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Dieses Thema hat 23 Antworten
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Lionne

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz

Beiträge: 239



09.06.2008 22:01
Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten

Hallo!

Seit einiger Zeit habe ich (endlich - viel zu spät) angefangen, für meinen Hund mehr Dinge zu regeln. Dazu gehört vor allem "gruselige" Hunde wegzuschicken, bzw. sie an der Leine gegen aufdringliche Vierbeiner und generell gegen aufdringliche Zweibeiner "zu verteidigen".
Das läuft nach dem Prinzip: Frauchen regelt, wenn Hund unsicher; wenn Hund einigermaßen sicher, hält Frauchen sich raus; und wenn Hund übermäßig chef-ig, gibts eins auf die Mütze.
So ists aber leichter gesagt als getan: Ich bin selbst oft unsicher, ob ich richtig reagiere, v.a wenn ich mich aktiv einmische und vor sie stelle. Cara wechselt ihr Verhalten schnell, und ich versuche, immer richtig "mitzureagieren" - ich möchte ihr ja das Optimum bieten und vor allem keine Fehler machen, die etwas verschlimmern würden. *verrücktwerd*.... Bin oft am Pendeln: Cara unsicher-->wegschicken - Cara doch wieder sicherer/will Kontaktaufnahme?-->begrüßen lassen...
Dazu kommt, dass ich mich auch sehr ungern mit anderen Hundebesitzern anlege, indem ich ihren Hund, der im Prinzip nicht unfreundlich ist, vertreibe.

Ich will für Oha ja Hundebegegnungen angenehm gestalten und sie nicht pauschal abgrenzen. Sie soll gerne den Hund begrüßen, wenn sie neugierig ist - andererseits soll sie sich nciht von mir im Stich gelasssen fühlen, wenn sie dann doch unsicher wird. Ich will aber natürlich auch nicht, dass mein Verhalten ihr Anlass gibt, Hundebegegnungen als etwas Unschönes wahrzunehmen..... versteht ihr ungefähr mein Problem?
Sie zeigt so oft Mischverhalten, und oft sind ja die Grenzen zwischen "Oh, der ist aber ungeheuer" zu "hmm, aber interessant wärs ja doch" auch fließend, und ich möchte ihr ja dann auch das Beschnüffeln, wenn sie es dann doch möchte, nicht versauen..... hach....
Hoffe ich rede nicht zu wirres Zeug...

Mich würde interessieren: Wer von euch handelt auch so, bzw. welche Tipps und Techniken habt ihr so zum Thema "Bereich des Hundes regeln".

Danke!

Liebe Grüße, Anna

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 38.931



10.06.2008 00:28
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten

Hey Anna,

ich mußte so handeln, weil Ben mit anderen Hunden ja massive Probleme hatte. Ich habe zum einen zunächst einmal etabliert, daß er -wenn ein Artgenosse naht- abgelegt wird. Dazu mußte ich das "Platz" absichern, denn Voraussetzung zum "Wegschicken" anderer Hunde ist ja, daß man dazu auch "freie Hand/Bahn" hat, der eigene einem also nicht "vorgreift". Eine Weile band ich Ben dazu an, danach war das "Platz" dazu möglich, er lag, und ich konnte regeln.

Hier habe ich mehrere Möglichkeiten: Viele Hunde reagieren auf ein ruhiges, aber bestimmtes "Nein" damit, abzudrehen (das sind dann in der Regel keine "Güldenen" ;-)). Man kann natürlich auch mit einer Wasserpistole spritzen oder eine Diskscheibe vorwerfen, aber das halte ich für eine nicht so gelungene Methode, einfach weil es sein kann, daß der andere Hund das als Angriff wertet. Besser ist es, sich einfach zwischen den anderen und den eigenen Vierbeiner zu begeben und den anderen wegzuführen. Ich habe sie meist gestreichelt und/oder gefüttert und in aller Ruhe zu ihren Besitzern gebracht, mit der Bitte, den Hund doch anzuleinen. Wenn das nicht half, weil z.B. die Besitzer nicht hören wollten, lockte ich die anderen mit Futter oder Spielzeug (wobei ich tat, als ob der andere Hund der Nabel meiner Welt sei) an meinem Hund vorbei, beschäftigte ihn, bis Herrchen oder Frauchen auch angekommen waren und "übergab" ihn dann.

Im etwas "einfacheren" Fall kann man auch Futter werfen, die meisten Hunde rennen dem hinterher. Wenn dann die Richtung stimmt, sind sie eine Weile abgelenkt, und man selbst kann sich währenddessen aus dem "Dunstkreis" rausbewegen.

