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Dieses Thema hat 31 Antworten
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 Pflicht und Kür (öffentlich) Sortierung: Alte Beiträge zuerst  
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Nordlicht



Beiträge: 2.079



15.09.2011 21:36
Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Finja neigt bei manchen Menschenbegegnungen (Mensch steht / sitzt, wir gehen vorbei) an der Leine zur Flucht.

Typisches Beispiel: Am Wegesrand steht eine Parkbank, auf der ein Mensch sitzt. Wir nähern uns ruhig der Parkbank - entweder mittels Sitz-Übung oder schönclickern. Das funktioniert im Allgemeinen gut.
Auf Höhe der Parkbank flüchtet Finja nach vorn (also den Weg entlang, nicht auf den Menschen zu).

Ich finde das Verhalten prinzipiell akzeptabel, jedoch rennt sie dabei in die 10m Schlepp. In diesen 3-5 Sekunden ist sie nicht ansprechbar. Bei langer Schlepp könnte ich noch damit leben, aber nicht immer kann ich ihr die lange Schlepp bieten (Kinder etc.). Zudem ist es mein Ziel bald auch mit kurzer Leine laufen zu können. Dann würde sie bei ihrer Flucht schon arg ziehen. Zudem möchte ich ihr eine Verhaltensalternative zur Flucht bieten.

Wie trainiere ich solche Situation am besten? Der magische Punkt befindet sich direkt auf Höhe der Menschen und ab da flüchtet sie und ist kurz nicht mehr ansprechbar.

Viele Grüße
Tanja, Finja und Roxy

Tante_Haha

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa

Beiträge: 39.741



15.09.2011 23:14
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Ich muss da erstmal drüber nachdenken, vielleicht hab ich eine Idee. Grundsätzlcih würde ich ja sagen, dass man umkehrt und mit Finja von diesem Angstauslösenden REiz weggeht, bevor sie ins Fluchtverhalten fällt. Aber wenn ich das richtig lese, kann man das nicht immer vorhersagen und vor Allem auch nicht immer verhindern. Und was man dann sinnvollerweise tun könnte, muss ich erstmal sacken lassen. Also nicht wundern, wenn ich erstmal nciht antworte. Vielleicht sind andere ja mit "denken" auch schneller...

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
__________________________________________________________________________

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

QuoVadis

weiß mit pubertierendem durchgeknalltem Mali mit Schäferhund-Exterieur, was Geduld heißt und hütet den wohl tollpatschigsten und knuffeligsten Holländer seit es Herder gibt

Beiträge: 3.201



15.09.2011 23:19
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Ich gehe mal davon aus, das Du den größstmöglichen Abstand zum Menschen auf Bank hälst.

Dann würde ich so trainieren, das ich kurz bevor ihre Flucht nach vorne einsetzt, wieder zurück gehe.
Natürlich mit Clickern, eventuell sogar Blickkontakt einfordern und clickern.
Wenn sie dann soweit ist, das sie mit dem Rückwärtsgang rechnet, mit Blickkontakt und clickern dran vorbei, dann eine Weile wieder den Rückwärtsgang, bis die Frequenz des Vorbeigehens höher ist, als die des Rückwärtsgehens.

Wäre nun meine Idee, vielleicht kommt ja noch was besseres.


__________________________________________________
Gruß
Hanne

Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

soffie

Zwar nicht des Teufels General, aber doch des Satansbratens inquisitorische Fee

Beiträge: 6.337



16.09.2011 00:11
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Zitat von QuoVadis
Ich gehe mal davon aus, das Du den größstmöglichen Abstand zum Menschen auf Bank hälst.



Ich auch.
Ich würde in nächster Zeit immer bevor ihr den kritischen Punkt erreicht einen Bogen laufen. Das gibt Finja Sicherheit und Vertrauen zu dir, weil du erkennst, was sie braucht.
Zusätzlich wäre ein Signal für einen Seitenwechsel hilfreich. Finja soll dabei z.B. von deiner linken auf die rechte Seite wechseln ( du bist dann zwischen ihr und der "Gefahr") und wird sich dadurch sicherer fühlen.

Liebe Grüsse
Kerstin

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Der Gedanke "Wie belohne ich meinen Hund für richtiges Verhalten?" zeichnet die Qualität der Ausbildung aus, nicht der über Bestrafung. (Edgar Scherkl)

Petrella

wo für Schafe die goldene Regel "nur gucken, nicht knabbern" gilt

Beiträge: 3.349



16.09.2011 00:14
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Genau so wie Kerstin es beschreibt mache ich das auch mit Ella. Und es klappte sehr gut!
Wir kommen so an so manchen Reizen sehr gut vorbei.

