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Dieses Thema hat 15 Antworten
und wurde 1.286 mal aufgerufen

Das Neueste auf einen Blick



 Behaviour (öffentlich)
Seiten 1 | 2
anemone Offline




Beiträge: 10

17.04.2010 19:37
Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

Hallo zusammen!
Bin neu hier und freue mich das ich Hier eventuell Hilfe bekommen kann...!
Ich heisse Anne, bin 21 Jahre alt und bin Krankenschwester.

So, nun zu meinem Hund:
American Bulldog geb. 06.02.2008 (Emma) unkastriert

Beim Gassigehen habe ich einen Mann mit einem Golden Retriever (Hündin 10 Jahre, nicht angeleint) getroffen.
Habe meine abgerufen und angeleint. ER sagte dann, wenn meine verträglich ist, können sie gerne ihren Hund von der Leine machen, denn meine Hündin ist vertäglich!
Muss dazu sagen, dass meine Hündin bis zu diesem Tag nie einen Konflikt hatte, sich immer gut mit Rüden und Hündinnen verstanden hat. Also habe ich sie von der Leine gelassen und beide haben miteinander gespielt. Wir liefen zusammen den Feldweg eintlang und nach ca. 20 Minuten fängt seine Hündin an zu knurren. Ich habe meine Hündin sofort abgerufen, nachdem sie die Hündin bestiegen hat (nach dem knurren). In dem Moment, al ich sie anleinen wollte, stürmte die andere Hündin auf uns zu und biss meine Hündin. Ich wollte den anderen Hund am Halsband packen und von meiner, die bereits am Boden lag, wegziehen, da der andre Besitzer nur da stand und nichts unternahm (ich weiß, man sollte nicht dazwischen gehen, aber er hat seine net mal abgerufen oder ähnliches). In dem Moment schnappt der Golden Retriver nach mir und meine verbeisst sich in dessen Hals. Ich bin dadurch hingefallen und wurde (da ich mich im Halsband verheddert hatte) mitgeschliffen und habe mir die kompletten Beine aufgerissen und saumäßig geblutet...Naja habe dann aus gesagt und meine hat sofort losgelassen...
Der andere Hundebesitzer hat dann seine gerufen und ging weg..hab ihn dann gefragt ob seine verletzt ist: er schaute sich seinen Hund an und verneinte dies. Mein Hund war auch nicht verletzt -nur ich!
Derr Mann lief einfach davon und ließ mich dort blutend zurück..naja egal..

Warum könnte meine aufeinmal so reagiert haben? Bzw. warum passierte dies aus dem Spiel heraus ohne vorherige Anzeichen? Danke für eure Antworten!!!
Habe jetzt bei Hundebegegnungen Probleme: durch meine Unsicherheit versucht sie mich bei fremden Hunden zu verteidigen!!

LuckyTola Offline

die emotionsflexible pöttische Hundeblutwurst-Horde mit dem Frauchen, das mehr hutziehwürdigen Mut hat als es selbst geglaubt hätte


Beiträge: 21.167

17.04.2010 19:42
#2 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

Na ja, ich denke Deine Hündin hat so reagiert weil sie ja angegriffen wurde und die andere Hündin sich, so wie ich es verstanden habe, sich in Deine verbissen hat. Sie musste sich ja irgendwie wehren, oder? Du hast "Aus" gesagt und sie hat gehört. Das ist doch toll. So weit wäre ich mit Lucky gerne.

LG Sabine mit Lucky und Tola

Liebe Grüße, Sabine mit Lucky und Tola 🐾

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

Dass mir mein Hund das Liebste sei, sagst Du oh Mensch sei Sünde?
Der Hund ist mir im Sturme treu, der Mensch nicht mal im Winde.
(Franz von Assisi)

anemone Offline




Beiträge: 10

17.04.2010 19:49
#3 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

vorher hatte sie sich halt nie gewehrt, selbst wenn sie gebissen wurde. sie hat sich zwar noch nie unterworfen, aber auch nie reagiert... und jetzt macht sie an der leine alle fremden hunde dumm an...okay liegt bestimmt an meiner unsicherheit...
ich war halt immer so stolz, dass sie super sozialverträglich und erzogen war... was mir wichtig ist (gerade bei ich, da sie ein Listenhund ist) und viele Menschen Vorurteile haben: Kampfhund, junger Hundehalter usw...