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa und Kuschelbub Parcifal sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenhund Ben und Spitzbub Ilias

----

"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

woodyfan

Wo Unabhängigkeit Lebenseinstellung ist

Beiträge: 140



10.06.2008 18:09
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten

Hallo, Anna, auch ich habe früher für Woody öfter das Terrain geklärt und mache das heute auch noch manchmal! Ich kenne meinen Hund ja schon so gut und weiß schon, wenn es brenzlig werden könnte.
Hier ein paar Beispiele:

- Woody angeleint, freilaufender Hund kommt. Schnüffelt energisch an Woodys Hinterteil, Woody knurrt, Hund bleibt. Woody schnappt, Hund bleibt ( Woody ist kastriert und manche Rüden springen ihn regelrecht an...). Um Raufereien zu vermeiden, bitte ich den Besitzer darum, seinen Hund zu rufen.

- Woody im Freilauf am Rhein, große Hundemeute kommt. Meistens gibt es dann Probleme, entweder macht Woody eh einen großen Bogen oder mehrere Hunde bedrängen ihn, so daß er Reißaus nimmt. In solchen Situationen ist Woody eher unsicher. Wir meiden sie dann möglichst und suchen einen anderen Weg.

Grundsätzlich mache ich mein Verhalten in solchen Situationen immer von meinem Gefühl abhängig. Früher habe ich gedacht, Woody muß lernen, mit allen Artgenossen auszukommen, er regelt das schon selber...ist aber nicht immer so. Wir waren einmal mit ihm in Mülheim auf einer großen Auslaufwiese hauptsächlich für Galgos, es waren aber auch andere Rassen vertreten. Dier erste Viertelstunde war klasse, Woody ist geflitzt und wirkte ziemlich locker. Auf einmal wurde er von mindestens vier Galgos "umzingelt" und bedrängt. Die Situation drohte zu eskalieren, ich habe Woody dann angeleint und wir haben den Platz verlassen. Hätten wir das nicht gemacht, wäre es bestimmt zu einer Beißerei gekommen.

Ich glaube, wenn du deinen Hund gut kennst reagierst du auch instinktiv richtig! Ich gestehe, daß ich etwas zum "Überbehüten" neige, vielleicht weil Woody schon öfter gebissen wurde. Wichtig ist aber für mich auch, daß ICH mich in der Situation sicher fühle und die Kontrolle habe!

Mielita



Beiträge: 1.325


10.06.2008 19:03
Zitat ·antworten

Schle Miel


10.06.2008 21:28
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten


In Antwort auf:

Dazu kommt, dass ich mich auch sehr ungern mit anderen Hundebesitzern anlege, indem ich ihren Hund, der im Prinzip nicht unfreundlich ist, vertreibe.


Das ist meiner Meinung nach einer der Knackpunkte. Entweder Mensch handelt authentisch; ist also von seinem Verhalten absolut überzeugt im betreffenden Moment, oder ... man lässt es besser. Alles andere wird zum Balanceakt, denke ich.

Lionne

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz

Beiträge: 239



10.06.2008 22:38
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten
Danke für eure Antworten!

Zitat von Schle Miel

Das ist meiner Meinung nach einer der Knackpunkte. Entweder Mensch handelt authentisch; ist also von seinem Verhalten absolut überzeugt im betreffenden Moment, oder ... man lässt es besser. Alles andere wird zum Balanceakt, denke ich.


Ja, da hast du recht. Dadurch wirke ich wahrscheinlich automatisch unsicher.
Ich spreche die Leute ja auch nicht direkt an oder so - nur manche fühlen sich einfach schon dermaßen auf den Schlips getreten, wenn man sich vor den eigenen Hund/zwichen die Hunde stellt und zum anderen sagt: "Ab, geh weiter." Die meisten kapieren nicht, dass es ja nichts damit zu tun hat, dass man den anderen Hund blöd findet, sondern nur damit, dass der Eigene einfach unsicher ist.
Tja, ich werde mich ans "komisch angeschaut werden" schon noch gewöhnen (müssen)....beim Entfernen aufdringlicher Analschnüffler .


@christine: Genau so dachte ich früher auch immer: "Sie muss selber damit fertigwerden, etc.". Naja. Du sprichst mir aus der Seele...

