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Margit

mit offiziell gekürtem Forums-Loverboy und Master im Schnurcheln himself

Beiträge: 4.030



12.05.2008 07:53
Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten
Ich hab da mal wieder eine Frage :
Ihr habt mir im Rezeptvorschlag ja schon mal sehr gute Tipps gegeben, wie ich Archy an andere Hunde ranführen kann. Mit Schönfüttern, beachten seiner Individualdistanz, usw.

Unsicher bin ich mir jetzt noch in Bezug auf ungeplante Hundebegnungen, wo es ja meisten nicht mehr möglich ist, eine ausreichend grosse Distanz herzustellen, bevor Archy sich aufregt.

Und so lief das heute Morgen ab.

Ich ging mutig einen neuen Weg an, extra am Pfingstmontag schon um 6.30, in dem Gedanken, da treffe ich noch keinen, da können wir sowas gut mal probieren. War aber nicht so. Archy war schon aufgeregt, weil an einem Hof, an dem wir vorbeikommen, die Rottweiler gebellt haben. Das Risiko bin ich bewusst eingegangen, auch um zu sehen, ob er ähnlich gut wie gestern reagiert. Ich habe ihn überraschend gut vorbeibekommen. Er war zwar mega aufgeregt, hat aber nicht zurückgebellt, nur kurz geigelt und sonst halt nevös geschaut und gelegentlich an der Leine gezogen. Er hat also nicht im klassischen Sinne rotiert. Ich konnte ihn dann nach kurzer Zeit immer mal wieder kurz bei Fuss laufen lassen. Aber das Erregungslevel war durch den neuen Weg und das Gebell natürlich schon höher.

Leider haben wir dann doch noch eine Pudeldame mit Halter und anschliessend einen Dackel mit Dame getroffen, denen wir nicht aus dem Weg gehen können. Archy hängt in der Leine, ist komplett nicht ansprechbar, knurrt und igelt. Alles "nein" und "hier" erreicht ihn dann komplett nicht. Ich bin dann einfach weitergelaufen, damit er sich nicht noch mehr hochschrauben kann.

Jetzt kommt aber doch noch was Gutes: Sobald die Hunde ausser Sicht sind, lässt er sich wieder ansprechen. Er ist dann das ganze letzte Stück am Fuss gegangen, hat sich sogar selbst dafür angeboten.

Habt ihr noch einen Tipps, wie ich das richtig händle? Oder gibt es gar keine andere Möglichkeit, solange wir mit unseren Hundebegegnungen nicht weiter sind?

Vielen Dank schon mal, als erhöhe ich dafür natürlich wieder die Angebermoden.

Margit

LG
Margit mit Archy
__________________________________________________________________________________

Es gibt keine andere Wahl, als vorwärts zu gehen.
(Fridtjof Nansen)

EssenerRudel

Stehauf-Frau

Beiträge: 1.005



12.05.2008 12:45
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten

Das Problem kenn ich von Busky. Zu ersteinma: DU BIST NICHT ALLEIN! Ganz wichtig ist, dass Du ruhig bleibst. Du musst lernen, keinerlei Panik / Hektik in Dir aufkommen zu lassen. Je ruhiger Du bist, desto besser läuft die Situation ab (immer das Selbe Bla, Bla - ich weiß )
Wir haben Busky auf ein Marker Signal konditioniert. In der Wohnung ohne Ablenkung geschnalzt und Futter gegeben, bis er das Schnalzen mit Futter verband (ging super fix) Mit schnalzen und Futter konnte ich ihn dann im Kreis um mich herum führen, seine Konzentration galt dem Futter.
Wenn dass nach wenigen Übungen gefestigt ist machst Du es draußen. Kommt also ein Hund auf Euch zu, schnalzt Du und lockst ihn mit Futter aus der Situation raus, sprich hinter Dich oder eben weiter weg. Fang mit dem Schnalzen und Futter an, bevor der fremde Hund bei Euch ist. Du führst ihn dann entweder nach Möglichkeit weiter oder lenkst ihn so, dass Du zumindest zwischen ihm und den Hund stehst.

