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Dieses Thema hat 8 Antworten
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 Behaviour (öffentlich)
Heidi und Duke Offline




Beiträge: 916

23.04.2012 18:54
Angstsymptome bekämpfen? Zitat · Antworten

Hey ihr Lieben,

ich möcht euren Rat gerne in dieser Sache weil ich da echt nicht mehr weiter weiss.

Zur Geschichte:

Vor gut 2 Jahren piepte mein Feuermelder weil die Batterie alle war...das Problem: ich wusste gute 2 Stunden nicht wo dieses piepen her kam! Ich dachte dauernd es hätte sich ein kleiner Vogel in meiner Wohnung verirrt und er läge hinter dem Kühlschrank.

Am Anfang war diese "Piepen" Duke egal...DOCH: ich wurde auf einmal nach 1 Stunde piepen zunehmenst nervös. Ich fing an "herumzumeckern" (nicht mit Duke, aber so ein Eigengespräch) und lief nervös und zunehmenst genervt hin und her...auf der Suche nach diesem gepiepse.

Daher dass ich so nervös wurde und herum meckerte, wurde Duke auch auf einmal nervös. Er merkte: Sie reagiert so "aggressiv" auf den Pieps. Also fing er auf einmal an zu hecheln, kratze mit den Pfoten in den Ecken, produzierte Speichel,fing an zu fiepen und lief wie ein geschlagener Hund durch die Wohnung... Ich brachte Duke dann zu meinen Eltern damit er sich beruhigen konnte und mich nicht mehr so "aufbrausend" sieht...

Eine Stunde danach "checkte" ich dann endlich dass es der Feuermelder war....
Die Tage danach, nein ich kann schon von Wochen reden...traute Duke sich nicht mehr so recht in die Wohnung. Ich musste ihn dauernd im Treppenhaus schon motivieren in die Wohnung zu gehen...Auf einmal (naja nach circa 4 Monaten) war es wieder ok...

JA BIS:
Meine Vermieter (die wohnen unter mir) wahrscheinlich an ihrem Tisch sassen und vom Stuhl aufstanden, ohne den Ar*** zu heben...Da hörten wir ein langes "quiiiiiiiietsch" was sich eben fast zu 99% so anhörte wie das "Piepsen" vom Feuermelder nur länger gezogen...

Ja seitdem verfällt Duke immer in eine Angststarre wenn die unten wieder den Stuhl so wegschieben...
(siehe oben die gleichen Symptome) Seine "Starre" kann sich über 1-2 Stunden hinziehn....es ist furchtbar.

DANN EINE ZEITLANG:
...hat er auf dieses "Quiiiiietsch" nicht mehr so extrem reagiert, weil ich immer ganz ruhig blieb wenn es wieder vorkam und es einfach "ignorierte" (obwohl ich schon selbst dabei zusammen zucke, weil ich dann weiss was wieder kommt). Er guckte mich immer SOFORT dann an...blieb ich ruhig, und guckte z.b. seelenruhig dann Fernsehn, beruhigte er sich spätestens nach 20 Minuten wieder.

JETZT ALLERDINGS:

...kam es in den letzten 2 Wochen wieder vermehrt vor, dass der Stuhl wieder "quietschte" und das oft mehrmals am Tag...dazu kam noch dass sie oft Besuch hatten und Sachen herunterfielen, sie die Rolläden einfach "fallen liessen anstatt sie langsam runterzulassen" etcpp...
Duke wurde wieder zunehmend unruhig...von Tag zu Tag zeigte er wieder vermehrt diesen Stress.

Jetzt am Wochenende war es ganz schlimm. Am Samstag war es wieder der Stuhl,...um 7 Uhr Morgens!! Er stand da, zitternd und komisch atmend (so als würde er den Atem anhalten...um dann wieder schnell zu atmen)...bestimmt über 2 Stunden!
Er bewegte sich dann manchmal..wie eine Schnecke, von einem Punkt zum anderen....kratzte wieder an den Möbeln und in den Ecken... Ich war so verzweifelt...