Schnuffelnase Offline



Beiträge: 5.204

17.04.2010 20:40
#4 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

Zitat von anemone
vorher hatte sie sich halt nie gewehrt, selbst wenn sie gebissen wurde. sie hat sich zwar noch nie unterworfen, aber auch nie reagiert...



Wie oft ist das denn vorher schon vorgekommen, dass sie gebissen wurde? Es kann natürlich sein, dass sie nun, nachdem sie die Erfahrung gemacht hatte, dass andere sie beißen, sich dann doch mal wehrt.

Man darf auch nicht vergessen, dass sie ja jetzt so langsam wirklich erwachsen wird und da lässt sie sich vielleicht dann auch nicht mehr alles bieten, was sie früher eingesteckt hat.

Was ich auch nicht ganz verstanden hab- wer hat nun wen bestiegen?

Noch eine Frage: hast du sie sich schon jemals unterwerfen sehen? Gegenüber Hund, Mensch oder sonstwem? Wo hast du sie her? Ich frage mich nämlich gerade, ob sie das überhaupt kann? Bei Daisy war das nämlich anfangs ein großes Problem- sie wusste nicht so recht, wie man sich unterwirft, saubere Kommunikation hat sie erst langsam gelernt.

Dass sie an der Leine jetzt austickt, kann ich gut verstehen. Ich denke, ihr werdet wohl um ein kleinschrittiges Training nicht umhin kommen. Gerade mit einem Listenhund kann ich mir vorstellen, dass du emotinal arg unter Druck gerätst, wenn sie sich so "aufführt". Aber ganz sicher hat sie einen guten Grund dafür.

anemone Offline




Beiträge: 10

17.04.2010 20:44
#5 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

Zum Thema Besteigen: Mein Hund hat den Golden Retriver bestigen, nachdem dieser geknurrt hat
Wir trainieren jeden Tag, seit sie bei uns ist... Morgens halbe Stunde bis Stunde, mittags min. 2 Stunden und abend nochmal 30 Minuten und einmal im Monat nen ganzen Tag bei einem Polizeihundetrainer..
Ja, das ist wirklich ein blödes Gefühl die abwertenden Blicke zugeworfen zu bekommen mit so einem "Monster" an der Leine.... mein Knuddelmonster *g*
Sie wurde schon sehr oft (ca. 5-6 mal) gebissen
Unterworfen hat sie sich so gut wie nie, ausser in der Welpenzeit
Sie unterwirft sich mir oder meinem Freund schon, sie kommt von einer Züchterin, die sie wirklich gut sozialisiert hat (hat einen Hundesalon: Viele Fremde Menschen und Hunde kommen, hat noch 6 weitere Hunde auch andere Rassen, Katzen und Pferde) und wir waren mit ihr in der Welpenschule und gehen wenns warm ist jeden Tag an den Hundesee, wo es noch keine negativ Vorfälle von ihr ausgehend gab.
Das mit dem Leinentheater ist erst seit der Beisserei mit der Goldi Hündin

Eisifrauchen ( gelöscht )
Beiträge:

18.04.2010 13:37
#6 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

Schade, ich glaube schon das du mit einem "Listen" Hund da nochmal einen anderen Leidensdruck hast als ein "normal" Hundehalter. Ich merke die Vorurteile der Leute schon mit meinem "großen Schwarzen".

Wie verhält sie sich denn gegenüber bekannten Hunden?

So wie ich dich Verstanden habe zeigt sie die Leinenaggression noch nicht lange.

Wenn du vielleicht jetzt gleich mit "schön füttern" anfängst? Also ihr erblickt einen Hund und steckst ihr ein Lecker ins Maul. Arbeitest du mit Clicker?

So wie du beschreibst ist sie schon häufiger gebissen worden, war sie da verletzt? Oder nur "abgeschnappt"? Wie lösten sich diese Situationen auf?

