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 Behaviour (öffentlich)
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Piraki Offline




Beiträge: 56

13.12.2011 16:55
#46 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Mein Problem ist: Pirry riecht den Hund schon, bevor ich ihn sehen kann!

Beispiel letzte Woche: Wir gehen am Waldrand spazieren, er ist immer an der Leine (lang), wenn es unübersichtlich wird, halte ich die Leine kurz. Viel Dickicht hat es da und er fiepte plötzlich und hüpfte. Ich dachte, da käme evtl. ein Reh o. ä. - nein, von weitem habe ich dann gesehen, dass eine Frau mit ihrem Hund aus dem Wald kam! Nicht uns entgegen, sondern weiter vorne weg.

Seit Pirry trage ich richtige Schlammstiefel, damit wirklich jeder Ausweg genutzt werden kann.

Heute Mittag wieder etwas Gutes: Einen Engpass gibt es auf dem Weg und da gibt es kein "ins-Gebüsch-springen", dann steckt man nicht nur fest, sondern hat auch sämtliche Dornen und Nadeln im Hintern. Hund und Herrchen, die uns entgegen kamen, die kennt er eigentlich schon. Klar, erst in die Leine geschmissen, ich habe ihn dann gepackt am Geschirr und hoch genommen, nicht auf der Seite des anderen Hundes, sondern unter den Arm am Rand des Weges. Meine Mutter hat dann seinen Kopf zwischen die Hände genommen und ihn kurz angesprochen. Dann haben wir mit dem "Herrchen" geredet - und - hey, der Pirry war mal kurz richtig still, obwohl der andere Hund noch da saß (in gebührendem Abstand, er ist nämlich selbst scheu) und auch nach der Verabschiedung hat er sich nicht so ausgetobt wie sonst. Wir haben das als richtiges Erfolgserlebnis gewertet. Vielleicht erkennt er zumindest jetzt die wenigen Hunde, die in seiner Umgebung leben und die zum Glück wirklich sehr sozial sind (inkl. der Herrchen und Frauchen).

Aufgeregt bin ich auf morgen!

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Piri Piri - echt scharf
-------------------------------------
Nie vergessen werde ich: Peter (unser schlaksiger Schwarzer), Teddy (auch Krokodil genannt), Tira (die kleine Miss) und King (der sanfte Riese)

Imzadi Offline

wo Trainingsziel "allein aus Stolz Halsband anlegen" ist


Beiträge: 629

13.12.2011 17:05
#47 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Zitat
Pirry riecht den Hund schon, bevor ich ihn sehen kann!


Das ist doch gut, dann kommt es gar nicht erst zum gefürchteten unerwarteten Frontalcrash an der Ecke! Pirry hat dir dann ja schon gesagt, dass da ein Hund ist.

Wenn ich merke, dass Nike aufgeregt schnüffelt und sich steif macht (Anzeichen für "Hoppla, hinter dieser Ecke lauert ein Hund"), geh ich erst gar nicht um diese Ecke. Ich weiche aus, gehe zurück oder bringe mich in eine Position in der Nike ausreichend Abstand hat, sollte dort jetzt ein Hund um die Ecke kommen. Bei uns funktioniert auch "Zeigen und Benennen" ganz gut.

Ich habe auch schon Spaziergänge abgebrochen (und tue es immer noch), wenn die Hundeanzahl zu groß und der Stress zu heftig für Nike wurde. Es gibt Gott sei Dank sooo viele Alternativen, die nicht beinhalten frontal auf einen anderen Hund zuzumarschieren. Ein bisschen erfinderisch muss man natürlich sein, das ist wohl so.

LG,
Julia mit hopsender Rennsemmel Nike

JamyCato Offline




Beiträge: 155

13.12.2011 18:04
#48 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Zitat von Piraki
Klar, erst in die Leine geschmissen, ich habe ihn dann gepackt am Geschirr und hoch genommen, nicht auf der Seite des anderen Hundes, sondern unter den Arm am Rand des Weges. Meine Mutter hat dann seinen Kopf zwischen die Hände genommen und ihn kurz angesprochen. Dann haben wir mit dem "Herrchen" geredet - und - hey, der Pirry war mal kurz richtig still, obwohl der andere Hund noch da saß (in gebührendem Abstand, er ist nämlich selbst scheu) und auch nach der Verabschiedung hat er sich nicht so ausgetobt wie sonst. Wir haben das als richtiges Erfolgserlebnis gewertet.



