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Dieses Thema hat 22 Antworten
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 Behaviour (öffentlich)
Seiten 1 | 2
Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.050

21.08.2008 23:18
#16 RE: ich habe ein Problem Zitat · Antworten

Zwei Anmerkungen zum Thema:

1) Ich sagte es an anderer Stelle schon einmal: Achtet bitte auf die Lesbarkeit Eurer Texte, indem Ihr auf Groß- und Kleinschreibung sowie auf das Einfügen von Absätzen achtet.

2) Ich möchte nicht unwidersprochen stehenlassen, daß 10 Stunden, die ein Hund allein bleiben muß, angeblich nicht viel seien. In aller Deutlichkeit: Ein Hund, der regelmäßig 10 Stunden am Tag allein bleiben muß, ohne daß er sich lösen kann bzw. sich zwischendurch jemand um ihn kümmert, ist definitiv zuviel allein, und ich möchte nicht, daß das in diesem Forum in irgendeiner Weise schöngefärbt bzw. schöngeredet wird.

Ich persönlich halte ein solches Verhalten eines Menschen für tierschutzrelevant. Der Hund ist ein soziales Wesen, das andere Lebewesen um sich herum benötigt, das Ansprache, Strukturen usw. braucht. Bekommt er all das nicht, ist das Quälerei, und es sollte sich niemand wundern, wenn der Vierbeiner seinen Unmut über diesen Zustand dann auch über die Zerstörung menschlichen Eigentums äußert.

Ich halte sechs Stunden des Alleinseins, vorausgesetzt wir reden hier darüber, daß das ein alltäglicher Zustand ist, für einen adulten Hund, der wirklich korrekt gelernt hat, alleinzusein, gerade noch für verträglich. Richtiger und besser wäre, wenn er zwischendurch eine Möglichkeit des sich Lösens hätte, also ein Hundesitter oder Verwandter o.ä. wenigstens kurz nach ihm schauen würde.

Natürlich kommt es immer auf den Rahmen an, in dem ein Alleinbleiben steht. D.h. es geht ja nicht nur darum, ob der Hund vier, sechs, acht oder zehn Stunden täglich alleine ist, sondern es kommt auch darauf an, was drumherum mit ihm "passiert". Allein die Anwesenheit des Menschen in der übrigen Zeit reicht ja nun auch nicht, es muß sich jemand mit dem Hund beschäftigen, mit ihm Gassi gehen, mit ihm spielen, ihn pflegen, ihn streicheln usw. usf.. Hat ein Vierbeiner das alles, stimmen also die Rahmenbedingungen und stimmt auch der Aufbau des Trainings für das Alleinbleiben, wird er auch keinen "Unfug" machen, wenn er allein ist, sondern schlafen.

Ich vermute daher, daß im vorliegenden Fall das Training noch einmal neu und viel langsamer aufgebaut werden muß. Für mich hört sich die Schilderung so an, als ob der ja noch sehr junge Hund eine Frustaggression zeigt, d.h. aus Frustration über das Alleinsein Aggression gegen Gegenstände aufbaut.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

FrauBine Offline



Beiträge: 3.919

21.08.2008 23:48
#17 RE: ich habe ein Problem Zitat · Antworten

Sechs Stunden finde ich für einen erwachsenen Hund in aller Regel unproblematisch, vorausgesetzt, er hat gelernt, alleine zu bleiben. Wenn zwischendrin noch jemand kommt und mit dem Wuff spazierengeht, umso besser, dann sollte die Zeit eigentlich gut zu überbrücken sein.

Zehn Stunden finde ich allerdings auch wirklich heftig, das mag als Ausnahme mal gehen, ist aber als Dauerregelung eine viel zu lange Zeit des Alleinebleibens... Krümel, da würde ich mir unbedingt nochmal Gedanken drüber machen, ob sich da nicht eine andere Lösung finden lässt, Hundesitter oder vielleicht Tagesbetreuung bei den Eltern oder Ähnliches...

