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Dieses Thema hat 32 Antworten
und wurde 2.233 mal aufgerufen

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 Pflicht und Kür (öffentlich)
Seiten 1 | 2 | 3
Aleysha87 Offline




Beiträge: 16

14.10.2014 06:43
Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

... oder: Der Tanz auf dem Vulkan.

Guten Morgen zusammen,

kaum angemeldet, da überschütte ich euch gleich mit meinen Sorgen...

Ich lebe zusammen mit Artus, seines Zeichens 4-jähriger, in jüngster Zeit vollständig erblindeter, ansonsten gesunder Terrier x Dackel.

Nun ist es so, dass er massiv Ressourcen verteidigt, Liegeplätze, Spielis, Futter, Personen etc. Und das gegenüber jedem, auch mir.
Es wird dann auch gebissen, GsD ist es dabei bisher bei "Schnappern", zumeist ohne Blut, geblieben.

Weiterhin neigt er zum Drohen/Schnappen, wenn er unvermittelt angefasst/weggeschoben wird, da sehe ich einen Teil der Ursache in der Blindheit.

Trotzdem erschwert es das Zusammenleben doch sehr.

Als Hintergrundinfo sei gesagt: zwei Trainer mit dem Ansatz: "Maulkorb und Hausleine drauf und Drohverhalten ignorieren" haben wir durch, nutzte wenig, dem Hund schien's nicht einzuleuchten, und er kann sehr genau zwischen "Maulkorb drauf" und nackig unterscheiden.

Auslastung findet hier viel über die Nase statt (Fährten for Dummies, Spieli suchen, Futter suchen, Impulskontolle etc. pp.). Futter und Spielzeug gibt es nicht zur freien Verfügung. Rad fahren und Schnüffelgassi sind obligatorisch.

Meine Frage ist nun, ob ihr Ideen habt, wie es in unserer Kommunikation besser klappen könnte - hatte mich jetzt gedanklich etwas mehr mit dem Clicker beschäftigt, aber noch nicht damit angefangen.

Ich hoffe, ich habe jetzt nichts vergessen und bin jetzt gespannt. :)

Danke schon einmal von Kristin & Artus. :)

kaha Offline

passionierte Querdenkerin


Beiträge: 6.232

14.10.2014 07:19
#2 RE: Alltag mit Terrier - oder: der Tanz auf dem Vulkan Zitat · Antworten

Das unvermittelte Anfassen etc würde hakt lassrn, indem ich es vorher ankündige. Auch ruhig anfangs mit nem Leckerchen als Bonus. Und auch später immer wieder mal "anfassen" sagen, dann kurz antippen und ein leckerli geben.
Wenn das super klappt, kannst du ja dann versuchen, ihm auch anfassen ohne Ankündigung so schmackhaft zunmachen.
Oder auch mit anderem, was rr mag. Muss nicht nut Leckerchen sein, ist aber einfach und praktisch. :-)

--

Gruß,
Katharina

Chrissie Offline

mit Buffy Houdini, die auch vor Spülmaschinen-Tabs nicht halt macht


Beiträge: 1.726

14.10.2014 10:35
#3 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

spontan fällt mir die Frage ein, wieviel Ruhe Artus hat. Hat er einen Ruheplatz, an dem Niemand direkt vorbei kommt, an dem er wirklich schlafen kann? Wieviel unternehmt Ihr mit ihm - hat er eine gute Mischung zwischen Auslastung und Ruhezeiten? Wieviel Personen seid Ihr - wer macht was mit ihm?
Dann noch: was stresst ihn - was entspannt ihn?

____________________________________________________

Grüße von Chrissie mit Buffy und nie vergessener Sally

Aleysha87 Offline




Beiträge: 16

14.10.2014 12:13
#4 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

@kaha

Ja genau, das Anfassen (mit Ankündigung zunächst, er sieht halt nix mehr, auch keine Schatten/Bewegungen) würde ich mir gern erkeksen/erclickern. :

@Chrissie

Artus hat sowohl zu Hause als auch bei der Sitterin einen festen, abgelegenen Ruheplatz (einen offenstehenden Kennel). Er liebt Höhlen und nimmt das wunderbar an.

Zu Hause bin nur ich, aber wir sind häufig bei meiner Freundin, die zwei Kinder (13 und 6) hat.
Wenn wir nicht gerade draußen unterwegs sind, hat er schon viel Ruhe - Feiern etc. pp. erspare ich ihm, besonders seit der Blindheit.

