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Dieses Thema hat 43 Antworten
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Das Neueste auf einen Blick



 Behaviour (öffentlich)
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Kafrauke Offline

Amazone ohne Nudelholz und Leidensfähigkeit, jetzt mit neuer Frisur


Beiträge: 7.324

27.07.2012 23:18
#16 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Zitat von Sabine 68 im Beitrag #15


Vielleicht schaffe ich es dann aber auch gar nicht, sie hinzubringen, ich klammere ja auch ein bissel.....

Ist ja auch schwer so ein Baby aus der Hand zu geben,ich gebe meine kaum meinem Freund ab.

Kann eh keiner besser als ich,mit meinen Kerlen(Scherz)



Wenn ich -grundsätzlich- aversiv mit meinem Hund trainiere, dann macht das auch was mit mir - und nichts was auf OMMMM endet.


Ines mit Yuri, Freddy und Ursula sowie Lukas im Herzen

baraloki Offline




Beiträge: 7.411

27.07.2012 23:27
#17 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Zitat
Kann eh keiner besser

Glaub ich aber schon, fast.

°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°°
Herzlichst, Bara mit Forumself Loki [url=http://www.smilies.4-user.de][img]http://www.smilies.4-user.de/include/Tiere/smilie_tier_118.gif[/img][/url]

[small]Tiere sind die besten Freunde.
Sie stellen keine Fragen und kritisieren nicht.
Mark Twain[/small]

Mydog Offline

Direktorin des Zwockel-Zirkus und bekennend geschirrsüchtig sowie Tante Lupa (Admin)


Beiträge: 38.104

27.07.2012 23:29
#18 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Zitat von Sabine 68 im Beitrag #15
Vielleicht schaffe ich es dann aber auch gar nicht, sie hinzubringen, ich klammere ja auch ein bissel.....

Ich kenn mich, ich könnt´s nicht....




Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
------------------------
Der ist nicht klein, der ist ein Hundekonzentrat. :o)

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

27.07.2012 23:34
#19 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Weißt Du Ines, manchmal gibt es Situationen, wo es eben mit Hund nicht geht! Wir wollen unserer Tochter z.B. mal Hamburg zeigen, war ein Geschenk zur Jugendweihe, mit Musicalbesuch etc. Und dann ist es eben schön, wenn man wen hat, wo man auch sicher sein kann, das funktioniert. Wenn ein Hund so sehr auf eine Person fixiert ist, ist das schlecht! Stell Dir nur mal vor, Du müsstest ins Krankenhaus. Ich möchte einfach trotzdem auf das eine oder andere nicht verzichten im Leben. Und dabei dreht sich bei uns daheim auch alles um die Kinder und Hunde.

Manchmal denke ich auch, die stecken das besser weg als wir, oder ?

Mydog Offline

Direktorin des Zwockel-Zirkus und bekennend geschirrsüchtig sowie Tante Lupa (Admin)


Beiträge: 38.104

27.07.2012 23:42
#20 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Zitat von Sabine 68 im Beitrag #19
Manchmal denke ich auch, die stecken das besser weg als wir, oder ?

Ja, das denke ich auch.
Ich mache viele Dinge nicht, weil ICH es nicht übers Herz bringe obwohl es für Mogli wahrscheinlich gar nicht so schlimm wäre.

Ich lasse ihn z.B. niemals länger im Auto, obwohl er z.B. während ich einkaufe völlig entspannt in seiner Box liegt. Es spräche also nichts dagegen, daß er da auch mal länger bleiben könnte.... außer meinem Gefühl, das es einfach nicht fertig bringt.




Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
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Der ist nicht klein, der ist ein Hundekonzentrat. :o)

Kafrauke Offline

Amazone ohne Nudelholz und Leidensfähigkeit, jetzt mit neuer Frisur


Beiträge: 7.324

28.07.2012 08:17
#21 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Vielleicht,ja.
Freddie würde laut protestieren,aber es wohl verkraften,gerade,wenn viele andere Hunde zum stänkern da wären.
Für den wäre das vielleicht was,aber trotzdem säße ich wie auf heissen Kohlen
Gut dass ich keine Kinder habe,da wär ich sicher ne Superglucke.

Für Yuri würde ich es aber tatsächlich komplett ausschliessen.



Wenn ich -grundsätzlich- aversiv mit meinem Hund trainiere, dann macht das auch was mit mir - und nichts was auf OMMMM endet.


