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23.03.2013 21:07
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Sobald ich mit Hund das Haus verlasse, habe ich einen Klicker dabei, bzw. an der Hand. Wenn ich in der Mittagspause Gassi gehe (10min) dann markere ich auch oft mit Stimme. Panisch werde ich ohne Klicker nicht mehr (hatte ich zu Beginn unserer Klickerkarriere). Solange Hannah MANCHe Menschen seltsam findet, würde ich erstmal eine ganze Zeit ALLE menschen klickern oder zumindest irgendwie positiv belegen.

Zitat
Zitat von baraloki im Beitrag #10Aber mit jedem Lesen scheint es mir in sich unlogischer. Diese Leute fallen ihr auf. Tust Du nicht dergleichen, wird sie sich eher "fragen": Merkt die Mama denn nichts? Und noch unsicherer werden. Vielleicht genügt ja bei ihr mit der Stimme freundlich-ruhige Stimmung zu vermitteln. (...) Bist Du sicher, dass sie damit nicht beschwichtigt? Und Hanna ist auch kein Hund, soweit ich sie kenne wohlgemerkt, die einfach aus Spinnerei gelegentlich motzt.


Genau so sehe ich das auch. Der Hund kann nichts lernen, wenn Du "nebenbei" etwas tust. Hanna hat einen Grund für ihr Verhalten. Diesen Grund mußt Du erkennen und Dich dementsprechend (schützend) verhalten. Das Schlimmste, was Du tun kannst, ist das Verhalten und den Grund dafür einfach zu ignorieren, weil DU meinst, der Reiz, auf den sie reagiert, ist ja nicht schlimm. SIE sieht das halt anders, und damit solltest Du sinnvoll umgehen.



Ignorieren vermittelt ihr auf jeden Fall nicht, daß die Menschen ok sind, sondern nur, daß Du anscheinend nicht merkst, was nicht mit denen stimmt.;)

missmexx

bringt Hollywood territorial begrenzt auf brandenburgische Hundeplätze

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23.03.2013 22:44
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Wahrscheinlich habe ich mich nicht vernüftig ausgedrückt, denn

Zitat von Elektra im Beitrag #11
Der Hund kann nichts lernen, wenn Du "nebenbei" etwas tust. Hanna hat einen Grund für ihr Verhalten. Diesen Grund mußt Du erkennen und Dich dementsprechend (schützend) verhalten. Das Schlimmste, was Du tun kannst, ist das Verhalten und den Grund dafür einfach zu ignorieren, weil DU meinst, der Reiz, auf den sie reagiert, ist ja nicht schlimm. SIE sieht das halt anders, und damit solltest Du sinnvoll umgehen.


noch mal: Ich habe oder werde ihr Verhalten nicht ignorieren, dahingehend, dass ich nichts tue und sie machen lasse. Sie wird schon einen Grund haben, auch wenn der mir nicht klar ist. Deswegen spiele ich aber nicht runter oder tue ihn ab. Die Idee war, sie mit MK laufen zu lassen, da sie damit -warum auch immer-scheinbar anders drauf ist. Die Erfahrung nehme ich aus dem Büro. Ob das für draußen übertragbar ist, weiß ich nicht bzw. weiß ich seit heute, dass das scheinbar nicht funktioniert.

Zitat von DonQuijote im Beitrag #15
Ich finde es etwas bedenklich, wenn dann eben einfach ein Maulkorb draufgetan wird, damit nichts passiert, das Problem des Hundes aber nicht gelöst wird.

Und ich finde es etwas bedenklich, wenn man was schreibt, ohne gründlich gelesen zu haben. Aber wie gesagt, vielleicht habe ich mich auch falsch ausgedrückt. Jedenfalls ärgere ich mich über diese Aussage. Ich setze Hanna nicht einfach den MK auf und gut ist. Es war eine Idee und dahinter eine Frage.
Zitat von DonQuijote im Beitrag #15
Mir leuchtet dennoch nicht ganz ein, warum man etwas, das doch erprobterweise erfolgsversprechend ist, ablehnt.

Ich lehne den Clicker keineswegs ab, ganz im Gegenteil arbeite ich ja selbst mit ihm.

