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 Behaviour (öffentlich)
Seiten 1 | 2
Imzadi Offline

wo Trainingsziel "allein aus Stolz Halsband anlegen" ist


Beiträge: 629

19.10.2011 13:02
Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

So ihr Lieben!

Nach der sehr netten Begrüßung im Vorstellungsfaden möchte ich nun näher beschreiben, welche Probleme meine Nike und ich so herumtragen.

Nike, die ja ein BC-Mix ist, findet grundsätzlich alles verdächtig, was in ihren Augen ungewöhnlich ist. Und wenn sie das verdächtige Objekt oder das verdächtige Lebewesen nicht sofort als harmlos abscannen kann, donnert sie in die Leine und macht Radau - ihre Attacke kann auch gegen eine Pappschachtel gerichtet sein, die da normalerweise nicht steht. Angriff ist die beste Verteidung? Sie reagiert wahnsinnig sensibel auf menschliche Körpersprache und fühlt sich sehr schnell bedroht, weswegen ich sie auch vor unbedachten "Überfällen" von fremden Menschen schütze. Es ist jetzt nicht so, dass sie sich täglich vor irgendwelchen Menschen oder komischen Objekten fürchtet, aber es kommt durchaus mal vor.

Unser größtes Problem ist aber die massive Leinenpöbelei gegen andere Hünde. Gegen ALLE. Egal ob Männlein oder Weiblein, groß oder klein, schwarz oder weiß - auch bereits bekannte und befreundete Hunde werden bepöbelt bis sie in Reichweite sind. Sie pöbelt auch weiter, wenn wir uns bereits vom anderen Hund entfernen und auch dieser sich bereits entfernt und ihr keinerlei Beachtung schenkt.

Wie läuft das ganze ab?
Sobald Nike ein Wesen am Horizont als "Hund" identifiziert geht's los. Sie fixiert, legt sich eine Etage tiefer, pirscht und glotzt weiter. Oft ist es so, dass sie sich dann hinlegt und mit keinem Mittel dazu zu bewegen ist, weiterzugehen oder umzudrehen. Sie liegt dann so lange bis der andere Hunde ihrer Meinung nach in Reichweite ist. Dann donnert sie mit aller Kraft in die Leine. Sobald sie am Ende der Leine angekommen ist und natürlich zurückgerissen wird (also natürlich nicht aktiv von mir, sondern von der Tatsache, dass die Leine endet und ich das andere Ende ja in der Hand halte), fängt sie an zu berserkern, als wolle sie den anderen Hund ums Eck bringen. Es ist wirklich furchteinflößend und wir sind dementsprechend in der Nachbarschaft schon berüchtigt. Sollte aus irgendeinem Grund ein Kontakt mit dem anderen Hund zustande kommen, wird sie kurz ganz steif, bleibt kurz stehen, schnuppert und geht eilig weiter. Es gibt natürlich Hunde, die ihr das Gepöbel sehr übel nehmen und dann kann's schon mal zu einer Beißerei kommen. Bisher hat aber weder mein Hund jemals verletzt, noch wurde jemals verletzt.

Wenn der andere Hund einfach passiert, lässt sie das Pöbeln natürlich sobald er vorbei ist und guckt mich dann umgehend mit aufgeblasenen Backen, aufgekringelter Rute und gesträubten Nackenhaaren erwartungsvoll an, als wollte sie sagen "Na? Hab ich den nicht toll vertrieben? Wo bleibt mein Leckerchen?". Dabei bin ich mir sehr sicher, stets darauf geachtet zu haben, sie nicht darin zu bestärken und ihr hinterher kein "Boah, gut gemacht!"-Gefühl zu geben. Aber vielleicht hab ich ja auch alles falsch gemacht, ohne es zu merken.

Mein Mann hat übrigens mal den Versuch gemacht, die Leine einfach fallen zu lassen und tatsächlich hat das Gepöble sofort aufgehört. Aber ich bin mir zu unsicher, um das einfach so auszuprobieren, viele Hundehalter haben Angst vor Nike und die Befürchtung, dass sie ihren Tieren was antut (verständlich). Ich will und kann da nicht einfach auf gut Glück die Leine fallenlassen...

Wenn wenig Platz zum Passieren ist und ich die Leine sehr kurz nehmen muss, kann es schon sein, dass sie mir so vor die Beine springt, dass ich stürze. Sie hat mich auch schon über den Asphalt geschleift. Sie wiegt nur 15 kg, aber hat Bärenkräfte. Sie ist eben einfach Madame Hurricane.

Wie hat sich das alles entwickelt?
Tja, wir haben uns Nike als Zweithund zugelegt. Unsere Althündin war ein Engelchen, das kann ich guten Gewissens so sagen. Mit der konnte man quasi auf Körperkontakt an einem anderen Hund vorbeischlürfen, und das hat sie nicht die Bohne gekümmert. Irgendwann begann das Gekeife, wenn sie gemeinsam unterwegs waren. Ich hab an mehreren Stellen gelesen und auch persönlich die Empfehlung gehört "Unerwünschtes Verhalten ignorieren, das vergeht schon wieder". Naja, dümmlich wie ich war, hab ich das versucht und es hat natürlich nichts gebracht. Dann kam der glorreiche Tipp das Ganze mit militärischer Strenge mit dem Kommando "Fuß" und "Nein" bei Gepöble zu versuchen. Erreicht hab ich damit gar nichts, außer dass ich damit die Hunde noch weiter aufgestachelt habe und ich Nike mit dem Feldwebelgehabe nur völlig eingeschüchtert und verwirrt habe. Dass ich einem Hund, der so unsicher ist, dass er so vieles in seiner Umgebung als Bedrohung auffasst, nicht weiterhelfen kann, in dem ich selbst bedrohliches Verhalten ihr gegenüber zeige, hätte mir mein Hausverstand von Anfang an sagen müssen.

Später hab ich begonnen, die Hunde noch bevor sie irgendwelche aggressiven Tendenzen zeigen, bereits ausgiebigst mit Leberwurst zu belohnen und das hat tatsächlich funktioniert, wenn ich den einen und mein Mann den anderen Hund geführt hat. Nike hat sich an der Althündin orientiert und es gab eine Zeit, da konnten wir an der Leine alle Hunde (auch die, die selber gepöbelt haben) passieren. Das hat aber nicht funktioniert, wenn einer von uns beide Hunde gleichzeitig führen musste.

