dir die Telefon-Nummer unsere Tierklinik geben, die wissen sicher auch jemand in euerer Gegend, der darauf spezialisiert ist.

Viele Grüsse und hör auf die schlauen , dann wird das schon.

Margit

LG
Margit mit Archy
__________________________________________________________________________________

Es gibt keine andere Wahl, als vorwärts zu gehen.
(Fridtjof Nansen)

FrauBine Offline



Beiträge: 3.919

01.05.2008 10:09
#19 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten

Hallo Alex,

ich selbst habe zwar keine großen Erfahrungen mit Angsthunden. Aber ich kann dir sagen, was mir als erstes durch den Kopf ging, als ich diese tollen Bilder von Lauri im Galopp sah: Das ist ein Hund, der ganz offensichtlich voller Lebensfreude steckt! Jetzt muss er nur noch lernen, die auch im täglichen Leben zeigen zu können, sein Angstkorsett abzustreifen.

Und ich glaube, dass du schon auf einem guten Weg bist, wen du ihn nun mehr und mehr Alltagssituationen aussetzt. Was Schle dazu geschrieben hat, halte ich für sehr wichtig: anscheinend bist du ja selbst noch unsicher, ob du das Richtige tust, ob du ihm nicht zuviel zumutest. Ich kann mir gut vorstellen, dass er deine Unsicherheit spürt und sich das auf ihn überträgt, Motto: wenn Frauchen unsicher ist, muss es ja wirklich gefährlich sein!

Deshalb wäre es ganz wichtig, dass du aktiv an deiner Körperhaltung arbeitest, Selbstsicherheit ausstrahlst, dir ihm gegenüber den Anschein gibst, als wäre das, was du mit ihm tust, das Allernormalste von der Welt. Am allerallerallerbesten wäre natürlich, du müsstest dir nicht den Anschein geben, sondern wärst dir tatsächlich sicher. Und das ist der Punkt, an dem wir helfen können: dir Mut zureden, dich unterstützen, dir sagen, dass du das Richtige tust. Darin sind wir groß.

Und wir alle hier wissen, wieviel ein bisschen - und sei es nur virtuelle - Unterstützung helfen kann.

Ausserdem: wenn's mal nicht so rund läuft, kannst du deinen Frust mit uns teilen... wir bauen dich dann schon wieder auf.

Liebe Grüße und viel Erfolg euch beiden - das wird, ganz bestimmt!
Sabine

alex2412 Offline




Beiträge: 60

01.05.2008 11:02
#20 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten

Hallo,
vielen, vielen lichen Dank für Eure Hilfe, Tips und den lieben Worten.
Heute morgen sind wir mit Lauri wieder in den Wald losgezogen. Das Springen ins Auto wird immer besser und flüssiger. Gut, er kauert sich immernoch im Kofferraum zusammen. Ich glaube aber, dass vor allem wieder mal die Sonnenstrahlen, die Schatten überall reinwerfen die URsache sind. Gestern Abend, als keine Sonne mehr schien, saß er sogar aufrecht bis ich losgefahren bin im KOfferraum und hat rausgeguckt.Werden morgen früh eine schwarze Folie für die Heckscheibe kaufen und reinkleben. Vielleicht wird es dann etwas besser.

