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Dieses Thema hat 12 Antworten
und wurde 778 mal aufgerufen

Das Neueste auf einen Blick



 Behaviour (öffentlich)
Heidi und Duke Offline




Beiträge: 916

13.02.2012 22:08
Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

Hey Leute,
jetzt habt ihr ja schon ein bisschen über Duke erfahren. Wie ihr wisst...haben wir viele Probleme,..aaaber..wir arbeiten dran

Nun, heute muss ich noch was los werden, respektiv will ich euch fragen wie ihr das interpretiert?

Wir sind heute auf 2 grosse schwarze Hunde getroffen (im dunkeln). 2x einen Riesenschnauzer (draussen) und 1x auf einen Rottweiler (wir waren im Auto).
Mir ist schon seit längerem aufgefallen, dass Duke wirklich extrem auf schwarze Hunde reagiert, ganz besonders wenn sie dann noch so gross sind.
Heute war es natürlich wieder heftig, da wir in kurzer Zeit gerade 3 grossen Hunden "begegnet" sind...

Die 2 Riesenschnauzer sind uns beim Gassi gehen entgegen gekommen, allerdings mit Abstand. Duke ging sofort derart in die Leine, ich konnte ihn kaum halten ...musste ihn am Geschirr festhalten (Griff), da er an der Leine einfach unkontrollierbar war...Er bauscht sich so auf, ich krieg ihn weder mit dem Markerwort auf mich gelenkt, noch mit ruhigem zureden...
Ich muss erwähnen: die 2 Riesenschnauzer wohnen bei uns in der Strasse, doch die haben Duke noch niiiie was angetan! Die knurren auch nicht oder bellen, sie gehen einfach an uns vorbei!

Später sind wir mit dem Auto gefahren, die Strasse entlang...und da ging ein Mann mit seinem Rotti spazieren...Duke ist im Kofferraum fast ausgeflippt als er den Rotti sah...er bellt wie verrückt...wenn wir dann ausser Sichtweite sind, schnauft er vor sich hin..(Wut, Ärger? Frustration??)

Ich weiss nicht...was haltet ihr von diesem Verhalten? Ist es die Statur? Die schwarze Farbe?

Bei anderen Hunden "flippt" er auch, aber nicht so extrem. Er kuckt ganz aufmerksam wenn wir an Hunden vorbeifahren, schnauft auch schon mal...doch er rastet nicht aus...

Er ist ein Leinenpöbler, aber bei anderen Hunden ist er abrufbar, hört auf sein Markerwort...aber bei schwarzen Hunden in der Dunkelheit...keine Chance...

LG Jess mit Pei Duke

LG aus Luxemburg, Jess mit Pei Duke

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.050

13.02.2012 22:13
#2 RE: Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

Es ist die Farbe und die damit verbundene Eingeschränkheit des Ausdrucksverhaltens. Die meisten schwarzen Hunde haben auch sehr dunkle Augen. Artgenossen empfinden sie oft (schwarze Augen in schwarzen Gesicht) auch dann als "dauerstarrend", wenn sie eigentlich gar nicht (mehr) starren. Deshalb werden schwarze Hunde oft stärker angefeindet als andere, deren Mimik klarer zu unterscheiden ist.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

----

"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Heidi und Duke Offline




Beiträge: 916

13.02.2012 22:22
#3 RE: Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

hab ich mir auch schon gedacht...
Aber wie bekomme ich Duke nur dazu nicht so auszurasten, da er dann komplet weg ist, sprich, nicht abrufbar ist. Meine Geheimwaffe "Leckerlie-schmeissen-Such-Spiel" funktioniert hier auch nicht...

Mir fällt ein, dass er dies auch bei Menschen macht in der Dunkelheit. Menschen die ganz schwarz angezogen sind, am besten noch eine Kappe auf..dann wirds besonders schlimm.