Zitat von Skip im Beitrag #16
Solange Hannah MANCHe Menschen seltsam findet, würde ich erstmal eine ganze Zeit ALLE menschen klickern oder zumindest irgendwie positiv belegen.

Ja, das werde ich dann ab sofort tun bzw. habe ich es heute schon getan. Ist ja nicht so, dass ich ihn nicht meistens dabei habe. Er nervt mich auch nicht oder ist lästig.

Und nachdem mein Projekt Maulkorb heute kläglich gescheitert ist, werde ich sie wie gehabt VORHER ranrufen, sitzen oder Fuß/rechts laufen lassen oder anleinen. Und dann den Clicker ins Spiel bringen.

Das "blöde" ist, dass sie, wenn sie neben mir oder an der Leine ist, diese Aggression gar nicht zeigt. Null. Also nicht falsch verstehen, das ist natürlich erst einmal gut. Sehr gut sogar! Aber so kann ich an ihrem eigentlichen Problem wenn sie offline "unkontrolliert" Menschen begegnet, nicht gezielt arbeiten.
Bleibt zu hoffen, dass sich durch das Clickertraining das Problem mit der Zeit langsam erledigt.

Zitat von baraloki im Beitrag #10
Du siehst, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie sich mit Mauli wirklich sicherer und gelassen fühlt. Bist Du sicher, dass sie damit nicht beschwichtigt?

Das finde ich einen sehr interessanten Gedankenansatz. Das könnte eine Erklärung für ihr so anderes Verhalten sein, wenn sie ihn auf hat.

Liebe Grüße,
Heike & das Mausepaul


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baraloki



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24.03.2013 00:19
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Zitat
Aber so kann ich an ihrem eigentlichen Problem wenn sie offline "unkontrolliert" Menschen begegnet, nicht gezielt arbeiten.

Da fällt mir ein, dass Du an der Schlepp zugleich die Entfernung zu Dir gewähren kannst und Einfluss nehmen kannst. Das würde allerdings heissen, dass Du erstmal FEhlschläge riskierst, damit Du evtl. beobachten kannst, wann Du was tun musst. DAmit lernt Hanna wieder erst Mal mehr von dem Falschen. Und das überzeugt mich selber nicht ganz.

Ich denke, wenn Du Hanna einige Zeit konsequent auf Dich mit viel bestätigung rückorientierst angesichts von Leuten, übernimmt sie das schnell als hilfreiche Strategie für sich und schaut Dich bald immer an, wenn Leute kommen.

Allerdings muss ich zugeben, dass ich selber genau diese Strategie eben nicht konsequent hinkrieg. Das mag mit der Grosstadt zusammen hängen. Wenn jede Minute ein Reiz kommt und jeder so viel wie möglich geklickert wird, dann wird selbst der Klicker zu einer Geräuschkulisse von vielen. Ausserdem krieg ich das weder vom Händling noch von der Konzentration her hin.

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Herzlichst, Bara mit Forumself Loki [url=http://www.smilies.4-user.de][img]http://www.smilies.4-user.de/include/Tiere/smilie_tier_118.gif[/img][/url]

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Mark Twain[/small]

Kafrauke

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24.03.2013 06:38
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Ich vermute einfach mal,dass du mit Maulkorb viel sicherer wirkst.
Da sie in deiner Nähe ruhig ist,scheint sie ja schon vertrauen zu dir zu haben,was sehr schön ist.
Vielleicht müsstest du dir bewusst werden,inwiefern du dich anders verhältst ,wenn sie "bekorbt" ist.



Wenn ich -grundsätzlich- aversiv mit meinem Hund trainiere, dann macht das auch was mit mir - und nichts was auf OMMMM endet.


Ines mit Yuri, Freddy und Ursula sowie Lukas im Herzen

missmexx

bringt Hollywood territorial begrenzt auf brandenburgische Hundeplätze

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24.03.2013 20:24
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Zitat von baraloki im Beitrag #18

Zitat
Aber so kann ich an ihrem eigentlichen Problem wenn sie offline "unkontrolliert" Menschen begegnet, nicht gezielt arbeiten.
Da fällt mir ein, dass Du an der Schlepp zugleich die Entfernung zu Dir gewähren kannst und Einfluss nehmen kannst. Das würde allerdings heissen, dass Du erstmal FEhlschläge riskierst, damit Du evtl. beobachten kannst, wann Du was tun musst. DAmit lernt Hanna wieder erst Mal mehr von dem Falschen. Und das überzeugt mich selber nicht ganz.


