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Jesska2009



Beiträge: 47



03.10.2009 12:54
Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

*gelöscht*

Das Leben ist zu kurz, um es mit Suchen zu verbringen.

Riekewheaten



Beiträge: 1.357



03.10.2009 13:22
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

Hallo Kathrin

ich habe Deinen Bericht mit großem Interesse gelesen.Auch Rieke ist überängstlich und bedarf meiner Führung.Wo ich aber oft unsicher bin ,wie ich das in manchen Situationen machen soll.
Kannst Du mir mehr zur Arbeit mit dem Futterbeutel sagen? Was machst Du damit? Einfach immer nur wegschmeißen und der Hund holt ist irgendwann langweilig.Würd mich freuen ,mehr darüber zu lesen.

LG Silke+Rieke

Jesska2009



Beiträge: 47



03.10.2009 13:47
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

*gelöscht*

Das Leben ist zu kurz, um es mit Suchen zu verbringen.

Jesska2009



Beiträge: 47



03.10.2009 16:36
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

*gelöscht*

Das Leben ist zu kurz, um es mit Suchen zu verbringen.

Mio


03.10.2009 16:47
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

Ich habe das Buch von Jan Nijboer "Hunde erziehen mit Natural Dogmanship" gelesen und bin zwiespältiger Meinung. Es gibt schon hilfreiche Tips und Ideen, aber andererseits ist es wieder eine Philosophie, die mit Klischees so überhäuft ist.

Herr Nijboer schreibt, daß alles was der Hund macht zielorientiert ist. Das mag natürlich auch stimmen in einer gewissen Weise jedoch, ist jedes Lebewesen zielorientiert. Jeder atmet, warum? Daß er nicht erstickt. Jeder setzt ein Fuß vor den anderen? Warum? Das er nicht auf der Nase liegt. Um zum eigentlichen Thema zu kommen: Er schreibt, daß ein Hund bei einem Spaziergang nicht rennt, da es ihm Spaß breitet, sondern um den Menschen seine köperliche Umberlegenheit und dem Mensch dadurch seine körperliche Einschräknung zu demonstieren???? Eine Selbstdarstellung des Hundes.

Auch ein Hund, der Streicheleinheiten einfordert, fordert diese nicht ein, da er gestreichelt werden möchte, sondern aus Dominanz.

In einem weiteren Beispiel schreibt er, daß wenn wir auf unserer Couch sitzen und dem Hund beim Spielen mit einem Knochen zuschauen, interpretiert der Hund, daß wir uns nicht trauen würden, ihm den Knochen abzunehmen. Dies wäre eine Provokation vom Hund und jeder andere Hund würde dieses Verhalten durch Abnahme des Knochens gleich abstellen. Der Hund wurde von uns in seiner ranghöheren Postion bestärkt. Später kann es dazu kommen, daß der Hund uns anknurrt, wenn wir ihm den Knochen versuchen abzunehmen.

Es fällt in diesem Buch sehr oft das Wort "Rangordnung" und "Dominanz". Was mich abschreckt, da es Menschen dazu verleitet, einen Wettbewerb zu starten und sich schließlich hinter jeder Verhaltensweise in ihrer Position als Rudelchef bedroht fühlen. Mit diesem Blick verliert man aber schnell die Leichtigkeit und die Freude mit dem Hund.

Zum anderen schreibt er sogar selbst, daß es eine Erziehungsphilosophie ist, eine Lebensweise. Das klingt für mich sehr engstirnig, denn keiner hat die Weisheit mit Löffeln gegessen und keiner kann nun wirklich mit 100% Genauigkeit sagen, was nun in einem Hund vorgeht. In 100 Jahren wird warscheinlich über unsere Erziehungsmethoden gelächelt. Ich persönlich habe ein Problem damit, wenn Menschen von einem Standpunkt so überzeugt sind, als gäbe es nichts anderes. Denn jeder Mensch irrt sich mal im Leben, auch ein "Natural Dogmanship". Für mich ist es eine Vermarktung, wie auch Monty Roberts, der sich "Pferdeflüsterer" nennt. Jeder Hund ist anderst, der eine braucht dies, der andere braucht das, nur in eine Richtung zu schauen, ist für mich nicht "Natural". Es gibt mittlerweile so viele Gurus, die denken sie hätten den einzig richtigen Weg und versperren sich damit aber die Möglichkeit, über den eigenen Tellerrand zu schauen. Daher finde ich Sätze, gerade im Umgang mit Lebewesen wie "Ich glaube, Du solltest ..." auch sehr viel angenehmer als "Du musst .... Dein keiner, wirklich keiner weiß was in einem Hund, einem Pferd oder einem anderen Mensch vorgeht. Man kann es nur erahnen.

Aber wie am Anfang schon geschrieben, ein paar Ideen sind nicht schlecht, die habe ich teilweise auch umgesetzt aber ich kann mich damit nicht identifizieren, da es meiner Meinung nach sinnvoller ist, aus allem ein bisschen mitzunehmen und seinen eigenen Weg zu finden, der auf Hund und Halter passt.

