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Sanne

auf Wunsch mit Zwergverbalerotikern

Beiträge: 1.245



20.08.2008 10:56
Zwischenbericht der Fußhupen-Fraktion Zitat ·antworten

Hallo an Alle,

nach langer Zeit mal wieder ein kleiner, ok, ich geb`s zu LANGER Zwischenbericht von Mini und Elmo. Zunächst einmal sind wir leider immer noch vom Stand im April entfernt. Als wir in Dänemark waren, konnten wir ja ohne Leine relativ problemlos an anderen Hunden vorbei, auch im Training spielte Mini mit anderen, Elmo taute immer mehr auf. Dann kamen ja Elmos drei Hornhautverletzungen, der schlimme Vorfall, wo er vor Angst (drei große Hunde rannten im Vollspeed auf ihn zu) abgehauen ist und fast überfahren worden wäre, sowie Mini's starke Verschlimmerung der Patella-Luxation. Sprich: In den letzten Monaten sind wir auf einem Niveau, das etwas besser als zu Beginn des Trainings liegt.

Da in unserem Trainingspark in der letzten Zeit dann doch immer Sachen passiert sind,trainieren wir nur noch kontrolliert Hundebegegnungen. Wir trafen im zuvor genutzten Park etwa immer den teilweise nicht-abrufbaren Dobi-Mix Paul, der meine Hunde in Angst und Schrecken versetzt hat, als er wie wild durch einen Teil des Parks düste und auch immer wieder auf uns zusteuerte. Währenddessen hörte man sein Frauchen immer rufen „Der tut nix! Oh mein Gott! Paul!“ Dessen Frauchen beschwert sich jetzt immer lauthals über die beiden Zwerge, weil sie so kläffen, auch bei anderen Hundebesitzern. Und sagt mir, dass das so nichts wird (kein Wunder, die drehen erst mal durch, wenn sie jetzt Paul sehen) Durch und durch sympathisch, also. Wie auch immer: Um die Begegnungen jetzt wirklich kontrolliert zu gestalten, schöpft unsere Trainerin aus dem Hundebetreuungspool Ihres Freundes. Und gestern war ein gutes Training:
Zunächst einmal trafen wir Teddy, einen schwarzen Labrador. Zunächst war Mini ganz still und machte auch schon eine Badekappe, dann knurrte Elmo kurz, worauf Mini dann wieder loskläffte und Elmo miteinstieg. Dies zeigt einmal wieder: Fängt einer an, ist der andere sofort mit dabei, schließlich sind sie ein Team geworden... Es gilt also, Elmo weiter im Selbstbeusstsein zu stärken, so dass er wieder ohne Knurren an Hunden vorbei kann. Beide beruhigten sich aber ratzfatz, so dass wir in Ruhe mit Teddy spazieren gehen konnten und beide nahmen auch Kontakt zu ihm auf. Danach kam Luca, ein sehr großer Mischling, ebenfalls dunkel. Clint, mein Mann, ging mit Elmo vor, damit Elmo ihn zuerst treffen kann. Elmo und Luca kamen dann gemeinsam auf Mini und mich zu und Mini blieb vollkommen still und begrüßte den Riesen Luca mustergültig. Auch mit Luca gingen wir dann etwas spazieren. Danach war Molly dran, eine Rottweiler-Dame. Elmo blieb bei seiner Begrüßung ganz cool, Mini jedoch tickte völlig aus und versuchte mehrmals Molly in die Hacken zu kneifen. Mehrere Male kreischte sie los. Elmo machte die ersten Male mit, ließ es aber hinterher sein. Ich stellte mich als Puffer zwischen Molly und Mini und auch mit Molly gingen wir dann spazieren. Hinterher konnte Mini still mit etwas Abstand (1m) neben Molly gehen, ohne zu attackieren oder zu kreischen. Eine Begegnung bei der Abendrunde brachte mir dann auch die Erkenntnis: Mini mag andere Hündinnen eher nicht, egal ob groß oder klein. Während bei großen Rüden doch sehr schnell Ruhe ist, sind es immer die Hündinnen die sie attackiert. Abends trafen wir nämlich Missy, eine West-Highland-Terrierin, bei der sie wie bei Molly drauf los stürzen wollte. Die sehr verständnisvolle Besitzerin plauderte aber so lange mit mir, bis Mini sich beruhigt hatte und auch mit Missy Schnüffelkontakt möglich war.

Elmo dagegen knurrt immer präventiv, aber das finde ich erfreulich, weil er quasi eine Stufe heruntergeschaltet hat und nicht sofort anfängt, wie wild loszubellen. Er ist noch weit von dem Elmo entfernt, der er vor dem Vorfall war, aber wir sind wieder auf dem richtigen Weg dahin und ich bin zuversichtlich, dass er in den nächsten Wochen weiter Selbstvertrauen fassen wird.

Fazit: Beide sind einzeln sehr gut handelbar, Mini mag keine fremden Hündinnen (Hündinnen, die sie länger kennt, sind kein Problem), schafft es aber nach einiger Zeit sie zu ertragen. Grundsätzlich können sie sich mit anderen Hunden verstehen und kommen nach einer Eingewöhnungszeit auch gut mit anderen aus. Daher denke ich, werden wir das Problem irgendwann doch noch in den Griff bekommen. Wichtig ist für uns, den beiden weiterhin ganz stark Sicherheit zu geben und ihnen aber auch zu zeigen, dass Aggressivität nicht die Hunde vertreibt. Wir gehen erst, wenn sie sich beruhigt haben. In der Konsequenz, wie wir es jetzt betreiben, haben wir es vorher nicht getan.

Ansonsten finde, ich dass Mini und Elmo ganz wunderbare Hunde sind. Sie bellen kaum noch im Haus, man kann sie überall hin mitnehmen, sie hören echt gut (wenn keine andere Hunde in der Nähe sind , aber auch da sind sie zunehmend ansprechbar), sie fahren problemlos Auto und können ebenso problemlos alleine bleiben. Elmo verliert immer rascher die Scheu vor anderen Menschen und Mini war letzte Woche sogar mit bei beruflichen Terminen in Berlin. Sie war mustergültig! Ging wunderbar bei Fuß, achtete auf mich, lümmelte sich in ihrer Reisetasche während der Meetings und man hörte keinen Mucks von ihr. Auch das Bahnfahren machte sie ganz lässig mit. Ich finde, das ist auch unglaublich viel wert und mir wird ganz warm ums Herz, wenn ich jetzt an die beiden deke.

So, es ist jetzt sehr lang geworden, aber vielleicht auch die letzte Chance vor dem Abflug nach Korfu am Samstag zu meiner Tante noch einmal ausführlich zu schreiben.

Liebe Grüße

Sandra

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