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Dieses Thema hat 23 Antworten
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Lionne

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz

Beiträge: 239



12.06.2008 01:02
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten
In Antwort auf:

Ich persönlich glaube aber, daß nicht nur Hunde wie Ben so klares Einschreiten, so klaren Schutz durch ihre Menschen benötigen. Ich denke, es dient allen unseren vierbeinigen Partnern, wenn wir das Heft in die Hand nehmen und ihnen sehr deutlich machen, was wir von ihnen wollen und was nicht. Und das gilt für unsichere oder ängstliche Hunde (die keine Gefahr für den anderen darstellen, die aber extremen Streß aushalten müssen, wenn wir ihnen nicht helfen) meines Erachtens nach fast noch mehr als für einen wie Ben, der sich zur Not wenigstens zu verteidigen weiß.



Das trifft es für mich wirklich auf den Punkt - schöner finde ich kann man es nicht sagen und besser erklären auch nicht.

Es geht ja uns allen jetzt nicht um Oma's Klein-Terrier der ständig von anderen Hunden ferngehalten wird, sondern um Hunde, deren Sozialverhalten bzw. Grundcharakter eben nicht "alltäglich" ist, und für die wir einen besonderen Umgang zu erlernen versuchen - einfach um ihnen in ihrer Umwelt besser gerecht zu werden.

sanadra

Die auch mit Beißkorb singt

Beiträge: 94



12.06.2008 01:08
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten
Ich habe doch dauernd ein Problem, wenn ich andere Hundehalter bitte, ihren Hund doch bitte anzuleinen, weil er meinen Hund bedrängt, ich sie schon an der Schnauze packen muss, damit sie den Hund nicht beisst und die dann immer noch lachen und sagen, meiner macht doch nichts!!!

Auch wenn sich das jetzt lächerlich anhört, aber ich glaube, das Problem ist, dass Hunde mittlerweile bei ganz vielen Menschen einen Kinderersatz darstellen!!!
Nicht umsonst boomt die Branche mit Hundebekleidung die die Hölle kostet, Wellness für den Hund, usw usw.....
Und diese Leute behandeln ihre Hunde halt genauso wie Kinder!!! Oder teilweise noch schlimmer, weil Kinder dürfen auch nicht Alles!!!

Lionne

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz

Beiträge: 239



12.06.2008 01:20
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten
In Antwort auf:
... wenn ich andere Hundehalter bitte, ihren Hund doch bitte anzuleinen, weil er meinen Hund bedrängt, ich sie schon an der Schnauze packen muss, damit sie den Hund nicht beisst und die dann immer noch lachen und sagen, meiner macht doch nichts!!!


Wie reagierst du dann? Hältst du sie einfach fest und lässt den anderen machen? Oder schickst du auch den anderen Hund weg?
Vielleicht lässt du dich da von den Leuten in eine Schublade stecken indem du deinen Hund festhältst?

In Antwort auf:
Auch wenn sich das jetzt lächerlich anhört, aber ich glaube, das Problem ist, dass Hunde mittlerweile bei ganz vielen Menschen einen Kinderersatz darstellen!!!
Nicht umsonst boomt die Branche mit Hundebekleidung die die Hölle kostet, Wellness für den Hund, usw usw.....


Ich glaube das ist aber wieder ein anderes Problem auf einer anderen Schiene... Prinzessinnen T-Shirt undso....

LG, Anna

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.193



12.06.2008 01:38
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten

Anna -> Danke. :-)

Schle -> Ich denke, es hat sich zweierlei verändert, und darunter fällt am allerwenigsten Dein Focus. ;-)

