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Dieses Thema hat 34 Antworten
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 Behaviour (öffentlich)
Seiten 1 | 2 | 3
Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

18.05.2008 00:38
#16 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten


In Antwort auf:
Ich finde es oft einfach erstaunlich, wie schnell das dann geht - 1 Stunde Spaziergang - und mein Oha meint "alles meins"??? Bzw. mit Einschränkung: Es bezieht sich ja nur auf die "unsicheren Kandidaten"...

Da zweifle ich dann fast an dem territorialen Hintergrund. Vielleicht hat es nur damit zu tun, dass sie anfangs selbst unsicher ist und mit der Zeit einfach an Selbstbewustsein gewinnt? Und es mit echtem Territorialverhalten gar nix zu tun hat? Oder würdet ihr das als Überschneidungen beurteilen...


Hm. Wenn ihr eine Stunde lang im selben Gebiet herumlauft, könnte es schon sein, dass sie dieses Gebiet als "ihres" betrachtet, ja. Beim Oh reicht es, stehenzubleiben, damit er ein Gebiet als "seins" sieht. Gewinnen wird sie vermutlich weniger an Selbstbewusstsein, eher an Sicherheit, möcht ich meinen. Aber kann schon sein, dass sich da was "überschneidet". Und wegen der unsicheren Hunde ... sie ist ja nicht doof. Und auf einen Ernstkampf gar nicht aus. Vielmehr geht es doch darum, das eigene Ego ein wenig aufzupolieren am anderen Hund, oder?

Hatte sie eigentlich als Welpe und Junghund eher Kontakt zu ihrer Altersgruppe oder mehr mit erwachsenen Hunden zu tun?

Lionne Offline

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz


Beiträge: 239

18.05.2008 12:59
#17 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten
In Antwort auf:
Vielmehr geht es doch darum, das eigene Ego ein wenig aufzupolieren am anderen Hund, oder?
Jup, das triffts . Die kleine Mistmade

In Antwort auf:
Hatte sie eigentlich als Welpe und Junghund eher Kontakt zu ihrer Altersgruppe oder mehr mit erwachsenen Hunden zu tun?

Hmmm. Ich denke, beides - aber mehr Erwachsene/1-2 Jährige.

Ich glaube, ich habe auch den Fehler gemacht, ihr nie zu helfen, sie immer im "Spiel" drinzulassen, auch wenn es mir mulmig war. Oft waren es mehrere Hunde, und sie im "Rollenspiel" immmer das Opfer - schon im Übergang zum Mobbing. Damals dachte ich, sie muss lernen, klar zu kommen :(.... Und da sie immer wieder mitgemacht hat, dachte ich mir: Wird dann schon ok für sie sein. Heute ärgere ich mich darüber. Andererseits hätte ich sie vielleicht durch häufigeres Eingreifen noch unsicherer gemacht?
Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

18.05.2008 13:28
#18 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten


In Antwort auf:

Ich glaube, ich habe auch den Fehler gemacht, ihr nie zu helfen, sie immer im "Spiel" drinzulassen, auch wenn es mir mulmig war. Oft waren es mehrere Hunde, und sie im "Rollenspiel" immmer das Opfer - schon im Übergang zum Mobbing


Hm. Ich frage mich schon seit geraumer Zeit, ob bestimmte Erfahrungen diesbezüglich den Hund irgendwie "prägen". Daher meine Frage nach dem Kontakt. Was vermutlich jetzt gar nicht weiterhilft: Oh hatte als Welpe kaum Kontakt zu anderen Welpen, dafür um so mehr zu erwachsenen Hunden. Erst als Junghund dann hatte er Hundekumpels im gleichen Alter. Nur: In dieser (oft gleichen) Konstellation war er es, der den anderen im Spiel nachsetzte. Womit ich sagen will, dass unsere Hunde zwar jetzt ein ähnliches Verhalten zeigen, ihre Erfahrungen "früher" hingegen völlig unterschiedlich waren. Deine war in der "Opferrolle", meiner war der "Täter". Und doch ist das heutige Verhalten ähnlich. Daraus entsteht bei mir die Frage, ob frühere Erfahrungen überhaupt mit dem heute gezeigten Verhalten zu tun haben. Und wie viel Vorwürfe man sich als Mensch deswegen machen sollte.

Es gibt ja ne Reihe Hunde, die sich so verhalten, darunter eben - dein ursprünglicher Thread-Titel war ja gar nicht so schlecht - jede Menge Schäfer oder deren Mixe. Die können ja schlecht als Welpen und Junghunde alle die gleichen Erfahrungen gemacht haben