Ines mit Yuri, Freddy und Ursula sowie Lukas im Herzen

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

28.07.2012 10:37
#22 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Man muss eben für jeden Hund das passende finden. Meine Hunde gehen ja immer in die Pension, in der Skip kürzlich mit seiner neuen Freundin in Löffelchenstellung übernachten durfte. Da gehen sie echt gerne hin, aber es ist eben keine solche "Massenveranstaltung". Die Hunde haben ihre eigenen Zimmer, werden einzeln beschäftigt und Gassi geführt und dürfen in ganz kleinen, sehr ausgewählten Grupen unter Aufsicht in den Auslauf. Zu meinen Dreien kommt meist eine, max zwei verträgliche kleinere Hündinnen dazu. Wenn keine passenden Kandidaten da sind, kommen sie eben allein in den Auslauf. Für mich ist es auch wichtig so eine Möglichkeit zu haben, es gibt mir ein gutes Gefühl, weil es nunmal Situationen gibt, wo man das braucht.
Mein Vater feierte seinen 70. Geburtstag in Bayern mit ganzer Familie und Kindern und wir mussten ins Hotel. Das mit Lumpi? Undenkbar. Pension war für ihn die deutlich bessere und stressfreiere Wahl - und für mich auch!

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

Jagddame Offline

möglicherweise Erfinderin des "Trick 17"


Beiträge: 2.175

28.07.2012 10:47
#23 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Ich denke wirklich, dass es zum einen auf den Hund ankommt, aber zum anderen auch auf den/ die Betreuer und deren Kompetenz. Und natürlich auch auf die Hunde.
Wenn der Betreuer ein gut funktionierende Gruppe zusammenstellt, ein hervorragender "Manager" ist und die Hunde genug Rückzugsmöglichkeiten haben, dann spräche für mich grundsätzlich nix dagegen.

Bella hatte von Anfang an immer Tagesbetreuungen. Und der erste Sitter hatte selbst 3 Hunde und immer noch 1-2 Tageshunde. Bella hat die anderen Hunde nicht geliebt, aber sie waren ein gutes Team. Ich weiß nicht wie er es gemacht hat, aber Bella war bei ihm ein ganz anderer Hund. Er hat sie von Anfang an (nach Kennenlernphase) ohne Leine laufen gehabt. Und das zu einer Zeit wo ICH nicht mal dran denken brauchte sie abzuleinen. In meiner Verzweiflung wollte ich natürlich jede Einzelheit von ihm wissen, was er mit den Hunden macht usw. Bin dann auch ein paar mal gemeinsam mit ihm gelaufen. Seine Antwort: Er weiß es nicht. Er meinte er setzt einfach voraus, dass die Hunde sein Vertrauen nicht "missbrauchen". Es war für ihn einfach selbstverständlich. Und beim Laufen erzählte er mir, dass Bella bei ihm noch nie so weit weg gelaufen ist wie bei dem Gang wo ich dabei war. Bei ihm hatte sie wohl immer ein 10m Radius. Natürlich wollte ich wissen, ob sie ihm denn noch nie stiften gegangen ist, aber auch das verneinte er. Ich glaubte ihm, weil ich großes Vertrauen in ihn hatte. Er hatte einfach ein richtig gutes Händchen für Hunde, aber auf eine ganz natürliche Art und Weise.

Bella war auch mal 8 Wochen bei ihm als ich in der Klinik war. Da habe ich immer viele Fotos bekommen und Bella sah sehr zufrieden, relaxt und glücklich aus.
Sie freute sich immer wenn er sie holte, sprang gerne ins Auto und war immer sehr entspannt wenn sie wiederkam.

Aber ich denke das ist ein relativ seltener Fall. Es gibt sicher nicht viele Sitter, die dermaßen gut mit Hunden umgehen können. ABER es gibt sie.

Ich habe bei mir um die Ecke auch eine Huta. Das große Gelände ist in mehrere Ausläufe geteilt, damit die spielenden Hunde Tobeflächen haben, aber die anderen dabei nicht stören. Auf der "ruhigen" Fläche stehen viele Holzhütten, die allesamt u.a. mit einer Couch ausgestattet sind. So können sich die Hunde auch mal zurück ziehen. Eine der Gründerinnen ist auch die "Einweiserin" für die Gassigänger des TH. Und das tolle ist, dass sie den Gassigängern zeigt, wie man sich bei Hundebegegnungen verhält. Nämlich ausweichen, u.U. absetzen und Leckerlis. Es ist immer eine Wohltat den TH-Hunden zu begegnen. Und das habe ich ihr zu verdanken. Ich denke das zeugt davon das sie ein gutes Gespür hat. Wissen tue ich es natürlich nicht, ist lediglich ein Gefühl. Aber beim betrachten der Homepage, war ich zumindest neugierig geworden und hätte ich einen Hund der gerne mit anderen zusammen ist, dann würde ich es auch ausprobieren. Bella ist aber mit ihrem Einzelhund-Status bei ihrer Sitterin sehr zufrieden :-).

