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Dieses Thema hat 41 Antworten
und wurde 1.902 mal aufgerufen

Das Neueste auf einen Blick



 Behaviour (öffentlich)
Seiten 1 | 2 | 3
Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

17.06.2008 12:39
#31 RE: Oha's Story Zitat · Antworten


Manchmal frag ich mich, ob "die Südländer" eventuell noch ein wenig "ursprünglicher" sind als ihre "extra für die Zivilisation gezüchteten" Artgenossen ...

Und dann wieder denk ich "Nee, es liegt doch eher an uns Menschen ..." - und erinnere mich an "früher". Meine Hündin lebte mit einer Artgenossin zusammen, wir gingen regelmäßig ins Auslaufgebiet, sie traf verschiedene Hunde beim Reiten, aber beschäftigt in dem Sinne hat sie sich nie mit einem anderen Hund. Witzigerweise hatte ich diesen Anspruch auch nie. Mir reichte, dass sie überall dabei sein konnte und dass sie unauffällig war. Was sie mit den anderen Hunden tat - oder nicht - war mir egal. Die Möglichkeit hatte sie zwar, ich dachte aber nie darüber nach, ob oder warum sie sie nutzte (oder nicht).

Wenn wir andere Hunde trafen, deren Halter ganz deutlich Angst oder Ablehnung signalisierten, gingen wir ruhig an ihnen vorbei, egal ob die zeterten oder sich Kopf stellten oder sonstwas machten. Mir wäre damals nie in den Sinn gekommen, mir oder der Welt beweisen zu müssen, wie gut mein Hund mit diesem anderen Hund auskommt, ich hab einfach akzeptiert, dass diese Leute keinen Kontakt wünschten. Und sie direkt danach vergessen. Ich hab auch über "muss sozialisiert werden" nicht nachgedacht - das Wort kannte ich nicht mal zu der Zeit. Geschweige denn, etwas "üben" zu müssen oder "ein bestimmtes Verhalten anzutrainieren/einzufordern/zu erklickern". All das kam mir überhaupt nicht in den Sinn. - Entsprechend wenig hab ich meinen Hund beobachtet, wusste weniger und war ... entspannter

Diese, meine Hündin hat sich 2 Mal im Stall mit einer Schäfermixin gekloppt - beide Male ging es um Läufigkeiten/Scheinschwangerschaften. Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß, ich wäre nie wieder um die Scheinschwangerschaft herum mit dem Hund in den Stall gegangen, aus lauter Angst, es könne wieder knallen. Ich hätte mich 100 %ig anders verhalten; unnatürlicher, verkrampfter. Und es wäre mit Sicherheit zu mehr Vorfällen gekommen.

Tatsächlich denk ich manchmal; es wird schwieriger, je mehr man weiß. Als würde der Kopf das natürliche Verhalten blockieren oder überlagern. Und die reine Möglichkeit, dass etwas passieren könnte, führt zu einem völlig unentspannten Umgang mit dem Hund.

Beim Oh war meine Herangehensweise eine völlig andere, bedingt dadurch, dass es das Internet und plötzlich diesen "Hype" um Hunde und ihre Aufzucht gab. Mangels Auslaufgebiet wollte ich ihn dann bewusst mit Artgenossen zusammenbringen, damit er gut sozialisiert wird und die verschiedensten Hunde kennen lernen kann. Was dazu führte, dass "andere Hunde" für mich eine völlig andere Bedeutung bekamen als sie sie je bei meiner Hündin hatten. Ob es nun das bewusste Zusammenbringen war, mein Verhalten insgesamt, oder er tatsächlich so gestrickt ist wie er ist, werde ich vermutlich nie erfahren. Stoff zum Grübeln birgt das Thema aber auf jeden Fall ...



Ginger Offline




Beiträge: 7.899

17.06.2008 12:53
#32 RE: Oha's Story Zitat · Antworten

Ich glaube, daß jeder Mensch, das Tier hat, an dem er in seiner derzeitigen Lebenssituation am meisten lernt.