camijojo Offline



Beiträge: 1.630

18.05.2008 14:00
#19 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten

Ich muss nochmal was zum Thema schreiben.
Coh "vertreibt" nur , wenn wir an einem Ort eine Weile (länger als eine Minute ) verweilen. Ebenso wenn er aus dem Auto steigt, aus der Haustür komend....würde er vertreiben
Er verteidigt auch Ressourcen wie Ball -u.a. deshalb kein Ballspiel in freier Wildbahn. Im Freilauf ist es so, dass ich ihn grundsätzlich mit allen anderen freilaufenden Hunden, bekannt oder unbekannt zusammenlasse. Es sei denn: bekannter Feind, ängstliches potentielles Mobbingopfer (ja, er is auch ne Mistmade ). Ohne Revier, ohne Leine ist er zu 97% ein absolut unauffälliger Hund, etwas Macho, aber sonst: sozial kompetent.
Bis vor einigen Monaten dachte ich sein Verhalten an der Leine sei ein "vertreibendes". Ist es aber nicht. Der Hundeherr ist frustriert, wie wir inzwischen erkannten. Möchte er doch eigentlich immer jeden Hund kennenlernen. Bzw. abcheken, Passkontrolle durchführen . Das ist dann aber nochmal Thema im Trainingsfred.
Ich mache mir auch immer mal wieder Gedanken über Prägung/Veranlagung. Der Coh als Welpe hatte Kontakt mit Welpen und erwachsenen Hunden gleichermaßen. Die erwachsenen (viele Briards ;-))waren recht *hüstel* streng. Da denke ich inzwischen, dass ich ihn in zu vielen Situationen allein ließ. So dass er- kombiniert mit einer Veranlagung zum selbständigen Entscheiden- dieses verinnerlichte. Und es ist ein schwieriger PRozeß ihn vom Gegenteil zu überzeugen.

Ach, mir fällt noch was ein: meine Trainerin hat mir ein weiteres Signal empfohlen: "hinter mir". Erst dachte ich, was soll das, noch ein Signal. In der Praxis: total praktisch!!! Grade bei einem Hund, der gerne vorausprescht, selber checken will. Einfach mit LEckerchen aufbauen. Leckerchen in die Hand, Hund damit in die gewünschte Position führen, zwei drei Schritte so gehen. Leckerchen geben. Einige Wiederholungen. Dann ohne LEckerchen Hand hintern Rücken. Wenn er ein bis zwei Schritte so gegangen ist, loben/Leckerchen geben. Steigern.
Coh macht´s Spass, weil´s schmeckt und schnell zu raffen war ;-).Und es vermittelt etwas von der gewünschten Haltung: ich gehe vorweg und regel das schon. Bleib du ruhig entspannt im Hintergrund. (bestenfalls ;-))

Lionne Offline

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz


Beiträge: 239

18.05.2008 16:38
#20 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten
Oh ja, gute Idee. Vllt. können wir das auch gleich vom "Touch" an der Handfläche aus aufbauen.

@Schle: Ja, wahrscheinlich ist das im Nachhinein wirklich schwierig zu sagen. Es spielen dazu auch zu viele Faktoren mit rein.
Aber ganz grundsätzlich denke ich schon: Wird ein (Jung-)Hund von mehreren Anderen verfolgt, auf dem Boden "spielerisch" fest gehalten etc. sollte sein Besitzer ihm helfen und die anderen ihre Hunde abrufen. Dann darf der Unterlegene aber natürlich auch nicht hinterhersetzen dürfen.
Ich finde bei Oh prima, dass er wohl ja die nicht an ihm interessierten Hunde in Ruhe lässt. Da wär ich mal froh drum :( das würde der ganzen Sache bisschen den asozialen Touch nehmen .

Ja, ich beobachte dieses Verhalten auch vor allem an DSH-Hündinnen/Schäfermixen. (Habs nur geändert um den Rassismus rauszunehmen .)
Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

18.05.2008 16:51
#21 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten



Weißt du, Anna ... ... man beobachtet und hört doch recht häufig, dass es Hunde gibt, die sich die Chance, jemanden mal kurz zu erschrecken (und gemeint sind hier durchaus Mensch und Hund), nicht nehmen lassen. Ganz besonders eben die unsicheren Kandidaten sind es, die andere Unsichere/Ängstliche sofort erkennen und dann "mal eben strammstehen lassen".

Ich bin mittlerweile der Ansicht, dass das nicht wirklich viel mit Aufzucht und Heranwachsen zu tun hat. Jedenfalls nicht dieses konkrete Verhalten. Andere gewiss schon.

Margit Offline

mit offiziell gekürtem Forums-Loverboy und Master im Schnurcheln himself


Beiträge: 4.030

18.05.2008 18:56
#22 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten

Zitat von camijojo

Ach, mir fällt noch was ein: meine Trainerin hat mir ein weiteres Signal empfohlen: "hinter mir". Erst dachte ich, was soll das, noch ein Signal. In der Praxis: total praktisch!!! Grade bei einem Hund, der gerne vorausprescht, selber checken will. Einfach mit LEckerchen aufbauen. Leckerchen in die Hand, Hund damit in die gewünschte Position führen, zwei drei Schritte so gehen. Leckerchen geben. Einige Wiederholungen. Dann ohne LEckerchen Hand hintern Rücken. Wenn er ein bis zwei Schritte so gegangen ist, loben/Leckerchen geben. Steigern.
Coh macht´s Spass, weil´s schmeckt und schnell zu raffen war ;-).Und es vermittelt etwas von der gewünschten Haltung: ich gehe vorweg und regel das schon. Bleib du ruhig entspannt im Hintergrund. (bestenfalls ;-))


Super Tipp, vielen Dank.

