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Dieses Thema hat 6 Antworten
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 Behaviour (öffentlich)
zingara Offline




Beiträge: 46

08.10.2008 12:51
Eira und ihre Schäferaversionen Zitat · Antworten

Gleich vorweg: Eira versteht sich im Großen und Ganzen mit allen Hunden.
In ihrer Welpenzeit neigte sie tw. etwas dazu, andere Hunde zu mobben und zu hüten... ich nahm sie dann immer aus dem Spiel und das haben wir dadurch gut in den Griff bekommen.
In ihrer ersten großen Flegelphase hatte sie sich dann angewöhnt, fremde Hunde erstmal anzukläffen und die Haare aufzustellen, um dann munter mit ihnen drauf los zu spielen. U.a. per Clicker hab ich ihr das größtenteils abgewöhnt. Gespielt wird nur, wenn sie sich "freundlich" nähert.
Heute gibt es eigentlich kaum einen Hund mit dem Eira nicht kann... Sie spielt zwar nicht mit jedem, aber das muss sie ja auch nicht: Mit manchen funkt's - dann wird gefetzt, mit anderen läuft sie nur rum, und wieder andere werden höflich beschnuppert und werden maximal, wenn sie zu sehr auf sie zu gehen kurz weggeknurrt, wenn ich zu langsam bin, sie aus solchen Situationen rauszuholen...

Große, sehr ruhige Hunde (etwa Bernhardiner, Leonberger, Hovawart, Rottweiler...) kläfft sie an und verzieht sich lieber. Sie ist ein sehr aktiver, lautmalerischer Hund, ich denke, sie hat da manchmal leichte "Kommunikationsprobleme".

Es gibt nur eine Gruppe von Hunden, bei denen Eira ein - für mich !!! - nicht nachvollziehbares Verhalten zeigt: Schäferhunde.
Eira hat von klein auf Möglichkeit zum Kontakt mit Deutschen, Belgischen, Holländischen Schäfern, und Schäfermischlingen verschienen Alters, Geschlechts und auch Charakters gehabt. Sie kennt auch Weiße Schäfer (da geht es besser) und einen Tschechoslowakischen Wolfshund (den ich jetzt trotz der gewissen Eigenheiten einfach mit zu den Schäfern zähle). Außer in ihrem Welpenkurs (ein Belgier, den sie eher gemobbt hat) hat Eira noch nie mit einem Schäfer gespielt. Es kommt nicht mal zum Beschnuppern. Eira sieht einen Schäfer(-mischling) und dreht durch: Wenn sie größer sind, versucht sie zu fliehen oder sie zu verbellen. Dabei ist es ziemlich egal (zumindest hab ich da noch nix durchschaut), ob sie dabei vom anderen Hund beachtet wird oder nicht, ob er laut ist oder eher ruhig,...
Ich habe es länger mit dem Clicker probiert, mich dann allerdings eher auf andere Probleme konzentriert (z.B. fremde Menschen) und gehe Schäfern meist einfach großräumig aus dem Weg.

Ich verstehe nur den Grund ihrer Angst nicht. Noch dazu, wo ein Belgischer Langhaarschäfer, ein Deutscher und ein gestromter Holländer ja doch - für mich auf den 1. Blick - ziemlich unterschiedlich sind...