Nein, für den Moment halte ich das auch keine Lösung, längerfristig aber durchaus. Wenn ich eine ganze Weile clickernd durch die Weltgeschichte gegangen bin und das Gefühl habe, es tut sich was bei Hanna, dann werde ich es probieren. Ich kann sie dann mittels der Schleppe Stück für Stück weiter von mir weg lassen und hoffen, dass das Clickern was gebracht hat.

Das finde ich durchaus praktikabel. Danke!

Zitat von Kafrauke im Beitrag #19
Ich vermute einfach mal,dass du mit Maulkorb viel sicherer wirkst.
Da sie in deiner Nähe ruhig ist,scheint sie ja schon vertrauen zu dir zu haben,was sehr schön ist.
Vielleicht müsstest du dir bewusst werden,inwiefern du dich anders verhältst ,wenn sie "bekorbt" ist.

Da dürfest du Recht haben. Wie genau ich mich anders bewege, weiß ich natürlich nicht. Aber vermutlich ist es eine Mischung aus Angst und Vorsicht. Und auch, wenn ich mir einbilde, dass das mein Hund nicht merken kann - sie wird es doch tun.

Inzwischen stehe ich vielen Situationen nicht mehr völlig hilflos gegenüber, sondern reagiere ruhiger und sicherer, aber eine Restunsicherheit ist noch immer da. Und die muss ich, wenn Hanna den MK trägt, natürlich nicht haben.

Liebe Grüße,
Heike & das Mausepaul


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guste1970

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24.03.2013 22:22
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Zitat
Ich kann sie dann mittels der Schleppe Stück für Stück weiter von mir weg lassen und hoffen, dass das Clickern was gebracht hat.


Das hört sich doch nach einem guten Plan an. Nur das du nicht HOFFEN sollst, dass dir das Clickern was bringt.
Sondern glauben.

Merle würde erstmal alle fremden Menschen verbellen, drum brauchte ich mich nie fragen, wieso sie den einen verbellt und andere unbehelligt läßt. Ich mußte und muss alle Menschen beclickern, der Clicker ist da unglaublich hilfreich.
Ziel ist, dass sich Merle irgendwann nur an mir orientiert und nicht mehr das nach vorn gehen als Lösung ansieht. Der Clicker ist da sehr neutral, zusätzlich arbeite ich aber oft mit Signalwörtern.
So ist das "Hier" und das "weiter" schon sehr sicher und wichtig, da sie es gut befolgt. Doch wird es mit dem Clicker immer wieder gut aufgeladen und positiv bestärkt.

Beispiel, wenn wir eine Katze sehen. Auf die Entfernung clickere ich sie und mache gute Laune, verhindere, dass Merle da schon ins fixieren kommt. Sind wir dicht dran nehme ich sie ins Signal mit "weiter", was halt auch bedeutet, wir gehen zügig weiter, was natürlich belohnt wird.
Also der Clicker macht positive Stimmung und das Signal bedeutet, ein Alternativverhalten. Nur gute Stimmung machen zu wollen reicht nicht immer aus. Gleichzeitig nehme ich sie ins Signal und belohne sie fürstlich dafür.

Wenn Hanna also lernt, aha, immer wenn ein Mensch kommt, gehe ich zu Frauchen und die ist dann sowieso viel interessanter, dann hast du dein Ziel erreicht.
Klingt einfach, ist es nicht, aber machbar ist es schon. Und da Hunde so uns soviel tausend Wiederholungen brauchen, ist der Clicker schon meine automatische Handverlängerung.
Der Maulkorb ist für mich eine Absicherung, lieber ist mir aber schon, ohne trainieren zu können. Was ich in Berlin definitiv nicht könnte, hier aber schon.
Aber du hast ja schon geschrieben, dass es nicht geklappt hat. Was ist passiert?