Hört sich für mich irgendwie nicht gut an. Habe da ein komisches Bild beim lesen vor Augen, dass der Hund am Geschirr gepackt wird, die Mutter den Kopf festhält und Ihn anspricht. Irgendwie wie Zwangsjacke.

Nicht böse verstehen bitte. Kann ja auch sein, dass es halt einfach anders gemeint ist als geschrieben. Aber dieses beschriebene Bild hat sich gleich in meinen Kopf gesetzt.

Habe am Anfang was von einer Futtertube gelesen. Wäre das nicht eine Möglichkeit gewesen. Also und Futtertube?

Vielleicht kannst mich aufklären.

Wünsche Dir weiterhin gute Spaziergänge und einen ruhigeren Pirry

Liebe Grüße
Sandra und Ihre Fellnasen Jamy & Cato

Piraki Offline




Beiträge: 56

13.12.2011 18:53
#49 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Er lässt sich noch nicht ablenken, wie das funktionieren könnte, das werde ich hoffentlich morgen lernen, wenn der Termin nicht aufgrund des starken Sturms gestrichen werden muss.

Spaziergänge werden übrigens auch bei uns unterbrochen, wenn zu viele Hunde unterwegs sind.

Das mit dem "am Geschirr packen" bedeutet: Festhalten und auf den Arm heben! Am Kopf halten bedeutet: Ihn auf sich lenken und wenn er ruhig ist streicheln. Auf dem Arm funktioniert der Blickkontakt seltsamerweise besser. Keine Gewaltanwendung! Festhalten muss ich ihn schon, denn er hat sich anfangs schon auf einen Hund gestürzt, raus aus dem Geschirr und drauf. Allerdings nicht zwangsjackenmäßig, er hat noch genug Freiheit, um mir z. B. die Brille von der Nase zu hauen (vor 2 Wochen passiert).

Wenn es funktioniert, dass er auf dem Arm ruhiger wird - dann versuchen wir es eben, wenn es ihm hilft.

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Piri Piri - echt scharf
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DeMo Offline

Diplom-Eierfinderin mit Weltherrscherin auf eigenem Thron mitsamt immer geliebterem Prügelknaben


Beiträge: 4.427

13.12.2011 21:20
#50 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Ganz ehrlich, das:

Zitat von JamyCato

Zitat von Piraki
Klar, erst in die Leine geschmissen, ich habe ihn dann gepackt am Geschirr und hoch genommen, nicht auf der Seite des anderen Hundes, sondern unter den Arm am Rand des Weges. Meine Mutter hat dann seinen Kopf zwischen die Hände genommen und ihn kurz angesprochen. Dann haben wir mit dem "Herrchen" geredet - und - hey, der Pirry war mal kurz richtig still, obwohl der andere Hund noch da saß (in gebührendem Abstand, er ist nämlich selbst scheu) und auch nach der Verabschiedung hat er sich nicht so ausgetobt wie sonst. Wir haben das als richtiges Erfolgserlebnis gewertet.



Hört sich für mich irgendwie nicht gut an. Habe da ein komisches Bild beim lesen vor Augen, dass der Hund am Geschirr gepackt wird, die Mutter den Kopf festhält und Ihn anspricht. Irgendwie wie Zwangsjacke.




habe ich beim lesen auch so empfunden.

Warum musste Pirry überhaupt so nah an den anderen Hund? Hättet ihr nicht umkehren und an einer übersichtlicheren Stelle zur Seite gehen können? Für mich hört sich das auch so an, als würde sich durch euer Verhalten Pirrys unsicherheit vergrößern. Ich würde sagen, Pirry hat nicht getobt, weil er sich in sein Schicksal gefügt hat.

BITTE mutet dem kleinen Kerl sowas nicht zu. Weicht IMMER aus, wenn das nicht geht, dreht um. Ist es zu spät und ihr werdet überrascht, Augen zu und durch, aber bitte zwingt ihn nicht, so eine Situation auszuhalten.

