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Dieses Thema hat 5 Antworten
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Mio


05.07.2009 23:11
Gewitterangst Zitat ·antworten

Mein Chef von der Kneipe, in der ich ab und an aushelfe, hat mir geschrieben, daß es seinem Hund Benno (Border Collie) sehr schlecht geht, da es bei uns momentan viele Gewitter gibt.

Er ist ein schlechter Fresser und sehr wählerisch was Futter angeht. Mit Futter zu arbeiten, wird daher sehr schwierig werden. Dafür ist er sehr verrückt auf Spielzeug.

Viele Informationen kann ich zum heutigen Stand leider nicht geben, werde aber die nächsten Tage mal vorbei gehen. Habt Ihr ein paar Ratschläge/Erfahrungen bei Gewitter-Angst?

Entspannungssignal dazu Entspannungsduft einführen?
Einen Kannel, in dem er sich zurück ziehen kann?
Solange er (bei leichten Gewittern) noch ansprechbar ist, beclickern? Auf Spielzeug beclickern? Dann wird er aber doch evtl. noch mehr hochfahren?

Ginger



Beiträge: 7.899



06.07.2009 07:51
RE: Gewitterangst Zitat ·antworten

Tipps kann ich dir nicht geben...ich glaube aber, Raschnuck-Jutta hat mit einem ihrer Hunde eine Gewitter-Decke beklickert.....

Edit: Hier er Link dazu
http://www.aggressionshund-forum.de/topi...9&message=31116

Grüßle Anja
mit Ginger, Bolli und Milli

Mio


06.07.2009 10:59
RE: Gewitterangst Zitat ·antworten

Dankeschön !

stoppel



Beiträge: 8.461


06.07.2009 11:42
RE: Gewitterangst Zitat ·antworten

Richy ging es die letzten Tage ähnlich.

Seine Angst wird geringer, wenn er Körper-Kontakt zu mir halten kann und gleichzeitig einen höhlenartigen Unterschlupf findet (z. B. unter meinem Schreibtisch, der an der Wand steht, am Couchtisch, wobei ich eine Decke über denselben lege). Im dunklen WC.

Bei einem ganz schlimmen Gewitter letzte Woche habe ich mich zu ihm ins WC auf den Boden gesetzt. Nach einer Weile konnte er sich zitternd und hechelnd zwischen meine Beine legen und wurde ruhiger.

Sämtliche sonstige Reize (Radio, reden, Duft, Futter etc.) machen ihn nur unruhiger.

LG Iris mit Brummbär Richy und Springmaus Querida
_______________________________________________

"Happiness is not a station you arrive at, but a manner of travelling." (M.L. Runbeck)

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.196



06.07.2009 13:32
RE: Gewitterangst Zitat ·antworten

In Anlehnung an das von Iris Geschriebene würde ich sagen: Du müßtest erst einmal wissen, wie genau der Hund reagiert. Sprich: Rennt er weg und will sich verkrabbeln oder preßt er sich in eine Ecke und zittert? Jault er, bellt er, knurrt er? Und: Was tut sein Herrchen bisher, wenn es Gewitter gibt, wie verhält ER sich?

An den Antworten würde ich orientieren, was für genau diesen Hund sinnvoll wäre sowie an der Antwort auf die Frage: Will/sucht er Nähe zum Menschen, will er gestreichelt werden, beruhigt ihn das? Oder will er gerade dann, wenn er Angst hat, nicht angefaßt werden?

Bei meinen beiden ist es so, daß sie unter Streß angefaßt werden mögen, besonders Ben sucht Nähe und Schutz bei mir, beides bekommt er, wobei die Prämisse "durch Streicheln verstärkt man Angst" auf ihn garantiert nicht zutrifft, ich halte diese Aussage auch für ziemlich idiotisch, wenn man auf die richtige Weise streichelt, nämlich Stimmung aufhellend und Versicherung transportierend. Seppi ließ sich unter Streß anfangs nicht so gerne anfassen, lernte jedoch sehr schnell, daß man sich in meine Arme verkriechen kann, wenn alles um einen rum Angst macht (z.B. der "pöse" Tierarzt ;-)), bei ihm ist jedoch "Arbeit" ein fast noch besseres Allheilmittel. Beim Tierarzt führt er "sitz" und "Platz" und vor allem "Pfötchen" noch aus, wenn andere Hunde längst geistig "weg" sind und nur noch im Gefühl Angst oder Aggression "verschwinden". Wenn ich geduldig bleibe und immer fein clickere, bekomme ich Seppi aus vielen "hochgefahrenen" Situationen noch wieder "auf den Teppich". Aber: Es geht halt nur, wenn ich nicht eine Millisekunde selbst emotional hochfahre, sondern in allergrößter Ruhe bleibe.

Was zu weiteren Fragen führt: Ist der Halter des Hundes, von dem Du schreibst, ein eher ruhiger und besonnener Mensch oder kann er mit Streß auch schlecht umgehen? Ich kenne durchaus Leute, die ihre Hunde lieben, sie aber nicht mehr händeln können, sobald der Hund kläfft. Es zerrt dann einfach zu sehr an ihren Nerven, den Hund nicht still bekommen oder halten zu können, und sie können dem Vierbeiner in der eigenen gereizten Stimmung alles, nur keine Ruhe, geben.

Ebenso würde ich wissen wollen, inwieweit der Halter bereit ist, von althergebrachten Mustern wie eben solchen Einschätzungen, daß Streicheln Angst verstärkt, wegzugehen und Neues zu versuchen. Und wenn er zu letzterem bereit ist, wieviel Zeit und Geduld kann bzw. will er investieren?

Gerade, wenn Du Signale der Entspannung oder Geruchskonditionierungen aufbauen willst, mußt Du anfangen, wenn es NICHT gewittert. Der Hund muß erst einmal "trocken" lernen können, wer nur im Ernstfall "übt", der hat insgesamt wenig Chancen, dem Tier genau dann, wenn es Hilfe braucht, auch wirklich zu helfen. Heißt: Entspannungssignal, Entspannungsgeruch, Entspannungsdecke - JETZT trainieren, nicht später.

Vor allem aber schau doch mal, ob Du auf die obigen Fragen Antworten bekommen kannst. Es ist enfach so, daß sich jedes Training, jede Lösung für ein Problem, an den Möglichkeiten des Hundes, an den Fähigkeiten des Halters und an seinem Willen oder auch seiner Zeit und Geduld orientieren muß.

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Kuschelbub Parcifal und Spinnbub Medox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

----

"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

Mio


06.07.2009 14:07
RE: Gewitterangst Zitat ·antworten

Zitat von Elektra


Und wenn er zu letzterem bereit ist, wieviel Zeit und Geduld kann bzw. will er investieren?





Genau daran wird es sicherlich scheitern. Ich denke nicht, daß er bereit ist, viel zu investieren, er hätte warscheinlich gerne ein Wundermittel. Aber ich hör mir das trotzdem mal an, Benno zuliebe.

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