LG Silke & Merle
Die mit der Merle geht...

missmexx

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24.03.2013 23:03
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Zitat von guste1970 im Beitrag #21
Ziel ist, dass sich Merle irgendwann nur an mir orientiert und nicht mehr das nach vorn gehen als Lösung ansieht. Beispiel, wenn wir eine Katze sehen. Auf die Entfernung clickere ich sie und mache gute Laune, verhindere, dass Merle da schon ins fixieren kommt. Sind wir dicht dran nehme ich sie ins Signal mit "weiter", was halt auch bedeutet, wir gehen zügig weiter, was natürlich belohnt wird.

Das Problem ist, dass Hanna völlig unvermittelt (also scheinbar für mich) "angreift". Sie fixiert nicht oder ist steif oder was auch immer. Sie läuft ihres Weges, uns kommt jemand entgegen, sie schnuffelt des Wegs, läuft fröhlich und ist der Mensch auf ihrer Höhe, bellt sie los. Manchmal. Und meistens läuft sie einfach weiter. Aber wie gesagt, ich kann da kein Muster erkennen.
Zitat von guste1970 im Beitrag #21
Also der Clicker macht positive Stimmung und das Signal bedeutet, ein Alternativverhalten. Nur gute Stimmung machen zu wollen reicht nicht immer aus. Gleichzeitig nehme ich sie ins Signal und belohne sie fürstlich dafür.


Wir clickern jetzt auch mal alles bei Sichtung, was zwei Beine hat. Ich lasse sie dann so lange weiter laufen, bis Mensch langsam in die "gefährliche" Zone kommt. Dann rufe ich sie ran und biete ein Alternativverhalten an. Da sie wirklich zuverlässig hört, kann ich das so machen. Dann clickere ich weiter Menschen bis sie vorbei sind und dann darf sie wieder los.
(Das geht natürlich nur, wenn wenig Menschen unterwegs sind - ansonsten ist sie an der Leine.)

Zitat von guste1970 im Beitrag #21
Aber du hast ja schon geschrieben, dass es nicht geklappt hat. Was ist passiert?

Uns kam ein Mann entgegen. Den hat Hanna auch gesehen, der stand also nicht plötzlich vor uns. Als er auf Hannas Höhe war - ca. 2 Meter vor mir - wollte sie seine Hand anstupsen. Ein kurzes "Eh" und sie lief weiter. Da waren meine Alarmglocken schon an.

Wenige Zeit später kam der Nächste. Den blöckte sie gleich an und machte Anstalten, wieder auf die Hand zu gehen. Sie ließ sich auch hier sofort abrufen, aber mir reichte das.

Wenn sie bisher Situationen hatte, ohne Mauli Menschen anzublöken, dann bellte sie "nur" und versuchte eventuell, an die Füße zu gehen. Hände sind neu. Das ist mir zu heikel für weitere Versuche, auch wenn mit Mauli nichts passieren kann.

Ich setze jetzt auf den Clicker und werde dann später die Schlepp zum Einsatz bringen.

Zitat von guste1970 im Beitrag #21
Nur das du nicht HOFFEN sollst, dass dir das Clickern was bringt.
Sondern glauben.


Ja, ich glaube, ich glaube, ich glaube. Nein, mal im Ernst: Ich sollte es wissen. :-)

Liebe Grüße,
Heike & das Mausepaul


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guste1970

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24.03.2013 23:19
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Zitat
Ja, ich glaube, ich glaube, ich glaube. Nein, mal im Ernst: Ich sollte es wissen. :-)



Zitat
Wir clickern jetzt auch mal alles bei Sichtung, was zwei Beine hat. Ich lasse sie dann so lange weiter laufen, bis Mensch langsam in die "gefährliche" Zone kommt. Dann rufe ich sie ran und biete ein Alternativverhalten an. Da sie wirklich zuverlässig hört, kann ich das so machen. Dann clickere ich weiter Menschen bis sie vorbei sind und dann darf sie wieder los.
(Das geht natürlich nur, wenn wenig Menschen unterwegs sind - ansonsten ist sie an der Leine.)


Genau so würde ich es weiter machen. Nach ein paar tausend mal kommt sie dann schon von allein zu dir. Aber dann hat sie zuverlässig gelernt, dass sie ALLE Menschen zumindest ignorieren kann.

