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Dieses Thema hat 5 Antworten
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Das Neueste auf einen Blick



 Behaviour (öffentlich)
Toni Offline

wo langjährig unschuldig sitzender Knasti entschädigt wird


Beiträge: 6.180

12.10.2009 08:28
Wann und wie eingreifen...... Zitat · Antworten

...... bei Zänkereien unter Hunden. Diese Frage kam mir jetzt in den Kopf beim Lesen von dem Fred von Christiane (Luca2006).
Wann sollte man eingreifen? Wann nicht und wie sollte man eingreifen? Die Meinungen gehen da ja auseinander. Sollte man da auch unterscheiden, was der Grund der Konfrontation ist, was es für Hunde/Charakteren sind?
Bin da auch immer hin und her gerissen. Welche Faktoren spielen da eine Rolle wie zu entscheiden?
LG Nicole

**************
Liebe Grüße
Nicole mit "Stinkstiefel" Tobi, und Balou, meinem Bärchen, für immer im Herzen

"Ihr Hund mag Ihnen gegenüber vielleicht ungehorsam sein, aber den Gesetzmäßigkeiten des Lernens gehorcht er stets ausnahmslos perfekt."

Jean Donaldson

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

12.10.2009 09:11
#2 RE: Wann und wie eingreifen...... Zitat · Antworten

Ach Nicole, ein schönes Diskussionsthema - da bin ich auch mal gespannt!

Meine Beiden haben sich anfangs wegen Futter öfter in die Wolle bekommen. Da reichte aber ein lautes HEY und die Streithähne waren auseinander. Deshalb hab ich mir da nicht so viele Gedanken gemacht - ich hatte Glück mit meinen Beiden. Da bin ich mal auf die Meinung der Experten gespannt!!!

Aber wenn es z.B. ein fremder Hund ist, der sich mit einem von meinen Beiden in die Wolle kriegt, wüsste ich vermutlich auch erstmal nicht weiter. Vor Allem, weil man sich ja nicht selber beissen lassen will. Wenn mein Hund auf einen anderen losgeht, hole ich ihn schon am Geschirr weg, denn meine Hunde kann ich einschätzen. Aber anders herum?

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
__________________________________________________________________________

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

stoppel Offline



Beiträge: 8.461

12.10.2009 09:55
#3 RE: Wann und wie eingreifen...... Zitat · Antworten

Hallo Nicole,

das finde ich ganz ganz schwierig so allgemein zu diskutieren, weil die Umstände zu vielfältig sein können und letztendlich entscheidend sind. Fremde/eigene Hunde - wo? mit wieviel Platz zum Ausweichen? - mehrere Halter oder ich allein? - Anlass der Auseinandersetzung? - eigene Einschätzung der Situation? und durch andere? usw.

Leichter finde ich die Diskussion wie man präventiv die Hunde so zueinander lassen kann, dass die Aussichten auf Ärger miteinander minimiert werden.

LG Iris mit Brummbär Richy und Springmaus Querida
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"Happiness is not a station you arrive at, but a manner of travelling." (M.L. Runbeck)

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.050

12.10.2009 12:40
#4 RE: Wann und wie eingreifen...... Zitat · Antworten

Ich denke auch, daß es kaum möglich ist, DAS Kriterium zu finden. Es hängt meiner Meinung nach stark von der Situation und vor allem von der Körpersprache, die mein und/oder der andere Hund zeigt, ab, ob und wie ich eingreife.

Bisher war das eine reine Instinktsache bei mir.

Bei Ben kann ich mittlerweile einfach gut sehen, wann er sich so bedrängt fühlt, daß er "kippen" könnte, d.h. sein aggressives Verhalten im Rahmen eines hundlichen Rituals umschlagen könnte/würde zu einem, das dann eher Überlebenskampf wäre. Und bei Seppi ist sehr schnell zu sehen, wann er wirklich Angst bekommt, er knurrt und igelt dann in einer Tour und versteckt sich schließlich bei mir, so daß er mich zu dem Block macht, den er dann braucht und als der ich dann auch agieren und den anderen Hund managen muß.

Wenn man eingreifen will, sollte man allerdings sicher sein, daß man das auch ruhig tun kann, ohne Angst zu zeigen. Sonst geht der Schuß nach hinten los und steigert im schlimmsten Fall die Aggression der Hunde eher als daß es etwas löst.

Ich bin mittlerweile dazu übergegangen, einen Kontakt zu fremden Hunden möglichst erstmal nicht zuzulassen. Ich schaue, daß meine bei mir bleiben, beobachte den anderen und meine und rede mit dem Menschen gegenüber, wenn ich dann das Gefühl habe, es könnte gehen, dürfen sie laufen, wenn nicht, dann gehen wir weiter.

Dabei stelle ich fest, daß meine Jungs das laufen dürfen gar nicht unbedingt haben wollen. Nicht selten machen sie dann von sich aus einen Bogen oder bleiben bei mir, besonders Seppi zeigt, daß er großräumiges Umlaufen für eine tolle Erfindung hält.