Ich hab bis jetzt nur Lauris ängstliche Seite dargestellt (wie gesagt: es gibt so viel zu schreiben, das kann man gar nicht an einem Abend aufs Papier bringen). ER hat aber auch noch eine andere Seite. Nämlich die Lebensfrohe Seite. Nämlich dann, wenn er abends im Wohnzimmer liegt (es darf keine Sonne reinscheinen - am besten die Rollos sind unten ) oder wir spazieren gehen.
Da hab ich manchmal das Gefühl, er ist ein ganz shcöner Macho bei dem noch eine gesunde Portion Sturheit dazu kommt. Da kommt er (manchmal) ans sofa, stupst mich an und geniest es, gestreichelt und gekrault zu werden. Da fordert er es regelrecht. Er entscheidet aber auch wann es genug ist, was meiner Meinung nicht korrekt ist.
Beim spazieren gehen ist er wahnsinnig selbständig. Da hab ich immer das Gefühl, dass ich ihm eher lästig bin und er viel lieber seinen eigenen WEg gehen würde und ohne Störung schnuppern und streunen kann. Er ignoriert immernoch, dass er sich nicht immer in die Leine hängen darf zum ziehen - aber gut, da sind wir momentan dran es im beizubringen.(vielleicht mit Halti?) Auch wird er mittlerweile regelmäßig an der Schleppleine immer wieder herangerufen, muss absitzen und darf dann erst wieder auf KOmmando "los" laufen und weiter schnuppern.Manchmal braucht es da auch ein paar Ermahnungen, weil er lieber noch n Gebüsch markiert als gleich zu uns herzukommen. Weiß jemand von euch, wie ich ihn dazu bringe mehr auf uns / mich zu achten?? Mit Leckerchen ist er nicht zu locken. Die sind ihm egal. Im Garten ist es das gleiche. Da hört er mal überhaupt nicht und ignoriert mich.

Heute morgen hab ich ihn auf einem Baumstamm balancieren lassen (mit hoch erhobenen schwanz!) - vielleicht kann ich ihm damit ein bisschen mehr Selbstbewusstsein geben. Er wurde hinterher ausgibig von uns gelobt. Kann mir noch jemand einen Tip geben, wie ich ihm das spielen schmackhaft machen kann? oder ist spielen eher mal unwichtig?
Er sah nämlich eher so aus: "was soll das denn?? warum soll ich jetzt da balancieren wenn ich doch lieber den Baumstamm markieren würde".

so, das war wieder ein längerer Text. Mir kommt das, was ich schreib immer etwas wirr vor. Also gerne immer wieder fragen

Werde mich jetz auch mal in die anderen Themen und eure GEschichten mit den Hunden reinlesen - vielleicht kann ich ja da noch was draus lernen.

LG Alex


Viele liebe Grüße Alex & Lauri

Scraty ( gelöscht )
Beiträge:

01.05.2008 11:22
#21 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten
In Antwort auf:
Nämlich Vermeidung von Situationen.
Mir ist sein leidender Blick wenn er seine Ängste hatte immer so an die Nieren gegangen, dass ich einfach vermieden habe in so eine Situation zu kommen.

Ich kann das so gut nachfühlen,...das mir erstmal weitere Worte schwer fallen,...
In Antwort auf:
letztendlich aber glücklich ihn wieder eingefangen zu haben bevor er in ein Auto laufen konnte. Hinterher haben mir einfach nur die Beine gezittert und ich hab erst mal losgeheult vor lauter Angst um ihn.

Ich kann dazu nur schreiben, das es bei Zoey fast zwei Jahre gedauert hat bis sie statt vor Angst panisch wegzulaufen in meine Richtung lief - ich werde nie vergessen mit welchen Augen sie mich damals angesehen hatte,...und auch nie wie froh ich war in der Situation auch noch helfen zu können,...seither läuft es klein Schrittchenweise immer besser,...Genau das wünsche ich dir mit deiner Lauri auch.

Liebe Grüsse

Kiara
alex2412 Offline




Beiträge: 60

01.05.2008 11:26
#22 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten

Hallo Kiara,
es freut mich riesig, dass es bei euch schon so gut klappt, bzw. Schrittchenweise voran geht. Hast du spezielle Übungen gemacht, dass Zoey jetzt in Angstsituationen auf dich zu kommt, oder hat es einfach die Zeit mit sich gebracht??

Grüße Alex

Viele liebe Grüße Alex & Lauri

Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

01.05.2008 13:09
#23 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten
Sach mal, Alex, wegen der Sonne/Lichteinfall/etc ... sind die Augen ok? Hast du das mal checken lassen?



woodyfan Offline

Wo Unabhängigkeit Lebenseinstellung ist


Beiträge: 140

01.05.2008 17:00
#24 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten
Hallo, Alex, ich habe mir deine Beschreibung von Lauri jetzt zweimal durchgelesen und mir ist aufgefallen:

- Lauri lässt sich von dir und deinem Mann anfassen
- er ist nicht aggressiv
- er muß nicht "bespielt" werden, beschäftigt sich selber
- er springt mittlerweile in den Kofferraum
- er zeigt Freude, wenn ihr nach Hause kommt
- er liegt gern in seiner Kiste
- er liebt Spaziergänge
- er kann "Sitz, Platz und Komm"

Als Problem definierst du seine Angst vor Männern mit Stock und vor flackernden Lichter, Taschenlampen o.ä.