Hektische Bewegungen stressen ihn (kann er wohl nicht so recht einordnen akustisch oder er kontrolliert), dann wird gefiept, gejifft, gequiekt.

Entspannend findet er Schnüffelgassi und Denksport.
Stressen tun ihn viele Leute und Betrieb (Reitstall, viele Pferde, viele Geräusche).

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

14.10.2014 12:23
#5 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

Ich möchte einfach mal mein Sammelsurium an Gedanken da lassen und hoffe sie sind nicht zu "ungeordnet".

Es gibt eine Reihe von Hunden, die nicht gern angefasst werden bzw. angefasst werden erst langsam als etwas positives erlernen müssen. Manche lernen es lediglich "dulden". Das sehe ich allerdings als ncihts aussergewöhnliches an, denn ist es bei uns Menschen anders? Es gibt welche, die gerne angefasst werden, die einen gerne in den Arm nehmen. Anderen ist das selbst bei nahestehenden Personen unangenehm.

Dann muss man auch noch die genetische Komponente sehen... ein Terrier wird bei Gefahr sehr wahrscheinlich den Weg nach vorne wählen und nicht den nach hinten! Daraus ergibt sich, dass er im Zweifel eben schnappt und nicht flüchtet. Dies wird verstärkt durch Erfahrung! Hilft das Abschnappen, wird er es häufiger zeigen.

Hinzu kommt eben die Blindheit von Artus. Die mag vielleicht nicht alleine der Grund der Probleme sein, aber einen großen Anteil möchte ich dem schon zuschreiben. Yvonne (Schmutzhund) hat seit Kurzem mit Diego einen Hund, der nur noch ein Auge hat. Es fällt ihm sehr schwer Gefahren richtig einzuschätzen, weil ihm das räumliche Sehen fehlt. Artus muss sich komplett auf seine anderen
Sinne verlassen, muss anhand von sensorischen und akustischen Reizen einschätzen, ob etwas gefährlich oder ungefährlich ist, ob eine Information wichtig oder unwichtig ist. Allein die Tatsache, dass die Blindheit erst kürzlich komplett eintrat, kann ihn das schlicht und ergreifend einfach überfordern. Er hört ein Geräusch, muss erstmal herausfinden was es ist. Normalerweise würde er in Richtung des Geräusches schauen und blitztschnell erkennen "keine Gefahr". Jetzt kann er das nicht mehr. In der Natur wäre es gerade für ein Tier mit einem so schwerwiegenden Handicap ein Glücksfall, wenn es länger überleben würde. Und dieses Überleben wäre absolut davon abhängig, mehr als jedes Lebewesen Reizen skeptisch und abwehrend gegenüber zu reagieren.
Das spiegelt sich ja in Allem wider, was Du von ihm beschreibst.

Wird Artus nun berührt, erschreckt er sich vermutlich häufig, weil er die Bewegung ja nicht sehen kann. Auch bei Berührung kann er dann nicht sofort checken "Ah, ist Frauchen". Selbst, wenn er es dann bemerkt, kann durch den Schreck schon so viel Adrenalin im Körper kreisen, dass ein "denken" gar nicht mehr möglich ist. Wenn wir uns den Moment vorstellen, in dem wir uns selbst mal sehr erschreckt haben - das ist echt krass! Das Herz rast und schlägt bis zum Hals, man ist in höchster Alarmbereitschaft. Da kann man keinen klaren Gedanken fassen, sondern nur noch reagieren. Und genau so ist das biologisch ja auch gedacht! Adrenalin wird ausgeschüttet, das hemmt das Schmerzempfinden, macht den Körper bereit für Kampf und/oder Flucht - sprich: Überlebenskampf. Da liegt der Fokus nur noch auf Leben retten und sonst gar nichts.

Selbst wenn Artus sich nicht jedes Mal so arg erschreckt, so kommt trotzdem die Berührung für ihn häufig einfach unvorbereitet. Würde er dann abwarten, ob es etwas ungefährliches ist, wäre er in der Natur schon tot. Hunde kommunzieren extrem über Körpersprache. Sie sind Meister darin kleinste Signale ihres Gegenübers zu lesen und zu interpretieren. Das fehlt Artus komplett! Das sind sehr wichtige Informationsquellen, die ihm bei der Einschätzung seines Gegenübers schlicht nicht zur Verfügung steht.

