Sie sind noch nicht angemeldet. Klicken Sie hier und lassen Sie sich kostenlos registrieren, um weitere Rubriken zu sehen und zusätzliche Lese- und Schreibrechte zu erhalten. Impressum 
Bilder Upload
| Übersicht | Suche | Registrieren | login |
| Hundeschule | Aggressionshund | Tierschutz | Toughstuff | Lennie | Impressum/Datenschutz

Anmeldung bitte hier
Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 1.026 mal aufgerufen

Das Neueste auf einen Blick



 Behaviour (öffentlich)
Freddie Offline




Beiträge: 128

09.06.2013 21:56
Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Hallo ihr Lieben,


Ich melde mich mal wieder zu Wort und hoffe dass ihr mir Ratschläge geben könnt wie ihr in meiner Situation vorgehen würdet.
Freddie war ja schon immer nicht ganz leicht beim Thema andere Menschen,aber mittlerweile machen mir die Gassigänge echt zu schaffen.
Also speziell manche Situationen rauben mir momentan echt den letzten Nerv.

Es geht um die Situation wo ein fremder Mensch draußen mit uns in Kontakt tritt, wobei manchmal reicht schon die bloße Anwesenheit einer Person dass Freddie sich aufregt.

Es kann quasi jede Sekunde passieren dass uns hier irgendjemand nach dem Weg fragt oder dass irgendjemand mal etwas fallen lässt etc. was Freddie dann beunruhigt.
Er beginnt dann sofort "ohne" Vorwarnung sich in die Leine zu schmeißen und zu fletschen/bellen etc.

Diese Situationen in denen Freddie so reagiert passieren ca. jede Woche einmal. Manchmal öfter, manchmal seltener.
Ich bin natürlich den gesamten Gassigang immer auf den "worst case" vorbereitet und halte die Leine immer gut in der Hand dennoch ist es natürlich kein Zustand so.

Drei Hundetrainer konnten uns bei diesem Problem nicht helfen.
Wir wohnen ziemlich zentral und kommen oft mit Menschen in "Berührung" deshalb muss sich daran einfach etwas ändern. Ich weiß nicht inwiefern das überhaupt möglich ist. Neben dem Stress den wir durchgehend haben ist es für den Hund natürlich auch nicht okay und die Gefahr dass mal etwas passiert ist einfach zu groß.
Ich weiß nicht inwiefern es überhaupt möglich ist einen Hund mit solchen Bedürfnissen/Problemen etc. an einem solchen Ort (relativ Stadtnah, oft viele Menschen etc.) weiterhin halten zu können und ihm trotzdem gerecht zu werden?!

Ich bin etwas verzweifelt momentan.. :-/ Die Kommentare der Menschen sind auch immer nicht gerade aufbauen, verständlicherweise..
Ich erwarte nun natürlich keine genaue Vorgehensweise, aber vielleicht hat ja jemand eine Idee was wir als nächstes tun könnten.
Ein Umzug in eine andere Gegend ist aufgrund vom Studium etc. auch nicht so machbar..

_________________________________________________

Liebe Grüße,
Sarah und das Freddietier

Simi Offline

Ex-Besucherschreck und Zirkuspferd mit unterordentlicher Vorbildfunktion sowie glücklichem Luke, der schneller frißt als sein Schatten


Beiträge: 2.948

09.06.2013 22:08
#2 RE: Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Dein Problem kenn ich nur zu gut.
Ich fahre seit Monaten zum Gassi gehen mit dem Auto in ruhige Gegenden, wo ganz viel Platz zum ausweichen und Abstand aufbauen war. Da konnte ich gut mit Ben trainieren und alles, was ihn zum ausrasten brachte, schön clickern und Alternativverhalten aufbauen.
Erst seit kurzem trau ich mich wieder auch in Gegenden spazieren zu gehen, wo mehr los ist. Manchmal hatte ich das Gefühl, es wird nie besser, wir machen nur Rückschritte, statt Fortschritte, aber jetzt läufts👍! Und wir trainieren des Öfteren mit Barbara, ohne sie, wären wir noch lange nicht so weit.

Du brauchst nur Geduld, Zeit, Ruhe, Sicherheit und Konsequenz, und natürlich

Viele Grüsse Simone mit Luke

Monty312 Offline

Amerika-Flüchtling mit winzigem Familienzuwachs


Beiträge: 977

09.06.2013 22:13
#3 RE: Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Wird er mit Maulkorbgefuehrt? Das wuerde dir auch etwas mehr Sicherheit geben. Ansonsten kann ich dir auch nur etwas Trost spenden.