Dann starb die Althündin. Plötzlich und unerwartet. Viel zu früh, denn "alt" war sie nun wirklich nicht. Sie hatte nie viel für Nike übrig, aber für Nike war sie eine Ersatzmama. Unglücklicherweise sind wir zur gleichen Zeit auch noch umgezogen. Und ab da, ist das ganze langsam aber sicher eskaliert. Das was vorher funktioniert hat, ging gar nicht mehr. "Leberwurst? Hau bloß ab damit, das interessiert mich nicht!" Also hab ich mich ins Clickertraining eingelesen. Erst recht gute Erfolge erzielt, dann aber (vermutlich auch auf aufgrund meines ungeduldigen Mannes, aber genau kann ich es nicht wirklich sagen) wieder riesige Rückschritte gemacht und schlussendlich das Clickern lange schleifen lassen. Das war natürlich ein großer Fehler, aber ich war einfach so unglaublich demotiviert, dass ich andere Hunde einfach nur meiden und meine Ruhe haben wollte. Es ist halt auch so... man verdrängt völlig, was am eigenen Hund gut und toll ist, was hervorragend klappt, was bestens funktioniert und reduziert alles auf diese schreckliche Pöbelei. Man fühlt sich vor anderen Menschen total bloßgestellt und als der totale Hundeversager. Ich konnte die Blicke der Leute auch einfach nicht mehr ertragen.

Wie läuft es jetzt?
Ich clickere seit ein paar Wochen wieder intensiv. Es war auch immer so, dass es Nike sehr schwer fiel an lockerer Leine zu laufen, das klappt inzwischen 90 % der Zeit sehr gut. Momentan ist es so, dass wir, wenn wir den entgegenkommenden Hund (Hunde die vor oder hinter uns gehen, lösen nicht diese Extrempöbelei aus, da wird höchstens mal fixiert, aber wenn ich dem Hund sage, dass er weitergehen soll, tut er es, und er entspannt sich recht schnell wieder) früh genug sehen, einen Bogen schlagen. Wenn wir 5-10 Meter weit vom weg entfernt sind, bleibe ich stehen (einfach weitergehen funktioniert noch nicht). Mein Hund darf stehen, sitzen, liegen, bisher durfte er überall hingucken, auch natürlich zum Hund, aber nicht fixieren. Ich weiß, dass man auch in das Fixieren hineinclicken kann, aber ich habe solche Angst, damit irgendwie was zu ruinieren... Was mache ich, wenn mein Hund, dann gar keine Belohnung nehmen will? Dieses "Leerclickern", ist das nicht schlecht, wenn das mehrmals passiert?

Ok, ich stehe da, clickere alles, außer glotzen und in die Leine donnern und so können wir durchaus den anderen Hund passieren lassen, ohne dass Nike auch nur einen Schritt auf ihn zu machen. Bevor ich aktiv Hundebegegnungen suche, gehe ich mit Nike ein Stück, clickere mit ihr, lasse sie dann an einem geeigneten Ort von der Leine, lass sie ein bisschen Hund sein, mache aber auch dort mit ihr ein paar Übungen und wenn ich sie dann wieder an die Leine nehmen, sind wir beide in einer tollen Stimmung. Sie ist gelöst und aufmerksam, und ich bin in diesem tollen Hochgefühl, das bestimmt jeder Hundehalter kennt, wenn er erfolgreich mit seinem Hund zusammengearbeitet hat: Dieses "Mein Hund ist der tollste und wir sind ein geniales Team"-Gefühl.

Dann mache ich mich auf Begegnungssuche. Leider ist es meist so: Je motivierter ich bin, desto weniger Hunde treffen wir bzw. desto unglücklicher sind die Umstände der Begegnungen. Gestern bin ich hochmotiviert zum Abendspaziergang aufgebrochen und was passierte? Kaum, dass ich aus der Haustür draußen war, kam ein Hund um die Ecke, pöbelte umgehend los und Nike ist natürlich mitgeflippt und war erst 3 min später wieder aufnahmebereit. Ich ging weiter auf den Radweg, auf dem man häufig alle 50 m einen Hund sehen kann. Weit und breit diesmal nichts. Ich ging 500 m weiter und plötzlich stand ein unangeleinter Hund da. Der fixierte, Nike fixierte, ich wollte umdrehen, aber da hat mein Hund schon nicht mehr mitgespielt. Der andere ist kläffend herangekommen, Nike ist in die Leine gedonnert und ich hätte sie nur noch mit Gewalt wegschleifen können. Irgendwann pfiff der Hundehalter des anderen, der Hund hat sich kurz zu ihm orientiert und das gab mir die Zeit mit meinem Hund kehrtzumachen und wegzugehen. Und dann begegnete ich gar keinem Hund mehr. Der Spaziergang war also eher fruchtlos.

Ich bin dennoch hochmotiviert und sicher, das sich diesmal erfolgreicher sein werde. Ich wünsche mir so sehr, dass mein Hund irgendwann wieder ohne Pöbelei an anderen vorbeikann.

Was kann ich besser machen? Wie time ich das, wenn ich in das unerwünschte Verhalten hineinclickere? Wenn sie schon wie ein Berserker in der Leine hängt, wird das ja nichts bringen, oder? Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie da dem Click Beachtung schenken wird. Habe ich noch andere Alternativen? Und wie schütze ich meinen Hund vor freilaufenden Exemplaren, die einfach Kontakt aufnehmen (man bedenke, MEIN Hund ist zu diesem Zeitpunkt natürlich schon vor mir und donnert in die Leine, ich kann mich also nicht einfach dazwischenschieben)?

Ach ja, Sparringpartner hab ich leider keinen, aber ich hatte mal einen und das Problem ist, dass Nike "leider" kein Problem mehr mit dem Hund hat, wenn er 1-2 x an ihr vorbeigestiefelt ist. Erst wenn sie ihn dann nach geraumer Zeit wiedersieht. Ihre Aggression gibt sich auch, wenn ich den anderen Hundehalter grüße und stehenbleibe, um mit ihm zu plaudern (vorausgesetzt natürlich der andere Hund nimmt ihr das Geplärre nicht übel, sondern verhält sich friedlich). Ebenfalls deeskalierend wirkt, wenn der andere Hundehalter ihr entgegensäuselt "Ja hallo Nike, du Süße! Was machst du denn da? Ja, eine Feeeeeeine bist du!" Das irritiert sie völlig, wenn sie so freundlich angesprochen wird. Da verpufft ihre Aggression förmlich. Wenn ich jedoch einem anderen Hund entgegensäusle "Ja schau, Nike, da kommt der Rocky, mei wie toll..." dann fühlt sie sich davon nur weiterangestachelt hab ich das Gefühl...