Grüße aus München
Petra + Ella

Das Leben ist Ansichtssache.
(unbekannte Quelle)

Nordlicht



Beiträge: 2.079



16.09.2011 00:24
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Ja, ich bemühe mich zwar um einen möglichst großen Abstand, aber der bevorzugte Weg führt nun mal am Fluß entlang. Auf der einen Seite ist Gebüsch und Ufer, auf der anderen Seite (in diesem Fall) die Bank und dahinter ebenfalls Gebüsch. Die Bank steht zum Glück nicht direkt ab Weg, sondern ein paar Schritte entfernt.

Ich sehe den Menschen auf der Bank vorher, könnte also die Situation meiden. Das will ich aber im Normalfall gar nicht. Nur bei Menschen mit höherem Schwierigkeitsgrad (Kinder, Jugendliche...) wäge ich ab (gehe dann meist zu trainingszwecken hin und drehe vorher um).

Ich habe den Eindruck, dass Finja beim Menschen vor uns auf der Bank zwar unsicher ist, die Situation aber inzwischen kennt. Sie lässt sich immer besser lenken und wir kommen mit der Sitz-Übung bis zum magischen Punkt (kürzeste Entfernung zum Menschen). Sie lässt sich sogar im Abstand von 3 Metern noch absetzen. Bloß dann ist vorbei. Die Konzentration ist weg und Finja scheint den fremden Menschen hinter sich als unangenehm zu empfinden.
Ich weiß nicht, ob ich Finja dann durch den Rückwärtsgang dem Reiz Mensch unnötig lange aussetze...

Oder mache ich etwas falsch, weil ich... ... wenn ich fast am Menschen vorbei bin schon entspanne *puh, geschafft* und Finja nicht weiter fordere. Das Training "endet" quasi an der Stelle, da ich nicht für den nötigen Abschluss sorge. Vielleicht müsste ich einfach die Sitz-Übung fortsetzen und mit kurzer Leine stehen bleiben? Obwohl ich damit die Anwesenheit in Menschennähe wieder unangenehm verlängere. Idealerweise für den Anfang mit größerem Abstand?
Menno, ich brauche für das Training eine bessere Strecke... Die muss ich mir erst bauen...

Viele Grüße
Tanja, Finja und Roxy

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.311



16.09.2011 00:50
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Hanne hat recht, ich würde das sogar noch etwas ausbauen. Pendele an dem Menschen vorbei, indem Du immer kurz vor der "Flucht" clickernd zurückgehst, dann wieder vor, so daß Du diesmal einen oder zwei Schritte weiterkommst, bevor Du wieder den Rückwärtsgang einlegst, diesmal nicht ganz so weit zurück wie vorher.

Schreib's mal mit auf die Liste für unser nächstes Training, da parken wir Frau T. zwischendrin mal auf einer Parkbank und ich zeige Dir, was ich meine, ok?

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Kuschelbub Parcifal und Spinnbub Medox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

----

"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

QuoVadis

weiß mit pubertierendem durchgeknalltem Mali mit Schäferhund-Exterieur, was Geduld heißt und hütet den wohl tollpatschigsten und knuffeligsten Holländer seit es Herder gibt

Beiträge: 3.201



16.09.2011 00:56
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Zitat von Nordlicht

Oder mache ich etwas falsch, weil ich... ... wenn ich fast am Menschen vorbei bin schon entspanne *puh, geschafft* und Finja nicht weiter fordere.



Kann damit rein spielen, indem Du ihr durch das Verhalten signalisierst, das Du mindestens so froh bist, diese Situation hinter Dir zu haben.
Dann würde sie Dich ja mit ihrer "Flucht" noch unterstützen!


__________________________________________________
Gruß
Hanne

Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

SonjaBenny


16.09.2011 07:39
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Hallo,

Zitat
Zudem möchte ich ihr eine Verhaltensalternative zur Flucht bieten.



Ich würde ähnlich arbeiten wie oben schon beschrieben wurde, aber definitiv nie die Flucht als Lösung anbieten. Flüchten bestätigt die Angst, sogar meist mehr als jedes andere Training.

Im Gegenzug sollte das Training so gestaltet werden, dass der Hund nicht permanent überfordert wird.

Bei meiner Hündin (was man vielleicht nicht nachmachen sollte) habe ich sie nie gehen lassen. Treppen, Kühe, Brücken etc. Im Gegenteil ich habe teilweise die Situation verlangt, hervorgerufen und ihr letzlich keine Fluchtalternativen angeboten. Aber ich wusste auch, das es so geht bei ihr.