Liebe Alex, bitte trau dir und Lauri einfach mehr zu! Ich weiß, es ist leichter gesagt als getan, aber die Raektionen von Lauri auf deine "Trainingseinheiten" sind doch positiv und er öffnet sich immer mehr! Ich weiß, wovon ich spreche, ich habe auch einen sehr ängstlichen Hund aus dem Tierschutz. Woody lebt auch seit fünf Jahren bei uns, er ist auch sehr autonom, läßt sich nicht gerne anfassen, schon gar nicht von Fremden. Wenn wir ihm zu sehr auf die Pelle rücken, ergreift er die Flucht, bei lauten Geräuschen wie z.B. Staubsauger ebenfalls. Aber er lebt ein zufriedenes Hundeleben, auch ohne Agility oder andere Beschäftigungsmaßnahmen. Es scheint so, daß Lauri auch so ein Kandidat ist. Dein Hund muß nicht "Everybodys Darling" sein. Er ist wahrscheinlich traumatisiert und hat Schreckliches erlebt. Daraus resultiert sein Mißtrauen und seine Bindungsangst. Aber...habt ihr nicht schon sehr viel erreicht? Bitte sieh doch Lauri einmal vor diesem Hintergrund. Er hat jetzt so viele Glücksmomente in seinem Hundeleben!

Sehr traurig macht mich, wenn aus deinem Bekanntenkreis Ratschläge kommen, Lauri sollte eingeschläfert werden! Bitte distanziere dich von solchen Leuten und schütze deinen Hund! Du hast es ja selber schon erkannt...er ist nicht so, wie " Otto Normalverbraucher" sich seinen Hund wünscht, er ist etaws Besonderes!
Übrigens...Woody reagiert auch überhaupt nicht auf Clickern, ist wenig mit Leckerchen zu motivieren und liebt seine großen Spaziergeh-Runden.
Fordere ihn, aber überfordere ihn nicht. Er zeigt dir schon, wenn es genug ist. Du hast einen guten Kontakt zu ihm, das ist wichtig.

Ich wünsche dir und Lauri viel, viel Glück!!
Scraty ( gelöscht )
Beiträge:

01.05.2008 18:11
#25 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten
Hallo Alex,

du wirst das schon schaffen, da bin ich mir ganz sicher.
Ich habe vieles aus dem Bauch raus gemacht oder angelesenes, gesehenes und/oder versucht umzusetzen.Mit der Zeit wurde vieles besser.

Ganz liebe Grüsse
Kiara
Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.049

02.05.2008 04:01
#26 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten

Erstmal: Danke Karin für Deinen Beitrag. Weil er nämlich etwas ganz Wichtiges tut: Statt die Probleme/Schwierigkeiten aufzulisten, erst einmal die schönen und guten Seiten ins Licht rückt. Und DIE Liste ist nicht kurz, sondern zeigt, daß Lauri schon auf dem richtigen Weg ist.

@Alex

Auto/Folie: Wie sieht es mit einer Box für das Auto aus? Bei Ben hat das geholfen, das Gebelle nach draußen und die Reaktionen auf das Generve von draußen von jetzt auf gleich so gut wie vollständig zu unterbinden.

Spielen: Ist eine Definitionsfrage. So, wie Kiara es beschreibt, ist es toll und wichtig. Einfach irgendwie den Hund zwangsbespielen, der eben gar nicht Bällchen holen oder Stöckchen bringen will, ist eher nicht so prickelnd. Monsieur Ben ist auch ein Spielmuffel. Gewesen. Auch heute ist er nicht der "große Tober", aber je mehr er seine Angst und Aggression abwarf, desto offener wurde er für's Spiel. Ich denke, an wirklicher Freiheit hinderte ihn beides zuvor.

