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Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 40.551



28.08.2016 05:33
Unseriöse Tierschutzvereine Zitat ·antworten

Nach zwei extrem schlimmen Erfahrungen ein Statement von mir zum Auslandstierschutz. Bitte teilt den Beitrag und weist auch seriöse Tierschutzorgas, die Ihr kennt, explizit darauf hin, daß insbesondere Leishmaniose keine mit zwei Pillen am Tag in Schach zu haltende Erkrankung ist, sondern eine auch ohne Zwischenwirt, allein durch den Austausch von Körperflüssigkeiten, hoch ansteckende. Das gilt nicht nur für den Hund-Hund-Kontakt. Leishmaniose ist auch eine Zoonose, also eine auch auf den Menschen übertragbare Krankheit. Bitte helft mit, darüber aufzuklären, um möglichst viel Schaden von Mensch und Tier abzuwenden.

----

Liebe Tierschutzorganisationen, die Ihr Euch lediglich dafür ausgebt, denen das Wohl der Tiere aber letztlich egal ist,
nachdem ich jetzt zum zweiten Mal in wenigen Wochen Kunden vor mir stehen hatte, die völlig verzweifelt waren, weil sie von Euch statt Hilfe unverschämte Kommentare und Antworten bekamen, die eine unfaßbare Fahrlässigkeit und/oder Dummheit dokumentierten, möchte ich hier ein Statement abgeben.

Ich tue das als Halter von ausschließlich aus dem Tierschutz kommenden Hunden (aktuell stammt einer aus Griechenland, einer aus Spanien, eine aus Luxemburg, einer aus Deutschland, zuvor lebten noch ein Fuerteventuraner bei mir und ein weiterer "Deutscher"), also als jemand, der dem Auslandstierschutz keineswegs ablehnend entgegensteht. Wenn, ja wenn er denn seriös ist, was in erster Linie bedeutet, sich für die Menschen, zu denen das neue Familienmitglied kommt und die Hunde, die regelmäßig einen regelrechten Kulturschock erleiden, verantwortlich zu fühlen.

Es kann und darf nicht sein, daß sogenannte Tierschützer Hunde ins Land bringen, die nicht auf Mittelmeerkrankheiten getestet wurden. Es kann und darf nicht sein, daß künftigen Hunde"eltern" Hunde übergeben werden, die gar nicht die von ihnen ausgesuchten sind. Es kann und darf nicht sein, daß den Leuten, selbst, wenn sie als Pflegestellen fungieren, Hunde ohne Verträge in die Hand gedrückt und Tierarzt-, Versicherungs- und Futterkosten wider Absprachen aufgebürdet werden.

Ebensowenig, wie es nicht sein kann und darf, daß Ihr nicht eine Sekunde überlegt, WOHIN Ihr einen Hund vermittelt, ob die neue Umgebung überhaupt für dieses spezielle Individuum passen kann.
Angsthunde mitten in die Großstadt zu geben, ist ebenso fahrlässig, wie Kangals oder andere Herdenschutzhunde in urbanen Umgebungen ihr Dasein fristen zu lassen.
Auch der Auslands-Mali ist ein Mali und meist zusätzlich durch sein Vorleben geschädigt, er braucht wie soviele "Spezialisten" unter den vermittelten Hunderassen Menschen, die sich mit seinen Besonderheiten auskennen, weil Ihr den Leuten sonst tickende Zeitbomben verkauft, wie einst mein Ben eine war.
Wäre er, mein großer alter Mann, mein Seelengefährte von Beginn an, nicht bei mir gelandet, ich nicht so verliebt in diesen besonderen Hund gewesen, hätte ich Familie, Kinder gehabt und mich nicht mit ihm gemeinsam durchgebissen - er wäre ein weiteres Opfer Eurer "vermitteln um des vermittelns willen"-Politik geworden. Wie soviele andere, die nicht das Glück haben, an einen Menschen zu geraten, der auch mit übelstem Aggressions- und/oder Angstverhalten umgehen will und kann.