Herzliche Grüße,
Miriam mit Snoopy

Freddie Offline




Beiträge: 128

09.06.2013 22:17
#4 RE: Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Das klingt nun alles sehr negativ.
Ich will natürlich nur das beste für Freddie. Ich liebe ihn sehr und bin nur gerade einfach etwas am Ende mit den Nerven deshalb..

Alle Menschen um einen herum denken man führt eine Bestie durch die Gegen, das finde ich ganz schrecklich..
Momentan benutzen wir keinen Maulkorb.
Ich muss leider sagen dass die Phase in der wir einen Maulkorb hatten eine der schlimmsten Zeiten war.
Fast JEDER Mensch der an uns vorbeilief hat uns blöd angeguckt und irgendetwas abwertendes gesagt. Das fand ich auf Dauer wirklich unerträglich.. :-/
99% der Hunde hier sind "brave Schoßhunde".. "Solch" einen Hund ist man hier einfach nicht gewohnt.

_________________________________________________

Liebe Grüße,
Sarah und das Freddietier

Jackys girl Offline

mit König Kovu raus aus der Warteschlange auf den richtigen Augenblick


Beiträge: 7.795

09.06.2013 22:36
#5 RE: Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Clickerst du schon? Wenn nicht, fang damit an! Es lohnt sich! Hier gibt es einige Threads dazu, wie man den Clicker aufbaut. Dann kann man jeden Reiz clickern und so positiv besetzen. Es gibt hier Rezepte für kalorienarme Leckerlis.

Ist er denn gesundheitlich gecheckt worden? Können Schmerzen durch Röntgenaufnahmen ausgeschlossen werden? Ist die Schilddrüse okay?

Ich wohne auch stadtnah und mache es wie Simone. Ich fahre in Gegenden, wo ich ausweichen kann. Den Maulkorb benutze ich nur im Treppenhaus und am Hof, wo ich nicht ausweichen kann. Wenn wir dann im Feld Leute sehen weiche ich großräumig auf, gehe dann ohne Maulkorb. Es stimmt schon dass die Leute erst Recht gucken und einen ansprechen wenn der Hund einen Maulkorb hat. Wichtig ist, dass du einen Plan hast, wie du deinen Hund in solchen Situationen führen kannst, damit er nicht regeln muss.
Es gibt hier aber auch Leute (ich denke da an Sebastian) die intensiv in der Stadt trainiert haben mit Clicker.

Hast du Barbara denn schon kennen gelernt? Sie könnte euch bestimmt helfen und mit dir überlegen, was ihr anders machen könnt.

Ich denke nicht, dass du eine Bestie hast. Ein Ausraster pro Woche wo ihr täglich an mehreren Menschen vorbei geht ist nicht viel, das kann ich dir schon mal sagen. In unseren Spitzenzeiten, wo ich mit Jacky am Haus gegangen bin und nicht weg gefahren bin hat er sich täglich mehrmals aufregen müssen.

Nur Mut, es ist nicht unmöglich. Ein richtiger Trainer der dir Hilfestellungen geben kann und das Verhalten deines Hundes liest ist aber meiner Meinung nach vermutlich unerlässlich.

Es grüßt Maresa mit König Kovu und Strahlebub Jacky im Herzen

**************************************************

Es ist Zufall wer uns begegnet. Aber es ist kein Zufall bei wem wir stehen bleiben.

MonaLisa Offline

Forumsunke mit halbschottischem Migrationshintergrund


Beiträge: 3.113

09.06.2013 22:42
#6 RE: Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Ach je, lass Dich mal trösten Wir waren hier alle schon mehr oder weniger mit den Nerven am Ende. Ich selbst gehe dank dieses Forums (das -Training nicht zu vergessen) wieder gerne mit meinen Hunden raus. Wenn es mein Hund wäre, dann würde ich jetzt erst mal einen kompletten Gesundheitscheck inclusive Schilddrüsenwerte machen. Auch muss man nachschaun ob Freddi Schmerzen hat. Schmerzen können in Bereichen sein, die Frau niemals nich vermutet. Auch hier können ganz viele Fories ihre eigene Geschichte beisteuern. Gleichzeitig würde ich den Mauli wieder ganz positiv aufbauen. Das kann erstmal für Entspannung sorgen. Und wenn es irgendwie geht, nimm Deinen Hund, fahr raus wo nix los ist und führ ihn da spazieren. Wird Euch beiden gut tun. Das wird schon, erstmal ist es wichtig die Nerven zu behalten. Bleib am Ball, glaub mir es lohnt sich! Ich drück Euch die Daumen