LG,
Sabine

teddymatz Offline




Beiträge: 11

23.08.2008 15:42
#18 RE: ich habe ein Problem Zitat · Antworten

Also eigentlich geht es ja hier um mich und nicht um Krümel. Ich denke ihr habt alle recht aber meine Arbeit kann ich nicht sausen lassen. In den 6 Stunden, wie ich ja schon schrieb, kommt immer jemand und geht mit ihr raus. Ich werde es nochmal neu versuchen mit dem alleine bleiben und ich werde mir noch eine Fachpersohn dazu holen. Ich denke wir bekommen das schon wieder hin. Ich liebe meinen Hund und sonst ist der ja auch immer und überall dabei. Danke für eure Hilfe.

SabineW Offline

Pöttisches Dornröschen, das gestählt mit letztem ungarischen Mohikaner auf Messers Schneide das "Bodlenberg Hilton" samt "Fred's Pizzaofen" betreibt und Tante Mogli


Beiträge: 985

23.08.2008 20:32
#19 RE: ich habe ein Problem Zitat · Antworten

Hallo Nicole :O)

Das von Dir beschriebene Problem kommt mir sehr bekannt vor. Ich hatte hier zu Hause vor Jahren ebenfalls eine solche Terroristin. Sie hatte zwar nach allen Regeln der Kunst "gelernt" alleine zu bleiben, doch was nützt alle Kunst, wenn sich der Hund nicht an die Regeln halten will? Nach dieser für mich teuren Erkenntnis (2 komplette Couchgarnituren) habe ich begonnen nachzudenken, denn die Bedingungen waren ja für alle 3 Hunde gleich: nach dem Frühjoggen oder Frühspaziergang von 8 bis 11:30 Uhr vormittags alleine, dann Bespaßung bis um 14:30 Uhr und um 17:30 war ich wieder zu Hause (denn richtig, irgendwie muss man arbeiten, wenn der Kühlschrank was hergeben soll). Ergebnis meines Nachdenkens: Lina war eben der erste Hund, der einfach nicht akzeptieren wollte, dass Mensch einige Stunden am Tag nicht anwesend ist und ganz ehrlich, es haben nur zwei Dinge geholfen: Ausdauer und das Wegräumen aller Gegenstände, die einem lieb und teuer waren. Bis auf die Sofas ist mir das ganz gut gelungen (ok, Kollateralschäden musste ich weiterhin einkalkulieren) und irgendwann hat Zwergl es aufgegeben.

Für Dich vielleicht hilfreich: wenn Du gehst und wieder kommst, keine Abschieds- oder Begrüßungsriten veranstalten. Ansonsten helfen nur Nerven wie Drahtseile und die wünsche ich Dir von ganzem Herzen :O)

LG
Sabine

Krümel Offline




Beiträge: 28

23.08.2008 20:48
#20 RE: ich habe ein Problem Zitat · Antworten
Ich habe lediglich gesagt das es mal vor kommt und nicht das es alltäglich ist...das 10stunden zu viel sind ist mir schon klar also versteht das bitte nicht falsch mein hund wird wirklich viel beschäftigt am Tag. Ich meinte das nur mal so als beispiel aber teddy matz hat recht es ging hier eigentlich um sie und nicht um mich. Sollte eigentlich auch nur ein kleiner Einwand sein.

lg
teddymatz Offline




Beiträge: 11

01.09.2008 21:05
#21 RE: ich habe ein Problem Zitat · Antworten

Danke schön Sabine. Entlich mal jemand der das gleiche Problem hat und auch arbeiten geht. Ich denke auch das sich das bald geben wird. Es ist ja auch schon viel weniger geworden als zum Anfang.
Ich bin froh das es nicht nur bei mir so ist.

babette Offline




Beiträge: 13

02.09.2008 09:52
#22 RE: ich habe ein Problem Zitat · Antworten

Hallo Nicole,

So wie ich das Ganze jetzt mal gelesen habe, stimme ich Sabine zu! Auch ich hatte das Problem Zerstoerung zu Hause am Anfang ziemlich massiv - Neues Wohnzimmer, da sämtliche Stühle durchgeknabbert (das waren Noras Jugendsuenden). Betty bevorzugte die Küche, nachdem sie gelernt hatte wie man Türen öffnet - danach hatte ich Nichts Brauchbares mehr aus Plastik oder Holz und zusammen haben die beiden mir meine Matratze im Schlafzimmer auseinandergenommen.