LaEscapia

Haus- und Hofphotographin mit verarmt adeligem austraulischem Anhang und Erfinderin der Bügelbrücke

Beiträge: 1.953



16.09.2011 08:58
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

So gehts Jasko mit Schirmen ... mir tut er teilweise so leid, weil er da so sehr Stress hat. Vielleicht kann man die Tipps hier auch für Menschen mit Schirm umsetzen?
Wenn Jasko im Freilauf oder an der Schlepp ist, flüchtet er von Schirmgängern weg, ist er an der kurzen Leine, rammt er alle vier Pfoten in den Boden und ist stur wie ein Maulesel. Kann er beides nicht, weil kurze Leine und neben uns geht ein Schirm auf, quetscht er sich an oder hinter mich und sabbert. Sogar bei Menschen, die er sehr sehr mag und gut kennt.
Meine Freundin Noris - wir treffen uns einmal in der Woche mit meiner Trailing-Gruppe, hatte das letzte Mal einen Schirm dabei und den aufgemacht, weils ein bissel geregnet hat - wars aus mit dem Hund. Dabei kriegt sich Jasko sonst gar nicht ein, wenn er sie sieht und freut sich ein zweites Loch in den Poppes...

Alles schon versucht - Bogen laufen, ihn stehen lassen und mich mit unter den Schirm stellen, damit er sieht, dass nix passiert, füttern, clickern... *seufz*
Vielleicht fehlt mir nur der ultimative Trick!
Schöner Thread - vielleicht ist was dabei :-)

----------------
Liebe Grüße
Sabine und das Rüsseltier

Nordlicht



Beiträge: 2.079



16.09.2011 09:23
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Zitat von QuoVadis
Kann damit rein spielen, indem Du ihr durch das Verhalten signalisierst, das Du mindestens so froh bist, diese Situation hinter Dir zu haben.
Dann würde sie Dich ja mit ihrer "Flucht" noch unterstützen!


Ich habe ja keine Angst vor der Situation, ich gehe vermutlich bloß nicht mehr darauf ein. Vermutlich ist mein Ziel bisher immer nur gewesen ruhig zum Menschen hinzugehen. Früher hat sie hingezogen und geknurrt. Das passiert eher selten bzw. sie würde ohne Anleitung immer noch ziehen.

Ich habe noch nie so genau drauf geachtet, aber wahrscheinlich höre ich auf den Menschen schön zu clickern, wenn wir auf seiner Höhe sind. Wahrscheinlich höre ich mit der Sitz-Übung einfach auf, wenn wir den magischen Punkt erreichen. Das muss ich mal genauer analysieren, wenn sich so eine Situation wieder ergibt. Einsicht ist ja bekanntlich der erste Schritt zur Besserung. Vielleicht "kann" Finja es ja bereits, nur ich verlange es nicht von ihr...

Ich probiere das beim nächsten Mal aus und werde berichten.

Viele Grüße
Tanja, Finja und Roxy

AnneCN

weil's Bielefeld ja nicht gibt, mit zwei kleinen Herminen im zauberhaften Teutoburger Wald unterwegs

Beiträge: 8.089



16.09.2011 09:31
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Jeannie zeigte auch dieses Fluchtverhalten, sie flitzte einen halben Meter hinter der Bedrohung los und oft leider voll in die Leine (außer ich bin mitgerannt).
Inzwischen macht sie das nur noch wenn ich sie zum "Spurt" auffordere, dabei achte ich aber darauf, dass die Bedrohung schon einiges hinter uns liegt, denn "Spurt" ist eine Belohnung für sie.

Eines von Jeannies Problemen sind Männer, also fange ich bei Mann-Sichtung an, einen Bogen zu laufen und zeige und benenne ("Guck, Mann" = C&B).
Dann mache ich im Weitergehen ein Spiel draus ("Wo ist der Mann?", Blick=C&B, Wo ist Frauchen?, Wo ist der Mann?), das mache ich auch aus dem Grund, weil Jeannie anfangs immer der Bedrohung hinterherschauen musste, nicht ansprechbar war und das über eine lange Strecke bzw. bis die Person hinter der nächsten Ecke verschwand.
Mit unserem Spielchen klappt das nun super, sie kann gucken ist aber nicht mehr so auf die Bedrohung fixiert, sie schaut mich viel, viel mehr mich an.

Liebe Grüße von Anne
mit Jeannie und Samu

Foxy, in meinem Herzen bist du immer bei mir.

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.311



16.09.2011 09:53
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Zitat von SonjaBenny
... aber definitiv nie die Flucht als Lösung anbieten. Flüchten bestätigt die Angst, sogar meist mehr als jedes andere Training.


Sorry, aber das ist Blödsinn. Flucht ist eine von vier natürlichen Verhaltensstrategien. Macht man sie unmöglich, verstärkt sich erstmal nur eins, die Wahrscheinlichkeit, daß der Hund ohne diese Möglichkeit zu aggressivem Verhalten Zuflucht nimmt. Unter anderem deshalb gibt es so viele Hunde, die an der Leine aggressiv sind, einfach, weil wir ihnen natürliches Meiden unmöglich machen. Zu diesen Hunden gehört übrigens auch Finja. Sie läuft offline mit den Jungs problemlos, online pöbelt sie, ist minimal höchst angespannt und nervös.