Ich suche mal nach der Erklärung, die Frau T. immer zu diesem Thema schreibt. Sie ist sehr gut verständlich und nachvollziehbar geschrieben. Vielleicht kannst du dann besser verstehen, wie es Pirry in dem Moment geht und es fällt dir dann leichter, mit der Situation klarzukommen.

Liebe Grüße
Mo mit Kajla aka Madame Schnupptulla, aka DAS Schnuppertier,aka Madame Naseweiß
und Rambo dem Zotteltierchen, aka das Schnüüüchen

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„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“
Antoine de Saint-Exupery (Werk: Der kleine Prinz)

DeMo Offline

Diplom-Eierfinderin mit Weltherrscherin auf eigenem Thron mitsamt immer geliebterem Prügelknaben


Beiträge: 4.427

13.12.2011 21:32
#51 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Ich kann das Beispiel grade auf die Schnelle nicht finden. Vielleicht weiß jemand anderes noch, wo es ist? Sonst suche ich nachher nochmal, wenn ich mehr Zeit habe.

Liebe Grüße
Mo mit Kajla aka Madame Schnupptulla, aka DAS Schnuppertier,aka Madame Naseweiß
und Rambo dem Zotteltierchen, aka das Schnüüüchen

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Antoine de Saint-Exupery (Werk: Der kleine Prinz)

AnneCN Offline

weil's Bielefeld ja nicht gibt, mit zwei kleinen Herminen im zauberhaften Teutoburger Wald unterwegs


Beiträge: 8.091

13.12.2011 21:53
#52 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Ich habe auch Bauchschmerzen bei deiner Beschreibung bekommen .

Zitat von Piraki
Am Kopf halten bedeutet: Ihn auf sich lenken und wenn er ruhig ist streicheln. Keine Gewaltanwendung!


Bitte, bitte nicht den Kopf des Hunde zwischen die Hände nehmen und ihn -direkt- anschauen, das ist eine Bedrohung für ihn.

Zitat von Piraki
Wenn es funktioniert, dass er auf dem Arm ruhiger wird - dann versuchen wir es eben, wenn es ihm hilft.


Ganz ehrlich -und bitte nicht böse sein- ich zweifle daran, dass es Piri so und auf diese Art und Weise hilft. Ich glaube eher, dass er sich seinem Schicksal ergibt.
Wie war denn die Situation in der er dir die Brille runterriss?

Ich nehme meine Jeannie auch hin und wieder auf den Arm, aber das haben wir quasi trocken geübt, Zuhause und auf keinen Fall in Stressituationen.

Was ich auch nicht so ganz verstehe, warum ihr stehen bleibt und euch mit dem Herrchen oder Frauchen des anderen Hundes unterhaltet? Also da bin ich ja völlig unverschämt , mein Hund will Abstand bzw. schnelle Distanzvergrößerung, da habe ich sicher keine Zeit für eine Unterhaltung. Ein schneller Gruß -wenn überhaupt- und weg sind wir.
Manchmal habe ich nichtmal für ein "Hallo" den Kopf, weil meine ganze Aufmerksamkeit meinen Hunden gilt/gelten muss.

Ich hoffe und drücke die Daumen, das euer Trainer hilfreiche Tipps für euch hat .

Liebe Grüße von Anne
mit Jeannie und Samu

Foxy, in meinem Herzen bist du immer bei mir.

Aimie Offline

Erfinderin des Berufsbildes des Slerbs, die zwischen den Schnauzen von Frau Diva und Herrn Traber komischerweise Halsbänder sucht


Beiträge: 2.383

13.12.2011 22:18
#53 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Zitat von Piraki
Mein Problem ist: Pirry riecht den Hund schon, bevor ich ihn sehen kann!

Beispiel letzte Woche: Wir gehen am Waldrand spazieren, er ist immer an der Leine (lang), wenn es unübersichtlich wird, halte ich die Leine kurz. Viel Dickicht hat es da und er fiepte plötzlich und hüpfte. Ich dachte, da käme evtl. ein Reh o. ä. - nein, von weitem habe ich dann gesehen, dass eine Frau mit ihrem Hund aus dem Wald kam! Nicht uns entgegen, sondern weiter vorne weg.



Das ist die Beste Übungssituation.
Nochmal!!
Du musst aktiv werden!!!
In der Situation musst du aktiv den Abstand weiter vergrößern, bis er die Möglichkeit hat seine Aufmerksamkeit auf dich zu lenken.