Oh, so viele Fragen...entschuldige bitte. Es ist immer ganz schwer zu "sowas" etwas zu sagen. Aus Sicherheitsgründen würde ich ihr im Moment eien Mauli aufsetzen. Ich weiß das sieht blöd aus, ihr habt aber wirklich mehr Platz. Alleine durch den Abstand den die anderen Hundehalter dann halten könnte sich dein Problem entspannen.

Ich glaube nicht das sie "aggressiv" nach den anderen Hunden bellt, für mich ließt es sich so als sei sie durch die Vorfälle sehr verunsichert. Jetzt pöbelt sie um sich die "Feinde" vom Hals zu halten. Da ich selbst so ein Exemplar habe kann es natürlich schon sein, das ich in meiner Sicht etwas eingeschränkt bin. Bin kein Profi, nur selbst "pöbel Hunde Halter".

anemone Offline




Beiträge: 10

18.04.2010 20:13
#7 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

bei bekannten Hunden ist alles in Ordnung, sie spielen.
In solchen Situation nimmt sie kein Futter und wir arbeiten nie mit Leckerlies/Clicker, sondern mit Körperkontakt alla Ceasar Millan (Hundeflüstere)- wenn dir das was sagt?
Ich bin halt total gegen Maulkorb...Kampfhund und dann noch Maulkorb- da haben wir endgültig nen Stempel... Hab sie soweit unter Kontrolle und kann sie ja halten!

Richtig verletzt wurde sie noch nie, selbst jetzt bei dieser Beisserei ist keiner der Hunde verletzt gewesen. Vielleicht hätten die Situation zu ende gehen lassen müsse- vielleicht haben wir es auch zu ernst gesehen...ach ich weiß auch nicht...sie ist halt auf einmal so doof zu fremden Hunden, vorher hat sie jeden zum Spielen aufgefordert und sich über alles und jeden wie blöd gefreut...!

Schnuffelnase Offline



Beiträge: 5.204

18.04.2010 20:31
#8 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

Zitat von anemone
Richtig verletzt wurde sie noch nie, selbst jetzt bei dieser Beisserei ist keiner der Hunde verletzt gewesen.



Hm also wart mal, ich denk der andere Hund hat deine gebissen?

Kannst du bitte nochmal was zu früheren Situationen sagen? Da bin ich auch immer noch nicht so ganz klar, einerseits sagst du, sie hatte nie Konflikte, auf der anderen Seite sagst du, sie blieb friedlich, selbst wenn sie gebissen wurde.

Wenn ich dich richtig verstehe, ist sie aber noch nie verletzt gewesen? Da meine erste Frage: was verstehst du genau unter "beißen"?

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.049

19.04.2010 14:16
#9 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

Darf ich da doch mal nachhaken: Du sagst, Deinem Freund und Dir unterwirft sie sich. Was meinst Du damit? Wie sieht das aus, und warum muß sie das überhaupt?

Dann sagst Du, sie verteidigt Dich jetzt. Sorry, das halte ich für eine Fehlinterpretation. Es ist sehr viel wahrscheinlicher, daß sie schlicht und ergreifend Angst hat und nicht wieder gebissen werden will. Da sie aber an der Leine nicht meiden kann, pöbelt sie prophylaktisch. Und das kann ich auch sehr gut verstehen. Sie wurde, aus ihrer Sicht betrachtet, nicht beschützt, und dabei ist es leider egal, ob Du Dir beim Versuch, dazwischenzugehen, blutige Beine geholt hast, das Ergebnis für sie gebissen wurde und das einzige, wirklich richtig und wichtig war, das "aus" und das Weggehen aus der Situation, viel zu spät kam.