Liebe Grüße
Hilde und ihre Rasselbande

4Pfotenbande Offline

Brillen-Rettungs-Gang


Beiträge: 1.797

09.06.2013 22:57
#7 RE: Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Ich kann Dir auch nur empfehlen mit dem Clickern anzufangen und die Spaziergänge in Reizarme Gegenden zu verlegen und wenn dies nicht möglich ist, die Gassiegänge so kurz wie möglich zu gestalten. Auch würde ich Menschen erst gar nicht so nah an meinem Hund heran kommen lassen, ihn sicher aus der für ihn bedrohliche Situation heraus führen, Notfalls Strassenseite wechseln, in andere Strasse einbiegen, hauptache dein Hund wird aus die für ihn bedrohliche Menschensituation heraus geführt.
Für Deinen Hund ist es enorm wichtig das Du ihn führst, ihn Sicherheit vermittelst, das lernst Du bei einem training mit Barbara.
Ein weiterer wichtiger Punkt, Schilddrüse checken lassen, können Schmerzen ausgeschlossen werden?

Und nun Kopf hoch ihr schafft das!

Liebe Grüße von Lena und ihren Multitumultis

"Es ist ein Jammer,dass die Dummen totsicher und die Intelligenten voller Zweifel sind".
Bertrand Russell, britischer Philosoph

"Eine der blamabelsten Angelegenheiten der menschlichen Entwicklung ist es, dass das Wort Tierschutz überhaupt geschaffen werden musste°. Theodor Heuss

guste1970 ( gelöscht )
Beiträge:

09.06.2013 23:12
#8 RE: Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Erstmal , als Nächstes: Leg dir ein dickes Fell zu. Es ist Gift, immer auf andere zu schauen und sich zu sagen, wie toll ihre Hunde das machen. Freddie ist wie er ist und das du ihm ne Chance gibt, ein Zuhause, ist eine menschliche Leistung, die bei weitem nicht jeder bereit ist zu machen. Und das ist toll.

Gesundheitliches abzuklären wurde schon gesagt, für mehr Sicherheit, für dich selbst, dass gassigehen nicht mehr zum Alptraum wird, würde ich dir auch ein Hexentraining empfehlen. Einfach weil ich diese Erfahrung auch habe. Ich bin schon jeden Morgen mit Bauchschmerzen aufgestanden, habe mich dem gestellt aber irgendwann musste es ja auch mal aufwärts gehen. Und das tat es, weil die eigentlich MIR beibringt, wie ICH meinen Hund lese, wie ICH reagieren, ääääh, ne agieren kann und muß. Und auch WARUM es logischer Weise so funktioniert, was es dann auch tut.

Verliere nicht den Mut, schildere doch mal solche Situationen genau, so etwas allgemein gibt es leider keine Lösung. Die liegt meistens tiefer.

Freddie Offline




Beiträge: 128

09.06.2013 23:19
#9 RE: Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Ihr seid so lieb. Bin gerade wieder total positiv nur durch eure Zusprüche. :)
Ich werde nun in Zukunft erstmal rausfahren zum Gassi.
Die Schilddrüse werden wir untersuchen lassen. Das wurde sie bisher noch nicht.

_________________________________________________

Liebe Grüße,
Sarah und das Freddietier

Alice Offline

mit dem Speedy Gonzales unter den engelsgleichen Hundemännern, der sogar alte schwarze Herren becirct


Beiträge: 547

10.06.2013 08:25
#10 RE: Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Auch ich kenne das nur zu gut...

Wir wohnen ebenfalls sehr zentral, sodass immer irgendwo Menschen anzutreffen sind. Ich hab zunächst einfach "alternative Wege" zu etwas ruhigeren Tageszeiten gewählt und die Spaziergänge deutlich verkürzt.Seit ca. einer Woche clickere ich wieder konsequent und mittlerweile sind Menschen auf Distanz wieder ok. Ich gehe auch mit einem Maulkorb raus, weil mir das auch mehr Sicherheit gibt, dadurch bin ich ruhiger und das überträgt sich auch auf den Hund (das merkt man deutlich.

