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Dieses Thema hat 6 Antworten
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 Pflicht und Kür (öffentlich)
DonQuijote Offline

lauter und auffälliger Prinz ganz ohne Esel, aber gegen viele Windmühlen kämpfend


Beiträge: 2.582

12.07.2013 22:01
Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Hallo,

ich bin ja seit geschlagenen 4 Jahren dabei mit Sancho Leinenführigkeit zu üben.... Ich gehe nun schon seit längerer Zeit folgendermaßen vor: Ich gebe Signal "bei mir". Wenn Sancho an lockerer Leine läuft wird geclickert. Ist die Leine gespannt bleibe ich stehen und warte bis er zurück kommt. Ich muss sagen, der Erfolg ist mäßig. Ich hatte eigentlich vor, das nach und nach abzubauen. Aus dem Grund, weil man eben die Leinenführigkeit braucht, wenn man z.B. in der andern Hand ein Eis hält oder irgendwo in der Fußgängerzone bummeln geht etc. Da wäre es ja ganz nett, wenn Hundi locker nebendran laufen würde. Das funktioniert aber nicht, da er immer wieder schnell vorne ist, sobald keine Leckerlies mehr kommen.
Ich bin mir nicht so sicher, ob er das Signal richtig verstanden hat. Mir kommt es eher so vor, als würde er nur auf der zufällig richtigen Höhe sein, wenn ich clickere, weil es da Leckerlies gibt und nicht, weil er weiß, dass er jetzt an lockerer Leine bzw. neben mir laufen soll. Welche Verbesserungsvorschläge gibt es denn? Wäre es vielleicht sinnvoller, wenn ich nicht stehenbleibe, sondern Sancho an der Leine einfach dahin positioniere, wo ich ihn haben möchte und dann clickern? Ohne Leine funktioniert das Signal übrigens viel besser und auch längere Strecken ohne . Da versuche ich es jetzt so auszubauen, dass nur noch vor Freigabe kommt.
So richtig ziehen tut Sancho eigentlich nur noch, wenn vor uns ein anderer Hund läuft oder gelaufen ist. Dann bekomme ich ihn aber schon zurück mit "Bei mir". Er schafft es dann doch meist an lockerer Leine zu gehen. Aber auch da nur mit sehr viel Ich würde es halt gern noch mehr festigen, einfach selbstverständlicher machen. Irgendeine Idee?



Liebe Grüße
Michaela mit kleinem, wilden Fleckenhund Sancho

Kiebitz Offline

wo der Einäugige nun endlich König ist


Beiträge: 2.026

13.07.2013 18:14
#2 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Das Signal "bei mir" bedeutet für Sancho einfach was anderes, als für Dich... Da wird es wohl sinnvoll sein, ein neues Signal einzuführen, das er noch nicht kennt. Dafür sollte Sancho allerdings vorher schon wissen, daß die lockere Leine ihm Belohnung einträgt. Also ERST die Leinenführigkeit trainieren, DANN das neue Signal davor setzen.

Wenn bei Sancho das Stehenbleiben bis er zu Dir kommt nicht verfängt als Trainingsweg, gibt es zum Glück noch andere Möglichkeiten. Z.B.: Hund an mittellanger Leine (ich habe da gerne 3-5m, kommt aber auf den Hund an) auf einer freien Fläche, immer wieder Richtungswechsel vom Hund weg machen. Wenn hund hinterher getrabt kommt, in dem Moment klicken, in dem er in der gewünschten Position ist. Läuft hund wieder vor, gleich wieder Richtung ändern usw. Nach einer Weile sollte er dann einen etwas kleineren Radius um Dich herum bekommen; dann klickst Du die Momente, in denen die Leine locker ist. Die Belohnung kann man auch etwas hinter sich werfen, so daß der Hund auf dem Weg nach vorne wieder an der richtigen Position vorbei kommt, was ihm wieder einen Klick einträgt...

Noch ein möglicher Weg ist, über Handtarget zu gehen: Nase an Hand bringt Klick. Wenn das sicher verknüpft ist, kann man den Hund mithilfe der Hand in Position halten; allmählich immer häufiger die Hand wegnehmen und nur noch dann wieder hinhalten, wenn hund zu sehr abweicht.

Wenn es ohne Leine besser geht als mit - was machst Du da anders??? Oder ist die Leine einfach mit "ziehen" verknüpft (bei Euch beiden)? Dann könnte man ein superleichtes Leinchen ans Geschirr machen und erst ohne, dann mit Anfassen "bei mir" üben. Später dann dasselbe mit der normalen Leine.