Mann, das war jetzt wirklich lang... ich hoffe, irgendjemand hat die Muße sich durch diesen Text zu wühlen und ist so nett mir ein bisschen Input zu verpassen. Ich wäre wirklich unglaublich dankbar über ein Feedback!

Mit besten Grüßen,
Julia mit der Kampfratte Nike

LG,
Julia mit hopsender Rennsemmel Nike

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

19.10.2011 13:53
#2 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Also erstmal Danke für die ausführliche Beschreibung.

Was fällt mir dazu ein... also los geht´s.

Das Leinenpöbeln bei mehreren Hunden kenne ich als Mehrhundehalter auch. Mein kleiner merkt die kleinste Spannung beim Großen und schon legt er los. Da darf man echt die Gruppendynamik nicht unterschätzen. Durch den Verlust der anderen Hündin, den Streß durch Umzug kommt vermutlch noch sehr viel Unsicherheit dazu. Die Althündin hat ihr trotz Allem vermutlich viel Sicherheit vermittelt.
Und es hört sich auch ein wenig danach an, als wäre auch etwas Frust dabei, dass sie nicht zu dem anderen Hund hin darf.

Was kann man nun tun?
Wichtig ist, dass Du das Training ruhig und langsam angehst. Bogen Laufen etc. machst Du ja schon prima. Aber der Umgang mit dem Clicker muss da noch nachjustiert werden. Clickere jeden Blick von Nike zum anderen Hund. Du willst ja, dass sie den Anblick des Hundes auf Dauer mit etwas Positivem verbinden lernt. Blick zum Hund > Click > Belohnung. Wenn sie keine Belohnung möchte, zwing sie nicht dazu. Aber versuch dohc mal eine Leberwursttube oder sowas.
wichtig ist, dass Du sowohl den Blick zum Hund beclickerst, als auch jegliche Kontaktaufnahme zu Dir, jedes Ausführen eines Signals. Ziel ist es, dass Nike eine Alternative zum Pöbeln lernt, z.B. Dich anzuschauen. Das zweite Ziel ist es, dass sie den Hund nicht mehr als Bedrohung sieht, sondern als etwas Tolles, weil es ja gleich eine Belohnung gibt.

Aggression kannst du nicht belohnen. Ein Lebewesen sieht einen Reiz, erkennt es als Gefahr (und was eine Gefahr ist, definiert jedes Lebewesen für sich), schüttet Streßhormone aus und wählt die für sich als gut erkannte Reaktion auf die Gefahr. Das kann Flucht sein, wenn diese aber z.B. durch die Leine verhindert wird, wird der Angriff gewählt. Dazu blendet das Lebewesen alles ringsherum aus, weil es sich auf die Gefahr fokussiert. Darum sind unsere Hunde in solchen Fällen auch so schlecht ansprechbar. Diesen Teufelskreis muss man unterbrechen. Das kann man dadurch erreichen, dass man in einem Abstand trainiert, in dem der Hund noch ansprechbar ist. Die Distanz zum Reizauslöser muss langsam verkleinert werden. Und ein falsch gesetzter Click und eine Belohnung bringen vielleicht keinen Trainingserfolg, können aber auf keinen Fall Aggression belohnen. Wenn ich auf 300 bin, weil mich jemand blöd angemacht hat, werde ich auch nicht aggressiver, wenn mir jemand ein Stück Schokolade gibt. Aber ich werde sehr wohl aggressiver, wenn jemand an mir rumreisst und mich anschreit - nur als Beispiel, ich unterstelle Dir auf keinen Fall, dass Du das tust

Wenn sie ansprechbar ist, gib ihr ein Signal, z.B. Sitz. Damit hat sie schonmal eine Alternativhandlung, deren Ausführung Du sofort beclickern und belohnen kannst. Alles, was positiv in der Hundebegnung ist, sofort beclickern und belohnen.

Ja und warum sollte man den Clicker auch dann weiter einsetzen, wenn der Hund in unseren Augen schon nicht mehr positiv reagiert? Eben weil man Aggression nicht belohnen kann, aber durch den Clicker sehr wohl positive Emotionen transportieren kann. Der Hund lernt immer im Kontext. Er weiß, wenn es Clickt gibt es was Tolles und er lernt automatisch das positive Gefühl mit, das er dabei hat.

Noch eine Frage: führst Du Nike am Halband oder am Geschirr?
Das Führen am Halsband hat bei so extremen Ausrastern nämlcih ganz viele negativen Nebeneffekte. Zum Einen ist es natürlich gesundheitsschädlich, wenn der Hund mit voller Wucht in die Leine rennt. Die Halsregion beim Hund ist ebenso empfindlich wie beim Menschen. Jeder von uns weiß wie unangenehm es alleine ist, wenn irgendwas zu eng am Hals anliegt. Beim in die Leine springen, wirken enorme Kräfte auf Hals und Kehlkopf, was auf Dauer, oder bei einer sehr großen Belastung sogar zu Kehlkopfbrüchen führen kann.

Dann hat das Ganze auch noch Auswirkungen auf das Verhalten.
Der Hund lernt "Wenn ich einen Hund sehe, tut es weh, ich bekomme schlechter Luft, es ist unangenehm". Er lernt nicht, dass dies mit seinem in die Leine springen zusammenhängt. Ich habe gerade das Paradebeispiel bei meinem Nils. Er hat ein zu langes Gaumensegel, das demnächst operiert wird. Wenn er sich aufregt, atmet er schneller, das Gaumensegel legt sich vor die Luftröhre und er bekommt schlechter Luft. Mit jedem Hund, den er sieht, regt er sich mehr auf, denn er merkt sofort, dass er schlechter Luft bekommt, atmet noch schneller und bekommt noch weniger Luft. Das Resultat ist, dass er beim Anblick eines anderen Hundes regelrecht explodiert, er will sich den Hund nur vom Hals halten.

Und noch ein kleiner Nebeneffekt, der auch nicht zu unterschätzen ist:
Wenn ein Hund am Halsband nach vorne geht, nimmt er automatisch eine sehr aufrechte Körperhaltung ein. Das kann auf den anderen Hund provozierend wirken. Der wiederum ändert seine Körperhaltung entsprechend und das wiederum kann auf den eigenen Hund wieder provozierend wirken...

Aber vielleicht trägt Nike schon Geschirr und ich hab´s umsonst erklärt

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

DeMo Offline

Diplom-Eierfinderin mit Weltherrscherin auf eigenem Thron mitsamt immer geliebterem Prügelknaben


Beiträge: 4.427

19.10.2011 13:53
#3 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Das hast du wirklich sehr ausführlich beschrieben. Keine Sorge, wir lesen hier gerne

Schön ist, das ihr schon clickert. Das hat mir mit meiner Leinenagressiven Hündin sehr geholfen. Wichtig ist: Clicker immer wieder positiv belegen und viele Spassübungen Zuhause machen (Trickclickern).