Zitat
Heute Mittag wieder etwas Gutes: Einen Engpass gibt es auf dem Weg und da gibt es kein "ins-Gebüsch-springen", dann steckt man nicht nur fest, sondern hat auch sämtliche Dornen und Nadeln im Hintern. Hund und Herrchen, die uns entgegen kamen, die kennt er eigentlich schon.




Wenn es zu Seite nicht geht, zurück geht es IMMER!!


Stelle dir jemand mit einer Spinnenphobie vor.
Derjenige würde kreischend weglaufen, wenn er die Biester sieht.
Wenn ich nun denjenigen in einen Raum mit einer Spinne setze kann ich ihn noch so lange auf dem Arm haben und ihm gut zureden, er wird sich irgendwann nur "ergeben" und hoffen das es aufhört.
Wenn man jedoch hingeht und den Abstand von der Spinne aktiv vergrößert, wird die Angst ab einer gewissen Entfernung so "ertragbar" das er sich wieder auf etwas anderes konzentrieren kann.
Zudem gewinnt derjenige das Vertrauen, dass er nach und nach langsam aber sicher immer ein kleines Stück näher geht.

Das ist ungefähr die Erklärung, warum es nicht wirklich ein schönes Erlebnis ist.

Du musst deutlich umdenken um Pirry Selbstsicherheit und Vertrauen zu geben.

Und zwar aktiv...
Merkst du, dass er unruhig wird gehe mit ihm rückwärts, so lange, bis er dir wieder Aufmerksamkeit schenken kann, dann wird mit Futter belohnt (Leberwurst ist was ganz tolles, oder Blutwurst)

So wirst du lernen wie groß der Abstand von Pirry zu anderen sein muss, damit er keine Angst hat und sich sicher fühlt.

Clickert ihr? Habe ich das überlesen?

LG von Ilka mit Aimie und Soxi

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Heute ist das Morgen über das du dir gestern Sorgen gemacht hast.

Und alles ist gut!

DeMo Offline

Diplom-Eierfinderin mit Weltherrscherin auf eigenem Thron mitsamt immer geliebterem Prügelknaben


Beiträge: 4.427

13.12.2011 22:53
#54 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

So, gefunden. In dem Thread ging es zwar um Besuch, aber das Prinzip bleibt ja gleich.

Zitat von Tante_Haha
(...)
Das Wichtigste ist das Verhalten zu verstehen. Ich erkläre Dir das mal anhand eines Beispiels:

Nimm mal an, Du hast Angst vor Spinnen. Sobald Du eine Spinne siehst, fängst Du an zu schreien und bekommst Gänsehaut. Sobald Du den ersten Schreck überwunden hast, rennst Du weg und wartest, dass Dir jemand zu HIlfe kommt. Mal angenommen Dein Partner, Deine Mutter oder wer auch immer, hat keine Angst vor Spinnen. Ich unterstelle mal, dass Du Vertrauen zu dieser Person hast. Hilft Dir diese Tatsache dabei Deine Angst zu überwinden? Vermutlich nicht, denn die Angst basiert auf einem Auslöser, der mit dieser Person nichts zu tun hat.

Was ist "Ziel" dieser Angst? Du möchtest, dass der Auslöser (also die Spinne) verschwindet. Das kannst Du erreichen, indem Du wegläufst oder angreifst (z.b. die Spinne tot treten).

Wenn nun die Person Deines Vertrauens Folgendes macht, würde das die Angst verschlimmern, würde sie gleichbleiben oder weniger werden?

* Die Person kommt dazu und schreit Dich an "Das ist doch nur eine Spinne!!!"
* Die Person ignoriert Dich, denn sie hat ja keine Angst vor der Spinne und tut so, als ob nichts wäre
* Die Person nimmt Dich in den Arm und sagt Dir, dass alles in Ordnung ist, geht mit Dir in genügend Abstand an der Spinne vorbei und gibt Dir noch Schokolade dazu.

Im ersten Fall würde sich der Streß vermutlich noch verstärken: Spinne und schreiende Person. Die Angstreaktion würde vielleicht sogar gesteigert werden.
Im zweiten Fall wäre Dir auch nicht geholfen, das Vertrauen zu dieser Person könnte sogar darunter leiden, weil Du Dich mit Deiner Angst alleingelassen fühlst.
Im dritten Fall würdest Du Dich verstanden fühlen. Vielleicht hättest Du keinen Sinn für Schokolade, aber schaden würde sie nicht. Im Besten Fall hilft Dir die Schokolade Deine stimmung positiv zu beeinflussen und das in Gegenwart der Spinne.