@Barbara: Das klingt so - Wow! Nach einem wirklich so sehr toll trainierten Ben! Respekt!! Einfach nur.... spitze!
Natürlich will ich meins nicht so komplett abschotten - ist ja eine andere Ausgangs-Situation als bei euch. Für uns passt diese Anwendung aber sehr gut für entsprechene Oha-Retriever-Kandidaten&Co. *hüstel*

Ich finde die Situationen, in denen ich Bedenken habe, dass Oha meckert, weniger schwierig und einfacher zu entscheiden als die, in denen sie unsicher bis ängstlich ist und ich sie "beschützen" sollte, wie Christine schreibt. Hier bin ich im Zwiespalt ob es für sie jetzt besser ist, vehement beschützt zu werden, oder ob, wenn die Unsicherheit etwas weicht und sie doch auf beschnüffeln ist, der Kontakt ein positiv-Erlebnis wäre, dem ich natürlich nicht im Weg stehen will.

.... und wer noch mehr hat - her damit *g*

Schle Miel


10.06.2008 22:44
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten



In Antwort auf:
aufdringlicher Analschnüffler


Kürzlich versuchte ich einer Retriever-Halterin zu erläutern, dass mein Hund diesbezüglich wenig erfreut ist. Konnte sie gar nicht verstehen. Hund müssen sich beschnüffeln. Das ist normal. Es sind eben Hunde!

Mag ja sein. Wenn ich aber versuche, mit ihr einen lockeren Trainingsspaziergang (für den Oh) zu organisieren und im Vorfeld darum bitte, den Güldenen bei Annäherungsversuchen gegebenenfalls abzurufen, dann erklärt sie mir, das klappt bei ihrem Hund nich - denn: Er folgt ja nicht.

Bestätigt mich dann leider mal wieder in meiner Meinung über viele, viele Güldenen-Halter.

Lionne

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz

Beiträge: 239



10.06.2008 22:50
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten

Hach ja. *seufz*

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 38.931



11.06.2008 03:12
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten

Ich denke gerade, das ist so eine Sache, der Umgang mit anderen Hundehaltern. Ich habe festgestellt: Erziehbar sind die nicht. ;-)))

Soll heißen: Ich war und bin auch kein Freund davon, andere Hunde zu "verscheuchen" (ich mag ja Hunde im allgemeinen) oder andere Menschen zu bepöbeln (wehe, es lästert jetzt einer ;-)), aber: Ab einem gewissen Punkt mußte ich mich dafür entscheiden, mich für meinen Hund gerade zu machen. Er brauchte meine Hilfe, und das "Wegschicken" und zwar in aller nötigen Konsequenz war sehr lange das einzige Mittel. For Ben's benefit war ich demnach gezwungen, mich entsprechend zu verhalten, wenn ich ihm Streß vom Hals halten sollte und wollte, da gab es kein "wenn und aber".

Und ich sah und spürte ja, daß er in seiner Strategie "Angriff ist die beste Verteidigung" alles andere als cool, souverän oder gar glücklich wirkte. Und erlebte außerdem, daß für einen kläffenden, schnappenden, panisch aggressiven Hund an meiner Leine oder gar in ihrer Nähe in aller Regel weder Artgenossen des Herrn Ben, noch die meinen viel Verständnis hatten. Spätestens, wenn Ben sein damals noch "Normal-Verhalten" zeigte, war das Gejammer und Gezeter zumeist ganz schnell ganz groß, wenn ich NICHT rechtzeitig für Prophylaxe sorgte, auch wenn die Leute vorher tausendmal gemeint hatten, daß "die das schon unter sich regeln". Die vorgebliche Gelassenheit war in Sekundenschnelle wie weggeblasen, sobald einer der "Regeler" wirklich gefährlich war oder auch nur aussah - das Tempo ihres Verschwindens verläuft erfahrungsgemäß übrigens synchron zur großen Klappe des anderen Halters - je wortgewaltiger, desto unverständiger. ;-)

Ich persönlich glaube aber, daß nicht nur Hunde wie Ben so klares Einschreiten, so klaren Schutz durch ihre Menschen benötigen. Ich denke, es dient allen unseren vierbeinigen Partnern, wenn wir das Heft in die Hand nehmen und ihnen sehr deutlich machen, was wir von ihnen wollen und was nicht. Und das gilt für unsichere oder ängstliche Hunde (die keine Gefahr für den anderen darstellen, die aber extremen Streß aushalten müssen, wenn wir ihnen nicht helfen) meines Erachtens nach fast noch mehr als für einen wie Ben, der sich zur Not wenigstens zu verteidigen weiß.