Grüßle Anja
mit Ginger, Bolli und Milli

Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

17.06.2008 12:58
#33 RE: Oha's Story Zitat · Antworten



Jessas, Anja, du hättest Philosoph werden sollen



Ginger Offline




Beiträge: 7.899

17.06.2008 13:02
#34 RE: Oha's Story Zitat · Antworten

Zitat von Schle Miel
Jessas, Anja, du hättest Philosoph werden sollen

Dankeschön

Grüßle Anja
mit Ginger, Bolli und Milli

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.077

17.06.2008 21:04
#35 RE: Oha's Story Zitat · Antworten

Zitat von Schmutzhund
Mein Hund zeigte mir auch sehr schnell, daß er nicht das super soziale Wesen ist, daß ich mir immer gewünscht habe, er tollt eben nicht gern mit anderen Hunden auf der Hundewiese und ist dabei ganz entspannt und nicht aggressiv.


Öh, mit Verlaub, hier steckt doch ein Anachronismus (nicht Anna-Chronismus ;-)). Dein Hund zeigt Dir, daß er nicht das super soziale Wesen ist - stimmt nicht, im Gegenteil, er tut, was Hund tun sollte, Ruhe und Frieden mit anderen Hunden halten, sie nicht nerven, entspannt und unaggressiv sein, wenn sie ihn ebenso nicht nerven. Das ist friedliche Co-Existenz at its best und - supersozial. Das Problem liegt im zweiten Teil, in "daß ich mir immer gewünscht habe". Wir haben so unsere ganz eigenen Vorstellungen davon, was sozial ist und was nicht - menschliche. Die sind erstens nicht immer für alle gleichermaßen richtig (ich persönlich finde Small-Talk und Kaffee-Klatsch nicht nur nicht unterhaltsam, sondern oft nervend und ganz und gar nicht "sozial", insbesondere nicht, wenn er mir im Biergarten vom Nachbartisch aufgezwungen wird) und haben zweitens mit hundlich normalen Sozialkontakten nicht unbedingt viel zu tun, siehe Welpenstunden und die Katastrophen die dort passieren, weil man auf Teufel komm raus will, daß die süßen Kleinen spielen sollen, sogar dann noch, wenn sie eigentlich längst Ruhe und Entspannung bräuchten. Wir Menschen unterbinden normale hundliche Kommunikation, zu der Knurren, Drohen, Fletschen und so weiter nun einmal implizit gehört, nehmen den Tieren damit ihre Verständigungsmöglichkeiten, weil es ja ach so süß aussieht, wenn sie "spielen" und behaupten dann, diese seien "unsozial". In Wirklichkeit ist das, was wir tun und verlangen nicht nur un-, sondern a-sozial.

Dein Hund tollt nicht gern mit anderen Hunden, vielleicht auch deshalb, weil er gelernt hat, daß er sich nicht ausdrücken darf. Mein Hund tollt nicht gern mit anderen Hunden, vielleicht auch deshalb, weil er nie die Erfahrung machen konnte/durfte, wie das überhaupt geht und weil er, wenn er es versucht, von anderen Hundehaltern angegriffen wird, die ach solche Angst um ihren kleinen Liebling haben.

Schle hat mir ganz zu Anfang unserer Bekanntschaft zahlreiche Fragen über den Umgang meines Hundes mit anderen gestellt. Ich war felsenfest überzeugt, er beschädigungsbeiße. Weil er auf die Artgenossen zustürmte und dabei gefährlich aussah. Mit einem Rüden ging er gleich zu Beginn in einen Kampf. Seltsam, daß dieser keinerlei Schaden dabei nahm. Sowenig wie mein Hund. Aber das Frauchen zeterte und schrie (nachdem sie mir vorher gesagt hatte, ich solle Ben loslassen, die Hunde regelten das schon) so sehr, daß ich damals gar nicht richtig hinschaute, sondern selbst in Panik geriet und nur noch dafür sorgen wollte, daß nichts Schlimmes passierte. Ich bin mir heute nicht mehr so sicher, ob es das überhaupt wäre, auch wenn Ben damals sicher heftiger "drauf war" als heute.

