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Dieses Thema hat 13 Antworten
und wurde 5.159 mal aufgerufen

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 Behaviour (öffentlich)
Melbourne Offline

mit großem Hund in kleinem Körper


Beiträge: 95

03.05.2009 22:17
Hund jagt Katze-brauche Tips Zitat · Antworten
Hallo ihr Lieben

Ich brauche alle Tipps, Ideen, Erfahrungen und Ratschläge, die ich bekommen kann.

Meine Maggie jagt meine Katzen im Haus. Draussen ist es weniger ein Problem. Meist ist sie ruhig und nur ab und zu kommt es zu Ausrutschern. Aber drinnen im Haus werden 3 von 4 Katzen gejagt, wenn Maggie die Chance widdert. Eine meiner Katzen lässt sich von Maggie nichts gefallen und hat das ziemlich schnell geregelt. Die liegen inzwischen auch zusammen auf der Couch und futtern zusammen in der Küche. Aber meine anderen 3 Katzen haben Angst, obwohl sie sich wehren könnten. Sie sind doch alle grösser als Maggie. Tun sie aber nicht. Nun sind dei 3 schon richtig im Stress und trauen sich kaum noch ins Haus. Mir tut das sehr leid, denn ich liebe auch meine Katzen und vermisse sie sehr. Zudem vermissen meine Katzen ja auch uns und das Schmusen und rumgammeln auf der Couch und der Terasse.

Könnt ihr mir helfen? Freue mich über jede Nachricht und sagen schon mal im Voraus danke

Viele liebe Grüsse

Martina mit Maggie

Ohne Hund kommt ein Mensch auf den Hund.
(Ernst Elitz)

Melbourne Offline

mit großem Hund in kleinem Körper


Beiträge: 95

03.05.2009 22:20
#2 RE: Katzen jagen. Ich brauche alle Tips, welche ich bekommen kann. Zitat · Antworten

Irgendwie habe ich den Beitrag wohl unter der falsche Rubrik gespeichert. Elektra/Barbara, kannst du das korrigieren?

Liebsten Dank und lieben Grüsse

martina mit Maggie

Ohne Hund kommt ein Mensch auf den Hund.
(Ernst Elitz)

soffie Offline

Zwar nicht des Teufels General, aber doch des Satansbratens inquisitorische Fee


Beiträge: 6.337

03.05.2009 22:50
#3 RE: Katzen jagen. Ich brauche alle Tips, welche ich bekommen kann. Zitat · Antworten

Hallo Martina,
zunächst würde ich Maggie im Haus eine etwa 2 m Schleppleine anlegen. Damit kannst du sie von den Katzen weglotsen, um anschließend in Form von Futterbelohnung oder schönem Spiel das Abwenden zu belohnen.

Kennt Maggie ein "Nein", "Aus" oder anderes Abbruchwort?
Arbeitet ihr mit dem Clicker?

Liebe Grüsse
Kerstin

-------------------------------------------------
Der Gedanke "Wie belohne ich meinen Hund für richtiges Verhalten?" zeichnet die Qualität der Ausbildung aus, nicht der über Bestrafung. (Edgar Scherkl)

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.047

04.05.2009 00:45
#4 RE: Hund jagt Katze-brauche Tips Zitat · Antworten

Öh, in welche Rubrik möchtest Du es haben? Ist doch hier vielleicht ganz okay, Maggie zeigt doch Aggression oder/und hat Angst. Ich müßte jedenfalls, um etwas raten zu können, mehr wissen.

Wenn Du sagst, sie tut es hauptsächlich drinnen, gibt es einen Raum, in dem sie es besonders stark zeigt? Ich denke da an Carlos, der immer Flip, Heikes Katze anging. Erst, als Heike mir am Telefon mal erzählte, daß er das immer nur im Wohnzimmer machte UND dort sein Körbchen stand (diesen Teil hatte sie vorher nicht für wichtig gehalten, daher hatte sie es nie erwähnt) war mir klar, daß er eine Ressource verteidigte, nämlich seine Schlafstatt.

Was genau tut Maggie denn, kannst Du ihr Verhalten genauer beschreiben?