Doch noch viel weniger als das bereits Geschriebene darf es passieren, daß das eingeführte Tier offensichtlich krank ist (im jüngsten Fall durch Demodex, Sarcoptes, div. Pilze und Hefen), praktisch kein Fell mehr hat und/oder sich kurz nach Übernahme herausstellt, daß der Hund an Leishmaniose oder Anaplasmose oder etwas anderem ansteckenden erkrankt ist.

Am allerwenigsten aber kann und darf es sein, daß Ihr den Leuten Sätze wie "ich weiß nicht, was Sie wollen, wir bringen ständig kranke Hunde ins Land" oder "fragen Sie sich mal, ob Sie wirklich ein Tierschützer sind, wenn Sie gleich zum Tierarzt rennen, DIE machen die Hunde doch erst krank" an den Kopf knallt und danach den Hörer auflegt und einfach nicht mehr ans Telefon geht.

Das klingt wie Satire? Nein. Das ist ALLES wirklich passiert, und es sind nur zwei Geschichten zusammengefaßt, in die ich als Trainer in den letzten Wochen involviert war und zu helfen versuchte.

Ganz konkret starb Hund 1 nach knapp einer Woche an einer seltenen Form der Anaplasmose und sind die Halter von Hund 2 völlig verzweifelt, denn ihr Tier ist hochgradig leishmaniosepositiv und artgenossenaggressiv, schnappt dabei auch schon mal, wenn es eng wird.
Blöd nur, daß Fachleute ihnen erst lange nach dem ersten Vorfall, nachdem die Halter nicht von der Orga, sondern von mir als Trainer an die richtigen Adressen weitergeleitet wurden, erklärten, was jeder Tierschutzverein wissen sollte, aber gerade Ihr unseriösen vehement abstreitet: Daß ihr Hund im Falle eines Austauschs von Körperflüssigkeiten (z.B. bei einem Biß oder einer kleinen Wunde, die mit einer Wunde des erkrankten Hundes in Berührung kommt) nicht nur für Artgenossen, sondern auch für Menschen ansteckend ist. Ihr hättet es sein müssen, die hätten warnen müssen. Doch statt dessen wies ich als Trainer und wiesen drei Tierärzte auf das Offensichtliche hin: Solange der Hund nicht mit Artgenossen klarkommt, gehört ein Beißkorb drauf. Ja, liebe unseriöse Tierschutzorga (und liebe unseriöse Tierärztin, die tatsächlich eine Ansteckungsgefahr bei Leishmaniose negierte, so ist es, andere Lebewesen gehören geschützt und Euer Job wäre es, darauf eindringlich hinzuweisen. Nur, daß Ihr soviel damit zu tun hattet, Eure Hände in Unschuld zu waschen, den gutgläubigen und unbedarften Haltern Vorwürfe zu machen, daß Ihr DAS glatt übersehen habt.

Dabei hatten sie, die neuen Halter, alles richtig machen wollen und Euch sogar die goldene Brücke gebaut. Sie hatten Euch, den Verein, dem sie vertrauten, explizit gebeten, zu prüfen, ob der Hund gesund sei, da sie in absehbarer Zeit ein Kind wollen. Das Ergebnis: Statt Glück mit dem neuen Familienmitglied zu erleben, bekamen sie von Euch blöde und arrogante Sprüche zu hören und regiert nun die Angst. Was, wenn er einen anden Hund beißt? Was, wenn und sei es im Spiel, das Kind etwas abbekommt? Oder sie selbst?

Liebe Tierschutzorganisationen, die Ihr Euch dafür ausgebt, denen das Wohl der Tiere aber letztlich egal ist, bitte denkt nach, bevor ihr Hunde von der Straße wegfangt. Überlegt, ob es für den jeweiligen Hund richtig und notwendig ist. Laßt Hunde, die Ihr aus dem Land bringt, auf Mittelmeerkrankheiten testen. Heilt kranke Hunde erst vor Ort, aber bringt sie nicht in erbarmungswürdigem Zustand, womöglich mit ansteckenden Erkrankungen hierher. Sucht den richtigen Platz für den richtigen Hund und vermittelt nicht auf Teufel komm raus. Laßt die Halter nicht im Regen stehen und vor allem verharmlost Erkrankungen nicht und schiebt nicht den schwarzen Peter den neuen Haltern zu. Informiert Euch selbst über die Folgen von speziellen Erkrankungen, bildet Euch fort und tut nicht so, als ob Räuden oder Leishmaniosen etc. Bagatellen wären.