Bei Gegenständen würde ich das Zeigen und Bennen verwenden. Heißt: Du siehst die Sache, vor der Nike angst hat und sagst zum Beispiel "Guck mal, ein Karton/Mensch/Bierdose/wasauchimmer. Dann clickerst du den Blickkontakt sowohl zu dir, als auch zum Gegenstand.

Bei Hunden kann man das auch so machen. Ich habe dafür das Signal "Hundchen" aufgebaut. Immer wenn Nike einen Hund sieht, sagst du das Signal und clickerst wieder jeden Blickkontakt zum Hund und zu dir. Wichtig ist hierbei, dass du herausfindest, wo Nikes Tolerabzgrenze ist. Du reagierst im Idealfall BEVOR Nike fixiert, oder gar ausrastet. Sie muss auf jeden Fall noch ansprechbar sein.

Ist sie das nichtmehr, kannst du einfach Clickern. Auch ganz oft hintereinander und dich dabei vom Reizauslöser entfernen. Belohnung ist nicht immer Futter, sondern das was der Hund grade am meisten möchte. In dem Beispiel abstand zum anderen Hund.

Ich finde es auch wichtig, sich klar zu machen, dass man immer ausweichen kann (es sei denn man wird wirklich überrascht, oder muss daran vorbei, dann augen zu und durch), geht es nicht zur Seite, dann rückwerts.

Bitte nicht die Leine fallen lassen. Auch wenn Nike ohne leine nicht agressiv ist. Sie soll ja lernen: Frauchen passt auf mich auf, ich brauche mich nicht aufzuregen. Lässt du die Leine fallen, muss sie ja wieder selbst die Situation regeln.

Mir fällt auf, dass du Hundebegegnungen förmlich suchst. Ich würde das nicht tun. Dabei bist du in erwartungshaltung und angespannt. Sieh zu, dass eure Spaziergänge entspannt sind. Trefft ihr einen Hund, nimm auf jeden Fall abstand und clickere. Versuche erstmal nicht, den Abstand zu verringern, das ergibt sich später von ganz alleine. Ich bin selbst ungeduldig und muss mich oft bremsen. Manchma renne ich auch in Situationen, die Kajla gar nicht meistern kann. Danach sind wir beide wieder frustriert. Also: Keep Cool und mach euch keinen Stress

Sollte irgendwas unklar sein, weil ich das jetzt so auf die schnelle geschrieben habe, bitte Fragen.

Liebe Grüße
Mo mit Kajla aka Madame Schnupptulla, aka DAS Schnuppertier,aka Madame Naseweiß
und Rambo dem Zotteltierchen, aka das Schnüüüchen

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„Du bist zeitlebens für das verantwortlich, was du dir vertraut gemacht hast.“
Antoine de Saint-Exupery (Werk: Der kleine Prinz)

LuckyTola Offline

die emotionsflexible pöttische Hundeblutwurst-Horde mit dem Frauchen, das mehr hutziehwürdigen Mut hat als es selbst geglaubt hätte


Beiträge: 21.167

19.10.2011 13:56
#4 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Das mit der Pöbelei kenne ich von meiner Hündin Tola auch. Bei ihr reichte es früher schon, einen Hund aus 100 Metern Entfernung zu sehen und sie ging in die Leine.

Am Ziel sind wir nich lange nicht aber es ist schon deutlich besser geworden. Zwar wird auch hdute noch jeder fremde Hund der uns plötzlich begegnet angeraunzt aber es ist schon deutlich besser geworden. Sehe ich von weitem einen Hund kommen, fange ich schon an zu clickern. Mittlerweile habe ich schon ganz gut im Gefühl wie weit wir uns dem anderen Hund nähern können. Dann weiche ich nach möglichkeit in einem Bogen aus. Zur Not auch durch recht unwegsames Gestrüpp. Dann mache ich es oft so, dass ich dem anderen Hund hinterherstalke und merkwürdiger Weise können wir dann auch ganz nah ran oder sogar überholen wenn der Weg breit genug ist.

Wenn ich Tola mit anderen Hunden bekannt machen will, gehe ich ähnlich vor. Der andere Hund muss vorgehen und wir nähern uns langsam an. Immer mit Click und Leckerchen ( im oben genannten Beispiel übrigens auch immer mit Clicker ). Nach einer Weile können wir dann problemlos nebeneinander laufen. Es stört Tola dann auch nicht mehr, wenn sie dicht am anderen Hund vorbei geht.

Was ich bei Tola auch gemerkt habe ist, ( wenn ich beim Bogenlaufen den Abstand doch einmal zu gering gewählt habe ) dass sie sich schneller wieder beruhigt wenn ich dann ein paar Mal schnell hintereinander den Clicker drücke. Hab ich dann wieder ihre Aufmerksamkeit, clickere ich normal weiter. Es wirkt dann so, als ob sie durch das geclickere erst einmal wieder zu sich kommt.

Wie gesagt, einfach locker spontan andere Hunde passieren geht noch nicht. Das liegt aber mit Sicherheit daran, dass ich es einfach öfter üben muss.

Liebe Grüße, Sabine mit Lucky und Tola 🐾

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst Du oh Mensch sei Sünde?
Der Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.
(Franz von Assisi)

Imzadi Offline

wo Trainingsziel "allein aus Stolz Halsband anlegen" ist


Beiträge: 629

19.10.2011 14:30
#5 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Zitat
Und es hört sich auch ein wenig danach an, als wäre auch etwas Frust dabei, dass sie nicht zu dem anderen Hund hin darf.


Mhm ja, das Gefühl hab ich auch immer wieder. Sie will da irgendwie unbedingt hin (den Hund abchecken?), aber das In-die-Leine-Donnern ist bestimmt schmerzhaft für sie. Sie trägt natürlich ein Geschirr, ich glaube mit einem Halsband hätte sie sich schon das Genick gebrochen. Denn sie ist nicht nur sehr stark für ihre Größe, sie beschleunigt auch unheimlich schnell. Es ist schon ein paar Mal geschehen, dass ich mir so dermaßen den Arm (Schulter oder Ellbogen) verletzt habe, weil sie unerwartet reingedonnert ist, dass ich tagelang mit dem Arm keine Leine mehr halten konnte.