Vielleicht ist dies eine Möglichkeit für Euch... bei Busky und Shiva klappt es sehr gut. Das Futter wird dann wenn die Methode richtig sitzt nach und nach reduziert, bis es nur noch selten Futter gibt.

Ich hoffe, ich konnte es halbwegs erklären, wenn nicht frag nach!

Schle Miel


12.05.2008 13:40
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten


In Antwort auf:
Ich ging mutig einen neuen Weg an, extra am Pfingstmontag schon um 6.30, in dem Gedanken, da treffe ich noch keinen, da können wir sowas gut mal probieren. War aber nicht so. Archy war schon aufgeregt, weil an einem Hof, an dem wir vorbeikommen, die Rottweiler gebellt haben. Das Risiko bin ich bewusst eingegangen, auch um zu sehen, ob er ähnlich gut wie gestern reagiert. Ich habe ihn überraschend gut vorbeibekommen. Er war zwar mega aufgeregt, hat aber nicht zurückgebellt, nur kurz geigelt und sonst halt nevös geschaut und gelegentlich an der Leine gezogen.


"Überraschend gut vorbeibekommen" klingt doch schon mal fein Dass er aufgeregt war, ist normal. Hat er denn noch Futter genommen? Oder war er dafür zu aufgeregt? (Ist immer ein guter Indikator;-) Wenn er igelt, wo genau geht denn das Fell hoch?


In Antwort auf:

Er hat also nicht im klassischen Sinne rotiert. Ich konnte ihn dann nach kurzer Zeit immer mal wieder kurz bei Fuss laufen lassen. Aber das Erregungslevel war durch den neuen Weg und das Gebell natürlich schon höher.


Richtig erkannt. Weswegen das ...

In Antwort auf:
...haben wir dann doch noch eine Pudeldame mit Halter und anschliessend einen Dackel mit Dame getroffen, denen wir nicht aus dem Weg gehen können. Archy hängt in der Leine, ist komplett nicht ansprechbar, knurrt und igelt. Alles "nein" und "hier" erreicht ihn dann komplett nicht.


... natürlich in Relation zu setzen ist zu seinem eh schon hohen Erregungslevel.

Aber beschreib das bitte noch mal genauer. Er knurrt, igelt und zieht an der Leine? Er bellt nicht? Wie klingt das Knurren? Wo igelt er, wie ist seine Körperhaltung (Ohren, Augen, Maulspalte kurz oder lang, vorwärtsgerichtet, Gewichtsverlagerung/Körperschwerpunkt, Rutenhaltung)? Wie lang ist deine Leine? Wie weit kann er dadurch von dir weg? Wie groß war der Abstand zu den Hunden? Trug Archy Maulkorb? Nahmst du die Leine kürzer? Gingst du zwischen Archy und den anderen Hunden? Hast du das "Hier" versucht durchzusetzen (eventuell mit der Leine)? Wohin hast du geschaut? Auf Archy oder auf das andere Team? Was tut Archy bevor er mit seinem Programm beginnt, gibt es da einen Moment, in dem sich das Ganze ankündigt? Wie fühlst du dich im Moment der Hundesichtung? Was genau sind deine Vorstellungen von einer solchen Begegnung? Heißt: Wie möchtest du, dass das in Zukunft abläuft?

In Antwort auf:
Jetzt kommt aber doch noch was Gutes: Sobald die Hunde ausser Sicht sind, lässt er sich wieder ansprechen. Er ist dann das ganze letzte Stück am Fuss gegangen, hat sich sogar selbst dafür angeboten.


Heißt, er ist relativ schnell wieder runtergefahren, versteh ich das richtig?

In Antwort auf:

Habt ihr noch einen Tipps, wie ich das richtig händle? Oder gibt es gar keine andere Möglichkeit, solange wir mit unseren Hundebegegnungen nicht weiter sind?