Bei Menschen allerdings ist er derweil, nach wochenlangem Training, abrufbar. Wir bleiben meistens einfach stehen. So fängt er nicht an den Menschen von vorne herein zu fixieren.
Ich arbeite auch hier mit dem Markerwort. Es klappt immer besser. Er lässt den "schwarzen Menschen" allerdings nie richtig aus den Augen. Er versucht doch dauernd zu fixieren wenn ich nicht schnell genug bin mit dem Markerwort und dem Leckerlie. Er ist also noch zeitweise angespannt. Doch wie gesagt, da arbeiten wir dran.

Ich dachte am Anfang er sieht vielleicht nicht mehr gut. (Er ist ja operiert am Auge - grauer Star)
Doch er sieht sonst alles,...naja...eben was sich bewegt.

Doch schwarze Hunde sind ihm wirklich ein Dorn im Auge...

LG Jess mit Pei Duke

LG aus Luxemburg, Jess mit Pei Duke

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

13.02.2012 22:27
#4 RE: Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

Auch Menschen haben mit dem großen schwarzen Hund wesentlich mehr Probleme, als wenn der Golden Retriever auf sie zuläuft. Das ist definitiv so. Da hat man es manchmal nicht leicht. Der Goldi/Labbi darf sogar anhopsen, macht das meiner, ist es aggressiv und gefährlich!

Schmutzhund Offline

Morgenmuffel, der rassebedingt auf langes Schleppleinentraining eingestellt ist und den weißen Hai erfolgreich vertreibt

Beiträge: 6.041

13.02.2012 22:31
#5 RE: Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

Das ist bei Wilma genau so, nur möchte sie bei Sichtung eines großen schwarzen Hundes immer am liebsten fliehen, wenn wir den Neufundländern aus der Nachbarschaft begegnen, ist es ganz aus, da ist sie einmal aus dem Park alleine nach Hause gelaufen. Wir versuchen es mit größtmöglichem Abstand, viel Cklickern und säuseln, dann geht es einigermaßen.

Liebe Grüße
Yvonne mit Moritz, Wilma und Diego

guste1970 ( gelöscht )
Beiträge:

13.02.2012 22:38
#6 RE: Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

Zitat von Sabine 68
Auch Menschen haben mit dem großen schwarzen Hund wesentlich mehr Probleme, als wenn der Golden Retriever auf sie zuläuft. Das ist definitiv so. Da hat man es manchmal nicht leicht. Der Goldi/Labbi darf sogar anhopsen, macht das meiner, ist es aggressiv und gefährlich!


Na DAS kann ich bestätigen. Allerdings bin ich bei Merle ganz froh, denn so muss ich nicht ständig Leute abwimmeln, welche sie anfassen wollen.
Kleine schwarze Hunde fallen da aber nicht drunter. Ich glaub nur große Rassen.

Da ich an dunklen Ecken (wie unserer Auffahrt ) meinen eigenen Hund überhaupt nicht sehe im Dunkeln, wird es wohl wirklich schwierig sein für andere Hunde, in der Dunkelheit Körpersprache zu erkennen. Und "Nachts sind alle Katzen grau", so könnte ich mir das schon vorstellen.

Balou Offline




Beiträge: 92

13.02.2012 22:40
#7 RE: Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

Mein Hund ist groß und nur im Gesicht sehr dunkel, was schon viele dazu veranlasst hat die Straßenseite zu wechseln oder Kinder auf den Arm zu nehmen wenn ich daherkam, mit freundlichem, an durchhängender Leine laufendem Baloutierchen .

Großer Vorteil vom abschreckendem Gangster Maskenlook, mir kommt im Dunkeln kein Mensch blöde und ich kann ohne Bedenken spät noch meine Ründchen drehen .

Allerdings habe ich das Gefühl, dass manche Hunde durch Balous dunklen Kopf, Schlappöhrchen und Kringelrute irritiert sind und sich bedroht fühlen. Ich lass ihn prinzipiell keinen Kontakt mit tendenziell unsicheren Hunden haben, er ist selbst viel zu unsicher um das kompensieren zu können!