Heike, was wäre ich froh, wenn Merle dieses Verhalten anbieten würde. Und ich kenne hier noch ein paar, denen es genauso geht. Ohne Leine geht da noch nix, das wäre zu gefährlich.
Doch wenn Hanna zuverlässig zu dir kommt, dann trainiere es genau so weiter. Und bei zu vielen Menschen..., nimm sie einfach an die Leine. Du hast da super gute Vorraussetzungen, ruf sie immer zu dir, wenn jemand auftaucht. Hat du einen schlechten Überblick, ruf sie auch zu dir ran.
Merle darf nur in einsamen Gebieten mit sehr weitem Überblick von der Leine. Hanna hat da wesentlich mehr Freiheit und du kannst sie auch super mit erneuter Freigabe belohnen. Besser gehts doch kaum?

LG Silke & Merle
Die mit der Merle geht...

baraloki



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25.03.2013 00:40
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Zitat
Sie läuft ihres Weges, uns kommt jemand entgegen, sie schnuffelt des Wegs, läuft fröhlich und ist der Mensch auf ihrer Höhe, bellt sie los. Manchmal. Und meistens läuft sie einfach weiter. Aber wie gesagt, ich kann da kein Muster erkennen.

So kenne ich das von Loki. Allerdings an der Leine. Nur das der wahlweise Leute, Radler, Autos, Strassenbahnen etc. anfallen möchte. Allerdings zG selten. Manchmal hab ich einen Instinkt dafür, aber die Schnelligkeit in der Loki aus desinteressiertem Schnüffeln o.ä. dann los will erlaubt kaum noch ne Reaktion. Selbst wenn ich berücksichtige, dass es sich bei dem Schnüffeln schon um beschwichtigen handeln könnte(!), ich weiss es halt vorher nicht und schnüffeln ist sein Normalzustand an der Leine.

Was ich verstärkt zu beobachen versuche ist: Wenn Loki zB eine Hundebegegnung bravourös gemeistert hat oder ausgiebig Mäuse gebuddelt hat kann ich nicht denken, dass er nun ausgeglichen ist. Statt dessen versuche ich mir zu merken, dass er am nächst folgenden Reiz seinen Stress abreagiert. Ich rechne also damit und mache dann was fröhliches mit Abstand oder einfach vorbeiklickern. Dafür bringe ich aber nur tw. die Aufmerksamkeit auf. Da muss ich noch viel üben.

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Tante_Haha

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25.03.2013 10:42
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Zitat
Das "blöde" ist, dass sie, wenn sie neben mir oder an der Leine ist, diese Aggression gar nicht zeigt. Null. Also nicht falsch verstehen, das ist natürlich erst einmal gut. Sehr gut sogar! Aber so kann ich an ihrem eigentlichen Problem wenn sie offline"unkontrolliert" Menschen begegnet, nicht gezielt arbeiten. Bleibt zu hoffen,dass sich durch das Clickertraining das Problem mit der Zeit langsam erledigt.


Das ist etwas falsch gedacht, insbesondere wenn es um Gegenkonditionierung geht. Nur weil sie bei Dir oder an der Leine das aggressive VERHALTEN nicht zeigt, heisst ja nicht dass der Mensch ihr weniger verdächtig vorkommt. Sie muss nur nicht selber regeln, weil sie bei Dir in Sicherheit ist. Trotzdem hat das Clickern einer jeden Menschensichting den Effekt der positiven Belegung des Anblicks eines Reizauslösers. Dabei kommt es nicht darauf an wie nah oder weit sie von Dir weg ist.
Wenn der Hund ein Aggressionsproblem mit anderen Hunden hat, machen wir das doch auch nicht anders. Wir Üben in einer Entfernung, die für den Hund so ok ist, dass er keine Aggression zeigen muss. Da könnte man ja auch sagen: da zeigt er das Verhalten nicht, also kann ich nicht am Problem arbeiten, dass er ausrastet, wenn wir näher sind.
Ziel ist es den Anblick sehr positiv zu belegen und das funktioniert ohnehin am Besten wenn Hund und Halter entspannt sind und nah beieinander.

