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 Pflicht und Kür (öffentlich) Sortierung: Alte Beiträge zuerst  
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Marie

vorlauter Hase, der immer noch glaubt, eine Chance gegen Hexen-Igel mit der Geheimwaffe "Baby" zu haben

Beiträge: 3.607



11.02.2011 22:07
Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

...Oder wozu auch immer es gehört, ich hab' ja von Tuten und Blasen keine Ahnung.
Das Video in Rapha's Tagebuch, das Barbara eingestellt hat, hab' ich geguckt.
Leider konnte ich nicht erkennen, wer die Kommandos gibt. Kommen die vom Hundeführer, der Typ da in weiss, oder von dem mit dem Ärmel?
Der Hund beisst in den Ärmel und lässt dann plötzlich ab. Wer gibt das Kommando dazu??

Ach ja, kriegen die Hunde da echt eins mit dem Stock drüber?
Ganz blöd und nicht wertend gefragt, ich hab' echt keine Ahnung.

Liebe Grüße von Marie mit Coop[img]http://freesmileys.smiliesuche.de/hunde/hunde-smilies-0038.gif[/img]

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~Manchmal sitze ich da und denke
und manchmal sitze ich einfach nur da.~

QuoVadis

weiß mit pubertierendem durchgeknalltem Mali mit Schäferhund-Exterieur, was Geduld heißt und hütet den wohl tollpatschigsten und knuffeligsten Holländer seit es Herder gibt

Beiträge: 3.201



11.02.2011 22:24
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

Die Kommandos kommen natürlich vom Hundeführer!
Wäre ja doof, wenn der Hund auf die Kommandos der "bösen" Männer hören würde!
Viele der Sporthunde tun das zwar, stell Dir aber mal einen Polizeihund vor, der dem Verbrecher gehorcht.

Und ja, die Hunde bekommen eins mit dem Stock drüber.
Ist aber ein Softstock, und nicht mehr, wie früher, ein Rohrstock.
Der Softstock hat eine Kunststoffeinlage, die abgepolstert ist.
Der Helfer, bei dem ich mit meiner Hündin gelernt habe, hat uns Hundeführern das Ding zu spüren gegeben, er meinte, die HF müßten wissen, was ihre Hunde ertragen müssen.
War nicht wirklich schlimm, außerdem hauen sie auch nicht fest zu.
Die Stockschläge sollen testen, ob der Hund auch unter Belastung den Griff hält, viele Hunde ergreifen ja schon die Flucht, wenn man nur den Arm hebt.


__________________________________________________
Gruß
Hanne

Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.422



11.02.2011 22:42
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

Hmmmm, eigentlich steht in der Prüfungsordnung, daß der Stock den Hund nicht berühren darf.

Ich habe das alles mal rausgesucht. Maries Frage bezog sich auf ein Video, das ich in Raphaelas Tagebuch eingestellt hatte, als Marie fragte, warum es eine Baustelle werden würde, wenn Mr. Ekko beim Training mit dem Helfer weiter "schweigen" würde.

Hier das Video: http://www.youtube.com/user/OtVitosha#p/a/u/0/3Pwo22bPZcI

Zitat
Leider konnte ich nicht erkennen, wer die Kommandos gibt. Kommen die vom Hundeführer, der Typ da in weiss, oder von dem mit dem Ärmel?



Der Typ in Weiß ist der Hundeführer, in diesem Fall der Trainer Ivan Balabanov, der seinen Hund Rocky hier in einem Turnier führt.
Der mit dem Ärmel ist der sog. Schutzdiensthelfer, der quasi einen Schein-Täter darstellt, den der Schutzhund sozusagen "festnehmen" darf. Der dritte Typ, der da rumläuft, ist der Prüfer, der dem Hundeführer und dem Helfer Anweisungen gibt.

Generell läuft es so: Der Ablauf selbst steht fest, es gibt ein starres Schema, das jedoch jeweils kleine Veränderungen erfährt, in der Regel variieren die Dauer, die ein Hund verbellen muß, die Länge der Flucht, die Zeit, der er verharren muß, bevor er geschickt wird und die Dauer der Belastungsphasen.

Es gibt vier Prüfungen, die ein Hund absolvieren muß, bevor er Turniere laufen darf, d.h., der Hund, den Balabanov führt, kennt die Abläufe natürlich genau.

Am Anfang steht eine BH, eine Begleithundprüfung. Hier werden Wesensfestigkeit und Sicherheit in der Unterordnung, sowohl an der Leine, als auch in der sog. Freifolge (also ohne Leine) geprüft.