So... kommen wir zurück zum "Ziel" der Angst. Du willst, dass die Spinne verschwindet und Du hast die Wahl zwischen flüchten oder angreifen. Die körperlichen Reaktionen der Angst kannst Du willentlich nicht beeinflussen, weil es sich um Streßreaktionen handelt.
Nun unterstelle ich mal, Du würdest ab sofort nicht extra schreien, wenn Du eine Spinne siehst, damit Du Schokolade bekommst .
Aber wenn etwas zusätzlich negatives hinzugefügt wird, würde die Angst verstärkt werden (z.B. noch mehr Spinnen, ein schreiender Partner, jemand, der einen sogar noch schubst, etc.)

Wenn die Person Dich ignoriert, würdest Du eine Variante wählen und Dich in Zukunft danach verhalten. Du bekommst Erleichterung wenn Du wegläufst? Dann wirst Du das künftig tun. Dir geht es gut, wenn Du die Spinne tot haust? dann wird wohl Angriff die Variante Deiner Wahl werden. Und wenn du nicht weglaufen kannst, wird die Wahl auf den Angriff fallen.
(...)




Du kannst noch das Beispiel mit dem Festhalten einbauen. Also so in etwas: Wie würdest du dich fühlen, wenn dich jemand in dieser Situation festhalten würde und das auch noch am Kopf? Also ich fände das nicht sehr schön

Liebe Grüße
Mo mit Kajla aka Madame Schnupptulla, aka DAS Schnuppertier,aka Madame Naseweiß
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JamyCato Offline




Beiträge: 155

14.12.2011 08:41
#55 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Hallo Piraki,

vielen Dank für die Erklärung. Kann mich aber auch den Argumenten von den anderen ein wenig anschließen.

Hat Dein Trainer oder Trainerin dabei schon mal zu sehen können, wenn Ihr Ihn auf dem Arm nehmt? Kommt vielleicht der Tip sogar von Ihm/Ihr?

Für mich als Außenstehender ist es schwer Dir da richtige Tips zu geben. Ich habe ja nicht, wie Trainer oder auch wie einer der einigen Besitzer mit ähnlichem Problemen, Erfahrungen in dem Bereich.

Nur mein Bauchgefühl, das sagt ich würde in solchen Situationen eher den Abstand vergrößer bis mein Hund wieder ansprechbar ist und dann langsam versuchen wieder näher dem anderen Hund zu kommen vorrausgesetzt, dass mein Hund weiter Ansprech bar ist. Sollte der Fall nicht sein, dann würde ich wieder Abstand nehmen kurz warten und dieses Übung für den heutigen Tag und den Moment abschließen und ganz gehen.

Ich bin gespannt, was Dein Trainer sagt und freue mich auf Deinen Bericht.

Liebe Grüße
Sandra und Ihre Fellnasen Jamy & Cato

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

14.12.2011 10:53
#56 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Ich finde es nicht grundsätzlich falsch einen Hund in einer brenzlichen Situation auf den Arm zu nehmen. ABER und das ist das Entscheidende: man geht SOFORT aus der Situation und bleibt nicht mit dem Hund auf dem Arm stehen. Sonst kann es leicht passieren, dass man den Hund dann beim nächsten Mal im eigenen Arm hängen hat, weil er versucht sich zu wehren. Ausserdem sollte man von weiteren einengenden Handlungen wie Kopf in die Handnehmen tunlichst die Finger lassen.

Ich halte das auf den Arm nehmen in Ordnung, wenn keine andere Möglichkeit besteht auszuweichen, also kein seitlich ausweichen oder zurückgehen. Auch wenn der andere Hund unvorhergesehen plötzlich ankommt bzw. dem eigenen Hund zu nahe kommt. Ausserdem sollte wie schon erwähnt die für den Hund unangenehme Situation sofort verlassen werden. Es wäre auch sinnvoll mit dem Hund das Hochnehmen unter Signal zu stellen und positiv aufzubauen, damit er es nicht aus Bedrohung auffassen kann.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

Jagddame Offline

möglicherweise Erfinderin des "Trick 17"


Beiträge: 2.175

14.12.2011 11:08
#57 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Zitat von Tante_Haha
Es wäre auch sinnvoll mit dem Hund das Hochnehmen unter Signal zu stellen und positiv aufzubauen, damit er es nicht aus Bedrohung auffassen kann.