Zitat
Clickere jeden Blick von Nike zum anderen Hund. Du willst ja, dass sie den Anblick des Hundes auf Dauer mit etwas Positivem verbinden lernt. Blick zum Hund > Click > Belohnung. Wenn sie keine Belohnung möchte, zwing sie nicht dazu. Aber versuch dohc mal eine Leberwursttube oder sowas.
wichtig ist, dass Du sowohl den Blick zum Hund beclickerst, als auch jegliche Kontaktaufnahme zu Dir, jedes Ausführen eines Signals.


Ok, jeden Blick zum Hund zu klickern... werde ich beherzigen. Sie bietet mir inzwischen übrigens schon von selbst Blickkontakt an, wenn wir da so sitzen und darauf warten, dass der andere Hund vorbeigeht. Sie reagiert auch sehr gut auf "Sitz". Sie orientiert sich automatisch zu mir und guckt mir ins Gesicht. Dann wieder zum anderen Hund, dann zu mir, und dann ist der Hund auch schon vorbei.

So sieht momentan eine Hundebegegnung bei uns aus, wenn sie "ideal" verläuft.

Zitat
Wenn ich auf 300 bin, weil mich jemand blöd angemacht hat, werde ich auch nicht aggressiver, wenn mir jemand ein Stück Schokolade gibt. Aber ich werde sehr wohl aggressiver, wenn jemand an mir rumreisst und mich anschreit - nur als Beispiel, ich unterstelle Dir auf keinen Fall, dass Du das tust


Ja, das klingt sehr logisch. Danke für diese Veranschaulichung. Ich werde jetzt nicht mehr so genau drüber grübeln, ob ich jetzt klicken darf oder nicht, wenn wir eine Hundebegegnung haben. Ich werde nur darauf achten, möglichst viele positive Gefühle in Nike auszulösen, in dem ich noch öfter clicke.

Zitat
icker immer wieder positiv belegen und viele Spassübungen Zuhause machen (Trickclickern).


Ja, das machen wir auch. Nike ist sehr begeisterungsfähig und liebt es auch frei zu formen. Sie hat "Touch" erst mit dem Clicker gelernt und wir machen manchmal auch einfachen "Nonsense", zB lernt sie Schmutzwäsche in den Wäschekorb zu packen, das Kissen von ihrem Bettchen zurück dorthin zu tragen (sie liebt es einfach Zeug rumzuschleppen), oder auch mit ihrer Pfote (oder allen vieren) auf ein Target zu steigen. Ein bisschen problematisch ist, dass sie recht schnell aufdreht und hektisch wird, deswegen halten wir die Einheiten kurz.

Zitat
Zeigen und Bennen


Auch das werde ich versuchen. Danke für diese neue Idee.

Zitat
Mir fällt auf, dass du Hundebegegnungen förmlich suchst.


Ja, also ich renne nicht auf Teufel komm raus stundenlang in der Gegend rum, um Hunde zu treffen, aber ich benutze zB wieder häufiger den Radweg vor unserem Haus, den ich bisher aufgrund der Hundefrequenz gemieden habe bzw. besonders schnell abgelaufen bin, um schnell wieder wegzukommen. Ich geh da jetzt bewusst langsam und entspannt spazieren und hetze nicht mehr so durch (Huch, da vorn kommt ein Hund, schnell weg, wo ist der Notausgang?). Ich hab oft abgedreht, ehe Nike den Hund überhaupt gesehen hat, aus Angst vor dem was kommt. Jetzt habe ich keine Angst mehr.

Zitat
Zur Not auch durch recht unwegsames Gestrüpp.


Das mache ich auch. Neben dem Radweg verläuft eine stillgelegte Bahnlinie. Ich pflüge mit Nike durch das hüfthohe Gras, bis ich an den Bahnschienen angelangt bin. Das ist eine Entfernung von (je nachdem wo am Weg der andere Hund unterwegs ist) von 5-10 m. Das reicht momentan für Nike, um aufnahmebereit zu bleiben, wenn der andere Hunde vorbeigeht.

Zitat
merkwürdiger Weise können wir dann auch ganz nah ran oder sogar überholen wenn der Weg breit genug ist.


Das ist bei Nike genauso. Wir können oft Hunde problemlos überholen bzw. uns überholen lassen (bzw. glotzt Nike im schlimmsten Fall nur etwas irritiert). Aber wehe die Fellnasen kommen frontal auf uns zu!

Danke, dass ihr so ausführlich geantwortet und euch so viel Mühe gemacht habt. Es ist so schön zu lesen, dass es 1. noch jemanden gibt, dem es so geht und 2. Möglichkeiten existieren das Problem in den Griff zu bekommen. Ich hab mir auch schon vorgenommen, ein Tagebuch zu schreiben, aber irgendwie hab ich das total verpennt. Ich hab mal auf irgendeinen Zettel ein paar Notizen gemacht, dann hab ich ein Heft hergenommen, aber den Notizzettel nicht mehr gefunden, total verplant.

Dabei denke ich, es wär gut jeden Schritt Schwarz auf Weiß zu sehen, den wir machen. Egal ob es einer nach vorn oder einer zurück ist.

LG,
Julia mit hopsender Rennsemmel Nike

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

19.10.2011 14:44
#6 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Zitat
Ok, jeden Blick zum Hund zu klickern... werde ich beherzigen. Sie bietet mir inzwischen übrigens schon von selbst Blickkontakt an, wenn wir da so sitzen und darauf warten, dass der andere Hund vorbeigeht. Sie reagiert auch sehr gut auf "Sitz". Sie orientiert sich automatisch zu mir und guckt mir ins Gesicht. Dann wieder zum anderen Hund, dann zu mir, und dann ist der Hund auch schon vorbei.


Hey, das ist doch schon ein super Anfang!!!

Zitat
Ja, also ich renne nicht auf Teufel komm raus stundenlang in der Gegend rum, um Hunde zu treffen, aber ich benutze zB wieder häufiger den Radweg vor unserem Haus, den ich bisher aufgrund der Hundefrequenz gemieden habe bzw. besonders schnell abgelaufen bin, um schnell wieder wegzukommen. Ich geh da jetzt bewusst langsam und entspannt spazieren und hetze nicht mehr so durch (Huch, da vorn kommt ein Hund, schnell weg, wo ist der Notausgang?). Ich hab oft abgedreht, ehe Nike den Hund überhaupt gesehen hat, aus Angst vor dem was kommt. Jetzt habe ich keine Angst mehr.


