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Dieses Thema hat 7 Antworten
und wurde 2.619 mal aufgerufen

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 Behaviour (öffentlich)
dieSirius Offline

Fragt "wer, wie, was" hüpfend im Kornfeld, denn: Wer nicht fragt, bleibt dumm.


Beiträge: 433

11.12.2012 14:55
Umkreisen Zitat · Antworten

Hallo ihr lieben.
Ich würde gerne wissen wie ihr dieses Verhalten erklären würdet, damit ich es vielleicht endlich besser verstehe und auch hier meine Genervtheit weiter ablegen kann. Vielleicht fällt euch ja auch eine bessere stressfreie Entspannung der Situation einfällt.

Es ist glaube ich eine Mischung aus Übersprungshandlung, Gewohnheit und Betteln, bzw. Fordern.

Wenn ich mich im Haus bewege springt Taxi oft noch auf und wenn er die geringste Andeutung darauf entdeckt, dass es was mit ihm zu tun hat umkreist er mich. Ob ich an den Schrank mit den Leckerchen gehe, oder mich aufs rausgehen vorbereite.

Ich weiß dass es Blödsinn ist, aber irgendwie empfinde ich es als penetrant. Er umkreist mich in sehr geringem Radius.

Ich hab es lange erfolglos mit ignorieren versucht.

Ich habe auch mal angefangen mich dann einfach wieder hinzusetzen bis er sich auch wieder beruhigt. Weil ich ja irgendwann aber halt doch mit ihm raus muss etc. ,kann ich es nicht aussitzen.

Dann habe ich angefangen mich ihm in den Weg zu stellen. Selbst wenn zwischen mir und der Wand nur Zentimeter Platz sind quetscht er sich da durch.

Habe umgeschwenkt auf: in den Korb schicken und was zum Kauen geben.
Aber eigentlich gefällt mir das nicht so richtig gut. Ich will ihn ja nicht dauernd in den Korb schicken, er soll sich ja bewegen dürfen und die ganzen Pansenstücke gehen auf die Hüften und ich hab eben oft nicht die Zeit ihn ordentlich runter zu schmusen.

Würde mich über eure Gedanken dazu freuen, hab in der Suche nichts ähnliches gefunden, aber falls ich etwas übersehen haben sollte freue ich mich auch über Hinweise.

Liebe Grüße von Marlis (ohne "E", dafür) mit Mann, Kind und Taxi dem Anti-Terror-Terrier
_________________________________________________________________________
Unter hundert Menschen liebe ich nur einen, unter hundert Hunden neunundneunzig.(Marie von Ebner-Eschenbach)

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

11.12.2012 20:40
#2 RE: Gestresstes aufforderndes Umkreisen Zitat · Antworten

Marlis, ich hab Deinen Beitrag nicht überlesen
Ich grübele noch ein wenig dran rum.

Mo war ähnlich. Bei ihm hab ich irgendwann einfach kurzen Prozess gemacht. Sein Platz war ewig positiv aufgebaut und irgendwann hab ich ihn dann hingeschickt und dort angeleint. Und er hat eigentlich immer nur ein paar Minuten geguckt wie Pik Sieben und dann hat er gedöst und ich nach einer Weile oft fest eingeschlafen. Das hab ich nicht jeden Tag stundenlang gemacht, aber immer mal, wenn ich gerade was zu tun hatte. Bei uns hat es super funktioniert.

Wäre es allerdings so einfach, hätten wir wohl kein Problem. Gerade so hyperaktive Hunde müssen nicht nur Ruhe lernen. Sie müssen "aushalten" lernen, denn oft hapert es an Impulskontrolle und Frustrationstoleranz.
So wie ich Taxi einschätze - nach Allem was Du beschreibst - ist er in Beidem nicht gerade Meister. Sein Hang zum Balljunkie passt ebenfalls gut dazu. Du hattest mal ein Video eingestellt, wo Du die Frisbee wirfst. Taxi war immer schon auf dem Sprung und rannte los, als Du erstmal Schwung holtest. Das sind Dinge, an denen Du generell arbeiten musst - also jetzt nicht wieder Frisbee anfangen, das war nur ein Beispiel.
Wenn er grundsätzlich nicht aushalten kann, ruhig zu bleiben, liegen zu bleiben, wenn etwas aus seiner Sicht spannendes passiert, kann er es natürlich auch in der von Dir beschriebenen Situation nicht.