Beantworte bitte mal die obigen Fragen möglichst genau (ich weiß, ist viel), dann gucken wir mal, was ihr eventuell besser machen könntet

Greylove

Die Hunden Schlösser baut

Beiträge: 403



12.05.2008 14:39
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten
Hallo zusammen,
nein Ihr seit nicht alleine. Seit je her laborieren wir an diesem Problem.
In der letzten Zeit klappt es eigentlich recht gut.
...aber der Hund hat ja sooooooooo feine Antennen. Er merkt genau wenn ich aufgeregt bin.
Wir bräuchten eine sehr große Individualsistanz, aber die läßt sich nun mal nicht immer schaffen.Gehe ich in großem Bogen an dem Hund der Begierde vorbei ( dann muß ich auch schon mal in ein frisch gepflüges Feld einbrechen )klappt es relativ gut.
Kleine Hunde sind Objekt der Begierde. Wenns dann noch wuselt und bellt ist es eine prima Beute. Gestern habe ich einen entspannten Spaziergang hinter mich gebracht. Sehr entspannt. Sie hat nicht ein Mal rumgezickt.( Natürlich war es ja auch warm )
Seit neustem bleibt sie relativ ruhig an meiner Seite. Ich muss Sie kurz führen, und fast hinter mich stellen, dann ist sie relativ locker.( Nur bei Hundebegegnungen, sonst geht sie meist mit durchhängender Leine....meistens) Sie fixiert zwar immer noch von Weitem den entgegen kommenden Hund, aber sie geht relativ ruhig vorbei. Zwar versucht sie so im Nachhinein noch mal schnell um die Ecke zu kommen um dann noch das letzte Wort zu haben ,aber nix da Frauchen geht stramm weiter.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht je weniger ich sage und Aufheben in der Situation mache um so ruhiger wird sie. Also auch nicht loben. Das kommt erst dann wenn sie vollkommen entspannt wieder neben mir läuft.
Also,....Du bist nicht alleine.
Mit Spannung verfolge ich Eure weiteren Ausführungen.
Ach so ich vergaß, ich versuche immer zu splitten, also ich stehe und gehe zwischen den beiden Hunden.

Mit freundlichen Grüßen
Greylove

Margit

mit offiziell gekürtem Forums-Loverboy und Master im Schnurcheln himself

Beiträge: 4.030



12.05.2008 15:03
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten

Zitat von EssenerRudel
Das Problem kenn ich von Busky. Zu ersteinma: DU BIST NICHT ALLEIN! Ganz wichtig ist, dass Du ruhig bleibst. Du musst lernen, keinerlei Panik / Hektik in Dir aufkommen zu lassen. Je ruhiger Du bist, desto besser läuft die Situation ab (immer das Selbe Bla, Bla - ich weiß )
Wir haben Busky auf ein Marker Signal konditioniert. In der Wohnung ohne Ablenkung geschnalzt und Futter gegeben, bis er das Schnalzen mit Futter verband (ging super fix) Mit schnalzen und Futter konnte ich ihn dann im Kreis um mich herum führen, seine Konzentration galt dem Futter.
Wenn dass nach wenigen Übungen gefestigt ist machst Du es draußen. Kommt also ein Hund auf Euch zu, schnalzt Du und lockst ihn mit Futter aus der Situation raus, sprich hinter Dich oder eben weiter weg. Fang mit dem Schnalzen und Futter an, bevor der fremde Hund bei Euch ist. Du führst ihn dann entweder nach Möglichkeit weiter oder lenkst ihn so, dass Du zumindest zwischen ihm und den Hund stehst.
Vielleicht ist dies eine Möglichkeit für Euch... bei Busky und Shiva klappt es sehr gut. Das Futter wird dann wenn die Methode richtig sitzt nach und nach reduziert, bis es nur noch selten Futter gibt.
Ich hoffe, ich konnte es halbwegs erklären, wenn nicht frag nach!


Zuerstmal, vielen Dank für die Rückmeldung.