Kurz: Ich stand irgendwann vor der Entscheidung, mache ich mich bei den Leuten unbeliebt, die mein Verhalten nicht verstehen können oder wollen (und die dann mit so putzigen Fragen kamen, warum ich denn meinem armen Hund den Sozialkontakt verwehrte ;-)) oder bei meinem Hund. Da ich letzteren für ausbildbar hielt, erstere jedoch in aller Regel für tendentiell beratungsresistent entschied ich mich schlicht für Ben. Und das ging nun einmal nur mit Konsequenz - zur Not auch der, meine Strategie des ihn Schützens wirklich durchzusetzen. Ich versuchte immer, den Leuten zu erklären, warum ich so rüpelhaft war, manchmal stieß ich auf Verständnis, oftmals jedoch nicht. Das freute mich wahrlich nicht, aber ich sah die Notwendigkeit, Ben zu dienen, und so tat ich, was ich tun mußte. Ich stand also da und konnte nicht anders, sozusagen. :-)

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa und Kuschelbub Parcifal sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenhund Ben und Spitzbub Ilias

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"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

Schle Miel


11.06.2008 22:32
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten


Wenn ich so in meiner Erinnerungskiste krame *seufz*, dann entsinne ich mich dunkel, dass ich "früher" (hö hö), als ich noch mit meiner/n Hündin/nen unterwegs war, recht entspannt durch die Gegend schlappte, weil ich tatsächlich stets davon ausging, dass das schon alles seinen Gang geht. Hieß "damals" so viel wie: Hunde können das. Und zwar besser als wir. Ich wäre im Leben nicht auf die Idee gekommen, irgendetwas für meinen Hund "regeln" zu wollen. Schon mal gar nicht, wenn ich überhaupt nicht weiß, a) was und b) wie.

Das hieß aber eben auch, dass ich die Dame(n) in Bezug auf lästige Artgenossen hab machen lassen. Besonders Rammelrüden (Stichwort "lästige Analschnüffler") durften sie sich gerne selber vom Leib halten. Komischerweise haben das die meisten Menschen auch verstanden. "Rudi, nun lass doch das Mädchen ..." war noch der harmloseste Kommentar unfähiger Mitmenschen, nachdem sich ihr Bub die achte Schelle eingefangen hatte. Rudi ließ natürlich nicht. - Was mich stets besonders ärgerte, war die Tatsache, dass man einer Hündin das Abwehren rammliger Rüden "erlaubte" ("Siehste, die will das nicht!" - Arghhhh!), die Rammler indes von einem Rüden bereits im Vorfeld weggeholt/-rufen wurden. Ganz nach dem Motto "Eine Hündin darf man ruhig belästigen." Wehrte sich hingegen ein Rüde mal, gabs direkt mächtiges Geschrei.

Egal, ich schweife ab. Worauf wollte ich hinaus? Ah, "regeln lassen": Ich bin mir immer noch nicht sicher, warum heutzutage so viele Leute meinen, für ihren Hund was "regeln" zu müssen, was der eigentlich ganz gut allein können sollte. Haben sich die Zeiten so verändert ? Die Hunde ? Oder ist mein Focus verschoben ?

sallysue

Bauernopfer, geht gar nicht

Beiträge: 1.017



11.06.2008 22:46
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten

Zitat von Schle Miel
[
Bestätigt mich dann leider mal wieder in meiner Meinung über viele, viele Güldenen-Halter.



Oooooooohhhhhhhhhh, jjjaaaaaaaaaa!

Liebe Grüße
Sandra

Mydog

Direktorin des Zwockel-Zirkus und bekennend geschirrsüchtig sowie Tante Lupa (Admin)

Beiträge: 36.206



11.06.2008 23:05
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten
Zitat von Schle Miel
Ich bin mir immer noch nicht sicher, warum heutzutage so viele Leute meinen, für ihren Hund was "regeln" zu müssen, was der eigentlich ganz gut allein können sollte. Haben sich die Zeiten so verändert ? Die Hunde ? Oder ist mein Focus verschoben ?

Ich denke, daß im Normalfall die Hunde das wirklich alleine regeln können. Vorausgesetzt, sie wurden von Beginn an gut sozialisiert, auch mit Artgenossen und haben nicht generell unter schlechten Bedingungen gelebt und schlechte Erfahrungen gemacht. Daran hat sich eigentlich nix geändert. Treffen sich solche Hunde, sollte man sie wirklich selber machen lassen.