Viel Spaß und Erfolg beim Ausprobieren...

Beste Grüße,
Dörte mit Kiebitz, Bolle und Tippa.

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„Erzähle es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Lass es mich tun - und ich werde es verstehen und behalten.“ (Konfuzius)

Tinca1 Offline

Chaos-Fraktionsvorsitzende 1, behütet von einmaligem Döggerich, jetzt mit krawallschachteligem Fleckenzwerg


Beiträge: 11.497

14.07.2013 10:13
#3 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Michaela, hast Du es schon mal nach soffie-Kerstins Methode versucht? Schau mal hier: Fussübung mal anders (2)

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Viele Grüße,
Steffi mit Bendo - und Pina, Einstein, Tovje und Treff im Herzen

"Der Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann." (Francis Picabia, 1922)

DonQuijote Offline

lauter und auffälliger Prinz ganz ohne Esel, aber gegen viele Windmühlen kämpfend


Beiträge: 2.582

14.07.2013 10:42
#4 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Zitat von Kiebitz im Beitrag #2
Das Signal "bei mir" bedeutet für Sancho einfach was anderes, als für Dich... Da wird es wohl sinnvoll sein, ein neues Signal einzuführen, das er noch nicht kennt. Dafür sollte Sancho allerdings vorher schon wissen, daß die lockere Leine ihm Belohnung einträgt. Also ERST die Leinenführigkeit trainieren, DANN das neue Signal davor setzen.


Das hieße ja, ich muss IMMER Leinenführigkeit üben und könnte nie mehr einfach so gehen. Denn deshalb gibt es das Signal, damit er weiß "Jetzt darf ich nicht ziehen."

Zitat von Kiebitz im Beitrag #2
Wenn bei Sancho das Stehenbleiben bis er zu Dir kommt nicht verfängt als Trainingsweg, gibt es zum Glück noch andere Möglichkeiten. Z.B.: Hund an mittellanger Leine (ich habe da gerne 3-5m, kommt aber auf den Hund an) auf einer freien Fläche, immer wieder Richtungswechsel vom Hund weg machen. Wenn hund hinterher getrabt kommt, in dem Moment klicken, in dem er in der gewünschten Position ist. Läuft hund wieder vor, gleich wieder Richtung ändern usw. Nach einer Weile sollte er dann einen etwas kleineren Radius um Dich herum bekommen; dann klickst Du die Momente, in denen die Leine locker ist. Die Belohnung kann man auch etwas hinter sich werfen, so daß der Hund auf dem Weg nach vorne wieder an der richtigen Position vorbei kommt, was ihm wieder einen Klick einträgt...



Könnte ich so machen. Allerdings kann man das schlecht in den Alltag einbringen, weil man in dem Moment nicht so recht vorwärts kommt anfangs.

Zitat von Kiebitz im Beitrag #2
Noch ein möglicher Weg ist, über Handtarget zu gehen: Nase an Hand bringt Klick. Wenn das sicher verknüpft ist, kann man den Hund mithilfe der Hand in Position halten; allmählich immer häufiger die Hand wegnehmen und nur noch dann wieder hinhalten, wenn hund zu sehr abweicht.


Sancho kennt "stups", allerdings nur auf Sicht, wenn ich die Hand hinhalte. Ich glaube, er ist dafür auch zu klein.

Zitat von Kiebitz im Beitrag #2
Wenn es ohne Leine besser geht als mit - was machst Du da anders???


Gute Frage...Ich habe Sancho einfach mit der Hand bedeutet, wo ich ihn hinhaben will und ihn dann belohnt. Das klappt wirklich gut mittlerweile, obwohl ich ihn da auch noch korrigieren muss. Generell achtet er ohne Leine oft mehr auf mich. Aber natürlich läuft er auch nur in reizarmen Umgebungen offline, evtl. liegt´s einfach daran.

Das mit der dünnen Leine ist eine gute Idee. Ich denke, das werde ich mal probieren.

@Tinca: Es soll kein "Bei Fuß" sein. Das "Bei Fuß"-gehen möchte ich extra aufbauen, da ich ja immer noch davon träume, mit Sancho richtig UO zu machen.



Liebe Grüße
Michaela mit kleinem, wilden Fleckenhund Sancho

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.047

14.07.2013 15:50
#5 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Hmmmm, also ich habe mit meinen Hunden einfach immer die Position am Bein trainiert. Das ist das Problem der meisten Hunde. Sie lernen gar nicht, worum es geht und viele verstehen tatsächlich, wenn man "nur" lockere Leine beclickert, nicht, was man von ihnen will. Sie lernen leichter in Bildern, die sie sich vorstellen können, und eine Position ist ein solches Bild.