Darauf folgen die sog. IPO 1 - 3, die jeweils aus drei Teilen bestehen, der Abteilung A (Fährte), der Abteilung B (Unterordnung) und der Abteilung C (Schutzdienst). Der Schwierigkeitsgrad steigt von 1 bis 3 kontinuierlich, was Balabanov hier zeigt ist ein IPO-3-Standard.

Auf großen Turnieren wird nur IPO III geprüft, die Abteilungen A bis C müssen jeweils ALLE gelaufen werden.

Laut Internationaler Prüfungsordnung (daher: IPO) sieht der Ablauf einer Abteilung C, also einer Schutzdienstprüfung, immer so aus, wie ich es jetzt aufliste.

1) Stellen und Verbellen
Zunächst "reviert" der Hund, d.h., der sucht den "Täter". Wenn er ihn findet, muß er ihn stellen und verbellen. Der Prüfer legt dabei fest, wie lange der Hund verbellen muß, er gibt dem Hundeführer per Handzeichen das Signal, den Hund abzurufen. Die "Kommandos" kommen alle vom Hundeführer (deshalb wird auf Hundeplätzen oft gebrüllt, weil "Kommandos" manchmal über lange Entfernungen gegeben werden und der Hund sie genauso gut hören können muß wie der Prüfer).

2) Verhinderung eines Fluchtversuches des Helfers
Hierbei rennt der Helfer, nachdem der Hundeführer seinen Hund 5 Schritte von ihm entfernt abgelegt hat, weg. Der Hund muß warten, bis das Signal kommt, wie weit der Helfer rennen darf, legt der Prüfer fest. Der Hund bekommt dann vom Hundeführer auf Anweisung des Prüfers das Signal, seinen Hund zu "schicken".

3) Abwehr eine Angriffes aus der Bewachungsphase
Der Hundeführer muß den Scheintäter gemeinsam mit dem Hund "transportieren". Hieraus bricht der Täter aus, der Hund muß ihn, selbständig, wieder "einfangen". Hierbei benutzt der Scheintäter einen sog. Soft-Stock, d.h., die "Waffe", die er drohend bewegt, darf niemals ein harter Stock sein. Laut Prüfungsordnung darf der Stoft-Stock den Hund NIE berühren. Zitat: "Hierbei wird der Softstock mit drohenden Bewegungen oberhalb des Schutzarmes eingesetzt ohne den Hund zu schlagen."
Der Hund wird faktisch bedroht und auch mit dem Körper durch den Helfer bedrängt, er soll sich davon nicht beeindrucken und die Beute Beißärmel nicht auslassen. Hier ist es die Dauer der sogenannten Belastungsphase, die variiert, allerdings sind Art und Anzahl der "Schläge" haargenau festgelegt.

4) "Rückentransport"
Hund und Hundeführer führen den Scheintäter gemeinsam zum Prüfer. Art und Dauer dieser Rückführung können variieren, beinhalten aber immer 30 gemeinsame Schritte.

5) Angriff auf den Hund aus dem Rücken-Transport
Der Prüfer gibt dem Helfer ein Signal, der diesmal nicht wegläuft, sondern den Hund attackiert. Auch hierbei darf er den Soft-Stock nur drohend bewegen, auch seine Körpersprache soll drohend sein. Der Hund soll eigenständig in den Ärmel gehen. Auch hier variiert die Dauer der Belastungsphase nach Anweisung des Prüfers.

6) Angriff auf den Hund aus der Bewegung
Der Helfer geht weg vom Hund, der an der Seite seines Hundeführers ist. Der Hundeführer fordert den Helfer auf, stehenzubleiben. Dann gibt es zwei Varianten, je nach Prüfung (es gibt IPO 1 bis 3, wobei IPO 3 die höchste Stufe ist, jeder Hund muß alle drei Prüfungen schaffen, um an Wettkämpfen teilnehmen zu dürfen, 1 ist leichter als 2 und 2 ist leichter als 3).
IPO 1: Der Helfer geht aus dem normalen Schritt direkt in den Laufschritt über und greift den Hundeführer und Hund unter Abgabe von Vertreibungslauten und Drohbewegungen mit dem Softstock frontal an.
IPO 2 und 3: Ohne den Laufschritt zu unterbrechen, greift er den HF und Hund unter Abgabe von Vertreibungslauten und Drohbewegungen mit dem Softstock frontal an.
Der Hund geht in der Bewegung des Helfers auf Signal des Hundeführers in den Ärmel. Auch hier ist die Dauer der Belastungsphase vom Prüfer festzulegen.