Schmusen: Ich persönlich glaube, es ist wichtig, einen guten Grundgehorsam und ein gutes Vertrauensverhältnis aufzubauen. Wenn Du das hast und Dein Hund "draußen" auf Dich achtet, ist es drinnen total egal, wer wann wie und wo mit dem Schmusen anfängt oder aufhört. Ich habe Ben das immer gegeben, wenn er das wollte, einfach, weil ich froh war, daß er es wollte und sich abholte. Und ich habe aufgehört, wenn er es nicht mehr wollte, einfach, weil ich ihn nicht bedrängen wollte. Da ich generell denke, daß Streicheln/Entspannen für das Vertrauensverhältnis wichtig ist, wollte ich gerade damit keinerlei Zwang oder irgendwas Negatives verbunden wissen. Ich für mich kann sagen: Es hat sich ausgezahlt.

Auf Dich achten: Ihn immer und immer wieder während der Spaziergänge ansprechen. Dich mit ihm beschäftigen. Dann kommt das mehr oder minder von selbst, das ist einfach ein Prozeß, den ihr gemeinsam ablaufen lassen müßt.

Halti/Schleppleine: Ich meine, Deine Übung mit der S-Leine sind goldrichtig. So lernt er "mit", auf Dich zu achten. Von Halti halte ich persönlich nicht viel. Hat bei Ben nur solange was gebracht, wie es auch wirklich dran war. Sobald es runterkam, verfiel er in alte Marotten. Wenn Halti, dann ist wichtig, laß es Dir richtig erklären. Habe gestern wieder einen Boxer gesehen, von dem ich weiß, daß er sehr aggressiv mit anderen Hunden ist, der jetzt Halti trägt - mit der Leine nur am Halti festgemacht, keine Verbindung von Leine zum Halsband.

Wichtig finde ich generell, nicht zuviel mit dem Hund zu machen. Gerade wir Menschen mit solchen Hunden wie Ben oder Lauri, die wir was erreichen wollen, vergessen oft, daß das Gegenteil von "gut" "gut gemeint" ist. Wir vergessen über all die Arbeit und das Spiel und die Beschäftigung mit dem Tier, wie wichtig Rückzugsmöglichkeiten, ungestörte Zeiten, in denen er einfach nur da ist, einfach nur rumliegt, sind. Ich habe Ben das immer sehr bewußt gegeben, und er ist heute ein ruhiger, entspannter Hund.

Nicht weniger wichtig finde ich auch gemeinsame Entspannungssequenzen. Gezieltes gemeinsames "Runterkommen", indem man sich zusammen hinsetzt, den Hund streichelt, mit ihm redet, ihm einfach zeigt, wie gern man ihn hat. Klingt eher sentimental, ist aber eine gute Sache, um den Gesamterregungszustand zu senken. Und gerade ängstliche Hunde stehen oft unter einer Art "Dauerstrom".

Mir kommt diese starke Überempfindlichkeit gegen Sonne/Taschenlampe/Licht extrem seltsam vor. Ich greife Schles Frage auf: Bist Du sicher, daß mit seinen Augen alles okay ist?


Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

----

"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

alex2412 Offline




Beiträge: 60

02.05.2008 09:45
#27 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten

Zitat von Schle Miel
Sach mal, Alex, wegen der Sonne/Lichteinfall/etc ... sind die Augen ok? Hast du das mal checken lassen?


Hallo,
also die Augen direkt habe ich noch nicht untersuchen lassen. Er wurde wohl im Tierheim durchgecheckt und ich war ab und an mal in der KLinik zum impfen. ABer er wurde halt immer nur mal so pro forma untersucht.
Ansich glaub ich nicht, dass er was mit den Augen hat. Also was die äußeren Anzeichen betrifft. Er erkennt mich schon aus der Ferne - da muss ich nicht mal was sagen, die Augen sind klar, tränen nicht etc.

Ich muss aber eh die nächste Zeit zum impfen - da werde ich den Tierarzt mal darauf aufmerksam machen...hoffe er lässt sich diesmal anfassen ohne dass sie ihn wieder einen Maulkorb verpassen wollen.