Ist schon kopiert für meinen Hunde-Ordner. Das lässt sich bestimmt auch mit dem Klickern aufbauen.

LG
Margit mit Archy
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Es gibt keine andere Wahl, als vorwärts zu gehen.
(Fridtjof Nansen)

Lionne Offline

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz


Beiträge: 239

18.05.2008 22:52
#23 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten

Pfleglich und beruhigend für mein Gewissen, was du da schreibst . Auch, weil ich natürlich immer am grübeln bin über die Motivation und Ursachen...
Danke (besonders für deine geduldigen Antworten!)

Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

19.05.2008 23:43
#24 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten

In Antwort auf:

Ich finde es oft einfach erstaunlich, wie schnell das dann geht - 1 Stunde Spaziergang - und mein Oha meint "alles meins"??? Bzw. mit Einschränkung: Es bezieht sich ja nur auf die "unsicheren Kandidaten"...

Da zweifle ich dann fast an dem territorialen Hintergrund. Vielleicht hat es nur damit zu tun, dass sie anfangs selbst unsicher ist und mit der Zeit einfach an Selbstbewustsein gewinnt? Und es mit echtem Territorialverhalten gar nix zu tun hat? Oder würdet ihr das als Überschneidungen beurteilen...


Sach mal, hat deine Oha überhaupt Interesse an anderen Hunden? Oder ist das Aufeinandertreffen für sie vielleicht Stress? Ich überleg schon die ganze Zeit, ob die berühmte oben angeführte Stunde vielleicht irgendwie "den Kohl fett" macht? Möglicherweise findet sie ja andere Hunde gar nicht soooo toll, fühlt sich eher gestresst und ist nach etwa einer Stunde an einem Punkt angekommen, wo sie (eventuell in Kombination mit Schmerz/Unwohlsein) einfach überkocht und das an irgendwem auslassen muss?

Nur so eine Idee, die mir heute im Laufe des Tages kam ...

Lionne Offline

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz


Beiträge: 239

20.05.2008 18:20
#25 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten
Ja, ich denke schon - eine gewisse Art von Stress sind unbekannte Hunde immer für sie. Dass sie sich darüber richtig freut, ist mal ganz selten.
Meist, wenn wir ("normalen" selbstsicher-freundlichen und/oder kleinen) Hunden begegnen, geht sie eigentlich nur vorbei - auch wenn jemand sie beschnüffelt - sie bleibt oft komplett ignorant. Früher war sie da oft unsicher und flüchtete z.T. eher, heute ist es öfter so, dass sie in selbstbewusster Körperhaltung sich beriechen lässt, und tut dabei aber ansonsten so, als wäre der andere Hund gar nicht da oder trabt weiter. (Verhalten eines Hundes mit hohem sozialen Status; oder Überspielen von Unsicherheit?)Zum Teil begrüßt sie aber auch "ganz normal" wie sich eben aufgeschlossene Hunde gegenseitig begrüßen und bekannt machen. Darüber freue ich mich dann sehr, aber es ist nicht die Regel. Von den meisten Hunden will sie nix wissen, da hast du recht, und ist froh, wenn das Gegenüber das genauso sieht. Sehr selten trifft sie einen, mit dem sie sofort anfängt zu laufen und zu spielen. Treffen wir bekannte "Freundes"Hunde, freut sie sich hingegen sehr!

Diese "Inkubationszeit" trifft meist auf hundereiche Gebiete (keine "Hausstrecken") und dortige Hundegruppenspaziergänge zu. Aber: Vielleicht war der erste "Vorfall" dann nur zu dem Zeitpunkt, an dem sie sich an die Reizüberflutung gewöhnt hatte, sie daher wieder leichter einzelne Hunde selektieren konnte und man noch gleichzeitig ein passendes Exemplar getroffen hatte?
In diesen Gebieten kann ich mich aber meist erst mal entspannen. (Auf absoluten "Hausstrecken" muss ich meine Augen mehr offenhalten und schauen, was für Hundetypen sich nähern und meinen Hund "scannen".)
ABER: Ich war mit ihr mal in einem Park, mit Freundin und Labbi-Kumpel. Direkt am Anfang waren einige Hunde. Eine Whippethündin hat gerade Ball gespielt, der wollte sie zweimal nachsetzen (ballspielende bzw. sich schnell bewegende Hunde will sie oft einschränken), ließ sich aber immer abrufen und hat es dann gelassen. Sofort danach kamen noch einige Hunde in die unmittelbare Umgebung, darunter ein älterer Hovirüde (ih habe ihn ehrlich gesagt für eine junge Hündin gehalten - so sah er nämlich aus), Oha hat ihn sofort attackiert. Es sah grauenvoll aus, weil er sich beim zur-Seite-springen wohl vertreten hat und daher total schrie. Oha hat ihn nicht verletzt, aber ich war echt geschockt - das hatte ich noch nie erlebt, dass sie direkt bei der Ankunft in einem hundereichen Gebiet in dem wir nicht sooo oft gehen gleich so ausflippt. Wir waren dort schon öfters spazieren - immer mit eben dem Labbi und meiner Freundin und immer recht langsamen Schrittes; das Gebiet ist auch ziemlich klein, man trifft eben viele Leute mit Hund.
War das nun schon ein zu bekanntes Gebiet, besonders durch diese "Schleich-Spaziergänge"? Waren es zu viele Hunde auf einmal (deine Idee von oben)? Hatte sie einfach einen Sch.... Tag? Oder hat der Hund einfach zu perfekt ins Schema gepasst? Habe ich ihn Seknundenbruchteile vorher zu genau angeschaut als ich mir dachte "Oh, vielleicht ist das ein Kandidat?"?