Für alle sog. Widerstandübungen gilt, daß der Helfer am Ende auf Anweisung des Prüfers seinen Widerstand/Angriff aufgibt/beendet und sich nicht mehr bewegt. Daraufhin gibt der Hundeführer das Signal zum Auslassen. Der Hund wird dann von ihm "abgeholt" und ins "Kommando" genommen. Läßt der Hund nach einem dreimaligen "Aus" nicht aus, werden er und sein Hundeführer disqualifiziert. (Ist übrigens Edgar Scherkl, einem der besten unter den Besten, gerade letztes Jahr während der WM passiert.)

Die Prüfungsordnungen sind übrigens sehr genau. Sie listen auf, welche Hörzeichen (das heißt tatsächlich selbst dort nicht mehr Kommandos) in welcher Situation gegeben werden muß und wieviel Punkte Hund und Hundeführer jeweils erzielen können. Sogar die Anzahl der "Schläge" ist genau festgelegt und wann der Soft-Stock wie zu halten ist, um eine Bedrohung zu beenden.

Zitat
Der Hund beisst in den Ärmel und lässt dann plötzlich ab. Wer gibt das Kommando dazu??



Der Hundeführer. Und zwar nur er.

Zitat
Ach ja, kriegen die Hunde da echt eins mit dem Stock drüber?



Nein. Beim VPG-Sport bzw. der internationalen Variante IPO nicht. Soweit ich weiß, sieht das im Ringsport allerdings anders aus. Und natürlich gibt es Helfer, die sich nicht an die Regeln halten, solange sie nicht unter "Aufsicht" sind.

Zitat
Ganz blöd und nicht wertend gefragt, ich hab' echt keine Ahnung



Du fragst wenigstens. Viele andere haben genauso wenig Ahnung, werten aber einfach mal eben.

Übrigens: Die Helfer stellen sich auch nicht einfach mal eben auf den Platz. Um Schutzdiensthelfer in einem Verein sein zu dürfen, müssen die Jungs (Mädels habe ich da noch keine gesehen) eine zweijährige Ausbildung machen.

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Ritter Parcifal und Prince Maddox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

QuoVadis

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11.02.2011 23:04
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

Zitat
Hmmmm, eigentlich steht in der Prüfungsordnung, daß der Stock den Hund nicht berühren darf.



Auszug aus der PO:

Zitat
Abwehr eine Angriffes aus der Bewachungsphase" (Prüfungsstufen 1 - 3)

Nach der Bewachungsphase unternimmt der HL auf Anweisung des PR einen Angriff auf den Hund. Hierbei wird der Softstock mit drohenden Bewegungen oberhalb des Schutzarmes eingesetzt ohne den Hund zu schlagen. Im gleichen Augenblick wird der Hund, ohne dass der Schutzarm zusätzlich in Bewegung versetzt wird, frontal durch Vorwärtslaufen mit dem entsprechenden Widerstand angegriffen. Der Schutzarm wird hierbei dicht am Körper gehalten. Hat der Hund gefasst, ist er aus der Bewegung durch den HL seitlich zu platzieren und die Belastungsphase in gerader Richtung beginnt. Der HL muss alle Hunde in derselben Richtung bedrängen. Demnach hat PR hat sich so zu positionieren, dass es ihm möglich ist bei allen Hunden das Angriffsverhalten, das Verhalten während der Belastungsphase, das Griffverhalten, das Ablassen und die Bewachungsphase zu beurteilen. Ein Bedrängen in Richtung des HF ist nicht zulässig.

Die Stockschläge mit dem Softstock erfolgen auf den Schultern und im Bereich des Widerristes. Die Stockschläge sind bei allen Hunden in derselben Intensität anzubringen. Der 1. Schlag erfolgt nach ca. 4 – 5 Schritten, der 2. Schlag nach weiteren 4 – 5 Schritten in der Belastungsphase. Nach dem 2. Schlag ist ein weiteres Bedrängen ohne Stockschläge zu zeigen.