1) Die Wahrnehmung der Menschen von dem, was normal hundlich ist. Unsere Gesellschaft erwartet heute -und zwar per Gesetz- nicht Hunde, sondern irgendwas auf vier Beinen, das irgendwelchen menschlichen (Wahn-)Vorstellungen von Hund entspricht. Da soll der Köter alles, Stimmungen aufnehmen, Gedanken lesen, sich selbst erziehen, bester Freund und treuester Kumpel sein, die Kinder hüten, aber nicht beißen, Liebe geben und über sich ergehen lassen (die total unhundlich ist, aber egal), A von B unterscheiden können (in den einen Tümpel soll er, aber nicht, wenn danach Essen gegangen wird, in den nächsten nicht, weil der doch stinkt und weil danach Essen gegangen wird) und keinerlei Klarheit oder gar Regeln und Strukturen brauchen, sondern dankbar und glücklich sein und das auch noch ständig bekunden. Das einzige, was er nicht sein soll, ist: Hund. Er soll keine Aggressionen zeigen, mit anderen Hunden spielen, aber sich nicht raufen und -natürlich- DAS allgegenwärtige Kriterium, gut sozialisiert sein. Was immer das sein mag, er muß es sein, egal, ob er in seinem Vorleben nichts anderes als Schläge und Tritte von Menschen und Futterkämpfe mit anderen Hunden erlebt hat. Wenn er sie erleben "durfte". Wenn er nicht in irgendeiner Massenhaltung produziert oder als Produktionsmaschine mißbraucht wurde. Wenn er nicht monate- oder gar jahrelang in irgendeinem Tierheim dahinvegetierte, weil er leider, leider zur falschen Rasse gehörte oder sonst einen "Fehler" hatte. Wenn er nicht aus irgendeiner Tötung "gerettet" wurde und in seinem Leben außer dem sonst nichts kennengelernt hat.

Was uns zu -eben- 2) bringt: Es haben sich Herkunft und -öh- "Inbesitznahme", es hat sich der Grund, einen Hund zu halten, verändert. Früher, da kam der Hund vom Züchter und der war kein Massenhersteller, sondern kam aus dem nächsten Dorf oder hatte "einen Namen". Oder er kam vom Bauernhof nebenan, und Papa und Mama waren bekannt. Eventuell kam er noch aus dem Tierheim, aber dort hatte er selten besagte Monate oder Jahre gesessen, und schon gar nicht hatte er Etiketten wie "Kampfhund" auf der Stirn kleben. Die Hundesteuer war nicht unerschwinglich und für alle gleich, Hunde rauften, Rüden liefen kilometerweit zur läufigen Hündin, und irgendwie waren alle "tut-nixe" und "das-hatter-ja-noch-nie-gemacht"-Viecher. Und wenn sie das nicht waren, dann waren sie Dienst- oder Wachhunde und "scharf", die ließ man dann in Ruhe, vielleicht taten sie einem manchmal noch leid, aber so war das eben, das Hundeleben, und zumindest war klar: Der Hund ist ein Hund und kein Mensch. Er war vielleicht Familienanhang, mit Betonung auf Anhang, oder er diente einem Zweck: Er wachte, er tat Dienst, er gehörte einfach zum Hof oder er jagte - in der Meute oder er arbeitete allein, aber: er arbeitete.

Heute sieht 1) anders aus, ebenso wie 2). Und der Bedarf, die Nachfrage an Hunden, die dankbar sein müssen, gerettet werden sollen, die Modegag sind oder Vorführ-Modell ist riesengroß. So groß, daß der Züchter, der kein Massenhersteller war, den man kannte und der einen Namen hatte, selbst wenn er wollte, nicht mehr hinterher käme. So groß, daß die Tierheime nicht reichen, sondern Hunde aus dem Ausland importiert werden müssen, weil die ja schließlich viel dankbarer sind/sein müssen und in den deutschen Tierheimen sowieso die Falschen, die Ausgestossenen, die von Gesetzeswegen ausgesonderten, sitzen.

Ja, es hat sich was verändert. Vielleicht nicht Dein Fokus. Sonst aber so ziemlich alles.

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Kuschelbub Parcifal und Spinnbub Medox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

sanadra

Die auch mit Beißkorb singt

Beiträge: 94



12.06.2008 01:39
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten

Und ich lasse mich von den Leuten in keine Schublade stecken, ich sage immer schon von Weitem, bitte leinen sie ihren Hund an!!!!