Jesska2009



Beiträge: 47



03.10.2009 16:57
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

*gelöscht*

Das Leben ist zu kurz, um es mit Suchen zu verbringen.

Nina



Beiträge: 3.332


03.10.2009 17:14
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

In Antwort auf:
...da es meiner Meinung nach sinnvoller ist, aus allem ein bisschen mitzunehmen und seinen eigenen Weg zu finden, der auf Hund und Halter passt.



Applaus!

Du hast es super auf den Punkt gebracht. Ich habe mir auch Dinge überall zusammen gesucht, die ich für uns richtig finde und habe andere Dinge, von denen mir gesagt wurde, ich müsse das aber unbedingt so machen, sonst würden wir in die Katastrophe rennen, verworfen, weil sie einfach auf uns nicht zutreffen.

Hallo Kathrin,

wir jagen auch immer mal wieder Futterbeutel und das ist wirklich einge gute Beschäftigung und macht meinem Hund auch Spaß. Allerdings nur ab und zu, so dass ich diverse Bespaßungsmethoden kombinieren und abwechseln muß, um sie bei der Stange zu halten. Daraus gegessen habe ich allerdings noch nie, dass erledigt sie selber .

In Antwort auf:
Ganz nebenbei geht man in für den Hund schwierige Situationen und der Hund lernt über die Arbeit mit dem Futterbeutel, daß der Mensch die Lage im Griff hat und es sicher genug ist, um mit der Beute zu arbeiten. Damit ist auch das Sicherheitsbedürfnis des Hundes befriedigt



Das verstehe ich allerdings nicht. Warum gibt es meinem Hund Sicherheit in schwierigen Situationen (für uns: Hundebegegnungen), wenn ich mit ihr mit dem Futterbeutel spiele? Da hat das eine für mich nicht so viel mit dem anderen zu tun.

Was mir in Deiner Beschreibung (die ich sehr interessant finde) nicht so zusagt, bzw, was halt auf uns nicht zutrifft, sind die Aussagen über Dominanz und Rudelführung, zum Beispiel wenn der hund auf dem Weg hin und her läuft. Lotta versucht ja nun mal sehr gerne, mich räumlich einzuschränken, so dass ich dann ständig über sie stolpere, sie mir den Weg abschneidet, etc., wenn sie Bedrohungen sieht. Aber das unterscheidet sich total von ihrem sonstigen Herumgerenne auf dem Weg, auch vor mir, auch von rechts nach links, usw. Dabei bleibt sie nicht vor mir stehen sondern macht mir platz, wenn ich vorbei möchte, wickelt mir auch nicht die Leine um die Beine, etc. Wenn sie mich räumlich kontrollieren will, dann schnuppert sie auch nicht mehr, dann ist sie nur damit beschäftigt, zwischen mir und der Bedrohung zu bleiben. Das sind einfach zwei verschiedene Dinge und ich finde es immer etwas unglücklich, solche Dinge zu pauschalisieren.

Aber wie Nicole so schön sagte, am Ende muß man sich einfach aus allen Theorien das heraus suchen, was für einen selbst Sinn macht. Und da gibt es bestimmt auch gut Ansätze bei National Dogmanship.


Jesska2009



Beiträge: 47



03.10.2009 17:43
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

*gelöscht*

Das Leben ist zu kurz, um es mit Suchen zu verbringen.

Mio


03.10.2009 17:44
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

Philosphie bedeutet für mich, daß jemand frei denkt, versucht, sich und die Welt besser zu verstehen. Sich selbst Gedanken macht, versucht hinter jedem Falsch auch ein Richtig zu sehen. Eine Philosophie ist ein Gedankengut, das etwas ganz Spezielles, Persönliches ist. Das ist auch der Grund, warum mich dieses Wort "Erziehungsphilosophie" abschreckt. Denn ich möchte mir meine eigene Philosophie zusammen stellen, mein eigenen Weg gehen und nicht von jemandem übernehmen. Gerne lasse ich mich anleiten von einem guten Trainer oder Reitlehrer aber möchte nicht dessen Gedankengut übernehmen und es als Philosophie zu betrachten.

Und natürlich hast Du recht, wenn Du schreibst, daß er es nicht anderst macht, wie viele andere. Aber mir persönlich liegt sein Ton in dem er schreibt überhaupt nicht, da ich den schon sehr bestimmend finde und keiner weiß, ob das wirklich der natürliche Weg der Hundeerziehung ist. Und ich mag die anderen auch nicht .

Und ich glaube, daß ein Hund zwischen einen Futterdummy und einer echten Beute, wie einem Hasen schon sehr gut unterscheiden kann. Mio gibt mir auch seinen Futterdummy, aber er gibt mir auch alle anderen Spielzeuge wieder. Wir haben auch Spaß miteinader und ich arbeite an unserer Beziehung. Er darf Hund sein und seinen Jagdtrieb nachkommen, erst heute waren wir gemeinsam jagen, den ich habe ihm eine Fährte gelegt. Wir machen Reizangeltraining, er darf auch mal seinen Futterdummy bringen ...