Ich schmatze (klingt gut!) bei Archy schon von Anfang an, er reagiert sehr gut darauf, allerdings nicht, wenn er auf Angriff ist. Dann nimmt er sowas nicht mehr wahr.

Ansonsten ist das mit dem Schmatzen schon sehr praktisch, Frauchen mögt nicht immer rum .

Viele Grüsse

Margit

LG
Margit mit Archy
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Es gibt keine andere Wahl, als vorwärts zu gehen.
(Fridtjof Nansen)

Margit

mit offiziell gekürtem Forums-Loverboy und Master im Schnurcheln himself

Beiträge: 4.030



12.05.2008 15:29
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten

So, jetzt muss ich erst mal ganz tief durchatmen und tief in mich gehen, damit ich aller korrekt berichte.

Zitat von Schle Miel
"Überraschend gut vorbeibekommen" klingt doch schon mal fein Dass er aufgeregt war, ist normal. Hat er denn noch Futter genommen? Oder war er dafür zu aufgeregt? (Ist immer ein guter Indikator;-) Wenn er igelt, wo genau geht denn das Fell hoch?


Ja, er hat noch Futter genommen und zwar die ganze Zeit über. Er hat verschiedene Igel-Stufen. Wenn er seht aufgeregt ist, steht sein ganzes Rückenfell vom Nacken bis zum Hinterteil. Heute war es nur der Nacken und wie gesagt nur kurz.


In Antwort auf:
... natürlich in Relation zu setzen ist zu seinem eh schon hohen Erregungslevel.
Aber beschreib das bitte noch mal genauer. Er knurrt, igelt und zieht an der Leine? Er bellt nicht? Wie klingt das Knurren?

Es geht immer sehr, sehr schnell. Es ist ein Satz und er hängt in der Leine mit tiefem, wirklich tiefem bedohlichem Knurren. Da ist er absolut in einer Bass-Stimmlage. Er hat nicht gebellt. Das fällt mir jetzt auf, dass er da selten bellt, wenn er andere Hund sieht. Es ist immer dieses tiefe Knurren. Bellen tut er nur in der Wohnung, wenn er wirklich mal mitkriegt, dass da ein anderer Hund ist.
In Antwort auf:
Wo igelt er, wie ist seine Körperhaltung (Ohren, Augen, Maulspalte kurz oder lang, vorwärtsgerichtet, Gewichtsverlagerung/Körperschwerpunkt, Rutenhaltung)?

Sein ganzes Rückenfell war aufgestellt vom Nacken bis zum Hinterteil. Die Ohren sind nach vorne gerichtet (als Vergleich: ich denke beim Oh würden sie stehen), die Augen fixieren, der Körper lehnt sich vor extrem vor, ist starr. Wenn er dann nicht dran kommt, fängt er an zu rotieren und springt erneut auf den anderen Hund zu. Die Rutenhaltung muss ich nochmal beobachten. Beim Laufen und dem Hundegebell war die Rute immer unten. Ich glaube, sie ist es in der Angriffshaltung auch.

In Antwort auf:
Wie lang ist deine Leine? Wie weit kann er dadurch von dir weg?


Meine Leine ist ca. 2 bis 2.5 m lang. Ich habe sie gekürzt bzw. eine weitere Schlaufe rein gemacht, damit ich das variabel handhaben kann. Auf dem neuen Weg dachte ich, ich nehme ihn kurz, wie du mir es an anderer Stelle schon geraten hast.

In Antwort auf:
Wie groß war der Abstand zu den Hunden?
ca. 10 m zum ersten, an dem mussten wir vorbeilaufen, sicher 20 m zum Zweiten, den konnte er auch nur kurz sehen.

In Antwort auf:
Trug Archy Maulkorb?
Nein.

In Antwort auf:
Nahmst du die Leine kürzer?
Ich glaube, ich nahm sie etwas kürzer.
In Antwort auf:
Gingst du zwischen Archy und den anderen Hunden?
Ja, sowohl der andere Halter als auch ich gingen zwischen den Hunden. Archy versuchte dann schräg rüberzuziehen.