Wenn ich ihn rufe, und ihn beruhigen will,....hab ich dass Gefühl dass er sich dann noch mehr "aufregt"....also lass ich es, und versuche es einfach zu "ignorieren"... bis er sich dann wieder beruhigt hat...(was mir unglaublich schwer fällt)

Nach diesen 2 Stunden kam er dann wieder ins Bett und schlief wieder...er war wahrscheinlich erschöpft vom zittern und diesem Stress.

Gestern war er die ganze Zeit auf der "Lauer"...und konnte sich gar nicht richtig entspannen...Ich weiss nicht was ich tun soll wenn er diese "Angstattacken" zeigt?

Könnt ihr mir da was raten?

LG aus Luxemburg, Jess mit Pei Duke

baraloki Offline




Beiträge: 7.411

23.04.2012 19:23
#2 RE: Angstsymptome bekämpfen? Zitat · Antworten

Ich würde diese Angst genauso gegenkonditionieren, wie Hundebegegnungen: Bei jedem Quietschen sofort Duke ranrufen und klickern und füttern. Und dazu ganz ruhige feste Streichelstriche über den Rücken. Das ist ja schon so heftig, dass es mit einfach beruhigen nichts werden wird, vermute ich. Dazu vielleicht ein Entspannungssignal, falls Ihr das schon aufgebaut habt. Das hätte den Vorteil, dass Du Dich auch gleich damit beruhigen könntest.

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Herzlichst, Bara mit Forumself Loki [url=http://www.smilies.4-user.de][img]http://www.smilies.4-user.de/include/Tiere/smilie_tier_118.gif[/img][/url]

[small]Tiere sind die besten Freunde.
Sie stellen keine Fragen und kritisieren nicht.
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guste1970 ( gelöscht )
Beiträge:

23.04.2012 19:26
#3 RE: Angstsymptome bekämpfen? Zitat · Antworten

Ich würde versuchen mit seine Aufmerksamkeit zu bekommen und ihn möglichst runterkraulen. Eine Art Entspannungsrital aufbauen.

Chrissie Offline

mit Buffy Houdini, die auch vor Spülmaschinen-Tabs nicht halt macht


Beiträge: 1.726

23.04.2012 19:42
#4 RE: Angstsymptome bekämpfen? Zitat · Antworten

mönsch, armer Duke, das klingt ja furchtbar. Ich habe keine zündende Idee, würde ihn aber auf keinen Fall ignorieren. Ein Entspannungssignal ist sicher nicht falsch, ob es aber weiterhilft? Eventuell musst Du quietschende Geräusche selbst produzieren und beclickern?

____________________________________________________

Grüße von Chrissie mit Buffy und nie vergessener Sally

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

23.04.2012 20:02
#5 RE: Angstsymptome bekämpfen? Zitat · Antworten

Der arme Bub... ich hätte jetzt auch gesagt, besorg Dir irgendwas, das piept und das Du ganz kurz (Bruchteil einer Sekunde) betätigen kannst, vielleicht ein heller Pieps-Klingelton am Handy? Dann Piep > sofort C&B. Wenn das ok ist, den Piep etwas länger usw.
Und bei den Quietschgeräuschen würde ich sofort irgendwas super leckeres fliegen lassen oder ihm die Leberwursttube vor die Nase halten, sodass er das Geräusch irgendwann mit etwas Positivem verbindet.

Vor dem Clickergeräusch hatte er doch auch Angst und Du konntest es ihm "verschönern"

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Karl Valentin

Heidi und Duke Offline




Beiträge: 916

23.04.2012 22:33
#6 RE: Angstsymptome bekämpfen? Zitat · Antworten

ja den Clicker hatte ich auch schon als Idee...
da aber dieses "Quietsch" so tief in ihm verankert ist und ihm solchen Stress bereitet habe ich Angst, dass er danach den Clicker vielleicht auch nicht mehr so toll findet...also ihn dann auch als negativ empfindet/verknüpft?
Da ich sein Verhalten hier nicht als kleine "Angst" emfpinde, sondern schon quasi ne Panik?
Oder muss ich mir da keine Gedanken machen?