Ich würde da immer und immer wieder kleine Einheiten einbauen, so unterschiedliche wie möglich, in denen der Hund einem Impuls widerstehen lernen muss. Ein "bleib" aufbauen, das auch eins ist, wenn Du Dich in der Wohnung bewegst.

Ich hab ganz langsam mit Dingen angefangen, die erstmal nicht so schwer waren. Zum Beispiel Hund abgelegt und Leckerchen vor ihn gelegt, erstmal in genügend Abstand. Erst nach Freigabe darf er es holen. Der Schritt allein lässt sich steigern durch die Hochwertigkeit des Leckerchens. Dann macht man nächsten schwierigeren Schritt, man lässt es fallen und legt es nicht hin. Das wieder mit immer besseren Leckerchen. Dann wirft man es usw... Dann über die Hunde drüber werfen.

Ich kann sowas auch immer besonders gut trainieren mit der Freigabe in den Garten zu dürfen. Wenn ich die Terrassentür aufmache, rennen die Hunde sich gegenseitig über den Haufen vor Eile. Sie müssen inzwischen auf dem Teppich absitzen und erst nach Freigabe loslaufen. War eine schwierige Prozedur. Aber: mit solchen Übungen kann man die Belohnung super einsetzen, weil der Hund dann ja genau das tun darf was er will! Das macht es später einfacher ihn auch mal Dinge aushalten zu lassen, die er dann nicht darf.

Draussen: er will irgendwo dringend schnüffeln? Ich fordere Blickkontakt ein oder rufe Lumpi zu mir - das fällt ihm oft sauschwer - aber dann schicke ich ihn schnüffeln.

Mag sich alles anhören als wäre es keine Anleitung für Dein Problem. Ich denke aber doch, denn er lernt eben Impulsen zu widerstehen, Frust auch mal ein wenig auszuhalten. Und wenn er das kann, stresst ihn das aushalten nicht mehr und er kann entspannen.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
__________________________________________________________________________

Ich freue mich, wenn es regnet. Denn wenn ich mich nicht freue, regnet es auch.
Karl Valentin

wasserratte Offline

wo die Wut im Bauch gegen das Siegergefühl getauscht ist und Dumbos Erben die Ohren gelassen haben


Beiträge: 1.264

11.12.2012 20:51
#3 RE: Gestresstes aufforderndes Umkreisen Zitat · Antworten

Ich kann das alles unterschreiben! Super geschrieben - Tante_Haha
Nala tendiert auch dazu, allerdings nicht so heftig wie Taxi.
Sie macht das mittlerweile nur, wenn wir wo an der Leine spazieren gehen und ich bleibe stehen, weil ich jemanden treffe, was lesen will oder warten muss. Nach 1 Minute fängt sie an nervös zu werden, dann kommt erumspringen, bellen, scharren...
Ich übe auch Impulskontrolle bis zum umfallen und dieses aushalten.
Und vor allem, LERNE EINZUSCHÄTZEN, was für Taxi machbar ist! Es gibt leichtere und schwierigere Situationen, die Taxi aushalten muss.

Liebe Grüße
Martina und Nala

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.050

11.12.2012 21:51
#4 RE: Umkreisen Zitat · Antworten

Erstmal vorweg: Ich habe den Betreff bewußt geändert, denn er enthielt mir einfach schon zuviel vorauseilende Interpretation. Ok?