Ich vermute, sie hat momentan kein Vertrauen in Deine Führung und glaubt deshalb, sich die Probleme selbst vom Hals halten zu müssen. Dummerweise sehe ich in Deiner Trainingsmethode eins der größten Probleme, das wieder umzukehren. Du wirst einem Hund, der Angst hat, nicht mit Milan-Methoden beikommen, einfach, weil Du jetzt nichts, aber auch gar nichts tun solltest, das für Deinen Hund aversiv wahrgenommen wird, sprich, keinen Unterwerfungsrituale, keine negativen Konsequenzen auf irgendetwas, kein Stachler, kein Würger, kein "illusion-collar", kein "spray-master" oder was der Herr Milan sonst so in seinem Köfferchen hat. Ein Hund, der ein solches Erleben hinter sich hat, MUSS positiv darin bestärkt werden, mit Dir zusammenzuarbeiten. Ob Du das via Leckerchen oder Streicheln machst, ist egal, WENN Dein Hund das Streicheln als Motivation begreift. Nervt es ihn eher, müßtest Du neu nachdenken, würde ich sagen.

Für mich wäre es jetzt zentral zu wissen, wie Du grundlegend trainierst. Die Aussage "nach Milan" läßt mich zwar etwas ahnen, aber um wirklich schauen zu können, wie Du Deinem Hund weiterhelfen kannst, müßte ich, müßten alle hier, Details wissen.

Das fängt für mich jetzt damit an, zu hören, wann und wie und warum sich Dein Hund Dir und Deinem Freund "unterwerfen" muß. Wie muß ich mir das vorstellen?

Zweite Frage, nicht minder wichtig: Wie verhältst Du Dich, wenn sie jetzt an der Leine pöbelt? Was GENAU tust Du, a) wenn Du den anderen Hund siehst und b) wenn Deine Hündin hochfährt?

Dann eine Anmerkung zu einer Anmerkung von Dir. Du schriebst, Du wüßtest, man dürfe nicht dazwischengehen. Wer sagt das? Wieso darf man das nicht? Ganz ehrlich, ich halte eine solche Aussage und so pauschal für falsch. Erstens möchte ich da einen wunderbaren Satz von Günther Bloch zitieren, der am vergangenen Mittwoch noch sagte: "Ja, Sie können sagen, daß Hunde "das" unter sich regeln. Aber: Wenn Sie das sagen, müssen Sie einen Halbsatz ergänzen. Hunde können das unter sich regeln, WENN ihre Menschen natürliche Selektion akzeptieren." Heißt: Nur, wenn ich bereit bin, den Hunden das ganz Programm zu überlassen, Verletzungen oder gar Tötungen schwächerer in Kauf zu nehmen, kann/darf ich sagen, daß sie "es" unter sich regeln. Ansonsten aber sollten sie dazu nicht die Gelegenheit haben. Ich persönlich (und da gehe ich zumindest mit Bloch und Gansloßer, sicher aber auch mit einer Reihe anderer Kollegen) konform) bin der felsenfesten Überzeugung, daß unsere Hunde ein Recht auf unseren Schutz haben. Wir nehmen ihnen natürliche Ausdrucksmöglichkeiten, wir wollen keine natürliche Selektion, also müssen wir auch aufpassen, daß sie keinen Schaden nehmen.

Meiner Meinung nach MÜSSEN wir also dazwischengehen. Doch auch da gibt es ein "aber". Wir müssen dazwischengehen, aber lernen, wann das überhaupt nötig ist und wie wir es auf die richtige Weise machen, ohne Verletzungen gerade durch unser Einschreiten auszulösen. Und schon sind wir an dem Punkt, an dem wir lernen müssen, unsere Hunde zu verstehen, wirklich zu verstehen. Wir müssen uns mit ihren Ritualen, mit der Art und Notwendigkeit ihrer Aggression, mit ihrem Ausdrucksverhalten beschäftigen, WIR müssen IHRE Sprache lernen, nicht umgekehrt.