Du hast auch geschrieben, dass Duke im Dunkeln heftiger reagiert als im
Hellen, Balou auch.
Er erschreckt sich vor allem (wenn wir nicht auf unserer Routinetour sind, wo er jeden Stein kennt), ist angespannt, trotz Versuchen meinerseits zu clickern, er nimmt dann KEINE Leckerlie und schnüffelt nur hektisch überall (nicht das gemütliche Zeitunglesen, was er sonst sehr zelebriert )

Gelöschtes Mitglied
Beiträge:

13.02.2012 22:41
#8 RE: Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

Habe gerade viel "Spass", will ein Ferienhaus mit Freunden an Silvester buchen. Bisher sind wir immer an dem bösen schwarzen Wesen, dass unbedingt mit will, gescheitert....
Aber das habe ich alles vorher gewusst.....

Heidi und Duke Offline




Beiträge: 916

13.02.2012 22:45
#9 RE: Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

Ich muss sagen..heute Abend war ich wieder so überfordert,..ich sah die Riesenschnauzer und ein Adrenalinspiegel schoss sofort hoch...wir konnten nicht mehr "fliehen"...was ich sonst immer mache bei grossen schwarzen Hunden...

Als er sie erlickte ...war natürlich alles verloren.

Ich finde meine Reaktion teilweise auch erschreckend...diese Panik, weil ich einfach weiss wie er reagiert...und natürlich, der Abstand war einfach zu gering...ich wusste...es geht schief aus...Ich bin nur froh dass ich ruhig geblieben bin, denn normalerweise bin ich es in solch Situationen nicht

Ich hab mit der Zeit schon gelernt, dass es nicht heisst. dass wir bei anderen Hunden durch solche Situationen wieder einen Rückfall erleiden. Doch es ist einfach nicht schön. Kaum auszudenken wenn das Geschirr mal reist oder so...diese Aggression von Duke macht mir dann in solchen Situationen schon Angst...

Nur kann ich im Moment noch nicht abschätzen wie viel Abstand er hier braucht, damit es für ihn ertragbar ist.
(nun, und ich darf natürlich nicht panikieren..:( )...Ich werde dies nun weiter beobachten und auch in diesem Fred dokumentieren

LG jess mit Pei Duke

LG aus Luxemburg, Jess mit Pei Duke

Heidi und Duke Offline




Beiträge: 916

13.02.2012 22:48
#10 RE: Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

Zitat von Svenja

Du hast auch geschrieben, dass Duke im Dunkeln heftiger reagiert als im
Hellen, Balou auch.
Er erschreckt sich vor allem (wenn wir nicht auf unserer Routinetour sind, wo er jeden Stein kennt), ist angespannt, trotz Versuchen meinerseits zu clickern, er nimmt dann KEINE Leckerlie und schnüffelt nur hektisch überall (nicht das gemütliche Zeitunglesen, was er sonst sehr zelebriert )




Ja das stimmt. Genauso ist er dann auch.
Er bleibt sogar oft abrupt stehen und ist dann total angespannt. DA blickt er z.b. sehr viel zu mir hoch, er sucht also extrem den Blickkontakt. Mit ruhigem zureden geht er dann wieder mit, ich denke er fühlt sich dann doch sicher bei mir...hoffe ich zumindenst :)

LG Jess mit Pei Duke

LG aus Luxemburg, Jess mit Pei Duke

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.050

13.02.2012 23:20
#11 RE: Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

Zitat von Heidi und Duke
Aber wie bekomme ich Duke nur dazu nicht so auszurasten, da er dann komplet weg ist, sprich, nicht abrufbar ist. Meine Geheimwaffe "Leckerlie-schmeissen-Such-Spiel" funktioniert hier auch nicht...
Mir fällt ein, dass er dies auch bei Menschen macht in der Dunkelheit. Menschen die ganz schwarz angezogen sind, am besten noch eine Kappe auf..dann wirds besonders schlimm.