Zitat von dieSirius im Beitrag #1
Es ist glaube ich eine Mischung aus Übersprungshandlung, Gewohnheit und Betteln, bzw. Fordern.

Mir fällt hier wie im Betreff auf, daß Du bereits eine Erklärung für das Verhalten gibst, bevor Du das Verhalten überhaupt beschrieben hast. Man merkt: Es nervt DICH. Die Frage ist: Warum zeigt es der Hund?

Zitat
Wenn ich mich im Haus bewege springt Taxi oft noch auf und wenn er die geringste Andeutung darauf entdeckt, dass es was mit ihm zu tun hat umkreist er mich. Ob ich an den Schrank mit den Leckerchen gehe, oder mich aufs rausgehen vorbereite.


Das kann eine ganze Reihe von Gründen haben. Einer wäre Unsicherheit: Er will nichts verpassen, hat Sorge, daß Du etwas ohne ihn tun könntest. Einer wäre ein Hüterverhalten. Ein dritter wäre ein Versuch, Deine Aktion zu kontrollieren. Das sind die, die mir ad hoc einfallen, wenn ich es sehen würde, wüßte ich mehr und wahrscheinlich gibt es bei einigem Nachdenken auch noch weitere mögliche Motive für das Verhalten.

Zitat
Ich weiß dass es Blödsinn ist, aber irgendwie empfinde ich es als penetrant. Er umkreist mich in sehr geringem Radius.


Du weißt, daß es Blödsinn ist. Woher? Warum? Wieso weißt Du das?

Zitat
Ich hab es lange erfolglos mit ignorieren versucht.


Logisch, dabei kann gar nichts rauskommen. Solange Hund das Verhalten aus seiner Sicht für richtig/logisch hält, er gar nicht versteht, daß es aus Deiner Sicht unerwünscht ist und Du ihm keine Alternative gibst, zeigt er das Verhalten weiter - so ticken Säugetiere halt, wir Menschen übrigens auch. :-)

Zitat
Ich habe auch mal angefangen mich dann einfach wieder hinzusetzen bis er sich auch wieder beruhigt. Weil ich ja irgendwann aber halt doch mit ihm raus muss etc. ,kann ich es nicht aussitzen.


Auch logisch, daß das genausowenig funktioniert. Hund findet sein Verhalten immer noch richtig/logisch, hat immer noch keine Alternative, versteht immer noch nicht, was Du überhaupt von ihm willst. Und konsequent warst Du auch nicht, weil -wie Du selbst sagst- Du irgendwann Dein eigenes Muster durchbrochen hast.

Zitat
Dann habe ich angefangen mich ihm in den Weg zu stellen. Selbst wenn zwischen mir und der Wand nur Zentimeter Platz sind quetscht er sich da durch.


Klar, aus seiner Sicht das gleiche wie vorher: Er versteht Dich nicht. Maximal wird ein Macht- oder einfach ein Spiel daraus, wahrscheinlicher bleibt ... siehe oben. :-)

Zitat
Habe umgeschwenkt auf: in den Korb schicken und was zum Kauen geben.


Das ist schon einmal eine gute Idee. Insofern, daß Du dem Hund immerhin eine Alternative zu dem VON DIR unerwünschten Verhalten gibst.

Zitat
Aber eigentlich gefällt mir das nicht so richtig gut. Ich will ihn ja nicht dauernd in den Korb schicken, er soll sich ja bewegen dürfen und die ganzen Pansenstücke gehen auf die Hüften und ich hab eben oft nicht die Zeit ihn ordentlich runter zu schmusen.