Ich würde in erster Linie zunächst managen, d.h., Maggie von den Katzen räumlich trennen, Katzen dürfen z.B. ins Schlafzimmer, der Hund aber nicht, der Hund geht zu bestimmten Zeiten in einen Kennell, dann dürfen die Katzen im Haus laufen oder etwas in der Art.

Parallel würde ich gezielt clickern, d.h., mir Maggie nehmen, ihr die Katzen zeigen, Click -> Leckerchen, wenn sie guckt und bei Dir bleibt. Das kannst Du, wie Kerstin schon sagte, zunächst über eine Leine absichern, ich glaube, ich würde zu Beginn eine so kurze nehmen, daß Maggie ganz dicht bei Dir bleiben MUSS. Wichtig dabei ist: Maggie muß nichts weiter tun, als neben Dir zu sein (egal, ob sie steht oder liegt oder sitzt) und die Katzen anzuschauen. Ziel ist es, eine Gegenkonditionierung einzuleiten. Bisher verbindet Maggie: Katze -> Aggression auslösend (warum auch immer sie das tut, ob nun aus Angst, oder weil sie Beute wittert oder oder oder ...). Was Du wilst ist, daß Maggie verbindet: Katze -> es passiert immer was Tolles. Danach soll sie verbinden: Katze -> gut (WEIL immer was Tolles passiert).

Ich würde dabei auf jede negative Maßnahme verzichten, zunächst auch auf Abbruchwörter oder "nein", es ist wichtig, daß Maggie NUR positiv verbinden KANN, weil in der Nähe der Katzen nichts Negatives passiert (ein Abbruchsignal könnte zu einer schlechten Verknüpfung führen, ihr wird etwas verboten, was sie eigentlich tun will, aber ine Alternative hat sie auch nicht).

Hast Du den ersten Schritt, die Katzen positiv zu belegen, gemacht, solltest Du aber (falls noch nicht passiert) parallel und erstmal unabhängig von den Katzen ein "Nein" (oder anderes Abbruchwort) trainieren, damit sie es grundlegend kennt.

Wichtig dabei: Nie NUR ein Abbruchwort, IMMER und SOFORT danach ein positives Signal, um dem Hund immer eine Alternative zu dem, was wir abbrechen, zu bieten.

Beispiel: Hund sieht Leckerchen, will es nehmen. Wir sagen: Nein. Und dann? Weiß das arme Tier nicht, was es denn aber sonst machen soll. Also sagen wir direkt hinter dem "Nein" ein "Sitz", der Hund kann es ausführen und bekommt umgehend: ein Leckerchen. Er erreicht sein Ziel (das Futter haben zu wollen), indem er uns folgt, er verliert nichts, wenn er es nicht tut. So kann er lernen, daß es sich lohnt, sich am Menschen zu orientieren.

Hast Du beide Teile gut trainiert, kannst Du sie zusammenfügen.

Beispiel: Maggie sieht Katze, will aber immer noch drauflos. Du sagst "nein" und "sitz", Maggie setzt sich, bekommt Click und Leckerchen. Maggie verliert, weil Frauchen so schön clickert und etwas mit ihr macht, das Interesse an der Katze, Du bestärkst, was Du unabhängig schon begonnen hast, die Gegenkonditionierung, die auf lange Sicht dann wieder das "Nein" überflüssig macht (für diese eine Problematik natürlich nur, bei anderen wirst Du es schon noch brauchen ;-)), weil Maggie bei Katzenansicht positiv fühlt und Lust hat, etwas mir Dir zu machen.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

----

"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Melbourne Offline

mit großem Hund in kleinem Körper


Beiträge: 95

04.05.2009 09:48
#5 RE: Hund jagt Katze-brauche Tips Zitat · Antworten

Liebe Barbara, liebe Soffie

Lieben Dank für die Ratschläge. Ich habe heute morgen schon angefangen zu trainieren. Mit Katzen zeigen und Leckerli. Sie kennt einiger Marker- und auch Abbruchwörter. Maggie hat auch einiges Gutes gelernt, wo sie war. Und ich habe ihr auch schon etwas beibringen können. Draussen funktioniert es bis auf wenige Ausnahmen erstaunlich gut. Drinnen jagt sie aber 3 von 4 Katzen. Das sind genau die, welche sich nicht stellen, sondern durch ihr weg gehen oder laufen, wohl einen Reiz auslösen.