Ich denke, was Deine Hündin jetzt braucht, ist Deine Hilfe. Du mußt verstehen lernen, was in ihr vorgeht. Du wirst nicht ergründen, warum die andere Hündin Deine attackierte, das kann Gründe haben, die in hormonellen Prozessen begründet sind, das kann darin begründet liegen, daß Deine Hündin ein Verhalten gezeigt hat, das die andere als aggressiv oder "frech" oder sogar dominieren wollend (hier denke ich an den Versuch des "Aufreitens") wahrgenommen hat, es kann aber auch schlicht sein, daß sie genervt war und/oder sich von ihrem Menschen verlassen glaubte (weil der ja nun auch nur blöd rumstand) - es ist egal. Deine Hündin hat jetzt Angst vor Begegnungen. Und damit mußt Du jetzt angemessen umgehen. Und das heißt, lerne ihre Sprache, laß alles Negative weg, arbeite über Motivation und gemeinsames Handeln, das ihr Spaß machen kann, und Du wirst in kürzester Zeit wieder einen Vorzeigehund haben, der von niemandem mehr schief angeguckt wird.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

----

"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

anemone Offline




Beiträge: 10

19.04.2010 18:58
#10 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

@schnuffelnase: ja sie blieb friedlich, wenn sie gebissen wurde. ein konflikt bedeutet für mich das beide hunde sich in der wolle habe - nicht wenn nur einer pöbelt. unter beissen verstehe ich wenn der hund mit der schnauze am anderen hängt... meine hatte anschließend nur etwas fell vom anderen hund im maul. aber geblutet oder ernsthaft verletzt wurde keiner der hunde.

@elektra: unterwerfen heisst für mich z.B. wenn sie sich unterordnungsbereit beim training zeigt oder sich auf den rücken legt, wenn wir den griff von ceasar nachahmen bei extrem schlechten benehmen (so haben wir es hinbekommen, dass sie nichts/niemanden mehr hinterher rennt/jagdt)
Da gebe ich dir recht: sie merkt jetzt meine unsicherheit, wenn ich sie an der leine habe und uns ein hund entgegen kommt!
Ich trainiere täglich mindestens zwei stunden und sie wird durch körperkontakt belohnt, denn das mag sie! Vorher laufen wir immer lange und spielen vorher und nachher mit ihr. Streicheleinheiten bekommt sie auch ohne ende!
bevor sie an der Leine pöbelt versuche ich,dass sie mich anschaut, leider klappt das nicht immer und dann gehe ich weg von der situation (laufe dann ins feld falls möglich,vermeide die konfrontation)
Wenn wir ein paar schritte gelaufen sind, dann kommt sie sofort runter und wedelt mit dem schwanz)

Das mit dem nicht dazwischen gehen meinte ich so, dass ich nicht verletzt werde!
Habe das so beigebracht bekommen...! Tus aber trotzdem und werde es auch weiterhin tun

AnneCN Offline

weil's Bielefeld ja nicht gibt, mit zwei kleinen Herminen im zauberhaften Teutoburger Wald unterwegs


Beiträge: 8.091

19.04.2010 20:05
#11 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

Zitat
sich auf den rücken legt, wenn wir den griff von ceasar nachahmen bei extrem schlechten benehmen



Ich kenne diesen Griff von Ceasar nicht, wie muss ich mir das vorstellen?


LG von Anne

Liebe Grüße von Anne
mit Jeannie und Samu

Foxy, in meinem Herzen bist du immer bei mir.

anemone Offline




Beiträge: 10

19.04.2010 20:10
#12 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

du formst deine hand wie das maul eines hundes und schnappst ihn in den hals, so wie es die mutterhündin es bei ihren welpen macht. der hund unterwirft sich sofort, wenn er entspannt ist in dieser position wird er belohnt

Eisifrauchen ( gelöscht )
Beiträge:

19.04.2010 20:23
#13 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

Warum diese Gewalt?

Schnuffelnase Offline



Beiträge: 5.204

19.04.2010 20:33
#14 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

Zitat von anemone
unter beissen verstehe ich wenn der hund mit der schnauze am anderen hängt... meine hatte anschließend nur etwas fell vom anderen hund im maul. aber geblutet oder ernsthaft verletzt wurde keiner der hunde.