Deshalb finde ich den Hinweis von Katharina sehr sehr wichtig. Kündige ihm jede Berührung an. Bei meinem Lumpi, der Berührungen ganz ganz schlimm fand, musste ich sogar manche Körperteile extra benennen. Füsse fand er ganz schlimm und beim Pfotenabtrocknen haben wir jede Pfote einzeln benannt und geclickert. Hunde beissen oder schnappen ja nicht einfach so. Wenn man ihm die Sicherheit angekündigter Handlungen gibt, kann er einschätzen was ihn erwartet und er kann es allein durch positiven Aufbau schon VOR Berührung als ungefährlich einstufen. Das hilft ihm nicht nur dabei sich nicht zu erschrecken, sondern er wird durch positiven Übungsaufbau auch die Berührung selbst im Lauf der Zeit als positiver abspeichern. Ausserdem steigert es in erheblichem Maße das Vertrauen in Dich, weil Du ihm durch vorhersehbare Handlungen Sicherheit gibst - die braucht jeder Hund, ein unsicherer besonders und ein blinder Hund noch mehr.
Diese Ankündigungen würde ich auch nicht "zunächst" machen, sondern immer. Dein gesprochenes Wort ersetzt ihm das Sehen!

Zu den Ressourcen sehe ich das eigentlich gar nicht so anders. Er weiß doch gar nicht was wer von ihm will. Deshalb würde ich auch hier ganz extrem darauf achten, dass alles angekündigt wird.
Ein paar Beispiele: Bei Lumpi dachten wir auch er würde seinen Liegeplatz verteidigen. Tatsächlich war es für ihn schlicht
bedrohlich, wenn man sich ihm näherte, wenn er da so in die Ecke gedrängt lag. Dass er eigentlich gar nicht in die Ecke gedrängt war, sondern einfach aufstehen und gehen konnte, war ihm schlicht in dem Moment gar nicht klar. Auch hier lag der Fokus auf die sich nähernde Bedrohung. Ob das bei Artus so ist oder nicht, kann man aus der Ferne nicht beurteilen. Ich kann mir aber sehr wohl vorstellen, dass auch hier das Unvorhergesehene einfach eine Rolle spielt. Lumpi haben wir einfach freudig zu uns gerufen und sind dann nach Leckerchen mit ihm zusammen wieder in die Richtung gegangen. Seinen festen und geschützten Liegeplatz haben wir so gewählt, dass er sich niemals bedroht fühlte und er musste ihn auch nie verteidigen. Bei Futter würde ich eben auch immer darauf achten, dass er es in Ruhe fressen kann und ihn niemand stört.
Ansonsten würde ich mit ihm eben "tauschen" üben. Der Hund bekommt auf Signal etwas, das für ihn im Moment noch hochwertiger ist als das, was er hat. Das macht man anfangs mit gestellten Situationen. Man tauscht z.B. ein blödes Spielzeug gegen ein ganz Tolles, z.B. ein Quietschi. Oder ein Trockenfutter gegen eine ganze Wienerwurst. Das ganze eben immer angekündigt. Der Hund verknüpft irgendwann, dass sich Tauschen IMMER lohnt, auch wenn irgendwann der Tausch selbst gar nicht mehr so lohnenswert ist, weil er z.B. wirklcih nur noch ein normales Leckerchen bekommt, weil nichts anderes greifbar war.

Rituale sind sehr wichtig für Hunde. Für Hunde, die unsicher sind und/oder denen wichtige Möglichkeiten fehlen, sind
sie noch viel wichtiger.

Mein wichtigster Rat an Dich lautet also: werde für Deinen Hund absolut vorhersehbar und einschätzbar. Das hilft ihm am Meisten. Kontrollverlust ist für ein Lebewesen etwas ganz schlimmes, das ist bei Menschen nichts anders. Einer Situation ausgeliefert sein ist ein schreckliches Gefühl. Deshalb entwickeln gerade Hunde, die aus irgendeinem Grund einen Kontrollverlust erleiden - und der Verlust des Sehvermögens ist da ein sehr großer Kontrollverlust - oftmals Eigenheiten wie Ressourcenverteidigung, da dies auch mit der Möglichkeit gleichzusetzen ist, Kontrolle über etwas zu haben und zu erhalten. Sei Du seine Augen, kündige ihm Deine Handlungen an und sage ihm welche Gegegebenheiten in der Umwelt ihn erwarten, z.B. "da kommt ein Fahrrad". Je weniger er sich erschrecken muss, desto sicherer wird er. Und das gilt im Besonderen für den Umgang mit ihm vertrauten Personen. Bei Fremden würde ich immer wie die Löwenmutter vor ihm stehen und darauf achten, dass keiner ihn einfach anfasst.

