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Dieses Thema hat 2 Antworten
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kaha

passionierte Querdenkerin

Beiträge: 6.076



12.02.2016 09:56
Strafe muss nicht "krachen"... Zitat ·antworten

...um scheiße zu sein. :>
Oder etwas differenzierter: Als Strafe gedachte Einwirkungen müssen nicht wahnsinnig heftig sein, um Nebenwirkungen hervorzurufen, ohne tatsächlich einen guten Erfolg zu bringen.

https://youtube.com/watch?v=omg5DVPWIWo

Wenn man genug Lebenszeit übrig hat, um sie dafür zu opfern, am besten einmal ohne Ton und dann mit.
Super Beispiel für abergläubisches Verhalten beim Menschen, der gar nicht rafft, welche Bewegungen des Menwchen der Hund allem Anschein nach als diskriminative Stimuli einschätzt.
Und was hat der echt nette Hund nach den 20 min gelernt? Was nimmt er mit?

--

Gruß,
Katharina

Fritzi

wo die Schrauben nicht locker, sondern im Hund verschollen sind

Beiträge: 201



12.02.2016 11:15
RE: Strafe muss nicht "krachen"... Zitat ·antworten

Menno, der arme Kerl. Maximal langweiliges Training für alle Beteiligten. Und ja klar: Mit (Stachel)halsband direkt hinter den Ohren muss die Einwirkung nicht stark sein, weil der Hundehals da einfach unheimlich empfindlich ist.

Gelernt nach 20 Minuten: Wenn der Mensch sich frontal zu mir dreht soll ich sitzen bleiben. Wow, was hätte man dem grauen Riesen in 20min alles Tolles beibringen können mit positiven Verstärkern? Und nein: von oben über den Kopf streicheln oder "Good" brummeln gehört nicht dazu.

Er argumentiert ja, dass Leckerlis zu viel Aufregung mitbringen würden. Das kam mir am Anfang gerade bei hochwertiger Belohnung auch so vor. Aber mittlerweile wurde diese Aufregung bei Fritzi gut kanalisiert. Sie ist nicht chaotisch wenn ich mit Käse belohne, sondern supermotiviert dabei und kann den Fokus auf die Übung länger halten. Davon abgesehen, würde dem Hund aus dem Video ein bisschen Aufregung garnicht schaden.

... ... ...
Herzliche Grüße von Lydia mit Fritzi

kaha

passionierte Querdenkerin

Beiträge: 6.076



12.02.2016 15:47
RE: Strafe muss nicht "krachen"... Zitat ·antworten

Ich seh das Problem nicht so sehr am hohen Stachel. Die Stacheln sind vorne und, wenn ich mir den Hund anschaue, sehe ich den jetzt nicht wirklich groß beeindruckt von so ner einzelnen Einwirkung.
Ich sehe das Problem darin, dass ihm einfach 0 klar wird, was der Hansel da will. Anfangs ist er noch richtig bemüht, später troddelt er halt resigniert hinterher - und selbst da gibt's immer mal wieder nen Hoffnungsschummer beim Hundetierchen.

Und genau das mit dem Frontaldrehen finde ich auch total ulkig. Wie Du. Der Supertrainer rafft das gar nicht, was er da grade trainiert und blafaselt sich einen ab zu seinen "Informationen" an den Hund bzgl bounderies und wasweißich.

Ich denke, das Problem der "Straferei" da ist, dass es keine Strafe ist. :) Dass nämlich kaum ein konsistenter Zusammenhang vom Hund hergestellt werden kann, wann es ruckelt und wie er es vermeiden kann. Der gibt sich ja echt Mühe und macht lange recht bereitwillig mit. Wenn man mal bedenkt, wie mager es sich anfühlen kann, wenn es einfach so Leckereien gibt, man aber 0 Ahnung hat, wie man das beeinflussen kann, kann man sich vielleicht auch ne ungefähre Vorstellung machen, wie mies es ist, wenn man genauso wenig erkennbaren Einfluß auf unangenehme Dinge hat - selbst wenn sie nicht sooo unangenehm ist.
Und dazu halt noch die üblichen Nebenwirkungen, die sich so einstellen, wenn man nahezu ausschließlich mit Strafversuchen verhaltensmodifiziert wird. :>



Der Typ hat noch ein Video zum "out command". Mit TIG - der macht ja fast alles mit TIG. Da rollen einem sich die Fußnägel auf. Der bringt das Kommando mit TIG bei, was ja schon recht fies ist, auch wenn es recht niedrig eingestellt ist. Einmal quäkt der Hund, aber von der Einstellung her finde ich das in Erinnerung an das TIG an meiner Hand keine besonders harte Sache, halt ein Zwack, nicht nett, bisschen Autsch, aber nicht wirklich übel. Ein saftiger Leinenruck haut gegebenenfalls mehr rein (und macht potentiell mehr kaputt). Aber es beeindruckt den Hund in dieser Situation. Zumal der Hund ja gar nicht weiß, was er eigentlich tun soll.

Und es passiert genau das, was zu erwarten ist bei sowas. Der Hund zeigt ne generelle Verhaltensunterdrückung, er zeigt abergläubisches Verhalten - bezieht das TIG auf die Futterschüssel etc. Und der "Trainer" quasselt sich einen ab mit x abstrusen Erklärungen.
Die wundertolle, die so gern genommen wird von vielen aus der Kategorie: Der Hund hat keine Angst, nene, der ist nur verwirrt, weil er früher immer das Fehlverhalten zeigte und jetzt nicht mehr.
(Nicht, dass es so ne Verwirrung nie geben kann - so ein Stauen über sich selbst, ein Unwohlsein, wenn man was Neues probiert - nur zeigt der Hund da ganz deutlich was anderes...)

--

Gruß,
Katharina

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