Okay, der Reihe nach. Warum soll er sich bewegen dürfen? Einerseits. Denn andererseits willst Du doch genau das NICHT, jedenfalls nicht in diesen Momenten.
Heißt: In besagten Situationen ist eine Bewegungseinschränkung NÖTIG, die er verinnerlichen und vor allem: für gut befinden kann.
Sprich: "Versüßen" solltest Du ihm die Bewegungseinschränkung natürlich. Aber: Es muß nicht Pansen sein. Nimm doch einen Kong, aus dem er Kalorienarmes schlecken darf. Und schick ihn nicht in den Korb, sondern in die Box, wo er -wenn sie richtig trainiert ist- runterkommen kann und muß.
Runterschmusen würde ich ihn auch nicht. Denn, warum auch immer er das Verhalten zeigt: Er will Aufmerksamkeit. Und genau die kriegt er, wenn Du ihn runterschmust. Deshalb besser: Box trainieren, dort was Nettes zu futtern geben, Tür schließen, Dich fertigmachen oder tun, was Du gerade ohne ihn tun mußt, ihn wieder rauslassen, schmusen.

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

----

"Just a generation ago if you went near a dog when he was eating and the dog growled, somebody would say, 'Don't go near the dog when he's eating!, what are you crazy?' Now the dog gets euthanized. Back then, dogs were allowed to say, NO. Dogs are not allowed to say no anymore...They can't get freaked out, they can't be afraid, they can never signal 'I'd rather not.' We don't have any kind of nuance with regard to dogs expressing that they are uncomfortable, afraid, angry, or in pain, worried, or upset. If the dog is anything other than completely sunny and goofy every second, he goes from a nice dog to an 'AGGRESSIVE' dog." (Jean Donaldson)

Kika Offline



Beiträge: 2.989

12.12.2012 17:07
#5 RE: Umkreisen Zitat · Antworten

Vielleicht ist es ja auch so was Zwanghaftes......was er mal aus Stress gemacht hat und dann selbstbelohnend wurde.

Das wäre natürlich noch eine andere Hausnummer....


Liebe Grüße Claudia mit Ephi&Genna

dieSirius Offline

Fragt "wer, wie, was" hüpfend im Kornfeld, denn: Wer nicht fragt, bleibt dumm.


Beiträge: 433

31.01.2013 22:19
#6 RE: Gestresstes aufforderndes Umkreisen Zitat · Antworten

Hallo ihr lieben,
ich habe eure Antworten natürlich sofort gelesen und will mich jetzt auch endlich mal bedanken.
Hab es immer vor mir hergeschoben, weil es einfach soooo lang geworden ist und meine Zeit am Rechner Momentan so knapp...
Bei so vielen und guten antworten weiß ich erst mal gar nicht wo ich anfangen soll und habe beschlossen mit der anzufangen *g*

Zitat von Elektra im Beitrag #4
Erstmal vorweg: Ich habe den Betreff bewußt geändert, denn er enthielt mir einfach schon zuviel vorauseilende Interpretation. Ok?

Klar! Ich habe den Namen zig mal geändert hatte nur versucht einen Konkreteren namen dafür zu finden, weil ich dachte "umkreisen" wäre zu vage... Danke.
Zitat von Elektra im Beitrag #4
Okay, der Reihe nach. Warum soll er sich bewegen dürfen? Einerseits. Denn andererseits willst Du doch genau das NICHT, jedenfalls nicht in diesen Momenten.