Erlebnis(se) von gestern: 1. Hundezone: Ein Schäfermischling, Rüde, ziemlich groß (im Rücken seeehr gerade) kommt rein. Wir schon drinnen. Ich habe Eira zu mir gerufen und schon mal bestätigt als sie ihn erblickt hat und noch entspannt schien. Kaum beginnt er sich zu Nähern (geduckte Haltung, eindeutig beschwichtigend, Distanz zu dem Zeitpunkt gut 25 m), fängt sie an zu quietschen/pfeifen/jaulen, rennt in großem Bogen an ihm vorbei und versucht durch den Spalt beim Eingang zu entwischen... So extrem war es eigentlich noch nie (auch nicht in Hundezonen).
Ich bin ihr nach, bin ans andere Ende der Hundezone gegangen, hab dort, als sie sich beruhigt hatte noch ein paar Übungen gemacht und bin dann gegangen.
2. Direkt danach hab ich noch einen größeren Spaziergang in einer hundereichen Gegend gemacht (ich wollt das nicht als letztes Hundeerlebnis des Spazierganges stehen lassen). Dor hat sie erstmal mit zwei kleineren Hunden gespielt. Dann hab ich in einer Entfernung von knapp 100 m einen kleineren Schäferhundmischling (etwas größer als Eira) gesehen. Ich also Eira zu mir gerufen, mich in einiger Entfernung der offensichtlichen Strecke von Hund und Besitzer aufgebaut und dort Näherkommen wieder mit Clicker und Leckerli bestätigt... Je näher sie kamen, umso eher habe ich gesehen, dass der andere Hund vom Körperbau sehr schäfermäßig aussah, aber viel größere Ohren (eines davon Schlapp) hatte. Irgendwann sah der Hund Eira und kam total direkt auf uns zugestürmt (aber in eindeutiger Spielabsicht). Ich will mich grad dazwischen stellen, da schmeißt sich mein Hund in Spielaufforderungsstellung. Ich hatte grad noch die Zeit, sie freizugeben, um (mir?) den Schein zu wahren, ich hätte das darauf folgende Spiel erlaubt .

Ich versuch nun zu reflektieren warum und welcher Teil der "Schäfermerkmale" bei Eira Angst auslösen... Der Körperbau ist es offensichtlich nicht, gegen die Schädelform spricht, dass z.B. der Belgier bei längerem Fell doch gar nicht sooo eine ähnliche Kopfform hat. Die dünklere Farbe kann es nicht sein - mit schwarzen Labradors z.B. spielt Eira wahnsinnig gern.
Ich weiß nur, dass sich diese Aversion/Angst bei Schäfern, reinrassig, wirklich durchzieht und bei Mischlingen oft auch (kommt vermutlich auf den "Anteil" an).
Hat jemand eine Idee???

sallysue Offline

Bauernopfer, geht gar nicht


Beiträge: 1.017

08.10.2008 17:23
#2 RE: Eira und ihre Schäferaversionen Zitat · Antworten

Hi Ulli,

bin sicher keine Expertin, deshalb kann ich nur mutmaßen: vielleicht ist es nicht das äußere Erscheinungsbild der Hunde auf das Eira reagiert, sondern das typische Schäferhundverhalten...eben hüten, treiben...

Habe schon selbst beobachten können, dass einige Hunde "befremdet" auf typische Schäfervertreter reagieren. Viele SH nehmen beim Anblick eines Artgenossen eine leicht geduckte Haltung ein, fixieren mit Blicken und deuten eine Bewegungseinschränkung beim Gegenüber an (Expertinnen, lasst Gnade walten ob meiner grottenüblen Ausdrucksweise, bin wie gesagt nur dummer Hunde-User...).

Vielleicht hat Eira mit diesem Verhaltensmuster ein Problem, weil sie sich in die Enge getrieben fühlt...?

Liebe Grüße
Sandra

stoppel Offline



Beiträge: 8.461

08.10.2008 20:16
#3 RE: Eira und ihre Schäferaversionen Zitat · Antworten

Zitat von sallysue
Viele SH nehmen beim Anblick eines Artgenossen eine leicht geduckte Haltung ein, fixieren mit Blicken und deuten eine Bewegungseinschränkung beim Gegenüber an ...
Vielleicht hat Eira mit diesem Verhaltensmuster ein Problem, weil sie sich in die Enge getrieben fühlt...?


Das finde ich sehr interessant Sandra.

Richy hat zwar angeleint bei nahen Begegnungen mit vielen Hunden seine Probleme, bei Schäferhunden und Schäfermixen kommt es aber überhaupt nicht auf die Größe, das Alter und das Geschlecht (kastriert oder nicht) an.
Damit hat er immer Schwierigkeiten.