Auch habe ich schon öfter bemerkt, dass, wenn wir mit Leuten+Hunden unterwegs waren (ich ratschend), sie halt irgendwie ihr Ding gemacht hat, schnüffeln etc.; wenn wir uns dann verabschiedet haben und den Weg alleine fortgesetzt haben kommt sie angefetzt, strahlt mich an dabei und kriegt einen richtigen Ausbruch an guter Laune und Ausgelassenheit, fast erleichtert. Ich weiß nicht, ob dass daran liegt, dass wir die anderen Hunde los sind, oder meine Gesprächspartner . Überhaupt spielt und beschäftigt sie sich fast immer lieber mit mir als mit Hunden.

Das sind so die Dinge, die mir dazu einfallen. Hilft das weiter?
Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

20.05.2008 20:32
#26 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten



In Antwort auf:
Wir waren dort schon öfters spazieren - immer mit eben dem Labbi und meiner Freundin und immer recht langsamen Schrittes; das Gebiet ist auch ziemlich klein, man trifft eben viele Leute mit Hund.
War das nun schon ein zu bekanntes Gebiet, besonders durch diese "Schleich-Spaziergänge"? Waren es zu viele Hunde auf einmal (deine Idee von oben)? Hatte sie einfach einen Sch.... Tag? Oder hat der Hund einfach zu perfekt ins Schema gepasst? Habe ich ihn Seknundenbruchteile vorher zu genau angeschaut als ich mir dachte "Oh, vielleicht ist das ein Kandidat?"?


Kann sein, dass das Gebiet schon (zu) bekannt war, kann sein, dass der Lab sie vorschickt, kann sein, sie hatte nen schlechten Tag. Gibt es denn einen Unterschied in ihrem Verhalten wenn du den fremden Hund anschaust zu "wenn du ihn nicht anschaust"? Ich frage weil mir die Thematik nicht ganz unbekannt ist.

Macht sie Unterschiede beim Geschlecht des Hundes? Sind vielleicht Hündinnen und kastrierte Rüden bevorzugte Opfer? Anderer Gedanke: Verspannst du dich bei bestimmten Hundetypen?

In Antwort auf:
Auch habe ich schon öfter bemerkt, dass, wenn wir mit Leuten+Hunden unterwegs waren (ich ratschend), sie halt irgendwie ihr Ding gemacht hat, schnüffeln etc.; wenn wir uns dann verabschiedet haben und den Weg alleine fortgesetzt haben kommt sie angefetzt, strahlt mich an dabei und kriegt einen richtigen Ausbruch an guter Laune und Ausgelassenheit, fast erleichtert. Ich weiß nicht, ob dass daran liegt, dass wir die anderen Hunde los sind, oder meine Gesprächspartner . Überhaupt spielt und beschäftigt sie sich fast immer lieber mit mir als mit Hunden.


Hm. Klingt nach meinem Oh. Und geht ja schon so ein bisschen in die Richtung, die ich oben angedeutet habe. Möglicherweise ist es auch so, dass du wenn du mit deiner Freundin plauderst, eben in Gedanken nicht "bei ihr" bist und sie deswegen diesen Aufriss macht. Also im Prinzip a) weil du unkonzentriert bist und sie nicht abhältst und b) weil vielleicht auch negative Aufmerksamkeit immer noch Aufmerksamkeit ist. - Nur so ein Gedanke.


Ich musste mir - nach einem sehr netten Hund, den man überall mit hinnehmen und der besonders in Hundeauslaufgebieten total unauffällig war - mit dem Oh eines Tages die Frage stellen, ob diese Art der "Hundebespaßung" (gemeint sind Spaziergänge mit Freunden in hundereichen Gebieten) ihren Namen wirklich verdient hat. Oder ob ich nicht dem Oh was aufdrücke, was ich eben gern mache. Denn ich bin sehr gern mit anderen Hunden (und deren Leuten) zusammen und sehe Hunden gern bei ihren Interaktionen zu. Aber - und das ist bei uns der Punkt: mein Hund nicht. Der beschäftigt sich lieber mit Menschen, konkret mit mir halt. Dem gehen andere Hunde (speziell welche, die sich ihrerseits mit ihm beschäftigen wollen) auf den Sack. Und er äußert das auch ziemlich klar. Was ich lernen musste war: meine eigenen Bedürfnisse zurücknehmen und mehr auf die meines Hundes achten. War am Anfang echt schwer. Aber seither haben wir weniger Stress.