Das denke ich auch . Ich würde das zu Hause erstmal als "Trockenübung" aufbauen.

Liebe Grüße
Juli + Bella

Piraki Offline




Beiträge: 56

14.12.2011 11:59
#58 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Wenn sich eine Ausweichmöglichkeit ergibt, dann wird sie definitiv genutzt, irgendwo in eine Senke oder hinter ein Gebüsch, wo er den anderen Hund nicht sehen kann. Er riecht ihn zwar und jault, aber es geht dann besser.

Auf den Arm nehmen: Zuhause oder im Garten ist es so, dass er das gerne in Anspruch nimmt. Wenn er unsicher ist und ich gehe in die Hocke, mache die Arme auf, dann hüpft er sofort rein und sucht Schutz. Arme ist für ihn also Schutz.

Es ist schwierig insofern, dass eben Raica z. B. den einen Hund regelrecht "liebt". Wenn es geht, dann gehe ich einen Bogen und die kleine geht halt zu ihrem "Liebling". Im Wald und einer engen Spur ging nichts. Deswegen habe ich ihn hoch genommen, um ihm die Konfrontation zu ersparen und dabei weg gedreht vom anderen Hund. Die paar Worte mit dem anderen Herrchen dauerten nicht mal eine Minute, oftmals gibt er nämlich sogar kurz einen Hinweis, wo gerade noch andere Hunde unterwegs sind, damit wir ausweichen können. Bin ich mit meiner Mutter unterwegs, dann trennen wir uns auch mal, damit die Raica nicht den Kontakt zu anderen Hunden verliert.

Der Trainer kommt erst heute, das ist das erste Mal also.

Wie erklärt es sich denn, wenn der kleine Pirry genau die Richtung weiß, wo der Nachbarshund wohnt und normalerweise läuft und Pirry dann in die Richtung hopsen will, jault und knurrt, obwohl da gar nichts ist?

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Piraki Offline




Beiträge: 56

14.12.2011 12:01
#59 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Stichwort "zurück gehen" - haben wir versucht, aber sobald Pirry den Hund gesehen oder gerochen hat und der läuft immer noch hinter uns her, haben wir keine Chance!

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Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

14.12.2011 12:11
#60 RE: Kleiner "Kampf-Hund"? Zitat · Antworten

Versuch mal beim Zurückgehen dich nicht selber umzudrehen und zu gehen, sondern rückwärts weggehen und locke Pirry mit Futter.
Einen sogenannten "geordneten Rückzug" trainiert man übrigens am Allerbesten auch als Trockenübung. Also führst Du z.B. ein Signal ein - bei usn "Kehrt" - und drehst Dich dann um und gehst weg. Anfangs lockst Du Pirry dabei mit Futter, damit er mit umdreht und mitkommt. Ganz wichtig: übe das immer wieder in Situationen, in denen kein Hund da ist, in denen keine Ablenkung da ist. Und mit immer wieder meine ich nicht 20 Mal. Übe hunderte Male über Monate. Das sind die Grundsteine dafür, dass es auch irgendwann klappt, wenn er einen Hund sieht.

Dass Pirry die Spur des anderen Hundes aufnimmt udn hinterher will, kenne ich so auch von Nils und Lumpi. Es ist ja selten so, dass es bei einem Hund nur eine Ursache für Aggression gegenüber anderen Hunden vorliegt. Das wird in Pirrys Fall sicher eine Menge an Erfahrung sein, die er machen musste. Aber es kann eben auch territoriales Verhalten dabei sein, vielleicht das Vertreiben eines Konkurrenten (meine Hunde gehen bei intakten Rüden so ab) oder was auch immer. Die Frage nach dem Warum ist die eine und die wird vielleicht nie ganz beantwortet werden können. Was beantwortet werden kann, ist das Wie - also wie kann ich mit meinem Hund an den Problemen arbeiten.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Karl Valentin

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