Kurz und gut, als HuHa sollte man sehen ob es dem Hund damit gut geht. Und wenn man eine kompetente Huta gefunden hat, dann steht dem meiner Meinung nach auch nichts im Wege.

Liebe Grüße
Juli + Bella

stoppel Offline



Beiträge: 8.461

28.07.2012 12:51
#24 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Mir geht es ja ähnlich wie Petra (Mydog). Richy ist auch ein Ein-Frau-Hund. Wenn ich zuhause bin, dann geht er mit niemanden außer mir raus. Und wenn wir ihn überlisten, indem ich wieder in die Wohnung zurückgehe, steht mein Mann / Sohn nach spätestens 2 Minuten wieder auf der Matte, weil Richy sich standhaft weigert, den heimatlichen Boden ohne mich zu verlassen.

Zitat
Bella ist aber mit ihrem Einzelhund-Status bei ihrer Sitterin sehr zufrieden :-).


Das wäre für Richy genauso. Er braucht keine anderen Hunde um sich.
Fremde Hunde werden erst einmal argwöhnisch betrachtet. Ich kann sie schönclickern, er orientiert sich gut an mir und nach einer Weile kann er die meisten ignorieren.

Trotzdem frage ich mich manchmal, ob ihm andere Hunde nicht viel besser zeigen könnten, dass das Leben mit Artgenossen durchaus seine guten Seiten haben kann. Ich konnte ihm zeigen, dass das Zusammenleben mit Zweibeinern angenehm ist. Aber fehlt da nicht etwas?

LG Iris mit Brummbär Richy und Springmaus Querida
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"Happiness is not a station you arrive at, but a manner of travelling." (M.L. Runbeck)

Kiebitz Offline

wo der Einäugige nun endlich König ist


Beiträge: 2.026

28.07.2012 13:23
#25 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Ich bin davon überzeugt, daß da was fehlt.

Auch das hat mir Bolle gezeigt. Wegen verschiedener blöder Ereignisse hatte er gelernt, daß andere Hunde grundsätzlich doof bis gefährlich sind wie auch fast alle Menschen. Durch seine Aufenthalte bei meiner Freundin hat er erst einmal gelernt, andere Hunde/Menschen neutral wahrzunehmen. Jeder zusätzliche Aufenthalt dort läßt ihn entspannter werden im Umgang mit Hunden und auch mit Menschen. Mittlerweile kann er mit einer Gruppe sozialisierter Hunde mitlaufen, dabei ignoriert er die Anderen zuerst komplett. Das könnte man so interpretieren, daß sie ihm unwichtig wären. Beim nächsten Gang kann er dann vorsichtig Kontakt aufnehmen, beim übernächsten spielen - danach ist er dann so richtig entspannt und zufrieden! Seine anfängliche Ignoranz hatte also nichts damit zu tun, daß er keinen Kontakt wollte oder brauchte, sondern eher damit, daß er nicht wußte, wie der (sicher) herzustellen ist.
Je entspannter Bolle mit anderen Hunden ist, desto lockerer wird er auch im Umgang mit anderen Menschen. Er würde zwar immer noch nicht ohne Leine mit jemand fremdem mitgehen, aber kann inzwischen irgendwo in meinem 50m-Umkreis mit anderen Menschen Agility oder Tricks oder Gehorsamsübungen machen. Das war früher nicht so und darüber bin ich sehr erleichtert!

Beste Grüße,
Dörte und die teil-sozialen Kiebitz und Bolle

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„Erzähle es mir - und ich werde es vergessen. Zeige es mir - und ich werde mich erinnern. Lass es mich tun - und ich werde es verstehen und behalten.“ (Konfuzius)

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

28.07.2012 14:14
#26 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Zitat
Ich bin davon überzeugt, daß da was fehlt.