Ich hab ihn immer beruhigt indem ich ganz sanft sagte: Duke..ist ok...
Aber dann fing er immer an sich noch mehr hineinzusteigern...warum auch immer

Bachblüten hab ich auch schon probiert...mit geringem-keinem Erfolg...

Meine Hundetrainerin hat mir ja die Geräusch-CD für Hunde empfohlen, damit er lernt Geräusche als "nicht schlimm" zu empfinden? Ich denke es sind meistens Geräusche,wo er nicht weiss vo es herkommt, wo er Angst zeigt! Weil komischerweise macht im Gewitter/Donner und auch Feuerwerk absolut nichts aus

Die beste "Methode" wäre, meine Vermieter würden was unter die Stuhlbeine kleben damit es nicht mehr quietscht Aber ich hab ihnen das schon 1000x gesagt,..und nichts passiert..., sie haben es sogar mal "live" beobachten können bei ihnen zu Hause, Dukes Angstattacke...dennoch machen sie die Dinger nict dran...da könnte ich vor Wut heulen

LG aus Luxemburg, Jess mit Pei Duke

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

23.04.2012 22:50
#7 RE: Angstsymptome bekämpfen? Zitat · Antworten

Wenn Du den Clicker immer wieder und oft in positiven Situationen benutzt, musst Du keine Angst haben, dass er ihn negativ verknüpft. Sonst könnte man ihn ja auch nicht in Aggressionssituationen einsetzen.

Wenn Du den Eindruck hast, dass es sich zu einer richtigen Panikstörung entwickelt und Du nicht dagegen antrainieren kannst, wird man wohl um eine Medikamenten-Unterstützung nicht herumkommen. Wenn es nicht einfach Ängstlichkeit oder einfache Angst, sondern eine wirkliche Panik ist, werden Dir auch keine Bachblüten helfen.

Versuch mal, wie er auf den Clicker und SEHR hochwertige Leckerchen reagiert. Bleibt er erstarrt, ist nicht ansprechbar und nimmt keine Leckerchen, würde ich ehrlich gesagt zum spezialisierten TA gehen. Das ist ja wie bei einem Menschen mit einer spezifischen Angststörung. Dem kann man ohne Medis auch nicht erklären, dass er keine Angst haben muss.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Karl Valentin

Heidi und Duke Offline




Beiträge: 916

23.04.2012 22:57
#8 RE: Angstsymptome bekämpfen? Zitat · Antworten

Ein Versuch wäre es wirklich wert!
Ich werde den Clicker dann in Zukunft auf meinen Couchtisch legen und Leberwurst und Käse griffbereit stellen!
Das beruhigt mich dass er es dann nicht negativ verknüpfen kann...sonst würden wir wirklich total zurück fallen wieder in Allem

So finde ich ja dann auch heraus ob er in seiner "Situation" noch ansprechbar ist, sprich ein Leckerlie annimmt.
Wenn nicht, werden wir doch wohl auf Medikamente zurück greifen müssen...Ich will ihm unbedingt helfen...weil ihn so zu sehen tut mir echt weh...

Falls er noch mal so ist, werde ich ihn mal filmen...damit ihr mal ein Bild von seinem Verhalten kriegt!

@ alle
Danke für die Tipps

LG aus Luxemburg, Jess mit Pei Duke

Tante_Haha Offline

Mobiles Spaßzentrum und Sicherheitszentrale für drei Buben und Tante Lupa


Beiträge: 39.741

23.04.2012 23:08
#9 RE: Angstsymptome bekämpfen? Zitat · Antworten

Das Problem ist ja, dass er dem Angstauslöser täglich ausgesetzt ist oder zumindest sehr regelmäßig. Hätten wir jeden Tag Gewitter müsste ich Nils auch einen Angstlöser geben.
Wenn Du das filmen könntest, wäre das super, um beurteilen zu können wie sehr er gestresst ist bzw wie groß seine Angst oder Panik ist.

Ich bin gespannt, ob er Leckerchen nimmt. Das wäre schonmal ein gutes Zeichen.

Viele liebe Grüße
Frau T. mit Lumpi, Mo und Nils
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Karl Valentin

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