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Dieses Thema hat 6 Antworten
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Lona


23.08.2010 20:40
Der Ton macht die Musik Zitat ·antworten

Ja, meine Frage ist etwas seltsam, glaube ich Aber es ist wirklich ernst gemeint.
Ich bin mir da nämlich total unsicher...

Bei mir ist es ja so, dass ich eher der typische Kommando-Flüsterer (na ja, nicht ganz flüstern) bin. Oft einfach als kleine Verstärkung zum Handzeichen.
Das heißt mein Flüsterton ist natürlich nicht sehr bestimmt.
Dann gibt es ja so das, was man klischeehaft als Hundeplatzton bezeichnen würde. Ihr wisst schon, also nicht Schreien, aber eben eine sehr strenge, bestimmende und auch lautere (im Vergleich zum Flüsterton) Tonlage.
Ich bin auch durchaus in der Lage, mehr diese Art von Stimme zu benutzen.
Jetzt ist es so: Wenn ich das mache, beeindruckt das Toto schon ein wenig mehr, als meine Flüstersignale.
Allerdings frage ich mich, ob sich das nicht abnutzt und eben momentan deshalb wirkt, weil es so unverbraucht ist und ich normalerweise keine Hundeplatztonlage habe.
Und doch habe ich immer so im Hinterkopf, dass Hunde auf klare, bestimmende Signale abfahren.

Wie handhabt ihr das?
Strenger Ton? Etwas lauter? Ganz Leise?
Was ist denn nun richtig?

Ich weiß, Stimmlagen sind irgendwie schwer zu beschreiben...
Tut euch also keinen Zwang an, falls ihr Tonaufnahmen/Videos zeigen wollt

Und achja: Also ich rede wirklich nur von einem lauteren Ton, kein Gebrülle!

Schnuffelnase



Beiträge: 5.204


23.08.2010 20:53
RE: Der Ton macht die Musik Zitat ·antworten

Zitat von Lona
Allerdings frage ich mich, ob sich das nicht abnutzt und eben momentan deshalb wirkt, weil es so unverbraucht ist und ich normalerweise keine Hundeplatztonlage habe.



Doch, das tut es. Ich habe mit Kira eine Zeitlang das Problem gehabt, dass andere Leute sehr laut mit ihr geredet haben und sehr bestimmt. Und habe gemerkt, wie sie anfing, auf meine leisen Signale garnicht mehr zu reagieren. Daraufhin habe ich eingegriffen und keiner durfte mehr mit meinem Hund reden und dann hat es sich wieder gegeben. Heute rede ich mit ihr möglichst leise, einfach weil ich denke, dass das ihre Aufmerksamkeit auch schult. Ich kann aber auch laut und das bleibt Fällen vorbehalten, in denen diese Aufmerksamkeit aus irgendeinem Grund flöten gegangen ist und es wirklich wichtig ist. Und dann erregt das auch die entsprechende Aufmerksamkeit.

Normale Kommandos gebe ich freundlich, bei nein und co kanns auch schon mal ein strenger Ton werden, denn leise schließt streng nicht aus.

Nina



Beiträge: 3.332


23.08.2010 20:57
RE: Der Ton macht die Musik Zitat ·antworten

Ich denke nicht, dass es so sehr die Lautstärke ist, die bei dem Hundeplatzton wirkt. Es ist die Dringlichkeit in der Stimme. Wir hören ja auch genau heraus, ob jemand etwas jetzt wirklich ernst meint oder eben nicht. Man kann das in gewissem Maße nachahmen, aber am besten wirkt es, wenn es nun mal authentisch ist.

Man muß in so einer Situation absolut wollen, dass das Signal befolgt wird und man muß sich selbst glauben, dass man in der Lage ist, es durchzusetzen. Wenn man das alles hat, dann klappt es meist auch. Wenn ich aber unsicher bin, ob ich mich durchsetzen kann, dann bringt es auch nichts, wenn ich lauter werde, denn dann kommt das nicht als Authorität sondern als Hilflosigkeit rüber.

Darum funktioniert meiner Ansicht nach Brüllen auch nicht. Wenn man los brüllt, ist das in der Regel ein Zeichen dafür, dass einem die Situation schon entglitten ist und das merkt der Hund auch. Zumindest ist das bei mir so. Wenn ich Lotta anrbülle, dann meist, weil ich merke, das mir die Situation entgleitet.