Quelle: fci.be/reglements


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Gruß
Hanne

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Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

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11.02.2011 23:22
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

Widerspricht sich also in sich, oder? Oder es ist gemeint, hier nein, dort ja. Oder es ist gemeint: Immer nur so tun als ob. Ich dachte bisher, es ist immer gemeint: So tun als ob. :-)

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Ritter Parcifal und Prince Maddox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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11.02.2011 23:31
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

Beim Angriff auf den Hund wird dieser mit erhobenem Stock bedroht, aber nicht geschlagen.
Wenn der Hund angebissen hat, wird mit Hilfe der Stockschläge eine Belastung gesetzt, um die Reaktion des Hundes unter Belastung zu sehen.
Da ist das vielleicht hilfreicher:

Zitat
4. Abwehr eines Angriffes aus der Bewachungsphase 35 Punkte

a) Je ein Hörzeichen für: "ablassen“, "in Grundstellung gehen“

b) Ausführung: Nach einer Bewachungsphase von etwa 5 Sekunden unternimmt der Helfer auf Anweisung des PR einen Angriff auf den Hund. Ohne Einwirkung des HF muss sich der Hund durch energisches und kräftiges Zufassen verteidigen. Er darf dabei nur am Schutzarm des HL angreifen. Hat der Hund zugefasst, werden ihm 2 Schläge versetzt. Es sind nur Schläge auf Schultern und den Bereich des Widerristes zugelassen. Auf Anweisung des PR steht der Helfer still. Nach dem Einstellen des Helfers muss der Hund sofort ablassen. Der HF kann ein HZ für "ablassen“ in angemessener Zeit selbständig geben.

Lässt der Hund nach dem ersten erlaubten HZ nicht ab, so erhält der HF die Richteranweisung für bis zu zwei weiteren HZ für "ablassen“. Wenn der Hund nach diesen HZ (einem erlaubten und zwei zusätzlichen) nicht ablässt erfolgt Disqualifikation. Während des HZ "ablassen“ muss der HF ruhig stehen, ohne auf den Hund einzuwirken. Nach dem Ablassen muss der Hund dicht am Helfer bleiben und diesen aufmerksam bewachen. Auf Richteranweisung geht der HF in normaler Gangart, auf direktem Weg zu seinem Hund und nimmt ihn mit dem HZ für "in Grundstellung gehen“ in die Grundstellung. Der Softstock wird dem Helfer nicht abgenommen.

c) Bewertung: Einschränkungen in den wichtigen Beurteilungskriterien entwerten entsprechend: Schnelles und kräftiges Zufassen, voller und ruhiger Griff bis zum Ablassen, nach dem Ablassen aufmerksames Bewachen dicht am Helfer.
Ist der Hund in der Bewachungsphase leicht unaufmerksam und/oder leicht lästig, wird die Übung um eine Note entwertet, bewacht der Hund den Helfer sehr unaufmerksam und/oder ist er stark lästig, wird die Übung um zwei Noten entwertet.
Bewacht der Hund den Helfer nicht, bleibt aber am Helfer, wird die Übung um drei Noten entwertet. Kommt der Hund dem herankommenden HF entgegen, wird die Übung im Mangelhaft bewertet. Verlässt der Hund den Helfer vor der Richteranweisung zum Herantreten oder gibt der HF ein HZ, damit der Hund am Helfer bleibt, wird die Abteilung C abgebrochen.


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Hanne

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Nitni_gs


12.02.2011 09:34
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

Jap, die Hunde werden beim VPG 'geschlagen'. Hab mir aber selbst schonmal eins mit dem Stock überbraten lassen. So schlimm ist das wirklich nicht. In so ner Situation ist bei einem triebigen Hund das Schmerzempfinden sowieso sehr niedrig.

@ Barbara: So weit ich weiß, dürfen die Hunde beim Ringsport nicht geschlagen werden. Bin mir aber nicht sicher. Das Video von Balabanov gefällt mir =)

Naomi



Beiträge: 1.138


12.02.2011 09:53
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

So da ich damit ja angefangen hab Meld ich mich mal kurz zur wort.

Ich denke in dem Video von der letztjährigen WM sieht man die meisten Fragen recht schön:
http://www.youtube.com/watch?v=crIaWrQRfWU&feature=related

Die Befehle kommen vom Hundeführer, hört man an manchen Stellen recht schön weil Quint da immer etwas Nachdruck braucht Bei Hunden die führiger sind, sind die Kommandos oft so leise, dass man sie auf den Videos net hört und die gern gehörten Kommandos wo Hund zum Figuranten darf muss man meistens auch nur flüstern

Zum Softstock, der Hund wird damit bedroht und ja der ein oder andere Schlag trifft auch. Aber es ist nicht so, dass permanent auf den Hund eingeprügelt wird. Ich hatte da auch immer große Bedenken früher, dann hab ich meinen Hunden mal im alltag zugesehen. So wie die im Spiel rempeln und gegen Zäune, Wände und Co knallen, so kann ein Figurant in der Situation gar nicht zuschlagen, selbst wenn er es wollte. Übriges ich hab auch schon ein paar mit dem Softstock abgekriegt (hab auch schon Stachel und tele selber ausprobiert.)
Kritischer sehe ich's da im KNPV wo der Rohrstock nach Möglichkeit am Hund zerbrechen soll.