Ich denke, es ist schon Ressourcenverteidigung. Sie tut dies aber im gesamten Haus. Sie denkt, dass ist nun alles ihrs und sie mag nicht teilen. Einerseits wohl, weil sie es hier toll findet und anderseits, weil sie es gewohnt war, ihr Wohnzimmer zu verteidigen (sie war ja immer allein im Wohnzimmer eingesperrt)Aber sie macht es auch in der Küche und im Gang, Bad, etc.

Noch arbeite ich nicht mit Klicker, muss dies aber wohl direkt angehen, weil ich dann schneller reagieren kann, als mit Wörtern. Hat sie die Jagt mal aufgenommen, ist sie nicht mehr abrufbar. Ich werde erst also Katzen mit einem positiven Wort belegen und Leckerli und dann, wenn das klappt, noch die Nein und Sitz Methode lernen. Wenn ich es schaffe, Maggie kurz vor der Jagt, also, wenn sie die Katzen sieht und ansetzen will, erwische, dann ist sie noch abrufbar. Aber das ist so ein kurzer Moment, den kriege ich manchmal gar nicht mit.
Lustiger Weise kann Maggie aber im Bett unter der Decke liegen und die Katze auf der Decke und dann schlafen sie dort. Aber das geht nur, wenn wir auch im Bett sind. Dann fühlt sie sie sicher.

Ich habe mit Maggie auch schon Tierkommunikation gemacht. Sie sagt mir dann, dass es eben mit ihr durchgeht. Das ist wie ein Impuls und nicht mal böse gemeint. Zudem sagt sie, dass wenn die Katzen bleiben würden, müsste sie ja nicht mehr. Aber die hätten ja alle Schiss und rennen weg. Sie versteht es gar nicht, will doch auch spielen. Mit Gilly geht doch das auch.

Mit den Katzen habe ich auch Tierkommunikation gemacht. Lucy, sie ist 12 Jahre alt, hat schon so schlechte Erfahrungen gemacht, wo sie früher war, dass sie eben wegrennt, weil sie Angst hat, dass doch etwas passiert. Mit 12 mag sie nicht mehr so schnell lernen. Sie sei auch eifersüchtig (ist ne kleine Diva)und brauche Zeit zu kapieren, dass alle gleich doll geliebt werden und sie nichts verlieren.

Ich muss also Techniken mit Maggie lernen, die ihr vermitteln, dass es sich nicht lohnt, Katzen zu jagen und die Katzen müssen dann lernen, dass man in Maggies Nähe kann, ohne gleich wieder durch die ganze Hütte getrieben zu werden.

Ich habe kein Tier normal als Baby bekommen. Alle Katzen sind aus blöden Verhältnissen und/oder Tierheim. Sie sind somit auch alle geprägt. Ich dachte auch, wenn ich Maggie aufnehme, schaffen wir dies auch noch, weil wir schon sooo viel Tolles erreicht haben und auch Maggie soll doch ein schönes Leben haben.

Ich schaffe dies hoffentlich alles. Meine Sorge, denn ich bin ja auch noch da, ist einfach, dass mir die Zeit zu knapp wird und sich die Katzen, dann nicht mehr überzeugen lassen und sie gar nie mehr ins Haus kommen und schmusen. Das täte mir auch weh. Ich gebe die Hoffnung nicht auf, denn in Maggie steckt ein tolles Potenzial und die Katzen haben doch in den letzten Jahren immer wieder Toleranz bewiesen.

Achja Barbara, noch ne Frage am Rande. ich habe vor kurzem eine Homepage angefangen. Sie ist noch nicht komplett, aber sie ist bereits veröffentlicht. Gibt es eine Möglichkeit, einen Link hier zu deponieren, oder macht ihr das grundsätzlich nicht?