Wenn Lotta gut drauf ist, reagiert sie übrigens auch auf jedes gehauchte Signal, aber wenn sie schon total aufgeregt ist, dann nimmt sie ein Flüstern nicht mehr war. Dann muß ich halt anders zu ihr durchdringen und dann benutze ich den Hundeplatzton. Der kommt dann noch an. Aber es liegt meiner Anischt nach wirklich weniger an der Lautstärke, als an dem, was dahinter steckt.

mali

heißt Mali, schläft wie'n Mali und trotzdem ist nicht drin, was draufsteht, dafür ist aber ein kleiner "devil inside"

Beiträge: 2.362



23.08.2010 21:23
RE: Der Ton macht die Musik Zitat ·antworten

Also wenn Mali und ich auf den Hundeplatz sind versuche ich immer sehr "freundliche" Kommandos zu geben! Also ein nettes Sitz und motivierendes Fuss! Ganznach dem Motto: Wir beide haben total Spaß und wenn du das jetzt fein machtst kommt gleich die Belohnung!
Falls mein Kleiner allerdings gerade andere Dinge im Sinn hat und mich eher auffordernd ankläfft, weil es mal wieder nicht schnell genung geht kommt ein striktes "Schluss" und wenn er dann still ist ein freundliches Kommando!

Ich denke dabei kommt es immer auf die Situation an! Und die Lautstärke ist meiner Meinung nach nicht wirklich entscheident und bringt auch nicht viel! Die Tonlage und die Richtige Aussprache sind viel entscheidender! Mali reagiert zum Beispiel nur auf "Plat" anstatt auf "Platzzzz" und beim Sitz sage ich hingegegn "Sitzzzzzzzzzzz".

Liebe Grüße

Steffi mit Mali

stoppel



Beiträge: 8.461


23.08.2010 21:29
RE: Der Ton macht die Musik Zitat ·antworten

Bei Richy ist es wichtig, dass das Signal ganz unaufgeregt daher kommt. Ob geflüstert und gehaucht oder lauter ist nicht die Frage. Es muss einfach ruhig sein. Ansonsten wittert mein Draufgänger Handlungsbedarf. Wenn ich schon unruhig bin, dann lauert da wohl die große Gefahr.
Bin ich nervös und aufgeregt, gebe ich deshalb lieber weniger Signale, versuche mich aber darauf besser zu konzentrieren. Und achte auf meine Körpersprache. Es hilft garnichts, wenn ich nur die Stimme unter Kontrolle habe, aber herum hampel. Irgendwie merkt er auch sofort, wenn ich geistig abwesend bin und verabschiedet sich dann mit "Ich bin dann mal wech." Ein echtes Konzentrationstraining, dieser Hund.

Übrigens folgt Richy am besten, wenn ich den sogenannten Spielton anschlage. Also freudig und etwas höher als sonst und nicht so ganz leise. Aber wer ist schon jeden Tag in Spiellaune?

LG Iris mit Brummbär Richy und Springmaus Querida
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"Happiness is not a station you arrive at, but a manner of travelling." (M.L. Runbeck)

Nina



Beiträge: 3.332


23.08.2010 21:35
RE: Der Ton macht die Musik Zitat ·antworten

Ich hab' da mal ein Beispiel, das nicht aus der Hundewelt stammt, aber vielleicht genau zeigt, was ich meine:

Ich war mal mit einem Trupp Reiter unterwegs. Wir waren gerade mitten in einem kleinen Flüsschen, als einer Teilnehmerin die Brille ins Wasser fiel. Ihr Pferd war ein absoluter Zappelphilip, er trippelte und hampelte ununterbrochen herum. Sie sagte nur "Keiner rührt sich!" und das Pferd stand stockstill. Sie hat sich im Sattel noch Schuhe und Socken ausgezogen, hatte die Zügel nicht mehr in der Hand, ist auf dem Pferd herumgeturnt und trotzdem hat das Pferd, das vorher nicht fünf Sekunden still stehen konnte, nicht einen Huf gehoben.

Warum? Weil in diesem Moment einfach nur klar war, die Reiterin meint es ernst. Vorher war es relativ egal, ob das Pferd nun hibbelte oder nicht, aber in dieser Situation nicht mehr. Wenn man diese Entschlossenheit rüber bringt, dann klappt es. Aber dafür muss man sie erstmal haben und das ist leider in den meisten alltäglichen Situationen nicht der Fall. Da hat man sich nämlich schon daran gewöhnt, dass es sowieso nicht klappt und sich damit abgefunden.

QuoVadis

weiß mit pubertierendem durchgeknalltem Mali mit Schäferhund-Exterieur, was Geduld heißt und hütet den wohl tollpatschigsten und knuffeligsten Holländer seit es Herder gibt

Beiträge: 3.201



23.08.2010 21:37
RE: Der Ton macht die Musik Zitat ·antworten

Ich halte es wie Schnuffelnase.

Wenn man im normalen Alltag schon brüllen muss, was will man im Notfall tun.
Bei Five habe ich die Erfahrung gemacht, er reagiert auf leise und singende Tonlage besser, als auf strengen Tonfall.


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Gruß
Hanne

Erfolg ist die Fähigkeit,von einem Misserfolg zum anderen zu gehen, ohne seine Begeisterung zu verlieren. Winston Churchill

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