Mach da bitte echt langsam. Du musst bedenken, was in Nike vorgeht. Streßhormone bauen sich nicht in Minuten ab. Das dauert oft Stunden, Tage und Wochen. Wenn sie eine Hundebegegnung nach der anderen hat - auch wenn sie nicht ausrastet - so produziert sie doch Streßhormone.
Es ist wichtig, dass DU keine Angst hast, es ist ebenfalls wichtig, dass ihr trainiert und nicht jede Hundebegegnung meidet - aber mute Nike nicht zu viel zu.

Zitat

Dabei denke ich, es wär gut jeden Schritt Schwarz auf Weiß zu sehen, den wir machen. Egal ob es einer nach vorn oder einer zurück ist.


Wie wär´s mit einem Tagebuch für Nike? Schau mal unter "Diaries"

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
__________________________________________________________________________

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

Pauly Offline




Beiträge: 4.691

19.10.2011 15:01
#7 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Huhu,
willkommmen im Club der "15kg Angriff ist die beste Verteidigung"
Bei mir sind es auch die 15kg Mädchen, die die Klappe manchmal nicht halten können, während die 23kg Bube artig und gesittet sind (aber früher auch richtig laut "Gas gegeben" haben, an der Leine).

Mir ist übrigens aufgefallen, das deine Nike scheinbar doch super auf Alternativverhalten anspringt, oder? Denn immerhin kann sie -wenn der Abstand zum anderen Hund entsprechend ist- schon ein Sitz ausführen, oder auch einen Blickkontakt zu dir aufnehmen.
Ich glaube, euch wäre "der geordnete Rückzug" eine Hilfe.
Das kann man ganz prima beim Clickern daheim/auf der Wiese aufbauen, und dann in steigender Ablenkung, und irgendwann auch bei "Feindsichtung" . Du findest hier im Forum bestimmt irgendwo eine gute Beschreibung (ich such sonst nachher mal, bin grad so knapp an Zeit)

_________
Liebe Grüße, Christiane mit Charly und Paula

Imzadi Offline

wo Trainingsziel "allein aus Stolz Halsband anlegen" ist


Beiträge: 629

19.10.2011 15:43
#8 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Zitat
Mach da bitte echt langsam. Du musst bedenken, was in Nike vorgeht. Streßhormone bauen sich nicht in Minuten ab. Das dauert oft Stunden, Tage und Wochen. Wenn sie eine Hundebegegnung nach der anderen hat - auch wenn sie nicht ausrastet - so produziert sie doch Streßhormone.


Du hast recht. Mein Stresslevel ist momentan gering, aber der meines Hundes natürlich nicht. Ich werde darauf achten nicht zu häufig in den "Hundestressbereichen" rumzulaufen. Problematisch ist lediglich dass der Hundestress schon vor der Haustür anfängt. Direkt davor sind 2 kleine Vorgärten (von Wohnungen), in denen Hunde wachen und natürlich bellen. Mein Hund plustert sich also schon auf, kaum dass er durch die Tür ist. Verübeln kann ich's ihr nicht. Wenn ich schon von meinen Nachbarn angemotzt werde, kaum dass ich durch die Tür komme, bin ich auch gereizt.

Aber heute, tja heute sind wir 2x an beiden Gärten vorbei (die Hunde waren nicht drin, aber das ist für Nike eigentlich unerheblich, das Annähern reicht um sich aufzuplustern), ohne gekringelte Rute, aufgeblasene Backen, gesträubte Nackenhaare oder einem mit "Wuff" in die Leinegehen. Tja, danach hab ich mich aufgeplustert, aber vor Stolz!

Zitat
Mir ist übrigens aufgefallen, das deine Nike scheinbar doch super auf Alternativverhalten anspringt, oder? Denn immerhin kann sie -wenn der Abstand zum anderen Hund entsprechend ist- schon ein Sitz ausführen, oder auch einen Blickkontakt zu dir aufnehmen.


Ja, also wenn der Sicherheitsabstand ausreichend ist, klappt das wirklich erstaunlich gut. Sie hatte das sofort wieder drauf, als ich das Clickern reaktiviert habe (so weit waren wir nämlich schon mal).

"Geordneter Rückzug"... hm, klingt mir bekannt, hab ich schon mal gehört! *grübel*

Ich hatte übrigens gerade ein RIESIGES Erfolgserlebnis. Ich hätte Nike auf die 20 min Runde, die ich unterwegs war, nicht mitnehmen müssen, aber keine Ahnung, irgendwie hatte ich ein gutes Gefühl. Ging raus, guckte nach rechts (links ist eine Sichtbehinderung durch einen Wall), keiner da, dachte mir "ok, keiner am Radweg, dann geh ich da lang". Nach 5 Schritten bemerkt ich, dass von links ein Jack Russell ankommt, keuchend in der Flexileine hängend. Ich hab die Gunst der Stunde genutzt, bin schnell einige Meter weggegangen (ca. 10 m vom Weg entfernt steht ein einsames Bänkchen) und hab mich dort auf dieses Bänkchen gehockt. Die Nike hab ich absitzen lassen. Den keuchenden Jackie hat sie natürlich gleich gehört, sich umgewendet und...: noch ehe ich clicken konnte zu mir geschaut. Click. Blick zum Jackie. Click. Blick zu mir. Click. Sie hat dann den Blick nicht mehr von mir abgewendet. Leider hat die andere Hundehalterin den Hund an der voll ausgefahrenen Flexi in unsere Richtung ziehen lassen, sodass plötzlich nur noch 2 m zwischen unseren Hunden waren. Da ist Nike kurz in die Leine gesprungen (aber gesprungen, nicht gedonnert!). Und ohne Wutgeräusch. Dann wieder Blick zu mir, Blick zu Hund, Blick zu mir, Blick zu mir, Blick zu mir, jeweil click click click und der Jackie war weg. Mein Hund hat jetzt zwar eine Jahresration Leckerli vercheckt , aber das war einfach sensationell!

Ein paar Meter weiter kam leider wie immer völlig unerwartet ein Hund hinter uns her, der entweder streunt oder mit Besitzer aber ohne Leine läuft. Was anderes gibt's eigentlich nicht. Nike reagiert bei ihm nicht so aggressiv, weil sie ihn aus unzähligen (unfreiwilligen) Begegnungen schon gut kennt. Nike ist, obwohl sie ihn gesehen hat, brav mit mir mitgegangen (er war ja hinter uns) und ich hab mich in eine Seitengasse verzogen. Er ist zwar ein Stück hinter uns her, ist aber nie "zu" nahe gekommen, Nike hat ihn völlig ignoriert, so hat er dann kurz hergekläfft und ist weitergezogen.

Was bin ich stolz auf Madame Hurricane!