Viele liebe Grüße
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Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

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25.03.2013 10:53
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Das war mir noch Mal wichtig. Ich neige wider besseres Wissen immer mal wieder dazu, zu sparsam zu klickern. Ein Grund sind halt die Unmengen Futter, die ich dabei in Loki stopfe. Ständig eine Schere im Kopf.

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25.03.2013 22:53
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Zitat von baraloki im Beitrag #24
Selbst wenn ich berücksichtige, dass es sich bei dem Schnüffeln schon um beschwichtigen handeln könnte(!), ich weiss es halt vorher nicht und schnüffeln ist sein Normalzustand an der Leine.

Ich finde den Beschwichtigungsgedanken ziemlich interessant. Nur weiß ich nicht, ob er auch draußen stattfindet. Kann natürlich grundsätzlich sein, aber mir leuchtet nicht ein, warum? Denn rumgeschnüffelt wird irgendwie immer: Sowohl bei menschenleerem Gebiet als auch bei gegenteiligem. In geschlossenen Räumen kann ich Hannas Stress oder Unsicherheit gut am Schnüffeln festmachen. Sie schaut im Büro z.B. übermäßig oft in die Papierkörbe, dann wieder mich an, dann wieder in die Papierkörbe - da weiß ich dann schon Bescheid.

Zitat von baraloki im Beitrag #24
Was ich verstärkt zu beobachen versuche ist: Wenn Loki zB eine Hundebegegnung bravourös gemeistert hat oder ausgiebig Mäuse gebuddelt hat kann ich nicht denken, dass er nun ausgeglichen ist. Statt dessen versuche ich mir zu merken, dass er am nächst folgenden Reiz seinen Stress abreagiert. Ich rechne also damit und mache dann was fröhliches mit Abstand oder einfach vorbeiklickern. Dafür bringe ich aber nur tw. die Aufmerksamkeit auf. Da muss ich noch viel üben.

Ich auch.
Wir mussten z.B. vorgestern an unserem Zaunhund vorbei. Hat man in der Stadt ja nicht so häufig, wir haben aber einen DSH auf einem unserer Wege. Der wurde wie immer standesgemäß angeblafft und die Frau, die auf gleicher Höhe war, wechselte die Straßenseite. Hanna hinterher. Ich konnte sie sofort abrufen, die Frau hats nicht mal gemerkt, aber dennoch. Da war gut zu erkennen, dass Mausepaul ihren Stress umlagerte.

Nach Hundebegegnungen, die Hanna doof findet bzw. die ihr unheimlich sind, aber dennoch gut gemeistert wurden, ist sie hinterher immer tierisch fröhlich. Ich hoffe, das ist nicht zu menschlich gedacht. Ich habe wirklich das Gefühl, sie freut sich wie Bolle, dass sie gut da durchgekommen ist. Wir machen dann immer eine kleine Party und hier habe ich nie das Gefühl, dass sie HINTERHER Stress abbauen muss. Und wenn doch, dann zeigt sie es in einer besonders liebevollen Art und Weise.

@Frau T. Danke, das war noch mal ein guter Hinweis und leuchtet ein. (Auch wenn du eigentlich lieber urlauben sollst, als hier zu schreiben.! )Ich hatte ja beim Clicker immer ein bisschen das Gefühl, vom eigentlichen Problem ABZULENKEN. Aber ich stelle fest, dem ist gar nicht so. Denn
Zitat von baraloki im Beitrag #26
Ich neige wider besseres Wissen immer mal wieder dazu, zu sparsam zu klickern. Ein Grund sind halt die Unmengen Futter, die ich dabei in Loki stopfe. Ständig eine Schere im Kopf.

das tat ich die letzten zwei Tage nicht (keine Clickersalven, aber so alle Sekunde ein Click) und stelle fest, dass Hanna den Clicker sehr wohl wahrnimmt, aber nicht gleich angelaufen kommt, um das Lecker abzuholen. Sie schaut schon nach wie vor zum Objekt (Mensch oder Hund), kommt aber dann früher oder später doch zu mir. Wir sprechen da über Sekunden. SO gefällt mir das. Mausepaul nimmt die Situation sehr wohl auf und an, entscheidet sich dann aber für mich.