Und ich bin überzeugt, dass man das nicht für jeden Hund pauschal sagen kann. Es gibt Hunde, die vermutlich lernen sich da einzufügen, aber sicher fühlt sich nicht jeder wohl. Es ist ja auch immer die eine Sache, ob ein Hund schlechte Erfahrungen gemacht hat, die man durch positive Kontakte wieder neutralisieren kann oder ob ein Hund eben ein resoluter Einzelgänger ist, der schlicht mit anderen Hunden nix zu tun haben will.
Und nicht jeder Hund, der schlechte Erfahrungen gemacht hat, liesse sich so ohne weiteres in so eine Gruppe integrieren, sondern würde u.U. sogar beschädigend beissen.
Und auch da muss man nochmal unterscheiden, was "schlechte Erfahrungen" sind. Ein an sich behütet aufgewachsener und betreuter Hund, der ein paar Mal blöd angemacht wurde ist sicher eine andere Nummer als einer, der sich lange allein durchschlagen musste, vielleicht an der Kette hing - schutzlos den Attacken fremder Hunde ausgesetzt
Nils z.B profitiert auch davon nicht Einzelhund zu sein. Ich weiß aber, dass er bei größeren Hundegruppen einen solchen Stress hätte, dass ich ihn zwangsernähren müsste. Er verweigert nach jedem Treffen mit (auch Bekannten) Hunden, die länger als ein paar Minuten dauern, oft mehrere Tage das Futter. Es stresst ihn einfach. Warum also sollte man ihm das antun?

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

Majka Offline

mit röhrend pöbelndem Schnösel in ganz neuer Führungsrolle unterwegs


Beiträge: 4.316

28.07.2012 16:47
#27 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Pino z.B. liebt andere Hunde und hätte, denke ich, trotzdem Probleme in so einer großen Gruppe. Ich denke, er ist nicht umsonst in der Junghundegruppe früher auf die anderen los gegangen. Diese große Gruppe war einfach zu stressig für ihn und irgendwann hat er diese Strategie für sich gefunden. Obwohl er dort nie gemobbt wurde oder ähnliches, es waren einfach zu viele. Zum Glück hat er es aber nur auf diese Hundeschulsituation übertragen und nicht auf Hundegruppen im allgemeinen. Dennoch wäre ich extrem vorsichtig damit ihn in eine große Gruppe zu integrieren. Er meidet was das Zeug hält, wenn wir auf mehrere fremde Hunde gleichzeitig treffen und ich bin mir fast sicher, dass er irgendwann austicken würde, wenn er der Situation länger und immer wieder ausgesetzt wird. Mit der richtigen Person und den richtigen Hunden wird das gehen, aber in den meisten Fällen, sollte man es besser lassen.



Liebe Grüße,
Marike und Campino

Pauly Offline




Beiträge: 4.691

28.07.2012 22:14
#28 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Zitat von stoppel im Beitrag #24

Trotzdem frage ich mich manchmal, ob ihm andere Hunde nicht viel besser zeigen könnten, dass das Leben mit Artgenossen durchaus seine guten Seiten haben kann. Ich konnte ihm zeigen, dass das Zusammenleben mit Zweibeinern angenehm ist. Aber fehlt da nicht etwas?

Ich kann dir das sicher nicht für Richy beantworten. Aber Charly tickt ja in einigen Sachen durchaus ähnlich wie Richy.
Und da ist meine Antwort ganz eindeutig; er könnte sofort und gleich auf jeglichen Zweithund hier verzichten.