Sie hat dann zwar leider noch ein paar Bauarbeiter bepöbelt, aber auch das kann ich ihr nicht verübeln, denn ich hab mich selbst erschrocken, als die plötzlich so eine Art Flammenwerfer angeworfen haben.

PS: Und ja, so ein Trainingstagebuch werde ich für uns anlegen.

LG,
Julia mit hopsender Rennsemmel Nike

DeMo Offline

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19.10.2011 16:44
#9 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Also das hört sich doch toll an, was Ihr schon erreicht habt. An Alternativverhelten wie Sitz, konnte ich bei Kajla am Anfang gar nicht denken. Ich brauche noch jetzt viel mehr Abstand, wenn sie sitz machen soll, als wenn wir zügig daran vorbei gehen.

Zum JRT möchte ich aber doch noch was loswerden.
DAS ist genau eine Situation, die ihr vermeiden solltet. Wenn du einen Hund siehst, der auch noch an einer Flexi ist, oder Frei, nimm die Beine in die Hand und geh auf Abstand! Sich direkt an den Weg zu setzten und den Hund auf euch zukommen lassen, grade frontal, finde ich bedenklich.

Leinenbegegnungen sind immer schwierig, da die Hund in ihrer kommunikation eingeschränkt sind. Ich würde diese erstmal (oder vielleicht sogar ganz) weglassen und zusehen, dass ich nicht in so eine Situation komme, wenn es möglich ist auszuweichen.

Liebe Grüße
Mo mit Kajla aka Madame Schnupptulla, aka DAS Schnuppertier,aka Madame Naseweiß
und Rambo dem Zotteltierchen, aka das Schnüüüchen

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Imzadi Offline

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19.10.2011 17:20
#10 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Also der Hund kam nicht frontal auf uns zu, das Bänkchen befand sich doch recht abseits. Nike hat ihm sogar freiwillig den Rücken zugewendet. Dass der Jack plötzlich die volle Flexileinenlänge zur Verfügung gestellt bekommt, konnte ich nicht ahnen (aber jetzt bin ich eh schlauer). Vor dem freilaufenden Hund bin ich eh in eine Seitengasse geflüchtet. Wobei ich mich bemüht habe, nicht zuuu schnell zu gehen, weil Nike dabei recht hektisch wird und dann auch nicht mehr reagiert.

Zitat
Leinenbegegnungen sind immer schwierig, da die Hund in ihrer kommunikation eingeschränkt sind. Ich würde diese erstmal (oder vielleicht sogar ganz) weglassen und zusehen, dass ich nicht in so eine Situation komme, wenn es möglich ist auszuweichen.


Hm, wie meinst du das? Jede Leinenbegegnung meiden? Aber das ist ja genau das, was ich trainieren will, ohne Leine haben wir keine Aggressionsprobleme bei Hundebegegnungen. Also klar, es gibt ein paar einzelne Hunde"feinde", mit denen versteht sie sich grundsätzlich nicht, aber es ist nicht wie an der Leine, wo jeder Hund bekriegt wird. Manche werden gemocht und bespielt, die meisten neutral betrachtet.

Erstaunlich ist auch, dass Nike wesentlich weniger abfuhrwerkt, wenn sie vorher im Freilauf war. zB wir gehen einen Feldweg entlang, Nike läuft frei. Am Horizont taucht ein anderer Hund auf. Ich lasse Nike abliegen und leine sie an. Die Hundebegegnung verläuft danach meist nicht einwandfrei, aber doch gemäßigter. Nike springt ev. in die Leine, aber ohne "Ich kill dich"-Lautuntermalung. Vielleicht sollte ich mich momentan eher dort rumtreiben, auch wenn ich dort vielleicht tagelang keinem anderen Hund begegne (denen vor der Haustür kann ich ja leider nicht ausweichen)? Nike hätte jedenfalls bestimmt weniger Stress.

Das Problem ist übrigens auch, dass dort wo ich wohne überall absolute Leinenpflicht herrscht und egal wo ich meinen Hund frei laufen lasse: Wenn es nicht der eigene Garten (den wir nicht haben) ist, oder der einer anderen Person, ist es gesetzwidrig. Das heißt, es gibt nicht viele Orte, an denen ich meinen Hund ohne Leine laufen lassen kann, Nike ist also zwangsweise die meiste Zeit an der Leine, genau wie die anderen Hunde. Die Gegend, in der ich wohne, ist auch sehr hundereich. Manchmal bin ich schon eingekesselt, kaum dass ich die Wohnung verlassen habe. Rechts tobt der Chihuahua hinterm Zaun, aus dem Fenster kläfft der Jackie, links kommt der Schnauzer nach Hause und auf der anderen Seite kräht uns schon der Streuner entgegen.

LG,
Julia mit hopsender Rennsemmel Nike

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19.10.2011 17:32
#11 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Zitat
Also der Hund kam nicht frontal auf uns zu, das Bänkchen befand sich doch recht abseits. Nike hat ihm sogar freiwillig den Rücken zugewendet. Dass der Jack plötzlich die volle Flexileinenlänge zur Verfügung gestellt bekommt, konnte ich nicht ahnen (aber jetzt bin ich eh schlauer).



Ok, ich war vorschnell. Eine ERfahrung die hier fast jeder schonmal gemacht hat: Traue keinem Flexianer, die meisten können nämlich nicht mit der Flexi umgehen Aber das weißt du ja jetzt.

Zitat
Hm, wie meinst du das? Jede Leinenbegegnung meiden? Aber das ist ja genau das, was ich trainieren will, ohne Leine haben wir keine Aggressionsprobleme bei Hundebegegnungen.



Wie ich schon schrieb, ist die Kommunikation an der Leine i.d.R. eingeschränkt. Ich dachte, du trainierst das vorbeigehen an anderen Hunden an der Leine. Nicht den direkten Kontakt, denn dieser ist immer kompliziert. Die Leinen müssten beide absolut locker sein, imn dem Moment, was viele HH gar nicht hinbekommen. Die Hunde können gar keinen Bogen laufen, das müssten dann wohl auch die Menschen machen. Ich habs ehrlich gesagt noch nicht so ausprobiert, stelle es mir aber schwierig vor.

Wenn du Hundebekanntschaften schließen möchtest, dann schlage ich vor an der Leine nur nebeneinander zu gehen, aber keinen Kontakt zuzulassen. Zumindest so lange du noch nicht sicher bist, dass Nike nicht mehr pöbelt. Dann würde ich die Hunde zusammen laufenlassen (irgendwo werdet ihr doch ein Auslaufgebiet haben, oder?) und wenn sie sich schon gut kennen und einschätzen können, werden sie sich wohl auch angeleint nichts tun. Wie gesagt, so weit bin ich noch lange nicht, aber so ungefähr sieht der Weg wohl aus.