Kürzlich beulte Ben sich mit einem unkastrierten Güldenen. Frauchen hatte mit mir gemeinsam beschlossen, die Hunde regeln zu lassen, nachdem der Güldene sich faktisch mehrfach auf Ben gestürzt hatte, schlicht, weil er ihm den Schneid abkaufen wollte. Schließlich war noch eine Dame anwesend, die beide "begehrten". Dieses Frauchen stand nun neben mir, wir sahen und das wilde Gekeife an, das wirklich schlimm aussah und sehr laut war. Am Ende war: viel Lärm um nichts gewesen und Ben furchtbar naß, weil der Güldene so gesabbert hatte. Er hatte irgendwann aufgegeben, nachdem Ben seinen Stand einfach verteidigt hatte. Sie hatten geregelt. Wie ich finde: Hochsozial. Nur, daß wir Menschen das so nicht akzeptieren können/wollen, viele jedenfalls nicht.

Ich glaube deshalb nicht, daß man immer und alles laufen lassen sollte. Es gibt Situationen, in denen greife ich ein. Eben weil der andere Mensch nicht versteht, sondern meinen Hund für "böse" hält. Oder weil der andere Hund nicht zu bremsen ist, weil er keine Beißhemmung gelernt hat oder sonstwie in seinem Verhalten gestört ist. Wir Menschen haben solche -dann tatsächlich sozial unfähigen- Hunde ja leider "gemacht". Ich denke, daß ich meinem Hund meine Führerschaft dann deutlich machen muß, um ihm Streß oder gar Schaden zu ersparen und Vertrauen zu erwerben. Eskalationen von Aggression vermeide ich, und ich versuche, irgendwie die Relationen zwischen dem einen (das ist hundlich sozial okay, die regeln das) und dem anderen (das ist hundlich sozial nicht mehr okay, das regele ich) hinzubekommen.

Und ich fürchte, Schle, das an Deine Adresse, dabei ist es heute notwendig, zu wissen, was hundlich normal ist und was nicht. Wie ein Hund tickt und wie ich mit ihm hundlich richtig umgehen kann/muß. Es ist einfach so, daß sich die Zeiten in vielen Punkten geändert haben. Unter anderen gibt es heute deutlich mehr Hunde auf dem gleichen engen Gebiet, es gibt deutlich mehr irgendwie in ihrem Verhalten gestörte und/oder genetisch geschädigte Tiere und damit eben doch oft genug "unhundliches" Verhalten im Umgang der Tiere miteinander. Wir sind heute -so meine ich- anders in der Pflicht, uns um unsere Hunde zu kümmern, sie auszubilden - weil sich z.T. die Tiere, aber zum anderen Teil auch unser Blick auf sie und ihren Umgang miteinander verändert hat. Das, was Du beschreibst, mußte damals beidseitig ablaufen - auch der andere Halter mußte bereit sein, die beiden Hündinnen das austragen zu lassen. Hätte er Dich damals angezeigt oder wäre panisch bis selbst aggressiv gewesen wie es heute viele Hundehalter sind - auch das hätte Dich anders agieren/reagieren lassen.

Wir tun eben auch nur, was wir tun müssen. Und wirklich aktiv werden wir erst, wenn unser Leidensdruck hoch genug - das heißt nicht zwingend, daß wir es nicht besser schon früher geworden wären. Ich jedenfalls frage mich oft, ob wir -also meine Familie- unseren Hunden wirklich immer mit unserem Schlendrian und unserer "die machen das schon"-Einstellung eine so großen Gefallen taten. Und ob aus ihnen nicht glücklichere Hunde hätten werden können, wenn wir mal hin- und nicht weggeguckt hätten.

Viele Grüße
Barbara mit Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias, Lausbub Seppl und 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance)

----

"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Schle Miel ( gelöscht )
Beiträge:

17.06.2008 21:16
#36 RE: Oha's Story Zitat · Antworten
In Antwort auf:
Das, was Du beschreibst, mußte damals beidseitig ablaufen - auch der andere Halter mußte bereit sein, die beiden Hündinnen das austragen zu lassen. Hätte er Dich damals angezeigt oder wäre panisch bis selbst aggressiv gewesen wie es heute viele Hundehalter sind - auch das hätte Dich anders agieren/reagieren lassen.