In Antwort auf:
Hast du das "Hier" versucht durchzusetzen (eventuell mit der Leine)?
Ja, ich habe sofort "nein" und "hier" gesagt. 2 x, als das nix nutzte, war ich ruhig.
In Antwort auf:
Wohin hast du geschaut? Auf Archy oder auf das andere Team?
Erst auf das andere Team, dann auf Archy und zwar nur noch auf ihn. Ich wollte schauen, ab wann ich ihn wieder erreichen kann.

In Antwort auf:
Was tut Archy bevor er mit seinem Programm beginnt, gibt es da einen Moment, in dem sich das Ganze ankündigt?
Das geht so schnell, gerade wenn der andere Hund so nah ist. Er ist sofort auf 180 und hängt drin und ist nicht mehr ansprechbar.

In Antwort auf:
Wie fühlst du dich im Moment der Hundesichtung?
Zuerst scanne ich schnell noch die Umgebung, ob es noch eine Ausweichmöglichkeit gibt. Sehr aufregen tue ich mich nicht mehr, da ich weiss, dass ich ihn sicher am Gürtel habe. Es ist mir schlicht unangenehm, mit den Erfolgen der letzten Zeit sehe ich es aber nicht zu hoffnungslos, ganz im Gegensatz zu vorher.

In Antwort auf:
Was genau sind deine Vorstellungen von einer solchen Begegnung? Heißt: Wie möchtest du, dass das in Zukunft abläuft?


Ich möchte, dass ich Archy ruhig an dem anderen Hund vorbeiführen kann.

In Antwort auf:

Heißt, er ist relativ schnell wieder runtergefahren, versteh ich das richtig?


Genau, er ist wirklich schnell wieder ruhig. Heute morgen nach dem Spaziergang war er einfach ein bisschen unruhiger wie sonst, jetzt schläft er aber schon den ganzen Mittag.

Vielen Dank schon wieder für deinen Hilfe.

LG
Margit mit Archy
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(Fridtjof Nansen)

camijojo



Beiträge: 1.630


12.05.2008 16:02
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten

In Antwort auf:
Leider haben wir dann doch noch eine Pudeldame mit Halter und anschliessend einen Dackel mit Dame getroffen, denen wir nicht aus dem Weg gehen können. Archy hängt in der Leine, ist komplett nicht ansprechbar, knurrt und igelt. Alles "nein" und "hier" erreicht ihn dann komplett nicht. Ich bin dann einfach weitergelaufen, damit er sich nicht noch mehr hochschrauben kann.

Jetzt kommt aber doch noch was Gutes: Sobald die Hunde ausser Sicht sind, lässt er sich wieder ansprechen. Er ist dann das ganze letzte Stück am Fuss gegangen, hat sich sogar selbst dafür angeboten.

Habt ihr noch einen Tipps, wie ich das richtig händle? Oder gibt es gar keine andere Möglichkeit, solange wir mit unseren Hundebegegnungen nicht weiter sind?


Ich denke, es gibt diese Situationen, in denen Dir nichts anderes übrigbleibt, als -ihn evtl. mitziehend- weiterzulaufen, auch mit einem pöbelnden Archy. Grundsätzlich find ich es aber sehr wichtg, dass eine solche Begegnung ruhig beendet wird. Sprich: ein bißchen "aushalten" lernen, war für Coh und mich (!) auch ganz wichtig. Sonst lautet das LErnergebnis leider: andern Hund erfolgreich verbellt. Ich würde versuchen, ob es, auch nach dem Ausrasten wie z.B. mit dem Pudel, eine Möglichkeit gibt, denselben Hund nochmal auf größeren Abstand hin zu betrachten, nur ganz kurz. Entscheidend dabei ist "nur", dass Archy ruhigbleibt. Abstand und Dauer egal. Dass die Situation (Hundebegegnung) ein ruhiges Ende findet und eben nicht mit dem Bellen endet.