Daß es bei aller Vorsicht trotzdem passieren kann, daß der Kontakt unausweichlich ist, steht auf einem anderen Blatt. Kommt der andere unaufhaltsam weiter auf uns zu, versuche ich in erster Linie, ihn zu managen, wenn ich merke, daß das nicht funktioniert, lasse ich lieber den Kontaktversuch zu als dann hektisch dazwischenzugehen und clickere, was das Zeug hält.

Auf diese Weise hat Ben vorgestern einen seiner Erzfeinde nicht nur passiert. Er konnte ihm, nachdem der andere ohne Leine und Halsband unterwegs war und von Frauchen überhaupt nicht geführt wurde, weil ihr Vierbeiner in dieser Situation schon total unansprechbar war, sogar den Schnüffelkontakt erlauben. Ben inspizierte dann zurück und kam dann ohne Probleme zu mir, schaute mich an und schien zu sagen: "Jetzt bring ihn aber weg". "Bardo" bekam dann von mir ein Leckerchen, mit dem ich ihn auf den Weg zurückbrachte, und alles war überstanden. Hätte ich Ben Bardo da nicht abgenommen, hätte das komplett anders ausgehen können.

Ich glaube, Prävention ist tatsächlich das Zauberwort und zwar in zweierlei Hinsicht. Erstens sollte nicht jeder Hund zwingend mit jedem Hund umgehen oder gar spielen müssen. Wo möglich sollten wir die Hunde erstmal sichern, uns mit dem anderen Halter austauschen und wenn wir entscheiden, daß ein Kontakt stattfinden sollte, die Schritte dorthin ruhig begleiten. Zweitens sollten wir unsere Hunde nie allein lassen, sondern für sie parat stehen, falls sie unsere Hilfe brauchen. Und ich glaube, die meisten Hunde zeigen sehr deutlich, wann das ist, wir müssen "nur" lernen, ihre Sprache auch zu verstehen.


Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Schnuffelnase Offline



Beiträge: 5.204

12.10.2009 19:41
#5 RE: Wann und wie eingreifen...... Zitat · Antworten

Das mit dem "hey" mache ich auch. Im Rudel gibt es selten Streitigkeiten, aber auch bei rudelfremden Hunden wirkt das in der Regel (bei kleinen Zänkereien, bei richtigen Angriffen hatte ich damit noch nie wirklichen Erfolg). Mir ist es wichtig, da einzugreifen, einfach um den Hunden zu zeigen: so ein Umgang miteinander wird von mir nicht gewünscht und auch nicht akzeptiert. Auch aus sehr wildem Spiel rufen wir sie ab. Irgendwann kommt da ja der Punkt, wo es nicht mehr nur Spaß ist, auch wenn beide sich sehr mögen. Gestänker und Gepöbel gibbet einfach nich.

Damit sind wir bisher gut gefahren. Allerdings ist es natürlich die Frage, in wie weit die Hunde dadurch verlernen, ihre Sachen selber zu regeln. Das würde mich echt mal interessieren.

Heute waren wir beim TA, Kira saß neben mir. Kommt ein stürmischer Goldie rein. Nun weiß ich ja, dass sie, wenn sie an der Leine ist, was gegen die stürmischen Annäherungen hat. Also hab ich den Besitzern gesagt, dass sie ihn bitte nicht zu ihr lassen sollen. Was passiert? Sie sagen zu ihrem Hund: nein, da darfst du nicht hin. Und geben ihm genug Leine, um natürlich doch mal Hallo zu sagen. Da Kira ihrerseits ihren Kopf ausstreckte, um ihn zu begrüßen, ließ ich, wissend was gleich kommt, den Kontakt zu. Er also übermütig an ihr geschnuffelt, sie ihm die Zähne gezeigt. Da er das anscheinend nicht verstand oder verstehen wolle (wie Männer eben manchmal sind), hab ich dann gesplittet und sie zurück neben mich komplimentiert. Sie sollte sehen, wenn der andere nicht aufhört, bin ich eine gute Adresse, an die man sich wenden kann. Klappte dann auch sehr gut. Sie saß dann ruhig und ging auch nachher anstandslos vorbei. Hätte ich es laufen lassen, wäre es ein großes HARHARHAR geworden, denk ich mal.

Stef Offline



Beiträge: 2.085

12.10.2009 20:01
#6 RE: Wann und wie eingreifen...... Zitat · Antworten

Das Wort "HEY!!!" kennen meine beiden auch Leider klappt es ohne Management bei meinen beiden nicht ganz reibungslos, aber schon sehr viel besser in den letzten beiden Jahren. Ich breche sehr früh ab, denn wenn es eskaliert, kennen meine beiden nichts, dann geht es wirklich ans Beschädigungsbeißen Wenn die Ka*** mal am dampfen ist, ist es wahnsinnig schwer die beiden getrennt zu bekommen Alleine ist man chancenlos.

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