Was mir auch geholfen hat ist folgendes: Mein Freund ist immer wenn er konnte mitgekommen, so konnte ich mich NUR auf den Hund konzentrieren und beobachten wie er auf verschiedene Situationen reagiert und mein Freund hat dann die Umgebung gesichert, so sind wir gar nicht erst die Gefahr eingegangen, dass jemand uns zu nahe kommt.

Ansonsten Stress "abschütteln" (so wie unsere Hunde) und nach vorne schauen!

Ich wünsche dir viel Geduld, Kraft und gutes Gelingen!

Liebe Grüße von Viktoria und Ole


„Wenn ich Märchen gelesen habe, habe ich immer gedacht, so etwas käme nie vor, nun bin ich mitten drin in einem!“ (Lewis Carroll, aus "Alice im Wunderland")

Skip ( gelöscht )
Beiträge:

10.06.2013 08:40
#11 RE: Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Ich kann mich den anderen nur anschließen!

Bei einem Ausraster die Woche sehe ich verdammt gut Erfolgschancen, wenn Du Dir das Klickern und die richtige Führung vernünftig zeigen lässt (ich würde an Deiner Stelle auch mal Barbara kontaktieren), daß ihr bald wieder viel entspannter durchs Leben gehen könnt. Wir hatten früher bei JEDEM Menschenkontakt, ja bei jeder SICHTUNG schon Ausraster! Die Zeiten sidn zum Glück vorbei. Fasse neuen Mut und geh es neu an.

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

10.06.2013 09:15
#12 RE: Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Na, das wird schon! Lumpi ging auch alles an, Menschen, auch Kinder, Radfahrer, Jogger, einfach alles. Auch auf der anderen Straßenseite. Leute, die mit uns sprechen sind heute noch etwas schwieriger, aber mit C&B kann Lumpi heute absitzen und ruhig bleiben. Möglich, dass Dein Bub immer "Anleitung" braucht. Aber das geht ihm und Dir in Fleisch und Blut über und dann habt ihr ein entspanntes Miteinander.

Fahr ruhig raus, da könnt ihr Beide abschalten und Euch genießen. Nutze diese Spaziergänge für wichtige Übungen mit viel Spaß! Ein Kehrt-,Signal, Sitz usw. und belohne freiwillige Blickkontakte und Kontaktaufnahmen.

Auch wenn man ab und zu verzweifelt, wenn es manchmal Rückschläge gibt, das ist machbar. Ich kann es Dir aus eigener Erfahrung sagen. Dazu ist aber wirklich wuchtig, dass Du ihn aus dem Stress herausnimmst und die Straßensituation sehr dosiert und mit voller Konzentration übst. Dann wird das ganz sicher!

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
__________________________________________________________________________

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

DonQuijote Offline

lauter und auffälliger Prinz ganz ohne Esel, aber gegen viele Windmühlen kämpfend


Beiträge: 2.582

10.06.2013 21:34
#13 RE: Gassigehen wird zum Alptraum Zitat · Antworten

Ich kann sehr gut nachvollziehen, was du durchmachst. Ich hatte mit Sancho auch so eine Phase, als wir noch im Hochhaus wohnten. Zum Schluss hat Sancho fast jeden Menschen, der da unerwartet ums Eck oder aus dem Aufzug kam, angepöbelt. Sehr unangenehm. Die Kommentare kenne ich auch. Bei uns hat nur noch der Umzug geholfen, aber das war auch eine Extremsituation, die sich immer weiter hochschaukelte. Clickern hat uns auch sehr geholfen.

Aber das hier

Zitat von Freddie im Beitrag #4

99% der Hunde hier sind "brave Schoßhunde".. "Solch" einen Hund ist man hier einfach nicht gewohnt.


ist glaub ich ein bisschen selektive Wahrnehmung. Bei uns im Haus wohnten jedenfalls nicht nur Tutnixe. Es gab einige Hunde im Haus, die zurückpöbelten.
Ich denke, die meisten Menschen verstecken sich mit einem Pöbelhund, geben ihn ab oder bringen ihn mit aversiven Methoden zum schweigen.
Die Scham ist schlimm, bringt dich aber nicht weiter. Da musst du dir wirklich ein dickes Fell zulegen. Es wird auch erstmal nicht besser, wenn die Menschen dann sehen, dass du deinen pöbelnden Hund auch noch belohnst.



Liebe Grüße
Michaela mit kleinem, wilden Fleckenhund Sancho

 Sprung