Margit

mit offiziell gekürtem Forums-Loverboy und Master im Schnurcheln himself

Beiträge: 4.030



12.05.2008 17:13
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten

Zitat von camijojo

Ich denke, es gibt diese Situationen, in denen Dir nichts anderes übrigbleibt, als -ihn evtl. mitziehend- weiterzulaufen, auch mit einem pöbelnden Archy. Grundsätzlich find ich es aber sehr wichtg, dass eine solche Begegnung ruhig beendet wird. Sprich: ein bißchen "aushalten" lernen, war für Coh und mich (!) auch ganz wichtig. Sonst lautet das LErnergebnis leider: andern Hund erfolgreich verbellt. Ich würde versuchen, ob es, auch nach dem Ausrasten wie z.B. mit dem Pudel, eine Möglichkeit gibt, denselben Hund nochmal auf größeren Abstand hin zu betrachten, nur ganz kurz. Entscheidend dabei ist "nur", dass Archy ruhigbleibt. Abstand und Dauer egal. Dass die Situation (Hundebegegnung) ein ruhiges Ende findet und eben nicht mit dem Bellen endet.


Ja, das dachte ich mir schon, dass er jetzt einen Erfolg verbucht hat. In dieser Situation gab es keine andere Möglichkeit. Die Besitzerin des Dackels kenne ich gut, die könnte ich sicher mal dazu überreden, es auf Distanz zu probieren.

Im Moment habe ich mir eh überlegt, erst mal das neue Training mit den Clickern und den ganzen tipps von euch zu festigen und dann erst wieder mit anderen Hunden zu trainieren. Irgendwie scheint das im Moment mehr Sinn zu machen.




LG
Margit mit Archy
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(Fridtjof Nansen)

Margit

mit offiziell gekürtem Forums-Loverboy und Master im Schnurcheln himself

Beiträge: 4.030



12.05.2008 17:16
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten

Zitat von Greylove

Ich habe auch die Erfahrung gemacht je weniger ich sage und Aufheben in der Situation mache um so ruhiger wird sie. Also auch nicht loben. Das kommt erst dann wenn sie vollkommen entspannt wieder neben mir läuft.
Also,....Du bist nicht alleine.
Mit Spannung verfolge ich Eure weiteren Ausführungen.
Ach so ich vergaß, ich versuche immer zu splitten, also ich stehe und gehe zwischen den beiden Hunden.


Das meint meine Hundetrainerin auch: Möglichst ohne viel zu sagen, vorbeigehen. Vorallem, wenn er eh schon nicht mehr hinhört. Ist manchmal gar nicht so einfach, je nach Situation. Aber man kann es wirklich üben.

LG
Margit mit Archy
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(Fridtjof Nansen)

Greylove

Die Hunden Schlösser baut

Beiträge: 403



12.05.2008 19:35
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten
Zitat von Margit
Das meint meine Hundetrainerin auch: Möglichst ohne viel zu sagen, vorbeigehen. Vorallem, wenn er eh schon nicht mehr hinhört. Ist manchmal gar nicht so einfach, je nach Situation. Aber man kann es wirklich üben.


@Margit
da habe ich auch hart an mir arbeiten müssen,jedoch ich bin immer alleine ( fast immer ) unterwegs und muss mich immer voll auf Sie konzentrieren.Das mit dem wenig sagen habe ich eigentlich von Anfang an gemacht ,ich habe mich auf kurze knappe Befehle konzentriert.Zudem mag ich es auch nicht wenn man den Hund zuredet,immer schon nicht. Er versteht`s eh nicht.
Wenn ich mit meiner Dame ein Pläuschchen halte liegen wir meist auf der Decke und sind Beide entspannt....oder haben keine Aufgaben zu erledigen.

Mit freundlichen Grüßen
Greylove

Schle Miel


12.05.2008 20:42
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten

Hm. Dies:

In Antwort auf:
Ja, er hat noch Futter genommen und zwar die ganze Zeit über.


als er an den bellenden Hofhunden vorbei musste.

Und das:

In Antwort auf:
Bellen tut er nur in der Wohnung, wenn er wirklich mal mitkriegt, dass da ein anderer Hund ist.