Jep, mit Sicherheit. Deswegen schrob ich, was ich schrob.
Lionne Offline

Knutscht ihre persönliche Ordnungshüterin für Verhaltensketten im Unterholz


Beiträge: 239

19.06.2008 03:05
#37 RE: Oha's Story Zitat · Antworten
Ich denke, dass auch ein momentaner Trend zu besonders "einfachen", im Verhalten infantil gezüchteten Rassen auf Jeden abfärbt. Daraus leitet man unbewusst Ansprüche an den eigenen Hund ab (Zumindestens, bis man sich dessen dann bewusst ist...), da man ja auch die Ansprüche der Umwelt "fühlt".
(Ich will nicht sagen, dass solche Hunde nicht superlieb, freundlich, angenehm, schnuffig und sehr "alltagstauglich" sind. Ich habe nur das Gefühl, da hat sich was entwickelt - das dann natürlich auch zu dann (aufgrund unserer Prägung...) als unangenehm empfundenen Verhaltensweisen führt.....
Wir leben einfach in einer Welt - da gilt "Everbody has to be perfect..." ....

Davon abgesehen hat sich ja auch ein "alles-hinbiegen-wollen" Trend entwickelt. Ich denke, es hat schon sein positiven Seiten, dass mehr Leute Zugang finden zu Hundeerziehung und sich z.T. aufopfernd damit befassen, gut mit ihrem Hund klar zu kommen. Aber es hat eben auch den negativen Aspekt: Denn ganz viel "Was nicht passt, wird passend gemacht" geht eben auch auf Kosten der Individualität...

Hach, wir werden ja hier noch richtig filosofisch - ganz frei nach Garfield...

In Antwort auf:
(nicht Anna-Chronismus ;-))


Merci für die schönen Erklärungen liebe Barbara.
Ahh ....und Ok spar ich mir in Zukunft eben den Blödfug *pffff*

(Aber sag nicht, ich hätte euch nicht gewarnt ...)

Lg &
yashilica Offline



Beiträge: 1.301

20.06.2008 15:59
#38 RE: Oha's Story Zitat · Antworten
Nachdem ich wieder mal eine Menge nachzulesen ahtte und hier fasziniert an dem Ferd hängen geblieben bin ob der interessanten Beiträge noch eine Art Nachtrag

Zitat von Elektra

Zum Thema "Fressen aufnehmen". Mein Herr Hund ist ja auch so ein Exemplar, das sich selbst für einen Müllschlucker hält. Ich habe das gezielt trainiert, das heißt, es wurden und werden die feinsten Leckerchen sowie aller möglicher Kram, den ich unterwegs finde (und zu Trainingszwecken "einkassiere"), vor dem im Signal befindlichen Hund aufgebaut. Er hat sie nicht zu nehmen, bis er die Freigabe oder ein Tauschobjekt bekommt. Das hat a) besagten Führungsanspruch (ich kontrolliere die Ressourcen) untermauert, b) mir geholfen, daß der Kerl nicht alles frißt und im Zweifel rausgibt, was er "gefunden" hat. Kann ich Dir also empfehlen, ein derart gezieltes "Trocken-Üben" und zwar nicht nur mit Leckerchen oder Futter, sondern wirklich mit Sachen, an denen die Oha schon Interesse gezeigt hat und die Du ihr "weggeschnappt" hast (sprich, Du hast schneller reagiert ;-)).


Klingt an sich sehr vielversprechend dein Tipp, auch ich führe einen solchen vierbeinigen Allesschlucker mit Ringelschwanz und Stehohren im Gelände mit mir. Stelle mir dabei aber nur mal bildlich vor, was ich da so alles an Herrlichkeiten allesamt aufsammeln müsste, um die Authentizität der Gegestände der Begierde meiner Schnuffelnase zu wahren :

Angefangen von gammelingen Jausensemmeln, über Schimmelbrot und halbverwesende Mausteile hin zu den vielversprechend "duftenden" Hinterlassenschaften der verschiedensten Säuger - je argstinkender umso lieber.

Irgendwelche Zusatz-tipps zur Handhabung aus der Praxis dazu liebe ?

Daneben muss ich auch arg der Schle beipflichten - früher war alles einfacher .