Verhaltet Euch wie echte Tierschützer und nicht wie Betrüger und Lügner, denn so, wie es im Moment läuft, bringt Ihr den gesamten Auslandstierschutz in Verruf.

(Bild: Zwei Tierschutzhunde, links Parcifal, gekommen über eine seriöse Organisation, die in Spanien tätig ist, rechts G'lupa de la Noire Alliance, Privatübernahme aus Luxemburg.

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal und Prince Maddox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

----

"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Angefügte Bilder:
_20160828_011719.JPG  
Menetekel


28.08.2016 13:37
RE: Unseriöse Tierschutzvereine Zitat ·antworten

Parasitus Ex e.V. hat zu dem Thema "Hund aus dem Ausland" eine wirklich erwähnungswürdige Broschüre heraus gegeben. Wenn es erlaubt ist, würde ich dazu gern den Link einstellen.

Daneben kann man ja auch eine Suchmaschine bemühen.

Anki92

stolze Besitzerin des Wunders von Wiesen und eines zu Hause rotzfrechen Zwergrottis

Beiträge: 1.843


28.08.2016 13:51
RE: Unseriöse Tierschutzvereine Zitat ·antworten

Danke für den text Barbara!
Du sprichst mir grad so aus der Seele.


Da es bei uns Finanziell und durch den Umzug passte wollten wir auch einem Tierschutz Hund ein zuhause geben.
Es gab sogar eine Platzkontrolle die sich uns und unser Umgebung anschaute und wie dachten das dass schon alles Serös sein wird.

Mir wurden im Vorfeld Videos und Bilder von Mori geschickt und hatten dann noch viel Kontakt per email.

Mir wurde von der Orga auch versprochen das Mori Gesundheitlich gecheckt wird und nur in D einreist wenn sie Gesund ist.
Als mir dann im Video da schiefe Bein auffiel Sprach ich meine Ansprechpartnerin sofort darauf an wir wurde versprochen und gesagt das da Beinchen gebrochen war aber jetzt alles verheilt ist un keine weitere Behandlung nötig sei.

Ich bin wirlich sehr enttäuscht, da die maus bereits am zweiten Tag anzeichen von Krankheit zeigte.

Und jetzt haben wir mit Demodex, Keimen, Giardien und dem Short Radius Corpus Valgus zu kämpfen und Mori muss wegen den Beins auf schmerzmittel eingestellt werden und eine OP Kommt vermutlich noch auf uns zu.

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 40.551



28.08.2016 16:22
RE: Unseriöse Tierschutzvereine Zitat ·antworten

Zitat von Menetekel im Beitrag #2
Parasitus Ex e.V. hat zu dem Thema "Hund aus dem Ausland" eine wirklich erwähnungswürdige Broschüre heraus gegeben. Wenn es erlaubt ist, würde ich dazu gern den Link einstellen.

Daneben kann man ja auch eine Suchmaschine bemühen.

Naucke ist eine zuverlässige Quelle und Aufklärung tut not. Bitte unbedingt verlinken.

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal und Prince Maddox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Menetekel


28.08.2016 16:52
RE: Unseriöse Tierschutzvereine Zitat ·antworten

Zitat von Elektra im Beitrag #4
Zitat von Menetekel im Beitrag #2
Parasitus Ex e.V. hat zu dem Thema "Hund aus dem Ausland" eine wirklich erwähnungswürdige Broschüre heraus gegeben. Wenn es erlaubt ist, würde ich dazu gern den Link einstellen.

