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Dieses Thema hat 12 Antworten
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Nina



Beiträge: 3.332


12.03.2009 20:58
... was gelernt Zitat ·antworten

Heute habe ich was praktisches gelernt. Eigentlich fand ich, dass wir heute nichts all zu anstrengendes gemacht haben und hatte schon ein schlechtes Gewissen, dass der arme Hund nicht genug Auslastung bekommen hat. Aber trotzdem ist die Lotte völlig platt. Ich glaube, dass liegt daran, dass ich den ganzen Tag über fast keine Signale verwendet habe. Stattdessen habe ich sie selber herausfinden lassen, was sie tun muss, um die begehrte Belohnung zu kriegen. Nachdenken ist offensichtlich doch harte Arbeit. Und für mich ist es einfacher, als stundenlang durch den Dauerregen zu latschen. .

soffie

Zwar nicht des Teufels General, aber doch des Satansbratens inquisitorische Fee

Beiträge: 6.337



12.03.2009 21:16
RE: ... was gelernt Zitat ·antworten

Wie? Versteh ich das jetzt richtig? Sie soll den ganzen Tag um dich herumschwänzeln, damit du mit ihr
"sprichst"?

Liebe Grüsse
Kerstin

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Der Gedanke "Wie belohne ich meinen Hund für richtiges Verhalten?" zeichnet die Qualität der Ausbildung aus, nicht der über Bestrafung. (Edgar Scherkl)

Nina



Beiträge: 3.332


12.03.2009 21:34
RE: ... was gelernt Zitat ·antworten
Zitat von soffie
Wie? Versteh ich das jetzt richtig? Sie soll den ganzen Tag um dich herumschwänzeln, damit du mit ihr
"sprichst"?


Huh? Nö. Ich habe Dinge mit ihr geübt, für die ich noch keine Signale habe. Also muss sie mir erst mal das Verhalten zeigen, bevor ich sie dafür, dass sie es zeigt, belohnen kann. Und das war wohl ganz schön anstrengend für sie. Jedenfalls deutlich anstrengender als "sitz" "platz" "bei Fuss". Wenn das Herumscharwänzeln ist, dann gut, dann ist sie heute um mich herumscharwänzelt. Den ganzen Tag würde mich das allerdings wahnsinnig machen, daher haben wir es nur während der Spaziergänge gemacht.

Edit: Oder vielleicht im Detail: Das Spielzeug gibt's nicht, wenn sie herumspringt, mir vor die Füße rennt, mir als Ersatz Äste um die Beine haut oder ähnliches, sondern wenn sie sich abregt und normal vor oder neben mir her läuft. Solches und ähnliches haben wir heute gemacht. Finde ich jetzt nicht weiter verwerflich.

Käthe



Beiträge: 885


12.03.2009 21:43
RE: ... was gelernt Zitat ·antworten

Hihi, das stell ich neuerdings auch immer wieder fest. Der Tünninator ist kein ausgesprochener Denker, für den ist es immer ganz schrecklich anstrengend, wenn er nicht genau weiß, was ich sehen will. Und bei "mach was Anderes!" hat er regelmäßig die Schweißperlen auf seiner haarigen, faltigen Stirn stehen

Aber es wird.

LG von Käthe und dem Tünnes

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Never trust a dog with orange eyebrows! [Terry Pratchett]

Mydog

Direktorin des Zwockel-Zirkus und bekennend geschirrsüchtig sowie Tante Lupa (Admin)

Beiträge: 36.829



12.03.2009 21:47
RE: ... was gelernt Zitat ·antworten

Zitat von Käthe
Der Tünninator ist kein ausgesprochener Denker

*grins*..... Darum heißt er ja auch Tünnes.

Ich zitier mal: Tünnes......Seine Langsamkeit im Denken lässt zunächst auf Tumbheit schließen, doch zeugen seine teils schlagfertigen Reaktionen von einer gewissen Bauernschläue. So isser, der Tünn.




Petra mit Mogli und dem Schäfchen im Herzen
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Der ist nicht klein, der ist ein Hundekonzentrat. :o)

Nina



Beiträge: 3.332


12.03.2009 21:48
RE: ... was gelernt Zitat ·antworten
Unsere Trainerin meinte, ich sollte Lotta mehr denken lassen, das würde sie besser auslasten als jede Form von Gerenne und hätte auch den Vorteil, dass sie dann nicht mehr so aufgedreht ist. Also gibt's jetzt weniger "mach dies, das und jenes" sondern sie kann ausprobieren.

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.415



13.03.2009 06:38
RE: ... was gelernt Zitat ·antworten

Grins. Praktiziere ich auch gerade mit einem Schäferhund: Er lernt, ein Clicker-Hund zu werden, und es herrscht idyllische Ruhe, wenn Frauchen endlich mal nicht zappelt, sondern einfach lächelnd da steht und nur ab und an auf ihren Vierbeiner guckt, dann aber unter dem Kommando "bitte lächeln" stehend, während sie wartet, daß ihr Lucky sich hinlegt. Sie war ganz baff, daß der soviel Ruhe überhaupt kann und danach so schrecklich ruhebedürftig ist, daß man denken könnte, er hätte eine ganze Hasenkolonie erlegt. ;-)

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Ritter Parcifal und Prince Maddox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

----

"Die Flüchtlinge sind keine Zahlen, sie sind Personen: Sie sind Gesichter, Namen, Geschichten – und als solche müssen sie behandelt werden."
(Papst Franziskus)

Nina



Beiträge: 3.332


13.03.2009 08:44
RE: ... was gelernt Zitat ·antworten

Das ist wahrscheinlich alles nur eine Frage der Geduld. Hund wirkt verwirrt und man möchte ihm dann weiter helfen, anstatt ihn einfach mal knobeln zu lassen.