Aber ein bissl was ist dran an dem, dass manche Probleme leider auch erst durch ein Bewußtmachen von möglichen Problemen auftreten. Ich kann mich noch sehr gut erinnern an meine erste Schwangerschaft (sorry aber nur kurz offtopic) - bis kurz vor der Niederkunft habe ich mir keine Sekunde Gedanken gemacht, wie das mit dem Stillen wäre und so. Mein Körper wusste, was er wann zu tun hatte während der Schwangerschaft, also hatte ich keine Zweifel, dass das da anders sein könne. Dann sprach eine Freundin mit mir über das Stillen, was schwierig sei, was zu berücksichtigen, wo die Probleme lauern könnten,.... Ich war echt schockiert und bekam einen mords Stress, dass ich mir darüber keine Gedanken gemacht hatte und nun wäre es beinah zu spät, da das Kind jeden Tag kommen konnte. Fazit - Tobias kam zue Welt, schaute und saugte und es gab nie nur irgendein Problem. Trotzdem hab ich erlebt, dass die eine oder andere Mutter sich vora lauter Sorge, was sie nicht alles falsch machen könnte, total verkrampften.

Was will ich damit bezogen auf das Zusammenleben mit Hunden sagen?

Ein gesundes Problembewusstsein ist in unserer Zeit wichtig und notwendig - aber der Preis für eine überumfangreiche "Aufklärung" über alle Eventualitäten und Gefahren kann durch eine Verkrampfung der eigenene Handlungen auch erst herbeiführen. Vor lauter Versuchen, alles richtig zu machen, geht einem der natürliche Umgang verloren. Dann können mitunter Probleme deshalb entstehen. Doch zumeist läuft es ja normalerweise eher so rum, dass erst kommen die Probleme und dann informiert man sich - hoffentlich tut man das (spätestens) dann.

Und dann darf man nicht vergessen- es gibt sie immer noch, die die einfach Naturtalente sind, die es im Blut haben. Ich gehöre da leider nicht dazu, aber fühl ich mich hier im Forum bestens aufgehoben mit all meinen Unzlänglichkeiten, Problemen und Problemchen.

Conny

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.077

21.06.2008 01:20
#39 RE: Oha's Story Zitat · Antworten

Zitat von yashilica
Irgendwelche Zusatz-tipps zur Handhabung aus der Praxis dazu liebe ?



Gummihandschuhe und feuerfeste sowie sterile Behälter zum Transport? ;-)

Viele Grüße
Barbara mit Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias, Lausbub Seppl und 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance)

----

"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

yashilica Offline



Beiträge: 1.301

29.06.2008 00:29
#40 RE: Oha's Story Zitat · Antworten

...du weißt aber auch immer noch was zu antworten , sogar so, dass einem Redhaus wie mir vorübergehend die Sprache wegbleibt.



Aber Ehre wem Ehre gebührt, werde mal in unsrem Labor schnüffeln, ob ich einen Behälter in geeigneter Größe finde. Gummihandschuhe ahben wir in Massen.

PS: Ich muss dich das einfach fragen: hast du wirklich all diese Scheußlichkeiten zu Trainingszwekcen aufgesammelt?

Conny

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.077

29.06.2008 01:36
#41 RE: Oha's Story Zitat · Antworten

Sorry, ich wollte Dich nicht mundtot machen.

Nicht alle habe ich aufgesammelt, aber einige. Bei Ben war das gar nicht so problematisch, bei dem Labrador, den ich gerade trainiere, ist aber gerade das ein großes Thema, und da mußte/muß ich in den -öh, wie unappetitlich- sauren Apfel beißen und Sachen aufheben, die er eben sonst aufheben würde. Ich bin da also durchaus -räusper- ekelresistent. :-)

Viele Grüße
Barbara mit Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias, Lausbub Seppl und 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance)

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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

yashilica Offline



Beiträge: 1.301

29.06.2008 22:07
#42 RE: Oha's Story Zitat · Antworten

....Mhhhh... naja mundtot war ich ja doch nicht zu kriegen . Wieder Mal - Hut ab vor deiner Konsequenz!!

Aber ich denke solche Sammelaktionen werde ich besser ohne die Kids machen , die kippen mir nämlich vor Schreck und/oder Scham aus den Latschen,wenn ihre Mama solche olfaktorischen Scheußlichkeiten aufzusammeln beginnt. Und auch meinen Mann dürfte das etwas brüskieren ;o)

Mit Gutsis klappt das bei Yashi ja sehr gut - das habe ich schon viel geübt, aber eben das grauslige Zeug, da gelten bei ihr andere Regeln, so scheints.

Conny

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