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Mydog

Direktorin des Zwockel-Zirkus und bekennend geschirrsüchtig sowie Tante Lupa (Admin)

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12.02.2011 10:56
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

Zwischenfrage:

Reden wir hier eigentlich von der Ausbildung eines Diensthundes oder von reinem "Hundesport"?

Für die Ausbildung von Diensthunden ist es, denke ich, notwendig, daß auch die Gegenwehr des Täters simuliert wird. Denn im Ernstfall, im Einsatz, darf sich der Hund nicht davon beeindrucken lassen, wenn sich der gestellte Täter wehrt.
Der Einsatz eines Softstockes im Training ist da sicher verhältnismäßig.

Im Privatbereich, beim reinen, privaten "Hundesport" sehe ich das allerdings anders!!!!




Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
------------------------
Der ist nicht klein, der ist ein Hundekonzentrat. :o)

Naomi



Beiträge: 1.138


12.02.2011 11:07
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

Wir reden hier nur von Sport.

Im echten Zivilschutz sind da andere Sachen gefragt.

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Marie

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12.02.2011 11:09
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

Zitat von Naomi
Wir reden hier nur von Sport.

Im echten Zivilschutz sind da andere Sachen gefragt.



Welche Sachen sind denn da gefragt?

Liebe Grüße von Marie mit Coop[img]http://freesmileys.smiliesuche.de/hunde/hunde-smilies-0038.gif[/img]

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Naomi



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12.02.2011 11:26
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

Die Hunde dürfen massiver bedrängt und belastet werden, einfach um den Ernstfall zu simulieren.
Ein Sportschutzdiensthelfer der einen Hund ins gestreckte Bein laufen lässt um ihn daran zu hindern den Arm zu erreichen würd vom Platz (und vermutlich auch aus'm Verein) fliegen.

Ebenso wäre es im Sport undenkbar, dass ein Schlag gesetzt wird bevor ein Hund angebissen hat. Ich hab das Video nicht mehr, aber es wurde geziegt wie gezielt vor dem Anbiss zugeschlagen wurde und der Hund musste trotzdem den Biss setzen.

Sinn beim Ziviltraining ist sicherzustellen, dass der Hund im Ernstfall wo es für ihn und den Diensthundeführer um Leben und tod gehen kann, sich nicht vertreiben lässt.
Der Sporthund soll nur zeigen, dass er die Nervenstärke besitzt, dass er nicht bei der ersten Belastung reiß aus nimmt.

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Marie

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12.02.2011 11:28
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

nehmt es mir nicht krumm, ich hab' noch immer den Unterschied zwischen Sport und Zivil Dingens nicht verstanden.
Kann mich mal bitte jemand aufklären?

Liebe Grüße von Marie mit Coop[img]http://freesmileys.smiliesuche.de/hunde/hunde-smilies-0038.gif[/img]

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Naomi



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12.02.2011 11:36
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

Sport/VPG ist das was du auf den Videos siehst.
Diese Hunde beissen nur den Schutzarm auf dem Platz und nix sonst.

Zivil sind Diensthunde bei Polizei, Militär, etc
Die im Einsatz auch draußen auf der straße den Menschen in Jeans und Pullover (zivil) beißen wenn er mit nem Messer auf sie los geht.

*************

Marie

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12.02.2011 11:41
RE: Nochmal eine Schutzdienstfrage Zitat ·antworten

Zitat von Naomi
Sport/VPG ist das was du auf den Videos siehst.
Diese Hunde beissen nur den Schutzarm auf dem Platz und nix sonst.

Zivil sind Diensthunde bei Polizei, Militär, etc
Die im Einsatz auch draußen auf der straße den Menschen in Jeans und Pullover (zivil) beißen wenn er mit nem Messer auf sie los geht.



Danke, Raphaela.
Das Wort zivil hat mich verunsichert, das klingt für mich erstmal so nach "ich mach' das privat zuhause", weisst du? So wie Agility ohne Ambitionen, etwas zu erreichen ausser Spaß mit und für Hund.

Zivil ist also der Ernstfall. Gut, so muss ich mir das merken. Blödes Wort.

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