Danke für alles und ganz liebe Grüsse

Martina mit der nach dem Morgentraining schlafenden Maggie

Ohne Hund kommt ein Mensch auf den Hund.
(Ernst Elitz)

tomtom Offline




Beiträge: 2.255

04.05.2009 10:54
#6 RE: Hund jagt Katze-brauche Tips Zitat · Antworten

Du schaffst das ganz sicher, Martina!! Meggie ist doch ein kluges Mädchen.
Tom hat es auch gelernt, es war anfangs auch haarsträubend. Zumal auch unser Kater ein absoluter "Schisser" ist.
Aber er hat immer seinen Rückzug, denn die Hunde dürfen nicht in den oberen Teil des Hauses. der gehört Mo. Und da wird er auch gefüttert.
Tom hat es auch mit superfeinen Leckerli bei Katersichtung gelernt und später auch mal ein energischer Verweis auf seinem Platz zu bleiben und dann aber sofort gut belohnt.

Ja, es macht den Hunden wohl einfach Spass die Jagd zumindest zu versuchen...

Es grüßen Margit, Tom und Cora
....................................................

"Das Wenige, das Du tun kannst, ist viel!" (Albert Schweitzer)

Melbourne Offline

mit großem Hund in kleinem Körper


Beiträge: 95

05.05.2009 18:19
#7 RE: Hund jagt Katze-brauche Tips Zitat · Antworten

Grosse Krise mi kleinem Hund

Heute habe ich meine erste grosse Krise. Nicht das ich aufgebe. Aber ich stehe ich stehe dazu, dass mir nicht alles gelingt, sogar eher Rückschritte mache. Ich trainiere und gehe Gassi und Maggie tanzt mir auf der Nase rum. War klar, dass dies passiert und nun bin ich gefordert.
Heute schaute ich zufälig unter das Bett und was sehe ich? 5 oder 6 Pipiseen. Und ich bin alle 2 bis 3 Stunden mit Maggie draussen. Sie meldet ja auch das sie Pischi machen muss. Wie kommen nun die anderen Seen zustande? Und ich war so stolz. Im Haus jagt Maggie die Katzen mehr denn je, obwohl ich brav trainiere und draussen klappt es auch gut. Aber im Haus hört sie zur Zeit überhaupt nicht mehr. Wie Critter/Barbara sagte, sie wird meine Grenzen testen. Und das tut sie nun. Mit aufgestelltem Kragen und absoluter Taubheit und Sturheit jagt sie kläffend hinter den Katzen her. Maggie kann im Moment auch nicht 2 Minuten allein sein. Wenn ich nur 2 Minuten in den Keller gehe, dann geht oben das Wolfsgeheul lis. Ich wusste gar nicht, dass so winzige Hunde, solch einen Krach machen können.
Ich weiss, ich brauch Geduld und Geduld und nochmals Geduld. Aber da meine Katzen auch leiden und ich im Moment glaube, alles hat nix genützt , steh ich im Moment echt an. Mir fehlt die Eingebung. Ich liebe Maggie. Aber im Moment testet sie mich aus. Ich bin eher ein Typ, der leise und harmonisch ist. Es fällt mir schwer, die Stimme zu heben. Und mir krümmelt sich der Magen zusammen, wenn ich mit Maggie schimpfen muss. Ich schwächel, bitte bitte helft mir. Ich bin

Liebe und auch ratlose Grüsse

Martina mit Maggie

Ohne Hund kommt ein Mensch auf den Hund.
(Ernst Elitz)

Käthe Offline



Beiträge: 885

05.05.2009 18:40
#8 RE: Hund jagt Katze-brauche Tips Zitat · Antworten

Oh je, du Ärmste...

Was so ein kleines Hündchen doch anstrengend sein kann *staun*
Da kann ich nur viel Kraft zum Durchhalten wünschen. Lass dich nicht von ihr veräppeln, dann wird das schon

Ansonsten:
Der ist für dich, weil du bisher doch auch schon toll mit ihr warst!

Das wird schon alles.

LG von Käthe und dem Tünnes

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Never trust a dog with orange eyebrows! [Terry Pratchett]

Nina Offline



Beiträge: 3.332

05.05.2009 18:49
#9 RE: Hund jagt Katze-brauche Tips Zitat · Antworten

Nur Mut. Das wird noch. Wir hatten Zeiten, in denen gar nix mehr ging und in denen ich dachte, ich bin total überfordert und als Hundehalter völlig ungeeignet. Nur nicht aufgeben. Nach allem, was ich hier bisher über Maggie gelesen habe, hat sie's in sich, und dass ihr draußen so gut mir ihr klar kommt, spricht für Euch.