Grüße Alex

Viele liebe Grüße Alex & Lauri

alex2412 Offline




Beiträge: 60

02.05.2008 10:03
#28 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten
Zitat von woodyfan
Hallo, Alex, ich habe mir deine Beschreibung von Lauri jetzt zweimal durchgelesen und mir ist aufgefallen:

- Lauri lässt sich von dir und deinem Mann anfassen
- er ist nicht aggressiv
- er muß nicht "bespielt" werden, beschäftigt sich selber
- er springt mittlerweile in den Kofferraum
- er zeigt Freude, wenn ihr nach Hause kommt
- er liegt gern in seiner Kiste
- er liebt Spaziergänge
- er kann "Sitz, Platz und Komm"

Als Problem definierst du seine Angst vor Männern mit Stock und vor flackernden Lichter, Taschenlampen o.ä.

Liebe Alex, bitte trau dir und Lauri einfach mehr zu! Ich weiß, es ist leichter gesagt als getan, aber die Raektionen von Lauri auf deine "Trainingseinheiten" sind doch positiv und er öffnet sich immer mehr! Ich weiß, wovon ich spreche, ich habe auch einen sehr ängstlichen Hund aus dem Tierschutz. Woody lebt auch seit fünf Jahren bei uns, er ist auch sehr autonom, läßt sich nicht gerne anfassen, schon gar nicht von Fremden. Wenn wir ihm zu sehr auf die Pelle rücken, ergreift er die Flucht, bei lauten Geräuschen wie z.B. Staubsauger ebenfalls. Aber er lebt ein zufriedenes Hundeleben, auch ohne Agility oder andere Beschäftigungsmaßnahmen. Es scheint so, daß Lauri auch so ein Kandidat ist. Dein Hund muß nicht "Everybodys Darling" sein. Er ist wahrscheinlich traumatisiert und hat Schreckliches erlebt. Daraus resultiert sein Mißtrauen und seine Bindungsangst. Aber...habt ihr nicht schon sehr viel erreicht? Bitte sieh doch Lauri einmal vor diesem Hintergrund. Er hat jetzt so viele Glücksmomente in seinem Hundeleben!


vielen, vielen Dank für deine Erzählung über Woody. Mir scheint wirklich, er und Lauri haben viel Ähnlichkeit miteinander. Selbst das "auf die Pelle rücken", autonom und nicht gerne anfassen kenn ich nur zur Genüge. Ich denke, ich muss das wirklich akzeptieren, dass ich nie einen "Schoßhund" aus ihm machen werde - er aber dennoch ein glückliches Leben bei mir führt.
Mein Freund sieht z.B. seine Angst vor Licht überhaupt nicht so eng wie ich. Er ist einfach der Meinung, dass er sich halt dann unterm Bett oder in seine Hundekiste verzieht, wenn er Angst hat. Ich bin da eher emotional und möchte ihn unbedingt vor seiner Angst "befreien" weil er mir in solchen Momenten einfach leid tut. Für meinen Freund steht an erster Stelle das PRoblem, dass der Hund lernen muss beim Spazierengehen auf uns zu hören - sein Traum wäre es wohl, wenn er ihn ohne leine neben sich beim Joggen herlaufen lassen könnte

In Antwort auf:
Sehr traurig macht mich, wenn aus deinem Bekanntenkreis Ratschläge kommen, Lauri sollte eingeschläfert werden! Bitte distanziere dich von solchen Leuten und schütze deinen Hund! Du hast es ja selber schon erkannt...er ist nicht so, wie " Otto Normalverbraucher" sich seinen Hund wünscht, er ist etaws Besonderes!


DAs Distanzieren ist schon geschehen . Was will man mit sog. Freunden, die nicht mal merken, wie sie mich mit ihren abfälligen Bemerkungen über meinen geliebten Hund verletzen??

In Antwort auf:
Übrigens...Woody reagiert auch überhaupt nicht auf Clickern, ist wenig mit Leckerchen zu motivieren und liebt seine großen Spaziergeh-Runden.