In Antwort auf:
Das sind so die Dinge, die mir dazu einfallen. Hilft das weiter?


Grins. Lustige Frage. Dass dir hier keiner deine Oha erklären kann, weißt du sicher auch. Was wir aber machen können, ist: zusammen (mit dir) zu versuchen, ein Muster zu erkennen durch Fragen, die wir stellen und eigene Erfahrungen, die wir schildern. Aber im Grunde bist nur du es, die euch beiden auf lange Sicht helfen kann.

Lionne Offline

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz


Beiträge: 239

21.05.2008 13:34
#27 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten
Ich weiß. *seufz*

Tja, bei mir ist's genauso. Ich bin leider auch ein sehr kontaktfreudiger Mensch, der wahnsinnig gerne mit anderen Hunden und deren Menschen unterwegs ist :( .
Ja, ich denke schon dass sie Weiber bevorzugt und kastrierte Rüden.
Der Labbi schickt sie nicht vor. Nein, nein. Das wäre doch zuviel des Planes ihm zugetraut .

Ich befürchte, ich verspanne mich meistens. V.a. bei der Retrieverfraktion. Natürlich versuche ich freundlich, ruhig, entspannt und selbstbewusst zu wirken. Aber... grmpf.

Ich denke schon, dass sie eher angreift, wenn ich den anderen Hund angucke. Man bräuchte eben auf jeder Seite vom Kopf ein paar Spion-Zusatz-Glubscher. Dann könnte man gaaaaanz entspannt weggucken.
In Antwort auf:
(...) in Gedanken nicht "bei ihr" bist und sie deswegen diesen Aufriss macht. Also im Prinzip a) weil du unkonzentriert bist und sie nicht abhältst und b) weil vielleicht auch negative Aufmerksamkeit immer noch Aufmerksamkeit ist.

Das trifft bei ihr für viele ihrer Schweinereien sicher zu, aber ich denke, für diese Scheinattacken eigentlich nicht. Oft meine ich, sie ist je verspannter, je alleiniger wir unterwegs sind, sozusagen. Hat vielleicht mit Stimmungsübertragung, und sozialer Motivation, und besserem fokussieren und Territorialgedanken zu tun?
Heute ist zum Beispiel wieder ein sehr verspannter Tag. Man musste schon die Katze hassen, die wir als ersten beim aus-dem-Haus-gehen gesehen haben. Dann ständig den Rüssel am Boden haben. Irgendwie angespannt, aufpasslich, jagdig und reaktiv. Dann Hündin getroffen, die mein Oha das letzte Mal erschreckt hat, ähnlicher Typ. Diesmal blieb mein Oha hoch aufgerichtet stehen, ich weiter, und sie wartete auf die Annäherung. Die Hündin ist dann hin, aber nicht gesprungen wie letztes Mal sondern langsam, wedelnd, nett. Schnüffel. Mein Oha grunzt sie weg . Frustration meinerseits. 10 Meter weiter schwarzes Labbiding. Hab Oha dann gleich angeleint, dachte mir schon: Das wird heut nix mehr. Sie hat auch schon seeehr genau geguckt. Hat den dann an der Leine sowas von grantig fixiert. Ich finds einfach kacke .
Vielleicht schmeiß ich nachher mal eine Rimadyl ein. Vielleicht tut ihr ja die Hüfte etwas weh. Im Kreuz ist sie eh verspannt. Wir sind auch schon wieder viel zu lang nur allein im Wald unterwegs gewesen - müssen wohl wirklich mal wieder Hunde treffen. Vielleicht wirds dann wieder besser.
Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

21.05.2008 14:07
#28 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten
Hey,

lass mal den Kopf nicht hängen. Schlechte Tage gibt es immer, das geht uns Menschen nicht anders. Hat sie vielleicht wieder Schmerzen? Habt ihr gestern/vorgestern viel unternommen? Ist es der Mond? (Lach nicht, mein Oh reagiert darauf. Hat ewig gedauert, bis ich das gemerkt hab.)

In Antwort auf:
Tja, bei mir ist's genauso. Ich bin leider auch ein sehr kontaktfreudiger Mensch, der wahnsinnig gerne mit anderen Hunden und deren Menschen unterwegs ist :( .


Hm. Sollte es so sein, dass sie sich mit der Situation überfordert oder unglücklich fühlt, so passt das ...

In Antwort auf:
Oft meine ich, sie ist je verspannter, je alleiniger wir unterwegs sind, sozusagen. Hat vielleicht mit Stimmungsübertragung, und sozialer Motivation, und besserem fokussieren und Territorialgedanken zu tun?


... allerdings nicht wirklich dazu ...


In Antwort auf:
Heute ist zum Beispiel wieder ein sehr verspannter Tag. Man musste schon die Katze hassen, die wir als ersten beim aus-dem-Haus-gehen gesehen haben. Dann ständig den Rüssel am Boden haben. Irgendwie angespannt, aufpasslich, jagdig und reaktiv.


Wie ist denn der aktuelle Gesundheitsstand der Dame? Klingt nach generellem Unwohlsein ... Brütet sie was aus?