Zum "ignorieren": Angst wird nicht verschwinden, wenn man sie ignoriert. Ich kann Deine Schreie auch ignorieren, wenn eine fette Spinne vor Dir sitzt. Das kann ich immer und immer wieder tun. Wenn Du wirklich Angst davor hast, wirst Du davon aber kaum kuriert werden. Wenn ich Dich aber dabei unterstütze Bewältigungsstrategien zu erarbeiten und zwar so, dass Du gar nicht erst soviel Angst bekommen musst, dass Du schreist, wirst Du mit der Situation irgendwann ohne Schreien umgehen können.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
__________________________________________________________________________

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

kaha Offline

passionierte Querdenkerin


Beiträge: 6.232

14.10.2014 13:36
#6 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

@Frau T.:
Ich würde später (erst wenn die Berührung mit Ankündigung nicht das geringste Problem mehr darstellt) auch die unangekündigten üben, damit generell einfach jeder Berührung als ungefährlich und möglichst angenehm wahrgenommen wird aus dem Grund, weil ich es utopisch finde, dass wirklich immer jede Berührung angekündigt werden wird. Fehler passieren...

--

Gruß,
Katharina

Aleysha87 Offline




Beiträge: 16

14.10.2014 13:44
#7 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

@Tante_Haha & @kaha

Tante_Haha, Deinen Text möchte man sich am liebsten ausdrucken und an jede Wand hängen, damit man es selbst nicht mehr vergisst!

Ich glaube, daraus ergibt sich auch für mich ein Ansatz: Dinge präzise benennen, sodass sie ihm einleuchten. Die Idee mit den einzelnen Körperteilen finde ich besonders gut, denn die Hinterhand ist für ihn ein besonderes Reizthema (Schmerzen hat er keine, die Tierklinik hat ihn vollständig "durchleuchtet").

Werde also mit Clicker und Würstchen um ihn rumhüpfen und ständig "Knackpo" sagen, bevor ich ihn angrabbel, hihi.

Bei Fremden blocke ich ihn immer sehr resolut, "leider" ist er nunmal süß und jeder meint, ihn betatschen zu müssen.

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

14.10.2014 15:51
#8 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

Zitat
@Frau T.:
Ich würde später (erst wenn die Berührung mit Ankündigung nicht das geringste Problem mehr darstellt) auch die unangekündigten üben, damit generell einfach jeder Berührung als ungefährlich und möglichst angenehm wahrgenommen wird aus dem Grund, weil ich es utopisch finde, dass wirklich immer jede Berührung angekündigt werden wird. Fehler passieren...


Ja, da hast Du recht - üben würde ich das auch. Trotzdem würde ich darauf achten im normalen Alltag anzukündigen, um dem Kerl einfach einen stabilen Rahmen zu bieten, in dem er sich bewegen kann. Genauso wie man drauf achtet, dass man im Haushalt eines blinden Hundes nicht jeden 2. Tag die Möbel umstellt ;-)

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
__________________________________________________________________________

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

kaha Offline

passionierte Querdenkerin


Beiträge: 6.232

14.10.2014 15:54
#9 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

Jop. Genau. :)

--

Gruß,
Katharina

4Pfotenbande Offline

Brillen-Rettungs-Gang


Beiträge: 1.797

15.10.2014 09:43
#10 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

Wir haben mittlerweile das gleiche Problem mit dem erblinden bei Monika, deshalb möchte ich noch einen Tipp hinzu fügen, der für euch auch vielleicht nützlich sein kann. Wir benutzen mitllerweile zusätzlich zur Verbalen Ankündigung das ich mich nähere, eine kleine Schelle und zwar eine die man an Katzenhalsbänder findet, ich habe sie mit einer Spange an mein Hosenbein befestigt,so dass Monika weiss das ich mich nähere oder wo ich gerade bin. Die Schelle ist auch auf Spaziergänge nützlich, da Monika sich daran orientieren kann.

Liebe Grüße von Lena und ihren Multitumultis

"Es ist ein Jammer,dass die Dummen totsicher und die Intelligenten voller Zweifel sind".
Bertrand Russell, britischer Philosoph

"Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz überhaupt geschaffen werden musste°. Theodor Heuss

schäfi2014 ( gelöscht )
Beiträge:

15.10.2014 09:46
#11 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

und wenn der Hund auch nicht mehr gut hört? Altersbedingt.
Das Ding mit dem Glöckchen finde ich eine tolle Idee.

ich möchte euch etwas fragen - hat sich bei euren Hunden die Kopfhaltung verändert nach dem erblinden?