Tips habe ich leider keine, aber dafür kenne ich noch zu gut die Frustration, die ich zwischendurch hatte. Und auch wie toll es sich anfühlt, wenn man erst mal den Fuß in die Tür gekriegt hat. Und das schaffst Du auch!

critter Offline



Beiträge: 729

05.05.2009 19:35
#10 RE: Hund jagt Katze-brauche Tips Zitat · Antworten

Hallo, Martina
Du lieber Gott, da ist was los.
Ich hatte bei mir eine klare Lösung: hat sich Maggie daneben benommen, gab es eine "Auszeit" in der Box. Gemütlich, mit einer Kaustangi. Das gleiche, wenn ich weg musste - Maggie ging in die Box, Tür zu. Kein Krach und kein Heulen. Dafür Spiel oder Spazierengang wenn ich zurück war.
Ich glaube, dass sie einfach mit der Grösse des Hauses überfordert ist. Sie ist ein Kontrolfreak und versucht ständig alles im Auge zu behalten. Irgendwann ist es ihr zu viel, sie wird gestresst und dann tobt sie wie die wilde. Sie braucht ihre Ruhe und dafür braucht sie auch zeitweise einfach eine Box. Frage mich nicht, wieso - es ist so. Versuche es mal.
Liebe Grüsse und Daumendrücken
Barbara

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.047

05.05.2009 22:10
#11 RE: Hund jagt Katze-brauche Tips Zitat · Antworten

Ich würde auch unbedingt unterbinden, daß sie Dir ständig hinterherläuft und Du sie ständig kontrollieren MUSST. Nur für das konkrete Training sollte Maggie mit den Katzen zusammensein/-können, ansonsten würde ich sie strikt trennen, solange Ihr das Training nicht erfolgreich abgeschlossen habt.

Maggie sollte auch generell lernen, daß ihr Mensch, auch wenn er im Haus ist, nicht ständig verfügbar ist und ihr das Haus so oder so nicht "gehört".

Ich halte Barbaras Vorschlag für genau richtig: Verschaffe Maggie "Auszeiten". Das ist nichts Negatives, solange Du die Box positiv besetzt, d.h., wenn Maggie reingeht, kriegt sie ein feines Leckerchen. Du wirst sehen, sie wird die Ruhe genießen.

Bei Seppi war es auch so: Er tigerte in der ganzen Wohnung rum, kam nie zur Ruhe, bellte bei Bärbel sogar das ganze Haus zusammen. Und dann kam er hierher. Wo er natürlich genau das Gleiche probierte. Nur, daß es in unserer Heimstatt eine goldene Regel gibt: KEINE Action. Wenn wir zu Hause sind, liegen die Hunde auf ihren Plätzen, Ben auf den Sofa oder Bett, Seppi neben mir auf seiner Decke oder in seinem Kennell. Es wird ab und an geschmust und ansonsten: geruht. Punkt, aus, und Schluß. Der einzige, der hier dann noch tigert, ist der Kater, ich initiiere ab und an Streicheleinheiten, stehe aber ansonsten nicht zur Verfügung, sondern arbeite an PC oder erledige den Haushalt oder tue, was man halt sonst noch so tut.

Seppi kennt das jetzt seit zwei Monaten so, und es dauerte ungefähr vier bis sechs Wochen, bis er es wirklich verinnerlicht hatte und sich darauf einlassen konnte.

Seitdem geht er von sich aus auf seinen Platz und schläft manchmal so tief, daß er nichtmal merkt, wenn ich den Raum verlasse. Vor allem aber ist er insgesamt ausgeglichener geworden (gerade brummt er wohlig und hat sich "umgebettet") und ist auch das Verlassen des Hauses, das bei ihm früher immer zu einem mittleren Zwergenaufstand ausartete, wirklich entspannt geworden. "Kopf durch", Zack, der Hund flutscht ins Geschirr und sitzt, während ich die Leine anbaue. Kein Fiepen oder gar kläffen, kein Gewusel, nichts mehr, was früher sein Erregungsniveau so steigerte, daß er regelrecht "ausflippte".