Karla ist kein Problem, die läuft eh immer frei, bleibt aber auch bei mir bei Fuss!!! Oder liegt neben mir auf Kommando!!!

Mittlerweile hat Fly einen Beisskorb draussen an!! Und wenn dann ein Hund auf sie zukommt, dann gehe ich mit Unterstützung von nem Freund dazwischen, wenn sie bedrängt wird!!!

Und danach gibt es auch immer ganz bitterböse Diskussionen mit den anderen Hundehaltern!! Aber das ist mir mittlerweile echt wurscht!!!

Wenn so ein riesen Kalb meine Fly bedrängt und sie sich ja nicht wehren kann, dann sorry, aber wenn er nicht so weggeht und überhaupt nicht auf seinen Halter hört, der da rumschreit, dann kriegt der auch mal nen unsanften Tritt von mir!!!
Das musste ich auch jetzt erst lernen, aber es klappt!!!
Und das Wichtigste, Fly macht Fortschritte!!!!

Lionne

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz

Beiträge: 239



12.06.2008 02:01
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten

Also, ich war jetzt viel zu langsam

In Antwort auf:
Und ich lasse mich von den Leuten in keine Schublade stecken, ich sage immer schon von Weitem, bitte leinen sie ihren Hund an!!!!

Das war auch nicht böse gemeint, sondern nur so: DU hast ja eben den unsicheren Hund, der einfach nur nicht bedrängt werden will. Was ja eben nichts böses ist!

In Antwort auf:
Mittlerweile hat Fly einen Beisskorb draussen an!! Und wenn dann ein Hund auf sie zukommt, dann gehe ich mit Unterstützung von nem Freund dazwischen, wenn sie bedrängt wird!!!
Und danach gibt es auch immer ganz bitterböse Diskussionen mit den anderen Hundehaltern!! Aber das ist mir mittlerweile echt wurscht!!!


Das ist doch super . Wünsche dir weiterhin viel Durchhaltevermögen. Ich kenne das . Tja, das dumme Ende der Leine ist eben immer das schwierigere höhö. Der Hund hätte wohl kein Problem damit, weggegschickt zu werden und würde sich einfach trollen ;)

@: jajajajaja.



Schle Miel


12.06.2008 10:04
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten


In Antwort auf:

Ehrlich gesagt blick ich jetzt nicht mehr ganz durch durch deine Postings. Findest du es jetzt o.k. oder nicht? Ich dachte du entfernst für deinen auch die Analschnüffler? Oder doch nicht?


Nein, ich "entferne" keinen Hund. Muss ich im Grunde nicht, da a) wir speziellen Kandidaten bereits im Vorfeld aus dem Weg gehen (oder sie uns) und b) sich sehr bewährt hat die Taktik "Immer-in-Bewegung-bleiben". Früher hab ich das automatisch/aus dem Bauch heraus gemacht, heute tu ich es weil ich gemerkt habe, dass es gut klappt. Meiner bescheidenen Erfahrung nach knallt es am ehesten in "stagnierenden Situationen". Wodurch ein "Stehenbleiben und gemütlich Quatschen" eben wegfällt (sehr zu meinem Verdruss)

Was ich allerdings mache (n muss): Oh Anweisung geben, wie wir mit einer aktuellen Situation umgehen weil er sonst im Rahmen seiner Territorialmacke eigenständig handeln würde. Heißt im Grunde: Ich grenze ihn ein, nicht andere Hunde.

Edit: Elektra, du ordnest meine Gedanken mit deinem Post. Thanks

Lionne

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz

Beiträge: 239



12.06.2008 13:35
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten
Alles klar.

Scraty


12.06.2008 23:19
RE: Hundebegegnungen "regeln" Zitat ·antworten

Hallo Christine,

In Antwort auf:
(gell ihr Münchner, das hab ich im E-Garten auch gemacht?!).

zweifelsfrei ! Auf eine, für mich sehr angenehme und doch auch sehr bestimmte Weise,...

Motto:"Hier lang bitte!"

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