Versus dieses:

In Antwort auf:
Das fällt mir jetzt auf, dass er da selten bellt, wenn er andere Hund sieht. Es ist immer dieses tiefe Knurren.


Heißt also, dass es der optische Reiz ist, der ihn so aus der Bahn wirft ?

Wenn ich das richtig verstehe, reagiert er auf Hunde, die er hört zwar aufgeregt, nimmt aber noch Futter, egal wie groß der Abstand ist. Manchmal bellt er (bellt oder wufft?) wegen akustisch wahrgenommener Hunde seinerseits. Sieht er sie hingegen, so bellt er nicht, sondern er knurrt. Und er nimmt auch kein Futter mehr. Richtig?

Was bedeutet genau:

In Antwort auf:
... er rotiert ...


Margit

mit offiziell gekürtem Forums-Loverboy und Master im Schnurcheln himself

Beiträge: 4.030



12.05.2008 21:00
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten
Das Bellen in der Wohnung ist wohl eher so ein Miniwachdienst und steht nicht direkt im Zusammenhang mit seinem Verhalten im Freien. Da knurrt er auch mal, wenn er einen anderen Hund bellen hört, meistens bellt er aber zurück.

Zitat von Schle Miel

Heißt also, dass es der optische Reiz ist, der ihn so aus der Bahn wirft ?
Wenn ich das richtig verstehe, reagiert er auf Hunde, die er hört zwar aufgeregt, nimmt aber noch Futter, egal wie groß der Abstand ist. Manchmal bellt er (bellt oder wufft?) wegen akustisch wahrgenommener Hunde seinerseits. Sieht er sie hingegen, so bellt er nicht, sondern er knurrt. Und er nimmt auch kein Futter mehr. Richtig?
Was bedeutet genau:
In Antwort auf:
... er rotiert ...



Ja, dass könnte stimmen. Er reagiert wirklich massiv auf den optischen Reiz, je näher, je schlimmer. Und die Rottweiler Hunde haben wirklich einen mega Zerf abgeliefert, die konnte er aber nicht sehen, da ein Sichtschutz am Zaun ist.

Ich bin schwer beeindruckt, wie du das erkannt hast. Lässt sich daraus irgendetwas machen?

LG
Margit mit Archy
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Es gibt keine andere Wahl, als vorwärts zu gehen.
(Fridtjof Nansen)

Schle Miel


12.05.2008 21:11
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten



Und was bedeutet nun

In Antwort auf:
... er rotiert ...



???

Margit

mit offiziell gekürtem Forums-Loverboy und Master im Schnurcheln himself

Beiträge: 4.030



12.05.2008 21:15
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten

Ich habe ihn ja wie gesagt im Moment an der 2 m Leine. Trotzdem schafft er es, nach links und wieder zurück auf den anderen Hund zuzuspringen, so als wollte er Anlauf nehmen.

Ist die Leine länger, dreht er sich wirklich im Kreis um mich herum.

Das macht er auch im Spiel wenn er rennen will (wie ein Pferd an der Longierleine), ist er allerdings auf Angriff, nimmt er eher nochmal richtig Anlauf um irgendwie an das Objekt seiner Begierde zu kommen.

LG
Margit mit Archy
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Es gibt keine andere Wahl, als vorwärts zu gehen.
(Fridtjof Nansen)

Schle Miel


12.05.2008 21:52
RE: Hundebegegnungen: Wie mache ich es richtig? Zitat ·antworten



In Antwort auf:
Lässt sich daraus irgendetwas machen?


Ich bin ja bekanntlich für ne Menge Blödsinn zu haben. Ihr auch? Bastelaufgabe für die Kids: Hundeposter in lebensgroß und Farbe (1:1 zum Original der ausgesuchten Rasse), ausschneiden (Ganzkörper), auf Pappe kleben, im Garten aufstellen, mit Archy rausgehen. Reaktion abwarten. Tickt er aus, üben.



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