Ich fürchte die Antwort ist die blödeste die es gibt, aber mir leuchtet das noch nicht ganz ein... Es gibt ja Situationen, da gehe ich ja z.B. zum Schrank, aber hole gar nix für ihn raus, oder ich hole was aus dem Flur und gehe aber gar nicht raus, dann umkreist er mich und ich will ja gar nicht raus, aber ich will nur nicht dass er um mich rum schawänzelt, ansonsten darf er sich ja im Haus bewegen. Ist das nicht kombinierbar für Hunde?
Oder denke ich das ganz falsch und er sollte sowieso viel mehr in seinem Korb sein, wenn er im Haus ist? Wäre dir dankbar für weitere Erleuchtung.
Abgesehen von meinem persönlichen Groschenfallproblem ist Kong und Box natürlich bei mir angekommen, und nachdem ich in einem netten Telefonat mit Frida darauf gestoßen wurde, dass es die Boxen auch für'n Appel und n Ei aus dünnem Stoff gibt bin ich Feuer und Flamme. Wühle mich diesbezüglich asap durchs Forum. Wäre ja auch noch was nettes für den Workshop, wenn ich die vorher noch schön positiv kriege. Taxi ist 52cm noch, momentan bin ich auf dem Trichter eine Box mit ca. 70cm tiefe zu suchen.
Zitat von Tante_Haha im Beitrag #2
Mo war ähnlich. Bei ihm hab ich irgendwann einfach kurzen Prozess gemacht. Sein Platz war ewig positiv aufgebaut und irgendwann hab ich ihn dann hingeschickt und dort angeleint. Und er hat eigentlich immer nur ein paar Minuten geguckt wie Pik Sieben und dann hat er gedöst und ich nach einer Weile oft fest eingeschlafen. Das hab ich nicht jeden Tag stundenlang gemacht, aber immer mal, wenn ich gerade was zu tun hatte. Bei uns hat es super funktioniert.

einfach im Körbchen anleinen klappt leider nicht, bei uns. Ich wüsste nicht wo ich ihn festbinden soll, wenn er will fliegen stühle, Sessel, Tische oder Körbchen im zweifelsfall einfach hinterher.... und dann erschreckt er sich... so nach dem Motto "Huch, warum stürmen die Möbel hinter mir her!?!"
Aber ich sollte wirklich mal mehr von diesen Trainingseinheiten einbauen, wenn ich mal grad was zu tun habe... Es tut mir immer so leid, ihn von mir fern zu halten... Aber damit hab wahrscheinlich wieder nur ich ein Problem, welches ich so auf den Hund übertrage...
Zitat von Tante_Haha im Beitrag #2
Wenn er grundsätzlich nicht aushalten kann, ruhig zu bleiben, liegen zu bleiben, wenn etwas aus seiner Sicht spannendes passiert, kann er es natürlich auch in der von Dir beschriebenen Situation nicht.
Ich würde da immer und immer wieder kleine Einheiten einbauen, so unterschiedliche wie möglich, in denen der Hund einem Impuls widerstehen lernen muss. Ein "bleib" aufbauen, das auch eins ist, wenn Du Dich in der Wohnung bewegst.

Klar hast du recht, Aushalten ist ein schon lange lange ein Thema. Aber ich möchte auch noch mal dazu sagen, dass das Video sehr alt ist und ich sogar sachen Werfen kann, wenn ich ihn vorher ablege und er erst auf Kommando hinterher läuft. Mittlerweile ist es halt der Dummie und nicht mehr die Frisbee.
Also wir arbeiten auf jeden fall schon sehr lange in sehr kleinen Schritten daran. Natürlich liegt es an mir, erst trainiere ich eine Weile recht erfolgreich, dann kommt es ins stocken, irgendwas kommt dazwischen, ich bin nicht mehr am Ball und es geht wieder so viel Zeit ins land, bis ich wieder ein paar schritte zurück gehe und wieder "anfange".
Leckerlie vor ihm hinlegen kann ich auch (Taxi ist ja nach wie vor nicht verfressen), und mit Bällchen etc. zu Trainieren fände ich echt gemein. Ich arbeite gerade eher mit aktion. Er muss liegen, wenn aktion ist. Immer nur so viel aktion wie er aushält, aber es ist ein schmaler Grad und wenn es ein bisschen zu viel war, dann hüpft der Taxiflummi...
Damit mit Taxi im meine Tochter im Eifer nicht über den Haufen läuft muss er natürlich auch oft Bleib machen. Solange nicht die Treppe runter rennen, bis meine Tochter damit fertig ist, zum Beispiel... Draußen üben wir auch ganz oft Geduld, wenn ich sein Häufchen aufsammel macht er artig neben mir Sitz, dann gehen wir bei Fuß zum Mülleimer und dann noch mal Sitz, wenn das Tütchen im Eimer ist darf er weiter schnüffeln.
Mal klappt es besser, mal schlechter, ganz nachdem in welcher Stimmung er halt ist.
Ich hab das ganze irgendwie unter dem Begriff Impulskontrolle bei mir eingeordnet und ich denke, dass du auch recht hast und da ein großer Teil diese Problems liegt.