Könnte eine Erklärung sein.

LG Iris mit Brummbär Richy und Springmaus Querida
_______________________________________________

"Happiness is not a station you arrive at, but a manner of travelling." (M.L. Runbeck)

soffie Offline

Zwar nicht des Teufels General, aber doch des Satansbratens inquisitorische Fee


Beiträge: 6.337

08.10.2008 20:28
#4 RE: Eira und ihre Schäferaversionen Zitat · Antworten

Meine Eltern haben ja schon seit 50 Jahren Schäferhunde.
Ich hatte schon als Kind den Eindruck, daß viele Menschen, wenn sie einen solchen Hund erblicken
doch sehr "vorsichtig" sind. Kann es sein, daß es euch auch so geht? Ist ja meistens unbewusst.



Gruss Kerstin

Liebe Grüsse
Kerstin

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Der Gedanke "Wie belohne ich meinen Hund für richtiges Verhalten?" zeichnet die Qualität der Ausbildung aus, nicht der über Bestrafung. (Edgar Scherkl)

stoppel Offline



Beiträge: 8.461

08.10.2008 21:17
#5 RE: Eira und ihre Schäferaversionen Zitat · Antworten

Zitat von soffie
Meine Eltern haben ja schon seit 50 Jahren Schäferhunde.
Ich hatte schon als Kind den Eindruck, daß viele Menschen, wenn sie einen solchen Hund erblicken
doch sehr "vorsichtig" sind. Kann es sein, daß es euch auch so geht? Ist ja meistens unbewusst.
Gruss Kerstin


Glaube ich für meinen Anteil eher nicht. Ich habe keine negativen Erfahrungen mit SH und kenne eine ganze Menge.

Unbewusst vorsichtig wäre ich eher bei den molosserartigen Hunden.

LG Iris mit Brummbär Richy und Springmaus Querida
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"Happiness is not a station you arrive at, but a manner of travelling." (M.L. Runbeck)

Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

08.10.2008 21:29
#6 RE: Eira und ihre Schäferaversionen Zitat · Antworten



Viele Schäfer sind ja von der "Buh-Fraktion"; sie erschrecken gern mal unsichere Artgenossen "rein prophylaktisch". Möglicherweise haben da ein, zwei Erlebnisse gereicht, die deine Lady sich gemerkt hat (ohne dass du mitgekriegt haben musst, was da zwischen den Hunden geschah).

Nur so ne Idee ...

zingara Offline




Beiträge: 46

09.10.2008 13:55
#7 RE: Eira und ihre Schäferaversionen Zitat · Antworten

Also ich persönlich hab mit Schäferhunden überhaupt kein Problem. Betrifft tw. auch sehr liebe Hunde von lieben Bekannten am Hundeplatz... Ich weiß auch, dass angeblich schon soooo viele Leute und Hunde schlechte Erfahrungen mit Schäferhunden gemacht haben... Ich hatte ja davor auch schon mal einen Hund und weder mit der noch mit Eira hab ich da diesbezüglich je schlechte Erfahrungen gemacht...
Eira hütet ja selbst gern andere Hunde. Und lautlos ist sie auch nicht grad.
Einzige Sache: Nach meiner Erfahrung spielen Schäferhunde oft gerne Zerrspiele auch mit anderen Hunden. Das macht Eira überhaupt nicht. Ich hab wohl mal irgendwas übersehen. Mich fasziniert wie gesagt nur, die breite Schäferbandbreite auf die sie das anwendet.
Seit einiger Zeit haben wir eine "neue" junge Schäferhündin in der Siedlung... Die kennt Eira eigentlich seitdem sie ganz klein war und obwohl Eira sonst mit jungen Hunden sehr souverän und ruhig umgeht, hat sie die von Klein auf ziemlich bös angekläfft...
Naja, macht ja nix. War nur so eine Eingabe gestern.
LG Ulli!

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