Etabliere für Maggie ähnliche Regeln. Zeig Ihr, was Du willst und belohne das, zeig ihr aber auch, was Du nicht willst und gib ihr Rückzugs- und Ruhemöglichkeiten. Wobei Du wissen solltest, daß Hunde nicht immer gut zeigen können, daß sie Ruhe brauchen. Ich kenne das von zahlreichen Haltern. Sie glauben, der Hund rennt ihnen doch immer hinterher, also will er das doch so. Leider ist das nicht wirklich richtig. Der Hund MUSS es so tun, weil er keine Spielregeln beigebracht bekommt und nicht wirklich geführt wird. Er KANN nicht zur Ruhe kommen, solange er sich für alles verantwortlich fühlt und nicht weiß, was er tun soll. Trotzdem muß JEDER Hund ruhen und zwar etwa 2/3 des Tages, sprich, ein Hund schläft normalerweise ca. 16 Stunden am Tag, tut er das nicht, mutiert er im schlimmsten Fall zum echten Nervenbündel.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

soffie Offline

Zwar nicht des Teufels General, aber doch des Satansbratens inquisitorische Fee


Beiträge: 6.337

05.05.2009 22:31
#12 RE: Hund jagt Katze-brauche Tips Zitat · Antworten

Hallo Martina,
ich stimme Barbara und Barbara(Critter) voll und ganz zu.
Gib der Kleinen die Möglichkeit sich zu entspannen indem du sie in die Box bringst, nicht als Strafe, sondern als Belohnung.
Ich kann mir vorstellen, daß dir diese Art Maggie ruhig zu stellen evtl. weh tut, aber die Kleine wird dankbar sein, wenn sie sich ausruhen darf.

Kannst du dich mit der Vorstellung Maggie eine Hausleine anzulegen anfreunden?
Das würde euch das Katzentraining enorm erleichtern.



Liebe Grüsse
Kerstin

Liebe Grüsse
Kerstin

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Melbourne Offline

mit großem Hund in kleinem Körper


Beiträge: 95

05.05.2009 23:14
#13 RE: Hund jagt Katze-brauche Tips Zitat · Antworten

Lieben Dank euch allen.
Ich habe die Box bereits wieder aktiviert. Maggie schläft schon ca. 16 Stunden von 24. Aber wenn sie wach ist, dann ist sie so drauf. Heute nachmittag und den ganzen Abend ging es wieder sehr gut. Scheint doch ein wenig bei ihr hängen geblieben zu sein. Wie spielten, gingen spazieren, und sie hatte nicht in die Wohnung gemacht. Immer wenn sie eine Katze sah, befolgte ich Eletras/Barbaras Rat. Bei Katze passiert was tolles. Heute Abend sass ich mit dem Laptop auf der Couch und Maggie kaute neben mir ein Stängeli. Nun schläft sie neben mir auf der Couch unter meiner Kuscheldecke und einer meiner Katzen liegt 20cm weiter. Aber mit dieser Katze lief es von Anfang an gut. Denn die hat sich einfach umgedreht und hat sich Maggie entgegen gestellt und einmal ausgeholt. Die zwei haben es gut miteinander. Die darf sogar aus Maggies Napf futtern. Wenn die anderen 3 es nur genauso machten. Aber eben...Maggie hat eine rosa Schleppleine. Mit der läuft sie oft rum.
Ich werde mir weiterhin Mühe geben. Morgen geht es wieder in die Hundeschule

Nochmals vielen Dank.

Liebe Grüsse und

Martina und Maggie

Ohne Hund kommt ein Mensch auf den Hund.
(Ernst Elitz)

Stef Offline



Beiträge: 2.085

06.05.2009 08:55
#14 RE: Hund jagt Katze-brauche Tips Zitat · Antworten

Konkrete Tipps kann ich dir nicht geben
Aber Corazón ist früher auch durch Haus getigert, mir immer an den Socken. Sie hat einen Schlafplatz, an dem habe ich sie dann auch mal mit der Leine angebunden, damit sie zur Ruhe kam.
Bei uns ist es auch so wie bei der im Haus herrscht Ruhe, außer sie kriegen mal drinnen ihren Futterball.

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