So lernt Frau dann, dass man die Bespassung der Hunde etwas reduziert, die Begruessungs- und Abschiedsrituale komplett eliminiert( die erste Zeit bis sich das Ganze beruhigt hat) und als Mensch seinen Hunden gegenüber etwas mehr den Arroganten haushängen lässt. Sprich, das schlechte Gewissen weglässt, wenn man da ist, Qualität statt Quantität einbringt - und eine mächtige Portion Geduld mitbringt, neben dem Wegräumen der wichtigsten Gegenstände. Klingt im Moment vielleicht etwas abstrakt, aber bei meinen Schweinis hat es geholfen.

Wenn ich richtig gelesen habe und noch andere Menschen involviert sind, sollten die sich vielleicht auch etwas in punkto Freude, so à la - Hundi hier bin ich, freu dich mit mir - etwas reduzieren.

Ich denke deine Maus wird immer wieder in einer Erwartungshaltung zurückgelassen, und lässt ihren Frust daann an Gegenständen aus. Um dir richtig helfen zu können, müsste ein Verhaltenstrainer dich und deinen Maus mal beobachten, um dir dann eine klare Linie aufzeichnen zu können.

LG
Carine


Lerne aus den Fehlern anderer, denn du lebst nicht lange genug sie alle selber zu machen (autor unbekannt)

zingara Offline




Beiträge: 46

15.09.2008 11:39
#23 RE: ich habe ein Problem Zitat · Antworten

Das mit Begrüßung und Verabschiedung finde ich auch wichtig.

Außerdem war es bei Eira ein wichtiger Lernprozess, dass ich nicht direkt nach ihrem Morgenspaziergang das Haus verlassen habe: Sie ist nach einem längeren Spaziergang (mit allem drumherum: bisschen Training, Nasenspiele, ev. Ball/Stöckchen holen) einfach total aufgedreht und braucht ihre 10 Minuten wieder runterzukommen. Die geb ich ihr, bevor ich das Haus verlasse, sonst schlägt ihre Aufregung gleich in Gekläffe um.

Auch sonst: Ja, ein Hund braucht Beschäftigung, ABER: Auch wenn ich zu Hause bin, bin ich nicht Eiras Clown. Neben meinem Job hab ich auch zu Hause das Recht, mal nicht zu können/wollen. Ich setze da auch lieber auf Qualität als auf Quantität.

Als Beispiel: Spaziergänge: Eira war früher in der Früh 2h unterwegs (was mir tw. horrend frühe Aufstehenszeiten einbrachte), am Nachmittag nochmals rund 2h und je 15-30 Minuten mittags und abends. Müde war sie nicht... Im Gegenteil: nervös, fordernd,...
Mittlerweile gehen wir im Schnitt 2,5 h am Tag raus und legen statt der restlichen Spazierzeit kleine Trainingseinheiten (Unterordnung) ein, machen ein paar Kunststückchen, Nasenspiele, Intelligenzspiele... - maximal 10 Minuten je. Daneben ist natürlich auch noch Zeit für ein oder zwei Schmuseeinheiten (laaaaaangsam entwickelt sich Eira zu einem Schmusehund). Aber dazwischen mach ich mein Ding und sie ihres (sie schläft, schmust mit der Katze oder hat einen Kauknochen in Bearbeitung).
Das führt dazu, dass es nicht sooo einen Unterschied macht, ob ich da bin oder nicht.

Was meinst du mit Spielzeug? Eira hat ihr Spielzeug nicht alleine - es würde sie auch gar nicht mehr interessieren, da sie ja um wirklich lustig damit zu spielen, mich braucht
Hast du es mit Kauknochen oder eventuell einem Kong probiert? Wenn er/sie (ups weiß ich jetzt gar nicht mehr) z.B. den Kong nur bekommt, wenn du weg bist? So ein tiefgefrorener Kong beschäftigt schon mal ein Zeitchen...

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