Daneben kann man ja auch eine Suchmaschine bemühen.

Naucke ist eine zuverlässige Quelle und Aufklärung tut not. Bitte unbedingt verlinken.


Mache ich natürlich sofort!

http://www.parasitosen.de/

Dort ist auch die besagte Broschüre kostenlos abrufbar. Sie ist auch DIE Lektüre für jeden, der Vorkontrollen macht. Finde ich zumindest.

Kleiner Muck



Beiträge: 240


28.08.2016 19:37
RE: Unseriöse Tierschutzvereine Zitat ·antworten

Danke für den Text und den Link zu Parasitus Ex.

Ein Bekannter hatte auch eine Hündin aus dem Süden adoptiert. Sie war immer wieder krank, es ging ständig bergauf und bergab. Erst der vierte (!) TA hat eine Mittelmeerkrankheit diagnostiziert. Bis dahin und danach hatte mein Bekannter viel Geld ausgegeben. Er war stinksauer auf die Organisation. Nicht wegen des Geldes allein, er ist auch sehr tierlieb. Mittlerweile hat er die Kleine einschläfern lassen müssen .

Gibt es auch so etwas wie eine Black- und White-Liste von Auslands-Tierschutzorganisationen, also welche als seriös gelten und von welchen man die Finger lassen sollte?

Mit meiner hatte ich Glück. Die Dame, die von Anbeginn an meine Ansprechpartnerin war, hat mir auch nach Taros Einzug telefonisch geholfen und sich auch mal von sich aus gemeldet.

FinFin



Beiträge: 827



28.08.2016 19:49
RE: Unseriöse Tierschutzvereine Zitat ·antworten

Danke Barbara für den Text! Ich teile natürlich!Habe auch schon so meine Erfahrungen gemacht - allerdings mit Deutschen Organisationen! Im Moment kämpfe ich das mein Opa keine Pflegestelle für eine Orga hier in D wird. Die Orga riet meinem Opa (da sie nicht an über 70 Jährige vermitteln) das sie doch einfach im Vertrag jemand anderen, jüngeren angeben sollten. Mein Opa wird nun 84 und ist nicht mehr wirklich sooo fit. Er hatte sein ganzes Leben lang Bernersennen und möchte nun wieder einen. Nun verrate mir mal einer bitte was daran seriös ist zwei über 80 Jährigen einen Hund zu vermitteln der in der Regel aus irgendwelchen Vermehrerhöfen kommt?!

Menetekel


28.08.2016 22:13
RE: Unseriöse Tierschutzvereine Zitat ·antworten

Zitat von Kleiner Muck im Beitrag #6
Danke für den Text und den Link zu Parasitus Ex.

Ein Bekannter hatte auch eine Hündin aus dem Süden adoptiert. Sie war immer wieder krank, es ging ständig bergauf und bergab. Erst der vierte (!) TA hat eine Mittelmeerkrankheit diagnostiziert. Bis dahin und danach hatte mein Bekannter viel Geld ausgegeben. Er war stinksauer auf die Organisation. Nicht wegen des Geldes allein, er ist auch sehr tierlieb. Mittlerweile hat er die Kleine einschläfern lassen müssen .

Gibt es auch so etwas wie eine Black- und White-Liste von Auslands-Tierschutzorganisationen, also welche als seriös gelten und von welchen man die Finger lassen sollte?

Mit meiner hatte ich Glück. Die Dame, die von Anbeginn an meine Ansprechpartnerin war, hat mir auch nach Taros Einzug telefonisch geholfen und sich auch mal von sich aus gemeldet.



Ganz ehrlich - bisschen sollte man sich auch selbst vorher informieren und nicht alles von der Organisation abhängig machen. Kranke Hunde kann man auch in D, beim Züchter und privat bekommen.

In Zeiten von Internet wird es einfach gemacht, auf Infos zurück zu greifen. Ich will die Organisationen da nicht frei sprechen, aber viele lassen sich nur von Bildern leiten, Hauptsache sie haben einen Hund "gerettet". Aber was für Probleme da oftmals auf sie zutapsen, dass ist den meisten gar nicht bewusst. Bei so vielen Dingen im Leben holt man sich vorher Infos - nur beim Hundekauf wird man plötzlich blauäugig.