Bara, sind es tatsächlich Unmengen an Futter? Ich schnippel die Geflügelwurst so elend klein, dass es eigentlich kein Anreiz sein kann, das Ministück zu bekommen. Hanna gibt sich damit aber zufrieden. Aus einer Scheibe mit 4cm Durchmesser und 0,5cm Dicke schnipple ich ca. 20 Lecker. Damit kommen wir schon ein ganzes Stück. Und Loki, dieses Leichtgewicht kann das doch ab, oder?

Liebe Grüße,
Heike & das Mausepaul


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baraloki



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25.03.2013 23:58
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Zitat
Ich habe wirklich das Gefühl, sie freut sich wie Bolle, dass sie gut da durchgekommen ist. Wir machen dann immer eine kleine Party und hier habe ich nie das Gefühl, dass sie HINTERHER Stress abbauen muss.

Stimmt, mit dem Kaspern baut sie zugleich sehr fröhlich ihren Stress ab.
flight - freeze - fight - fiddle around (rumalbern zu gut deutsch) sind die vier Stressreaktionen.

Zitat
Bara, sind es tatsächlich Unmengen an Futter?

Sind es. Loki ist nur mäßig an Futter interessiert. Soll es ihn also überhaupt stimmulieren, kann ich mir erbsengroße Stücke schenken. (Wie das bei Senta wunderbar gefunzt hat. Von ihr kenne ich, dass es mehr das Symbol der Belohnung war, was sie animieren konnte) Die merkt er gar nicht oder läßt sie einfach fallen. Ich kann auch nur bei unwichtigen Sachen nur ein Leckerli nehmen, oft sind es mehrere hintereinander. Und wenn es wirklich wichtig ist muss es jedes mal die Größenordnung von einer Viertel Alukatze haben, damit Herr Elf sich ausreichend überzeugen lässt.

So brauche ich tgl. etwa einen 500g-Joghurtbecher voll Leckerli-Mischung und dazu mid. so viel wie eine halbe Alukatze Superbelohnung. Natürlich wirkt das nur bei ausreichend Abwechslung. Sobald er weiss, dass es wieder Bockwurst gibt, überlegt er, ob sich dafür das kommen lohnt, oder ob er nicht das nächste Angebot abwartet. Ich schwöre, das ist nicht übertrieben.

Zitat
dieses Leichtgewicht kann das doch ab, oder?

Also von wegen. Er hat seit einem Jahr zwei Kilo zu viel, die ich nicht runter kriege aus besagten Gründen.

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Herzlichst, Bara mit Forumself Loki [url=http://www.smilies.4-user.de][img]http://www.smilies.4-user.de/include/Tiere/smilie_tier_118.gif[/img][/url]

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Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.719



26.03.2013 01:11
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Bara, das sind keine Streßreaktionen, sondern schlicht die möglichen Verhaltensstrategien, die einem Hund/Säugetier generell zur Verfügung stehen.

Heike, Beschwichtigung, genauer und richtiger, Übersprungs- bzw. Konfliktverhalten findet drinnen und draußen statt. Und zwar immer dann, wenn ein Hund sich nicht klar für eine Verhaltensstrategie entscheiden kann bzw. ihm/eine oder mehrere Strategien unmöglich gemacht wurden.

Beispiel: Leine hindert an der Strategie Flucht, Hund tänzelt vor und zurück, zeigt sich scheinbar widersprechende Körpersignale.

Beispiel 2: Hund fühlt sich bedroht/hat Angst, geht mangels Alternativen (Mensch verhindert, Hund hat Strategie verlernt o.ä.) in die Aggression, wird dafür bestraft. Hund hat Hemmung, Bezugsmenschen zu beißen, würde/müßte aufgrund der aversiven Einwirkung aber eigentlich genau das tun. Hund schnappt in die Luft oder Leine oder heftiger in Richtung anderer Hund oder -im worst case- nach einem gerade auftauchenden Fußgänger/Jogger/Radfahrer o.ä..

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Ritter Parcifal und Prince Maddox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

baraloki



Beiträge: 7.411



26.03.2013 11:30
RE: Gegen das Anbellen - der Maulkorb als Hilfe? Zitat ·antworten

Zitat
Bara, das sind keine Streßreaktionen,

Und ich fand mich grade mal sooo schlau. Danke für die Korrektur.

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