Das ist ein zweiter Punkt. Jeder Hund hat eine genetische Angst vor Dunklem, vor allem vor großem Dunklem. Die meisten Hunde lernen während ihrer Sozialisation, damit umzugehen bzw. sie zu kompensieren. Hunde, die schlecht sozialisiert werden, lernen es oft nicht. Und das macht dann ein Training schwierig, zumal die Menschen das Problem des Hundes oft nicht verstehen.

Du kannst eigentlich nur oft mit schwarzen Hunden gegenkonditionieren und mit dunklen Menschen eben auch.

Übrigens: Wir kennen sie alle, die Angst vorm großen, bösen schwarzen Mann. Oft aus Geschichten aus unserer Kindheit. Und meist wirken große, dunkel gekleidete Menschen auch auf uns viel bedrohlicher als einer, der in lichtem Weiß daherkommt. Das sind Muster, die in uns abgespeichert sind: Schwarz = böse, Weiß = gut.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

guste1970 ( gelöscht )
Beiträge:

13.02.2012 23:32
#12 RE: Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

Zitat von Heidi und Duke
Ich finde meine Reaktion teilweise auch erschreckend...diese Panik, weil ich einfach weiss wie er reagiert...und natürlich, der Abstand war einfach zu gering...ich wusste...es geht schief aus...Ich bin nur froh dass ich ruhig geblieben bin, denn normalerweise bin ich es in solch Situationen nicht


Nur kann ich im Moment noch nicht abschätzen wie viel Abstand er hier braucht, damit es für ihn ertragbar ist.
LG jess mit Pei Duke



Ich kenne, wie bestimmt viele andere hier, dieses Empfinden der Angst und Panik sehr gut.
Und bleibe heute erstaunlich gelassen. Ich habe angefangen, meinen Hund mehr zu beobachten, als die Umgebung. Nicht immer, aber sehr viel häufiger kann ich vermeiden, überhaupt in so blöde Situationen rein zu laufen. Ich kann meist viel früher reagieren.
Und ich lese wie verrückt. Auch und besonders hier im Forum. Man eignet sich Wissen an, teilt Erfahrungen und wird selber sicherer. Das wird, konzentrier dich mal bei Spaziergängen auf Duke. So sehr, dass keine Zeit für Grübeleien bleibt.

wasserratte Offline

wo die Wut im Bauch gegen das Siegergefühl getauscht ist und Dumbos Erben die Ohren gelassen haben


Beiträge: 1.264

14.02.2012 15:07
#13 RE: Schwarze Hunde = Bedrohung? Zitat · Antworten

Bei uns sing große schwarze Hunde auch ein Thema. Für mich gibt es eine gedankliche Skala. Und ich weiß, daß großer schwarzer Hund sehr viel mehr Abstand braucht, wie ein kleinerer. Ich weiß auch, daß Menschen, die humpeln mehr Abstand brauchen, usw.
Laß dir Zeit, lerne aus jeder Erfahrung. Der Erfolg ist in deinem Trainingszustand nicht, daß dein Hund nicht ausflippt. Ein riesen Erfolg ist schon, wenn er dich kurz anschaut oder das Ohr zu dir dreht.

Wenn du großen schwarzen Hunden begegnest, dreh um und geh. Nimm ihn mit. Das braucht viele Wiederholungen, aber es wird! Bau dazu ein Signal auf. Ic bin gerade dabei, im Trockentraining. "Komm mit!" - einige Schritte rückwärst laufen, Immer wieder, und zwar fröhlich und gelassen. Vielleicht gibt es bei Duke auch andere Wesen oder Sachen, die ihm seltsam vorkommen. Bei Nala sind es Menschen mit diesen wunderhübschen Pelzhauben. Das wird unsere nächste Stufe sein. Und irgendwann landen wir bei kleinen Hunden und dann bei großen Hunden. Schön langsam auf der Skala hochklettern und viele

Liebe Grüße
Martina und Nala

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