Und das im obigen Post erst der vierte Tierarzt überhaupt eine MMK erwog, lässt mich schon an dem Berufszweig etwas zweifeln - erst recht, wenn gesagt wird, dass das Tier aus Südeuropa stammt.

Bei meiner Terry war das erste, was meine Tierärztin bei ihr gemacht hat, eine Blutentnahme fürs Rumänienprofil - auf meine Bitte hin.

Vieles liegt auch bei den Leuten, die vorkontrollieren. Da wird einem wildfremden Menschen Glauben geschenkt und anhand dessen Einschätzung vermittelt. Ich sollte wirklich mal ein Buch schreiben über die vielen Märchen, die mir so erzählt wurden. Und ich habe mich so oft gefragt, wieso Organisationen wildfremden Menschen abnehmen, dass man als VK wirklich abschätzen kann, dass der Interessent tatsächlich auch der Richtige ist - ohne zB mich persönlich zu kennen.

Ich habe mich oft gefragt, ob diese Besuche nur Alibifunktion haben. Ich würde keinem wildfremden Menschen so unverblümt vertrauen. Ok, ich mache das schon über 30 Jahre, trotzdem entscheide ich jedes Mal über ein Schicksal.

Aber ich habe auch schon erlebt, dass bei negativer Vk der Hund/die Katze trotzdem hingegeben wurde (zu hohes Alter, Katzen Interessent Wochenendheimfahrer,knapp 80 j. Rentnerin in Grundsicherung, Alkoholiker, Hund soll als Hauptaufgabe Nachbarskatzen vom Grundstück fernhalten etc). Aber da führe ich eine eigene schwarze Liste.

Leider habe ich auch von deutschen Vereinen das ein oder andere negative erlebt - besonders was das Verschweigen der tatsächlichen Herkünfte vieler Hunde betrifft. Denn viele Hunde in Heimen stammen inzwischen aus RO, Polen etc.

Und vor allem wird dann auch gern mal aus einem HSH ein Schnauzermix gemacht.

Fina

der Welt untypischster Herdenschützer, der für Frauchenkontakt schon mal Houdini in den Schatten stellt

Beiträge: 1.301



29.08.2016 07:37
RE: Unseriöse Tierschutzvereine Zitat ·antworten

Man kann die ausländischen TSV aber auch nicht mit den deutschen vergleichen. Die sind froh, wenn der Hund aus dem Zwinger kommt, um Platz für den nächsten zu machen. Wo der Hund dann hinkommt ist im Prinzip wurscht. Als ich ins Tierheim fuhr um mir Fina anzuschauen (ich wohne in Tschechien), hat die Tierheimfrau mir nachdem ich unterschrieben, ihr meinen Perso (der übrigens eine alte Adresse enthielt, aber das interessierte auch nicht) vorgelegt und umgerechnet 20 € bezahlt hatte, den Hund in die Hand gedrückt und mir viel Spass gewünscht.

10 Minuten später fuhr ich mit nem riesigen Hund über die Autobahn, über den mir nur gesagt wurde er sei "ganz lieb".

Ich hatte mich da anfangs auch sehr drüber aufgeregt, aber so ist das hier nun mal.

Liebe Gruesse

Steffi + Fina

kaha

passionierte Querdenkerin

Beiträge: 6.232



29.08.2016 10:47
RE: Unseriöse Tierschutzvereine Zitat ·antworten

Je nach Land und Tierheim ist es halt auch die einzige Chance auf Weiterleben für den Hund. Wird er zurück gebracht, wird er halt ein bisschen später getötet. Da verdrängt man vielleicht auch mal, dass es im Bereich des Möglichen liegt, dass der Hund durch die "Vermittlung" im Elend landet, vllt sogar dran stirbt.

--

Gruß,
Katharina

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