Und nein, damit meine ich nicht nur Paula. Wir hatten ja vor Paula durchaus auch andere Hunde hier.
Blacky zum beispiel hat fast 9 Monate am Stück, und die Jahre darauf 3 mal in der Woche stundeweise hier gewohnt. Und Charly hat sich -hier im Haus- genauso verhalten, wie auch ohne Blacky. Die beiden haben sich einfach ignoriert.
Die Whippets meiner Freundin (sowohl der 14 jährige -seit 2 Jahren verstorbene- Rüde, als auch die zwei jungen Hündinnen) kennt Charly serh gut. Er mag sie...das zeigt sich bei Charly an einem kurzen "Aha, ihr seid auch da. Prima." Dann werden sie ignoriert. Und er kann sie durchaus auch 14 Tage ignorieren, wenn sie hier Urlaub machen. Er nimmt zur Kenntnis, das sie irgendwo liegen, wo er gern liegen wollte...legt sich woanders hin, fertig. Will ihm jemand die Ohren säubern oder sich an ihn kuscheln, geht er genervt weg.
Dann hatten wir mal für 2monate eine Westihündin zur Pflege hier. Auch die fand Charly nett; er hat sie zumindest mal ab und an berochen. Das wars, ansonsten hat er sie ignoriert.
Unterwegs mit den jeweiligen Hündinnen ist Charly nicht anders, als wenn er mit mir allein unterwegs ist. Und so ist es auch mit Paula. Weder will er sie verteidigen, noch beachtet er sie großartig.
Mit Paula lebt er nun 3 Jahre zusammen....und ignoriert sie, seit sie eingezogen ist (abgesehen von den "Zusammenstößen", die aber immer auf Paulas Mist gewachsen sind).
Bei den Vorbesitzern (die, bei denen er recht lange war), hat er übrigens mit einem älteren Airdale gelebt. Und auch den hat er -da war er 7 monate alt- von Anfang an am liebsten ignoriert.
Würde man Charly fragen, ob die Paula denn hier bleiben, oder lieber ausziehen soll...naja, ich denke mir zuliebe würde er wohl "mir doch egal, frag die da" mit Fingerzeig auf mich sagen.

Fragst du mich, ob Charly von einem Zweithund profitiert hat; ja, hat er. Indirekt.
Ich hatte früher meinen Fokus ausschließlich auf Charly. Er war mir sooo wichtig. Ich habe ihn mit Argusaugen beobachtet, jeden Pups analysiert. Und er hat es gehasst.
Er ist freier geworden, seit er meine Aufmerksamkeit teilt. Er darf sehr oft eigene Entscheidungen treffen, und er liebt es. Er hat mehr Ruhe (vor mir). Meine blöden Ideen (wie Dummys im Garten verstecken) muß er nicht mehr über sich ergehen lassen, und aus Pflichtgefühl auch noch mitmachen.
Mag sich doof anhören, aber so ist es nun mal.

Trotzdem; Charly ist ein typischer Einzelhund. Und zwar einer, der es selbst am liebsten so hat.
Er findet andere Hunde absolut nicht schlimm, viele findet er sogar interessant und nett. Seine Kommunikation mit anderen Hunden würde ich mit "vorzüglich" benoten.
Aber bitte nicht nerven, und bitte nicht in seiner "Ruhezone", und bitte nix von ihm erwarten.

_________
Liebe Grüße, Christiane mit Charly und Paula

Mydog Offline

Direktorin des Zwockel-Zirkus und bekennend geschirrsüchtig sowie Tante Lupa (Admin)


Beiträge: 38.104

28.07.2012 22:39
#29 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Hmmm, gute Frage, Iris.

Bei Mogli wäre ich mir da aus anderen Gründen nicht so sicher.
Er mag zwar andere Hunde grundsätzlich gerne, spielt auch gerne mit ihnen.
Allerdings bin ich für ihn als einzige gewählte Bezugsperson so wichtig, daß ich mir nicht sicher bin, ob er mich mit einem anderen Hund teilen wollen würde.

Und auch in einer großen Gruppe von Hunden wäre ich nicht sicher, ob er sich da wohlfühlen bzw. ob das gut gehen würde.
Er weiß seine Meinung und seine Interessen schon sehr deutlich zu machen und zu vertreten. Und ich könnte mir durchaus vorstellen, daß das in einer größeren Gruppe von Hunden zu Reibereien mit ihm führen würde.

Insofern in meinen Augen, wie die meisten anderen Dinge auch, sehr individuell und von Hund zu Hund verschieden.




Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
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DonQuijote Offline

lauter und auffälliger Prinz ganz ohne Esel, aber gegen viele Windmühlen kämpfend


Beiträge: 2.582

28.07.2012 22:46
#30 RE: Hundehort zur Sozialisation? Zitat · Antworten

Ich glaube, Hunde sind so domestiziert, dass viele einfach keine Artgenossen mehr brauchen, weil sie sich den Menschen so eng anschließen.
Das einzige, was ich denke, dass Sancho fehlt, ist eine Partnerin. Die allermeisten Hunde, auch weibliche werden konsequent ignoriert, selbst wenn man sie schon länger kennt und regelmäßig sieht. Außer eben ausgewählte Hündinnen. Da gab es genau zwei(und die, die er geschwängert hat, da war ich aber nicht dabei), denen er sich eng anschloss. Ja, eine hat er sogar, würde ich sagen, heiß und innig geliebt!



Liebe Grüße
Michaela mit kleinem, wilden Fleckenhund Sancho

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