Das heißt konkret: Ich habe nicht "lockere Leine" bestätigt, sondern immer geclickert, wenn der Hund sauber an meinem Bein lief. Dann flog Leckerchen nach hinten, sobald er wieder an meinem Bein war, habe ich erneut gemarkert und erneut Leckerchen nach hinten geworfen, bin weitergegangen, wenn der Hund am Bein war, gab es neu "Click und Leckerchen".

Ich habe das tatsächlich viel gemacht, irgendwann gab es aber eine Belohnung "und jetzt ziehen". Dann durfte der Hund eine Weile in Geschirr und Leine hängen, bis ich weiter "gespielt" habe. Das funktioniert heute noch gut, bis auf Ben gehen sie alle gut an der Leine, wobei der jetzt mit der Flexi auch nicht mehr zieht, der brauchte einfach etwas mehr Radius, denke ich.

Ich glaube, daß es generell zwei Gruppen von Hunden gibt. Die einen ziehen oft und gerne, die anderen laufen eh eher an lockerer Leine. Erstere zu trainieren, braucht viel Geduld, funktioniert aber erfahrungsgemäß tatsächlich nicht dadurch, daß man stehenbleibt, wenn die Leine sich spannt und sie sich korrigieren läßt. Ebensowenig funktionieren oft Richtungswechsel, selbst wenn man sie machen könnte, wenn man nicht auch noch vorwärtskommen will/muß. Noch weniger übrigens Leinenrucks bzw. Strafen, die Hunde begreifen einfach nie, wofür sie eigentlich gestraft werden.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Kiebitz Offline

wo der Einäugige nun endlich König ist


Beiträge: 2.026

14.07.2013 16:44
#6 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Das Signal hat Sancho eben NICHT verstanden... vielleicht hat er es sogar mißverstanden als Signal zum Ziehen? Da Du es jetzt schon länger einsetzt und der gewünschte Effekt tritt nicht ein, solltest Du die Übung neu aufbauen und ein neues Signal verwenden. Das alte ist nicht richtig verknüpft.

Du könntest Dir was überlegen, wie Du ihm das Ziehen freistellst - wie Barbara schon geschrieben hat. Das passende Signal dazu gibst Du ihm, wenn Du nicht üben willst/kannst. Eine Freundin von mir nutzt dafür den Brustring am Geschirr: darf der Hund ziehen, hängt sie die Leine vorne ein; darf er nicht und es wird trainiert, hängt sie auf dem Rücken ein. Das geht z.B. auch mit dem Wechsel zwischen Halsband und Geschirr - am Halsband wird gearbeitet, am Geschirr gezogen.
So kannst Du "Alltag" und "Training" sauber voneinander trennen.

Dein "stups" ist sicher nicht so geeignet, ihn zu führen, wenn Du Dich damit bücken mußt... Aber Du sagst ja, daß Du Sancho, wenn er frei läuft, mit der Hand an den gewünschten Ort bringst. Da hast Du ja eigentlich den Effekt, den ich meinte und könntest dasselbe machen, wenn er angeleint ist. Oder Du baust einen Kochlöffel/Fliegenklatsche als Target auf statt der Hand, dann kannst Du exakt führen und dabei aufrecht bleiben.

Beste Grüße,
Dörte mit Kiebitz, Bolle und Tippa.

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Andy Offline

pfälzischer Quartiermeister des Wirtshaus' im Spessart mit tiefblickender Schafschuberdame, die mit aller Seelenruhe keine Angst einjagt


Beiträge: 1.116

14.07.2013 22:05
#7 RE: Leinenführigkeit Zitat · Antworten

Hallo Michaela,
ich habe mit INA auch viel rumprobieren müssen. Beim "stehen bleiben" fiel sie ins Starren, bis sie dann tatsächlich etwas fand zum ausrasten. Bei "Richtungswechsel" wurde sie schnell nervös und es ging gar nichts mehr. Bis ich auf die Videos von Emily Larlham ( Kikopup/Dogmantics.com, wurde auch schon mal im Forum besprochen) gestoßen bin. Diese Methode (Click und Leckerchen neben den Fuß legen) hat enorm geholfen und ist mittlerweile ein gutes Mittel zur Entspannung, wenn etwas spannendes passiert.

Gruß
Andy mit INA



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