Ich erinnere mich an einige faszinierend anzuschauende "Rüdenkämpfe", bei denen man mit etwas Hundeerfahrung sofort sehen konnte, da passiert nix, die regeln das wirklich gerade und eigentlich völlig unspektakulär selber. Ich war früher oft mit Rüdenbesitzern unterwegs und wir haben uns diese "Regelungen" meist ganz entspannt angesehen.

Aber Hunde von hier werden oft nicht gut sozialisiert. Sie werden früh von Mutter und Geschwistern getrennt und dann aber nicht in Welpengruppen mit Artgenossen zusammen gebracht (und damit in die Lage versetzt zu lernen, wie man selber regelt). Oder sie werden von alten Mütterchen, die sich unbedingt jenseits der 80 noch einen Welpen anschaffen müssen, bei Ansicht jedweden Hundes entsetzt auf den Arm gerissen (die regeln eben für den Hund ohne Sinn und Verstand).... und, und, und. Diese Hunde reagieren dann eben nicht mehr normal und wissen nicht, können nicht wissen, wie man eine Begegnung mit Artgenossen selber regelt.

Und zum anderen, gibt es viele Hunde mit schlimmen Erfahrungen und/oder aus völlig fremder Umgebung, die hierher verfrachtet werden und dann hier mit vielem nicht klar kommen.
Und wenn man das erkennt, dann ist es eben schon wichtig, daß man das Regeln für den Hund übernimmt. Ben ist hierfür immer wieder das beste Beispiel, denke ich.

Aber gerade daran mangelt es oft: am Verstehen der völlig normalen hundlichen Ausdrucksweisen, am Erkennen, wann der Hund die Hilfe des Menschen braucht und wann eben nicht.




Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
------------------------
Der ist nicht klein, der ist ein Hundekonzentrat. :o)

Mielita



Beiträge: 1.325


11.06.2008 23:08
Zitat ·antworten

Schle Miel


11.06.2008 23:35
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten
In Antwort auf:

Aber Hunde von hier werden oft nicht gut sozialisiert. Sie werden früh von Mutter und Geschwistern getrennt ...


Hm? Meinst du mit "hier" Deutschland ???
Lionne

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz

Beiträge: 239



12.06.2008 00:43
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten
Zitat von Schle Miel

Egal, ich schweife ab. Worauf wollte ich hinaus? Ah, "regeln lassen": Ich bin mir immer noch nicht sicher, warum heutzutage so viele Leute meinen, für ihren Hund was "regeln" zu müssen, was der eigentlich ganz gut allein können sollte. Haben sich die Zeiten so verändert ? Die Hunde ? Oder ist mein Focus verschoben ?


Tja, wenn der Hund es eben alleine kann.
Ehrlich gesagt blick ich jetzt nicht mehr ganz durch durch deine Postings. Findest du es jetzt o.k. oder nicht? Ich dachte du entfernst für deinen auch die Analschnüffler? Oder doch nicht? Vielleicht isses ja auch für mein Hirn schon zu spät ?... 1:34 Uhr *gähn*)

Vielleicht gab es vor einiger Zeit (zu "deiner" *g* (*sorryaberaufdiesengagmusstemanjaquasieinsteigen*)) ja auch noch nicht Massen schlecht sozialisierter Hunde aus dem Auslandstierschutz. Und vermarktete, miserabel vermehrte und schlecht aufgezogene Modehunde. Und überhaupt weniger Hunde.
Und mehr HUNDE bei denen es normal war wenn sie mal knurrten oder schnappten - waren eben Hunde. Heute ist, hab ich manchmal das Gefühl (sorry soll kein Angriff sein! aber:), alles, was mehr hündisches Verhalten zeigt als ein durchschnittlicher Güldener oder Lab, ist gleich mal "aggressiv". Hauptsache Kindchenschema - ja und "die sind ja sooooo lieb und quasi aggressionsfrei, mit denen kann man aaaalles machen". (toll gell? aggressionsfreie Hunde ...*muahaha* Das ist wohl gewollt )

Ich war eben früher genau dieser Meinug: Hunde können das besser. Das können sie auch. (Wenn sie : gut sozialisiert sind; und man mit gelegentlicher "Selektion" a la Darwin kein Problem hat ;-).)
Nun habe ich eine Hündin, ängstlich und sehr mäßig sozialisiert, die ich, behaftet mit der Meinung "die lernt das" /"kann das alleine" blablubber, jahrelang im Regen stehen lassen habe, wenn ihr etwas unangenehm war. Schade eigentlich. Wäre doch schöner, "Chef" hilft einem, wenns einem schlecht geht - oder?

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