In Antwort auf:
Dann Hündin getroffen, die mein Oha das letzte Mal erschreckt hat, ähnlicher Typ. Diesmal blieb mein Oha hoch aufgerichtet stehen, ich weiter, und sie wartete auf die Annäherung. Die Hündin ist dann hin, aber nicht gesprungen wie letztes Mal sondern langsam, wedelnd, nett. Schnüffel. Mein Oha grunzt sie weg . Frustration meinerseits.


Warte mal. Oha grunzt sie weg. Was ist daran so schlimm? Sie hat sie nicht gebissen, sie nicht verletzt, ihr nichts getan, oder? Warum findest du es so frustrierend, dass sie der anderen Hündin signalisiert "Lass mich!"? Ist es vielleicht doch so, dass du dir den Kontakt wünschst? Dass du Erwartungen an sie hast (zu allen "nett" sein), die deine Oha gar nicht erfüllen kann?

In Antwort auf:
Ich befürchte, ich verspanne mich meistens. V.a. bei der Retrieverfraktion. Natürlich versuche ich freundlich, ruhig, entspannt und selbstbewusst zu wirken. Aber... grmpf.

In Antwort auf:

Ich denke schon, dass sie eher angreift, wenn ich den anderen Hund angucke. Man bräuchte eben auf jeder Seite vom Kopf ein paar Spion-Zusatz-Glubscher. Dann könnte man gaaaaanz entspannt weggucken.


Hm. Liest sich ein bisschen, als würdest du sie unbewusst "vorschicken". Klingt blöd, ich weiß. Aber: Ich habe die Erfahrung gemacht, dass mein Oh erst recht abgeht, wenn ich a) mich verspanne und b) den anderen Hund ansehe. Latsche ich durch die Gegend mit Blick auf Oh oder den Fußboden (oder Kopf weggedreht vom anderen Hund/Menschen) bleibt der Oh zwar aufmerksam, aber bei mir.

Was hat es denn auf sich mit der Retrieverfraktion, dass du dich da immer so verspannst?

In Antwort auf:
Ja, ich denke schon dass sie Weiber bevorzugt und kastrierte Rüden.


Heißt: Du weißt es eigentlich gar nicht. Du erwartest im Prinzip bei jedem Hund Alarm weil du das Muster noch nicht wirklich erkannt hast, kommt das hin?

Könnte es sein, dass du dich schwer mit dem Gedanken tust, dass dein Hund jetzt nicht mehr mit jedem spielt, nicht mehr "nett" auf jeden anderen Hund zugeht? Sähest du sie nach wie vor lieber weiter mit anderen Hunden tollen, während du entspannt mit den Hundehaltern plauderst? Sag, welche Erwartungen hast du an sie, wie möchtest du, dass sie ist?

Versuch doch mal bitte, die folgenden Fragen (in erster Linie für dich) zu beantworten, damit wir da mal ein Schema reinkriegen:

1. Welche Hunde geht sie bevorzugt an?

2. Wo tut sie das bevorzugt (Gebiet)?

3. Unter welchen Umständen (allein unterwegs, mit Freunden, wenn ja, mit welchen)?

4. In welchen Zeitabständen (gibt es da ein Muster)?

5. Gibt es Zusammenhänge mit Futter/Stress/Unternehmungen/aktiven oder ruhigen Tagen?

Was helfen kann: Tagebuch führen. Klingt albern, aber ein Muster kristallisiert sich dann heraus. Irgendwie hab ich nämlich das Gefühl, dass das für dich alles sehr ... schlecht greifbar/undurchsichtig ... ist. Und um Licht in euer beider Tunnel zu bringen wär es nicht schlecht, du hättest einen gewissen "Durchblick", was ihr Verhalten betrifft. Das könnte gleich zu Anfang zumindest helfen, dich in bestimmten Situationen eben nicht zu verspannen.

Was macht ihr eigentlich so an Beschäftigung? Will sie "arbeiten"? Lässt du sie suchen/apportieren, gibst du ihr "Aufgaben", macht ihr "Sport"? Oder trabt ihr immer "nur so" durch die Weltgeschichte?

Lionne Offline

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz


Beiträge: 239

21.05.2008 16:43
#29 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten

Danke für den Trost. Ich weiß. Aber es deprimiert mich immer wieder - total doof, klar.

Ja, logisch. Du triffst es ja auf der ganzen Linie:
Natürlich ist es nicht schlimm, dass sie sie weggrunzt. Im Gegenteil: Eigentlich fein, dass sie so kompetent gesagt hat: "Ich will jetzt nicht angeschleimt werden, von dir sowieso nicht." Ohne Körperkontakt. Trotzdem bin ich in dem Moment irgendwie enttäuscht. Das Schlimme ist, dass es wirklich bei meinem eigenen Hund so extrem ist. Ich habe kein Problem mit aggressiven Display bei Tieren, bin keine "heile-Welt-Tussi" was da betrifft und fände die meisten Sachen bei anderen Hunden null dramatisch.