Hm, das ist bei mir noch kein Beißen. Sowas passiert bei unseren durchaus auch noch im Spiel. Wir haben zwei mit längerem Fell, da geht das wunderbar und es ist da garantiert noch nicht böse gemeint. Im selben Spiel gibt es auch Knurrlaute, Aufreiten usw. Nun glaube ich, wenn dein Hund so reagiert, wie er es tut, nicht, dass das eine Spielsequenz war. Aber solche Sachen liegen da schon im Rahmen des Möglichen. Wenn ein Hund einen anderen angreifen will, und zwar wirklich ernsthaft angreifen und nicht nur verwarnen (wie es aufgrund eines Aufreitens nach Knurren durchaus eine angemessene Reaktion wäre), geht es wohl kaum ohne einen Kratzer ab. Da müssen zwei eine gute Beisshemmung gezeigt haben. Es kann durchaus sein, dass der andere Hund da deutlich werden wollte: Du mir so nicht.

Ich kenne ja deinen Hund nicht, aber könnte es sein, dass sie den Vorfall selber eigentlich garnicht so schlimm bewertet hat, aber dass dir das Herz in die Hosen gerutscht ist bei dieser Sache? Und du deine Unsicherheit auf sie übertragen hast?

Letztlich glaube ich allerdings, dass es nicht so viel ausmacht. Dein Hund ist im Moment anscheinend verunsichert und du auch- also habt ihr den Salat. Egal, wie es dazu gekommen ist. Wenn du jetzt mit ihr positiv Begegnungen trainierst, dann wird es einen Effekt haben.

Über Griffe, mit denen man einen Hund körperlich unterordnet, lasse ich mich lieber nicht aus. Für mich wäre das ein no-go, meinen Hund so zu behandeln. Er soll mir vertrauen und wenn er meine Führung nicht annehmen kann, weil sie nicht gut genug ist, dann hilft es auch nicht, Unterordnung erzwingen zu wollen. Freches Verhalten gibt es bei Junghunden, ja. Aber da gehören einfach Grenzen gesetzt, in direktem zeitlichen Zusammenhang und so, dass der Hund sie verstehen kann. Diese Grenzen brauchen keineswegs körperlich zu sein, das ist unnötig und kann den Hund verstören. Würde ich überdenken, dringend.

Was mir auch auffällt sind eure extrem langen Trainingszeiten, die es ja zusätzlich zum Spaziergang gibt. Plus Spielen- was einen Hund auch aufregt. Es könnte auch sein, dass dein Hund sich durch dieses- ich nenn es mal Extremtraining- auf einem wahnsinnig hohen Stresslevel befindet und nun schon bei Kleinigkeiten tickt. Und diese Kleinigkeit ist vielleicht die Begegnung mit dem Golden gewesen.
An deiner Stelle würde ich es mal für einige Zeit ruhiger angehen und gucken, ob sich nicht schon allein dadurch was ändert (Kira hat mal nach einer langen Reise, die für uns beide voller unvorhersehbarer Stressfaktoren wie Schienenersatzverkehr, Karneval im Bahnhof usw.) mal am Abend dann alle Mülltonnen angebellt. Das war pur aus Stress, am nächsten Tag ging es ihr wieder besser.

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.049

20.04.2010 01:39
#15 RE: Erst Spiel - dann Beisserei Zitat · Antworten

Ehrlich gesagt verstehe ich nicht, was ein "unterordnungsbereiter" Hund sein soll bzw. wie so etwas auszusehen hat. Noch viel weniger verstehe ich, warum man einen "Griff wie Cesar Milan" nachahmen muß, wenn ein Hund "schlechtes Benehmen" zeigt und was das überhaupt ist "schlechtes Benehmen".

Sorry, aber für mich als Trainer, der es immer wieder mit Hunden zu tun bekommt, die über solche Methoden im wahrsten Sinne des Wortes versaut worden sind, ist diese Idee, die, einen Hund ständig unterordnen zu müssen oder gar zu wollen, ein absolut rotes Tuch. Es gibt soviele Hunde, die über diesen Ansätzen leiden, daß man, so meine ich für mich, gar nicht oft genug dagegen argumentieren kann.