Ich sag ja nicht, daß es verkehrt ist, was Du machst. Aber viel könnte man auch mit einer normalen Beiswurst machen.

Jesska2009



Beiträge: 47



03.10.2009 17:48
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

*gelöscht*

Das Leben ist zu kurz, um es mit Suchen zu verbringen.

Mio


03.10.2009 17:50
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

Zitat von Jesska2009



Ich sehe absolut keinen Unterschied zwischen meiner und Deiner "Arbeitsweise", ausser daß ich es ND nenne.

Gruß Kathrin



Ich auch nicht wirklich, ausser daß bei Deiner ein bestimmter Herr eine Menge Geld daran verdient .

Jesska2009



Beiträge: 47



03.10.2009 17:53
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

*gelöscht*

Das Leben ist zu kurz, um es mit Suchen zu verbringen.

Jesska2009



Beiträge: 47



03.10.2009 17:54
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

*gelöscht*

Das Leben ist zu kurz, um es mit Suchen zu verbringen.

Nina



Beiträge: 3.332


03.10.2009 17:56
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

In Antwort auf:
Ganz einfach (immer ausgehend von Jessie und mir): Wenn der Hund sich sicher genug fühlt, wird er sich auch sicher genug fühlen, um Futter anzunehmen. Ist er zu unsicher, kann er sich nicht genug entspannen um zu fressen. Ich hab mich früher immer gewundert, weswegen Jessie draussen keine leckerlies nehmen konnte bzw. die sogar ausgespuckt hat. Heute weiss ich, daß es ihm zu unsicher war. Und wenn es unsicher ist, ist das Letzte was ein Lebewesen tun würde: fressen.



Ich will jetzt nicht dämlicher wirken, als ich bin, aber ich muß noch mal nachfragen, weil ich es irgendwie noch nicht ganz kapiert habe . Nimmst Du also den Futterbeutel als Indikator für Jessies Verhalten (also: frisst er noch, ist er entspannt genug, um die Situation zu meistern) oder versuchst Du ihn in schwierigen Situationen mit dem Futterbeutel abzulenken und zu beschäftigen (also: spielen, wenn ein anderer Hund kommt, bzw. Futterbeutel tragen als Alternativverhalten) oder soll Jessie durch den Futterbeutel sicherer werden (also: indem Du ihne fütterst signatlisierst Du ihm: alles OK)?

Tante_Haha

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa

Beiträge: 39.741



03.10.2009 20:00
RE: Infos über Natural Dogmanship Zitat ·antworten

Erstmal Danke für den ausführlichen Bericht. Das deckt sich so ungefähr mit dem was ich selber drüber gelesen habe und mir eine Bekannte erzählt hat.

Wie die anderen schon schrieben, finde auch ich Teile daraus echt interessant. Ich habe zwei Hunde und sehe die eindeutigen Unterschiede zwischen Beiden. Lumpi kann ich über Leckerli nie so motivieren, dass er nur noch mich interessant findet. Selbst wenn ich ihn nur noch aus der Hand füttere - oder eben aus einem Beutel. Da müsste schon das übelste Stinkezeug drin sein . Mo lässt sich super-leicht mit Futter motivieren, allerdings versuche ich bei ihm so viel wie möglich OHNE Futter aufzubauen. Er ist nämlich superverfressen und dreht total auf, wenn es um Futter geht. Und Mo hat den größeren Jagdtrieb. Allerdings sehe ich es bei ihm gar nicht als unfair an, dass ich ihn von einer Spur abrufe. Er ist ein Pointer-Mischling und versteht nun langsam das Anzeigen einer Spur als seine Aufgabe - die natürlich mit einem Suchspiel (also auch Jagd) belohnt wird.

In Antwort auf:
Ganz einfach (immer ausgehend von Jessie und mir): Wenn der Hund sich sicher genug fühlt, wird er sich auch sicher genug fühlen, um Futter anzunehmen. Ist er zu unsicher, kann er sich nicht genug entspannen um zu fressen. Ich hab mich früher immer gewundert, weswegen Jessie draussen keine leckerlies nehmen konnte bzw. die sogar ausgespuckt hat. Heute weiss ich, daß es ihm zu unsicher war. Und wenn es unsicher ist, ist das Letzte was ein Lebewesen tun würde: fressen.


Natürlich frisst ein Hund, der total unter Streß steht nichts mehr. Die Tatsache, dass er wieder ein Leckerli nimmt, heisst aber doch nicht, dass er entspannt bzw. sicher ist. Da gibt es ganz viele Zwischenstufen. Lumpi kann in Gegenwart eines fremden Menschen inzwischen auch Leckerlis nehmen. Aber seine ganze Körperhaltung spricht eine eindeutige Sprache - er ist alles andere als entspannt. Ich glaube, es kann funktionieren, dem Hund durch gezielte Erfolgserlebnisse, die mit Futter belohnt werden, Vertrauen in seinen Menschen zu vermitteln. Aber die wichtigsten Schritte haben wir immer ohne Futter gelernt.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

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