Tjua, es wäre wohl mein Traum, andere Hundebesitzer entspannt zu treffen und v.a. dass mein Hund sich über den Hundekontakt freut, nettes Hallo, Hunde spielen, entspannen, und mein Hund geht Streit aus dem Weg. Eben so wie früher als Madame noch nicht erwachsen war . Aber mir ist natürlich klar, dass das wohl mit diesem Hund nicht mehr so ist und ein "echter" erwachsener Hund eben anders ist... Ich lauf ja auch nicht komplett naiv durch die Welt. Aber schööön wärs halt schon.
Es ist nur einfach so, dass ich ja gewöhnt bin, mit ihr anzuecken, von Anfang an. Es hat mich nur früher immer sehr aufgebaut, dass sie sich zumindetsens mit Hunden gut verstanden hat und da keine Probleme waren. Das war mir auch sehr wichtig. Nachem wir unser Menschenproblem dann ganz gut in den Griff bekommen haben, wäre es natürlich schön gewesen, wenn damit unser Hauptproblem unter Kontrolle wäre. Aber leider kam eben ein neues Hauptproblem dazu....

Tja, also die Retrievergeschichte. Ich versuch das mal zu erklären: Die meisten Lab etc. Hündinnen sind ja einfach wahnsinnig unterwürfig, viele Rüden ja auch. Und das ganz offensichtlich - also perfekte "Opfer" - und immer mit Erfolg. Insofern war das das erste, liebste Haupteinsatzgebiet meines Ohas: Golden-Retriever-Hündinnen. Aber natürlich auch Border Collies, ... blablabla

Gesundheitlich ist's so, dass ich vor ca. 6 Wochen die Rimadyl abgesetzt habe, zur Organerholung ;) und zum Test wies ihr dann geht. Laufen tut sie nach wie vor schön. Aber deshalb überlege ich eben, ob ich ihr wiedermal eine kleine Kur gebe, und schau wie sich das Verhalten entwickelt.
Ich sehe aber, dass immer wenn sie sich nach oben streckt, z.B. nach einem Leckerli, das Kreuz anspannt. Scheint also verkrampft zu sein. Das jetzt so feuchte Wetter könnte natürlich die Arthrosen auch ungünstig beeinflussen.

Eigentlich sind wir momentan nicht sooo viel unterwegs, eher im Gegenteil - habe gerade Lernphase :(. Natürlich kann die momentane Gereiztheit auch mit der Auslastung zusammenhängen. Mehr ist immer besser bei diesem Hund ;) wobei ich natürlich auf die Hüfte gucken muss. (Wobei gesagt sein muss, dass das Tier in der Wohnung, auch zu Zeit, definitiv unsichtbar schnarchend ist.)
Und das momentan seltene Wechseln unserer Gassigebiete, und Hundekontakte, etc. könnte dazu kommen. Mentaler Input diesbezüglich tut ihr m.E. schon immer sehr gut. (Weil das macht natürlich auch müde.) Die Frage, ob sie glücklicher wäre mit der doppelten Zeit, aber dafür mit mir allein im Wald kann ich wohl nicht beantworten.

Ich habe mit ihr früher RH Arbeit gemacht, aber sie ist wegen der Hüfte ja jetzt Frührentner. Wir machen viel Apportieren, Gegenstandssuche, versch. Anzeigeformen, UO, Dogdance-Tricks, Wald Agility ;). Ich flechte das im Spazierengehen ein - natürlich bekommt sie trotzdem genug Zeit zum schnüffeln, wuseln, Hund sein! Daher wechseln wir halt so. Mal nur ein "durch den Wald latschen", mal nehm ich ein paar Bringsel mit usw. . Habe überlegt, ob wir mal das Trailen anfangen, wenn ich wieder mehr Zeit hab.
Habe aber auch immer im Hinterkopf: Meine Trainerin hat mal gesagt, dass man gerade bei solche Hunden, die quasi ständig in so einem "Prozess" stecken, nicht noch gleichzeitig fünf andere Baustellen aufreißen soll. Will sie in der Richtung also auch nciht überfordern.

In Antwort auf:
Hm. Liest sich ein bisschen, als würdest du sie unbewusst "vorschicken". Klingt blöd, ich weiß.


Klingt gar nicht blöd. Triffts wahrscheinlich sogar ziemlich. Zumindestens in vielen Fällen. Klar kommts auch vor, dass ichs nicht seh, sie rast plötzlich los und stoppt mal schnell ein Tier am Rad .

Das mit dem Tagebuch hab ich mir auch schon öfters überlegt, und ich denke, ich werds jetzt echt mal durchziehen. War bisher zu faul. Ich gebs zu. mea culpa.
Ich tu mir wirklich schwer es zu überblicken und auseinanderzuklamüsern.

Das mit dem Mond muss ich doch glatt mal inspizieren. Lass uns eine Feldstudie draus machen hihi.

Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

21.05.2008 20:39
#30 RE: Scheinattacken? "typisch" Schäferhund? Zitat · Antworten



In Antwort auf:
Natürlich ist es nicht schlimm, dass sie sie weggrunzt. Im Gegenteil: Eigentlich fein, dass sie so kompetent gesagt hat: "Ich will jetzt nicht angeschleimt werden, von dir sowieso nicht." Ohne Körperkontakt.