Käthe



Beiträge: 885


13.03.2009 08:57
RE: ... was gelernt Zitat ·antworten

Ich weiß gar nicht recht, wie lange ich ihn knobeln lassen sollte. Weil der Tünninator nämlich ziemlich schnell an seiner Frustrationsgrenze angelangt ist und dann unkoordiniert durch die Gegend hüpft und kläfft und ins Leere schnappt.

LG von Käthe und dem Tünnes

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Never trust a dog with orange eyebrows! [Terry Pratchett]

EssenerRudel

Stehauf-Frau

Beiträge: 1.005



13.03.2009 09:11
RE: ... was gelernt Zitat ·antworten

Der Tunninator hat halt noch nicht gelernt zu denken. Fang mit einfachen Dingen an.
Es gibt ein Trainingsprinzip, dass auf Wortlosigkeit basiert. Finde ich sehr interessant. Mir fällt der Trainer gerade nicht ein, ist bekannt durch Tiere suchen ein zuhause.
Wäre aber keine Erziehungsmethode für mich, ich bin einfach zu komunikativ dafür. Als ich mein Pony noch hatte musste ich lernen, den Mund auch mal zu halten. Ein Meilenstein der mir viel in der Hundeerziehung brachte...

Nina



Beiträge: 3.332


13.03.2009 09:12
RE: ... was gelernt Zitat ·antworten

Zitat von Käthe
Weil der Tünninator nämlich ziemlich schnell an seiner Frustrationsgrenze angelangt ist und dann unkoordiniert durch die Gegend hüpft und kläfft und ins Leere schnappt.


Hm, gute Frage. Vielleicht war dann die Aufgabe schon zu schwer und man könnte sie in kleinere Teile zerlegen, die dann alle einzeln belohnt werden? Was steht ganz am Anfang der gewünschten Handlung und zeigt der Hund dies vielleicht ganz zufällig?

Z.B. wollte ich Lotta mal rückwärts gehen beibringen. Da habe ich zuerst nur belohnt, wenn sie die Pfote hochhebt ohne vorwärts zu gehen, dann als sie eine gaaaanz minimale Bewegung nach hinten machte, und so weiter. Und dann machte es auf einmal "knack" und sie wusste was ich wollte.

Elektra

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)

Beiträge: 39.415



13.03.2009 13:43
RE: ... was gelernt Zitat ·antworten

Zitat von Käthe
Ich weiß gar nicht recht, wie lange ich ihn knobeln lassen sollte. Weil der Tünninator nämlich ziemlich schnell an seiner Frustrationsgrenze angelangt ist und dann unkoordiniert durch die Gegend hüpft und kläfft und ins Leere schnappt.


Kicher, Castor. Live und in Farbe. Ich habe das bei ihm gelöst, indem Frauchen in an die Leine kriegte und das Hüpfen verhinderte, das war echt hart, der Kerl ist auch noch ein übergewichtiger Dobi und hat echt Kraft.

Die meisten Hunde sind anfangs frustriert, wenn ihnen keiner sagt, was sie tun sollen, auch Ben zeigte, wie gestern Lucky und alle anderen vor ihm, deutliche Übersprungshandlungen, der Reihe nach alles, Gähnen, Jaulen, Bellen, in der Gegend rumgucken, etwas oder jemand anderes(n) auf den Pin nehmen ... ich glaube, Ben, der sonst kein Muster an Konzentrationsfähigkeit ist, hatte da die größte Ausdauer, das längste war, daß er eine dreiviertel Stunde NICHTS von dem zeigte, was wir wollten und das, nachdem er zuvor eine richtig schöne Handlungskette gezeigt hatte, wir hatten echt gedacht "JETZT hat er es kapiert". Aber: Wir harrten aus. Und er zeigte es wieder. Das Verhalten, das wir gewünscht hatten. Danach durfte er SOFORT rennen und mit mir toben.

Das, was Tünnes macht, ist also normal, der eine ist halt mehr gefrustet als der andere, aber: Bisher waren sie alle, wenn sie den Dreh raushatten, glücklicher als vorher, stolz auf sich, weil sie Großes geleistet hatten und nach drei, vier Sessions begeistert bei der Sache. Dieses "selbst rausfinden müssen" ist spätestens dann ein "selbst rausfinden dürfen", glaub mir. :-)

Viele Grüße
Barbara mit Lausbub Seppl, 'dame de coeur' Lupa, Ritter Parcifal und Prince Maddox sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben und Spitzbub Ilias

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(Papst Franziskus)

Brauner Gauner



Beiträge: 96



03.04.2009 10:39
RE: ... was gelernt Zitat ·antworten

Bei Butch ist es anfangs auch wie bei Tünnes gewesen.
Irgendwann hat er´s aber dann geschnallt.
Wenn ich heute mit ihm übe, dann "brummelt" er erstmal genervt eine Weile vor sich hin.
Aber dann gibt er sich richtig Mühe!

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