Ich bitte Dich daher, zu sehen, daß es hier nicht gegen Dich persönlich geht, es geht nur darum, zu sagen, für wie gefährlich ich solche Ideen wie Du sie hier beschreibst, halte. Ich denke, es wird mehr als nur Zeit, daß wir Menschen begreifen, daß es im Umgang mit dem Hund nicht um Macht oder "Führerschaft" geht, sondern um Vertrauen. Vertrauen, das IMHO nicht entstehen kann, wenn man ständig über die Notwendigkeit einer Unterwerfungsbereitschaft von Seiten des Hundes und der Unterwerfung durch den Menschen spricht. Darüberhinaus sollten wir uns klarmachen, daß wir keine Hunde sind und es entsprechend ziemlich blödsinnig ist, den Versuch zu machen, Teile hundlichen Ausdrucksverhaltens auf unsere Kommunikation mit unseren Vierbeinern zu übertragen.

Wölfe und/oder verwilderte Haushunde, manchmal sogar unsere Hunde unter sich, machen mit dem Übergreifen der eigenen Schnauze über die des anderen etwas deutlich, sie "sprechen" mit ihren Artgenossen, die sich in Antwort korrekt verhalten bzw. verhalten können. Allein der Umstand, daß wir nicht mit einer Schnauze, sondern mit einer Hand greifen, der Umstand, daß wir den weiteren Verlauf des Rituals nicht im Sinne hundlicher Regeln und Etikette für unsere Hunde verständlich beherrschen und vor allem der Umstand, daß wir eben NICHT bereit sind, auch das zu akzeptieren, was der Hund nach einem sog. "Schnauzgriff" durch uns Menschen möglicherweise zeigt, nämlich Aggression, führt dazu, feststellen zu müssen, daß die Ideen des Herrn Milan gar nicht funktionieren können.

Sie können es nicht, weil Hunde Ritualisierer sind und ihre Konflikte oft per Ritual klären. Das heißt, daß im Ernstfall auf A IMMER B folgt und darauf C und darauf E - bis einer von beiden aufgibt. Was für den Schnauzgriff bedeutet: Entweder ordnet sich der so gemaßregelte Part unter, oder das Ritual dreht sich nach oben, der Gegriffene wehrt sich und versucht, den Kampf zu gewinnen. Letzteres müßtest Du entsprechend der These, Du könntest einen Schnauzgriff "simulieren", genauso mitgehen wie ersteres, wenn Du wirklich so handeln wollen würdest, daß Dein Hund Dich tatsächlich verstehen kann.

Nimm's mir bitte nicht krumm, aber ich glaube einfach nicht, daß Ihr es mittels solcher Praktiken hinbekommen habt, daß Euer Hund nichts und niemandem hinterherjagt und generell nicht jagt, sondern einfach das Glück hattet, daß Euer Hund offenbar eher langmütig ist und sich von der "Methode Milan" hat einschüchtern lassen. Andere Hunde hätten das so nicht gemacht, sondern auf die Bedrohung, die in dieser Geste liegt, mit einem weiteren Hochdrehen der aggressiven Schraube reagiert, und es wäre aus ihrer Sicht der einzig richtige Weg gewesen.

Weißt Du, auch meine Hunde jagen nichts und niemanden, doch dafür habe ich keine "Milan-Würfe" oder sonstige Überbleibsel aus der "Dominanz-Theoretiker-Schiene" gebraucht, nur den guten alten Clicker und ein bißchen Geduld. Und ich wette, daß andere hier im Forum das von ihren Hunden genauso sagen können und werden.

Ich persönlich glaube, daß die Ausraster Deiner Hündin durchaus zum Teil der Milan-Methode geschuldet sind, denn wenn ein Hund nicht meiden kann und versucht, sich an der Leine zu wehren, braucht er alles, nur eins nicht: Einen Menschen, der glaubt, der Hund benähme sich schlecht und müsse halt mal wieder untergeordnet werden.

Eine Anmerkung redaktioneller Art: Es wäre schön, wenn Du Dich ebenso wie alle anderen auch an die Forumsregel halten würdest, die da besagt, daß wir hier die Regeln der Groß- und Kleinschreibung anwenden, es wäre also nett, wenn Du in Deinen weitere Beiträgen daran denken könntest, danke dafür im voraus.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

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"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

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