Vielleicht sollte ich noch mal ein neues Bleib aufbauen, eines aus dem er sich NIE NIE NIE selbst entlassen darf. So war das jetzige Bleib natürlich auch schon gedacht, aber wenn ich ehrlich bin gibt es unzählige ausnahmen...
Ich denke mir wird es jetzt auf jeden Fall erst mal Helfen. Und demzufolge dann hoffentlich auch bald dem Taxi.

Ich kaufe dem kleinen jetzt also ein kuschliges Zelt, das wird schön mit der ollen Kuscheldecke auf den Platz vom alten Körbchen auf den Dachboden gestellt und Positiv gemacht. Solange wandert das alte Körbchen ins Wohnzimmer, was vielleicht ja schon ein bisschen hilft. Und wenn Taxi seinen Carport auf dem Dach toll findet kommt das Ding ins Wohnzimmer und ich hab die Ruhebox im Wohnzimmer...
Soweit der Plan.

Ich danke euch! Es hat ein wenig gedauert, aber ihr habt bei mir mal wieder Synapsen bewegt.

Liebe Grüße von Marlis (ohne "E", dafür) mit Mann, Kind und Taxi dem Anti-Terror-Terrier
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wasserratte Offline

wo die Wut im Bauch gegen das Siegergefühl getauscht ist und Dumbos Erben die Ohren gelassen haben


Beiträge: 1.264

02.02.2013 20:14
#7 RE: Gestresstes aufforderndes Umkreisen Zitat · Antworten

Ich finde eure "Zwischendurch - Impluskontrolle - Übungen" hören sich super an! Genau so war das gemeint! Ich denke, wenn du so weiter machst (ich meine jetzt die Impulskontrolle), und diese Übungen ausbaust, dann profitiert Taxi super davon!
Das mit dem Bleib ist so eine Sache. Versuche mal die Situation für Taxi abzuschätzen, ob er die Situation im Bleib aushalten kann. Wenn du dir nicht sicher bist, dann verwende das Signal nicht. Versuch so zu arbeiten (mit allen Signalen), dass das höchstwahrscheinlich klappt.
Es gibt natürlich einen Unterschied zwischen Alltag oder im Training. Im Alltag passierts mir eher, dass Nala mal alleine ein Signal auflöst. Im Training nicht. Hast du Möglichkeit gezielt mit ihm zu trainieren? Ich habe auch Kinder und habe es mittlerweile aufgegeben, mit NAla in deren Anwesenheit zu trainieren. Ich war automatisch angespannter, weil schon aufs erste "Mamaaaa!!!" gewartet habe. Und Nala hat das mit viel BEschwichtigen während des Trainings bestätigt....

Liebe Grüße
Martina und Nala

Elektra Offline

und definetely not everybody's darling (Forumsbetreiber)


Beiträge: 41.050

03.02.2013 02:11
#8 RE: Gestresstes aufforderndes Umkreisen Zitat · Antworten

Ich finde es extrem schwer, hier zu raten. Weil ich einfach nicht weiß, warum Taxi tut, was er tut bzw. warum nicht klappt, was nicht klappt. Deshalb halte ich mich hier bis zum Workshop zurück, dann habe ich ihn gesehen und kann da Genaueres sagen. :-)

Viele Grüße
Barbara mit 'dame de coeur' Lupa (G'lupa de la Noire Alliance), Ritter Parcifal, Prince Maddox und Sir Lancelot sowie in ewiger Verbundenheit mit Malibub Athos, Seelenbub Ben, Spitzbub Ilias und Lausbub Seppl

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