Die großen Spaziergänge liebt Lauri auch - das ist das höchste was man ihm bieten kann. Deshalb haben wir ja sogar dieses Jahr "Urlaub auf dem Reiterhof" mit vielen Wandermöglichkeiten in Österreich gebucht.
Wir werden Lauri jetzt ein paar Knacker kaufen. Auf den "click" reagiert er - die Leckerchen mag er nur nicht.Vielleicht lässt er sich ja mit den Knackern "bestechen", bzw. verbindet mit denen eine Belohnung wenn er auf Zuruf her kommt

Viele liebe Grüße Alex & Lauri

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.049

02.05.2008 14:22
#29 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten
Zitat von alex2412
Ich muss aber eh die nächste Zeit zum impfen - da werde ich den Tierarzt mal darauf aufmerksam machen...hoffe er lässt sich diesmal anfassen ohne dass sie ihn wieder einen Maulkorb verpassen wollen.


Hey Alex,

ich persönlich würde es besser finden, wenn Du versuchen würdest, ihm im Vorfeld den Beißkorb "schmackhaft" zu machen, ihn also selbst daran zu gewöhnen. Kiara hat mit Zoey gerade geübt, und Margit kann Dir genau berichten, wie sie es bei Archy angestellt hat, daß er sogar fröhlichstens über die Wiese hoppelt, wenn er das Ding anhat. Der Druck beim TA, wenn der ihn (vielleicht noch mit Deiner Hilfe) zusätzlich durch das Anlegen malträtiert, ist enorm, Du steigerst ihn unnötig, denn Lauri ist ja eh schon in Mega-Panik. Dazu kommt, daß es nicht ganz ungefährlich ist, Lauri erst unbemaulkorbt mitzunehmen und erst da noch Risiken einzugehen, die vermeidbar wären.

Wenn Du eine große Untersuchung machen läßt (also auch Blutabnehmen, um Schilddrüse und Mittelmehrkrankheiten checken zu lassen, Ohrenuntersuchung, Zähne gucken usw., denn überall da können ja "Herde" sein), würde ich Dir den Rat geben, laß Lauri lieber narkotisieren. Das ist zwar eine Belastung für den Körper, aber ein Klacks gegen den immensen Streß. Ich habe das mit Ben beim großen Check machen lassen, habe es einfach vorher mit der TÄ abgesprochen, die dann rauskam, ihm die Spritze setzte (Ben war vorher bemaulkorbt, natürlich), und er schlummerte sanft in meinem Armen ein und kriegte von der Untersuchung nichts mit. Er wurde genauso sanft in meinem Armen und im Auto wach. Das ist keine Lösung "für alle Tage", aber für etwas, das langwieriger und für den Hund sehr belastend ist, taugt es allemal, finde ich.

Ich habe ganz generell die Erfahrung gemacht, daß es besser ist, wenn wir Menschen Dinge aktiv angehen. In diesem Fall also: Nicht hoffen, daß er sich anfassen läßt, sondern schon vorher einen Plan machen, den umsetzen, soweit es Euch vorher möglich ist (Beißkorbtraining) und vor Ort sowenig Hektik wie möglich aufkommen lassen (Narkose).