Ille Offline

mit kleinem großem weißen Riesen


Beiträge: 3.444

15.10.2014 09:55
#12 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten



Die Idee mit der Schelle finde ich gut, ich wollte gerade eine Hundepfeife empfehlen, die man gut um Hals tragen kann und die kaum für Menschen hörbar sind, aber die Schelle ist allgegenwärtig.

Gute Idee!

Tschüssi Ille und Joschi für immer im Herzen

************************
Ich kann meinem Hund nicht so viel Gutes tun, wie er mir selbst guttut! Ille

Kafrauke Offline

Amazone ohne Nudelholz und Leidensfähigkeit, jetzt mit neuer Frisur


Beiträge: 7.324

15.10.2014 10:47
#13 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

Zitat von schäfi2014 im Beitrag #11
und wenn der Hund auch nicht mehr gut hört? Altersbedingt.


Hier ist ein Vibrationshalsband sicher nützlich. Bei bereits blinden Hunden würde ich das vermutlich auch aufbauen ehe sie altersbedingt schlechter hören.
Mit Clicker und vielen Leckerchen ist das sicher ne nützliche Sache und mit Gehör noch leichter aufzubauen.



Wenn ich -grundsätzlich- aversiv mit meinem Hund trainiere, dann macht das auch was mit mir - und nichts was auf OMMMM endet.


Ines mit Yuri, Freddy und Ursula sowie Lukas im Herzen

Aleysha87 Offline




Beiträge: 16

15.10.2014 13:37
#14 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

Also, die Kopfhaltung hat sich bei Artus bisher nicht geändert - er schnüffelt nur doppelt so oft und vor allem doppelt so LAUT - man könnte meinen, es sei ein Trüffelschwein am Werk!

Mit der Schelle muss ich mir mal durch den Kopf gehen lassen - wie gesagt, ich wohne allein mit ihm auf 45 qm und beim Gassi hält er einen ziemlich kleinen Radius ein und orientiert sich super an meinen Schritten. Aber in fremden Umgebungen sicher nicht verkehrt...

4Pfotenbande Offline

Brillen-Rettungs-Gang


Beiträge: 1.797

15.10.2014 16:59
#15 RE: Alltag mit Terrier ... Zitat · Antworten

Zitat von Aleysha87 im Beitrag #14
er schnüffelt nur doppelt so oft und vor allem doppelt so LAUT - man könnte meinen, es sei ein Trüffelschwein am Werk!


Bei uns auch..

Ich habe noch einige Tipps bei Gassierunden, vor einer Bordsteinkante bleibe ich immer kurz stehen und nehme Monika sehr kurz an der Leine und benenne sie auch, damit Monika nicht dagegen oder darüber stolpert. Auch um Gully`s wird sie herum geführt. Hundekontakten lasse ich nur noch bedingt zu, wenn der andere Hund angeleint und der Halter informiert ist, das mein Hund Blind ist und ich den Kontakt zum anderen Hund regele. Dafür nehme ich Monika wederum an der kurzen Leine und gebe ihr so die gelegenheit sich schnuppernd den anderen Hund zu nähern.
Das Gleiche gilt übrigens auch wenn Menschen die süße Monika unbedingt streicheln wollen...

Ich Überlege derzeit ob ich nicht einen Blindenzeichen-button anschaffe für`s Geschirr.

Zitat von Kafrauke im Beitrag #13
Hier ist ein Vibrationshalsband sicher nützlich. Bei bereits blinden Hunden würde ich das vermutlich auch aufbauen ehe sie altersbedingt schlechter hören.
Mit Clicker und vielen Leckerchen ist das sicher ne nützliche Sache und mit Gehör noch leichter aufzubauen.


Hier muss man vorsichtig zu Werke gehen, bei Falco der durch einen Tumor im Hirn, später Blind und Taub war, lösste das anlegen schon puren Stress aus. Da Falco Jagdlich vom Vorbesitzer ausgebildet wurde, liegt hier jedoch die vermutung nahe das dies über Teletac geschah.

Zitat von schäfi2014 im Beitrag #11
hat sich bei euren Hunden die Kopfhaltung verändert nach dem erblinden?



Nein bei Monika hat sich die Kopfhaltung nicht verändert.

Liebe Grüße von Lena und ihren Multitumultis

"Es ist ein Jammer,dass die Dummen totsicher und die Intelligenten voller Zweifel sind".
Bertrand Russell, britischer Philosoph

"Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz überhaupt geschaffen werden musste°. Theodor Heuss

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