Sehe ich ganz genauso. Andere Leute wären froh, wenn sie einen solch kompetenten Hund hätten.

In Antwort auf:
Trotzdem bin ich in dem Moment irgendwie enttäuscht.


Warum?

In Antwort auf:
Das Schlimme ist, dass es wirklich bei meinem eigenen Hund so extrem ist. Ich habe kein Problem mit aggressiven Display bei Tieren, bin keine "heile-Welt-Tussi" was da betrifft und fände die meisten Sachen bei anderen Hunden null dramatisch.



Grins. Kenn ich.

In Antwort auf:
Tjua, es wäre wohl mein Traum, andere Hundebesitzer entspannt zu treffen und v.a. dass mein Hund sich über den Hundekontakt freut, nettes Hallo, Hunde spielen, entspannen, und mein Hund geht Streit aus dem Weg. Eben so wie früher als Madame noch nicht erwachsen war . Aber mir ist natürlich klar, dass das wohl mit diesem Hund nicht mehr so ist und ein "echter" erwachsener Hund eben anders ist... Ich lauf ja auch nicht komplett naiv durch die Welt. Aber schööön wärs halt schon.


Na was nun? "Eigentlich" weißt du es, es kostet dich aber Mühe, "auf Realität umzuschalten" ?

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Es ist nur einfach so, dass ich ja gewöhnt bin, mit ihr anzuecken, von Anfang an. Es hat mich nur früher immer sehr aufgebaut, dass sie sich zumindetsens mit Hunden gut verstanden hat und da keine Probleme waren. Das war mir auch sehr wichtig. Nachem wir unser Menschenproblem dann ganz gut in den Griff bekommen haben, wäre es natürlich schön gewesen, wenn damit unser Hauptproblem unter Kontrolle wäre. Aber leider kam eben ein neues Hauptproblem dazu....


Wenn es dich tröstet; das war bei meinem Oh auch so. Kaum hatten wir eine Sache im Griff, riss die nächste Baustelle auf.

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Tja, also die Retrievergeschichte. Ich versuch das mal zu erklären: Die meisten Lab etc. Hündinnen sind ja einfach wahnsinnig unterwürfig, viele Rüden ja auch. Und das ganz offensichtlich - also perfekte "Opfer" - und immer mit Erfolg. Insofern war das das erste, liebste Haupteinsatzgebiet meines Ohas: Golden-Retriever-Hündinnen. Aber natürlich auch Border Collies, ... blablabla


Missliche Spirale. Überzogene Unterwürfigkeit erzeugt Aggressionen, welche ihrerseits weitere Untewürfigkeit erzeugen, welche dann wieder die Aggressionen anstacheln. Nicht ungewöhnlich. Trotzdem natürlich unschön.

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Natürlich kann die momentane Gereiztheit auch mit der Auslastung zusammenhängen. Mehr ist immer besser bei diesem Hund ;)


Bei meinem Oh hängt es definitiv damit zusammen. Arbeiter wollen arbeiten

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Habe aber auch immer im Hinterkopf: Meine Trainerin hat mal gesagt, dass man gerade bei solche Hunden, die quasi ständig in so einem "Prozess" stecken, nicht noch gleichzeitig fünf andere Baustellen aufreißen soll.


In welchem Prozess?

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Klingt gar nicht blöd. Triffts wahrscheinlich sogar ziemlich. Zumindestens in vielen Fällen. Klar kommts auch vor, dass ichs nicht seh, sie rast plötzlich los und stoppt mal schnell ein Tier am Rad


Wenn meine Vermutung zutrifft, dann müsste man das daran erkennen, dass sich ihr Verhalten unterscheidet je nachdem ob du hinsiehst oder nicht. Frage also: Verhält sie sich zu "gestoppten" Hunden, die du vorher nicht gesehen hast, genauso wie zu denen, die du angsterfüllt anschaust?


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Das mit dem Tagebuch hab ich mir auch schon öfters überlegt, und ich denke, ich werds jetzt echt mal durchziehen. War bisher zu faul. Ich gebs zu. mea culpa.


Glaub mir, es hilft. Gerade wenn deine Oha Medikamente bekommt, hast du einen schönen Überblick über ihre Verfassung/Tagesform/etc. Und - wie oben gesagt - nimm die Hunde mit rein, die ihr so trefft. Das wird dir ein Muster liefern und nach Ausscheideverfahren weißt du dann zumindest wen sie NICHT angeht. Solche Kandidaten dann gegebenenfalls nehmen und üben.

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Ich tu mir wirklich schwer es zu überblicken und auseinanderzuklamüsern.



Jep, der Eindruck entsteht. Was schade ist. Denn solange du mit diesem "diffusen Gefühl" unterwegs bist, wird sich bei euch vermutlich nicht viel ändern


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Das mit dem Mond muss ich doch glatt mal inspizieren. Lass uns eine Feldstudie draus machen hihi.


Klingt vielleicht albern, manchmal gibt es aber wirklich Zusammenhänge. Muss nicht bei deiner so sein. Wenn du es ausschließen kannst, um so besser

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