Ich sage es deutlich: solche Behauptungen sind nicht nur falsch, sondern leisten dem gefährlichen "da muß er durch", verbunden mit dem menschlichen "durchziehen" durch eine für den Hund angstbesetzte Situation Vorschub. Ängstliche Hunde brauchen AUCH Distanzen, sie benötigen ruhige, ihre Nöte ernstnehmende Führung. Ihre Ängste sind da und real, sie brauchen alles, nur keine Hauruck-Flucht-ist-böse-Hilfen.

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Kuschelbub Parcifal und Spinnbub Medox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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(Papst Franziskus)

AnneCN

weil's Bielefeld ja nicht gibt, mit zwei kleinen Herminen im zauberhaften Teutoburger Wald unterwegs

Beiträge: 8.089



16.09.2011 10:34
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Ich persönlich finde es völlig in Ordnung, dass mein Hund die Strategie Meiden oder Flucht wählt.
Wenn Jeannie offline oder an der langen Schleppe auf andere Hunde trifft, dann wählt sie für sich das Meiden und will einfach raus aus der Situation.

Ist sie an der kurzen Leine, dann pöbelt sie, sobald ihre Individualdistanz unterschritten wird. Andere Hunde -speziell große- empfindet sie als bedrohlich. Ich fahre sehr gut damit, sie aus diesen, für sie bedrohlichen Situationen herauszuführen und zu meiden.

Liebe Grüße von Anne
mit Jeannie und Samu

Foxy, in meinem Herzen bist du immer bei mir.

SonjaBenny


16.09.2011 13:28
RE: Umgang mit Fluchtverhalten Zitat ·antworten

Hallo,

Zitat
Sorry, aber das ist Blödsinn.


Ist es nicht.

Zitat
Flucht ist eine von vier natürlichen Verhaltensstrategien


Jepp.

Zitat
Macht man sie unmöglich, verstärkt sich erstmal nur eins, die Wahrscheinlichkeit, daß der Hund ohne diese Möglichkeit zu aggressivem Verhalten Zuflucht nimmt.


Nein, das ist nicht richtig. Die Wahrscheinlichkeit ist gegeben, ja - jedoch auch in die "andere" Richtung. Vor allem, weil man ja aktiv trainiert und dem Hund anderes Alternativverhalten anbietet, z.b. mich anschauen, sitzen, hinter mir laufen, etwas tragen, Handtouch - was auch immer.

Zitat
Unter anderem deshalb gibt es so viele Hunde, die an der Leine aggressiv sind, einfach, weil wir ihnen natürliches Meiden unmöglich machen. Zu diesen Hunden gehört übrigens auch Finja. Sie läuft offline mit den Jungs problemlos, online pöbelt sie, ist minimal höchst angespannt und nervös.


Das mag sein. Leinenaggression kann viele Auslöser haben.

Zitat
Ich sage es deutlich: solche Behauptungen sind nicht nur falsch, sondern leisten dem gefährlichen "da muß er durch", verbunden mit dem menschlichen "durchziehen" durch eine für den Hund angstbesetzte Situation Vorschub.


Ich sprach nirgends vom Durchziehen oder "da muss er durch". Ich hatte ja noch einen Satz geschrieben.
Im Gegenzug sollte das Training so gestaltet werden, dass der Hund nicht permanent überfordert wird.

Zitat
Ängstliche Hunde brauchen AUCH Distanzen, sie benötigen ruhige, ihre Nöte ernstnehmende Führung. Ihre Ängste sind da und real, sie brauchen alles,


Jepp, hab ich auch nie das Gegenteil behauptet.
Ängste kann man jedoch nicht überwinden, wenn man nicht daran arbeitet und den Dingen aus dem Weg geht. Man arbeitet sich heran, immer wieder bis zur "Grenze" des Aushaltbaren und soweit der Hund noch aktiv mitarbeiten kann.

Zitat
nur keine Hauruck-Flucht-ist-böse-Hilfen.


Flucht ist nicht böse, aber unheimlich selbstbestärkend. Das hatte ich so geschrieben.
Lasse ich zu das der Hund permanent flüchtet und/oder bin ich selbst dabei noch "anders" im Verhalten, erschwert es das das Training bzw. kommt man nicht weiter.

Wichtig wäre mir, das der Hund die Alternative "Mich" wählt, statt der Flucht, denn Menschen begegnen einem tagtäglich unerwartet - bei einer Flucht von 3 Meter sitzt der Hund u.U. schon auf der Straße.

VG
SonjaBenny

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