Da braucht man in der Tat viel

Das Eingekesselt sein kenne ich übrigens auch. Das ist das schlimmste hier. Da bin ich auch Heute noch manchmal so überfordert, dass ich nicht weiß wohin und doch einem direkt vor die Flinte laufe. Ich glaube da hilft nur Üben und Geduld. Irgenwann werden wir einfach durch die Hundemassen spazieren und alle werden von unseren Hunden ignoriert *träum*

Liebe Grüße
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19.10.2011 17:41
#12 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Zitat
Wie ich schon schrieb, ist die Kommunikation an der Leine i.d.R. eingeschränkt. Ich dachte, du trainierst das vorbeigehen an anderen Hunden an der Leine. Nicht den direkten Kontakt, denn dieser ist immer kompliziert. Die Leinen müssten beide absolut locker sein, imn dem Moment, was viele HH gar nicht hinbekommen. Die Hunde können gar keinen Bogen laufen, das müssten dann wohl auch die Menschen machen. Ich habs ehrlich gesagt noch nicht so ausprobiert, stelle es mir aber schwierig vor.


Aaaah, ich verstehe, was du meinst. Ja, ich vermeide bzw. versuche es, dass die Hunde Kontakt zueinander bekommen, das klappt leider nicht immer (zB mangelnder Platz und hinter einem schon das nächste Hundegespann - und Nike und ihr Kontrahent hängen beide in der Leine, sodass sich die Nasen aus Platzmangel zwangsweise berühren).

Ich versuche sehr aufmerksam zu sein, rechtzeitig zu wenden oder auszuweichen, so gut es geht. Inzwischen kann ich Nike auch zum Umwenden bewegen, solange der andere Hund noch weit genug weg ist. Ist noch keine 2 Wochen her, da hing sie mir da in der Leine und ich hätte sie mit Gewalt über den Boden schleifen müssen, um sie hinter mir herzubekommen.

Blöd sind alle Begegnungen, wo man gar nichts mehr planen kann. Hund kommt unvermittelt um die Ecke, um die man auch gerade will. Streuner steht plötzlich hinter einem. 2 freilaufende Hunde schießen auf uns zu und stellen uns. Ich fühl mich dann wie ein kopfloses Huhn und bin definitiv überfordert. Ich weiß dann gar nicht mehr, was ich zuerst denken oder machen soll. Gerade wenn man von mehreren freilaufenden Hunden eingekreist und bekläfft wird und der Halter in 200 m Entfernung in aller Ruhe tratscht, habe ich echt gar keine Ahnung, wie ich reagieren soll...

LG,
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19.10.2011 17:52
#13 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Das muss dir gar nicht peinlich sein. Das geht, glaube ich, jedem so. Grade wenn mehrere hunde einen Umzingeln, kann man gar nicht reagieren. Man hat ja auch nur zwei Hände. Von sowas darf man sich nur nicht zurückwerfen lassen. Ich denke mir dann immer Augen zu und Durch. Wenn ich denn Zeit zum denken habe

Ansonsten bin ich dann auch überfordert und hinterher frustriert. Mir hilft dann immer, solche Ecken zu vermeiden, wo viele ihre Tutnixe und Hörtnixe laufenlassen. Irgendwann bekommst du ein Gespür dafür, wo du wann besser nicht hergehst. Und dann ist der Frust auch viel kleiner.

Solche Situationen kommen nun mal vor. Einfach abheften unter :Blöd gelaufen! und weitermachen (oder ins Tagebuch schreiben, das hilft auch). Und mit der Zeit wird auch Nike cooler und du kannst in aller Ruhe den Tutnix abwehren, während sie hinter dir Sitzt und darauf wartet endilch weiterzukönnen

Ihr schafft das schon!

Liebe Grüße
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19.10.2011 18:00
#14 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Ich bin Gott sei Dank nur stundenweise frustriert. Das gibt sich dann schon. In erster Linie sehe ich den starken Aufwärtstrend.

Als Tutnix-Training eignet sich der Streuner von heute wohl eigentlich ganz gut. Den kenn ich schon seit wir hier wohnen und ich weiß, er nimmt es nicht übel, wenn ich ihn anfasse. Bei ihm ist Nike weniger aufgeregt als bei anderen und sie will ihm nicht an die Gurgel. Ich glaube bei dem ließe sie sich hinter mir absitzen und würde ohne Gezeter dort warten. Momentan meiden wir ihn aber, man muss es ja nicht gleich übertreiben.

So, jetzt geht's erstmal an den Abendspaziergang mit meiner Hexe.

LG,
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19.10.2011 21:05
#15 RE: Leinenpöbelei (vermutlich die 4562.) Zitat · Antworten

Ich finde das hört sich alles richtig gut bei Euch an. Ich glaube, wenn Du so weiter machst, wird sich langsam aber sicher der Abstand zum anderen Hund verkleinern lassen. Das dauert eben bei jedem Hund unterschiedlich lang - es dauert eben so lange es dauert

Zitat
Du hast recht. Mein Stresslevel ist momentan gering, aber der meines Hundes natürlich nicht. Ich werde darauf achten nicht zu häufig in den "Hundestressbereichen" rumzulaufen. Problematisch ist lediglich dass der Hundestress schon vor der Haustür anfängt. Direkt davor sind 2 kleine Vorgärten (von Wohnungen), in denen Hunde wachen und natürlich bellen. Mein Hund plustert sich also schon auf, kaum dass er durch die Tür ist. Verübeln kann ich's ihr nicht. Wenn ich schon von meinen Nachbarn angemotzt werde, kaum dass ich durch die Tür komme, bin ich auch gereizt.


Na dann üb doch lieber hier in aller Ruhe. Zum Beispiel könntest Du einfach mehrmals einfach ein paar Schritte in die Richtung gehen, clickern und belohnen und dann umdrehen. So habe ich Nils auch an unserem NAchbarhund vorbeigeclickert. Das hat nur ein paar Tage gedauert und er geht jetzt richtig gut vorbei. Vielleicht bewaffnest Du Dich mit supersupersuperleckeren Leckerchen. Nach einem solchen Streß dann danach eine ruhige Runde gehen. Vielleicht kannst Du ja auch - bis Du diese Nachbarhunde langsam und sorgfältigt "beclickert" hast, erstmal mit dem Auto woanders hinfahren. Also aus dem Haus raus, gleich ins Auto - und zusätzlcih schrittweise an den Nachbarhunden trainieren.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

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