Zum Thema "er wird nie ein Schmusehund": Das würde ich so nicht unbedingt sagen. Ben fand jedes Anfassen, jede Annäherung anfangs furchtbar. Er reagierte auf alles aggressiv, weil er Angst hatte, verzog sich, wo er konnte, wollte nur seine Ruhe. Ich habe auch Streicheln konsequent mit ihm geübt. Heute schläft er am liebsten mit dem ganzen Körper lang an meinem, kommt kuscheln, wenn ich ihm nicht schnell genug bin und hat sogar, nachdem auch Freunde von mir ihm Riesen-Chancen gaben, indem sie auf ihn und seine Schwierigkeiten eingingen (NICHT Rücksicht nahmen, sondern MIT ihnen und ihm umgingen), jetzt angefangen, von sich aus menschliche Kontakte zu suchen. Erst ließ er sich nur füttern, dann ließ er sich von zwei Menschen auch kraulen, dann kam ein dritter hinzu, ein vierter. Fütterer hat er jetzt schon ganz schön viele, Streicheler eine Handvoll, und gestern waren wir bei einer Hundehalterin, die Ben vorher nur einmal gesehen hatte, bei ihr zu Hause. Allein, daß ich mit ihm zu einem anderen Menschen und einem anderen Hund (ein wuseliger Galgo, der wahrscheinlich eher ein Podi-Mix ist ;-)) in die Wohnung gehe, wäre früher undenkbar bewesen. Unangeleint? Noch undenkbarer. Ohne, daß ich dauernd eine Auge auf ihn habe? Utopie. Ich in einem anderen Raum, er bei dem anderen Menschen und dem anderen Hund, allein, sich streicheln lassen und bettelnd? Illusion. Aber: All das passierte gestern. Ben lief frei in der Wohnung rum, ich reparierte einen PC, Halterin und anderer Hund bereiteten in der Küche derweil das Abendessen, und er stand dabei und wartete, daß was für ihn abfiel. Beim Essen selbst streichelte ihn die Frau, nachhher griff sie mehrfach über ihn weg, der Wusel-Hund hatte ihn vorher auf dem Spaziergang als Hürde, über die man hüpfen kann, benutzt - hättest DU MIR vor einem halben Jahr gesagt, daß das mit Ben möglich sein würde, ich hätte gesagt, Du spinnst.

Unsere Hunde sind oft sehr, sehr verblüffend und zeigen uns, daß sie viel mehr abstreifen und neu erwerben können als wir glauben. WENN WIR es fördern und ihnen auf ihre Art, ihnen angemessen, dabei helfen.

Laß nicht Deine Ängste Lauri im Weg stehen. Glaube an ihn, er kann alles. Schau bei Raschnuck, frag sie, ob sie daran geglaubt hätte, daß ihr aggressiver Hund Rettungshund werden könnte, sie ihre DREI "Problem-Hunde" so zu total normalen Hunden hätte machen können.

Und schau Dir die Bilder von Lauri an. Du siehst, was in ihm steckt. Der kann mehr und will mehr, als Du bis jetzt glaubst. :-)

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

----

"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

woodyfan Offline

Wo Unabhängigkeit Lebenseinstellung ist


Beiträge: 140

02.05.2008 15:49
#30 RE: Lauris Ängste - wie fortfahren? Zitat · Antworten


Ja, es gibt sicher eine Menge Ähnlichkeiten zwischen Lauri und Woody. Zum Schmusen noch eine Anekdote: Woody schmust NIE von sich aus mit uns, d.h., er springt nicht auf die Couch neben uns, er legt sich nicht auf den Schoß (würde er NIEMALS machen...)....aber...er stupst seit ungefähr einem Jahr ganz vorsichtig mit seiner Schnauze an unser Bein oder Arm, wenn er etwas möchte! Ein Riesenfortschritt, wie ich finde! Natürlich loben wir ihn dann und freuen uns ein Loch ins Bein, etwas, was für andere Hundebesitzer wahrscheinlich nervig und unerwünschtes Verhalten ist, ist für einen ängstlichen Hund ein kleines Wunder!

Den Traum, Woody immer ohne Leine laufen zu lassen, haben wir auch schon ausgeträumt. Es geht leider nicht überall, weil der Jagdtrieb zu groß ist. Für`s Joggen gibt es aber spezielle Leinen, vielleicht möchte dein Freund das einmal ausprobieren.

Das du Lauris Ängste "wegnehmen" möchtest, kann ich auch gut verstehen!! Aber denk immer daran, welche Schritte ihr schon gegangen seid und wieviel Vertrauen euch Lauri schon geschenkt hat. Er wird wahrscheinlich immer ein ängstlicher und vorsichtiger Hund bleiben. Aber ich glaube ja immer, man sucht sich den Hund aus, der zu einem passt! Vielleicht bist du ja auch eher sensibel und zurückhaltend im Umgang mit anderen Menschen...wie Lauri.

Seiten 1 | 2 | 3
Aufreiten »»
 Sprung